Adoption ohne Zustimmung des Kindsvaters

    • (1) 05.11.16 - 15:36

      Hallo, ich habe mal eine Frage

      Und zwar ist mein Sohn nun 4 Monate alt und ich bin seit Anfang der Schwangerschaft nicht mehr mit dem Kindesvater zusammen. Die ganze Schwangerschaft hat er sich nicht für uns interessiert so wie in der Zeit in der Mini nun auf der Welt ist. Er wollte auch die Vaterschaft nicht an erkennen. Nun habe ich das alleinige Sorgerecht und stehe auch alleine in der Geburtsurkunde. Mein Lebensgefährte sieht unseren kleinen als seinen Sohn an und wir sind nun unsere kleine Familie. Nun die Frage. Muss der Kindsvater zustimmen bei einer Adoption?

      Denn auch wenn er absolut kein Interesse zeigt würde er alleine aus trotz keiner Adoption zustimmen. Er ist deutscher Staatsangehörigkeit aber lebt in der Türkei. Ich hatte bei der Geburt versucht trotzdem Kontakt herzustellen der er nicht wollte. Bzw nicht erwiederte. Ich möchte allerdings auch nicht das wir nun so zusammen leben wie bisher und er Irgendwann wenn er Lust hat kommen kann um Anrecht auf seinen Sohn zu haben. Und hat er die Möglichkeit die Adoption anzufechten wenn diese bereits vollzogen ist?

      Ich hab davon leider gar keine Ahnung und wollte erst einmal hier fragen.

      Ganz viele liebe Grüße und danke schonmal für antworten und das investieren eurer Zeit :)

      mammie2016

      • Wenn er nie die Vaterschaft anerkannt hat ist er nicht der gesetzliche Vater und muss nicht gefragt werden.

        • Aber wenn er auch wenn es unwahrscheinlich ist, nach der Adoption die Vaterschaft anerkennen möchte? Obwohl er ja rechtlich gesehen nicht der Vater ist. Kann er dann Kontakt zum Kind verlangen ?

          • Hallo.
            Nein kann er nicht,mit der Adoption ist dein Lebensgefährte der Vater. Aber ich glaube die sogenannte Stiefkindadoption geht nur wenn du mit deinem Lebensgefährten verheiratet bist. Und die Zustimmung des biologischen Vater vereinfacht die Sache ungemein. Aber wie gesagt die Ehe ist glaube ich Voraussetzung. Google mal Stiefkindadoption da Gibt's jede Menge Infos. Ich selber habe auch eine Stiefkindadoption hinter mir,allerdings Leben wir in einer eingetragen Lebenspartnerschaft, mein Sohn ist durch eine Samenspende entstanden.

      (5) 05.11.16 - 16:48

      Mal ehrlich, dein Kind ist erst vier Monate, d.h. du bist maximal ein Jahr mit deinem Freund zusammen. An deiner Stelle würde ich noch nicht mal ansatzweise an eine Adoption denken.

      Ihr habt noch lange keine gefestigte Beziehung und erzähl jetzt bitte nicht "wir haben schon soviel zusammen durchgestanden".

      • (6) 05.11.16 - 17:43

        Mal ehrlich. Die Argumentation ist doch Blödsinn. Das sie max 1 Jahr zusammen sind ok aber keine gefestigte Beziehung? ???

        Ich kenne Leute die nach 3 Monaten geheiratet haben und nun 30 Jahre zusammen sind. Genauso kenne ich welche, die nach 10 Jahren geheiratet haben und sich nach einem 1 Jahr ehe wieder getrennt haben. Nur weil man lange zusammen ist, gibt es doch keine Garantiedass das auch so bleibt.

        • (7) 05.11.16 - 17:50

          Nach einem Jahr fällt so langsam die rosarote Brille ab. Von gefestigter Beziehung zu sprechen ist absoluter Schwachsinn!

          Dein Beispiel hat mit dem Thema nichts zu tun, denn es geht nicht ums heiraten. Es geht um das Sorgerecht für das Kind! Sie wäre selten blöd, es nach so kurzer Zeit freiwillig zu teilen.

