Blöde Situation auf der Autobahn

Einen wunderschönen guten Morgen!

Heute hatte ich eine ungünstige Situation auf der Autobahn und wollte wissen, wie man da richtig reagiert.

Ich muss jeden Morgen von einer Autobahn auf eine andere wechseln. Der Spurwechsel findet hinter einer scharfen Kurve statt, in der nur 60 km/h erlaubt sind. Auf der Autobahn, auf die ich wechseln möchte, sind 80 km/h erlaubt. Der Beschleunigungsstreifen ist kurz und endet in der Leitplanke, nicht in einem Standstreifen.

Was mach ich, wenn mich keiner auf die Autobahn auffahren lässt? Heute hat mich ein LKW angehupt, weil ich mich vor ihn gequetscht habe, aber die Leitplanke kam immer näher, der vor mir bremste und hinter mir war auch noch einer.

Ich kann schlecht stehen bleiben, da von hinten immer Autos nachkommen und ausm Stand auf 80 km/h beschleunigen dauert.

Was soll man in so einer Situation tun?

Anhalten musst du! Natürlich!!!

Den Rest, den ich denke, schreibe ich jetzt nicht....

An dieser Stelle ist öfter Stau und ich fahre immer vorsichtig.

Als ich mal stehen geblieben bin, hat der hinter mir gehupt und wäre mir fast aufgefahren :( Das war auch gefährlich.

Einmal stand ich auch und kam 15 Minuten nicht weiter, da mich keiner auffahren ließ und die von hinten natürlich alle überholten.

Dann ist der hinter dir aber schuld, wenn er nicht bremst!

Ja, manchmal ist halt viel los im Berufsverkehr und man muss warten oder fährt eine andere Streche.

weiteren Kommentar laden

...hätte auch ganz anders ausgehen können !
Wenn du schon auf die neue Autobahn auffährst, dann müsstest du schon sehen was da los ist und dementsprechend deine Geschwindigkeit anpassen .
Mal angenommen da wäre Stau...da würdest du auch nicht die vollen 60/80 km/h ausnutzen . Ist ja eigentlich logisch ,dass du nur das fahren kannst was die Verkehrssituation erlaubt. Beschleunigungsstreifen heißt nicht immer beschleunigen und Vorallem nicht wenn es voll ist und du keine Möglichkeit hast drauf zu fahren .

Ich bin gefühlt die einzige, die vor der Kurve wirklich auf 60 km/h runterbremst, meist klebt mir dann schon einer am Kofferraum.

Ich musste tatsächlich mal genau in der Kurve anhalten, weil es sich staute und kam problemlos zum Stehen. Der hinter mir leider nicht, der zog rechts mit quietschenden Reifen an mir vorbei.

Deswegen hab ich Angst, auf der Autobahn anzuhalten.

muss nicht unbedingt dein fehler sein.
ich habe selbst die erfahrung gemacht, dass viele leute defensive Fahrer als nervig empfinden.
und nur weil jemand hupt heißt es ja nicht, dass er im recht ist. Der hat halt ne Hupe.

Die deutsche Autobahn: Deutschlands größte offene Anstalt.

Besorg dir ne Dash-cam, wenn du so ne haarige Strecke hast.

weitere 16 Kommentare laden

Ich zitiere mal (aus https://verkehrslexikon.de/Module/BABEinfahren.php):

"Nach § 18 Abs. 3 StVO hat auf Autobahnen und Kraftfahrtstraßen der Verkehr auf der durchgehenden Fahrbahn Vorfahrt. Auf die Beachtung dieser Regelung darf der Benutzer der durchgehenden Fahrbahn auch vertrauen. Der einfahrende Verkehr ist wartepflichtig und darf nur so einfahren, dass er den durchfahrenden Verkehr nicht gefährdet oder behindert. Alle Einfahrenden müssen sich mit äußerster Sorgfalt eingliedern (OLG Köln, Urteil vom 24.10.2005, Aktenzeichen 16 U 24/05). Gegen den Einfahrenden spricht bei einem Unfall der Anscheinsbeweis."

Ich denke, das sagt alles.

Stehenbleiben sollte aber immer die letzte Konsequenz sein, denn ein Einfahren aus dem Stand heraus ist und bleibt ein gefährliches Manöver. Am besten drosselst du die Geschwindigkeit so weit, dass du genug Zeit zum Prüfen der Fahrbahn hast. Dann entweder Gasgeben oder wirklich stehenbleiben.

Oder: Streckenwechsel.

Was ggf. noch für dich sprechen könnte:

"OLG München v. 09.10.2009:
Der auf der rechten Fahrspur fahrende Bevorrechtigte darf und soll auch die rechte Spur durch Wechseln auf die Überholspur freimachen, er ist aber hierzu nicht verpflichtet. Der Einfahrende darf auf eine solche Fahrweise aber nicht vertrauen, auch nicht, wenn der Bevorrechtigte den linken Blinker gesetzt hat. Gegen den Einfahrenden spricht der Beweis des ersten Anscheins. Fahrt der Bevorrechtigte mit überhöhter Geschwindigkeit reaktionslos auf den Einfahren auf, ist Haftungsverteilung von 1/3 zu 2/3 zu Lasten des Vorfahrtberechtigten angemessen."

Eigentlich musst Du warten,klar.
Aber in der Situation ist es echt blöd da ich deine Angst verstehen,es könnte dir einer reinfahren!
Die meisten die dir auch hier Dir die Regeln unter die Nase reiben,halten sich selber nicht an Geschwindigkeiten.
Klar ist der schuldig der Dir reinfährt ,aber wer will das schon.
Noch gutes Fahren,die perfekte Lösung gibt es hier glaube ich nicht.

