Ab wann spricht man von der eheähnlicher Gemeinschaft?

    • (1) 19.05.17 - 19:11

      Hallo,

      Frage steht ja schon oben. Erst wenn beide den gleichen Wohnsitz haben?

      Oder auch schon wenn man sich jeden Tag sieht und übernachtet?

      Danke für eure Antworten...

      • Wenn es um Geld geht, das einem zusteht oder eben nicht, bedeutet ehe ähnliche Gemeinschaft der gleiche Wohnsitz. Beide sind bei der gleichen Adresse in der gleichen Wohnung gemeldet. Das ist dann eine Ehe ähnliche Gemeinschaft.

      Falls es um Sozialleistungen geht:

      "„Eine Vermutung für das Vorliegen einer Verantwortungs- und Einstandsgemeinschaft … setzt … im Sinne der Norm mehr voraus als ein bloßes zusammen Wohnen. Erforderlich ist ein Zusammenleben in Form einer Haushalts- und Wirtschaftsgemeinschaft als Abgrenzung zu einer bloßen Wohngemeinschaft. Der Vermutungstatbestand greift nur dann ein, wenn ein Wirtschaften ‚aus einem Topf‘ vorliegt.“

      – Sozialgericht Detmold: Aktenzeichen S 11 AS 97/10[2]"

      https://de.wikipedia.org/wiki/Ehe%C3%A4hnliche_Gemeinschaft#2006_bis_heute

      Das kann man so pauschal nicht sagen.

      Das Amt, das dir ggf die miete bezahlt, spricht von eheähnlicher gemeinscahft, wenn man so viel alltag teilt, wie eben ein ehepaar. es keine getrennten Lebensmittelvorräte gibt, beide im selben Raum schlafen, ggf im selben bett, beide ihre sachen im bad liegen haben, statt in einem kulturbeutel usw. dann aber ja vor dem hintergrund, dass sie weniger miete zahlen wollen, weil ihr ja in einer wohnung wohnt.

      sobald aber jeder eine wohnung hat, und ihr mal bei dir und mal bei ihm seid wird das schon schwierig.

      moralisch, menschlich würdeich aber von eheähnlich sprechen, wenn ihr jeden tag zusammen seid, gemeinsam esst und oft in der selben wohnung, oder gar dem selben bett schlaft.

      vor welchem hintergrund fragst du?

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