Sarasota/Florida

    • (1) 21.07.14 - 14:20

      Hallo,

      vielleicht gibt es hier in dieser großen Runde Jemand, der mir über diese Stadt Auskunft geben kann.

      Die Einwohnerzahl usw. kann ich natürlich selber googeln - aber wie ist das Leben in dieser Stadt? Ich habe gehört, dass viele Amish-Aussteiger dort sind, was mich allerdings nicht stört. Wie ist das dort mit Sekten? Scientologen?

      Ich frage für eine 15-Jährige, die für ein Jahr als Gastschüler in diese Stadt ziehen wird. Ich weiß, dass die Gastfamilie in einer "kirchlichen Gemeinde" sehr aktiv ist - wie kann ich das rauskriegen, ob das keine Sekte ist? Es wäre sehr wichtig für mich.

      Liebe Grüße
      Linda

      • (2) 21.07.14 - 15:54

        Huhu,

        http://www.churchangel.com/WEBFL/sarasota.htm

        Was verstehst Du unter "Sekte"? Scientology ist ja eher nicht kirchlich.

        Meiner Erfahrung nach sind sehr viele Amerikaner konservativ-christlich eingestellt, Stichwort "Evolution vs. Intelligent Design", sie sind gegen Homosexualität, gegen Sex vor der Ehe und gegen Abtreibung und glauben, das Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen hat. Und das sind (leider) *normale* "Christen". Aber das Recht, Waffen zu tragen, finden sie prima. #zitter

        Ich habe ein Jahr bei einer fundamentalchristlichen Familie in Texas verbracht, es hat mir nicht geschadet. Über deren religiöse Ansichten bzw. Weltanschauung kann und konnte ich nur den Kopf schütteln, im Umgang sind es aber sehr nette, hilfsbereite Menschen.

        Also: aktiv in der Gemeinde heisst, dass sie vermutlich sehr konservativ sein werden. Könnte etwas anstrengend sein, aber ich finde, eine Konfrontation mit einer solchen Lebensweise schadet nicht.

        Scientology will man sicherlich nicht, aber könnte man nicht einfach nach der Konfession fragen?

        Scientology gibt es in Sarasota auch, aber sicherlich auch Mormonen oder Zeugen Jehovas.

        LG

        Hanna

        (3) 21.07.14 - 18:02

        wie waere es, wenn man die Gastfamilie fragt?
        Oder denjenigen, der den Austausch organisiert?

        Ich denke wegen beider Fragen muss man sich nicht schaemen, wenn es um die 15-jaehrige Tochter geht, die dort einige Zeit leben soll...

        • (4) 21.07.14 - 20:15

          Hallo,

          danke für eure Beiträge.

          Es ist kein organisierter Austausch; das war alles nicht so geplant, wie es jetzt abläuft. Ich denke aber nicht, dass die Gastfamilie zugeben würde, wenn sie z.B. bei irgendeiner Sekte wäre. Ich habe dem Mädchen aber ans Herz gelegt, dass sie Augen und Ohren offenhalten soll. Außerdem soll sie nichts machen, was ihr etwas suspekt vorkommt.

          Linda

          • (5) 22.07.14 - 09:41

            Öhm, wieso nicht zugeben? "Sekten" empfinden sich ja meist nicht selbst als Sekten. Wenn es eine spezielle Konfession (im Sinne von Mormomen oder Zeugen Jehovas) ist, dann merkt man das am Namen der Kirche/Gemeinde.

            Scientology erkennt man daran, dass es KEINE Kirche/Gottesdienste gibt (sondern sowas wie ein Dianetics Center oder ähnliches). ;-)

            Aber ich würde jetzt mal nicht vom "schlimmsten" ausgehen, in der Regel sind in der Gemeinde aktive Menschen in den USA einfach Christen. Man muss ja mit ihnen nicht über die Schöpfung und sonstige Auslegung der Bibel diskutieren. ;-)

            LG

            Hanna

            • (6) 22.07.14 - 12:30

              Vielen Dank für deine Antwort.

              Ich denke, dass viele ihre Kinder nicht in eine sektenorientierte Familie geben würden - von daher das "nicht zugeben". Schließlich bekommt die Familie doch viel Geld für die Unterbringung und möchte nicht darauf verzichten.

              Ich bin jetzt aber etwas beruhigter, gerade weil du schreibst, dass aktive Menschen in der Regel Christen sind. Aber man weiß ja nie...

              LG
              Linda

              • (7) 23.07.14 - 00:42

                ehhhh christliche Sekten bzw. dubiöse Gemeinden/Kirchen gibt es doch zu hauf

                • (8) 23.07.14 - 08:00

                  Das mag sein, aber von einer Familie, die "sehr aktiv in einer kirchlichen Gemeinde" ist, auf eine echte Sekte zu schliessen, ist jetzt nicht der direkte Weg. Ich wollte damit sagen, dass es in den USA Religion (v. a. im sogenannten Bible Belt, und das sind halt die Südstaaten) einen anderen Stellenwert hat als in Deutschland. Meines Erachtens ist der Glaube von ganz vielen Amerikanern höchst dubios, und auch deren seltsame Moralvorstellungen, z. B. auch hinsichtlich was Sünde ist (Abtreibung)und was erlaubt (Waffen). Aber auch ich habe ein Jahr in den USA verbracht, ohne mich assimilieren zu lassen. ;-) Im Gegenteil, es hat mir viel gebracht und meinen Horizont erweitert.
                  Dass man da in eine Familie von evangelikalen, bibeltreuen Christen geraten kann, ist in Florida nicht auszuschliessen. ;-) Es klingt komisch, aber abgesehen von ihren abartigen Moralvorstellungen sind diese Menschen im Umgang sehr nett und sozial. Aber ich denke, ein "tolerant" erzogener Jugendlicher kann damit gut umgehen. Man kommt dann zurück mit einer Erkenntnis "die spinnen, die Amis". ;-)

