Qual der Wahl - Wohnort!

    • (1) 01.11.16 - 12:47

      Hallo!

      Mein Mann und ich sind uns einig, dass wir nicht in unserer Region bleiben möchten. Nun stellt sich aber die Frage, wohin man zieht. Das ist gar nicht so einfach, weil wir bereits 3 Kinder haben. Sonst würden wir unsere Wunschheimat anpeilen und wenn es doch nichts für uns ist, wieder wegziehen. Allerdings ist das ja mit Kindern nicht so einfach. Sie gehen in Schule und kiga und sollen dort dann auch kein weiteres mal raus gerissen werden. Das macht es so endgültig. nun ist Deutschland aber sehr groß und von Ostsee bis zu den Alpen ist alles möglich, sofern mein Mann einen Job dort findet.

      Wir würden gerne das Münchner Umland wählen. Das ist aber von unserem jetzigen Wohnort quer durch Deutschland und somit grad mit Kindern ein großer Schritt. Uns gefällt die Politik, die Mentalität der Menschen und auch die Nähe zu den Alpen und Italien. Jobtechnisch fänden wir dort bestimmt sicher was (sind beide bald mit dem Studium fertig). Außerdem wären München und vogtareuth für unsere Große in der Nähe (sie braucht gute Ärzte oder in vogtareuth das Epilepsiezentrum auf Grund ihrer Epilepsie und Behinderung. Daran sind wir also doch gebunden. Medizinische Versorgung).

      Familie haben wir kaum bis gar keinen Kontakt. Die wohnen hier in der Nähe. Bis auf einen Onkel meines Mannes, der wegen den Jobchancen nach Bayern gegangen ist vor 3 Jahrzehnten. Familie ist also auch kein richtiger Indikator bei uns.

      Wer ist von euch auch weit durch Deutschland gezogen und das mit Kindern. Wie ist es euch ergangen? Hattet ihr ähnliche Gedanken? Wonach habt ihr entschieden, als euch die Welt offen stand? Bereut ihr es?

      Liebe Grüße

      Ninly mit Maus (5 Jahre), Würmchen (23 Monate) und kleiner Diamant (3 Wochen alt)

      • (2) 01.11.16 - 13:11

        Hallo.

        Na, das klingt doch alles prima?!? Warum zögert ihr? Wenn euch an dem jetzigen Wohnort weder Job, Familie oder Freunde halten, dann habt ihr doch nix zu verlieren?!?

        Und vor allem: Jetzt gehen die Kinder doch noch nicht zur Schule und sind somit offen für Neues.

        Wenn nicht jetzt - wann dann? ;-)

        Alles Gute!

        • (3) 01.11.16 - 14:01

          Hallo!

          Freunde haben wir natürlich hier. Aber nichts so tiefgehendes, dass wir dafür bleiben würden. Richtig gute Freunde sind nach und nach ebenfalls jobbedingt umgezogen. Auch überall in Deutschland verteilt. Aber keiner Richtung München oder dorthin, was uns ansprechen würde.

          Ich werde im Frühjahr 2018 meinen Abschluss haben. Ich mache grad erst Elternzeit. Durch Krankheit in der Schwangerschaft habe ich es leider nicht mehr vor der Geburt geschafft. Sonst wäre ich jetzt schon fertig. Das Studium würde ich gerne noch hier zu Ende bringen und das Referendariat dann am neuen Wohnort beginnen.

          Mein Mann ist im Sommer nächstes Jahr fertig. Ab da kann er direkt nach einem langfristigen Job die Augen offen halten.

          Liebe Grüße

      (4) 01.11.16 - 13:43

      Wo wohnt Ihr denn jetzt? Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern?

      Bedenkt, dass es schwierig sein kann, sich mit unterschiedlichen Charakteren und Gepflogenheiten anzufreunden.

      • (5) 01.11.16 - 13:53

        Hey!

        Ganz so weit im Norden sind wir dann doch nicht. Wir leben in NRW. Ich bin in der Kindheit extrem viel rum gekommen, sodass ich mich selbst als offen und kontaktfreudig beschreiben würde. Mein Mann ist von hier und kam nicht so viel rum, hat aber durch seinen Opa auch einen Schlag von Ostfriesland mitbekommen.