          • (8) 05.11.16 - 17:55

            Es geht darum, dass man anhand von Monaten oder Jahren niemals eine Garantie hat.

            So wie sie den leiblichen Vater beschreibt und ihren jetzigen finde ich es völlig ok drüber nachzudenken. Heißt ja nicht das sie es sofort macht. Sie erkundigt sich. Und wenn der jetzige freund ein toller papa für das Kind ist und ihn auch als sein Sohn anerkennt ist das doch das beste fürs Kind als ein Vater dem es vielleicht nach Jahren mal einfällt , dass er einen Sohn hat. DAS ist for die Psyche des Kindes auch nicht das beste

            • Genau, ich möchte ja einfach erstmal wissen ob es die Möglichkeit gibt. Ich will nichts jetzt und sofort aber es ist ja nicht ausgeschlossen und eine Möglichkeit an die wir denken. Zumal wäre es ihm nicht ernst würde er kein Kind adoptieren was nicht seines wäre. Und ich würde normalerweise ihm sein Kind nicht vorenthalten aber wir führen auch wenn noch nicht lange ein sehr Harmonisches Familien leben. Und der kleine wird nunmal mit meinem Freund aufwachsen und ihn als Vater sehen. Ich möchte nicht das plötzlich nach Jahren sein biologischer Vater kommt und diese ganze Bindung kaputt macht.

              Vielleicht sind wir nun erst ein Jahr zusammen aber wir gehen erstens nicht von Trennung aus macht ja keiner und selbst sollte es je dazu kommen soll der Kontakt zwischen ihm und den kleinen nicht beendet werden da sie trotzdem Vater und Sohn sind.

              Aber danke für die antworten und eine Diskussion wollte ich nicht auslösen ????

              • (10) 05.11.16 - 20:50

                Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass der kV das Kind gar nicht anerkannt hat? Vielleicht kann dein Freund die Vaterschaft einfach anerkennen? Wenn es den leiblichen Papa nicht juckt, reißt er sich sicher nicht darum als Vater eingetragen zu werden und uh zahlen zu müssen.

                • (11) 07.11.16 - 10:59

                  Wenn er dann aber irgendwann nicht mehr will, kann er die Vaterschaft anfechten und ein Gentest wird zweifelsfrei beweisen, dass er nicht der Vater ist,.....

                  • (12) 07.11.16 - 11:26

                    Meinste das macht jemand, der so viele Monate nicht mal die Vaterschaft anerkannt hat?
                    Kann ich mir nicht vorstellen. Wahrscheinlich ist er froh, dass seine ex nen anderen "Dummen" gefunden hat.

                    • (13) 07.11.16 - 11:52

                      Ich meinte doch den "neuen" Vater. Wenn der jetzt einfach so anerkennen würde, das mag ja gehen, bring aber m.E. nach nicht die Sicherheit, die die TE möchte....

                  (15) 07.11.16 - 22:24

                  Ist das aber nicht so das der leibliche Vater ab bekannt werden das er der Vater ist bzw. sein kann, nur eine Gewisse Zeit hat, die Vaterschaft feststellen zu lassen. Und ist es bei einem Kuckuckskind nicht auch so, sobald der Vater mit bekommt das er nicht der Vater sein könnte, das er, ich meine es sind 2 Jahre? Zeit hast es feststellen zu lassen und danach hat er rechtlich gesehen Pech?

            (16) 05.11.16 - 22:42

            >>Ich möchte nicht das plötzlich nach Jahren sein biologischer Vater kommt und diese ganze Bindung kaputt macht.<<

            Er ist aber sein biologischer Vater, ob es dir nun passt oder nicht.
            An deiner Stelle würde ich es mir nicht anmaßen, darüber zu entscheiden ob er Kontakt zum Kind haben soll oder nicht. Jedes Kind hat das Recht seinen leiblichen Vater kennenzulernen und Kontakt zu ihm zu haben. Dein Kind ist erst vier Monate alt, da kannst du nicht dermaßend weitreichende Entscheidungen bzgl seiner Zukunft treffen.

