Umzug Schwiegermutter

    • (1) 16.02.18 - 10:21

      Hallo liebe Community,

      da man selbst nur eine eingeschränkte Sichtweise hat würde ich euch gerne nach eurer Meinung fragen.
      Meine Schwiegermutter (70Jahre) muss aus ihrer Wohnung ausziehen. Da sie im Rollstuhl sitzt und nur eine kleine Rente bezieht ist es für sie schwierig eine neue Wohnung zu finden. Mein Mann ist ihr einziges Kind und sie hat auch keinen Partner oder sonstige Verwandtschaft. Wir leben in einer Großstadt und hätten jetzt gerne, dass sie zu uns zieht. Das sind ca 100km von ihrem jetzigen Wohnort. Wir könnten uns leichter um sie kümmern, aber wir hätten ihr eine Wohnung im betreuten Wohnen besorgt. Gesundheitlich wird es bei ihr nicht besser und so müsste sie nicht nochmal umziehen.
      Ihr beste Freundin (auch 70 und Rentnerin) möchte aber nicht, dass sie so weit weg zieht und will eine behinderten gerechte Wohnung bei ihr in der Nähe suchen. Ihrer Freundin sind wir schon sehr dankbar, weil sie sich so gut um sie kümmert, aber sie macht oft zu viel. Als meine Schwiegermutter im Krankenhaus lag, hatte ihre Freundin ihren Schlüssel und hat ihr Schlafzimmer komplett umgestaltet. Die Wände sind feuerrot gestrichen und es sieht aus wie in einem Puff. Man darf aber nichts zu Freundin sagen, weil sie hat es nur gut gemeint. Ich finde aber manchmal ist es zu viel. Meiner Schwiegermutter ist es auch zu viel, aber traut sich nichts zu sagen. Wegen dieser und anderer Sachen bin ich schon mit ihrer Freundin aneinander geraten.
      Mein Mann hält sich aus allem raus.
      Halte ich mich raus und lasse die Freundin alles machen so wie die Freundin es möchte oder kümmere ich mich darum weil wir eine Familie sind?
      Wenn man meine Schwiegermutter fragt was sie möchte kommt nur, dass sie da wohnen bleiben möchte. Diese Option geht leider nicht.

      Über eure Meinung wie ich mich am besten verhalten sollte wäre ich sehr dankbar

      • Kann sie nicht im jetzigen Wohnort und na betreute Wohnen und ihr kommt sie besuchen?
        Sonst hängt die bei euch ja auch nur rum und muss neue Bekanntschaften knüpfen.
        Bei ihrer Freundin würde ich mich nicht einmischen, grade als Schwiegertochter nicht. Wenn, dann kann nur dein Mann was sagen finde ich und sie ist alt genug. Wenn sie nichts sagen mag, muss sie eben in solch einem Schlafzimmer schlafen.

        • Danke für deine Antwort.
          solange es ihrer Freundin gut geht und sie sich um meine Schwiegermutter mit kümmert ist das kein Problem. Sie fährt sie z.B. zum Arzt, aber was ist wenn die Freundinn auch aus gesundheitlichen Problmenen nicht mehr kann? Früher haben wir meine Schwiegermutter zum Arzt gefahren, dafür haben wir uns immer einen Tag Urlaub nehmen müssen, wenn sie bei uns wohnt könnten wir das in unseren Arbeitsalltag besser integrieren.
          Alleine der Einkauf würde es für uns leichter machen, aber klar es wäre entspannten für uns wenn wir die Freundin alles machen lassen und nur zu Besuch kommen. Finde ich aber auch etwas frech von uns

          • Ich glaube dir, das ist schwierig und man macht sich so seine Gedanken. Wenn aber ein gutes Pflegeheim vorhanden ist vor Ort, hat sie dort m.E. eine bessere Betreuung als in einer neuen Umgebung. Und so man den eigenen Eltern ist, man hat auch noch ein eigenes Leben und das wird sie doch auch verstehen, dass es etwas schwieriger zu organisieren ist, wenn man weiter weg wohnt.
            Ich sehe das nicht so, als wenn man Sie abschieben würde. Im Heim bekommt sie ihr Essen, kann Besuch empfangen, ist nicht allein und könnte sich an den Veranstaltungen dort beteiligen usw.

      Hallo,

      das ist wirklich eine verzwickte Lage. Wenn sich Dein Mann heraus hält, würde ich es, an Deiner Stelle, auch tun. Sie will nicht, dem Mann ist es egal und die Freundin kümmert sich.

      LG

      Dir bleibt nichts anderes, als es momentan zu lassen, wie es ist, es ist Sache Deines Mannes, es ist seine Mutter!! Raushalten ist feige. Will Deine Schwiegermutter wegziehen, ja oder nein? Wenn sie sich nicht konkret äußert....tja. ich würde ihr aber wohl sagen, dass sie ruckzuck im Altenheim landet, wenn ihre Freundin morgen ausfiele. Denn dann ist keine Zeit zum Wohnung suchen. LG Moni

      • dann werde ich mich wohl raus halten und meine Schwiegermutter muss dann später ggf nochmal ins Altersheim umziehen.
        Das fällt mir echt schwer, aber alle sind Erwaschsen und könnten miteinander reden. Wenn meine Schwiegermutter nicht sagt sie will zu uns, dann möchte sie wahrscheinlich da bleiben. Es ist bestimmt nicht leicht in ihrem Alter umzuziehen.

