Irgendwie total unglücklich (leidiges Thema Eigenheim)

    • (1) 14.02.18 - 12:44

      Hallo Ihr Lieben,

      ich lese schon seit einiger Zeit hier mit und mir brennt seit ein paar Tagen etwas auf der Seele. Deshalb habe ich mich hier angemeldet um evtl. mal Meinungen von Aussenstehenden zu erhalten. Vielleicht hat jemand hier auch schon solche Erfahrungen gemacht obwohl ich mich echt mit meiner Ansicht vorkomme wie ein Allien.

      Seitdem unser Kind da ist (nun 2 Jahre) sind wir auf der Suche nach einem Eigenheim. Aus dem einen Grund, dass ich mich in unserer Wohnung nicht wirklich wohl und zuhause fühle und wir schon immer von einem Haus mit Garten geträumt haben auf der anderen Seite kann man ja für die derzeitigen Mieten auch schon fast eine Abzahlung leisten. Alle unsere Freunde haben ein Haus und man hat bei jedem einzelnen den Eindruck, das ist ihr Zuhause, hier sind sie angekommen und fühlen sich wohl. Mir ist dieses Gefühl schon irgendwie fremd geworden, seitdem wir in unsere Wohnung gezogen sind und mit jeder Hausbesichtigung die eher enttäuschend verlief.

      Die Suche war bisher nie ganz einfach. Entweder zu teuer, so dass man ja schon drüber nachdenken konnte dafür neu zu bauen oder das Gegenteil und nahezu Abrissobjekt. Bei den soliden Häusern die zudem mal nicht total überteuert angeboten wurden war der Interessentenansturm natürlich noch höher als normal schon, so dass die Chance den Zuschlag zu erhalten einfach zu gering war. Zudem gibt es bei uns in der Region ein eher nur dezentes Angebot an Immobilien.

      Vor einiger Zeit hatten wir ein schönes Haus in Aussicht, dachten Wow, so ein Glück und kurz bevor wir das Go der Bank erhielten schnappte es uns ein Mitinteressent unter der Nase weg. Es wäre ein Traum gewesen und die Enttäuschung riesig.

      Jetzt hatten wir uns noch eine Immobilie anschauen können. Flachbau, älteres Haus, aber tip top in Schuß, keinerlei Sanierungen wären nötig. Mein LG war sofort Feuer und Flamme sowie seine Eltern, die bei der Besichtigung dabei waren, ich eher weniger, dachte aber ok, ich könne mich damit schon irgendwie arrangieren. Noch am gleichen Tag dem Makler zugesagt, da mein LG hier auch kein Risiko eingehen wollte, dass jemand anderes zu erst mahlt.

      Ich habe nun mehrere Nächte drüber geschlafen und werde mit den Gegebenheiten des Hauses nicht richtig warm oder will man sagen glücklich? (Raumaufteilung nicht wirklich so schön, Ortsdurchgangsstraße, Kindergarten und Schule 70 Meter weiter, so dass man da bestimmt immer etwas, zumindest im Garten, bei offenem Fenster hören wird. Der Garten ist dafür recht groß und für ein Kind natürlich toll.

      Meine Bedenken nimmt mein LG wie so oft nicht wirklich ernst. Wir hatten schon einmal fast ein Haus kaufen können, aber ich hatte auch hier im letzten Moment einen Rückzieher gemacht, da ich mich auf der einen Etage mit einer Raumhöhe von knapp nur 2 Meter nicht wirklich anfreunden konnte. Ich würde nur Gründe suchen, alles schlecht zu reden und wir hätten dort doch alles: schon fertig, alles schön, könnten gleich einziehen, zudem Finanziell top für uns. Es wäre außerdem doch NUR ein Haus.
      Ich hätte zu hohe Ansprüche, solle von meinem hohen Ross mal runterkommen und nicht immer nur an mich denken, sondern auch mal daran, was er möchte etc. Wenn ich das Haus nicht möchte solle ich wieder absagen, er macht sich nicht zum Depp.
      Ich weiß nicht ob man sich vorstellen kann, wie mich das trifft.

