Thema Auto - wie wichtig ist es euch? 🚘

Guten Morgen,

gestern hatten wir Freunde zu Besuch und aus dem Thema Auto ist doch irgendwie eine hitzige Diskussion entstanden.

Daher frage ich einfach mal hier in die Runde:

wie wichtig ist euch ein Auto???
Ist es nur Mittel zum Zweck, um von A nach B zu kommen? Zur Arbeit, Kinder in den Kindergarten und in die Schule bringen, zum Einkaufen etc...

Oder ist es doch ein gewisses Statussymbol?
Viele trĂ€umen ja von einem schönen Wagen... aber sind dann die, die es tun oder gar einen netten Wagen besitzen, gleich konsumgeil? Was ist mit denen, die zwei Autos oder mehr vor der TĂŒre haben?

Und natĂŒrlich auch in Anbetracht der aktuellen Themen wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Minimalismus. WĂ€rt ihr bereit, auf euer Auto komplett zu verzichten? Bzw. wĂ€re es ĂŒberhaupt möglich?
Wird ein Auto einfach so lange gefahren, bis es Schrott ist? Nur gebraucht gekauft?

Ich bin ehrlich, komplett auf ein Auto verzichten möchten und könnten wir nicht. Alles was ich zu Fuß oder anderweitig erledigen kann, mach ich ohne Auto. Wir wohnen hier in einer Kleinstadt mit einem soliden öffentlichem Nahverkehr, wĂŒrde ich aber zum Beispiel im benachbarten Dorf arbeiten, hĂ€tte ich ohne Auto keine Chance dort hinzukommen. Mein Mann könnte ohne Auto nicht arbeiten. Erst recht mit Kind ist es fĂŒr uns undenkbar ohne Auto.

Wie ist das bei euch so?
Was habt ihr fĂŒr eine Meinung zu dem Thema?

Bin mal gespannt auf eure Antworten... â˜ș

Hallo,
fĂŒr uns ist das Auto irgendwas zwischen Mittel zum Zweck und Statussymbol, so genau kann ich das gar nicht eingrenzen.
Wir wohnen am Kölner Stadtrand, theoretisch könnten wir alles mit den Öffis erreichen/erledigen.
Wir fahren als 4köpfige Familie einen Touran, also wohl eher kein Statusobjekt, und versuchen viel zu Fuß zu erledigen.
Ganz ohne Auto könnte und wollte ich allerdings aus verschiedenen GrĂŒnden nicht. Ich bin in einem Ort mit schlechtem Nahverkehr aufgewachsen und mir gibt ein Auto bis heute das GefĂŒhl von Freiheit.
Ich plĂ€diere als Familie daher fĂŒr eine eingeschrĂ€nkte, vor allem aber ĂŒberlegte Autonutzung. Ich finde es immer erschreckend wie viele Leute mit dem Auto jede Kurzstrecke zurĂŒcklegen, obwohl man auch zu Fuß gehen könnte.

LG Joan

Ich bin da pragmatisch.
Hatte immer gebrauchte Kleinwagen, mein letztes Auto war 15 Jahre alt, als ich es verkauft habe.
Selbst das hat mich durch Sprit, Versicherung, Steuer, Inspektionen und Reparaturen und den stetigen Wertverlust jeden Monat 300 Euro gekostet.
Jetzt lebe ich in einer Großstadt, und arbeite auch hier, erreiche die Arbeit mit der Straßenbahn.
Das Ticket zahlt mein AG.
Mein Sohn fÀhrt auch mit der Bahn zur Schule, zu Hobbies, Sport, Freunden.
Dadurch spare ich jedes Jahr ĂŒber 3000 Euro.
In meinem Umfeld ist niemand der ein Auto als Statussymbol sieht.
Eher als Kostenfaktor den man minimieren kann.

Huhu, interessanter Beitrag.

Wir haben als 4köpfige Familie zwie Autos. Ein Familienvan (Opel Zafira Tourer) und einen 1er BMW. Da wir beide Schicht arbeiten und jeweils 30 Minuten Fahrzeit zum AG haben, brauchen wir diese auch.
Besorgungen im Ort, Kita-Wege und auch sonstige Wege im Ort legen wir alles zu Fuß oder mit dem Rad zurĂŒck. Den Großeinkauf einmal in der Woche mache ich auf dem Nachhauseweg von der Arbeit.

Theoretisch könnten wir auch unsere Arbeitswege mit den Öffis zurĂŒck legen, aber wenn dann irgendwas mit den Kindern wĂ€re, wĂ€ren wir mindestens erstmal eine Stunde unterwegs und das ist keine Lösung fĂŒr uns.