    Hallo!

    So oder so - betreutes Wohnen ist kein Pflegeheim. Und auch kein Ersatz dafür, denn mehr als mehrmals am Tag ein mobiler Pflegedienst ist da auch nicht möglich. Bei Menschen, die deutlich mehr Pflege brauchen, reicht das dann so oder so nicht für immer.

    Aber solange es der Schwiegermutter gut geht, wäre das betreute Wohnen eine gute Option - aber bitte in ihrer Stadt, wo sie Freunde, soziale Kontakte hat, sich auskennt. Das ist ja auch wichtig, denn selbst wenn sie dann nur 3km von euch weg wohnt, würdet ihr es kaum schaffen, sie täglich zu besuchen, erst recht nicht mehrere Stunden. Mit ihrer Freundin läuft es aber sicher öfter so, oder?

    Gibt es da vielleicht sogar Einrichtungen für betreutes Wohnen in kurzer Entfernung zu Ärzten? Hier haben sich da etliche Arztpraxen gleich dort angesiedelt, das ist schon praktisch.

    Einkäufe kann man übrigens mittlerweile auch liefern lassen, da gibt es diverse Anbieter, die auch frische lebensmittel bringen. Zur Not muss sie Dir eben sagen, was Du dann online bei Rewe o.ä. bestellen sollst.

    Sollte die Sache mit der Pflege dann zu aufwändig werden, führt sowieso kein Weg mehr am Pflegeheim vorbei, so ist es eben.

    • Mir ist klar, das ein beteutes Wohnen kein Pflegeheim ist. Ich habe mir hier auch schon was angeschaut und mir ist der Unterschied klar. Bisher reicht es aus, wenn der Pflegedienst alle 2 oder 3 Tage kommt. Sie hat Pflegestufe 2.
      Meine Schwiegermutter verlässt die Wohnung nie alleine und vielleicht 2mal im Monat wenn wir zu Besuch kommen oder ein Arztbesuch ansteht.
      Ihre Freundin kommt ein oder zweimal in der Woche vorbei.
      All ihre anderen Kontakte pflegt sie online.
      Aber auch wenn sei bei uns wohnen würde, kommen wir bestimmt nicht jeden Tag vorbei, aber wir könnten es. Jetzt ist es da schon schwierig.

Hallo,
das ist eine schwierige Lage, aber ich versuche dir mal meine Gedanken mitzuteilen!

Meine Mutter ist mit Anfang 70 in ein betreutes Wohnen umgezogen, auf eigenen Wunsch. Sie war alleine in ihrem Reihenhaus, alle 3 Kinder quer in Deutschland verteilt. Sie hat sich dazu entschieden in meine Nähe zu kommen, uns trennen jetzt nur noch 20 km, vorher waren es knapp 400! Sie war gesundheitlich noch dazu in der Lage jede Menge neue Kontakte zu knüpfen, Kurse zu besuchen, neue Ärzte zu finden....aber wie gesagt, sie selbst hat es so entschieden und sie sagt noch heute (7 Jahre später) sie würde es immer wieder so machen.

Ich selbst arbeite seit einem Jahr im Büro eines betreuten Wohnens. Bin zuständig für diverse Organisation, Ansprechpartner, biete Beschäftigungsangebote an etc.
Und da sehe ich einiges. Ich sehe wie schnell es geht, dass man nicht mehr alleine einkaufen gehen kann, dass die Freunde plötzlich und unerwartet erkranken oder versterben, dass eben alles nicht mehr so leicht ist.
Klar, der Name "Betreutes Wohnen" ist eigentlich völliger Humbug, aber zur Not ist eben jemand da an den man sich wenden kann. Bei medizinischen Belangen muss sowieso der Pflegedienst kommen.
Ich denke, mit 70 Jahren ist deine SM in einem Alter in dem auch sie neue Kontakte knüpfen kann, mit kanpp 80 ist das vielleicht nicht mehr so leicht.
Ganz raushalten könnte ich mich an deiner Stelle nicht, denn es "belastet" dich ja irgendwo und da sollte eine Lösung gefunden werden. Rede nochmal mit deinem Mann, dass er ihr aufzeigt wie der Weg sein kann wenn sie in der jetzigen Wohnung bleibt, wie er sein kann wenn sie jetzt in Eure Nähe kommt. Vor- und Nachteile.
Und NUR weil eine Freundin ihr AKTUELL helfen kann, sollte man nicht seine Zukunft bzw. das heranschreitende immer schwerer werdende Alter danach bestimmen.

LG
masinik

  • darf ich fragen warum sie zu euch gezogen ist und nicht zu einem ihrer anderen Kinder?
    Mit neuen Kontakten sehe ich es schwer, weil sie nicht alleine raus geht.
    Ich werde mit meinem Mann noch mal reden müssen

    • Mag blöd klingen, aber sie hat sich "für mich entschieden" da wir ein sehr gutes Verhältnis haben, weil meine Kinder die jüngsten sind im Vergleich zu den anderen Enkeln und es bei uns landschaftlich sehr schön ist.

      Vergessen : mit den Kontakten ging es ganz schnell, es fing den Kaffeenachmittage im Haus statt und eigentlich sind alle die neu einziehen auf Kontaktsuche und werden herzlich aufgenommen, alle sitzen im selben Boot ;))

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