Wachturm

    • (1) 10.05.06 - 21:17

      Hallo urbianer,

      ich wunder mich immer wieder über die alten Leutchen, die in der Innenstadt bei uns rumlaufen und den Wachturm verteilen wollen. Ich mein, der kost mich ja nix, aber landet bei mir sofort im Altpapier. Wer bringt die alten Leutchen denn dazu?? Irgendwie tun die mir immer leid, denn 'nen glücklichen Eindruck machen die nie. Kann mich mal jemand, der was darüber weiß, aufklären?

      Danke
      the_crow

      • Ja ja die Zeugen Jehovas...
        Die alten Leutchen haben sie sich dafür geangelt... sie werden überleben und das Paradis auf Erden haben.
        Ich hatte in meiner Ausbildung ein Mädchen, dass so erzogen wurde. Sie war nicht glücklich, völlig weltfremd, sie wurde böse wenn wir ihr ein Geschenk machen wollten...und und und.. Bluttransfusionen gibts bei denen auch nicht...
        Aber gut mein Motto...Leben und leben lassen!!!
        LG Simone

        • ha, aber Transplantationen lassen sie mittlerweile, glaube ich zumindestens, schon zu....wann ist denn der nächste Weltuntergang?

          Leider durften dort die Kinder wirklich nichts mit anderen Bräuchen zutun haben, ist das denn immer noch so?

          Ich habe es nie verstanden und habe Mitglieder (oder Anhänger) auch noch in entfernter Verwandschaft!

          Aber das Motto hilft schon weiter
          gruß
          sannisu

      Diese "alten Leutchen" sind Zeugen Jehovas. Das Verteilen von "Wachturm" und "Erwachet" (beides Zeitungen der ZJ) ist Pflicht bei denen! Manche stellen sich damit in die Fußgängerzone, andere klingeln an der Haustür. Ist irgendsoeine Art von Dienst bei den Zeugen Jehovas - schliesslich ist die Kommunikation mit "Nichtzeugen" ja nur zum Zwecke der Bekehrung erlaubt.

      Für die, die die Heftchen annehmen, sind sie kostenlos.

      ABER: Die, die sie verteilen, müssen sie bezahlen, also ihrer Gemeinde sozusagen abkaufen.

      Bevor Du also so ein Heftchen annimmst und dann wegschmeisst, lehne lieber dankend ab - ist vielleicht der bessere Weg.




      PS: Wie sollten die auch einen glücklichen Eindruck machen - schliesslich stehen wir kurz vor Armageddon... Aber wenn nur die das überleben (so deren Glaube), sollten sie doch eigentlich froh sein, uns Ketzer alle loszuwerden ;-).

    • (5) 10.05.06 - 21:24

      wenn das mal nicht....

      nun gut, der Wachturm ist die "Kirchen"Zeitschrift der "Zeugen Jehovas", sie klingeln auch mal an und möchten Dich bekehren....

      weiteres bestimmt zu googlen.....

      bitte (?)
      sannisu

      • (6) 11.05.06 - 13:00

        Google nicht "Wachturm", sondern "Wachtturm" - so ist die richtige Schreibweise des Blättchens. Erstaunlicherweise machen aber die meisten diesen Fehler und so gibt es unter richtigen Schreibweise nur halb so viele Treffer wie unter der falschen ;-)

        Habe da auch mal ein bißchen gelesen und nicht schlecht gestaunt, dass angeblich der Teufel in den Mobiltelefonen steckt, weil man damit immer und überall Telefonsex haben kann #augen

        • (7) 11.05.06 - 15:23

          na siehste und schon wieder was gelernt...das wusste ich wirklich nicht! Fürs nächste mal weiss ich ja jetzt die richtige schreibweise und mit mobiltelefonen will ich jetzt auch nix mehr mit zutun haben!

          gruß
          sannisu

    (8) 11.05.06 - 09:10

    Wer die Leutchen dazu bringt??

