Mutter was Gutes tun

    • (1) 16.04.17 - 19:58

      Hallo Zusammen und frohe Ostern :)

      Ich war mir nicht sicher, in welchem Forum ich meine Frage am besten stellen kann, hoffe das passt hier so halbwegs rein.

      Vllt. kurz zum allgemeinen Hintergrund meiner Frage:

      Ich bin grade mit meinem Studium fertig geworden und habe noch zwei jüngere Schwestern. Die eine studiert in einer anderen Stadt und ist nur ab und zu Zuhause, die andere geht in die 10. Klasse. Mein Vater ist berufsbedingt nur am Wochenende Zuhause.

      Jedenfalls hat meine Mutter mit meiner kleinsten Schwester sehr viel Stress. Die andere Schwester und Ich waren sicher auch nicht immer leicht, aber die Jüngste ist dabei auf die komplett schiefe Bahn zu geraten.

      Sie kann nicht mit Ihrem Geld umgehen, kauft sich Sachen, die sie sich nicht leisten kann und will dann Geld für andere Sachen kriegen. Allgemein gibt es jedes Mal ein Riesentheater, wenn Sie mal wieder irgendwas haben will (Sie verfolgt dabei eher die Strategie "Ich bin so laut wie möglich und mache so viel Lärm wie möglich bis Mama und Papa nachgeben"). Nebenbei versucht meine Mutter alles, damit meine Schwester noch einen guten Schulabschluss hinlegt. Versucht ihr zu helfen, bezahlt Unmengen an Geld für etliche Nachhilfen etc. pp. Man muss einfach immer hinter ihr her sein, weil Sie alleine garnichts macht und ihren Abschluss vermutlich nie kriegen würde.

      Meine Schwester sieht offenbar nicht, was Sie alles bekommt und wie viel eigentlich für Sie getan wird. Stattdessen hängt Sie lieber den halben Tag auf Snapchat, Instagram und Whatsapp und kümmert sich kein bisschen im Ihre Zukunft.

      Es tut mir persönlich schon weh, wenn ich mitkriege, dass Sie irgendwo Ihren Willen nicht kriegt und meine Mutter dann "Rabenmutter" nennt, Sie schlägt oder Ihr vorwirft man würde ihr nichts bieten :(

      Naja, lange Rede, kurzer Sinn: Da ich jetzt anfangen werde zu Arbeiten möchte ich mein Gehalt nutzen, um meiner Mutter was Gutes zu tun. Ich werde nicht Unmengen verdienen aber zumindest in den ersten zwei Monaten 500-1000€ über haben, um ihr etwas zu schenken.

      Habt ihr gute Ideen was man damit anstellen könnte? Ein Wellnessgutschein? Eine Kur ?(wobei dass vermutlich schon teurer wäre)? Vllt. gibts interessante und halbwegs günstige Urlaubsziele in Deutschland ?

      Müsste vllt. auch was sein was man alleine machen kann (meinen Vater will ich nicht mitschicken, er ist mMn Teil des Problems). Eventuell etwas mit einer Freundin oder Ähnliches.

      Vllt. habt ihr ein paar Tipps, wie man einer gestressten Mutter mal etwas Entspannung verschaffen kann.

      Schöne Grüße

      • Eine Kur kann Deine Mutter mit Hilfe des Müttergenesungswerkes selbst beantragen. Das kostet dann auch nichts, weil es die Kasse bezahlt. Und man bekommt dort auch, wenn man möchte, gesprächstherapeutische Begleitung. Sie würde eventuell merken, dass ihr Gespräche gut tun und zu Hause ebenfalls Gesprächstherapie machen wollen.

        Wellness ist nicht jederfrau Sache, da müsstest Du schon wissen, ob sie das genießen könnte oder eh mit halbem Herzen immer zu Hause wäre.

        Und was ich wegen der Schläge Deiner Schwester an deiner Stelle dieser in aller Deutlichkeit sagen würde, im Zusammenhang auch mit deren Undankbarkeit, das kann ich gerade nicht in hübsche und forengerechte Worte fassen.

