Ärger nach der Taufe

    • (1) 31.01.13 - 16:28

      Hallo,
      ich muss meinem Ärger mal Luft machen. Meine Söhne hatten vor 10 Monaten Taufe in der ev. Kirche bei uns im Ort. Zusammen mit einigen anderen Kindergartenkindern wurden insgesamt 7 Kinder getauft. Wir wohnen auf sehr dörflich, jeder kennt jeden.

      Ich habe in den letzten 10 Monaten 2x beim Pfarramt nachgefragt ob das Stammbuch fertig ist: nein noch nicht. Auch ok, brauche ich ja nicht täglich.

      Letzte Woche dann die Bitte ob ich die Taufsprüche nochmal nachreichen kann? Der Pastor weiß sie nicht mehr. Gerne, mach ich sofort.

      Vor 2 Tagen bekam ich dann das Stammbuch von der Mitarbeiterin im Gemeindebüro ausgehändigt, wir kennen uns, ich parke dort immer wenn ich meine Kinder aus der Kita abhole. Zuhause dachte ich, ich seh nicht richtig. Alles mögliche falsch und Tipp-Ex im Stammbuch.

      Auf der Geburtsurkunde meines Großen: mehrmals mit Tipp-Ex korrigiert, falscher Taufspruch übergetippext, oh, falscher Ort, nochmal Tipp-Ex. Auf der originalen Urkunde.Und der Stift hat auch doch durchgedruckt auf die Vorderseite.

      Auf der Geburtsurkunde vom Kleinen: 2 verschieden Stifte zum Schreiben verwendet.

      Die Paten: beim Kleinen ok, beim Großen wurde ein Pate nicht aufgeführt. Ich wurde nicht mal informiert vom Pastor, das ihm der eine Pate wohl aufgrund der fehlenden Zugehörigkeit zur Kirche nicht paßte. Das erfahre ich dann nach 10 Monaten per Zufall.

      Die zusätzlichenTaufurkunden (wohl eine "Nettigkeit unserer Kirche" mit Motiv: auch falsch ausgefüllt, Taufsprüche verwechselt. Namen der Kinder auch falsch.

      Ich habe vormittags im Gemeindebüro die Mitarbeiterin angerufen und mich beschwert, denn ich bin total enttäuscht und sauer. Man darf doch wohl erwarten, das da sorgfältiger mit solchen Dingen umgegangen wird? Gerade das Geschmiere auf der Geburtsurkunde macht mich sauer.

      Und dann der absolute Brüller: Spricht mich heute mittag gleich der Pastor an, ob ich denn keine Fehler machen würde!?! Ehrlich gesagt, ich bin auch nicht frei von Fehlern, aber ist das ein Freibrief für alles? Ich bin gerade am überlegen, ob ich aus der Kirche austrete. Ich finde das alles eine Frechheit.

      Wie würdet ihr Euch verhalten? Bitte keine Kirchendiskussion.

      LG Mary (die vor Wut schon geheult hat weil sie das alles so sch... findet)

      • Ich verstehe dich voll und ganz.

        SO liefert man keine Urkunde ab, auch nicht als Kirche.

        Ich glaube, ich hätte ihn ein wenig rund gemacht, wenn er mich dann auch noch derart merkwürdig anspricht.

        Das ist ja seine Arbeit. Ich darf beruflich nicht derartige Fehler machen. Wenn ich Ämter anschreibe und alles falsch mache, was falsch zu machen geht, lachen die mich aus und mein Anschreiben landet an der Pinnwand.

        Ich schäme mich fremd, auch wenn ich mit deinem Pastor nichts zu tun habe.

        L G

        White

        (3) 31.01.13 - 16:41

        Kann dich verstehen. Zum Pastor: Natürlich darf man Fehler machen, aber man sollte diese Fehler dann auch annehmen, korrigieren und hoffentlich nicht wiederholen. Und nicht einen verbalen "Gegenangriff" starten.

        Die Kirche als Institution selber und damit dein Austritt finde ich etwas unzusammenhängend.

        (4) 31.01.13 - 16:49

        Krass! ich wäre ausgerastet!!!

      • (5) 31.01.13 - 17:03

        ***Wie würdet ihr Euch verhalten?***

        Dem Pastor sagen, dass jeder Mensch Fehler machen kann, aber bitte nicht in dem Ausmaß und schon gar nicht auf Urkunden.

        Ich würde ein neues Stammbuch haben wollen und darauf bestehen, dass man mir die Kosten dafür erstattet.