      Das Haus sollte meiner Meinung nach doch nur (nicht nur für mich, nicht nur für ihn, sondern für uns!) passen und auch die Gegebenheiten. Ich muss mir irgendwie vorstellen können, wenn ich ein Haus sehe auch dort wohnen zu können, sich wohlfühlen zu können, angekommen zu sein. Das hatte ich dort aufgrund der o.g. Faktoren nicht so wirklich. Ich möchte später nicht irgendwie in einem Haus sitzen indem ich mich irgendwie unwohl fühlen könnte, dafür aber immerhin meinem Kind im Garten beim Spielen zusehen kann.
      Ich wäre wahrscheinlich im schlimmsten Fall ebenso unglücklich (oder Rede ich mir das nur ein?) wie in unserer Wohnung jetzt, nur auf eine andere Art und Weise (zumindest der Garten wäre ja dann da #gruebel) Aber irgendwie stehe ich damit so ziemlich alleine da. Und so langsam bekomme ich auch Sorgen ob wir überhaupt mal ein Haus finden werden, bevor unser Kind wieder aus dem Haus ist#zitter. Und ob ich nicht doch irgendwie alles zu verbissen sehe?

      Die Stimmung ist so gedrückt hier. ich oft den Tränen nahe und darüber hinaus. Ich habe irgendwie das Gefühl, egal wie ich mich entscheide, absagen oder doch nehmen, ich oder wir nicht mehr wirklich glücklich werden.#heul

      Danke erstmal fürs (lange) Lesen.

      • (2) 14.02.18 - 13:30

        >> Ich habe nun mehrere Nächte drüber geschlafen und werde mit den Gegebenheiten des Hauses nicht richtig warm oder will man sagen glücklich? (Raumaufteilung nicht wirklich so schön, Ortsdurchgangsstraße, Kindergarten und Schule 70 Meter weiter, so dass man da bestimmt immer etwas, zumindest im Garten, bei offenem Fenster hören wird. <<

        Also: Raumaufteilung kann man in der Regel relativ einfach ändern, und man muss es ja vielleicht uach nciht sofort tun (wobei es einfacher ist, wenn man ncoh nciht eingezogen ist). Dann gilt hier: sobald man mal drin ist, ist es gleich ganz anders. Mir fällt das oft bei einem Tisch im Restaurant auf. Man bekommt einen Tisch zugewiesen und denkt im ersten Moment, dass man in der Ecke nicht so nett sitzt, aber sobald man dann am Tisch sitzt, ist es dann doch gemütlich.
        Schule und Kindergarten in der Nähe sind ein Asset. Der Lärm dort ist ja nur unter der Woche von ca. 7:30 bis 16:30 maximal, in der Regel ist man da doch selbst uach nicht zuhause. Aber für die Kinder ist es dann toll, wenn sie so kurze Schulwege haben.

        Dies wären für mich alles keine Gründe...

        (3) 14.02.18 - 14:44

        Hallo

        ich bin sehr oft umgezogen in meinem Leben.Es war immer eine spontan Entscheidung.Aber ich konnte mir halt sofort bei der der ersten Besichtigung vorstellen, ob ich mich zu Hause fühlen kann oder nicht.Liebe auf den ersten Blick sozusagen.

        Was mich stutzig macht, dass es dir in der jetzigen Wohnung auch so geht.
        Was hast du vor dem Einzug dort gefühlt ?

        Bei der letzten ein Jahr dauernden Suche, hätte mein Mann auch schon zwei mal zuvor gerne zugeschlagen.Ich konnte mir ein Hause dort jeweils nicht vorstellen und habe weiter gesucht.Als ich unser Haus zufällig per Anzeige fand, bin ich sofort ohne Termin hin und mir war schon von außen klar: das ist es.
        Auch der Rest der Familie war dann bei der Besichtigung begeistert und mein Mann froh auf mich gehört zu haben.
        Wenn du eine generelle Entscheidungsschwäche oder mangelnde Vorstellungskraft haben solltest, wäre es gut, das neue Haus noch mal im Geiste ein zu richten und öfter mal dort vorbei zu gehen.Vielleicht brauchst du einfach länger?
        Bei jedem !!! Haus ( es sei denn man baut selbst ) muss man Abstriche machen.Manchmal halt nur sehr kleine.
        Eine Ortsdurchgangsstraße wäre für mich z.B.auch ein Ausschlussgrund.

        Ich kann nicht beurteilen ob dein Partner dich generell nicht ernst nimmt, oder ob vielleicht ein anderes Problem hinter deinem "nicht zu Hause fühlen" steckt!?

