Wege aus der Schimpf-Spirale?

    • (1) 02.06.16 - 14:49

      Hallo!

      Ich bin zu einer nörgeligen, schlecht gelaunten Schimpf-Mama geworden! #heul
      Das macht mich einerseits sooo traurig, andererseits weiß ich nicht, wie ich es ändern kann...

      Ich habe 2 Kinder: Tochter (9 Jahre) und Sohn (knapp 2 Jahre) und einen Mann, der nur sehr selten da ist (also wirklich tage,- oder wochenlang am Stück weg).

      Die Große war immer total brav, ruhig, absolut verschmustes Mamakind und natürlich lange im Mittelpunkt.

      Der Kleine ist leider entwicklungsverzögert und braucht viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Er hat auch ein paar Therapien.

      Ich selber bin chronisch krank und körperlich seit der 2. Geburt ziemlich unfit. #schmoll
      Abends um 21.00, wenn endlich Ruhe ist, liege ich absolut k.o auf der Couch und kann nicht mehr. Leider schlafe ich auch sehr schlecht. Wenn ich pro Nacht auf 5 Stunden komme, mache ich ein Kreuz im Kalender!

      So, jetzt das Problem:
      Ich bin ständig gereizt, schnell am schimpfen und dabei dann ungerecht zu meiner Großen. Ich sage dann auch öfter, daß sie schließlich wesentlich älter ist und mir auch mal helfen könnte/sich dementsprechend benehmen soll.

      Seit der Kleine da ist, benimmt sie sich wie ein Kleinkind! :-[

      Ich weiß, daß sie dadurch Aufmerksamkeit erzwingen will! Ich weiß, daß sie zurückstecken muss, seit der Kleinen da ist...ABER meine Nerven liegen echt blank! #heul
      Der Kleine ist aufgrund seiner Verzögerung sehr anstrengend und fordert mich bis an meine Grenzen...

      Und dann schimpfe ich. Jeden Tag mehrmals. Dann quengelt der Kleine, dann schmollt die Große - und dann hab ich ein schlechtes Gewissen. Und dazu werde ich dann sauer, weil ich das alles so gar nicht will!:-( Und dann geht das den Rest des Tages so weiter...

      Manchmal möchte ich einfach nur weglaufen!

      Wenn mein Mann dann mal da ist, "bemängelt" er, wie es teilweise bei uns aussieht. Aber ich schaffe es nicht, auch noch einen geleckten Haushalt hinzubekommen.

      Familiäre Unterstützung ist nur im Notfall gegeben (Schwiegermutter).
      Ich habe mir schon einen Babysitter organisiert (2 Std./Woche) um mal im Haushalt was zu schaffen...

      Was habt ihr für Tipps, um ruhiger zu werden?
      Was macht ihr, wenn ihr auf 180 seid?
      Was kann ich ändern?

      Danke fürs lesen! Hat schon gut getan, alles mal aufzuschreiben...#schein

      Liebe Grüße,
      schniefnase

      • Puhh, hört sich für Euch alle echt anstrengend an.
        Vielleicht gibst Du noch ein paar Eckdaten an, wie lange ist die Große in der Schule, geht der Kleine in die Kita, welche Einschränkungen hat er, arbeitest Du, hast Du Hobbies?
        Babysitter ist super, aber nicht, damit Du Haushalt machst, sondern was für Dich.

        • Hallo!

          Anstengend trifft es sehr gut!

          Die Große kommt um 13.15 heim, der Kleine ist nicht in der Krippe. Er kommt mit 3 in den KiGa, solange habe ich Elternzeit. Ich könnte momentan auch aus gesundheitl. Gründen nicht arbeiten...

          Hobbies habe ich keine (keine Zeit bzw. passt keiner auf den Kleinen auf).
          Puh, der Kleine hat einige Baustellen: Motorik, Sprache usw.

          LG!

      Hallo,

      gibt es denn keine Möglichkeit, daß dein Mann beruflich etwas ändert, sprich dadurch öfter zuhause ist?
      LG

    Vielleicht wäre es eine Option für dich deiner Tochter zu sagen wie es dir oft geht und dass es dir leid tut dass du manchmal so ungeduldig,... Bist.
    Mit 9 versteht sie das!! Mach mit ihr eine eigene kuscheltest damit sie genug Aufmerksamkeit bekommt.