        (6) 31.01.13 - 17:10

        Hallo,

        wir bekamen das Stammbuch direkt nach der Taufzeremonie feierlich von der Pfarrerin überreicht.

        Und ich habe auch nicht gesehen, dass da irgendetwas rumgeschludert wurde.

        Und ja, ich würde mich auch ärgern. Und wahrscheinlich würde ich verlangen, dass das einer noch einmal ordentlich macht.

        GLG

      • (7) 31.01.13 - 17:17

        Ähm die haben auf der Original Geburtsurkunde rum geschmiert? Was geht die den bitte die urkunde an?

        Ich würde da noch mal persöhnlich aufkreuzen und richtig auf den Tisch hauen. Wenn dann immer noch son Spruch kommt mich an die nächst höhere Stelle wenden.

        Zumal die Urkunden später bei Konfirmation/Komonion, Heiraten und Beererdigungen (wenns nen Krichlicher Friedhof sein soll) wichtig sind!

        Bin ich froh das unsere Kriche da richtig vorsichtig ist und uns noch mal drüber schauen lässt bevor sie es auf die Richtigen Urkunden schreiben!

        (13) 31.01.13 - 18:22

        "Ähm die haben auf der Original Geburtsurkunde rum geschmiert? Was geht die den bitte die urkunde an?"

        In aller Regel besteht die Möglichkeit, auf der Rückseite der Geburtsurkunde die Taufe einzutragen...und von daher muss/sollte die Urkunde vorgelegt werden.

        (14) 31.01.13 - 21:41

        Hallo,

        als meine Kinder getauft wurden, bekamen wir nur eine Taufurkunde. In der

        Geburturkunde wurde garnichts eingetragen und auch das Stammbuch mussten wir nicht orlegen bzw. aus der hand geben. GEnauso war es auch bei meinen Enkelkindern.

        Die Taufurkunden haben wir anschl. selber in das Stammbuch mit eingelegt.

        Genauso die Konfirmationsurkunden, die gab es auch separat.

        LG

    (15) 31.01.13 - 18:17

    "Die Paten: beim Kleinen ok, beim Großen wurde ein Pate nicht aufgeführt. Ich wurde nicht mal informiert vom Pastor, das ihm der eine Pate wohl aufgrund der fehlenden Zugehörigkeit zur Kirche nicht paßte. Das erfahre ich dann nach 10 Monaten per Zufall."

    Dass ein Konfessionsloser kein Patenamt übernehmen kann, sollte eigentlich selbsterklärend sein...allerdings ist es das ganz offensichtlich nicht, denn mir (ich arbeite in einem ev. Gemeindeamt) wird diese Frage auch immer mal wieder gestellt.

    "Ich habe vormittags im Gemeindebüro die Mitarbeiterin angerufen und mich beschwert, denn ich bin total enttäuscht und sauer. Man darf doch wohl erwarten, das da sorgfältiger mit solchen Dingen umgegangen wird?"

    In der Sache gebe ich dir durchaus Recht...aber so was kann man doch auch in einem vernünftigen und sachlichen Ton vorbringen?

    So aufgebracht, wie ich dich hier wahrnehme, kann ich mir nämlich gut vorstellen, wie du der Gemeindeamtsmitarbeiterin gegenüber aufgetreten bist...und das geht halt auch nicht, weil Fehler -wie du ganz richtig erkannt hast- nun mal menschlich sind und somit jedem passieren können.

    "Wie würdet ihr Euch verhalten?"

    Es sind keine Fehler gemacht worden, die sich nicht wieder ausgebügeln lassen...von daher würde ich freundlich darum bitten, mir sämtliche Urkunden neu auszustellen. Die Original-Geburtsurkunden lassen sich beim Standesamt nachbestellen, und wenn da soviel Mist passiert ist, wird die Kirchengemeinde die Kosten vermutlich übernehmen (müssen).

    • (16) 31.01.13 - 18:52

      Natürlich kann ich mir die Urkunden neu besorgen.

      Nur DASS ist dann natürlich auch wieder MEINE Aufgabe und ehrlich gesagt, auch meine Zeit. Während andere sich da mal locker 10 Monate Zeit lassen für ihre Arbeit.

      Als berufstätige Mutter von 2 Kindern ist es nicht so, das ich mich langweile.

      Und eine nachbestellte Urkunde ist eben nicht mehr die Originalurkunde.

      • (17) 31.01.13 - 19:00

        Guten Abend,

        wende Dich ans Dekanat.

