Wo wohnt ihr und seid ihr dort glücklich?

    • (1) 25.07.17 - 20:41

      Guten Abend,

      zur Zeit denke ich oft darüber nach,dass ich nicht mehr so gerne hier lebe wie die letzten Jahre.

      Ich wohne mit meinem Mann und unserer kleinen Tochter in Dresden. Dresden ist schön,ja,aber es ist nicht mehr das Selbe. Wenn ich an den Hauptbahnhof denke, wird mir übel. Massenschlägereien,Dealer stehen da rum, Überfälle usw.

      Ich sehne mich nach einem Umfeld, in dem meine Tochter sicher aufwachsen kann. Es klingt wahrscheinlich naiv,ich weiß, Kriminalität gibt es überall. Aber ich habe die Großstadt so satt zur Zeit.

      Immer öfter ertappe ich mich dabei,dass ich darüber nachdenke,wo wir leben könnten,wo ich mir vorstellen könnte zu leben und wo nicht.

      Das einzige was mich hier noch hält,ist meine Mama,sie ist auch die Einzige,die unsere Tochter mal nimmt und wir haben ein gutes Verhältnis.

      Ich könnte sicher überall arbeiten,ich bin Erzieherin und habe einen sehr guten Abschluss.

      Aber diesen Schritt zu wagen,Job kündigen,Wohnung suchen, alles hier aufgeben...mir fehlt der Mut dazu.

      Hat einer von euch diesen Schritt gewagt? Seid ihr glücklich dort,wo ihr lebt?

      Ich wünsche euch einen schönen Abend

      SophiesWelt

      • (2) 25.07.17 - 21:00

        Hi,

        so einen Schritt gewagt habe ich nicht, aber ich lebe gerne hier. Ich lebe in der Südpfalz auf dem Dorf (2500 Einwohner). Es ist alles notwendige da. Kindergarten, Schule, Supermarkt, Bäcker, Metzger und noch viele mehr. in 20 Minuten sind wir in der Großstadt in 30-40 Minuten in den nächsten großen und kleiner Städte. Ich bin kein Stadttyp. Ich mag das Landleben, ist sehr erholend. Aber trotzdem ist alles erreichbar.

        Ihr müsst überlegen was ihr wollt. Was hält euch in Dresden, was stört euch. Im Moment werden Erzieher überall gesucht, also hättest du wohl weniger Probleme einen Job zu finden. Wie sieht es bei deinem Mann aus? Wäre es auch machbar einfach nur aufs Land zu ziehen? Sollte allerdings eine ordentliche Infrastruktur haben.

        Hallo
        In Deutschland nenne ich den Rhein Neckar Kreis meine Heimat. Mein Vater ist hier "Einheimischer", meine Oma, also die Seite meiner Mutter, ist auf der Flucht hier hängen geblieben. Muss ich in Deutschland wohnen, könnte ich mir für mich keinen anderen Ort vorstellen.
        Jedoch sind wir in meiner Kindheit in die USA gezogen wegen der Arbeit meines Vaters. Auch das ist über die Zeit Heimat geworden und ich fühle mich sehr wohl dort. Auch ohne die Staatsbürgerschaft fühle ich mich dort wie eine Einheimische dort. Die Heimat meiner Familie mütterlicherseits ist ebenso Heimat.
        Ich bin aber auch ganz der Typ Fernweh und nächstes Jahr ziehen wir auch wieder in die USA. Vort Ort werden wir erstmal keinen kennen. Aber ich freue mich neue Menschen kennen zu lernen und den amerikanischen Freunden näher zu sein (und mal einfach so hinfliegen zu können über freie Tage).
        Wenn ihr überall arbeiten könnt, wagt es doch einfach. Muss ja nicht ganz ans Ende von Deutschland sein und deine Mutter kann euch besuchen und umgekehrt. Du solltest dir aber vor Augen halten dass es nirgends perfekt ist, so sehr ich die USA mag: ich weiss auch wo die Probleme sind und zB. dass ich der Meinung bin dass Kinder hier in D freier aufwachsen.

        LG

        Falls Du nicht zu weit von Deiner Familie weg willst, könntet ihr euch doch im Umland von Dresden was suchen. Ich finde Sachsen wunderschön, war schon in etlichen Ecken in Urlaub - vom Spreewald bis in die Oberlausitz - über viele Jahre. Dass Du die Großstadt nicht magst, kann ich nachvollziehen.

        Ich selber könnte mir nicht vorstellen, aus meiner eher kleinen Stadt in Baden-Württemberg wegzuziehen. Die Stadt selber ist sehr hübsch, hat alles, was ich brauche und meine Familie und Freunde wohnen hier. Auch als ich noch jünger war, wäre ich hier nie weggezogen.

