Ich bin selbst ein ungeplantes ungewolltes Kind

    • (1) 24.03.12 - 12:05

      und bin meiner Mutter zutiefst dankbar, dass sie mich trotz aller Umstände nicht abgetrieben hat.

      Ich bin glücklich und liebe mein Leben!!!!

      • Und was willst du damit sagen? Nicht jede frau ist in der glücklichen Lage wie deine Mutter und kann ein ungewolltes Kind großziehen und lieben. denk mal an vergewaltigte frauen, an Frauen, die verantwortungslos sind und nichtmal für sich selbst sorgen können. weie sollen die verantwortung für jemand anderen übernehmen können, wenn sie es nicht mal für sich selbst schaffen? denk an Frauen, die schon mehrere Kinder haben und es finanziell nicht schaffen können oder an Frauen, die psychisch krank sind und nicht in der Lage sind, ein Kind versorgen zu können. Denk an Teenager, die weder die geistige reife haben noch finanzielle Hilfe oder Hilfe von den Eltern haben.

        Es gibt so viele Gründe, ein ungewolltes Kind NICHT zu bekommen. Und diese Entscheidung muss und darf allein die Schwangere treffen, nachdem sie alle Pros und Contras abgewägt hat. Und ihre Entscheidung, egal, wie sie ausfällt, haben alle anderen menschen zu respektieren und sie nicht zu verurteilen, weil sie sich entschieden hat, wie sie entschieden hat.

        • Adoption

          • Ist ja auch nicht so einfach, weil man in der Schwangerschaft vielleicht doch schon ne bindung aufgebaut hat. Zudem gibt es in deutschland schon so viele Kinder in Heimen und Pflegefamilien, die alle auf eine neue Familie warten und je älter ein Kind wird, desto geringer sind seine Chancen, adoptiert zu werden, weil die meisten ein baby wollen, das sie erziehen können. Warum nicht erst diesen Kindern ein neues Zuhause geben, bevor man neue in die welt setzt?

            • Darüber sollte man sich Gedanken machen, bevor man schwanger wird. ;)

              Bist du bereits schwanger, existiert das Kind ja schon. Du kannst ja nicht die Schwangerschaft rückgängig machen, sondern nur das Leben in seiner frühen Entwicklung auslöschen.

              Und ich weiß (vermutlich besser als du), dass man für "schwanger werden" nicht unbedingt immer etwas dafür kann.

              Ich sage nichts gegen Abtreibung, wenn sie wirklich notwendig ist. Mit Notwendigkeit meine ich mediznische Probleme, die zB das Leben der Mutter in Gefahr setzen oder eventuell massive psychische Probleme, die das Leben von Mutter und Kind in Gefahr setzen.
              Aber wie oft ist das bitte der Fall? Bei 1% aller Frauen, die abtreiben, vielleicht. Maximal. Die meisten "wollen" das Kind einfach nur nicht, weil es gerade aus irgendeinem wichtigen oder unwichtigen Grund nicht in ihr Leben passt.

              Und wie ich schon schrieb - du kannst ein Leben nicht "rückgängig" machen. Das geht einfach nicht.

              Würdest du ein Tier eher töten, als es in ein Heim zu bringen? (Und Tierheime stehen unter schlechteren Bedingungen als Kinderheime).
              Kinderheime in Deutschland sind vielleicht nicht die beste Option für ein Kind, aber es gibt hier strenge Richtlinien. Die Kinder dürfen leben. Und ich bin mir sicher, dass diese Kinder auch leben wollen - wenn du sie fragst, ob sie lieber leben wollen oder ob es ihnen lieber gewesen wäre, dass ihre Mutter sie getötet hätte, was meinst du, würden die meisten dir antworten?

              Dass die Kinderheime übervoll sind, liegt übrigens nicht an einer extremen Anzahl Kinder - nicht umsonst ist die Geburtenrate erschreckend zu niedrig. Sondern eher an den lächerlichen Auflagen, die Paare mit Adoptionswunsch erfüllen müssen, um überhaupt ein Kind adoptieren zu dürfen.

              Ja, ich habe sehr wohl Erfahrung mit dem Thema, GERADE deshalb denke ich so.

