Wege aus der Schimpf-Spirale?

    • (1) 02.06.16 - 14:49

      Hallo!

      Ich bin zu einer nörgeligen, schlecht gelaunten Schimpf-Mama geworden! #heul
      Das macht mich einerseits sooo traurig, andererseits weiß ich nicht, wie ich es ändern kann...

      Ich habe 2 Kinder: Tochter (9 Jahre) und Sohn (knapp 2 Jahre) und einen Mann, der nur sehr selten da ist (also wirklich tage,- oder wochenlang am Stück weg).

      Die Große war immer total brav, ruhig, absolut verschmustes Mamakind und natürlich lange im Mittelpunkt.

      Der Kleine ist leider entwicklungsverzögert und braucht viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Er hat auch ein paar Therapien.

      Ich selber bin chronisch krank und körperlich seit der 2. Geburt ziemlich unfit. #schmoll
      Abends um 21.00, wenn endlich Ruhe ist, liege ich absolut k.o auf der Couch und kann nicht mehr. Leider schlafe ich auch sehr schlecht. Wenn ich pro Nacht auf 5 Stunden komme, mache ich ein Kreuz im Kalender!

      So, jetzt das Problem:
      Ich bin ständig gereizt, schnell am schimpfen und dabei dann ungerecht zu meiner Großen. Ich sage dann auch öfter, daß sie schließlich wesentlich älter ist und mir auch mal helfen könnte/sich dementsprechend benehmen soll.

      Seit der Kleine da ist, benimmt sie sich wie ein Kleinkind! :-[

      Ich weiß, daß sie dadurch Aufmerksamkeit erzwingen will! Ich weiß, daß sie zurückstecken muss, seit der Kleinen da ist...ABER meine Nerven liegen echt blank! #heul
      Der Kleine ist aufgrund seiner Verzögerung sehr anstrengend und fordert mich bis an meine Grenzen...

      Und dann schimpfe ich. Jeden Tag mehrmals. Dann quengelt der Kleine, dann schmollt die Große - und dann hab ich ein schlechtes Gewissen. Und dazu werde ich dann sauer, weil ich das alles so gar nicht will!:-( Und dann geht das den Rest des Tages so weiter...

      Manchmal möchte ich einfach nur weglaufen!

      Wenn mein Mann dann mal da ist, "bemängelt" er, wie es teilweise bei uns aussieht. Aber ich schaffe es nicht, auch noch einen geleckten Haushalt hinzubekommen.

      Familiäre Unterstützung ist nur im Notfall gegeben (Schwiegermutter).
      Ich habe mir schon einen Babysitter organisiert (2 Std./Woche) um mal im Haushalt was zu schaffen...

      Was habt ihr für Tipps, um ruhiger zu werden?
      Was macht ihr, wenn ihr auf 180 seid?
      Was kann ich ändern?

      Danke fürs lesen! Hat schon gut getan, alles mal aufzuschreiben...#schein

      Liebe Grüße,
      schniefnase

      • Puhh, hört sich für Euch alle echt anstrengend an.
        Vielleicht gibst Du noch ein paar Eckdaten an, wie lange ist die Große in der Schule, geht der Kleine in die Kita, welche Einschränkungen hat er, arbeitest Du, hast Du Hobbies?
        Babysitter ist super, aber nicht, damit Du Haushalt machst, sondern was für Dich.

        • Hallo!

          Anstengend trifft es sehr gut!

          Die Große kommt um 13.15 heim, der Kleine ist nicht in der Krippe. Er kommt mit 3 in den KiGa, solange habe ich Elternzeit. Ich könnte momentan auch aus gesundheitl. Gründen nicht arbeiten...

          Hobbies habe ich keine (keine Zeit bzw. passt keiner auf den Kleinen auf).
          Puh, der Kleine hat einige Baustellen: Motorik, Sprache usw.

          LG!

      (4) 02.06.16 - 16:07

      Hallo,

      gibt es denn keine Möglichkeit, daß dein Mann beruflich etwas ändert, sprich dadurch öfter zuhause ist?
      LG

    (6) 02.06.16 - 16:55

    Vielleicht wäre es eine Option für dich deiner Tochter zu sagen wie es dir oft geht und dass es dir leid tut dass du manchmal so ungeduldig,... Bist.
    Mit 9 versteht sie das!! Mach mit ihr eine eigene kuscheltest damit sie genug Aufmerksamkeit bekommt.