    Sag ihr schon wenn du merkst dass du langsam grantig wirst dass du nicht schreien magst und es jetzt besser ist eine Pause zu machen . ( ins Zimmer spielen )
    Langsam und schritt für Schritt kannst du das bestimmt ändern.

Hallo,

da hilft nur Hilfe organisieren.

Schaff den Babysitter wieder ab und nimm Dir dafür eine Haushaltshilfe!
Das ist ein Vorteil für alle.
Du brauchst den Haushalt nicht zu machen und hast dafür Zeit für die Kinder, ggf. stockst du die Zeit noch etwas auf.

Gibt es eine Möglichkeit den Kleinen für 1-2 Vormittage in eine Krabbelgruppe zu geben oder ist er so eingeschränkt dass das nicht geht?

Du musst Dir unbedingt Freiräume und Auszeiten schaffen. Macht der Kleine noch Mittagsschlaf? Leg Dich dazu und schlaf eine Runde mit.

Hast Du schon mal über eine Mutter-Kind-Kur nachgedacht?

Der Dreh und Angelpunkt ist Dein Wohlbefinden, schaffst Du es nicht das zu steigern, kommst Du aus der Schimpfspirale niemals raus. Deine Tochter ist nur der Sündenbock und ihr Verhalten kann nichts daran ändern.

Gruß K.

  • Hallo!

    Mein Göttergatte hat mir gerade so den Babysitter genehmigt! HH findet er übertrieben - ich bin schließlich daheim, andere schaffen es auch ohne...:-(

    Krabbelgruppe geht aufgrund der Einschränkungen nicht. Unser Babysitter ist auch Fachpersonal. War total schwierig hier auf dem Land jemanden zu finden.

    Kur scheidet leider aufgrund meiner Erkrankung aus. Die gibt es nur ohne Kind. Ich war mit meiner Großen schon auf Kur und weiß, daß es mir außer noch mehr Stress nichts bringt.
    In 2 Jahren geh ich ohne Kids auf Reha!

    Mittagsschlaf macht der Kleinen nur eine Stunde. In der Zeit kümmere ich mich um die Große und leg mich 30 min. auf die Couch#hicks

    Ich weiß, daß ich mehr auf mein Wohlbefinden schauen soll. Ist nur gar nicht so leicht...

    Danke und LG!

    • Ich glaube Du hast noch ganz andere Probleme zu hause.

      Dein Mann "genehmigt" Dir gerade so einen Babysitter?

      Ich glaub mein Schwein pfeift!

      Musst Du ihn vllt. auch noch um Geld bitten?

      Das nächste mal wenn der gute daheim ist würde ich ihm die Kinder in die Hand drücken und mich für 5 Tage UND Nächte verziehen mit dem Hinweis "Du bist ja zu hause, es kann ja nicht so schwer sein sich mal um seine eigenen Kinder zu kümmern, andere Väter schaffen das schließlich auch"

      Warum bist Du ihm so hörig? Wo bleibt bei Euch die Gleichberechtigung und vor allem der Respekt??

      • Hallo!

        Wir haben es nun mal so aufgeteilt, daß mein Mann das Geld verdient und ich zu Hause bleiben kann. Daher ist alles was daheim anfällt mein Aufgabe. Und ja, ich muss ihn auch um Geld bitten, da ich momentan nichts verdiene.

        Das hat wenig mit Respekt zu tun. Wir wollten diese Modell beide!

        Wenn er nach Wochen mal wieder heim kommt, kann ich ihm nicht die Kinder in die Hand drücken.

        Es ist schon ein Unterschied, ob ein Papa jeden Abend heim kommt, oder wochenlang nicht anwesend ist...

        LG,
        schniefnase

        • "Das hat wenig mit Respekt zu tun"

          In der Tat!

          Wenn Du das so möchtest, dann musst Du aber auch lernen zu leiden ohne zu jammern.
          Und vor allem Deinen Frust nicht an Deiner Tochter auszulassen!

