Darf sie das? (Taufe)

    • (1) 20.05.13 - 10:07

      Hallo zusammen.

      Ein Freund von Uns lebt getrennt. (waren nicht verheiratet) Gemeinsam haben die beiden eine Tochter von 9 monaten. Er kümmert sich wunderbar, darf sie mittlerweile schon den ganzen Tag bei sich haben. Sie hat offiziell allein das Sorgerecht.

      Jetzt hat er gerade erfahren das sie die kleine am Muttertag hat taufen lassen. Darf sie das? Er ist todtraurig.

      Ohne ihn, ohne seine Entscheidung, Mitbestimmung, Einverständnis und Anwesenheit.

      Wisst ihr Bescheid?

      Kg Nina

        • Hallo,

          wahrscheinlich, weil die Mutter des Kindes ihre Sinne noch beieinander hatte.

          Das Kind ist erst 9 Monate alt, die beiden sind bereits jetzt getrennt. Da dürfte die Beziehung wohl schon zu Schwangerschaftszeiten schlecht gewesen sein. Warum sollte sie dann bitte das Sorgerecht freiwillig teilen. #kratz

          LG
          donaldine1

            • (7) 21.05.13 - 07:22

              Hallo.

              ja, theoretisch natürlich schon.

              Bleibt erstmal aber ein Haken: Sie bekommet es automatisch. Er müßte es erst mal beantragen....

              Grundsätzlich ist es immer einfacher, wenn nur einer das Sorgerecht hat. Damit meine ich gar nicht mal unbedingt die Streitfälle, von denen man hier ständig liest.

              Aber insbesondere wenn man mit den ehemaligen Partnern gut klar kommt, ist vieels mit alleinigem Sorgerecht auch einfacher. ich kann so alles alleine unterschreiben, etc. obwohl fast alels vorher besprochen wird. Das ist im Alltag schlicht und ergreifend praktischer als wenn jedes Dokument von einem anderen, der evtl. noch weit weg wohnt, unterschrieben u/o gutgeheißen werden muß.

              Gemeinsames Sorgerecht wird doch in vieeln Fällen auch nur für Streitereien genutzt. Und diese Tatsache übershen hier im Forum leider sehr viele.

              LG
              donaldine1

              • (8) 21.05.13 - 11:32

                Ändert alles nichts daran, dass es auch sein Kind ist.

                "Das ist im Alltag viel praktischer" ist kein Argument das Rechte von Elternteilen einschränken dürfte.

                • (9) 21.05.13 - 12:24

                  Dann soll er doch das Sorgerecht beantragen anstatt herumzunörgeln.

                  Und trotzdem ist es manchmal für beide Seiten komplett unpraktisch, insbesondere, wenn sie sich eben NICHT streiten. Dann hat es im Alltag absolut keinen Nutzen wenn überall zweite Einverständnisse eingeholt werden müssen.

                  Aber sowas versteht wahrscheinlich nur jemand, der genau sowas kennt: Alleiniges Sorgerecht und KEINEN streß mit den Vätern. Bei uns klappt es so für ALLE Beteiligten am besten, auch wenn das hier bei urbia in 99% der Köpfe wohl nie hinein gehen wird....

                  LG
                  donaldine1

                  • (10) 21.05.13 - 23:54

                    Schön für dich. Freut mich wirklich, dass es bei euch so super funktioniert.

                    Daraus allerdings abzuleiten, dass ein Vater sich nicht darüber beschweren darf wenn die Mutter seines Kindes es in eine Sekte einschreibt...naja, ich weiß nicht.

          weil 1. nirgendwo steht, dass der Vater die Mutter verlassen hat und 2. sie das Kind zusammen gemacht haben! Der Vater hat dieselben Rechte und Pflichten wie die Mutter. Meines Erachtens sollte es sowas gar nicht geben, dass die Mutter das alleinige Sorgerecht bekommt. Man sieht ja hier wieder zu schön, wie Mutti ihre Machtposition ausnutzt. Der Vater ist der Vater und sollte, wenn er das will und es zum Wohle des Kindes ist (das ist es scheinbar, sonst würde er sein Kind nicht so häufig sehen dürfen), mitbestimmen dürfen.

          Der Vater meines Kindes und ich sind auch getrennt. Das passiert statistisch am häufigsten in den ersten drei Jahren nach der Geburt eines Kindes. Ich habe nie auch nur eine Sekunde lang überlegt wir das Sorgerecht teilen sollten. Das war für mich selbstverständlich. Traurig, dass Väter oft noch immer die Ärsche sind. Mir tut sowas leid.

          • Es geht doch nicht ums Verlassenwerden.

            Es geht darum, dass man in einer NICHT funktionierenden Beziehung verständlicher Weise erst mal das Sorgerecht nicht unbedingt freiwillig teilen wird.