    Na ihre überzeugung....
    Halt die überzeugung-sich anderen mitzuteilen interesse auf sich ziehen und auf neue leutchen hoffen....
    Das Problem was ich mit denen habe (im grossen und ganzen hab ich jegliches Verständnis für Religionen)
    aber die sind gegen Operationen...
    Das finde ich blöd...
    Meiner Meinung nach würden die eher einen Mensch sterben lassen als ihm durch die Möglichkeit einer Operation zu helfen...
    Wenn ich mir vorstelle da hat jemand son richtig gut entzündeten Blindarm-kurz vor dem Durchbruch-und die sind der Meinung :was geschehen soll geschieht#kratznee find ich Uncool....

    Ok ich muss dazu erwähnen ich selber bin Katholisch...
    Habe aber meine eigene Meinung über die Kirche.....

    Wie war das#kratzselbst in der Biebel wurde schon von einer grossen Hure geschrieben-damit war der Vatikaanstaat gemeint.......
    Und das jeder Mensch dreck vor der Türe hat ist wohl auch klar...#gruebel
    Jedenfalls soll jeder seinen Glauben haben aber nie versuchen die Menschen zu belatschern...
    Denn wer nicht will will nicht... da hilft auch nicht :aber guck ma#bla#bla#bla

    Von einem Ex die Eltern waren Neuapostolisch... Jede freie Zeit verbrachten sie mit *Kirche...
    Als mein Ex mal von der Schule heim kam-und hatte von anderen auf den Schnabel bekommen sagte der Vater nur :Mein Sohn du musst mehr Beten-dann passiert sowas nicht......

    #gruebelja ne is klaaa...

    • (9) 11.05.06 - 09:29

      <<aber die sind gegen Operationen... <<

      Die sind nicht gegen Operationen, sondern gegen Bluttransfusionen. Operieren lassen sie sich, nur kein fremdes Blut geben.

      Ich bin zwar kein Zeuge Jehovas, aber kenne mich da aus, da meine Eltern Zeugen Jehovas waren und eine meiner Schwestern Zeugin Jehovas ist und mit einem verheiratet ist. Ich selber gehöre gar keiner Religion an, genauso wie eine meiner anderen Schwester und eine ist katholisch und eine evangelisch.

      Ich persönlich würde mir auch keine Transfusionen geben lassen. Von daher finde ich die Einstellung ok. Was ich nicht in Ordnung finde ist, dass sie ihren Kindern im Notfall keine Transfusion geben lassen, dass finde ich unverantwortlich. Ich bin der Meinung jeder sollte selber entscheiden können und man weiß ja nicht ob das Kind die Religion später auch annimmt. Hinzu kommt, dass ich es mir nie verzeihen könnte, wenn mein Kind aufgrund meiner Entscheidung sterben würde.





      (10) 11.05.06 - 10:34

      "aber die sind gegen operationen..."


      So ein Blödsinn!

      Die lassen sich genau so operieren wie jeder andere auch, ob Blinddarmdurchbruch oder Krebs-OP.

      Es werden nur Bluttransfusionen mit Fremdblut abgelehnt (in Zeiten von Eigenblutspende kann man da bei geplanten OP's vorsorgen). Die Problematik bei Kindern, die mari schon angesprochen hat, finde ich auch heikel.

      Im Übrigen heisst das Buch Bibel und nicht Biebel...

      (11) 11.05.06 - 11:34

      Danke für die Aufklärung....

      Mir hatte man das mal so berichtet wie ich oben geschrieben hab....

      Aber wenn das der Grund ist....
      Ich würd mich in der heutigen Zeit auch mit händen und füssen gegen fremdblut wehren#schwitz
      Glaube hin oder her-aber sowas brauch ich auch nich#gruebel

      • (12) 11.05.06 - 12:48

        Mit der Bluttransfusion das finde ich in Ordnung. Denke auch so. Nur darf man eben nicht für die Kinder entscheiden und damit deren Leben in Gefahr bringen. Da bin ich auch dafür, dass man ohne Erlaubnis der Eltern eine Transfusion durchführt. Gibts ja auch schon Urteile zu.

        Es gibt viele Horrorgeschichten über Zeugen Jehovas. Aber die "normalen" Zeugen Jehovas sind nicht so. Es gibt aber auch welche die die Sachen extrem auslegen. Genauso wie es das auch bei Katholiken, Moslems etc. gibt.

