Gibt es hier Muslime, die zum Christentum konvertiert sind?

    • (1) 27.08.13 - 16:23

      Frage steht ja da. Angelehnt an den Thread etwas weiter unten würde mich mal interessieren, ob es andersrum auch geht. Über Erfahrungsberichte konvertierter MÄNNER freue ich mich ganz besonders - wer mag kann auch gern seine Beweggründe darlegen, sich zum Christentum zu bekehren.

      • #rofl na jetzt bin ich aber sowas von gespannt :-D

        *holtschonmaldaspopcorn*#mampf

        • Hallo,

          ja, da bin ich auch mal gespannt. Es wird sich doch einer oder eine finden, die das gemacht hat oder besser noch, die jemanden werben konnte für das Christentum.

          Da werfen sich für mich noch andere Fragen auf. Wie ist es als Moslem, in einem CDU- geführten Staat zu leben? Beachte ich einige Sachen nicht?
          Was sage ich meinen Kindern?: O.K. Was die da oben sagen ist gut, aber hier zu Hause machen wir es dann doch anders.
          Da haben wir andere Gesetze.
          Was wäre, wenn es hier eine Islamische Partei in den Bundestag schaffte?

          Was sagt man seinem Kind als gläubiger Mensch, wenn er im Alter von beispielsweise 10 Jahren zu einem anderen Glauben, als der, den er zu Hause kennt überwechseln will?
          Wie toleriert man das? Verbieten kann man dies ja schlecht.

          Wie läuft es in einer gläubigen Familie, wenn das Kind einen andersgläubigen Partner mit nach Hause bringt?

          • "....Wie läuft es in einer gläubigen Familie, wenn das Kind einen andersgläubigen Partner mit nach Hause bringt?...."
            "Gläubig"ist ja nicht zwangsläufig ungebildet oder fanatisch. Mein Mann ist streng gläubig erzogen worden- er, sein Bruder und seine Schwester haben Deutsche( Christen)geheiratet. Der Mannder Schwester ist pro forma zum Islam konvertiert, weil es sonst keine Hochzeit in der Moschee gegeben hätte( war der Schwester wichtig), die gemeinsame Tochter trägt Miniröcke und ißt Schweinefleisch. Mein Mann und sein Bruder haben wenig mit Religion am Hut. Unser großer Sohn besucht eine katholische Grundschule und möchte zur Kommunion gehen( wird bestimmt eine interessante Feier mit zwei " ungläubigen" Eltern;-))- stört auch niemanden.
            Gefeiert wird alles, was der Kalender hergibt: Weihnachten, Ramadan..... Ist halt immer nett, wenn die Familie zusammenkommt.
            Und solche Konstellationen kenne ich viele..... Denkende Menschen wissen, daß Religion Privatsache ist.

            • Hallo, Julia,

              O.K. das finde ich super, dass man solch große Toleranz zeigt. Hut ab. Respekt.

              Hoffentlich nicht nur ein Minderheit?

              LG Lotta

              • Keine Ahnung....Ich bin nicht so in der Szene;-).
                Viele Leute, die ich kenne, sind äußerst liberal. Dort, wo ich längere Zeit gearbeit habe, habe ich auch das Gegenteil gesehen und erlebt- ein sozialer Brennpunkt mit allen dazugehörigen Schwierigkeiten. DAS sind natürlich die Leute, die viel stärker von der Öffentlichkeit beachtet werden, weil sie auffälliger sind.
                Ich glaube, daß es nahezu ausschließlich eine Frage der Bildung ist, denn wer über den eigenen Tellerrand schaut, erkennt meistens, daß der eigene Weg nur einer von vielen ist.

    Hi,

    ich selbst bin weder hierhin noch dorthin konvertiert, bin in der glücklichen Lage, meinen "Glauben" so ausleben zu können, wie er mir paßt und mich nicht irgendwelchen "Vorgaben" unterordne und so bete, wie ich es für richtig halte.
    Ich kenne allerdings eine Muslima, deren Eltern streng gläubige Moslems sind, sie aber zum Christentum konvertiert ist. Natürlich hat sie viel Gegenwind erhalten, bis hin zur "Enterbung" aber nichts ist passiert (glücklicherweise), alle haben sich wieder lieb und irgendwie werden alle Feiern gemeinsam gefeiert, so auch bei mir.
    Es geht also auch andersherum und nicht alle Familien schwören dann automatisch "Blutrache".

    Habt alle einen schönen Feierabend!

    Hallo!

    Ich selbst bin nicht betroffen, kenne aber eine Familie die diesen Schritt gegangen ist.

    Sie sind gebürtige Iraner und haben ihr ganzes Leben dort gelebt. Innerlich fühlten sie sich aber schon lange dem Christentum zugehörig und sind auch oft heimlich in eine der ganz wenigen christlichen Kirchen im Land gefahren.

    Ihren wahren Glauben haben sie vor allen - auch vor der Familie - verheimlicht. Er war zudem Regimekritiker.
    Als ihre Tochter geboren wurde, bekamen sie - nicht unbegründet - Angst. Als er dann plötzlich einfach zum Verhör abgeholt wurde und erst nach einigen Tagen wieder entlassen wurde - ohne seiner Frau jemals zu sagen, was in dieser Zeit passiert ist - wusste er: Sie müssen weg.
    Sie sind mit illegalen Mitteln bei Nacht und Nebel aus dem Iran geflohen. Sie kamen in Deutschland an nur mit einem Rucksack und dem damals zweijährigen Kind auf dem Arm.

    Sie stellten einen Asylantrag u.a. mit der Begründung regimekritische, verfolgte Christen zu sein.
    Da sie jedoch von ihren streng gläubigen muslimischen Familien erzogen worden waren und somit auch offiziell dem Islam zugehörig waren, wollte man ihnen nicht glauben und sie wieder abschieben.

    Mein enger Freund, unser Gemeindepfarrer, hat sich der Sache angenommen und die ganze Familie getauft und somit offiziell in die christliche Gemeinde aufgenommen.

    Heute leben sie offen als praktizierende, evangelische Christen hier in Deutschland und sind auch hier "angekommen", obwohl besonders sie auch ihre Familie sehr vermisst, mit denen sie nur via Internet kommunizieren kann.
    Die kleine Tochter ist die beste Freundin meiner Tochter geworden. :-)

    Die im Iran lebende, muslimische Familie der beiden vermisst sie alle ebenfalls sehr, liebt sie und hätte sie am Liebsten wieder bei sich.
    Den Glaubenswechsel haben sie aber nie wirklich akzeptiert.

    LG

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