        Genau darum mache ich mir Gedanken. Was ist, wenn man mit Kindern so weit umzieht und dann gar nicht klar kommt, sondern eine andere Region die bessere Wahl gewesen wäre...

        Liebe Grüße

    (6) 01.11.16 - 13:46

    Hallo!
    Als erstes wuerde ich sicherstellen dass ihr Arbeit habt.... der Rest findet sich ;)

(9) 01.11.16 - 14:08

Hallo
Nachdem für uns fest stand das wir nach Deutschland zurück gehen, war für mich eigentlich gleich klar das ich wieder in mein Heimatgebiet will (Rhein Neckar Kreis). Mein Heimatort selbst ist relativ klein aber man hat alles das man braucht. In der direkten Nähe gibt es dann von Land und Bergen alles bis zur Großstadt. Für Kinder alle Möglichkeiten an Schulen und Hobbies und auch für Erwachsene viele Arbeitsmöglichkeiten. Demnach war ich sehr froh das alles so geklappt hat. In Deutschland selbst könnte ich mir keinen anderen Wohnort für mich vorstellen #schwitz

LG

(10) 01.11.16 - 15:03

Hallo!

Wir sind damals mit 2 Kinder, der Große stand nur Wochen vor der Einschulung, weit weg gezogen.
Die Kinder haben es problemlos weggesteckt und wollen hier auch nicht mehr weg.
Wir mussten allerdings umziehen, da mein Mann bei der Bundeswehr ist, freiwillig wäre ich wohl nicht von meiner Familie weg.
Da dies bei euch kein Hinderungsgrund ist, würde ich wohl auch umziehen.
Alles Gute

(11) 01.11.16 - 15:20

mmmhhh, was man so hört, ist es ja nicht ganz einfach, in Bayern auf dem flachen Land Anschluss zu finden. Ich glaube, wenn man einen Ort nur nach Urlaubseindrücken bewertet und nachdem, was man selbst so alles hineininterpretiert und sich auch einredet, überfrachtet man den Ort. Er hält dann nicht unbedingt, was er versprochen hat.
Aber das ist Ansichtssache - wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Einen Umzug nach Bayern würde ich aber möglichst vor der Einschulung vornehmen.

LG, Cherish

  • (12) 01.11.16 - 15:35

    Das ist genau das, wovor ich Angst habe. Dass man sich dann doch nicht wohl fühlt... :-( Manchmal denke ich, dass man besser woanders hätte studieren können. Dann würde man nun nicht mit der ganzen Familie umziehen und das wäre gar kein Problem gewesen, hin und her zu springen zwischen Städten bis man das für sich perfekte gefunden hat. Aber hier kleben bleiben wegen der Kinder wäre halt auch so traurig. Schwierig ist das.

    • (13) 01.11.16 - 15:50

      Der Münchner "Speckgürtel" ist nicht so wild.

      Die Sache mit dem Anschluss finden ist vor allem in den abgelegeneren Ecken ein Problem, wo eben 1000 Einheimische und eine "zuagroaste" Familie aufeinander treffen. Im Mänchner Umland leben aber so viele Leute von überall her, dass ihr da sicher bald Kontakte findet, eben mehr zu anderen "Zuagroasten", zu den Einheimischen erst, wenn ihr euch wirklich Mühe gebt - also etwa bei der freiwilligen Feuerwehr, im Schützen- und Sportverein mitmacht, für den Elternbeirat der Schule Kuchen backt etc.

      Schwieriger dürfte die Suche nach einer Bezahlbaren Wohnung und einer guten Vollzeit-Kita werden, außerhalb der Großstädte ist das mit der Krippenbetreuung einfach noch nicht so weit - und sehr teuer.

      Auf dem Land weit ab der großen Städte würde es euch deutlich schwerer fallen, schon alleine wegen der sprachlichen Barriere und der sehr anderen Lebensart.

      (14) 01.11.16 - 20:05

      Hallo, ninly,

      Bayern ist ja nicht nur flaches Land. Gerade im Münchner Umland gibt es einige kleinere Städte mit einer guten Infrastruktur. Ich wohne in so einer Kleinstadt und bin umzingelt von "Preißn" - sprich Norddeutschen, mit denen wir teilweise befreundet sind, aber auf alle Fälle einen sehr netten Kontakt haben. In einem Dorf wo man sich seit Jahren/Jahrzehnten kennt, schaut das möglicherweise anders aus. Da kann es durchaus sein, dass man nicht so schnell Anschluss findet.