Woher willst du wissen, dass ich mich nicht an Verkehrsregeln und -geschwindigkeiten halte? Das ist echt eine Unverschämtheit.

Schade, dass es bei uns keine regelmäßigen Verlängerungen der Führerscheine mit Fahrprüfungen gibt, allein schon die Frage der TE finde ich krass und frage mich, wo sie ihren Führerschein her hat.

Man muss doch als Autofahrer die Vorfahrtsregeln kennen #schock.

Kein Wunder, dass so viel passiert!

Ich hatte schon einen Unfall auf der Autobahn, wo ich einscheren musste, da zwei Fahrbahnen zu einer wurden.

Niemand ließ mich rein, also hab ich gebremst, fast bis zum Stillstand, da nun der Standstreifen begann.

Natürlich ist mein Hintermann mir reingefahren und hat rum gebrüllt, warum ich denn auf der Autobahn halte.

Hab zwar Recht bekommen, mein Auto war trotzdem Schrott (Achsenbruch).

Halten natürlich, was denn sonst.

Einen LKW ausbremsen ist echt gefährlich, das muss nicht unbedingt gutgehen. Und selbst wenn der LKW bremst, kann ihm doch erst recht jemand auffahren, hinter einem LKW sieht man doch nichts.

Wir haben eine ähnliche Situation. Natürlich versucht man da einzufädeln, meist nehmen die anderen Autofahrer da auch Rücksicht. Wenn das aber mal nicht so ist, dann bleibt man stehen, natürlich nicht ganz vorne an der Leitplanke, sondern so, dass man noch anfahren und etwas beschleunigen kann.

Hier nimmt leider niemand Rücksicht. Und niemand fährt tatsächlich die 80 km/h, außer Auswärtige vielleicht.

Durchschnitt ist so 120 km/h.

Im Radio kam mal, dass jemand genau an der Stelle die Polizei gerufen hat, weil er eben dort stand und niemand ihn auffahren ließ und er irgendwann panisch wurde. Davor hab ich Angst.

Ja, manchmal braucht man einfach Geduld, irgendwann kommt die Lücke.

Stehenbleiben ist bestimmt auch nicht optimal, aber immer noch deutlich sicherer als einfach irgendwo auf gut Glück reindrängen.

Hi!

Ich bin schon länger nicht mehr Auto gefahren, kenne aber solche Situationen von früher und als Beifahrer.

Mein Fahrlehrer hat mich damals immer wieder dazu angehalten, schon vor den Auffahrten auf die von rechts kommenden Autos zu achten und mich darauf einzustellen, sie im Reißverschlussverfahren Rauf fahren zu lassen oder auf die rechte Spur auszuweichen.

Mein Vater war bei der Dekra und Sachverständiger in Unfallfragen und sieht es genauso. Den entprechenden Text aus der StVO(?) hat Dir ja schon jemand kopiert.

Vorausschauend fahren heißt das Zauberwort - und sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Die gibt es ja nicht aus Spaß, auch wenn 90% der Autofahrer das anscheinend glauben.

Und in der von Dir beschriebenen Situation würde es ja schon viel helfen, wenn sich alle an die vorgeschrieben Geschwindigkeitsgrenzen halten würden - und nicht nur an sich denken, sondern auch an die anderen Verkehrsteilnehmer und deren Fahrweg und ihr Fahrverhalten der Gesamtsituation anpassen.

Für mich ist beides gleich schxxx: Anhalten oder sich auf Krampf einfädeln, wobei ich wohl eher noch anhalten würde.

Ich würde eher mit Öffentlichen fahren oder einen Umweg in Kauf nehmen als mich jeden Tag so einer Situation auszusetzen.

Sorry! Ich sehe den Fehler nicht bei Dir sondern bei den Planern der Autobahn und dem Fahrverhalten der anderen Verkehrsteilnehmer.

Schon mein Vater hat mir 1973 eingeschärft, als ich den Führerschein machte "fahr so, als ob außer Dir nur Deppen unterwegs wären" - damit bin ich bis heute gut gefahren - unfallfrei, obwohl ich wirklich ein paarmal um die Welt fuhr - km-technisch gesehen.
NIEMALS würde ich mich vor einen LKW quetschen. Wenn ich in eine AB-Auffahrt nicht reinkomme, weil mich keiner lässt, dann halte ich notfalls an und bleibe "kavaliersstartbereit" - wenn Du das kannst. Wenn nicht, üben.
Wenn Dir einer reinfährt, ist vielleicht der andere mit schuld, aber davon kannst Du Dir bei einem Crash auch nichts kaufen.
Wenn Du täglich unsicher bist und ins Schwitzen kommst, dann lieber eine andere Route fahren.
LG Moni

Weil Dir jemand hinten auf fahren könnte, legst Du Dich mit nem Brummi an?

Wenn der trifft, bleibt im ungünstigsten Fall gar nichts übrig! Was soll eigentlich der sagen, der in den LKW kracht, den Du zum akuten bremsen gezwungen hast?

Die neuen Modelle haben so einen Abstandshalter, der automatisch bremst, wenn etwas vor dem LKW erscheint. Wenn er einen hatte, wird er sich herzlich bei Dir bedankt haben...

Fahr eine andere Strecke oder frag mal in einer Fahrschule, ob jemand mit Dir diese Stelle üben kann.

Die Situation rechtzeitig erkennen, nicht Zuviel Gas geben und direkt hinter dem LKW auffahren. Andererseits verstehe ich das Gehupe nicht. Jeder mit etwas Erfahrung weiß, was kommt, wenn jemand langsam ans Ende des Beschleunigungsstreifens kommt. Auf durchgehenden Spur ist man im Recht, dennoch kann man leicht eine brenzlige Situation vermeiden und die Leute rein lassen.