        Ich persönlich halte von keiner Religion etwas und bin froh, dass wir zuhause frei entscheiden durften, was wir für eine Religion annehmen wollen. Wir wurden zwar nach den Regeln der Zeugen Jehovas erzogen, hatten aber immer die freie Wahl ob wir z. B. mit zu Versammlungen gehen wollten oder nicht. Als ganz kleine Kinder wurden wir natürlich einfach mitgenommen. Ist klar. Aber als wir selber entscheiden konnten, hat man uns das überlassen. Ich war dann noch ein paar mal bewusst bei den Veranstaltungen und habe mich dann dagegen entschieden.

        (13) 11.05.06 - 14:21

        Hallo!

        Wer die Leute dazu bringt, Zeitschriften zu verteilen?
        Niemand...man kann das selbst entscheiden und bekommt auch keine auf den Deckel, wenn man das nicht machen will.
        Es ist ja nur menschlich, daß der ein oder andere sich nicht traut oder Bedenken hat, wenn er plötzlich nen Bekannten trifft und nicht weiß, wie er reagieren soll...

        ZJ leben nach den Grundsätzen der Bibel. U.a. wird dort gesagt, daß Jesus seine Nachfolger aufforderte, zu den Menschen zu gehen und ihnen die Botschaft der Bibel zu bringen. (wer nachlesen will od. kann siehe Matthäus 24:14 oder Matthäus 28;19,20).

        So, außerdem muß ich korrigieren, daß ZJ ihre Zeitschriften NICHT selbst kaufen müssen.
        Zeitschriften werden verteilt, weil meist die Leute wenig Zeit für ein längeres Gespräch haben und eher was lesen wollen, als sich zu unterhalten. Manchen ist es auch peinlich, wenn andere sehen, daß man sich mit ZJ unterhält.

        Tja, das mit den Transfusionen is natürlich ein heikles Thema.
        Ärzte stehen einer zunehmenden Herausforderung gegenüber, die eine nicht geringe medizinische Streitfrage darstellt, da ZJ keine Bluttransfusion akzeptieren. Obwohl früher viele Ärzte und Krankenhausverwaltungen die Verweigerung einer Transfusion als rechtliches Problem ansahen und eine gerichtliche Verfügung anstrebten, um eine Behandlung vorzunehmen, die sie medizinisch für richtig hielten, zeigen neuere medizinische Veröffentlichungen, daß sich ein merklicher Gesinnungswandel vollzieht. Das könnte darauf zurückzuführen sein, daß man mehr chirurgische Erfahrung hat mit Patienten, die einen sehr geringen Hämoglobingehalt haben, und könnte auch Ausdruck dessen sein, daß man sich immer mehr der rechtlichen Konsequenzen bewußt wird.

        Heute wird eine große Zahl ausgewählter chirurgischer und traumatischer Fälle bei erwachsenen und minderjährigen Zeugen ohne Bluttransfusion bewältigt. Vor kurzem kamen in einigen der größten medizinischen Zentren des Landes Vertreter der Zeugen Jehovas mit Vertretern der Chirurgie und der Verwaltung zusammen. Diese Gespräche trugen dazu bei, daß das Verständnis verbessert wurde und Fragen über Bluttransfusionen, Transplantationen und die Vermeidung medizinisch/rechtlicher Konfrontationen beantwortet wurden.

        ZJ sind mit medizinischer und chirurgischer Behandlung einverstanden. Es gibt unter ihnen zahlreiche Ärzte und sogar Chirurgen. Doch die Zeugen sind äußerst religiöse Menschen, die glauben, daß ihnen Bluttransfusionen verboten sind aufgrund von Bibelstellen wie: "Nur Fleisch mit seiner Seele - seinem Blut - sollt ihr nicht essen" (1. Mose 9:3, 4). "Ihr sollt sein Blut ausgießen und es mit Staub bedecken" (3. Mose 17:13, 14). Und enthaltet euch "von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut" (Apostelgeschichte 15:19-21).

        Diese Verse sind zwar nicht medizinisch formuliert, aber nach der Auffassung der Zeugen schließen sie eine Transfusion von Vollblut und die Verabreichung von Konzentraten aus roten Blutkörperchen und Plasma sowie weißen Blutkörperchen und Blutplättchen aus. Doch das religiöse Verständnis der Zeugen schließt nicht völlig den Gebrauch von Blutbestandteilen wie Albumin, Immunglobulinen und Faktoren zur Blutgerinnung aus; jeder Zeuge muß für sich entscheiden, ob er sie akzeptieren kann.