        L.G.

        (4) 14.02.18 - 15:34

        ---Kindergarten und Schule 70 Meter weiter, so dass man da bestimmt immer etwas, zumindest im Garten, bei offenem Fenster hören wird. --

        Diese Zeit am Tag ist aber ziemlich begrenzt. Dafür hat ihr am Wochenende und wochenlang in den Ferien Ruhe.

      • (5) 14.02.18 - 17:08

        Also bei unserer Wohnung war es auch so mit dem Gefühl. Ich konnte mich nicht so richtig damit anfreunden. Als es Richtung Umzug ging, habe ich quasi Rotz und Wasser geheult,weil ich eigentlich gar nicht so richtig wollte und mir das wohnen dort nicht so vorstellen konnte, schon beim renovieren nicht#gruebel.

        Die Wohnung ist an und für sich ok und der Ort auch. Irgendwann hatte ich mich natürlich eingelebt, aber wie zu Hause fühle ich mich nicht. Hier ist es mehr das rundherum. Sehr hellhörig, Nachbarskinder spielen direkt unterm Fenster. Unser Fratz möchte draußen am liebsten mit den Spielsachen der Kinder der Eigentümer, die auf dem Hof stehen spielen und überall rumrennen. Und zu erklären, dass es nicht so geht, ist manchmal schwer. Pläusche mit den Vermietern eingeschlossen sobald man einen Fuß vor die Tür setzt. Die sind sehr nett, aber oft wünschte ich es mir ruhiger.

        Ich glaube ich bin einfach enttäuscht und unglücklich, weil ich etwas verpasse. Ich weiß das klingt blöd. Dies hat weniger mit Neid zu tun obwohl es mich schon traurig macht, wenn wir bei Freunden zu Besuch sind, die auf Ihrer Terrasse sitzen, in ihrem schön eingerichteten Häuschen und die Kinder im Garten munter vor sich hin spielen und man das Gefühl bekommt, die sind "zuhause". Und immer bekommt man zu hören, so ein Haus ist halt schon was anderes. Ja das weiß ich, ich bin erst in einer Mietwohnung und dann in einem Einfamilienhaus groß geworden und weiß, was die damit meinen.

        Ich glaube es hat etwas mit meinem Lebensumständen zu tun. Um genauer darauf einzugehen, wäre dies bestimmt etwas zu privat und ich weiß auch nicht ob vielleicht hier jemand unterwegs ist, der mich kennen könnte und daraus auf mich schließen kann. Sagen wir es mal so,ich weiß, wie es ist, wenn man mit voller Wucht aus dem Leben geworfen wird und dass dies immer wieder passieren kann. Wie es ist, etwas zu verlieren. Wenn man sein halbes Leben schon mit Arztbesuchen zu tun hatte und in Krankenhäusern war, während es bei allen anderen normal weiter geht und man quasi so vieles verpasst oder nicht genießen kann.

        Und ich glaube das beziehe ich auch auf unsere Wohnsituation.
        Ich hätte es auch gerne, dass wir in einem Haus wohnen, mein Kind in einem Haus aufwächst, mit einem großen Zimmer, in einer ruhigen Umgebung und einen Garten und bin irgendwie traurig darüber, dass evtl. verpassen zu müssen. Diese Erfahrung nicht machen zu können. Während andere im Sommer auf Ihrer Terrasse sitzen, Musik aus der Küche dringt und die Kiddies im Pool planschen, bleibt uns nur mal die Runde zum Spielplatz ohne Privatsphäre und wieder rein in die 4 Wände. Erinnerungen die ich mit meinem Fratz nicht haben werde.
        Vielleicht deshalb auch der Druck mit dem Hauskauf, denn die Zeit vergeht so schnell und ich denke mir manchmal, was wenn du dann irgendwann nie mehr die Möglichkeit hättest? Dein Kind dann schon in einem Alter wäre, wo es lieber nur noch mit seinen Freunden unterwegs ist, anstatt mit Mama und Papa zu Hause Zeit zu verbringen. Oder ich im schlimmsten Fall in ein paar Jahren nicht mehr da sein werde, ohne mir diesen Traum erfüllt zu haben?

