schwiegermutter - kontaktabbruch?

    • (1) 21.10.17 - 14:54

      ich weiß, dass es hier viele threads gibt zu dem Thema schwiegermutter, aber ich bräuchte eure hilfe.
      die Beziehung zu meiner schwiegermutter war immer schwierig und von Intrigen geprägt. erst wollte sie mich los werden, dann belog sie meinen mann. mein mann hatte schon in der Jugend Schwierigkeiten mit ihr, da sie klammerte. das war ein mitgrund, warum er beruflich umziehen wollte. nun ja.. wir sind 6 jahre zusammen und ich habe die ganzen Intrigen und lügen mitgemacht. der Höhepunkt war, dass sie uns eine Krankheit vortäuschte und angeblich bald sterben würde. das stellte sich als lüge heraus, mit der sie Aufmerksamkeit wollte. oft hatte ich mitleid mit ihr, aber die Aktionen machten mich langsam kaputt. sie entschuldigt sich nicht mal, sondern lächelt nur und sagst:" das habe ich nie behauptet". angeblich hat jemand ihr Handy geklaut oder ihr Passwort. ich habe ein Kind, das ein halbes jahr alt ist. sie hat den kleinen nur 3x besucht. in der zeit war es auch ruhiger, nur ging es gestern wieder los. sie bedrohte meinen mann, weil er keine zeit hatte ihr mit dem Radio zu helfen. er wäre bald schuld an ihrem Tod, sie nimmt gleich starke tabletten und noch schlimmere dinge. dann schoss sie auch gegen mich. ich habe es nicht ausgehalten und sie angerufen und gesagt, dass wir nicht mehr können und ich erstmal abstand möchte, genauso soll sie sich von unserem sohn festhalten. mein mann ergänzte dazu, dass er auch vorerst keinen kontakt will und sie unbedingt hilfe brauche.
      das ist gestern und seitdem finde ich keine ruhe. wie soll es weiter gehen? ich halte das alles nicht mehr aus. vor allem habe ich angst um meinen sohn. ich möchte erstmal keinen kontakt haben und dann evtl. eine leichte Annäherung irgendwo im cafe (das Problem ist leider nur, dass wir dies schon oft gemacht haben und es nichts brachte). falls sie wirklich psychisch krank ist (ich kann das nicht beurteilen, aber sie hat immerhin eine Krankheit erfunden, Selbstmord gedroht und erfindet irgendwelche Geschichten), weiß ich nicht mehr weiter. der schwiegervater ist von ihr getrennt. die schwester hat das mit der ausgedachten Krankheit mitbekommen und ebenfalls kaum kontakt. ihr bruder aber hält zu ihr und lässt sich auch noch mit ein. sie wohnt 45min entfernt.

      • Letztlich kannst Du nur entscheiden, was für Euch richtig ist.

        Sie kann sich behandeln lassen, aber dazu kannst Du sie nicht zwingen. Und selbst wenn sie in Behandlung ist, kannst Du nicht verhindern, dass sie sich z.B. das Leben nimmt. Allerdings ist die Frage, wie Du auf das Risiko reagierst. Entscheidest Du Dich, trotzdem Deine Grenzen zu setzen, dann kannst Du Schuldgefühle entwickeln, wenn sie sich umbringt. Entscheidest Du Dich, zu tun was sie will, kannst Du selbst in einer deftigen Krise landen.

        An Deiner Stelle würde ich mir selbst psychologische Unterstützung holen.
        Offenbar ist sie psychisch zumindest labil, wenn nicht krank, und Ihr müsst für Euch klären, wie Ihr damit umgehen könnt und wollt ohne mit krank zu werden.

        • danke, ich finde leider keine lösung. habe jetzt schon ein schlechtes gewissen, dass wir sie in stich lassen. aber was sollen wir noch alles tun? es raubt mir die kraft. gerade mit einem Baby. sie hat mich in der Klinik nicht besucht, obwohl sie eingeladen war. hat den kleinen nur 3x gesehen. meinte aber gleichzeitig bei einem anderen Telefonat, sie hätte immer Freudentränen, wenn ich ihr Fotos vom kleinen schicke und sie liebe ihn so.
          mein mann will dieses mal hart sein und bis Dezember den kontakt meiden. es ist seine mutter und trotzdem leide ich mehr. er sagte, es vergeht alles und vielleicht kommt dann auch die erste Entschuldigung. ansonsten haben wir vor weihnachten wieder den nächsten knall und starten bei 0.
          meine Eltern leiden auch mit. meine mutter dachte tatsächlich wir wären eine Familie. zwar kommen wir mit dem schwiegervater gut aus, aber es fehlt halt was.
          sie hat leider auch keine Hobbys und nichts. mein mann ist Einzelkind. also sind wir immer ihre "Beschäftigung".