        Da die Zeugen glauben, daß das Blut, wenn es den Körper verlassen hat, beseitigt werden sollte, akzeptieren sie keine "Autotransfusion" von zuvor entnommenen sogenannten "Eigenblutkonserven". Ebenfalls auf Ablehnung stoßen Verfahren zur Blutverdünnung und zur Sammlung von Blut während der Operation, wenn sie mit der Aufbewahrung von Blut verbunden sind. Doch viele Zeugen sind einverstanden mit der Verwendung eines Dialysegerätes und einer Herz-Lungen-Maschine sowie der Wiederverwendung von Blut, das während der Operation ausströmt, sofern bei all diesen Verfahren kein zusätzliches Blut verwendet und der Kreislauf außerhalb des Körpers nicht unterbrochen wird.

        Die Zeugen sind nicht der Meinung, daß die Bibel direkt etwas über Organverpflanzungen sagt; daher müssen Entscheidungen über Hornhaut-, Nieren- oder andere Gewebetransplantationen von dem einzelnen Zeugen getroffen werden.

        Obwohl es Chirurgen oft abgelehnt haben, Zeugen zu behandeln, weil durch deren Einstellung zur Verwendung von Blutprodukten "dem Arzt die Hände gebunden" schienen, vertreten heute viele Ärzte die Ansicht, daß es sich dabei lediglich um eine zusätzliche Schwierigkeit handelt, die eine besonders hohe Anforderung an ihr Können stellt. Da die Zeugen nichts gegen Salzlösungen oder kolloidale Ersatzflüssigkeiten, Elektrokaustik, hypotone Anästhesie oder Hypothermie einwenden, sind diese Verfahren erfolgreich praktiziert worden. Gegenwärtige und künftige Anwendungen von Hydroxyäthylstärke, intravenösen Eisendextraninjektionen hoher Dosis, und des Ultraschallskalpells sind vielversprechend und stoßen auf keine religiösen Einwände. Und wenn sich der neuentwickelte Fluorkohlenwasserstoff Fluosol-DA als ein sicherer und wirksamer Blutersatzstoff erweist, wird seine Verwendung dem Glauben der Zeugen nicht entgegenstehen.

        Die Zeugen unterzeichnen bereitwillig das Formular der Medizinischen Gesellschaft Amerikas, das die Ärzte und das Krankenhaus von der Haftung befreit, und die meisten Zeugen Jehovas tragen eine datierte, zusätzlich von zwei anderen unterschriebene Karte bei sich, die in Zusammenarbeit mit medizinischen und juristischen Experten entstanden ist. Diese Dokumente sind für den Patienten (oder seine Hinterbliebenen) verbindlich und bieten den Ärzten Schutz.

        Die Haftung für Minderjährige stellt das größte Problem dar. Oft führt es zu Gerichtsverfahren gegen die Eltern aufgrund vernachlässigter Sorgepflicht. Doch derartige Maßnahmen werden von vielen Ärzten und Rechtsanwälten in Frage gezogen, die mit solchen Fällen vertraut sind und glauben, daß die Zeugen für eine gute medizinische Behandlung ihrer Kinder sorgen. Da sie nicht darauf aus sind, sich vor der elterlichen Verantwortung zu drücken oder sie einem Richter oder jemand anders zu überlassen, dringen die Zeugen darauf, daß die religiösen Grundsätze der Familie berücksichtigt werden.

        Es ist selbstverständlich, daß die Eltern bei der Behandlung ihrer Kinder ein Mitspracherecht haben, wenn es zum Beispiel um das Verhältnis zwischen Risiko und Nutzen einer Operation, einer Bestrahlung oder Chemotherapie geht. Aus moralischen Gründen, die über die Frage des Transfusionsrisikos hinausgehen, bitten die Zeugen darum, an ihrem Kind eine Behandlung vorzunehmen, gegen die keine religiösen Einwände bestehen. Das stimmt mit dem medizinischen Grundsatz der Behandlung des "ganzen Menschen" überein, wobei man nicht die möglichen bleibenden psychischen und sozialen Schäden eines Verfahrens übersieht, das die grundlegenden Glaubensauffassungen einer Familie verletzt.