    Sag ihr schon wenn du merkst dass du langsam grantig wirst dass du nicht schreien magst und es jetzt besser ist eine Pause zu machen . ( ins Zimmer spielen )
    Langsam und schritt für Schritt kannst du das bestimmt ändern.

Hallo,

da hilft nur Hilfe organisieren.

Schaff den Babysitter wieder ab und nimm Dir dafür eine Haushaltshilfe!
Das ist ein Vorteil für alle.
Du brauchst den Haushalt nicht zu machen und hast dafür Zeit für die Kinder, ggf. stockst du die Zeit noch etwas auf.

Gibt es eine Möglichkeit den Kleinen für 1-2 Vormittage in eine Krabbelgruppe zu geben oder ist er so eingeschränkt dass das nicht geht?

Du musst Dir unbedingt Freiräume und Auszeiten schaffen. Macht der Kleine noch Mittagsschlaf? Leg Dich dazu und schlaf eine Runde mit.

Hast Du schon mal über eine Mutter-Kind-Kur nachgedacht?

Der Dreh und Angelpunkt ist Dein Wohlbefinden, schaffst Du es nicht das zu steigern, kommst Du aus der Schimpfspirale niemals raus. Deine Tochter ist nur der Sündenbock und ihr Verhalten kann nichts daran ändern.

Gruß K.

  • Hallo!

    Mein Göttergatte hat mir gerade so den Babysitter genehmigt! HH findet er übertrieben - ich bin schließlich daheim, andere schaffen es auch ohne...:-(

    Krabbelgruppe geht aufgrund der Einschränkungen nicht. Unser Babysitter ist auch Fachpersonal. War total schwierig hier auf dem Land jemanden zu finden.

    Kur scheidet leider aufgrund meiner Erkrankung aus. Die gibt es nur ohne Kind. Ich war mit meiner Großen schon auf Kur und weiß, daß es mir außer noch mehr Stress nichts bringt.
    In 2 Jahren geh ich ohne Kids auf Reha!

    Mittagsschlaf macht der Kleinen nur eine Stunde. In der Zeit kümmere ich mich um die Große und leg mich 30 min. auf die Couch#hicks

    Ich weiß, daß ich mehr auf mein Wohlbefinden schauen soll. Ist nur gar nicht so leicht...

    Danke und LG!

    • Ich glaube Du hast noch ganz andere Probleme zu hause.

      Dein Mann "genehmigt" Dir gerade so einen Babysitter?

      Ich glaub mein Schwein pfeift!

      Musst Du ihn vllt. auch noch um Geld bitten?

      Das nächste mal wenn der gute daheim ist würde ich ihm die Kinder in die Hand drücken und mich für 5 Tage UND Nächte verziehen mit dem Hinweis "Du bist ja zu hause, es kann ja nicht so schwer sein sich mal um seine eigenen Kinder zu kümmern, andere Väter schaffen das schließlich auch"

      Warum bist Du ihm so hörig? Wo bleibt bei Euch die Gleichberechtigung und vor allem der Respekt??

      • Hallo!

        Wir haben es nun mal so aufgeteilt, daß mein Mann das Geld verdient und ich zu Hause bleiben kann. Daher ist alles was daheim anfällt mein Aufgabe. Und ja, ich muss ihn auch um Geld bitten, da ich momentan nichts verdiene.

        Das hat wenig mit Respekt zu tun. Wir wollten diese Modell beide!

        Wenn er nach Wochen mal wieder heim kommt, kann ich ihm nicht die Kinder in die Hand drücken.

        Es ist schon ein Unterschied, ob ein Papa jeden Abend heim kommt, oder wochenlang nicht anwesend ist...

        LG,
        schniefnase

        • "Das hat wenig mit Respekt zu tun"

          In der Tat!

          Wenn Du das so möchtest, dann musst Du aber auch lernen zu leiden ohne zu jammern.
          Und vor allem Deinen Frust nicht an Deiner Tochter auszulassen!

