Giftige Kartoffeln?????

    • (1) 25.10.06 - 12:59

      Hallo,

      wie handhabt Ihr das mit den Kartoffeln, wenn die an manchen Stellen schon anfangen zu sprießen??
      Bis gestern habe ich das immer großzügig weggeschnitten und dann wurden die noch gegessen....
      Jetzt hörte ich, dass die Kartoffeln giftige Substanzen enthalten, sobald die anfangen zu sprießen und man sollte die dann wegschmeißen#schock#kratz#schock

      Hurra, wir leben noch#gruebel???

      Wie macht Ihr das? Habt Ihr da auch schon von gehört??

      LG#blume

      • (2) 25.10.06 - 13:12

        Hallo!

        Ja, das hab ich auch schon gehört, seitdem kaufe ich die Kartoffeln lose, also immer nur so viele, wie ich für eine Mahlzeit für uns brauche. Zwar etwas teurer, aber garantiert "frisch". Ich war sonst aber auch immer so und hab etwas großzügiger abgeschnitten, wir leben auch noch....#gruebel
        Interessiert mich aber trotzdem, vielleicht weiß ja jemand "vom Fach" was genaues.#aha

        Gruß,

        Melanie:-)

        Wenn Kartoffeln grün sind, dann sind sie giftig, wenn sie keimen nicht.

      (5) 25.10.06 - 13:56

      Hallo,

      ob Kartoffeln giftige Substanzen enthalten oder eine Teuflische Frucht sind, wer weiß das schon.

      Dazu gibt es eine Geschichtliche Tatsache.

      Als die Kartoffelfrucht von Amerika? hier nach Deutschland kam,wußte zunächst keiner was man mit ihr so recht anfangen konnte.

      Zunächst wurden die kleinen grünen Knollen von der Kartoffelstaude abgepflückt. Diese grünen Knollen wurden auf verschiedene weise zubereitet. Aber niemanden, auch nicht den besten herbei geholten Köchen gelang es, dieser Frucht Geschmack ab zu ringen.

      Ein Bauer war es, der zufällig von der Kartoffelstaude die Fruchtknolle in der Erde fand. Und siehe da, diese Frucht schmeckte. Die Bauern erkannten also, daß die eigentliche Kartoffelfrucht nicht oben an der grünen Staude sondern in der Erde wuchs.

      Dies wiederum rief den Katholischen Klerus auf den Plan. Dieser war es, der den Bauern verbot, diese Frucht zu esssen. Mit der Begründung, diese Frucht wachse in der dunklen Erde, nahe beim Teufel wo man sie nicht sehen könne. Also sei sie eine Frucht des Teufels und wer von ihr esse würde vom Teufel besessen werden.

      Die Bauern hielt dies aber nicht ab da sie Hunger hatten. Also wurde das Essen dieser Frucht von dem Katholischen Klerus bei Todesstrafe verboten.

      Da die Bauern aber selbst für sich nicht viel zu essen hatten, blieb ihnen trotz der angedrohten Todesstrafe nichts anderes übrig, als davon zu essen, wollten sie nicht hungern.

      Immer mehr fand die Kartoffel als gutes Nahrungsmittel Einzug bei der Bevölkerung und da die meisten nicht vom Teufel bessen wurden und der Klerus schließlich nicht alle umbringen konnte wurde dieses Verbot wieder abgeschafft.

      Da also die Kartoffel nicht des Teufels Frucht ist und auch beim Sprießen keine giftigen Subztanzen entwickelt, kann man diese schon essen ohne jetzt Angst haben zu müssen, von der Kartoffel vergiftet zu werden.

      lg
      Nobility

      • (6) 25.10.06 - 15:24

        Hallo,

        die oberirdischen Teile der Kartoffel kann man garnicht essen - die sind giftig. Irgendwas an deiner Geschichte stimmt also nicht.

        LG Marion

      • (7) 25.10.06 - 19:54

        Da stimmt noch mehr nicht dran - die Kartoffel war lange Zeit Zierpflanze und auch hier galt: "was der Bauer nicht kennt, ißt er nicht." - Die erste Generation der Bauern wurde mit Gewalt genötigt, Kartoffeln anzubauen (....die wachsen nicht einfach so wie Unkraut, dass der arme, hungrige Bauer darauf zurückgreifen mußte....) ...und mußten sie zwangsläufig dann auch essen.
        Kathy

    Hallo
    Das giftige an Kartoffeln ist das Solanin. Das ist bei grünen Kartoffen UND bei sprießenden. Allerdings nehme ich die sprießenden noch wenn es nur etwas ist. Wenn es schon viel ist werfe ich sie auch weg.

    Grüne Tomaten sollte man wegen dem Solanin auch nicht essen!

    LG
    Jelena

    (9) 25.10.06 - 14:26

    kartoffeln sprießen nicht, sie keimen. diese keime sind giftig.


    Vorsicht vor grünen Kartoffeln

    Giftstoffe stecken nicht nur in Zier- oder Wildpflanzen. Auch gängige Nahrungsmittel können gefährliche Stoffe enthalten, zum Beispiel die Kartoffel: Wie auch bei Tomaten, Paprika, Auberginen und anderen Nachtschattengewächsen sitzt bei der Kartoffel unter der Schale das Alkaloid Solanin. Es wirkt ab 25 Milligramm giftig und kann ab 400 Milligramm für den Menschen tödlich sein.