        Gruß Reina

        (18) 31.01.13 - 19:03

        Schreib doch demnächst gleich dazu, dass du nur Dampf ablassen willst...dann muss man sich nicht die Mühe machen, dir irgendwelche Ratschläge zu geben.

        • (19) 31.01.13 - 19:55

          Muss man denn jeden Ratschlag annehmen?

          IHR sind die Papiere wichtig und es wurde saumäßig damit umgegangen, sie hat nun die Lauferei alles neu zu besorgen und bekommt vom Pastor noch nen doofen Spruch, wenn wundert es da dass sie Dampf ablassen will?

          • (20) 31.01.13 - 20:09

            "Muss man denn jeden Ratschlag annehmen?"

            Nö...muss man nicht. Aber ich dachte halt, es ginge der TE um die Papiere. Das ist ja offensichtlich nicht der Fall...und nun habe ich ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung, worum es ihr eigentlich ging.

            Naja...möglicherweise wollte sie einfach nur hören, dass es richtig ist, wegen eines solchen Vorfalles aus der Kirche auszutreten - aber ich habe, wie gesagt, jeglichen Durchblick verloren.

            • (21) 31.01.13 - 20:22

              Ach quatsch, also ich denke wenn jemandem die Urkunden und so wichtig sind ist das nur heiße Luft die da kommt zum ''austreten''

              Da kann ja die Kirche an sich nichts zu sondern nur der Pastor oder die Angestellte. Also würde es reichen wenn sie sich eine neue Gemeinde sucht.

              Ich denke sie ist einfach wütend und weiß grade selber nicht was sie will, vielleicht hätte ihr einfach eine Entschuldigung seitens des Pastors gereicht mit dem Angebot es neu zu machen.

        (22) 01.02.13 - 13:31

        Ihr Thread trägt den Titel "Ärger nach der Taufe". Sie schreibt sogar am Ende, dass sie vor Wut schon geheult hat. Ich denke, es war mehr als eindeutig, was sie wollte: ihren (meines Erachtens sehr berechtigten) ÄRGER zum Ausdruck bringen.

        Da lese ich persönlich nichts von einer Bitte nach Ratschlägen raus.

(23) 31.01.13 - 20:44

"Dass ein Konfessionsloser kein Patenamt übernehmen kann, sollte eigentlich selbsterklärend sein...allerdings ist es das ganz offensichtlich nicht, denn mir (ich arbeite in einem ev. Gemeindeamt) wird diese Frage auch immer mal wieder gestellt."

Unsere konfessionslosen Taufzeugen wurden als solche in der Taufurkunde eingetragen.
Außerdem wird darauf bei der Vorbesprechung hingewiesen, weil zu einer Taufe die "Kirchbescheinigung" abgegeben werden muss und spätestens da fällt auf, dass die "Taufpaten" nur "Taufzeugen" werden können. Kläre mich auf, wenn ich falsch liege, aber ich finde das ganze ein bißchen sehr nachlässig.

  • (24) 01.02.13 - 01:33

    Unser Pastor hat mir erzählt, dass er früher auch konfessionlose Taufzeugen in die Taufurkunde eingetragen hat. Dafür hat er mal einen auf den Deckel bekommen. Danach hat er die Taufzeugen als "Zeugen der Taufe" aufgeführt aber auch das gab ärger. Seid dem dürfen in unserer Gemeinde keine konfessionslose Taufzeugen mehr eingetragen werden.

    Darüber wurden wir aber im Taufgespräch aufgeklärt.

    (25) 01.02.13 - 07:31

    "Unsere konfessionslosen Taufzeugen wurden als solche in der Taufurkunde eingetragen."

    Das wird aber nicht in jeder Gemeinde so gehandhabt...bei uns z.B. werden Taufzeugen NICHT eingetragen. Und ein Taufzeuge ist halt auch kein Taufpate...letzterer muss einer christlichen Kirche angehören.

    "Außerdem wird darauf bei der Vorbesprechung hingewiesen, weil zu einer Taufe die "Kirchbescheinigung" abgegeben werden muss und spätestens da fällt auf, dass die "Taufpaten" nur "Taufzeugen" werden können."

    Ja, eigentlich hätte es schon bei der Anmeldung auffallen müssen bzw. spätestens zu dem Zeitpunkt, wo keine Patenbescheinigung vorgelegt werden konnte.

    "Kläre mich auf, wenn ich falsch liege, aber ich finde das ganze ein bißchen sehr nachlässig."

    Darüber, dass in mehrerlei Hinsicht schlampig gearbeitet wurde, brauchen wir nicht diskutieren...das sehe ich genauso.

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