          Frauen wie Dir ist echt nicht zu helfen.

          • Es steht doch jedem frei, für welches Familienmodell er/sie sich entscheidet.

            Ich will mich um meine Kinder selbst kümmern und sie nicht vor dem 3. Geburtstag in die Fremdbetreuung geben.

            Trotzdem darf ich auch mal jammern! Genauso, wie die getresste Mama, die arbeiten geht.

            Ich lasse meinen Frust nicht an meiner Tochter aus! Sie trägt schon auch ihren Beitrag dazu bei, z.B wenn sie ihren Bruder ärgert oder mich mit ihrem Babygetue nervt.

            Ich weiß nicht, was du unter "Frauen wie dir" verstehst. Nicht jeder hat den erfüllenden Traumjob, für den er alles stehen und liegen lässt.

            LG

            • Vielleicht kannst du das was du möchtest aber nicht erfüllen. Ich denke es ist Zeit das einzusehen. Du schadest deiner Tochter mit deinem gemecker und sie ist nicht verantwortlich für deine Entscheidungen, muss aber deine Launen ertragen. Keine schöne Situation für euch. Dein dünnes Nervenkostüm scheint mir eine Folge deiner Überlastung zu sein. Also überleg dir wie du das ändern kannst un halt nicht weiter an deinen Vorstellungen fest die Du eh nicht erfüllen kannst.

        (15) 03.06.16 - 10:37

        Hallo!
        Ich bin auch in elternzeit zuhause und mein Mann geht arbeiten. Ich verdiene nichts und weil ich vor der Schwangerschaft nur einen Minijob neben dem Studium hatte bekomme ich auch nur den mindestsatz Elterngeld. Auch wir haben uns für dieses Modell entschieden ABER das heißt nicht, dass ich fragen muss wenn ich etwas kaufen will. Ich finde schon, dass das etwas mit Respekt zu tun hat. Es sind immerhin auch seine Kinder die ich betreue. Ich sitze nicht den ganzen Tag faul zuhause rum und mein Mann weiß das auch weil er mir am we mit den Kindern hilft. Er ist total platt wenn er einen Nachmittag mit EINEM der Jungs verbringt, daher denke ich dass er weiß was ich so den ganzen Tag zu tun habe ;). Ich denke die Userin wollte dir damit sagen, dass dein Mann deine Arbeit zuhause offenbar nicht richtig einschätzt. Wenn es bei uns aussieht als hätte eine Bombe eingeschlagen und mein Mann kommt heim, fragt er ob ich einen harten Tag hatte und käme nicht auf die Idee sich noch zu beschweren.
        Ich kann verstehen, dass dein Mann, wenn er so oft und lange nicht da ist nicht so auf dem Schirm hat, wie hart es mit zwei Kindern sein kann, grade wenn eines davon noch besonderer Zuwendung bedarf. Jedoch solltest du deswegen unbedingt ein klärendes Gespräch führen.

        Dein Mann meint bei anderen geht es ja auch? Tja bei jeder Familie sind die Vorraussetzungen aber anders. Nicht jeder hat ein Kind mit Entwicklungsverzögerung, manche haben vll eine Oma um die Ecke oder sonst irgendeine Unterstützung (zB Haushaltshilfe). Manche stellen vielleicht sogar die Kinder hinter den Haushalt an.

        Also ich würde schon erwarten dass mein Mann sich mit meiner Lage auseinander setzt. Immerhin muss ihm doch klar sein, dass du NIE frei hast, keine Hobbys, keinen Ausgleich. Wenn der Babysitter da ist bist du am putzen... Das sagt doch eigentlich schon alles.
        Abschließend wollt ich dir noch sagen, dass ich zwei Omas um die Ecke UND noch ab und zu eine Haushaltshilfe habe und es hier trotzdem nicht wie geleckt aussieht. Dafür habe ich glückliche Kinder :). Ich finde nicht dass man sich dafür schämen muss wenn man Hilfe braucht, lass dir das nicht einreden!
        Lg zumy mit Keks (3) und Krümel (12 Wochen)

        • (16) 03.06.16 - 14:23

          Hallo!

          Ich muss meinen Mann ja nicht um Geld anbetteln. Wir haben ein Haushaltskonto, über das ich frei verfüge.

