REWE-Bei jedem Einkauf das Selbe

    • (1) 10.07.07 - 10:50

      Hallo,
      ich war grad im REWE einkaufen. Und jedes mal muß ich mich an der Kasse ärgern. Das Obst und Gemüse geht generell teurer über den Scanner, als es ausgezeichnet ist.
      Ich schau mir die Preise immer an, bevor ich was in den Wagen tu. Grapefruit war mit 59Cent ausgezeichnet, an der Kasse sollte sie sie schon 79Cent kosten. Der Eisbergsalat war mit 89Cent ausgezeichnet, an der Kasse war er plötzlich 99Cent. Ich sagte der Kassiererin, daß die Preise anders sind. Sie sagte zu mir, daß sie heut schon viele Salate für 99Cent verkauft haben. Dann sag ich zu ihr, daß dann ja heut schon viele Kunden betrogen wurden. Es sind zwar bloß 30Cent, aber mir geht es ums Prinzip, da es öfter passiert.
      Es gibt hier bloß REWE und PENNY. Zum Lidl müßte ich mehrere Kilometer fahren, aber Vormittag hat mein Mann das Auto.
      Ist Euch das auch schon passiert?


      Gruß Mary

      • Jip, passiert öfter. Und ich zahle dann aber auch immer nur den Preis, der ausgewiesen ist. Das ist nämlich dein Recht als Kunde. Aber das passiert bei EDEKA; bei Plus, etc. Nicht nur bei REWE.

        (3) 10.07.07 - 11:04

        Hallo!

        Bei solchen Sachen lasse ich im Zweifel den Marktleiter rufen und lasse mir die Differenz auszahlen. So wie der Artikel am Regal oder wo auch immer ausgezeichnet ist, muss er auch bezahlt werden. Das hatte ich schon ein paar Mal, allerdings bei Netto. Wenn die Ware falsch ausgezeichnet ist, oder die Kasse nicht richtig programmiert, ist das Verschulden des Verkäufers und nicht des Kunden. Die Marktleitung hat mir da übrigens immer Recht gegeben und anstandslos das Geld zurück gezahlt.

        LG stepmaus

        lass das zeug da, oder lass dir den marktleiter kommen, mit dem du ne art preisbegehung machst, sie müssen es so verkaufen, wie es ausgepreist ist und nicht mit sprüchen kommen wie: hab heut schon viele salate für 99 cent verkauft.
        wie kundenfreundlich ist das denn?
        wenn ich eine differenz bemerke, sage ich das auch gleich, entweder sie schauen nach und ändern den preis, oder ich lasse es da, basta

        lg carina

      • wenn es das nächste mal passiert, lass dir ohne mit der kassiererin groß zu diskutieren, den geschäftsführer/marktleiter rufen und beschwere dich lauthals bei ihm , das du nun jedes mal drauf achtest und es schon das x te mal ist das sachen zum falschen preis verkauft werden und beschwere dich beid er rewe gmbh mit einem saftigen schreiben

        (6) 10.07.07 - 11:37

        Hallo,
        ich habe jetzt mal REWE direkt angeschrieben.
        Das grenzt ja schon an Hochleistungssport>> auf 2 Kinder achten und dann noch nebenbei jeden Artikel im Auge haben, mit welchem Preis er über den Scanner geht.


        Gruß Mary

      (8) 10.07.07 - 12:20

      Das kann in der heutigen Zeit der Scannerkassen und der sich schnell ändernden Marktpreise schon mal vorkammen. Ist natürlich ärgerlich.
      Ich möchte aber die vielen falschen Aussagen hier nicht so stehen lassen.
      Der Kunde hat KEIN ANRECHT darauf, die Ware zu dem ausgewiesenen Preis zu kaufen, wenn der Verkäufer irrtümlich den falschen Preis angebracht hat.

      Wird der Fehler an der Kasse bemerkt hat der Kunde 2 Möglichkeiten:

      1) er zahlt den höheren Preis
      2) er kauft die Ware eben nicht

      Natürlich kann der Verkäufer auch aus Kulanz die Ware zum niedrigeren Preis abgeben. Muss er aber nicht.

      Wenn das ganze allerdings öfter vorkommt und/oder mit System betrieben wird, wäre das eine Sache für das Gewerbeaufsichtsamt, Stichtwort unlauterer Wettbewerb.

      • HI,

        gab es nicht sogar schon Gerichtsurteile, (da ging es um falsch ausgezeichnete Kleidung) bei denen auch gesagt wurde das der ausgewiesene Preis leider falsch war aber der Kunde dann leider Pech gehabt hat?

        Ich meine mich dunkel zu erinnern.

        LG

        Puck

        (10) 10.07.07 - 12:59

        >>>Der Kunde hat KEIN ANRECHT darauf, die Ware zu dem ausgewiesenen Preis zu kaufen, wenn der Verkäufer irrtümlich den falschen Preis angebracht hat.<<<

        Danke, dass du schneller warst!