              • Es wird eine ewige Streifrage bleiben, wo Leben anfängt. Die Medizin hat dafür eine frist gesetzt, und wer sich an diese hält, tötet medizinisch gesehen, kein Leben. Wer ethisch anders darüber denkt, ok. Aber medizinisch und rechtlich ist Abtreibung bis zur 12. woche ok, da es bis dahin nicht als Leben gilt. Und ich schrieb ja auch, dass einzig und allein die Schwangere zu entscheiden hat, was sie tut. ich schwinge hier garantiert nicht die moralische Keule, ich sage nur, dass es auch Gründe gibt, wo eine Abtreibung für alle beteiligten die bessere option sein kann. Und auch das muss von anderen Menswchen akzeptiert werden, genauso wie akzeptiert werden muss, wenn man sich für eine andere option entscheidet.

                • (7) 24.03.12 - 17:15

                  >Aber medizinisch und rechtlich ist Abtreibung bis zur 12. woche ok, da es bis dahin nicht als Leben gilt.

                  Totaler Unsinn.

                  Weder hat die Medizin DORT eine Frist gesetzt. Leben beginnt, sobald es sich von unbelebter Materie abhebt (also auch jede Zelle) und eigentständiges Leben beginnt, sobald es sich genetisch von anderen unterscheidet. Und da ist ja nun eindeutig ab Befruchtung der Fall.

                  Noch ist rechtlich dort eine Frist gesetzt, dass Leben dort beginnt und eine Abtreibung ist auch nicht einfach so erlaubt.
                  Würde dort erst das Leben beginnen, würde man wohl kaum mit bis zu 1 JahrHaft bestraft werden, wenn man abtreibt ohne bestimmte Auflagen zu erfüllen.

                  • Ich wüßte nicht, dass in den letzten 35 Jahren jemals eine Frau deswegen verurteilt worden wäre.
                    Nach deiner Definition ist auch eine Amöbe Leben, denn die unterscheidet sich auch von unbelebter Materie.
                    Ich finde diese ganze scheinheilige Diskussion von Frauen, die hier die Moralkeule schwingen einfach unmöglich.
                    Wer nie in der Situation war, sollte nicht vom hohen Ross aus auf andere runterschauen.
                    Ob ein Embryo nun schon ein Leben ist, ist doch letztlich vollkommen unerheblich, eine Frau darf diese Schwangerschaft bis zur 12 Woche beenden und Fakt ist ,dass der Embryo da nicht nach seiner Meinung gefragt werden kann und es letztlich unerheblich ist, ob er ein Interesse an seiner Existenz hat.
                    Er kann noch nicht ohne die Mutter leben und daher darf sie auch über den Embryo bestimmen, alles andere wäre undenkbar und unnatürlich, da sich alles in ihren Körper abspielt.

                    • nun ja ...

                      wir bewegen uns mit solchen fragen momentan auf sehr fragwürdigen ebenen ... embryonale stammzellen sind heiß begehrt und da wird in der forschung momentan voll drauf gesetzt - so gesehen wär es blöd das als leben zu deklarieren.

                      andererseits schaut man in kiwukliniken wo künstliche befruchtungen gemacht werden - da wird abgeschätzt ob so ein zellhäufchen lebensfähig sein kann oder nicht - sprich ob es ein baby ist oder nicht ... du kannst dieses zellhäufchen sogar schon auf erbkrankheiten und geschlecht untersuchen lassen. und manche forscher möchten gern noch weiter gehen und nur schickimicki-babys züchten ...

                      allerdings ist es momentan so, dass man eine fristenregelung hat, die mag zwar vielleicht diskussionwürdig sein. aber sie verhindert dass sich geschichten wiederholen wie ich sie schon gehört hab von früher als es noch verboten war abtreibungen vorzunehmen. zu zeiten als frauen noch zu "engelmachern" gingen - mit allen damit verbundenen risiken #schock