          Wir wohnen auf dem Land und da ist es, anders als in der Großstadt, nicht üblich, daß man sich eine Haushaltshilfe holt. Es stimmt schon, daß mein Mann keine Ahnung hat, was es heißt, hier zu Hause alles zu managen. Dazu kommt mein körperlicher Zustand. Mir fehlt oft die Kraft... Das war früher auch anders.

          Natürlich haben wir Gesprächsbedarf! Sobald sich die Gelegenheit bietet, werden wir auch ein Gespräch führen müssen. Aber das will ich persönlich machen und nicht am Telefon.

          Abgesehen davon finde ich es auch mal entspannend, wenn der Babysitter den Kurzen bespaßt und ich in Ruhe etwas erledigen kann...#schein
          Und ich sehe es auch so: der Haushalt kann warten, ich beschäftige mich lieber mit den Kindern! Aber eine gewisse Grundordnung/,- sauberkeit brauche ich einfach...

          LG,
          schniefnase

          • >>>Wir wohnen auf dem Land und da ist es, anders als in der Großstadt, nicht üblich, daß man sich eine Haushaltshilfe holt.<<<

            da muss ich dir wiedersprechen

            Ich lebe auch auf dem Land, 2000 Seelen Gemeinde und ich hatte auch mal für 3 Jahre eine Putzfrau. Ich war damals beruflich stark eingespannt, Kinder noch klein und ich bin einfach nicht mehr hinterher gekommen mit dem Haushalt. Ich weiss von sovielen Haushalten hier bei uns, zu denen eine Putzfrau kommt bzw. kenne ich auch einige Frauen, die in Privathaushalte putzen gehen.

            Die Überwindung, dass jemand Fremdes in meinen Privatsachen rumputzt, ist anfangs groß. Aber glaube mir, wenn du dich erst mal dran gewöhnt hast, dass dir jemand mal gründlich sauber macht - einfach herrlich. Betten beziehen, saugen, wischen, komplettes Bad, Fenster und ab und an hat sie auch mal meine Bügelwäsche gemacht.

            Es entlastet enorm.

            Es liegt wohl eher daran, dass auf dem Dorf jeder jeden kennt und wenn es mal die Runde macht, dass Frau Müller eine Putzfrau hat - da liegt wohl eher das Problem.

            Putzhilfen gibt es schon lange nicht mehr nur in "besseren" Haushalten.

            (18) 03.06.16 - 15:53

            Ich wohne auch auf dem Land und nicht in der Großstadt. Musste mich auch erst mit der Haushaltshilfe anfreunden, denn die war die Idee meines Mannes weil wir öfters aneinander geraten sind weil er nicht auch mal was im Haushalt gemacht hat. Er meint er verbringt seine Freizeit lieber mit Dingen die er mag und geht dann dafür halt mal lieber ne Stunde länger arbeiten. Für das was er in der Stunde verdient zahlen wir zwei Stunden eine Haushaltshilfe und die bekommt in den zwei Stunden auch noch wesentlich mehr geschafft als ich und er mit den zwei kurzen zusammen. Also eigentlich rechnet sich das schon ;).
            Außerdem, andere gehen abends öfters mal aus oder kaufen sich schicke Schuhe die sie nicht brauchen, ich persönlich trage lieber weiter meine Turnschuhe und leiste mir dafür einmal "nicht putzen müssen" :). Ich kanns nur empfehlen!
            Ja ich genieße auch mal einfach allein ins dm zu fahren zum pampers kaufen, wenn Papa die kleinen Mal hütet :D. Ich könnte mir garnicht vorstellen, dass mein Mann immer so lange nicht da wäre. Da hast du ja echt garkeine Zeit um mal durch zu atmen. Irgendwie hat man dann ja doch immer alle Verantwortung allein. Wie oft sehr ihr euch denn?
            Lg zumy

            Das liegt dann aber nicht am Wohnort,dass du niemanden mit Haushaltshilfe kennst, sondern am sozialen Umfeld. Wir wohnen auch ländlich und ich und auch andere um uns herum haben Haushaltshilfen. Ebenso finde ich es nicht normal, dass du nicht frei über das Familieneinkommen verfügen darfst. Da wird schon die Respektlosigkeit und die Bevormundung deines Mannes deutlich, die sich dann auch in der Nichtwertschätzung deiner Arbeit um Kinder und Haus deutlich zeigt.