            • Für mich ist das überhaupt nicht selbstverständlich. Selbst wenn der Vater die Mutter mit einer anderen betrogen hat, hat das nichts mit dem Kind zu tun. Einzig wenn der Vater gewalttätig war oder ist, dann sollte von einer gemeinsamen Sorge abgesehen werden. Alles andere hat nichts mit dem gemeinsamen Kind zu tun.

              • Sorry, aber ich finde das insgesamt etwas naiv. Ich gehe mal davon aus, dass Du manche Erfarungen in Deinem Leben noch nicht gemacht hast. Sei froh. Aber das Leben zeigt es einem manchmal anders. Ein gewisses Maß an Vorsicht und etwas weniger Blauäugigkeit ist doch des öfteren ganz angebracht.

          >>weil 1. nirgendwo steht, dass der Vater die Mutter verlassen hat und 2. sie das Kind zusammen gemacht haben! Der Vater hat dieselben Rechte und Pflichten wie die Mutter. Meines Erachtens sollte es sowas gar nicht geben, dass die Mutter das alleinige Sorgerecht bekommt.<<

          Oh wow...was für ein Rundumschlag. Das denkst du wirklich so ganz allgemein darüber???

          Finde ich persönlich ganz toll, mein Sohn stammt aus einer Vergewaltigung hinnerhalb einer kurzen Beziehung....der Erzeuger hat mich auch nicht verlassen, sondern ich ihn.

          Also gehörten wir auch dazu? Wir haben das Kind zusammen "gemacht" und er hat mich nicht verlassen, ergo hatte er die selben Rechte wie ich? Es war also vollkommen falsch das ich das alleinige Sorgerecht hatte?

          Na, da bin ich ja jetzt ein ganzes Stück schlauer als vorher, danke dafür.

          ( die Vergangenheitsform habe ich gewählt weil mein Sohn von meinem Mann adoptiert wurde und ich somit nicht mehr das alleinige Sorgerecht haben MUSS....wer behauptet denn das man das immer so gerne hat?)

          Gruß

          Andrea

          • Bleib mal locker! In einer anderen Antwort schrieb ich, dass dies natürlich nicht ginge, wenn der Vater gewalttätig war und ist. Was in deinem Fall ja so war. Und meine Aussage bezog sich auf das Wohl von Mutter und Kind.

      Weil die Vater Kind Beziehung nicht von der Beziehung zwischen Vater und Mutter abhaengen sollte.

    (20) 21.05.13 - 18:17

    Weil das Kind zwei Eltern hat!
    Es ist ein Frechheit, dass nur die Mutter, unverheiratet, mit der Geburt das Recht auf das Sorgerecht hat.
    Was hat die Beziehung des Paares mit dem Kind zu tun?

    LG

    • (21) 21.05.13 - 19:56

      Hallo,

      wenn der Vater meint, unbedingt das Sorgerecht haben zu müssen, dann kann er es ja beantragen.

      Aber wenn eine Beziehung soooo schlecht läuft, so daß die Eltern bereits getrennt sind, wenn das Kind einige Monate alt ist, warum biite schön, sollte man dann FREIWILLIG das Sorgerecht teilen? Sorry, sowas wäre schlicht und ergreifen nichts weiterals komplett naiv.

      Außerdem hat das Sorgrecht nichts damit zu tun, wie sich Eltern zu ihrem Kind verhalten und wie die Beziehung zu den Eltern sind. Das sind vollkommen unterschiedliche Dinge.

      Hier wird von vielen alles mögliche in einen Topf geworfen, was dort einfach nicht zusammen hinein gehört.

      LG
      donaldine1

      • (22) 21.05.13 - 20:11

        Die Beziehung der Eltern zueinander hat aber eben nunmal nichts mit der Beziehung der einzelnen Elternteile zum Kind zu tun.
        Und somit sollte der Vater auch das Sorgerecht haben dürfen.

        Zum Glück sind die Väter nun nicht mehr auf den guten Willen der Mütter angewiesen.

(23) 20.05.13 - 10:54

Rechtlich ist das in Ordnung (Alleiniges Sorgerecht).
Moralisch ist das unmöglich!

GLG
Miss Mary

(24) 20.05.13 - 11:37

Wie meine Vorschreiberinnen es schon schrieben JA sie darf.
Sie muss den Vater nicht davon in Kenntnis setzen, sie braucht keine Zustimmung von ihm und ihn auch nicht dazu einladen.

Entgegen der Annahme ein gemeinsames Sorgerecht hätte dies verhindert, muss ich dir sagen: Obwohl ich verheiratet war wurde die Zustimmung des Vaters nicht erfragt. Aussage des Pfarrers , es reicht wenn ein Elternteil der Taufe zustimmt.
Das Kind wurde getauft. Der Vater blieb der Taufe fern, er wollte nicht dabeisein.

Karna

  • Echt, geht das generell?

    Weil ich möchte schon das sie getauft wird aber mein Mann wehrt sich mit Hand und Fuß, würde weder mitgehen noch unterschreiben.

    Aber wenn es so ginge wäre ja toll.

    er muss ja nicht mit #schein

Top Diskussionen anzeigen