Als Statussymbol sehe ich unsere Autos nicht. Sie sind Mittel zum Zweck. Den Van haben wir gebraucht gekauft, den BMW neu. Allerdings ohne grĂ¶ĂŸeren Schnickschnack. Hauptsache die Autos fahren 😂

Darauf verzichten wollen wĂŒrde und könnte ich nicht, zumal unser Sohn auch zweimal die Woche Training außerorts hat.

Ich hatte gerade schon geantwortet, aber irgendwie ist meine Antwort verschwunden đŸ€”
Ich wĂŒrde persönlich nicht gerne auf ein Auto verzichten, vorallem nicht mit Kind. Da geht es mir vorallem um die UnabhĂ€ngigkeit. Busse fahren hier ab 20 Uhr nicht mehr und am Wochenende nur jede Stunde. Auch Einkaufen stelle ich mir so komplizierter vor, mit Kleinkind und TĂŒten im Bus. Generell fahre ich so wenig wie möglich, aber ganz drauf verzichten will und kann ich nicht.
Zur Kita kommt man auch nur mit dem Auto. Wenn ich bald wieder aus der Elternzeit komme, ist ein Auto auch unverzichtbar, da ich die kleine zuerst in die Kita bringen muss und dann noch eine 3/4H zur Arbeit benötige. Mein Mann allerdings fÀhrt mit dem Bus, der hÀlt nÀmlich direkt vor seiner Arbeit und deswegen sehen wir keinen Grund, 2 Autos zu haben.
Aber ich kann genauso Paare verstehen, die wegen unterschiedlicher Arbeitsstellen 2 Autos benötigen. Generell finde ich, der öffentliche Verkehr mĂŒsste ansprechender gemacht werden. FĂŒr eine Reise in die nĂ€chste grĂ¶ĂŸere Stadt mĂŒssten mein Mann und ich mal eben 22 Euro zahlen... Das ist bei meinem kleinen Auto schon fast ne Tank FĂŒllung. Mit dem Auto benötigen wir 35min, mit den Öffentlichen gut 1.5H Stunden. FĂŒr uns ist das Auto kein Status Symbol, mir ist Marke und Aussehen komplett egal. Es muss fahren und ne Heizung haben, das wars. Und da hört es mit Komfort bei meinem Auto auch schon auf 😂 14 Jahre alt, 4ter Besitzer, komplett zermackt und zerdellt. Aber es erfĂŒllt seinen Zweck. Und wird, genauso wie mein Auto davor, bis zum Schrottplatz gefahren. Obwohl ich liebend gerne ein grĂ¶ĂŸeres Auto hĂ€tte, wo zumindest der Buggy reinpasst.
Meine Eltern z. B haben sich einen brandneuen SUV gegönnt. Mit komplettem SchnickSchnack. Sind zu 2, wohnen in der Innenstadt und unternehmen so gut wie nix. Fahren aber sogar zum Altpapier Container. Also kein Geo Caching im Wald oder so 😂 in meinen Augen also eher unnötig und aus umweltsicht absolut daneben, aber jedem das seine. Ich hab aufgegeben, dazu was zu sagen. Wie sagt man so schön? Jeder kehre vor seiner eigenen TĂŒr und die Welt ist sauber.

Mein Text war auch auf einmal weg #kratz. Muss es wohl auch noch einmal versuchen...

Unverzichtbar und reines Mittel zum Zweck.

Hallo!

Ein Statussymbol ist das Auto fĂŒr mich sicher nicht - mein Auto hat 11 Jahre auf dem Buckel, das meines Mannes auch schon 8. Zumindest mein Auto wird gefahren, bis es sich nicht mehr rentiert (sprich die Reparaturen zu hĂ€ufig und zu kostspielig werden).

Auf das Auto zu verzichten, ist fĂŒr mich derzeit allerdings undenkbar. Zwar sind sowohl die Arbeitsstellen meines Mannes als auch meine Arbeitsstelle mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Allerdings wĂ€re ich dann abends erst nach 19:00 zuhause und mĂŒsste schon um 7:00 das Haus verlassen. In Anbetracht der Zeit, die dann noch fĂŒr die Kinder bleibt, ist mir die Zeit einfach zu kostbar um stundenlang im Bus zu sitzen bzw. auch auf den Bus zu warten.
Davon abgesehen komm ich mit dem Bus ins Stadtzentrum und wieder zurĂŒck. Wenn ich aber in einen Nachbarstadtteil muss, sind die Verbindungen einfach zu schlecht. Statt 5 bzw. 10 Minuten mit dem Auto zu fahren, bin ich mit dem Bus 60 bzw. bis zu 90 Minuten unterwegs (einfach Strecke - LĂ€nge der direkten Strecke 4,5 bzw. 6km). Wenn meine Tochter zum Gitarrenunterricht mit dem Bus fahren mĂŒsste (wir wollten es letzte Woche testen, weil keiner zum Fahren da war), wĂ€re sie insgesamt gute 3 Stunden unterwegs - der Unterricht dauert 30 Minuten. Das steht m.E. in keinem VerhĂ€ltnis.
Auch einkaufen ist bei uns ohne Auto undenkbar. Bei uns im Ort gibt es keinerlei Einkaufsmöglichkeiten, lediglich ein Bauernhof in 2km Entfernung bietet eine Direktvermarktung eigener Produkte. aber da bekommt man noch nicht einmal alle Grundnahrungsmittel. Der Supermarkt im Nachbardorf ist zwar mit dem Bus gut erreichbar, allerdings hat auch der nur ein stark eingeschrÀnktes Sortiment. Alle anderen SupermÀrkte sind ohne Auto kaum zu erreichen.