        Hier liest man sehr oft, dass besonders Frauen mit Kindern "in der Fremde" sehr oft einsam sind, weil sie aus verschiedenen Gründen keinen Anschluss finden. Soviele möchten wieder gerne in die Nähe von Familie und Freunden. Aber einfach zurückgehen geht dann oft auch nicht mehr, besonders wenn der Partner seinen Job auch nicht so einfach aufgeben will und kann.
        LG Moni

        • (5) 26.07.17 - 12:24

          Liebe Moni,

          als Brandenburger will ich hier aber betonen, dass der Spreewald nicht in Sachsen liegt ;-)

          VG

          • Entschuldige bitte ;-) wir waren von Bautzen und von Dresden aus schon dort - man war ja ruckzuck da.....und dass ich über eine Landesgrenze gefahren wäre, fiel mir damals nicht auf.
            #sorry Ist aber trotzdem sehr schön dort. Aber natürlich lass ich den Spreewald den Brandenburgern - Sachsen ist groß genug. :-D
            LG Moni

      (7) 26.07.17 - 07:41

      Du tust ja so, als wäre es nur per Auswanderung möglich aus der Grossstadt wegzukommen. Suche doch einfach eine Wohnung im Umland von Dresden mir vernünftiger Verkehrsanbindung.

      Grüße
      BiDi

      (8) 26.07.17 - 08:40

      Ich bin vor 17 Jahren von Niedersachsen nach Baden-Württemberg gezogen und bin hier absolut glücklich.

      Damals kannte ich hier nur eine einzige Person (meinen damaligen Freund), ich bin zu ihm nach Ba-Wü gezogen. Nach 3 Jahren war die Beziehung vorbei aber ich bin hier geblieben, weil ich hier meine neue Heimat gefunden habe.

      LG

      Hallo

      ich wohne östl. von Hamburg im sog. Speckgürtel. Wir sind vor knapp 30 Jahren hierher gezogen, unsere Kinder sind hier nicht geboren aber aufgewachsen und es war die beste Entscheidung die wir getroffen haben. Mittlerweile lebe ich alleine in unserem RH, die Kinder haben ihr eigenes Leben aber ich würde nie wieder hier wegziehen wollen. Ein großes Dorf mit allen Geschäften und Ärzten und einer guten Verkehrsanbindung (falls ich irgendwann mal ken Auto mehr fahren möchte). Hier ist MEIN Leben.

      LG

      • Bei mir genauso!
        Bin in HH aufgewachsen und dann damals wegen meines Freundes in den Speckgürtel gezogen.
        Den Freund hab ich mittlerweile nicht mehr, aber ich möchte hier nicht mehr weg.
        Ich hab's so schön "ländlich" hier, aber wenn ich Trubel will ,fahre ich einfach mit der Bahn,( ist viel bequemer als mit'm Auto),nach Hamburg rein.

        LG

        • Naja, einen Bahnanschluss haben wir NOCH nicht, aber irgendwie es es jedes Jahr im Sommer immer mal wieder im Gespräch! Aber wir haben sehr gute Busanbindungen in viele Richtungen und das finde ich ausreichend. Und unser "Dorf" ist mit etwas über 7.000 EW auch nicht so klein aber trotzdem ländlich. Ich fahre mit dem Auto irgendwo an die Bahn ran und von dort aus dann nach Hamburg rein. Finde die Rückfahrt dann immer (vor Allem nachts) für mich sicherer.

          LG

    (14) 26.07.17 - 09:08

    Hallo,
    ja, wir sind glücklich, dort wo wir leben.
    Wir leben am Rande des Sauerlandes in einem Dorf, ca. 2500 Einwohner. Wir wohnen im eigenen Haus auf einem großen Grundstück. Wir haben Grundschule und Kindergarten vor Ort, ebenfalls zwei Bäcker. Der Bus fährt im 30-Minuten-Takt in den nächsten Ort (und etwas weiter). Dort findet man aber Supermärkte, Ärzte, weiterführende Schulen, kleines Kino, eine kleine Fußgängerzone, Bahnhof etc. Die Autobahn ist 5 Minuten von uns entfernt und so können wir in weniger als 45 Minuten am nächsten Flughafen bzw. in der nächsten Großstadt sein. Eigentlich ideal. Wir fühlen uns hier sehr wohl. Klar, gibt es auch hier mal unangenehme Zwischenfälle und im Dunkeln würde ich auch an diversen Orten nicht mehr alleine hergehen. Aber das ist wohl überall so.

    LG
    Elsa01

    Hallo!

    Wir wohnen eher ländlich in Münster (Hessen) seit 5 Jahren in unserem Haus. Wollten wir erst auch nicht, meine Arbeit und meine Eltern sind jetzt doppelt so weit entfernt (dennoch nur 20 km) aber die Grundstückspreise dort waren einfach zu hoch (S-Bahn, Nähe zu Frankfurt bzw. Flughafen), deshalb der neue Wohnort.