      (20) 03.06.16 - 20:13

      Mein Mann ist auch Alleinverdiener und ich kümmere mich um Haushalt, Garten und Kinder. Und gerade DESWEGEN entscheide ich auch wofür im Haushalt Geld ausgegeben wird, völlig unabhängig davon was er davon halten könnte. Um Geld bitten um den Laden hier am Laufen zu halten, käme mir nie in den Sinn und mein Mann würde mir wahrscheinlich nen Vogel zeigen, wenn ich auf solche Ideen kommen würde. Er respektiert nämlich absolut, dass das was ich hier täglich leiste Arbeit ist.

"haha" Dann mal Hallo von Nörglelmama zu Nörgelmama! ;-):-p

Meine Kinder und mein Mann beschweren sich auch dauernd, dass ich nur am motzen bin!

Was hilft, wenn man auf 180 ist?!
Außer ein, zwei Gläschen Wein? Keine Ahnung! Aber wenn du was findest, lass es mich wissen!! ;-)

Ich habe zwei Wunschkinder (dreieinhalbund bald 9 Jahre), hab mir alles so einfach und schön vorgestellt... wie das halt so ist vor dem ersten Kind!...
Tja, aus meinen Tag und Nacht kaum mehr als 20 Minuten am Stück schlafenden immer quängelnden, unruhigen, zappelingen, "Schreibabys " wurden Schreikrabbelkinder und Schreikleinkinder mit furchtbar niedriger Frustrationstolleranz und extrem Aufmerksamkeitsbedürftig! Alle halbe Stunde heftigste Wutanfälle (Kopf an die Wand schlagen usw.) wegen NIX! Schon beim Frühstück - JEDEN verdammten Tag! Das Kind im Krabbelalter mal auf dem Boden absetzen, damit es die Welt erkunden kann wie andere Kinder? -Gebrüll bis der Kopf kanllrot anläuft - jedes Mal! Beschäftigung allein?! Hab ich bis zum Vorschulalter nicht erlebt! -Und ich bin keine Glucke!
Egal was; essen, schlafen, spielen, Beschäftigen... alles furchtbar schwierig und jedes Mal nervenzerreisend!
Schöne Zeiten?! Naja, es gab schöne Momente und Tage, die erträglich waren!...

Der große wird bald neun. Da ist es anders. Nicht einfacher. Aber anders.
Er verhält sich auch wie ein fünfjähriger! Macht Geräusche, zappelt...Er ist sehr klug, macht in der Schule teilweise die Aufgaben aus der nächsten Klasse, aber sich selbstständig was zu trinken einschenken, wenn Glas und Flasche vor ihm stehen und nicht erst Mama fragen? Oder Macht er seit etwa einem halben Jahr! (Sein Bruder seit er zweieinhalb ist). Oder mal selbst an etwas denken?! Nö! Er geht mit Hausschuhen aus dem Haus, vergisst, sich die Schlafanzughose auszuziehen...
Mit Trubel und ungewohnten/unerwarteten Situationen kann er nicht umgehen. Er ist immer am zappeln, selbst beschäftigen fällt ihm schwer. Nur mit Lego/Legotechnik kann er sich drinnen ausdauernd beschäftigen.

Beide Jungs sind sehr wild. Toben, schreien, zetern, streiten, von früh bis spät. Sie haben sich lieb, knuddeln sich auch mal. Aber die meiste Zeit streiten und toben sie wie irre! Und immer Mama Mama Mama... sie sind immer am babbeln, babbeln, babbeln, fragen, fragen fragen!...
So was wie Mensch ärger dich nicht spielen ist kaum möglich. Da haben wir mit dem kleinen keine Ruhe, obwohl ich natürlich versuche, ihn miteinzubinden!

Da muss der große natürlich arg zurück stecken.

Weil es mit dem großen schon so Schwierig war, haben die beiden auch einen Altersunterschied von gut fünf Jahren. (Jeder meinte immer, SO ein Kind bekommt man nur einmal! -Tja, das zweite Mal wars nicht einfacher!)