        Habe ich mir Arbeit gespart ;-)

        Litha

        Da wäre ich mir nicht so sicher:

        Die Preisauszeichnung ist die Willenserklärung einen Vertrag mit dem Kunden einzugehen. Nimmt der Kunde die Ware und legt sie auf das Band der Kasse, dann nimmt er den Vertag zu den ihm bekannten Bedingungen an.

        Der Kaufmann kann nun zwar nach §119 BGB die Willenserklärung anfechten, muss dazu aber den Irrtum oder die falsche Übermittlung (§120) nachweisen. Er muss also auch beweisen, dass der Preis in der Kasse der richtige ist. Wie will er das wohl machen?

        Jetzt kommt der Spruch der Verkäuferin, "daß sie heut schon viele Salate für 99Cent verkauft haben"

        Heißt das, sie wusste dass der Preis falsch ausgezeichnet ist?
        Dann schlecht für den Verkäufer, denn nach §121 hätte er sobald er vom Anfechtungsgrund erfährt (falsche Auszeichnung) die eben geschlossenen Verträge anfechten müssen bzw. den Grund entfernen, weil sonst für weitere Willenserklärungen kein Irrtum mehr vorliegen kann.
        Also ist die Willenserklärung gültig und das Angebot bindend.

        Selbst für den ersten Kunden gilt nach §122 BGB ein Schadensersatzanspruch gegenüber dem Anfechtenden. Demnach wäre die Differenz zwischen ausgezeichnetem und tatsächlichem Preis zu ersetzen, da der Kunde ja bei seiner Zustimmung zum Vertrag vom ausgezeichneten Preis ausgegangen ist.

        Fazit: Nach meinem Rechtsempfinden hast du nicht recht: Der Kunde kann die Ware zum ausgezeichneten Preis verlangen, sofern nicht eine Abweichung vorliegt, die (auch für den Kunden) offensichtlich falsch ist.

        Gruß, S.

        • Schön, dass Du Dich rechtlich so intensiv mit der Sache befasst.
          Mein Fachhochschulwissen ist schon etwas eingestaubt, kann daher nicht auf Anhieb mit Paragraphen glänzen.

          Fakt ist: Kaufvertrag kommt zustande durch Angebot und Annahme. Da sind wir uns glaube ich einig.

          Ich meine mich aber genau an diesen Fall zu erinnern:

          Die reine Preisauszeichung ist eben rechtlich gesehen NICHT das Angebot des Verkäufers, sondern lediglich die AUFFORDERUNG an den Kunden, seine Willenserklärung abzugeben.
          Legt der Kunde die Ware auf das Laufband, gibt er damit seine Willenserklärung ab, der Verkäufer nimmt das Angebot an, indem er die Ware abkassiert. Demzufolge kann der Verkäufer natürlich noch an der Kasse die Annahme des Kaufangebots verweigern wenn er feststellt, dass der Preis falsch war. Dann kommt erst gar kein Vertrag zustande, ergo muss auch nichts angefochten werden.

          Für diese Version spricht, dass ansonsten ja schon wirksam ein Kaufvertrag geschlossen werden würde, wenn die Kunde die Ware bloß in seinen Einkauskorb legt.

          Aber wie gesagt, ist lange her und ich habe momentan nicht die Zeit das alles nachzugoogeln.

          Gruß

          bezzi

          Da muss ich dir leider widersprechen. Die 1. Willenserklärung macht der Kunde. Die Preisauszeichnung ist rechtlich lediglich die Aufforderung ein Angebot zu machen.
          Aber wie dem auch sei, natürlich ist das ein Fehler im System oder eben der Auszeichnung und jeder Händler, der seine Kunden nicht verlieren will wird die Ware zum ausgezeichneten Preis verkaufen. Das ist dann allerdings Kulanz.

          LG Yoli

      (14) 10.07.07 - 13:31

      hallo!

      möglich dass es in deutschland anders ist als in österreich, aber, ich war mal bei einem spar. draussen hing ein plakat mit einem produkt um 1,99 euro. ich dachte mir, super, das nehm ich mit. schnappe mir paar packungen und geh zur kassa. dort, dann 3,99. ich also zur verkäuferin gesagt dass die es draussen mit nem anderen preis haben. die MUSSTEN mir das um 1,99 geben. weil sie draussen noch ein altes plakat hängen hatten.

      hab das dann meiner freundin gesagt. die arbeitet auch im verkauf. sie meinte dass würde stimmen. wenn ein produkt auf plakat oder direkt in der schütte oder regal einen bestimmten preis hat und an der kassa würds mehr kosten, muss der laden dir die ware um den preis verkaufen wie es ausgeschildert ist

      lg liz

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