Ich denke mal Du siehst nur ein Haus und vermutest, das die Materialien ja nicht so teuer sein könne, die paar Handwerker auch nicht und daher wirkt für Dich alles teuer.

Wir bauen gerade und ich bin jeden Tag auf der Baustelle. Ich sehe:

-Handwerker die ihre Familie mit ihrem Job ernähren, fleißig arbeiten und...mit einem Firmenwagen ankommen. Dieser muss bezahlt werden, nicht nur der Wagen, auch die Versicherungen, Benzin usw. Die Firmen die die jeweiligen Handwerker schicken, haben auch wieder Mitarbeiter im Büro die Geld verdienen mit ihrem Job usw. usf.
Das wären also die Handwerker.
Dann kommt das Material: Die Ziegel stellen sich nicht von allein her, ebenso wenig die Filigrandecken, die Rohre, die Pfetten und Sparren und all dass. Bevor so ein Dach aufgestellt wird, hat das Holz einen weiten Weg hinter sich, vom Förster zum Sägewerk, zum Zimmerer bis hin zum Haus. Und dann braucht man einen Kran, der steht schon auf der Baustelle und....der steht auch nicht umsonst, denn Zeit ist Geld.

Achso, auf Klo muss ein Bauarbeiter auch mal, also hat man ein Dixiklo, kostet auch wöchentlich Geld, läppert sich auch so zusammen.

So zieht es sich durch die Bauzeit und dann hat man noch keinen Statiker bezahlt, keinen Architekten (die man nicht wirklich braucht, kann man sich sparen wenn man sich beliest), man hat noch keine weiteren Gebühren bezahlt.

Ein Haus, das besteht nicht aus 4 Wänden, einer Tür und ein paar Fenster mit einem Dach oben drauf.

Ansonsten, geh zum Sägewerk, lass dir Bretter zusägen und dann schnapp dir einen Hammer und ein paar Nägel und bau selber. Dann wird es nicht so sehr teuer ;)

Mona

Naja an den Antworten hier sieht man schon, das eine Menge mehr drin steckt, als nur ein paar Mauern.

Aber ich gebe Dir insofern recht, als dass ich mich wundere das man hier im Rhein-Main-Gebiet ca. 300.000,- EUR für ein Reihenhaus hinlegen muss, während man anderorts dafür 2 freistehende Einfamilienhäuser mit Riesengrundstück bekommt.

Zieht man die Grundstückspreise ab, bleibt immer noch, das Bauen in der Pampa offensichtlich sehr viel billiger geht als im Ballungsgebiet.

Also stimmt es schon, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt.

VG lachris

Und billig war es damals trotzdem nicht. Klar hatten fast alle ein Haus, aber sie haben auch auf fast alles verzichtet, haben tagelang das gleiche gegessen.

Meine Oma hat auch als Witwe ein Haus mit 3 Kinder gebaut, dafür konnten die Kinder halt nur zur Volksschule, der Bus für 3 Kinder fürs Gymnasium wäre nicht bezahlbar gewesen., Urlaub war nicht möglich, sie hatten kein Auto und es wurde nichts an Lebensmitteln weggeworfen, Telefonkosten für 50 € und mehr hatte sie auch nicht

Hallo

meinst du wirklich mit ein paar Steinen kann man ein Hausbauen? WAs ist mit STrom und Wasser, mit Fenstern, Türen und Co.

Früher war das bauen auch sehr teuer nur die Leute haben dann auf anderes verzichtet. Urlaub und Freizeitbeschäftigung wie Zoo und Co gab es nicht, die Kinder konnten nicht auf Klassenfahrt oder Ausflüge, die Kleidung wurde getragen bis sie wirklich ganz kaputt war, Essen wegwerfen gab es nicht, die tollen Techniksachen wie Handy gab es nicht. Extrageld für den Friseur war nicht drin.