        Vielleicht bleibt das aber nur alles Illusion, weil wir, mein LG und ich, da andere Ansichten haben, was ein eigenes Heim und Glück betrifft. Für ihn ist es doch mehr ein Zweck, ein wohnen, in einem Haus was alles hat und bezahlbar bleibt (dies ist mir ebenso wichtig).Ihn stören weder die Räume, noch die Straße, noch der KiGa/Schule. Ich kann nicht sagen, ob es mich dann tatsächlich so stören würde, wie ich denke. Aber im schlimmsten Fall wäre es halt nicht rückgängig zu machen.
        Vielleicht sollte ich dieses Thema einfach mal ruhen lassen, vielleicht wäre es besser für unsere Beziehung momentan.

        • Ich glaube, du willst zu sehr die Rama-Familie, das perfekte Werbeversprechen. Beim Lesen beschleicht mich das Gefühl, dass man dich nie zufrieden stellen oder gar glücklich machen wird. Du siehst eher die Dinge, die du nicht hast, als die, die du hast und das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite vom Zaun.

          Das ist zumindest mein subjektiver Eindruck.

          LG

        • Hallo,

          versuche dir doch selbst den Druck zu nehmen. Ich glaube gar nicht, dass Kinder so materiell denken.

          Meine allerbeste Freundin in meiner Jugend hatte noch zwi Geschwister - die Eltern ließen sich total übelst scheiden, der Vater zahlte nie einen Pfennig Unterhalt und die Familie zog notgedrungen wieder auf den Hof der Großeltern, der aber schon an den Onkel übergeben war. Im Winter teilte sie sich mit der Mutter ein Zimmer (Heizung), im Sommer lebte sie in der winzigen Knechtkammer über dem Stall und wir fanden es aber irgendwie cool, weil alle sehr nett waren, sehr aufeinander eingespielt und auf dem Hof eben die Kinder- und Erwachsenenwelt sich überschnitten (wir durften z.B. sehr früh Traktor fahren). Meine Freundin sagt heute auch, dass ihr erst im Erwachsenenleben klar wurde, welche Enge auf diesem Hof geherrscht hat, wie beengt v.a. die Mutter lebte (teilweise hatte sie nicht mal ein Bett, sondern schlief in der Stube) und mir wurde das auch später erst klar, als ich anfing, in standardisierten Kategorien zu denken.

          Ich versuche, nie meinen Kindern zu sagen "ich habe das für euch getan" oder so. Setz dich da nicht unter Druck. Wir haben auch nicht "voll" finanziert, also nicht das Limit rausgeholt und hatten ein paar wirklich tolle Jahre, wo wir sehr viel mit den Kindern unternommen haben. Ich glaube, das ist mehr wert, als wenn das Kinderzimmer 40qm groß war.

          GLG
          Miss Mary

      Ich bin ein totaler Fan davon, auf seinen Bauch zu hören und ihr kauft nun mal keine Tüte Bonbons, sondern ein Haus.
      Ich verstehe eher den Druck deines LG und seiner Familie nicht.
      Wir haben damals auch nichts gefunden und haben dann Hals über Kopf zugeschlagen, obwohl ich mir auch nicht sicher war. Es stellte sich dann raus, dass wir einem Betrüger zum Opfer gefallen sind, aber wir hatten einen guten Anwalt.
      Dann haben wir mal außerhalb der Stadt geguckt und haben dann 30 km weiter unser Traumhaus gefunden und wir beide waren uns auch zu 100 % sicher. Ich bereue es nicht und wir leben jetzt seit 14 Jahren in dem Haus.

      Hallo,

      ich denke, es gibt auch verschiedene Typen Mensch. Bei mir war es beim Hauskauf eher so, dass ich mich total schnell für ein Haus erwärmen konnte. Ich sah uns schon immer drin wohnen und die Vorteile ... und wurde dann auch ein paarmal echt enttäuscht. Eins hatten wir "fast" - da stellte der Sachverständige noch einen Riss an empfindlicher Stelle fest. Flupps ... war's aus.

      Es gab so ein paar Dinge, die kann ich gar nicht haben, z.B. einzelstehende Einfamilienhäuser, also wo es ein paar hundert Meter keine Nachbarn gibt. Das habe ich schnell gemerkt, Gott-sei-Dank hatte mein Mann dafür auch Verständnis.