        Professor Bolooki sprach von einem beunruhigenden Bericht, der besage, daß eines der größten Unfallkrankenhäuser in der Dade County (Florida, USA) "von vornherein die Behandlung" von Zeugen Jehovas ablehne. Er wies darauf hin, daß "bei dieser Gruppe von Patienten die meisten chirurgischen Eingriffe mit einem geringeren Risiko verbunden sind als sonst". Er führte weiter aus: "Obwohl die Chirurgen meinen mögen, daß sie eines Instrumentes der modernen Medizin beraubt werden, . . . bin ich davon überzeugt, daß sie, wenn sie diese Patienten operieren würden, eine Menge lernen würden."

        Statt die Behandlung von Patienten, die Zeugen Jehovas sind, als Problem zu betrachten, sehen immer mehr Ärzte die Situation als eine medizinische Herausforderung an. Um der Herausforderung zu begegnen, haben sie für diese Patientengruppe eine Verfahrensweise entwickelt, die in zahlreichen medizinischen Zentren des ganzen Landes akzeptiert wird. Diese Ärzte sorgen dadurch für eine Behandlung, die dem allgemeinen Wohlbefinden des Patienten am meisten nützt. B. Gardner machte die Beobachtung: "Wem würde es etwas nützen, wenn das körperliche Gebrechen des Patienten geheilt, aber sein geistiges Leben für Gott seiner Meinung nach geschädigt und er demzufolge ein Leben führen würde, das sinnlos und vielleicht schlimmer als der Tod wäre?"

        Die Zeugen erkennen, daß ihre standhaft vertretene Überzeugung, medizinisch gesehen, die Behandlung riskanter und komplikationsreicher macht. Demzufolge bringen sie im allgemeinen ungewöhnliche Wertschätzung für ihre Behandlung zum Ausdruck. Außer daß sie den Vorzug eines starken Glaubens und Lebenswillens haben, arbeiten sie gern mit den Ärzten und dem Krankenhauspersonal zusammen. Somit stehen der Patient und der Arzt vereint dieser einzigartigen Herausforderung gegenüber.

        Lg Caterina!

        PS: Ach ja, und noch was: ZJ glauben auch nicht an einen Weltuntergang. Wohin soll die die Welt denn untergehen???

        • (14) 11.05.06 - 14:43

          #kratz




          #gruebel

          Hi.

          supi das du hier einiges richtig gestellt hast, ich hab es heut morgen auch gelesen und echt geschmunzelt wieviele falsch informiert sind,;-) hatte aber leider keine Zeit zum antworten - Louis wollte raus - !
          Wie gesagt schade das viele statt sich selbst mal richtig zu informieren nur irgendwo gehörten Quatsch nachplappern!#augen

          Bis bald und liebe Grüße Bianka und Anhang!

      (16) 12.05.06 - 07:54

      Kürzlich ist eine junge Mutter unter der Entbindung verstorben- sie hatte zuviel Blut verloren und der Ehemann sprach sich gegen die Bluttransfusion aus.( wurde im Radio drüber berichtet)
      Nun steht er mit einem Säugling und ohne Frau da....wobei es ein leichtes gewesen wäre, sie zu retten.
      Sorry, aber da frage ich mich: wi kann man SO entscheiden? Das Leben steht für mich über jedem Glauben....

      Ich glaube nicht, dass Du dich in der Situation gegen die Konserve entschieden hättest.

      sparrow

      • Hallo,

        also ich hab von dem Fall nur ansatzweise gehört. Aber: die Ärzte würden NIEMALS den Mann entscheiden lassen, ob seine Frau Blut bekommt oder nicht. Die sind nämlich zum erhalten des Lebens verpflichtet, gemäß ihrem Ärtzegelübde. Die Frau muss vor der Entbindung mit den Ärzten abgesprochen haben, dass sie kein Blut bekommen möchte.