      Aber wie schon geschrieben wurde: Erst einen Arbeitsplatz sichern und dann eine nah gelegene Wohnung suchen. Viel Glück!

      Linda

      (15) 01.11.16 - 21:25

      Hallo ninly,

      wir leben hier im Münchner Umland. Mit Kindern findest Du sicher schnell Kontakt, das würde ich jetzt nicht als problematisch empfinden. Es kommt natürlich auch darauf an, was man unter "Umland" versteht. Stadtnah sehe ich keine Probleme. Ziehst Du sehr weit raus, in ein kleines Dorf, sieht es sicher anders aus.

      Im "stadtnahen" Umland wohnen einfach sehr viele "Zugezogene"...Und suchen alle irgendwann Kontakt und neue Freunde..

      Was man vielleicht noch bedenken sollte:

      - hohe Lebenshaltungskosten und Mieten, je stadtnäher, je höher
      - dafür meist höheres Einkommen

      - in der Stadt meist hohe Kinderbetreuungskosten und darauf große Nachfrage
      - hohe Lebens-/Freizeitqualität (Berge, Seen, Nähe zu Italien..)

      Wir leben hier sehr gerne, wollen nicht mehr weg (auch "zugezogen") und fûhlen uns sehr wohl.

      LG

(16) 01.11.16 - 16:59

ihr müsst auch die miet- und immobilienpreise in münchen und umland bedenken.
ob man dann noch angenehm leben kann. würd ich vorher mal durchrechnen.

  • (17) 01.11.16 - 17:45

    Hey!

    Danke für den wirklich wichtigen Hinweis. :-)

    Ich beobachte seit Wochen Mietwohnungen und Immobilien insgesamt für München. Die sind schon happig. da wir hier aber auch in einer sehr teuren Stadt leben, nichts absolut erschreckendes. Allerdings ein Grund, warum mein Mann erst einen guten Job finden muss. Als studierte Fachkraft hoffe ich dann aber mal, dass das nicht unmöglich wird. Schauen wir mal.

    Liebe Grüße

    • (18) 01.11.16 - 19:21

      Wenn Ihr etwas Interessantes gefunden habt, dann bezieht auf jeden Fall auch die Preise für Kinderbetreuung in Eure Überlegungen mit ein. Neulich gab es einen Bericht im Fernsehen, in dem die KiTa-Preise im Frankfurter Umland verglichen werden. Da waren die Unterschiede zwischen benachbarten Städten mehrere Hundert Euro monatlich.

      (19) 02.11.16 - 13:04

      jobs gibts bestimmt.
      uns ist es wichtig immer viel geld für urlaube, luxus, essen gehen, klamotten nach lust und laune etc. zu haben.
      bei den mietpreisen in münchen kann man nicht in saus und braus leben. muss man halt abwägen.

(20) 01.11.16 - 18:25

Hallo,

Wir sind noch nie außerhalb unseres LK umgezogen, dazu kann ich dir also nix schreiben.
Aber wir wohnen östlich von München und auch nicht weit von Vogtareuth weg; wenn du also irgendwelche Fragen hast, kannst du dich gerne per PN melden.

LG

Steffi

(21) 01.11.16 - 19:35

Hallo,

wir sind schon dreimal berufsbedingt umgezogen, das letzte Mal mit Kind. Meiner Meinung nach bekommt man mit Kind am schnellsten Anschluss zu den "Einheimischen" durch Krippe, Kindergarten, Schule, Vereine. Hier im Ballungsraum sind mehr Zugezogene als "Einheimische". von daher ist/war fast jeder in der gleichen Situation.

Zuletzt wohnten wir in FFM und nun in einer süddeutschen Landeshauptstadt (nicht München ;-)). Nach München das teuerste Pflaster in Deutschland aber mit hohem Freizeitwert.

Nach München wollten wir erst, aber dann kam ein anderes Angebot. Uns war wichtig, dass man nicht nur einen Arbeitgeber in der Umgebung hat, sondern die Branche (sind beide Ingenieure (Elektronik)) oft vertreten ist, das war in Frankfurt, Stadt der Banken, nicht so. Kein Arbeitsverhältnis geht heute bis zur Rente und ewig pendeln bzw. wieder umziehen bei Jobverlust (unverschuldet durch z.B. Schließung/Verlagerung des Standortes), wollten wir ungern.