      Ich denke auch, dass es bei gebrauchten Häusern selten die eierlegende Wollmilchsau gibt. Dass alles 100% passt, ist echt schwierig. Wir haben unser jetziges Haus gekauft, obwohl mir die Raumaufteilung nicht zusagte und mir jeder erzählte, man müsste damit leben, weil tragende Mauern kaum zu versetzen seien. Wir sind dann mit einem Innen-
      architekten durchgegangen (auf die Idee wäre ich erst gar nicht erst gekommen) und der sprudelte vor Ort nur vor irren Ideen ... da wäre ich in tausend kalten Wintern nicht draufgekommen. Flux wude ein Statiker gerufen und es war irre, was alles ging. Es wurde sogar der Hauseingang versetzt und so ein neues Zimmer geschaffen. Daher kann ich wirklich sagen, dass ich heute rundum zufrieden bin.

      "Unser" Haus wurde im Dorf mehrfach gebaut und wenn ich in der "alten" Version bin, denke ich immer "oh Gott". Das Geld für den Umbau hat sich wirklich gelohnt.

      Was die Straße angeht ... das ist glaube ich auch typabhängig, auch, ob man sich daran gewöhnt oder nicht. Ich habe im Studium mal in einer Kellerwohnung gewohnt - an einer Hauptstraße, dahinter ging das Bahngleis entlang und die ersten paar Tage dachte ich "ich muss hier raus" ... Sehr schnell habe ich das alles überhört.

      Die Nähe zur Schule finde ich -wenn man Kinder hat- eher super ... Ich finde es eh niedlich, wie die morgens mit ihren großen Schulränzen durch die Gegend tappen.

      Von daher würde ich mir Zeit geben und einen Architekten zu Rate ziehen.
      GLG
      Miss Mary

      (10) 15.02.18 - 09:31

      Hi,

      es ist leider ziemlich schwer, ein schon gebautes Haus zu finden, dass allen Anforderungen entspricht.
      Lage, Preis, Raumaufteilung, Größe, Zustand...

      Wir wohnen in unserem "Traumhaus". Wir haben Jahre gespart und wussten, es wird dieses Haus, hatten auch schon mit den Besitzern bzw. deren Erben gesprochen, daher wussten wir, dass es definitiv verkauft wird und dass wir es bekommen, wenn wir uns preislich einig werden.
      Ich hab das Haus nie von innen gesehen, abr man kann so viel ändern und machen. Daher hatte ich keine Bedenken.

      Im Endeffekt ist das Haus nicht perfekt, abr wir haben es zu 90% perfekt gemacht.

      Wir haben einen großen Garten, sobald die alte Garage abgerissen ist, können wir mit dem Auto auch drinnen parken.
      Es ist genug Platz für uns und bald 2 Kinder.
      Und es ist direkt neben dem Haus der Schwiegereltern, der Grund warum wir es wollten 😁.

      Ich hab mir immer ein großes Bad gewünscht, mit freistehender Badewanne. Unser Bad jetzt ist 1,63 breit und 7 m lang, also ein ziemlicher Schlauch. Aber wir haben es schön hinbekommen, dank Beratung im Fachgeschäft und Fliesenleger.

      Ich wollte keine offene Küche, jetzt hab ich eine, weil es so einfach schön hell ist und im EG so nur ein Raum ist und alles offen. Es gefällt mir sehr gut, hätte ich selbst nicht gedacht.

      Im OG ist unser Problem. Wir haben 3 Schlafzimmer. 1 für uns, schön groß und 2 gleich große Kinderzimmer. In das hintere Kinderzimmer kommt man aber nur über das vordere, das ist also ein Durchgangszimmer. Wird später mal doof, wenn jeder ein eigenes will. Jetzt geht es erst Mal noch und es wird sich eine Lösung finden. Im Notfall muss einer unters Dach 😉.

      Wir hatten aber den "Vorteil" das wir kernsanieren mussten und wir haben fast alles selbst gemacht. Ich denke, da hat man doch mehr das Gefühl, dass man sich ein eigenes Heim schafft.

      Ich fühle mich hier sehr wohl und für mich überwiegen die Vorteile bei weitem.

      In der Nähe von Schule und Kiga wäre perfekt. Ein kurzer Schulweg ist toll. Durchgangsstraße würde mich nicht stören, bin an einer Hauptverkehrsstraße aufgewachsen 😊 Man gewöhnt sich dran.