        Und natürlich, dass muss man auch ganz klar sehen, dass die Berichte in den Medien nicht Aufschluß über jedes Detail geben. Wer weiß, was wirklich passiert ist? Die Medien schreiben doch nur das, was ihnen gerade in den Kram passt, ob es nun 100% der Wahrheit entspricht oder nicht.

        LG Sarah

        • Die Ärzte handeln nicht gegen den Glauben. Das dürfen sie gar nicht.
          Im Radio war ein Interview mit dem Arzt, bei dem es passierte. Er stand ziemlich unter Schock und das KH überlegte, ob sie überhaupt noch Patienten annehmen, die diesem Glauben angehören.

          Wer soll denn sonst entscheiden, wenn die Frau es nicht mehr kann? Natürlich wird dann der nächste Angehörige gefragt.
          Es ist auch nicht der 1. Fall, von dem ich gehört habe. Es starb schon mal eine Mutter unter der Geburt- bzw. wurde sterben gelassen.


          sparrow

          • Hi,

            man legt vorher fest, was man im Falle eines medizinischen Notfalls will und was man nicht will. Bei einer Geburt weiß man ja vorher, dass man ins Krankenhaus geht.

            Man sollte Allgemein, ob man nun Zeuge Jehovas ist oder nicht, am besten schriftlich festlegen, was man möchte und was nicht. So kommen die Angehörigen nicht so schnell in die Situation, dass sie für dich entscheiden müssen und dann evtl. Entscheidungen treffen, die du selber so nicht getroffen hättest. So ist es für alle Beteiligten einfache, vor allem wenn man berücksichtigt, dass die Nerven in so einer Situation dann ja blank liegen. Hatte meine Frauenärztin mir übrigens auch vor der Geburt geraten, eine Willenserklärung zu verfassen, damit meine Verwandten nichts für mich entscheiden müssten.

            Ich kenne vom keinem Fall die medizinischen Einzelheiten und bin ein medizinischer Laie, deswegen können weder du noch ich darüber urteilen, woran die Frauen gestorben sind bzw. ob eine Transfusion nun wirklich geholfen hätte oder nicht. Ich weiß auch, dass es gerne von den Medien aufgegriffen wird und auch für ein KH natürlich entlastender ist, wenn sie die Schuld der Frau / Zeugen Jehovas zuschieben können als wenn sie selber Fehler gemacht haben. Ich will damit jetzt nicht sagen, dass das Krankenhaus da einen Fehler gemacht hat.

            LG Sarah

(21) 11.05.06 - 16:09

Hallo,

"...Wie war dasselbst in der Biebel wurde schon von einer grossen Hure geschrieben-damit war der Vatikaanstaat gemeint..."

Kenne mich zwar nicht aus aber der Vatikanstaat gab es doch noch gar nicht.

Wo soll das also stehen?

parzifal


  • (22) 11.05.06 - 23:28

    die grosse hure ist babilon - steht in der geheimen offenbarung, einem sendschreiben an verschiedene gemeinden im kreis

    • Hallo Ihr,
      spannenderweise, aber wahrscheinlich rein zufällig, bedient sich Cephir eines wichtigen Dogmen der "Zeugen": Sie interpretieren die alttestamentarische "Hure Babylon" als die christlichen Kirchen, allen voran die katholische. Sie gilt es zu bekämpfen, sie symbolisiert das Böse, das durch
      (H)Armageddon zerstört werden soll.
      Die alte Leute machen nur ihren obligatorischen Missionsdienst, die Stunden werden in der Gemeinde nachgehalten, das ist Pflichtprogramm, wenn man die "letzte Schlacht" überleben will. Die Heftchen müssen sie echt selbt blechen.
      Ich habe neulich das Buch einer Aussteigerin gelesen: Die leben wirklich in einem geschlossenen Wahnsystem...
      Liebe Grüße
      Mariella

      • Die Zeitungen müssen NICHT von den Mitgliedern bezahlt werden, da bist du falsch informiert. Und auch die Stunden, die sie im Missionsdienst verbringen, werden zwar abgefragt, aber sie dienen nicht dazu, ob man Harmagedon überlebt oder nicht, denn sie lehren, dass man sich die Rettung nicht erkaufen / erarbeiten kann!

        LG Sarah

Top Diskussionen anzeigen