    Normalerweise enthalten 100 Gramm rohe Kartoffeln zwischen einem und zehn Milligramm Solanin. Werden Kartofffeln jedoch warm und hell gelagert, werden sie grün. Bei grünen Kartoffeln kann der Solanin-Gehalt auf bis zu 700 Milligramm pro 100 Gramm ansteigen. Weil das Alkaloid wasserlöslich ist, wird beim Kochen ein großer Teil herausgewaschen. Trotzdem raten Experten, grüne Kartoffeln nicht zu verwerten oder sie zumindest vor dem Kochen zu schälen. Auch die anderen Gemüsearten aus der Familie der Nachtschattengewächse haben in grünem Zustand einen erhöhten Solanin-Gehalt.
    Vorsicht vor grünen Kartoffeln
    http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/unserland/freizeit_garten/garten/giftpflanzen.shtml

    kartoffeln wollens dunkel haben.

    (10) 25.10.06 - 15:23

    Hallo,

    das ist ein Ammenmärchen.

    Das einzige, was du nicht essen darfst, sind die grünen Stellen, die die Kartoffeln manchmal bekommen. Und da reicht es, wenn man sie großzügig wegscheidet.

    Du sollst auch die Keime nicht mitessen. Aber das machst du doch sowieso nicht.

    Es ist schlimm, dass wir in so einer verrückten Wegwerfgesellschaft leben.

    LG Marion

    (11) 25.10.06 - 22:49

    warum bin ich noch nicht tot? #kratz
    solange die kartoffeln noch fest sind, mache ich die keime weg, und koche sie ganz normal.
    hatte noch nie das gefühl, deswegen vergiftungserscheinungen zu bekommen. und wenn mir mal übel wird nach kartoffelverzehr, dann wohl nur deshalb, weil ich wieder keine ende beim essen gefunden habe. sind eben so lecker die kleinen knöllchen.
    lass dich nicht verrückt machen. keime und grüne stellen sind definitiv giftig, aber die kartoffeln selbst, das wage ich zu bezweifeln.

    (12) 26.10.06 - 08:05

    im roh zustand - solltest du die dann nicht mehr essen. für die aufschreienden poah-geh-doch-nicht: eine rohe kartoffel - frisch nicht geschrumpelt in der grösse eines kleinen apfels ist gesund. deckt den vitamin c bedarf eines ganzen tages UND hat noch eine entgiftende funktion. ABER die amoniumsäure wird ab der 2. rohen kartoffel am tag / woche zuviel - jeder reagiert anders mit seinem stoffwechsel.


    gekocht gedünstet - kein problem die hitze setzt einen chemischen prozess in gang.

    sind die kartoffeln definitiv schrumpelig und teigig - dann kannst sie entweder entsorgen oder selber anpflanzen um neue zu ziehen. aber - mit dem einpflanzen klappts meistens nicht mehr.

    (13) 26.10.06 - 08:45

    Hallo,

    hier schreibt ein Geist ;-)

    Du kannst ruhig die keimenden Kartoffeln essen. Haben wir schon immer gemacht und ich lebe noch.
    Auch der Bauer, wo ich meine Kartoffeln immer kaufe, macht im Frühsommer, wenn sie zu sprießen beginnen, einfach die Wurzelanfänge weg.

    Grüßle :-)

(15) 26.10.06 - 15:01

Hier ein allgemeiner Nachtrag zu den zwei Kritiken meines Beitrags.

Mein Beitrag ist keine von mir erfundene Geschichte sondern eine Geschichtliche Überlieferung die sich so zugetragen haben soll.

Diese Geschichtliche Überlieferung habe ich etwas verkürzt wieder gegeben da ich mich in meiner Antwort nur auf das wesentliche in Bezug auf den Ausgangsthread beschränkt habe. Dies bedeutet nicht, dass die Geschichte als solches wie von zwei Usern kritisiert und als unwahr hingestellt , nicht stimmt.

Ich bin nicht im einzelnen zusätzlich darauf eingegangen, daß die grüne Knollenfrucht natürlich nicht essbar war und überdies einen fürchterlichen Geschmack hatte. Ich bin auch im einzelnen nicht darauf eingegangen, daß vielen nach dem Genuss dieser zubereiteten grünen Knollen sehr schlecht erging und ich bin nicht darauf eingegangen, daß die Bedeutung des Kartoffelgewächses zunächst nicht als ein fruchttragendes Nahrungsmittel erkannt worden ist. Ich bin auch nicht darauf eingegangen, daß aufgrund der nicht nur hohen Transportkosten und den Verlust von Menschenleben des mehrere Monate dauernden Schiffsweges der ersten Kartoffelgewächse diese erst zwangsweise hier angepflanzt wurden.

Ich hatte nicht die Absicht, die komplette Geschichtliche Überlieferung hier wieder zu geben. Jedoch spricht sehr vieles für einen eindeutigen Wahrheitsgehalt. Insbesondere wenn man die damalige Lebenssituation der einfachen Menschen und der Obrigkeit und die besondere Machtstellung des damaligen Katholischen Klerus begleitend mit einbeschließt.

Und zum Abschluß. Es ist doch eigentliche Grundvoraussetzung, daß evtl. Triebe oder Faulstellen vor der Zubereitung entfernt werden. Es gehört doch wohl zum selbstverständlichen Grundwissen, daß grüne bzw. unreife Früchte gleich welcher Art auch immer, nicht gegessen werden sollten.

Die Kartoffel ist heute mit eines der bedeutendsten Nahrungsmittel überhaupt. Viele Millionen essen sie und viele Millionen Menschen leben immer noch.

Darum; es lebe die Kartoffel!

Nobility

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