    Hier hat man im näheren Umfeld auch alles was man braucht und die nächsten Großstädte wie Frankfurt/Main und Aschaffenburg sind nur 30 Minuten entfernt.

    Wir sind überglücklich hier und auch der längere Weg zu meinen Eltern stellt eigentlich kein Problem dar, wie sehen uns eh nicht täglich ;-)
    Meine Mutter würde sofort in unseren Ort ziehen, weil es ihr hier besser gefällt, aber mein Vater will in "seinem" Haus bleiben.

    Wir haben hier neue Freunde gefunden. Aber auch die "alten" sind uns erhalten geblieben, denn mit der Zeit sind eh alle verstreut wohnhaft, aber noch gut mit dem Auto zu erreichen (nicht weiter als 20 Minuten Autofahrt).

    Ich denke auch, dass es sicher etwas im näheren Umfeld für euch gibt, ohne dass du gleich deinen Job aufgeben müsstest.

    LG
    sonntagskind

    (16) 26.07.17 - 12:23

    Ich komme aus aus einer Kleinstadt in der Nähe von Berlin. Ich liebe "meine Stadt" muss nach Berlin pendeln und finde diese Stadt furchtbar.

    Ich habe eine Zeit beruflich in Hamburg gelebt. Das fand ich auch toll. Irgendwie kam mir diese Stadt nie groß vor, vielleicht weil ich mich immer zentrumsnah bewegt habe. ABER auch da ist der Hbf. furchtbar. Und ich bin da nur immer schnell lang und sicher nicht im dunkeln.

    Davon würde ich mein Glück nicht abhängig machen.

    Wenn du aus der Großstadt weg willst, ist das ja okay, aber die Heimat zu verlassen aus den von dir genannten Gründen nicht nötig finde ich.

    (17) 26.07.17 - 21:25

    Hi,
    ich wohne Zentral am Arsch der Welt :-p

    Hier bin ich aufgewachsen, hier wohnen Eltern und Schwester. Ich hatte 23 Jahre 19 km zum Arbeitsplatz.

    1100 Einwohner, Bäcker, Edeka, Handarbeits- und Geschenkelädchen, 3 Imker und 1 Kindergarten.

    Der Bus fährt morgens um 6 Uhr raus und kommt um 18 Uhr wieder rein. Ohne Auto, oder wenigstens Motorroller, biste verloren - aber das weiß man, man ist ja hier groß geworden.

    12 km zum nächsten Städtche mit Aldi, Lidl, dm, netto, Rewe, Paperland, Buchladen, Deichmann,3 Schuhgeschäfte, Tiernahrung, 3 Autohäuser, div.Ärzte und 1x Kieferorthopäde.

    45 km nach Koblenz, Limburg, Mainz, Simmern, 60 min. zur nächsten Autobahn.

    Hier ist es schön, keine Frage, aber auf 1 Stellenanzeige, einer von 180 Bewerbern sein? Im Moment wieder mein Schicksal.

    Ohne Eltern, würde es mich an die Ost- oder Nordsee ziehen. An der Ostsee wohnt ne Freundin. Sind wir da, schauen wir nach Häuser, alle bezahlbar. Alle 20 min. ein Bus nach Kiel, 20 km entfernt.

    Aber da oben werden Bürokräfte auch nicht gesucht. Also bleiben wir hier und machen das beste draus.

    Gruß Claudia

    Aber den allerbesten Großeltern die Enkel entziehen, ne.

    (18) 27.07.17 - 08:04

    Hallo.

    Ich bin vor 16 Jahren von Berlin in die Naturparkstadt in den Barnim gezogen. Ich finde es für uns perfekt. Man erreicht die Hauptstadt in gerade mal eine halbe Stunde und ist doch etwas entfernt von der Hektik. Ich arbeite in Berlin, somit bekomme ich hier die Hektik ganz schön mit. Bin froh, wenn ich dann nach Feierabend nachhause komme und ich es mir gemütlich machen kann. Meine Kinder wollen hier auch nicht wirklich weg. Arbeit vielleicht in Berlin, aber wohnen, ne.

    LG

    Hallo,

    ich bin bekennende Dresdnerin. Was du beschreibst, kann überall passieren. Wir leben gern hier, die Wohnsituation und die Infrastruktur passen, Jobchancen sind vielfältig vorhanden.

    Und persönliche Probleme (wenn vorhanden) sind vor einem selbst am neuen Wohnort präsent.

    Viele Grüße
    Heike

    • PS. Hinsicht Kinderbetreuung und Schulen liegt Dresden ganz weit vorne. Ich lebe in Kleinzschachwitz und habe, obwohl eher ländlich für Dresden die perfekte Infrastruktur für meine Familie.