          • Selbst wenn sie sich entschuldigen würde, wird sie nicht aus ihrer Haut heraus können.

            An Deiner Stelle würde ich sie als psychisch krank einstufen und dann überlegen, wie ich mit der Erkrankung umgehen kann. Selbst wenn sie sich entschuldigt, wird sie ihr Verhalten nicht ändern können.

      ich weiß nicht, ob ihr so viel daran liegt, dass er das Radio repariert oder ob es einfach Streitlust ist. ein anderes Beispiel. wir haben sie oft eingeladen, sie sagte immer ab. dann habe ich ihr gesagt, dass ich mich freuen würde, wenn sie vor tag X kommt, da wir dann ja im Urlaub sind. (den Urlaub hat mein mann auch viel früher erwähnt). also ruft sie uns kurz nach tag X an, dass sie vorbei schauen wollte, aber keiner aufmacht. sie stehe vor der tür. angeblich hätte ich den Urlaub nicht erwähnt und wieder riesiges Drama.
      wie soll ich das einschätzen? sind das Intrigen?

      Huhu,
      erstmal tief durchatmen. Der Abstand wird euch guttun. Da sie euch scheinbar geschickt manipuliert und emotional erpresst, ist es kein Wunder, dass du ein schlechtes Gewissen hast und mit der Situation nicht so gut zurecht kommst. Ich kann dich beruhigen, das gibt es des Öfteren. Meine Mutter ist auch so ein Mensch. Als ich 10 Jahre alt war, drohte sie mir, sie würde sich nun umbringen (mein Zimmer war nicht ordentlich genug) und ist daraufhin weggefahren und erst Stunden später wieder aufgetaucht. Solche Menschen wissen, wie sie andere bei der Stange halten und ihnen immer das Gefühl der Verantwortung zuschustern können. Der Absprung ist schwierig und dauert lange. Das schlechte Gewissen wird sich mit der Zeit legen und ihr werdet merken, dass es sich sehr gut anfühlt frei zu sein. Ich habe nun langsam wieder eine minimale Annäherung an meine Mutter. Nur in kleinen Schritten und nur zu meinen Bedingungen. Geht auch nicht anders, da ich 300 km weit weg wohne und sie so nicht mehr vor meiner Tür stehen kann.
      Ihr habt in meinen Augen den richtigen Schritt gewählt. Hilfe könnte deine SM sicher gebrauchen, ob sie sie will (und ob sie sich überhaupt therapieren lässt, Persönlichkeitsstörungen sind z.B. nicht heilbar) ist eine andere Geschichte. Du und dein Mann, ihr müsst euch und euer Kind in erster Linie schützen. Wie es weiter geht (in einigen Jahren?), das seht ihr, wenn es soweit ist. Es gibt ja auch Möglichkeiten, dass dein Mann (wenn er es möchte) alleine langsam Kontakt herstellt. Wie auch immer, das ist ja gerade nicht das Thema. Ich kenne deine SM nicht und kann nur mutmaßen. ich weiß nicht, ob sie eine Depression hat oder etwas anders. Ich kann nur aus meinen Erfahrungen sprechen. Und die sagen: sie wird es nicht tun. Hat meine Mutter nie und würde sie auch nie. Sollte deine SM dennoch jmd sein, der selbstmordgefährdet ist und sie lässt sich auf biegen und brechen nicht helfen... gut dann ist das so... traurig für deinen Mann aber nicht zu ändern. Wichtig ist nur, dass du dich von den Schuldzuweisungen distanzierst. Das ist ein Mittel der Manipulation. Selbst wenn sie sich wirklich für einen Selbstmord entscheiden sollte, dann ist es ihre Entscheidung. Da sie aber ja scheinbar damit etwas erpressen will, wird sie es meiner Meinung nach nicht tun, da sie ja sonst tot ist....
      Ich wünsche dir viel Kraft und Mut :)

    • (7) 21.10.17 - 17:10

      Hey,

      also ich glaube, deine SchwiMu ist krank, vermutlich fühlt sie sich auch sehr einsam und versucht, Kontakt und Liebe zu erzwingen aus ihrer psychischen Notlage heraus.
      Ich würde sie also an deiner Stelle vermutlich nicht im Stich lassen (können)... auch wenn ich dich total verstehe. Ohje, das ist eine ganz haarige Situation.
      Wenn jemand psychisch krank ist und dies selbst nicht einsieht, wird er sich nicht helfen lassen und auch nicht erfolgreich helfen lassen können.
      Es wäre gut, wenn jemand mit einem Vertrauensverhältnis mal mit ihr spricht, sie eventuell fragt, ob ein Gespräch mit einem Psychologen für sie in Frage kommt. Denn solche Sätze wie "Ich tue mir was an" usw sind schon sehr beängstigend für den Rest der Familie!
      Bzgl des Tages X hat sie sich eventuell einfach das Datum nicht gemerkt oderso. Sollten solche "Schusseligkeiten" häufiger Vorkommen, ist aber auch das ein Warnsignal. Frühe Demenz? Altersdepression?
      Wenn ihr wirklich begründete Angst um sie habt (bzgl Suizid) schleppt sie zur Not mit Hilfe aber auch in eine Klinik. Denn damit ist absolut nicht zu scherzen.