                  LG

                  Hanna

                  • (9) 23.07.14 - 10:38

                    Hallo,

                    du schreibst von evangelikalen, bibeltreuen Christen. Das wäre ja nicht das Schlechteste.

                    Linda

                    • (10) 23.07.14 - 11:10

                      Wie gesagt, was hinsichtlich Religion und Glauben "seltsam" ist, dazu gibt es unterschiedliche Ansichten. ;-) ich habe generell schon Probleme mit Menschen, die an Schöpfung und nicht an Evolution glauben, Abtreibung unter jeglichen Umständen ablehnen, und Homosexualität für eine Todsünde halten.

                      LG

                      Hanna

      (11) 21.07.14 - 20:17

      Hallo,

      Meine Schwester lebt in Sarasota. Ich könnte sie für dich fragen. :)
      Was möchtest du denn ganz konkret wissen?

      Ich werde leider nicht ganz schlau aus deinem Beitrag, mein Gehirn ist bei der Hitze wie Matsch.

      Liebe Grüße

      http://www.geiers-sausage.com/

      Auf jeden Fall gibt es da einen deutschen Metzger, der aus meinem Landkreis stammt, aber schon in den 60ern ausgewandert ist.

      Bekannte wurden Ende der 90er vom Metzger aber noch im breitesten Dialekt mit "Wou san etz däi aas Sölb?" (Wo sind jetzt die aus Selb?" begrüßt :-D

      • Hallo,

        ich glaub, die deutschen Metzger gibt's überall in den Staaten - die Wurst ist ja sehr gefragt - und auch deutsche Bäcker.

        Aber wenn du nicht gleich simultan übersetzt hättest: Ich hätt kein Wort verstanden und ich komm auch aus Bayern.

        Linda

        • Jaaa, die Nordbayern...

          Wou - dou - mou = wo - da - muss :-)

          Der Hoos is hie, weil i'm ka Haa hie hoo... = Der Hase ist hin, weil ich ihm kein Heu hin habe...

          Schöll ma a a A o... = Schäl mir auch ein Ei ab...

          Ich hör jetzt auf.. Geht ja hier nicht um Dialekte... :-D

          • Und hier die Südbayern:

            Leni drah d'Ant um brots ent aaa (erst raten, dann übersetze ich)

            Soscheeschoo - so schön schon

            Schoi mia a Oa ob - das ist die südbayrische Variante

            Eine Freundin wohnt im Allgäu, da versteh ich eh nur Bahnhof.

            Leni, dreh die Ente um und brate sie auf der anderen Seite

    (16) 23.07.14 - 00:37

    ich komme aus Florida, nicht allzu extrem weit von Sarasota. Ich kann dir aber leider nichts wirkliches zur Stadt sagen. Suspekt finde ich, dass sie besonders betonen, dass sie in der Kirchengemeinde aktiv sind. Ich meine, ja, das sind viele amerikaner, jedenfalls mehr als die deutschen. aber das extra betonen finde ich schon seltsam und würde mich auch wundern. Ich würde fragen, um welche Kirche es sich handelt. Dann kann man genau danach googeln. Es bringt im Grunde nichts über die Stadt zu erfragen, wenn man ausgerechnet IN DER Familie landet, wo man nicht landen will. Ich würde z.B. beim nächsten E-mail mit der Familie austauschen, dass man selber z.B: protestantisch/katholisch ist (oder gar kein Wert drauf legt, aber bitte nicht sagen atheistisch/nicht gläubig, da drehen die amerikaner durch) und fragen, welche Religion die Familie hat bzw. zur welchen kirche sie angehört. Finde ich nicht seltsam das zu fragen oder unlogisch, wenn die Familie extra betont hat, dass sie in der Gemeinde besonders aktiv sind. Wahrscheinlich werden sie das als gut empfindne, wenn das zukünftige Gastkind interesse zeigt.

    Wie ist das Mädchen so von Charakter? Ist sie eher befestigt in ihren Glaube (oder unglaube!) oder eher leicht beinflussbar? Das wäre mir wichtig. Ich kenne Ostdeutsche, die aus nicht religiöse familien stammen, mit religion nichts an hut hatten und eben das ganz klar hatten und in extrem religiösen familien (mormonen) trotzdem klar kamen. Aber ich glaube, jungendliche, die da nicht so verfestigt sind und sich leicht beinflussen lassen, würde ich eher nicht hinschicken. Hat das Mädchen eine Ausweichmöglichkeit, wenn sie mit der Familie nicht klar kommt? Also, kann sie quasi irgendwo hin fluchten oder gibt es eine Organisation dahinter, die sie "retten" könnte im Fall der Falle, wenn sie sich unwohl fühlt?

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