Ich habe oft Kopfschmerzen und bin immer müde, weiß nicht wie es ist, sich wach und richtig fit zu fühlen. War aber schon immer so und ich lebe mittlerweile einfach damit. War schon vor den Kindern so...

Meine Mutter kann die Kinder ab und zu mal nehmen, wenn ich einen Arzttermin oder so habe. Mein Mann beschäftigt sich so viel er kann mit ihnen. Aber er arbeitet Schicht und oft bleibt nur der Sonntag.

Den Haushalt hab ich gut im Griff, da bin ich gut organisiert. Vormittags arbeite ich meist zwei, drei Stunden als Haushaltshilfe.

Ich habe aber auch nicht den Anspruch, jemand anderem als mir selbst gerecht zu werden, was den Haushalt angeht!

Das man abends um neun auf der Couch liegt und ziemlich fertig von Tag ist, ist wohl normal, denke ich!

Du siehst, raten kann ich dir wohl nicht viel. Aber manchmal tut es ja einfach gut, wenn man sieht (liest), dass es anderen ähnlich geht!

Wir haben schon schwierige Zeiten hinter uns. Auch, aber nicht nur, wegen der Kinder. Zusammenhalt ist das wichtigste!

Und für uns: Gemeinsame Zeit und Zeit für jeden allein!
Die gemeinsame Zeit bei uns geht auch gegen null! Als wir das letzte Mal vor einem halben Jahr zusammen weg waren, ist der kleine Nachts aufgestanden und hat wie verrückt nach mir Gebrüllt und sich von meiner Mutter (bei der er sonst gern ist) nicht mal anfassen lassen! (meine Mutter hatte dann wohl keine Lust so schnell wieder abends Babysitter zu sein!)

Wir müssen nur durchhalten bis er noch ein paar Jahre älter ist. Dann werden die Dinge wieder ganz anders aussehen.

Vielleicht nicht einfacher - aber anders! ;-)

Bis dahin, trinken wir eben mal Abends vor dem Haus einen Wein zusammen und unterhalten uns in Ruhe wenn die Kinder im Bett sind... :-)

Nachmittags treffe ich mich regelmäßig mit Freundinnen und deren Kindern, Abends lasse ich auch mal meinen Mann daheim, brezel mich auf und gehe mit Freundinnen aus!
Mein Mann hat seine Abende, an denen er weg geht...

  • Hallo!

    Oh ja, ich habe mir das auch einfacher vorgestellt!! Meine Große war zwar immer brav - aber nur, wenn sie an mir kleben konnte wie Kaugummi!#rofl

    Und der Kleine toppt alles.

    Eine befreundete Erzieherin meinte, sie würde wahnsinnig werden, wenn mein Kleiner in ihrer Gruppe wäre - na danke schön!:-[

    Aufgrund meiner Erkrankung kann ich mir nicht mal ein gepflegtes Glas Wein gönnen...#heul

    Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß es irgendwann besser (oder anders!) wird!:-p

    Wenigstens bin ich nicht ganz alleine mit 2 so kleinen Monsterbacken!#rofl

    Meine Große stand heute mit gespreizten Armen vor mir: "Mamaaaa, meine Hose rutscht!!" #augen Da könnt ich die Kriese kriegen.... Vielleicht ist es wirklich zu viel erwartet (von einer 9jährigen!!), daß sie sich einen Gürtel holt, wenn die Hose fast an den Knien hängt....:-[

    Ich atme jetzt gaaaanz tief ein - bis der Kleinen nach seiner Flasche schreit und ich kurz vorm Tinnitus steh...:-p

    Liebe Grüße und gute Nerven!

    • Also ohne Wein wär ich hier schon dem Waaaaahnsinn verfallen!

