Wohnungsübergabe schief gelaufen :-(

    • (1) 29.05.13 - 00:07

      Ich könnte mich gerade so schwarz ärgern, über mich selbst, über unsere ehemalige Mietverwaltung und vor allem über meine Gutgläubigkeit...
      Aber mal von vorne. Wir sind nach 3 Jahren aus unserer Mietwohnung ausgezogen (in eine andere Mietwohnung) Als wir vor 3 Jahren in die alte Wohnung eingezogen sind, war ich jung, naiv und gutgläubig. Im Übergabeprotokoll wurden so lala die Mängel der Wohnung festgehalten. Z.B. auch mit Beschreibungen wie Einbauküche ok. Ich habe mir dato keinen großen Kopf gemacht, war nur froh dass wir endlich eine Wohnung gefunden hatten und dachte mir zwar das die Küche schon recht alt war, aber für ihr Alter ok. So war das bei vielen Kleinigkeiten. Mich haben diese Kleinigkeiten auch nicht weiter gestört, aber nun kam der Auszug. Diese Wohnung wird von einer Mietverwaltung vermietet und unser zuständiger Verwalter is leider kürzlich verstorben und unsere Maklerin die die Übergabe der Wohnung damals mit uns gemacht hat, arbeitet inzwischen wo anders. Also neuer Makler und neuer Verwalter die die Wohnung beide noch nicht kannten.

      Nun kam heute der Tag der Abnahme (auch eine Vorabnahme wurde nicht gemacht) und der Makler war super kleinkariert. Er hat jeden Pups bemängelt und ich musste zu 90% der Dinge sagen "das war bereits bei Einzug so" aber leider stehen all die Kleinigkeiten so nicht im Anfangsprotokoll... Der Makler sagte mir dann gerade auf den Kopf zu dass ich meiner Kaution wohl Lebewohl sagen kann :-[ Ich habe mich so geärgert, weil wir die Kaution wirklich zurück brauchen. Ich könnte heulen. Ich hätte es ja eingesehen wenn wir die Dinge auch "kaputt" gewohnt hätten, aber das ist ehrlich nicht der Fall.
      Nun habe ich panisch im Übergabeprotokoll unserer neuen Wohnung nach den Mängelauflistungen geschaut und festgestellt dass ich schon wieder in die gleiche Falle getappt bin und der Vermieter hier einfach gar keine Mängel aufgeschrieben hat. Ich könnte mich Ohrfeigen für so viel Dummheit, bin aber auch völlig entsetzt dass Vermieter dermaßen unverschämt und Rücksichtslos sind. Irgendwie hätte ich das nicht gedacht, und hatte trotz mehrerer Umzüge vorher noch nie solche Probleme.
      Meinen neuen Vermieter habe nun per Email gebeten gewisse Mängel noch nachträglich aufzunehmen, wir wohnen schließlich erst ca 6 Wochen hier, und für meine alte Kaution habe ich noch die Hoffnung dass unsere Haftpflicht wenigstens einen Teil zahlt, aber glücklich wäre ich mit dieser Lösung nicht :-(
      Danke für jeden der das bis zum Ende gelesen hat, es musste jetzt einfach noch mal raus.
      Allen eine gute Nacht un LG

      • Informier dich bitte genau, ob das nicht auch als Abnutzungserscheinungen gelten kann. Da nach jahrelanger Nutzung gewisser Verschleiß unvermeidlich ist, kann bei bestimmten Dingen nicht von unsachgemäßer Nutzung gesprochen werden.

        Der Makler mäkelt rum, aber er kennt den ursprünglichen Zustand der Küche nicht. (Außerdem was hat der Makler mit deiner Kaution zu tun, das ist doch eher die Sache des Wohnungsverwalters?). Versuche die ehemalige Maklerin ausfindig zu machen. Gibt es außerdem Zeugen (irgendwelche Freunde), die den damaligen Zustand der Wohnung (Schränke etc.) belegen können?

        • Erstmal Danke für deine Antwort :-)
          Der Makler gehört mit zur Verwaltung, daher meckert der rum und was die Abnutzungen angeht werde ich mir später die Abrechnung sicher noch einmal vornehmen und auch beanstanden dass man uns keine Frist zur Mängelbeseitigung eingeräumt hat, der Kampf ist noch lange nicht vorbei, aber ich ärgere mich halt einfach das ich immer so gutgläubig bin :-[
          Was Zeugen angeht sind das ich und mein Mann und wenn es hart auf hart kommt werde ich auch die ehemalige Maklerin noch kontaktieren, aber das wird dann halt ein rießen Kampf, wahrscheinlich mit Anwalt etc den ich jetzt gerade eigentlich nicht kämpfen wollte, aber dann muss ich eben :-( ist aber halt auch die Frage was höher sein wird, die Anwaltsgebühr oder die zu bekämpfende Kaution...

          • Entschuldige, ich war lange nicht mehr hier.
            Werde Mitglied im Mieterverein. Es ist vergleichsweise günstig, die geben dir dort Rat und stellen einen Anwält bzw. sind dort Anwälte beschäftigt.

      Hallo!