                      • Ja, sicher sollte man jede Regelung, wo es um so heikle Themen geht, immer mal wieder kritisch überprüfen. Ich denke aber, dass in Deutschland eine gute Lösung gefunden wurde, in anderen Ländern ist Abtreibung heute immer noch verboten, das ist kaum vorstellbar und einfach eine frauenfeindliche Gesetzeslage.
                        Meine Mutter mußte in den 60ern noch nach Holland, um einen Abbruch machen zu lassen, denn da wurde das auch damals schon medizinisch korrekt gemacht und nicht bei irgendwelchen Krautern oder illegal im Hinterzimmer einer Praxis.
                        Und die Sache mit der PID ist wieder eine andere Sache, wobei ich persönlich der Ansicht bin, dass es Sinn macht, kranke Embryonen zu selektieren, wenn schon die Möglichkeit besteht. Ansonsten steht die Frau nämlich nach ein paar Wochen wieder vor der Frage, ob sie abtreiben möchte, das kann doch dann so vermieden werden.

                        • nun ... wie gesagt. ein vielschichtiges thema dass sich mit fortschreiten der wissenschaft / technik immer mehr verkompliziert. eine endgültige lösung wird es wohl nie geben - man wird am ball bleiben müssen und bei neuerungen überlegen wie die ins konzept passen. da ist wohl die politik gefragt.

                          und wie gesagt, ich bin nicht gegen die fristenlösung ... allerdings stimmt auch dass sie es manchmal sehr einfach macht: wozu verhütung? wenn ich doch mal schwanger werde treib ich einfach ab ... solche leute find ich einfach zum k... aber man wird wohl weiter nichts machen können gegen die :-(

              Weißt du - bei alle Ehre, ich denke, dass du ein Stück plapperst.

              Warst du ungeplannt und in diesem Falle sogar UNGEWOLLT !!!!!! schwanger, dass du weißt, dass man ein Kind eher NICHT tötet, als es in ein Kinderheim zu bringen ????

              1. Wenn eine Frau abtreibt, ist das alleine ihr Ding, das zu beurteilen, insbesondere aber moralisch zu bewerten, steht niemandem zu.
              2. Ich denke da ganz konsequnt im Sinne von: mein Bauch gehört mir und nur mir steht es zu über meinen körper zu entscheiden. Und wenn ich diesen Körper nicht über 9 Monate zur Vefügung stellen will, muss ich das auch nicht, egal aus welchen Gründen.
              3. Ich denke, keine Frau treibt leichtfertig ab, jede hat ihre subjektiv schwerwiegenden Gründe, Ausnahmen gibts leider immer.
              4. Ich habe auch schon Tiere getötet, und würde das auch womöglich einer Unterbringung im Tierheim vorziehen.
              5.meine Freundin hat ein ungewolltes Kind gekriegt, weil sie sich hat bequatschen lassen.
              Sie war damals schon sehr labil und ist heute ein Wrack, hangelt sich von einer Klinik zur nächsten. Das Kind wird von einer Pflegefamilie zur nächsten gereicht und die, die sie bequatscht haben, kümmern sich heute einen Dreck um sie oder das Kind.
              6.Abtreibung ist in Deutschlnd straffrei möglich und dafür sollte jede Frau dankbar sein.
              Denn ein ungewolltes Kind zu kriegen ist eine Zumutung für alle Beteiligten, aber gerade fürs Kind vollkommen katastrophal.

              (14) 24.03.12 - 17:37

              Mal ganz ehrlich: "ein Leben auslöschen" - ja, das klingt schrecklich.

              Aber wenn man sich die US-Bilder aus der 6.-10. Schwangerschaftswoche anguckt, seht ihr darauf ein Baby?!?

              Ganzganz ehrlich? Ich seh da noch nicht viel "Leben", ich seh da einen Zellknubbel, und vor dem Hintergrund finde ich die gesetzliche Regelung in Deutschland, die Abbtreibung zu einem sehr frühen Zeitpunkt straffrei läßt, sehr sinnvoll. #pro

              • (15) 24.03.12 - 18:54

                Ja, ich sehe darauf ein Baby! Das Herz schlaegt schon und ALLE Organe sind angelegt. Man kann sich Dinge immer schoenreden... Denk' mal nach, bevor Du so etwas Daemliches schreibst

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