Und das letzte, was in meinen Augen das Auto unverzichtbar macht, ist die Tatsache, dass wir im Notfall nicht schnell genug reagieren könnten. Kind wird in der Schule krank oder verletzt sich - ich komme, brauche aber ne Stunde, weil der nĂ€chste Bus erst... Ein Kind muss dringend zum Arzt - auch hier wird es ohne Auto schwierig. Es ist ja schon immer schwer genug, den Damen beim Arzt zu erklĂ€ren, dass "sofort kommen" bei uns in 20 Minuten (ohne Parkplatzsuche) bedeutet. Wenn ich erst ein Taxi rufen mĂŒsste, wĂŒrde sich die Zeit vermutlich verdoppeln.

Um das Ganze also zusammenzufassen: Ohne Auto funktioniert es bei uns zur Zeit definitiv noch nicht. Erst wenn es eine Art Ringverbindung zwischen den einzelnen umliegenden Dörfern zusĂ€tzlich zum sternförmigen Busliniennetz gibt, könnte man darĂŒber nachdenken.

LG

FĂŒr uns ist es Mittel zum Zweck. Aber mit vielen Eigenschaften, die uns fĂŒr die Fahrssicherheit wichtig sind, die sich auch nicht jeder leisten will.

Neben dem sog. „Arschgrill“ (Sitzheizung), was ich aufgrund meiner immer wieder sehr heftigen RĂŒckenschmerzen besonders im Winter brauche, haben wir z.B. ein Head-up-Display, Fernlichtautomatik und abgedunkelte Scheiben hinten (weg Blendschutz der Kinder).

Nach außen mag es wie ein Statussymbol aussehen, aber wenn mal ein Kratzer rein kommt, ist uns das schnuppe. Hauptsache es rostet nicht 😅

Mittel zum Zweck. Ganz klar. Wir hatten viele Jahre kein Auto, weil es in der Großstadt nicht nötig war. Inzwischen leben wir in der Kleinstadt und hatten auch hier einige Monate kein Auto, trotz Baby und Kleinkind und ĂŒber einem Km Weg zum Kindergarten. Nun arbeite ich aber wieder und ich bin einfach viel flexibler mit Auto, da ich sonst jetzt wieder auf den öpnv angewiesen wĂ€re. Ist aber ein altes Auto und wird wirklich eher wenig genutzt.

Alle meine Autos in meinem Leben hatten Familienanschluss und wurden liebevoll behandelt:-D, nicht mit der ZahnbĂŒrste geputzt, das ganz sicher nicht, aber sobald technisch etwas war, wurde es sofort "behandelt";-) Ich hatte auch schon Jahre ohne Auto, in denen ich alles zu Fuß einkaufte - mit zwei kleinen Kindern....mĂŒhsamer geht nicht. Ein Bus fuhr nicht dahin, wo ich ihn gebraucht hĂ€tte. Als ich dann wieder ein Auto hatte, wĂŒrdigte ich es umso mehr.
Statussymbol war ein Auto ganz sicher nie, sowas brauche ich grundsÀtzlich nicht. Hatte etliche Gebrauchte und zwei Neuwagen, die ich aber bis zum Gehtnichtmehr fahre. Mein schöner bequemer Toyota Kombi wird am 02.02.2020 stolze 18 Jahre alt - und ist noch rundum fit, obwohl er sehr beschÀftigte erste Jahre hatte - mit Gewerbe und Wohnwagen.
Nein, auf mein Auto verzichte ich ganz sicher so lange nicht, wie ich noch fahrtauglich bin. Ich habe schon auf soviel verzichtet in meinem Leben, mein Auto ist UnabhÀngigkeit und auch Bequemlichkeit. Wenn die Arthrose ihre bösen Tage hat, bin ich auch sehr froh drum. Als mein Mann jahrelang krank war, wÀre das alles ohne Auto garnicht machbar gewesen. Auch beruflich brauchte ich es die meisten Jahre.
Zudem hat meine Tochterfamilie kein Auto, sie nutzen das Omataxi, natĂŒrlich auch mit Gegenleistung - eine win-win- Situation ;-)
LG Moni