        Also ich finde deine Idee ja toll, keine Frage. doch bei einer Kur stellt sich mir die Frage ob man deine missratene Schwester überhaupt alleine daheim lassen könnte in der Zeit. Gerade wenn sie soviel Scheiße baut. Wer weiß was sie mit den Unterlagen macht oder wie sie dann versucht an Geld zu kommen.

        Des weiteren wird sich vermutlich am Verhalten deiner Schwester auch nichts ändern solange Muttern nicht mal durchgreift! Klar ist es nicht einfach, aber der Göre hätte ich in ihrem Alter schon längst mal gezeigt wo der Hammer hängt oder sie zu einem gutem Psychiater geschleift. So kanns hier nicht weitergehen.

        Ela

        (4) 16.04.17 - 21:12

        Hey, danke euch beiden für die Antworten. Ich antworte mir mal selbst, damit ich nicht zwei Antworten separat schreibe (ich hoffe das klappt jetzt so, wie ich mir das denke).

        Meine Mutter ist schon diejenige, die hart durchgreift, das Problem liegt mNn nach darin, dass meine Schwester sehr gut darin ist meine Eltern gegeneinander auszuspielen. Da mein Vater nur am Wochenende da ist, weiß Sie ganz genau, dass er in dieser Zeit keinen Stress will und nutzt das gnadenlos aus.

        Zudem schafft sie es dann immer wieder auf Mitleid zu machen und rumzuheulen und meine Eltern doch irgendwie zu vertrösten, aber ich hab echt keine Ahnung, was aus ihr mal werden soll. Da meine andere Schwester und ich beide studieren bzw. studiert haben und sie 'nur' mit mäßigem Erfolg zur Gesamtschule geht, redet Sie sich dazu das "Ich bin ja eh die Dumme" dann noch ein. Dazu dann der schlechte Umgang in Ihrer Klasse, wo fast alle mit 16 Jahren schon seit einiger Zeit Rauchen und Trinken und sowieso die Allercoolsten sind. Wie auch immer Sie so geworden ist, denke ich aber auch, dass ihr ein psychologische Behandlung mal ganz gut tun würde :/

        Bei allen Leuten aus Ihrer Klasse gehts einfach nur noch darum, wer die meisten Follower bei Instagram hat und wer die coolsten Snaps auf Snapchat macht und und und. Da wird verzweifelt versucht Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich bin zwar kein Vater oder so, aber da graut es mir ja vor, wenn meine Kinder sich nur darum kümmern möglichst viele Follower auf irgendeiner Plattform zu sammeln :|

        • Dann halte ich eine Kur, die mindestens drei Wochen andauert und in der sie sich auch mal auskotzen kann, für sinnvoller. In der Zeit kann sich Dein Vater Urlaub nehmen und ist mal alleine mit seinem Herzblatt. Eventuell bemerkt er dann auch, dass sie mit "mach mir blos keinen Stress, Kind" nicht erzogen werden kann.

          https://www.muettergenesungswerk.de/startseite.html
          Ruf doch dort mal an und schildere Eure Situation. Mindestens Infomaterial wirst Du zugeschickt bekommen und damit überzeugst Du dann vielleicht besser Deine Mutter.

      Vielleicht irre ich mich, aber ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass es deiner Mutter mal gut tun würde, Exklusivzeit nur mit ihren großen Töchtern zu verbringen. So vielleicht um sie daran zu erinnern, dass sie als Mutter auch was richtig gemacht hat ;-)

      Da kann man ja was schönes schenken.

      Als ich über eine mögliche Antwort an dich nachgedacht habe, ist mit ein Urlaub mit meiner Mutter eingefallen, den es vor ein paar Jahren gab. Bei uns war das eher ein therapeutisches Ding, bei dem es darum ging, dass sie sich mal ganz wertfrei auf das einlässt, was mir gefällt und sich beim Organisieren raushält. Also eine etwas andere Richtung als bei euch. Sie wusste nur die Reisetage, nichts weiter. Ich habe sie mit dem Auto abgeholt, wir sind in ein Spaßbad gefahren und abends in unsere Ferienwohnung. Die kommenden Tage haben wir wirklich nur mit Sachen verbracht, die ich mag und sind in keine Museen gegangen oder so einen Quatsch ;-) Wir waren in einem Freizeitpark, haben einen Kurs im Bogenschießen und einen im Singen belegt und einen Tag waren wir shoppen und einen Tag haben wir ein Fotoshooting gemacht. Es hat ihr gut gefallen, auch wenn sie natürlich am Anfang mal anmerken musste: "Ich hätte gedacht, wenn wir schon mal in X sind, gehen wir auch mal in Museum Y." #schein