Haben mittlerweile auch was hier gekauft, aber die Preise sind echt extrem hoch. Erst 1 Stunde außerhalb der Stadt werden sie angenehmer. Aber die Infrastruktur, die man hat (bei euch ja die medizinische Versorgung) ist echt super. Ich würde aber erst mieten und dann evtl.kaufen, da man schon eine Weile braucht, bis man weiß, wo es einem gefällt und vor allem sind die Wege zur Arbeit dann erst abschätzbar. Hier braucht man, wenn man in eine bestimmte Richtung will, für wenige Kilometer manchmal unheimlich lange.

Alles Gute und viel Erfolg bei den Bewerbungen und dem Einstieg.
Pixi1977

(22) 01.11.16 - 19:54

Hallo,
nach meinen jetzigen Erfahrungen würde ich nach wirklich nur einen einzigen Punkt schauen: die Schulen für die Kinder und bei euch eben ganz besonders auch die Schulen für die Große.
Also Berlin würde bei mir schon mal wegfallen, weil es dort dank einem äußerst eigenartigen Gesetz die Schulbegleitungen der Schule zusortiert werden und nicht dem Kind individuell. Ansonsten würde ich mir noch überlegen, ob inklusiv oder Förderschule und falls inklusiv relevant wäre, dann mal nach inklusiven Schulen Ausschau halten und die besuchen. Ganz wichtig ist auch der Schulweg - mein Ältester hatte in der Vorklasse 27km einfache Strecke, das war Horror.

(23) 01.11.16 - 20:42

Grundsätzlich würd ich sagen: los geht! Wir werden wohl auch irgendwann unsere Zelte wo anders aufschlagen. Gleichzeitig gebe ich zu bedenken, daß der Wohnraum hier im Münchner Raum (auch im weiteren Umkreis) sehr knapp und inzwischen ziemlich teuer ist. Gerade mit 3 Kindern braucht man ja schon eine gewisse Größe. Also bitte unterschätzt die Wohnungssuche nicht, die kann sich schwieriger gestalten als die Jobsuche. Ich hab kürzlich eine Familie kennengelernt, die etwas blauäugig nach dem Motto "kann doch nicht so schwer werden" aus NDS hierhergezogen ist und nun seit Monaten mit bei den Schwiegereltern wohnen muss, weil sie eben doch nichts finden, dass groß genug und auch noch bezahlbar ist. Der Job war da das kleinste Problem.
Wenn dann alles passt, lebt es sich hier schon ganz gut ????.

"Wer ist von euch auch weit durch Deutschland gezogen und das mit Kindern."

Ich bin sogar ans andere Ende der Welt gezogen und das mit Kindern :)

(25) 01.11.16 - 23:51

Hallo Ninly,

Wir sind schon einige Male umgezogen innerhalb von Deutschland aber auch weltweit. Gerade vor 2 Wochen ist endlich unser Kontainer angekommen, nachdem wir wieder mal 8 Wochen nur aus Koffern gelebt haben.

Unsere Kinder sind es gewöhnt und bisher haben sie sich immer gut eingelebt auch bei unterschiedlichen Landessprachen haben sie schnell Freunde gefunden.

Wie lange wir an unserem jetzigen Wohnort bleiben ist auch schon absehbar. Wahrscheinlich steht im Frühjahr oder Sommer der nächste Umzug an.

Wir haben unsere Kinder frühzeitig informiert dass ein Umzug ansteht und wohin es geht. ( auch jetzt wissen Sie dass wir nicht lange hier wohnen werden ) . Möglichkeiten gegeben dass sie sich von ihren Freunden verabschieden konnten, ein freundebuch gekauft und dann die Freunde reinschreiben lassen mit Foto. Das ist eins der wertvollsten Dinge für meine Kinder. Jedes Kind hat so eins und schaut es sich regelmäßig an.

Fotos von den Zimmern gemacht und von den Orten wo sie sich viel aufgehalten haben.

LG Chris mit 2 Mädels (6&4) und 2 Jungs (2 j & 3 Tage)

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