(21) 28.07.17 - 07:55

Hallo,

manchmal braucht es Mut für Veränderungen. Wir sind mit der ganzen Familie vom Umland von Berlin nach Baden-Württemberg (Dorf) umgezogen. Und wir haben es nie bereut.

Unsere Familien und Freunde sind jetzt weit weg. Und dass schon seit 8 Jahren. Es war ein langer Weg Fuß zu fassen aber es hat sich gelohnt. Wir würden es immer wieder tun.

Die Landschaft ist um einiges schöner. Wir wohnen zwischen Bodensee und Schwarzwald. Die Freizeitmöglichkeiten sind gut und auch die Arbeitsbedinungen. Die Schule unserer Kinder ist super. Die Mentalität ist anders aber man gewöhnt sich an alles.

LG

Carola

(22) 28.07.17 - 09:41

Hallo,

ich wohne im Münsterland. Hier bin ich auch geboren und aufgewachsen. Und ich könnte mir keinen anderen Ort zum Dauerhaftwohnen vorstellen. Ein paar Jahre habe ich im Rhein-Main-Gebiet und im Westerwald gewohnt. Auch nette Gegenden. Im Westerwald wäre ich unter Umständen auch länger geblieben, aber am End' ist es in der Heimat doch am schönsten. Und meiner Frau bin ich sehr dankbar, dass sie mit mir gekommen ist.

Huhu,

nach 11 Jahren in den Niederlanden, lebe ich seit 2013 endlich wieder in meinem Elterhaus.

Meine Eltern sind in eine schöne, barrierefreie Erdgeschosswohnung gezogen, wir haben das Haus sanieren und vergrößern lassen und leben nun zu viert hier.

Ich liebe es einfach und bin hier tief verwurzelt, auch wenn mein Heimatort sehr nachgelassen hat.

Lg

Andrea

(24) 30.07.17 - 19:16

Ich lebe in einem kleinen Dorf am Land mit etwa 1100 Einwohnern. Mein Mann ist hier aufgewachsen und ich stamme aus einer ähnlich kleinen Gemeinde nicht weit entfernt.

Mein Wohnort und ich - das ist so eine Hassliebe. Meistens mag ich es hier sehr gerne. Es ist ländlich, wir haben aber wirklich alles, was man fürs tägliche Leben braucht. Kriminalität gibt es hier kaum, auch die Kids wachsen sehr unbeschwert auf, was sie durchaus zu schätzen wissen.

Andererseits ist mein Arbeitsplatz (und auch der meines Mannes) etwa 50 MInuten Fahrtzeit entfernt, die Fahrtkosten sind riesig. Jeder kennt hier jeden, was Fluch und Segen zugleich sein kann. Ich habe bisher niemanden gefunden, der mein Hobby teilt und für zB Kurse diesbezüglich müsste ich mindestens eine Stunde - eher länger - fahren. Meine Tochter kann sehr gut zeichnen, es gibt aber schlicht keine Kurse oder Ähnliches für sie, was ich schade finde. Das Freizeitangebot ist sehr beschränkt, wenn man nicht gerade Fußball spielen möchte.

Trotzdem würden wir hier nicht weg wollen. Ich glaube, dass jeder Wohnort Vor- und Nachteile hat und man muss eben überlegen, was einem wichtig ist und ob sich dafür eine Veränderung lohnt.

Ich hätte übrigens die Möglichkeit gehabt, mein Elternhaus zu erben, aber an meinem alten Wohnort war ich total unglücklich, obwohl ich bis heute nicht sagen kann, warum. Da war für mich klar, dass ich dort nicht bleibe und wegziehen werde. Man muss eben alles gut überdenken. Eine Garantie dafür, dass es am neuen Wohnort besser ist, gibt es natürlich nicht!

Liebe Grüße

Conina

(25) 30.07.17 - 19:25

Hallo!

Ja, wir haben den Schritt gewagt. Wir wollten einmal im Leben am Meer wohnen und nun habe ich die Ostsee direkt vor der Haustür (5 Gehminuten).
Es ist großartig. Ich liebe es. Meine Kinder wachsen am Strand auf bei Wind und Wetter. Die Luft ist die beste in ganz Deutschland - nie mehr gehen wir hier weg!
Ja, die Familie wohnt knappe 400 km weit weg aber wir haben oft Besuch und fahren auch öfters zur Familie.

Wir haben eine tolle Babysitterin (Erzieherin in der Kita der Mädels) und viele Freunde gefunden. Ich könnte hier also sowieso nicht ohne weiteres wieder zurück. Aber unsere Familie fragt ab und an mal, wann wir denn in die Heimat zurükkehren wollen. Ich denke das wird so schnell nicht passieren!

Liebe Grüße

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