      Ich wünsche Euch alles Gute!

    (9) 21.10.17 - 21:39

    Ich finde, du musst dich mehr abgrenzen. Du zählst viele Dinge auf, die dich aufregen, die aber eigentlich nicht in deinen Verantwortungsbereich fallen. Belaste dich nicht damit.

    Die Schwiegermutter steht bei euch vor der Tür, obwohl ihr wie angekündigt im Urlaub seid? Pech für sie, nicht für euch. Es ist nicht deine Verantwortung, so etwas zu verhindern. Sie wurde informiert, das muss reichen. Möglich, dass sie zu zerstreut ist, sich den Termin gemerkt zu haben. Ebenso möglich, dass sie das extra inszeniert hat, um Mitleid zu bekommen oder bei euch Schuldgedühle auszulösen. Der Grund muss für euch aber keine Rolle spielen. Seid höflich und drückt euer Bedauern für ihre unangenehme Situation aus, übernehmt aber nicht die Verantwortung dafür. Sie selbst kann etwas daran ändern, ob so eine Situation noch einmal passiert. Ob sie das tun wird oder nicht, ist aber auch wiederum nicht eure Verantwortung und kann euch daher egal sein.

    Dann thematisierst du viel die Häufigkeit ihrer Besuche bei euch. Kam nicht ins Krankenhaus, hat euer Baby in 6 Monaten nur 3mal gesehen. Warum ist das für dich so ein Thema? Lass sie doch einfach so selten kommen, wie sie mag oder vermisst du sie so stark, wenn sie nicht da ist? Es ist doch ihre Entscheidung, wie oft sie zu euch kommen möchte und ihr solltet euer Leben nicht so einrichten, dass eure Lebensqualität sinkt, wenn sie selten kommt. Sie ist ja nicht euer persönlicher Bespaßer.

    Okay, dass sie eine Krankheit erfunden hat, ist blöd, aber in der Zukunft werdet ihr ihr solche Geschichten nicht mehr so schnell glauben, das hat also eher negative Konsequenzen für sie und nicht für euch. Ist also auch kein Grund, sich besonders zu ärgern.

    Mit der Aktion bzgl. des Radios hat sie ihren Sohn nun erstmal so gegen sich aufgebracht, dass er vorläufig keinen Kontakt möchte. Und du schreibst, du hältst das alles nicht mehr aus. Was ist denn daran nicht zum Aushalten? Ich würde mich einfach entspannt zurücklehnen und schauen, wie es weiter geht. Solange die beiden sich nicht versöhnt haben, muss es ja erstmal keinen Kontakt mehr geben, das ist doch entspannend, da musst du dir keine Gedanken um sie machen.

    Deine Schwiegermutter ist eine tieftraurige einsame Gestalt, die scheinbar keine anderen Wege kennt, die Aufmerksamkeit ihrer Mitmenschen zu bekommen als Lügen und Manipulation. Das ist aber nicht dein Problem, soll sie doch weiter ihre Schiene fahren. Ihr habt sie durchschaut und lasst euch nicht manipulieren. Wenn sie Glück hat, findet sie irgendwann einen besseren Weg, eure Aufmerksamkeit zu bekommen, aber wahrscheinlich nicht mehr. Sei's drum. Euer Problem ist das nicht

    (10) 22.10.17 - 17:04

    Ich denke, ihr (vor allem aber Du) solltet mal ein klare Linie festlegen und an der dann festhalten.

    Du und sie, ihr wisst beide anscheinend nicht so recht, was ihr wollt.

    Du willst mal Abstand, lädst sie dann wieder in die Klinik und zu Besuchen ein. Anschliessend jammerst Du ihr die Ohren voll, dass Du das alles nicht mehr aushälst.

    Ich nehme mal stark an, bei Deiner Schwiegermutter handelt es sich nicht um einen psychisch gesunden Menschen. Du kannst mit ihr nicht einfach so mal hü, mal hott machen.

    Halte Dich an Deinen Mann, der erstens seine Mutter schon einige Jahre mehr auf dem Buckel hat und zweitens in der Lage scheint seine Befindlichkeiten mal für ein anständiges Familienleben zurückzustellen.

Top Diskussionen anzeigen