Wegen Verkauf von abgelaufener / bzw kurz vor Ablauf befindlicher Ware

    • (1) 03.07.12 - 07:47

      Guten Morgen,

      ich hoffe ich bin mit meiner Frage in der richtigen Rubrik, ansonsten bitte entsprechend verschieben.

      Weiß jemand von euch wie es sich damit verhält?

      Also sprich: was dürfen Lebensmittelgeschäfte bis wann noch verkaufen?

      Für den halben Preis z.B. bis 1 o 2 Tage vor dem MHD, wenn evtl ein Wochenende folgt und die Ware am Sonntag ablaufen würde.
      Oder Ware die schon über das MHD abgelaufen ist? Darf die noch verkauft werden und wenn ja, wie lange noch?

      Gibt es da eine gesetzliche Regelung? Bei google bin ich nicht wirklich fündig geworden oder habe evtl die falschen Schlagworte eingegeben#schwitz

      Vielen Dank für evtl Antworten.

      GLG Gabi

        • Unser Laden sieht das anders!

          Was heut abläuft soll erst heute rausgeholt werden! Dann wirds um 50% reduziert und man lässt die Sachen nach Ablauf des MHD´s noch 7 -10 Tage stehen:-[

          Beschweren beim Chef bringt nix... er will da sso also haben wir uns an die Vorgaben zu halten....

          • HI,

            mh, kommt jetzt drauf an, um welches Produkt es sich handelt. 7-10 Tage bei Milch oder Joghurt find ich schlimmer (auch wenn man z.B. Joghurt meist noch genießen kann), aber bei z.B. Marmelade ist das doch kein Problem.

            Ich habe aber oft schon wirklich verdorbene Produkte gekauft (habe einfach nicht aufs MHD geachtet). Wenn sich der Chef im Laden stur stellt hilft nur eines: Verbraucherbeschwerde beim Hersteller. Das macht ihm ganz schnell Beine...

            Aber wie gesagt: Kommt auf's Prudukt an.

            LG
            Alicia

          • Hallo,

            dann würde ich ihn anzeigen.

            Das In-Verkehr-Bringen von abgelaufener Ware ist strafbar.

            In einer Antwort war auch ein Link zu einem Beitrag, in dem der entsprechende Gesetzesartikel benannt ist.

            GLG

            • Hi!

              Wieso denn anzeigen?

              Sie spricht ja hier vom MHD. Wenn das MHD abgelaufen ist, darf man es trotzdem noch verkaufen.

              Grüsse

              serdes

              • Hallo,

                aber nur, wenn man einen deutlichen Hinweis darauf anbringt, dass es abgelaufen ist und dass der Verzehr auch schädlich sein könnte.

                GLG

                • (10) 03.07.12 - 12:06

                  Aber das macht er doch, wenn er die Ware um 50% sichtbar reduziert. Was braucht man da noch? Ein Schild? Ein Blinklicht? Die Reduzierung ist ein offensichtlicher Hinweis, da muss man nur seinen Verstand benutzen, um es zu verstehen.

                  Und welches Produkt könnte denn schädlich sein, wenn das MHD abgelaufen ist, aber das VD nicht?

                  Das MHD zeigt doch nur, dass es kleiner Qualitätsschwankungen geben könnte und nicht, dass es schädlich oder ungeniessbar sein könnte.

                  Grüsse

                  serdes

                  • Hallo,
                    den Verstand benutzen ist zuviel verlangt. Amerikanische Verhältnisse. Dort gibt es den "Wacky Warnings"-Preis für besonders bizarre Warnhinweise.Ausgezeichnet wurde der Aufdruck auf einen faltbaren Kinderwagen. Eltern bekamen da den hilfreichen Tipp:
                    "Das Kind vor dem Zusammenfalten entfernen".

                "...Eine Wertminderung oder eine Ungeeignetheit zum Verzehr kann jedoch sehr wohl vorliegen, bestimmt sich aber nach den konkreten Umständen im Einzelfall. Dabei obliegt demjenigen, der Lebensmittel in Fertigpackungen mit einem abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatum in Verkehr bringt, eine erhöhte Verantwortung. Nach § 11 Abs. 2 Nr. 2 des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuchs (LFGB) muss dieser sich sorgfältig über die Beschaffenheit des Lebensmittels vergewissern und, sofern eine Wertminderung eingetreten ist, dies kenntlich machen...:"

                Nein, er muß nicht auf den Ablauf des MHD hinweisen, sondern nur im Falle einer vorliegenden "Wertminderung" auf diese hinweisen!

                LG

                (13) 03.07.12 - 16:43

                Hallo!

                Das stimmt so nicht.
                Ware mit abgelaufenem MHD darf auch ohne Kenntlichmachung verkauft werden, die Produkthaftung tritt allerdings ab dem Tag des Ablauf MHD vom Lebensmittelhersteller auf den Einzelhändler über, wenn er es trotzdem noch verkauft.
                Die Ware ist ja auch deswegen nicht schlecht.

                Anders sieht es beim Verbrauchsdatum aus, danach darf Ware nicht mehr in der Verkehr gebracht werden.

                Grüße
                Nicole

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