      Mach dir doch Mal eine Liste was dir an dem Haus gefällt und was nicht und dann kannst du mal überlegen, was könnte man an den negativ Punkten ändern. Was stört dich wirklich daran.
      Oder ist es einfach nur Angst vor den vollendeten Tatsachen? Das es finanziell dann belastet, oder die Erwartung: So da steht jetzt unser Haus und ich muss glücklich sein.

      Das kam bei mir erst während der Renovierung, und jetzt ist es eingerichtet und alles gestrichen und JETZT ist es mein zu Hause.

      Manche brauchen dafür länger. Ich scheue neue Situationen auch immer etwas und wir haben alles 3x durchgerechnet und kalkuliert ob es auch mit einem Verdienst reicht. Aber es hat sich gelohnt.

      (11) 15.02.18 - 12:06

      Hast Du Dich mal mit Deinen "angekommenen" Freunden darüber unterhalten, wie traumhaft das Traumhaus anfangs war? Und haben die selbst gebaut, oder auch gebrauchte Immobilien gekauft?

      Wenn alles nix nützt, dann seht Euch nach einem Baugrundstück um. Allerdings bedenkt: "Das erste Haus baut man für seinen Feind, das zweite für einen Freund, und das dritte für sich selbst."

      (12) 15.02.18 - 12:16

      In meinem Umfeld ist in den letzten Jahren das Thema Eigenheim auch überall Thema. Ich beobachte dabei, dass es zwei Typen Mensch gibt - diejenigen, die sich schnell entscheiden, sich schnell mit einem Haus anfreunden können, relativ flexibel sind und bei denen der Hauskauf dann schnell über die Bühne geht und diejeinigen, die sehr lange suchen, sehr viele Häuser anschauen und von keinem wirklich überzeugt sind.

      Mein Mann und ich haben uns sehr schnell entschieden. Von dem Tag, an dem wir überlegt haben, dass wir gern ein Haus kaufen würden bis zum Notartermin sind 4 Monate vergangen. Unser Haus ist weit entfernt von perfekt. Es ist 100 Jahre alt, es muss noch viel getan werden, der Garten ist klein und der Stadtteil war nicht unser Wunschstadtteil. Aus irgendeinem Grund konnten wir trotzdem beide sofort "ja" zu dem Haus sagen und bereuen es bis heute nicht. Es war ein Bauchgefühl, wir konnten uns sofort zu Hause fühlen. Wir mussten einige kleine Umbauten vornehmen. Das ist in den meisten Häusern möglich, wenn einem die Aufteilung z. B. nicht gefällt.

      Wenn das Bauchgefühl bei dir nicht passt, ist es schwierig. Man muss sich schon wohl fühlen mit dem Haus, das man kauft. Aber es wird schwierig sein, das perfekte Haus zu finden. In meinem Freundeskreis sind zwei Familien, die schier verzweifeln an der Haussuche. Sie haben absolut feste Vorstellungen davon, wie das Haus sein muss, wie das Umfeld sein muss. Beide haben sich nun nach mehreren Jahren Suche damit abgefunden, dass sie kein Haus finden werden, sind unglücklich darüber und trauern Häusern nach, die ihnen beim damaligen Besichtigen nicht perfekt erschienen.

      Ich weiß nicht, ob dir mein Text irgendeine Hilfe ist. Wenn das Bauchgefühl nicht passt, ist es blöd. Versuch einfach, dich von allzuvielen konkreten Vorstellungen freizumachen und lass die Häuser, die ihr euch anschaut, einfach auf dich wirken. Dieses konkrete Haus würde ich jetzt wohl absagen, dein Gefühl ist zu schlecht.

      (13) 15.02.18 - 12:51

      Also finanziell würde es passen. Wir könnten sogar trotz Finanzierung noch sehr gut leben und würden uns auch mal was leisten können, da die monatliche Belastung ohne weiteres machbar wäre, im Vergleich zu z.B. einem Neubau, wo man dann wirklich jeden Euro umdrehen müsste und ja nicht beide Autos aufeinmal kaputt gehen dürften z.b.

      Die Straße stört mich weniger mit der Tatsache, dass da mal mehr Verkehr ist, das Haus steht leicht eingerückt und durch den Flachbau gehen die meisten Zimmer hinten raus. Wir hätten nur gerne wieder Haustiere (Katzen), die sich auch draußen aufhalten sollen und da bekomme ich bei einer Hauptstraße Bauchschmerzen.