      Als ich darüber jetzt so nachgedacht habe, ist mir der Gedanke gekommen, dass dein Geschenk vielleicht auch in eine etwas andere Richtung gehen könnte. Du könntest deine kleine Schwester mit ins Boot holen und das ganze zu einem Geschenk machen, dass auch für sie richtungsweisend sein könnte. Wenn sie, ähnlich wie ich damals, einen Teil der Planung übernimmt und damit ihrer Mutter oder euch beiden zeigen kann, dass sie auch schöne Ideen hat, wenn es vielleicht auch nicht eure erste Wahl gewesen wäre, vielleicht gibt ihr das dann ein anderes Selbstbewusstsein und der Beziehung zwischen ihr und ihrer Mutter eine neue Qualität.

      Wie meine Vorschreiberin habe ich auch gerade gedacht, dass es doch schön wäre, etwas zusammen mit Deiner Mutter zu machen.

      Allerdings würde ich das ohne Deine mittlere Schwester machen, nur Du und Deine Mutter.

      Ich würde nicht wollen, dass Schwester Nummer 3 so definitiv ausgeschlossen wird. So nach dem Motto, wir die beiden guten, braven machen mit Mutti was schönes und Du schwarzes Schaf gehörst nicht dazu und hast das nicht verdient ;-) . Das würde vermutlich die Stimmung Deiner Kleinen Schwester nicht gerade verbessern, sondern sie würde sich vielleicht noch mehr auflehnen...

      Ich finde es schön, dass Du Dir Gedanken um sie machst und ihr etwas Gutes tun willst :-)

      #winke

      (9) 17.04.17 - 16:30

      Danke @unilein und @schokohexe ;)

      Um eins vorwegzunehmen: Ich bin mir nicht sicher, ob ich so einen femininen Eindruck gemacht habe, bin aber eigentlich von männlicher Natur :)

      Die Idee finde ich auf jeden Fall sehr gut. Ich habe unilein im letzten Abschnitt so verstanden, dass man auch die Kleinste mit ins Boot holt und Sie somit nicht außen vorlässt.

      Ich werde erstmal mit der älteren meiner beiden jüngeren Schwestern sprechen und schauen was Sie davon hält, bzw. wie sich das realisieren lassen würde (und dann vermutlich entweder mit beiden Schwestern was planen oder entsprechend alleine mit meiner Mutter was machen).

      • Hallo!

        Die Idee einmal etwas mit der Mutter zusammen zu machen, finde ich sehr gut. Bei uns ist die Mittlere das schwarze Schaf, und in einer Zeit, als es meiner Mutter psychisch nicht sehr gut ging (ich war da selbst auch gerade erst mit dem Studium fertig), habe ich ihr zum Muttertag ein gemeinsames Abendessen geschenkt. Nur meine Mutter und ich in einem schönen Restaurant. Meine Mutter hat sich total gefreut und wir hatten einen wirklich tollen Abend zusammen, der meiner Mutter auch gut getan hat.

        Allerdings würde ich das - wie Schokihexe auch geschrieben hat - ohne die beiden Schwestern machen. DU schenkst diese gemeinsame Unternehmung der Mutter. Somit muss sich die Kleine nicht ausgeschlossen fühlen, wenn sie nicht mit darf. Wenn du das Ganze jetzt mit der anderen Schwester zusammen machst, ist das wieder eine andere Geschichte, dann könnte die "Kleine" das missverstehen. Und sie auch mit ins Boot zu holen, halte ich für kontraproduktiv. Sie macht ja offensichtlich nur Mist, und eine gemeinsame Unternehmung könnte auf sie wie eine Belohnung wirken - keinesfalls sieht sie Eure gemeinsame Unternehmung als Dankeschön an die Mutter an. Wenn man die Kleine mit ins Boot holen will, müsste sie sich auch finanziell beteiligen - und das wird wohl nicht funktionieren.

        LG

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