        (17) 06.11.16 - 09:32

        Wenn dem leiblichen Vater in ein paar Jahren einfällt Vater sein zu wollen, kann das Kind das dann aber nicht mehr wollen. Dann bricht er den Kontakt irgendwann ab und fertig ist die Laube.

        Sollte der (ich finde die Bezeichnung schon bezeichnend ) *jetzige* Freund ( vor Adoption definitiv noch Ehepartner ) irgendwann mal der Ex sein, kann sie nicht einfach sagen:"... ab jetzt bist Du nicht mehr der Vater..." .

        Sollte der dann aus irgendeinem Hirnfurz raus völlig quer schießen, haben sie mit einem Menschen riesiges Theater, mit dem sie nicht biologisch verwandt sind.

        Und dann?

        Da ist es doch besser, sie wachsen in aller Ruhe als Familie in der jetzigen rechtlichen Situation und handeln bezüglich der Adoption.

(18) 05.11.16 - 18:29

Hallo.

Als al­ler­ers­tes müsstet Ihr verheiratet sein.

LG

(19) 05.11.16 - 18:41

Soweit ich weiß müsst ihr mindestens 1 Jahr verheiratet sein vor der Adoption und solange auch zusammen wohnen.

Hallo!

Lass Dir erst mal ein paar Jahre Zeit damit. Ihr müsst vorher sowieso heiraten, und das Adoptionsverfahren dauert dann auch etwas.

Und das ist auch besser so, schließlich ist eine Adoption nicht mehr auflösbar, anders als eine Ehe kann man sich vom Adoptivvater des Kindes nicht einfach Scheiden lassen, wenn es nicht mehr klappt.

Dein Kind muss in jedem Fall erfahren, dass es noch einen anderen Biologischen Vater gibt, am besten wächst er in dem Wissen auf. Je weniger Geheimnis darum gemacht wird, desto besser. Sonst verplappert sich irgendwann eine Tante, oder das Kind passt in der Oberstufe gut auf und merkt, dass es eine unerklärliche Blutgruppe hat. Da besser gleich offen damit umgehen, dass es da noch jemanden gibt, dem die Verantwortung zu viel war.

(21) 05.11.16 - 20:46

Hallo

Ich kenne ein Paar mit Pflegekind. Die bologische Mutter hat und will keinen Umgang. Ihre weiteren Kinder wurden entzogen. Dieses eine hatte sie freiwillig in Obhut des JA gegeben, direkt nach der Geburt. Sie hat die Zustimmung zur Adoption gegeben. Allerdings nennt sie den Vater nicht. Und ohne dessen Zustimmung sei keine Adoption möglich. So zumindest mein Stand der Dinge.

Lg

  • (22) 06.11.16 - 12:05

    Der Unterschied wird sein, dass die Mutter den Vater jedoch namentlich kennt und das Jugendamt das wohl erfahren hat. Der Vater ist also nicht "unbekannt", sondern nur ungenannt.

    Würde die TE also glaubhaft behaupten, sie wisse nicht, von wem das Kind ist, wäre eine Adoption u.U. schon möglich.

    So mein Stand der Dinge. ;-)

Rein rechtlich muss der KV nicht zustimmen, da er ja nicht als Vater eingetragen ist und so erst einmal weder Rechte noch Pflichten hat.

Zu den Voraussetzungen für eine Adoption wurde ja schon genug geschrieben, ich würde da auf jeden Fall nichts überstürzen.

Dein Kind hat auf jeden Fall das Recht zu erfahren, wer sein biologischer Vater ist.

Letztlich ist das natürlich deine Entscheidung, als Vater "unbekannt" anzugeben - damit verzichtest Du aber auch auf Unterhalt für das Kind.

(24) 07.11.16 - 09:27

Blöd gefragt... und wenn dein Freund einfach eine Vaterschaftsanerkennung macht?

Oder werde ich jetzt gesteinigt?

  • (25) 08.11.16 - 08:24

    Ich persönlich wäre damit vorsichtig! Der Vater weiß ja das er ein Kind hat, sollte er dann Interesse haben und es ist einfach so ein anderer Mann als Vater eingetragen,würde sich die frage stellen ob das nicht betrug ist! Ich als biologischer Vater würde das so nicht stehen lassen wollen.

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