Hausarztmodell - Was haltet Ihr davon?

    • (1) 20.01.13 - 12:30

      Hallo,

      die Sprechstundenhilfe meines Hausrztes will mir immer wieder das Hausarztmodell "aufschwatzen". Bin mir unsicher, ob ich das unterschreiben soll, was haltet Ihr davon? Was spricht dagegen?

      Danke und liebe Grüße!

      • Was spricht denn aus ihrer Sicht dafür?

        LG

        • Sie sagt, Wartezeit maximal 30 Minuten, sie kümmern sich darum, bei Fachärzten einen Termin zu bekommen, muss man das selbst tun, muss man oft länger warten, erweiterte Vorsorgeuntersuchungen. Glaube, noch irgendwas...

          • Hallo!

            Erkundige dich doch mal bei deiner KK was das alles beinhaltet.

            Denn Wartezeit, mal einen Termin beim Facharzt ausmachen, Vorosrgeuntersuchungen sind zum einen normale Dinge die eine Praxis leisten sollte als Service und andere Dinge zahlen eh die KK.

            Ich bin im Hausarztmodell, weil ich mir dadurch in den letzten Jahren die Praxisgebühr gespart habe, aber das hat sich ja eh erledigt.

            LG Ida

            • Das z.B. hat meine KK abgelehnt! Deshalb sah ich für mich keinen Sinn darin. Jetzt fing die Sprechstundenhilfe wieder davon an.
              Bisher habe ich kaum Fachärzte gebraucht, kann mich gar nicht erinnern, wann ich mal bei einem war.
              Was die Vorsorge angeht, so meinte sie, dass diese erweitert sei, dann also mehr gemacht würde, als die normale Kassenleistung beinhaltet.

              Der Antwort kann ich mich nur anschließen...

              LG

        (7) 20.01.13 - 21:20

        Für Patienten i.d, Regel nichts. Für die Arztpraxen ist aber der Verwaltungsaufwand stark minimiert. So wurde mir das von unserer Arzthelferin erklärt.

    Na - ich denke, dass kommt auf dich und Dein Arztverhalten an.
    Meine Fragen, um das entscheiden zu können wären:

    1. Hast Du eventuell auch bei Deiner KK finanzielle Vorteile dadurch?
    2. Ist Dein HA schon länger Dein HA und hast Du vor, länger dort zu bleiben?
    3. Wie sieht das dann mit den Fachärzten aus: wird er Dir einen vorschreiben und vertraust Du dann seiner Wahl oder wird er Dir mit Absprache dann einen vorschlagen?
    4. Gehst Du eh immer erst zu Deinem HA? (bei mir z.B. sieht das anders aus: ich bin mehr bei meiner Gynäkologin als bei meinem HA - wenn ich dann erst immer zum HA müsste, das wäre mir zu umständlich.
    5. Hast du mit dem Modell die Möglichkeit, bei der Facharztkonsultation im Fall des Falles auch eine Zweitmeinung einzuholen?

    • Danke an alle für die Rückmeldungen!
      ich habe vom Arzt auch so ne mehrseitige Infobroschüre bekommen, aus der ich nichts an Vorteilen rauslesen konnte. Mir widerstrebt es auch, jedes Mal erst zum HA zu müssen und mir dann noch von ihm sagen zu lassen, zu welchem FA ich ggf. müsste.
      Wollte nur vorher mal nachfragen, also bevor ich das zum Altpapier werfe, ob es nicht doch irgendwelche Vorteile gibt, die ich übersehen habe.

      • Hallo,

        der Hausarzt kann Dir zwar die Facharztrichtung benennen und Dir auch Vorschläge machen, zu wem Du gehst, aber Du bist immer noch frei in der Arztwahl.

        Als mein Hausarzt mich zum Neurologen schickte, hat er mir 2 Ärzte genannt, bei denen ich aber kurzfristig keinen Termin bekam.

        So habe ich mir selber einen gesucht.

        GLG

        Also zu welchem Facharzt ich gehen sollte, hat mir mein Hausarzt nie vorgeschrieben.

        Die Fachrichtung, die auf der Überweisung stand, schon. Aber die Fachrichtung ist ja riesig!
        Zu welchem der Ärzte ich dann gehe, ist meine Entscheidung. Wenn ich einen Tipp wollte, wer gut ist, hab ich selbst nachgefragt.

Hallo,

ich habe das nicht gemacht, weil ich nicht mehr "selbstständig" zum Facharzt gehen kann, das heißt ich müsste jedes mal zuerst zum Hausarzt. Da ist man, wie ich finde, ganz schön eingeschränkt und braucht mehr Zeit.