      Oje, ich kann dich total gut verstehen, mir ging es früher mal genau so. Ich war froh, eine Wohnung zu haben und die Mängel (keine Bodenleisten, 1 kaputter Lichtschalter, 2 größere Löcher in der Wand ganz oben vom Befestigen einer Hantelstange, zerkratzter Parkett...) die mir mit "die Wohnung ist eben schon so und so alt..." verkauft wurden, habe ich eben hingenommen. Tja, beim Ausziehen ging es mir dann so wie dir. Jeder Mangel wurde angekreidet und ich musste mich um die Beseitigung/Erneuerung kümmern. Zum Glück hat das bei mir nicht sooo viel gekostet aber mühsam war es schon. Und auch reichlich unfair, denn bei uns war sowohl bei meinem Ein- als auch Auszug der Hausmeister zur Abnahme dabei...

      Lg.Nina

    Hallo,

    wende ich an den Mieterschutzbund. Das sind Experten und die werden dir helfen können.

    LG Heike

    • Das ist ne super Idee, ich hatte die ganze Zeit nur an Anwalt gedacht, aber Mieterschutzbund ist natürlich noch besser :-) Danke :-)

      • huhu...

        ich hoffe nur das du bereits im mieterschutzbund bist. denn bei uns ist es so das du gar keine auskunft von denen bekommst wenn du keine mitgliedsnummer hast :-[

        ich bin noch mitglied, hab aber jetzt gekündigt. denn mir haben die bei meinem problem überhaupt nicht geholfen. sollte mich selber um alles kümmern. also dazu brauch ich dann auch keinen mieterschutzbund.

        viel glück das alles gut ausgeht.#klee

Ihr seid nicht allein mit sowas, ging uns in der letzen Wohnung auch so.
Ich würde das beim mieterschutzbund prüfen lassen, ob das rechtens ist was die euch da bemängeln.

Beim neuen Vermieter nicht darum BITTEN!
Mach eine liste mit Mängeln, dann soll der Vermieter sich das anschauen und unterschreiben.
Haben wir jetzt in dieser Wohnung auch so gemacht und das erst ca. 2 Wochen nach Einzug.
Ich habe alle dübellöcher in den Wänden vermerkt, jeden Tür Kratzer ,Kratzer in der Badewanne usw.
Denke dieses mal sind wir gut abgesichert.
Die Hausverwaltung hatte Verständnis das ich so pingelig war und hat ohne murren unterschrieben.

LG

  • Danke für deine Antwort.
    Was den neuen Vermieter angeht habe ich darum gebeten, weil zwingen etwas zu unterschreiben kann ich ihn ja sowieso nicht. Aber wenn er sich weigern sollte, werde ich Fotos machen und ausdrucken und per Einschreiben schicken, dann habe ich ein Datum das kurz nach dem Einzug war und kann somit sozusagen beweisen dass die Mängel bereits bestanden haben müssen.
    Aber wir werden sehen ich will es mir schließlich nicht gleich mit meinem neuen Vermieter verderben, wollen hier ja noch eine Weile wohnen.

    LG

    • Nein nein...so meinte ich das auch nich ;-)
      Wollte damit nur sagen das man um sowas nicht immer lang rumbetteln und bitten sollte, sondern da wirklich sich nicht abwimmeln lassen muss.

      Fotos machen ist immer gut, habe ich bei den gröbsten Sachen hier auch zur Absicherung gemacht.

      Eigentlich sind Vermieter da auch recht einsichtig, vieles sieht man eben erst auf den zweiten Blick, nach Einzug.
      Wenn einer sich da strikt weigert, würde ich mir da schon gedanken machen, dass der schon Dreck am stecken haben muss.

      LG

Hm, mir fällt hier nur typisch deutsch ein, egal was andere Leute (Amtspersonen, Makler, Verwalter, oder wer auch immer) sagen, erstmal glauben, anstatt gegen zu prüfen, oder gegen zu prüfen lassen, wenn man sich selbst nicht auskennt.
Erinnert mich irgendwie stark an meine Mutter, was die Stadt sagt muss stimmen, was der Arzt sagt muss stimmen, selbst dann wenn der Schwachsinn quasi schon aus der Aussage der jeweiligen Person von ganz alleine rausspringen will.

  • Also wenn du damit sagen willst dass ich einfach so alles hingenommen hab und auch nicht vorhabe mich gegen soetwas zu wehren, dann kann ich dir nur sagen dass du da falsch liegst. Und typisch deutsch finde ich das auch nicht, aber die Beweislast liegt soweit ich weiß bei mir, und wie soll ich nach 3 Jahren denn beweisen dass die Einbauküche beispielsweise zum Einzug schon recht abgewohnt aussah, eben altersentsprechend, wenn im Anfangsprotokoll nur Einbauküche ok steht. Also wenn du mit deiner konstruktiven Kritik darauf eine gute Antwort weißt die nicht heißt zum Mieterschutzbund oder Anwalt gehen und es Gerichtlich ausfechten, dann hilfst du mir leider kein bisschen, aber dass scheint auch nicht deine Intention, oder?

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