      Von der Fläche wäre das Haus groß ca. 140 qm, aber halt die blöde Raumaufteilung und Durchgangszimmer. Man hätte auch nur 2 Schlafzimmer. Man müsste dann irgendwie noch ein weiteres Zimmer machen können, falls noch ein Geschwisterchen mal kommen sollte, oder das Elternschlafzimmer in das Zimmer, welches sich hinter der Küche befindet und als Essbereich genutzt wurde. Würde aber heißen, die Kinderzimmer wären am Ende des Hauses, man müsste durch Küche, Wohnzimmer, dann nochmal einen Gang zu den Zimmern.

      Ich denke mal ein kompletter Umbau mit allen Wänden raus, Küche Bad etc.umverlagern etc. käme bestimmt geldmäßig glatt einen Neubau gleich, falls dies statisch überhaupt ginge. Zumal wir auch zeitmäßig wenig selbst in Eigenleistung machen könnten.

      KiGa und Schule so nah wäre organisatorisch natürlich toll. Ich weiß nur nicht, ob mich der Geräuschpegel, wenn man dann mal Ruhe braucht und bei geöffnetem Fenster sich hinlegen möchte oder mal gemütlich im Garten sitzen möchte, dann stören würde. Dort gibt es eine Ganztagsbetreuung noch bis in den späten Nachmittag.

      Mein Bauchgefühl sagt irgendwie mehr nein als ja, obwohl mein Verstand sagt, wer weiß, ob wir überhaupt nochmal was finden, würde mich dann aber vielleicht auch ärgern, später mal ein Haus ausgeschrieben zu sehen, wo man dann denkt, och manno, das wäre es doch gewesen (ob man es dann auch bekommen hätte mal dahingestellt, wir suchen ja schon länger und es ist manchmal unglaublich, sobald es ein einigermaßen gutes Haus zu kaufen gibt, wie sich die Leute darauf stürzen, als gäbe es kein morgen mehr)

      Ein Haus muss nicht bei der Besichtigung einwandfrei und tip top sein - dann wirst du nie etwas finden. Man braucht manchmal einfach ein bisschen Vorstellungskraft...

      Bei der Ortsdurchgangsstraße käme es mir darauf an, wie viel Verkehr tatsächlich in dem Ort ist. Die Nähe zu schule und Kindergarten finde ich perfekt und mich würde ein bisschen Kinderlärm in den Pausen nicht stören. Zumal man irgendwann ja vielleicht auch mal auf der Arbeit ist. Raumaufteilung kann man ändern, es muss ja auch nicht alles sofort gemacht werden...

      Ich denke schon, dass du - nach deinen Beschreibungen - zu viele Ansprüche stellst und erwartest, dass ein Haus bitte schön genauso sein muss, wie du es gerne haben möchtest. Da sei dir gesagt, Freunde von uns haben gebaut und ALLE sagen, dass sie inzwischen Dinge anders gemacht hätten, wenn sie damals dies und jenes gewusst hätten. Selbst wenn man baut, ist also nicht immer alles so, wie man es gerne hätte und langfristig gut finden würde.

      Also ich finde schon, dass man es fühlen können muss irgendwo zu wohnen.

      Ich selber finde KIGA oder Schule in der Nähe überhaupt nicht schlimm.
      Wir haben uns letztens selber auch ein Haus angeschaut und da gefiel uns die Raumaufteilung auch nicht und für Wände versetzen etc. fehlt uns know how und vortsellungskraft.

      Aktuell leben wir in unserer 3. gemeinsamen Wohnung die wir gekauft haben.
      Ich bin voller Zweifel ind diese Wohnung vor einigen Jahren gezogen.

      Dennoch ging es dann nach dem Einzug dann recht schnell, dass ich mich super wohl gefühlt habe.
      Kompromisse musste ich genug eingehen. Besonders mit der Lage ( Stadt auf Land) .

      Uns war aber beiden klar, dass wir uns nicht ein lebenslang an eine Immobilie binden nur weil sie gekauft ist. Nun ändert sich unsere Lebenssituation und das erste Kind kommt.

      Also wird wieder gesucht.

      Vielleicht löst du dich davon DIE perfekte Immobilie zu finden. Die gibt es nicht.
      Sei bereit Kompromisse einzugehen.

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