          Frauen wie Dir ist echt nicht zu helfen.

          • Es steht doch jedem frei, für welches Familienmodell er/sie sich entscheidet.

            Ich will mich um meine Kinder selbst kümmern und sie nicht vor dem 3. Geburtstag in die Fremdbetreuung geben.

            Trotzdem darf ich auch mal jammern! Genauso, wie die getresste Mama, die arbeiten geht.

            Ich lasse meinen Frust nicht an meiner Tochter aus! Sie trägt schon auch ihren Beitrag dazu bei, z.B wenn sie ihren Bruder ärgert oder mich mit ihrem Babygetue nervt.

            Ich weiß nicht, was du unter "Frauen wie dir" verstehst. Nicht jeder hat den erfüllenden Traumjob, für den er alles stehen und liegen lässt.

            LG

            • Vielleicht kannst du das was du möchtest aber nicht erfüllen. Ich denke es ist Zeit das einzusehen. Du schadest deiner Tochter mit deinem gemecker und sie ist nicht verantwortlich für deine Entscheidungen, muss aber deine Launen ertragen. Keine schöne Situation für euch. Dein dünnes Nervenkostüm scheint mir eine Folge deiner Überlastung zu sein. Also überleg dir wie du das ändern kannst un halt nicht weiter an deinen Vorstellungen fest die Du eh nicht erfüllen kannst.

        Hallo!
        Ich bin auch in elternzeit zuhause und mein Mann geht arbeiten. Ich verdiene nichts und weil ich vor der Schwangerschaft nur einen Minijob neben dem Studium hatte bekomme ich auch nur den mindestsatz Elterngeld. Auch wir haben uns für dieses Modell entschieden ABER das heißt nicht, dass ich fragen muss wenn ich etwas kaufen will. Ich finde schon, dass das etwas mit Respekt zu tun hat. Es sind immerhin auch seine Kinder die ich betreue. Ich sitze nicht den ganzen Tag faul zuhause rum und mein Mann weiß das auch weil er mir am we mit den Kindern hilft. Er ist total platt wenn er einen Nachmittag mit EINEM der Jungs verbringt, daher denke ich dass er weiß was ich so den ganzen Tag zu tun habe ;). Ich denke die Userin wollte dir damit sagen, dass dein Mann deine Arbeit zuhause offenbar nicht richtig einschätzt. Wenn es bei uns aussieht als hätte eine Bombe eingeschlagen und mein Mann kommt heim, fragt er ob ich einen harten Tag hatte und käme nicht auf die Idee sich noch zu beschweren.
        Ich kann verstehen, dass dein Mann, wenn er so oft und lange nicht da ist nicht so auf dem Schirm hat, wie hart es mit zwei Kindern sein kann, grade wenn eines davon noch besonderer Zuwendung bedarf. Jedoch solltest du deswegen unbedingt ein klärendes Gespräch führen.

        Dein Mann meint bei anderen geht es ja auch? Tja bei jeder Familie sind die Vorraussetzungen aber anders. Nicht jeder hat ein Kind mit Entwicklungsverzögerung, manche haben vll eine Oma um die Ecke oder sonst irgendeine Unterstützung (zB Haushaltshilfe). Manche stellen vielleicht sogar die Kinder hinter den Haushalt an.

        Also ich würde schon erwarten dass mein Mann sich mit meiner Lage auseinander setzt. Immerhin muss ihm doch klar sein, dass du NIE frei hast, keine Hobbys, keinen Ausgleich. Wenn der Babysitter da ist bist du am putzen... Das sagt doch eigentlich schon alles.
        Abschließend wollt ich dir noch sagen, dass ich zwei Omas um die Ecke UND noch ab und zu eine Haushaltshilfe habe und es hier trotzdem nicht wie geleckt aussieht. Dafür habe ich glückliche Kinder :). Ich finde nicht dass man sich dafür schämen muss wenn man Hilfe braucht, lass dir das nicht einreden!
        Lg zumy mit Keks (3) und Krümel (12 Wochen)

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