Vorteile habe ich für mich persönlich keine gesehen.

LG

Ich hab da bisher auch weder Vor- noch Nachteile für mich persönlich gefunden...

Hallo,

im Prinzip bedeutet das Hausarztmodell ja nur, dass Du zuerst bei Deinem Hausarzt aufschlägst und der entscheidet, zu welchem Facharzt er Dich weiterschickt.

Vorteil: Die Befunde werden alle in einer Hand gesammelt.

Nachteil: Du hast zusätzliche Wartezeit beim Hausarzt einrechnen.

Ich werde jetzt, da es die Praxisgebühr nicht mehr gibt, nur mehr bei akuten Erkrankungen zum Hausarzt gehen, der mich in der Regel schon direkt behandeln kann.

Die regulären Facharzttermine (Frauenarzt/Endokrinologe) nehme ich ohne Umweg wahr. Für mich wäre dieses Modell also eher nichts.

GLG

Hallo

bei uns gibt es nur das Hausarzt modell.

Gut inzwischen macht mein Onkologe und Pulmologe die Termine direkt mit mir.
Aber sonst müssen wir erst zu Hausärztin die dann in PC eingibt das man ein Termin beim ..... brauch. Der ruft dich dann an zwecks Termin

Habe mich so an das system gewöhnt, das man schon sagen kann für uns ist es normal

saludo Mela

Naja, oft ist es auch so, das die sprechstundenhilfe eine Überweisung ausstellt, ohne das man beim Hausarzt vorsprechen muss.

Ich bin so selten beim Facharzt, das wäre für mich jetzt kein Grund.

Lisa

Hi,

ich habe mich in meiner 2. SS von dem Hausarztmodell verabschiedet.

Es hat mich so genervt, das mich mein FA wegen jedem Mist zum Hausarzt geschickt hat, weil sie bzw. Ihr Mann (Allgemeinarzt in der angrenzenden Praxis) nichts selbst machen durfte (Zuckertest, EKG etc.)
NIE wieder würde ich mich so knebeln lassen.

Ich bin wirklich niemand der ständig den Arzt wechselt aber in manchen Situationen ist es schon extrem nervig wenn man wirklich nirgendwo anders hingehen kann. Urlaubszeit ist bei uns z.B. so. In unserer Stadt haben die Ärzte es noch nicht raus, ihren Urlaub angemessen abzusprechen. So kommt es oft vor das eine Praxis die Urlaubsvertretung für 5-7 andere machen muss. In solchen Fällen gehe ich dann auch gern mal zu einem Arzt im Nachbarsort. Das wäre mit dem Hausarztmodell völlig unmöglich.

LG

Hallo,

mir wäre es zu lästig, immer erstmal zum Hausarzt zu gehen, bevor ich einen Facharzt aufsuche.
Mich nerven die Wartezeiten bei den Ärzten sowieso schon. Die brauche ich nicht jedes mal doppelt.

LG

Heike

Hallo!
Wohne in Italien, wo es nur dieses Modell gibt!
Finde es ehrlich gesagt nicht sehr gut, da ich meisstens weiss, zu welchem Arzt ich muss und keine Lust habe stundenlag beim Hausarzt zu warten. Sollte ich mal beim falschen Spezialisten landen, kann mich dieser immer noch zum richtigen schicken.

Hallo,

als das Modell aufkam, konnte man sich damit die 10 Euro Praxisgebühr sparen, wenn man immer zuerst zum Hausarzt ging (also musste auch beim Hausarzt nicht bezahlen).

Dann musste man sie trotzdem bezahlen und dennoch zuerst zum Hausarzt.

Jetzt ist es wohl so - hat mir jemand aus dem medizinischen Bereich erklärt:
dass der Arzt pro Patient mit dem Hausarztmodell

- entweder etwas mehr Geld pauschal bekommt, was der Behandlung zur Verfügung steht
- oder etwas weniger Geld pauschal bekommt, was der Behandlung zur Verfügung steht
das ist nicht viel, aber es summiert sich mit jedem Patient.

Die Bedingung ist wohl, dass man nicht eigenmächtig zu den Fachärzten geht, sondern sich immer vom Hausarzt eine Überweisung holt.

Für mich macht das keinen Unterschied. Ich hole mir ohnehin jede Überweisung vom Hausarzt und dieser überweist mich auch, wenn es sein muss.

(Bei meinem Hausarzt davor hätte ich das nicht gemacht. Der hat aus Prinzip nicht überwiesen. Entweder war er der Meinung da sei nichts oder er hätte es allein im Griff)

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