      Dieses hilflose "maaaaaaaama..." kenn ich nur zu gut! Unser großer ist noch dazu furchtbar weinerlich!... als Baby/Kleinkind hing er auch extrem an mir, ist keinen einzigen Meter ohne mich weg (beim kleinen muss ich immer aufpassen, dass er nicht abhaut! ;-)) Wenn z.B Papa Zeit hatte sich mit ihm zu beschäftigen, durfte er von mir nix hören; kein niesen, kein Töpfe klappern... sonst hat er gleich wieder nach mir geschrieen!
      Es kam auch eine Zeit lang eine Sozialpädagogin zu ihm nach Hause und dann ging er in die Frühförderung. Ganz langsam besser wurde es aber erst mit vier...

      Was aber bei beiden gut hilft/geholfen hat: Wenn er wieder mal austickt wegen nix: schnappen, ins Zimmer stellen und sagen: Wenn du aufhörst zu weinen und dich beruhigst (darauf achten, dass er dich anschaut und wahrnimmt), darfst du wieder zu mir kommen! -Alter in Minuten und die Tür ist natürlich nur angelehnt, so dass du die Situation im Griff hast.
      -Bei uns dauert es meist nur ein paar Minuten, bis er sich beruhigt. Manchmal stapft er auch wieder schreiend die Treppe runter, dann das gleiche Spiel von vorne. Oder er fängt an Sachen im Zimmer zu werfen; dann gehe ich nochmal rein.
      Der große stapft mittlerweile von selbst ins Zimmer, wenn er was ausgefressen hat und mal wieder beleidigt ist, weil ich mit ihm geredet oder geschimpft hab!...

      Was das Thema GEld angeht: Ich habe auch nur das Kindergeld und das bisschen GEld von meinen Putzstellen. Wir haben zwei Konten. Aber da wird nix streng geteilt, abgerechnet oder so! Ich erledige meist die EInkäufe, Geschenke, Kleidung, mein Mann zahlt die laufenden Kosten. Reicht bei einem das GEld nicht, gibt der andere was! (meistens reichts aber bei meinem Mann nicht, so dass er auch mal nach Spritgeld oder so fragt! ;-) ) Ich hab auch eine Kontokarte vom Konto meines Mannes.

      FÜr mich ist es unverständlich dieses MEINS und DEINS!

      LG und dir auch gute Nerven und wengistens ab und zu Mal eine Auszeit, wie auch immer die für dich ausssieht! :-)

hey schniefnase,

ich habe drei Wunschkinder (6, 4 und 1) und kenne das Problem auch. Nr. 3 ist sehr aufmerksamkeitsbedürftig und saugt meine Energie ab wie ein Vampir. ;-)

Wenn ich viel schimpfe, dann liegt es bei mir meist am Schlafmangel. Ich komme auch auf höchstens 5h pro Nacht. Für die meisten Menschen (mich eingeschlossen) ist das auf Dauer nunmal einfach zu wenig. An den Umständen kann ich aber momentan nix ändern.
Irgendwann habe ich angefangen bewusst darauf zu achten, wann ich in eine Situation komme bei der ich so wütend werde. Und ich sage es meinen Großen dann einfach.
Mama wird jetzt ungeduldig, zickig und wütend. Ich will so nicht sein.
Wenn es die Situation erlaubt, verlasse ich den Raum oder fordere meine Kinder auf selbst einen Lösungsvorschlag zu machen.
Das versteht sogar mein 4-jähriger.
Es funktioniert nicht immer, aber erstaunlich oft.
Und was noch viel erstaunlicher ist, wenn ich meine Kinder vorwarne, dass ich wütend werde, wenn wir für eine bestimmte Situation keine Lösung finden, dann fühlen sie sich (meistens) auch nicht ungerecht behandelt.

Was bei uns auch sehr gut hilft, um Situationen zu entschärfen ist, dass wir die Plüschtiere meiner Kinder sprechen lassen. Meine Große redet seit sie sprechen kann mit ihren Tieren, der Mittlere hat sich das abgeguckt und die kleine wächst halt jetzt auch so auf. Wenn das Lieblingsplüschschaf meines Sohnes sagt, er soll sich die Hände waschen, weil er sonst sein Fell schmutzig macht und es wieder in die Waschmaschine muss, dann rennt er sofort ins Bad. Wenn ich das sage, dann ist es ja nur die Mama, die wieder rumnörgelt...
Ob das jetzt bei einer 9-jährigen noch funktioniert, weiss ich natürlich nicht...

Liebe Grüße,
kullermumie

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