Probleme mit der Familie des Mannes. Scheidung?

    • (1) 22.03.18 - 09:48

      Hallo zusammen!

      ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, wie ich beginnen soll. Nun, ich versuche das mal. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch die Zeit nimmt, und dies durchliest und mir ein paar Tipps gibt.

      Mein Mann und ich sind vor fast einem Jahr in seine Alte Heimat (zu meinen Schwiegereltern) gezogen. Grund für den Wechsel war, dass mein Mann befördert wurde und wir haben uns darüber unterhalten, und er soll diese Chance nutzen. Vor 6 Monaten kam unsere Tochter zur Welt. Haben uns auch den Traum vom Eigenheim erfüllt. Meine Eltern wohnen leider 500 km entfernt. Gerade jetzt mit meiner Tochter, fehlt mir meine Familie ganz schön.

      Durch diesen Umzug, ist das Verhältnis zu den Schwiegereltern sehr schwierig geworden. Die Mutter kommt zu oft (ich finde, ein gesunder Abstand ist ja auch wichtig). Mischt sich in die Erziehung unserer Tochter ein z.B. Wir füttern sie zu oft, wir ziehen sie nicht Wetterpassend an usw. Ich habe sie nett darauf hingewiesen, dass wir das so machen, wie wir es für angebracht halten. Naja, dann hat meine Schwiegermutter dies völlig falsch aufgenommen und meinte, das Kind fühlt sich hier wohl usw. Naja, wir geben das Kind ab und sie hat sich an Regeln zu halten. Durch diesen schwierigen Kontakt, fällt es mir sehr schwer, mein Kind mal abzugeben und loszulassen. Ich vertraue meiner SchwiegerM. einfach nicht. Als ich noch Schwanger war, saßen meine Schwägerin, meine Schwiegerm. und ich am Tisch und haben Kaffee getrunken. Da hat die Mutter gesagt, dass die Kinder ihrer Tochter ihr am liebsten sind. Das war wie ein Schlag ins Gesicht. Sie sagt aber auch, dass sie unsere Tochter auch sehr lieb hat usw. Meine Schwägerin und die Mutter haben ein sehr inniges Verhältnis, da sich meine Schwägerin scheiden lies und sehr viele Probleme hatte (schulden, haben gerade ein Haus gekauft usw.) die Eltern haben sie sehr stark unterstützt und hatten eine schwierige Zeit durchgemacht. Bei allen Familientreffen lobt sie ihre Tochter in den Himmel. Sie kann dies gut und das usw. immer das gleiche und wenn sie mich besuchen kommt, genau das gleiche. leider nervt das und irgendwie versteht sie das einfach nicht. Bei uns heißt es immer, dass wir ein Studium absolviert haben, wir ein gemeinsames Kind haben und es uns ja gut geht. Ich merke, dass dieser Umzug ein großer Fehler war und weg können wir nicht, weil wir hier ein Eigenheim haben.

      Ich merke aber, dass dies unsere Ehe sehr belastet. Mein Mann und ich sind sehr harmonisch miteinander. Wenn ich ihm aber darüber erzähle, meint er immer, ich habe keine anderen Probleme und ich die Mutter ja immer schlecht mache. Meine geliebte Schwiegerm. sagt auch immer, dass es ja das Haus von meinem Mann ist.. wo ich schon den Kopf schüttle..
      ich bin sehr genervt und mit meinen Nerven am Ende. Esse nichts, schlafe nicht und ich fühle mich hier einfach nicht wohl. Ich ziehe mittlerweile eine Trennung vor. Aber was ändert sich daran? Eigentlich nichts.. es wird nur schwieriger.
      Wie soll ich aber damit umgehen? habt ihr Tipps für mich?

      • Hallo!

        Wieso könnt ihr nicht weg? Ihr könnt das Haus verkaufen. Wir lebten leider auch mit Schwiegereltern unter einem Dach. Getrennte Wohnungen. Als die erste Tochter kam wurde es extrem. Schwiegi hat sich überall eingemischt. Ihren Sohn immer in den Himmel gelobt und ich war halt das Anhängsel. Mein Mann hielt es auch nicht mehr aus. Wir sind aus der Wohnung raus- Eigentumswohnung meines Mannes- haben wir vermietet und uns ein Haus gekauft. Wir leben viel entspannter. Alt und jung gehört getrennt.

        Gabi

        (3) 22.03.18 - 10:01

        Na ja, erstmal glaube ich, dass es meistens so ist, dass die Eltern ihre Tochter bevorzugen (also deine Schwägerin) statt die Schwiegertochter. Das finde ich sogar ziemlich normal. Dazu kommt, dass es bei euch einfach alles läuft (Studium, Haus) Infos deine Schwiegereltern den Fokus eher auf das „Sorgenkind“ legen. Auch das finde ich menschlich.

        Wenn ihr euer Kind abgebt, dann könnt ihr nicht alle Regeln aufstellen. Da braucht der Babysitter auch eine gewissen Freiraum, finde ich.

        Ob du dich da zu sehr reinsteigerst, oder deine Schwiegermutter wirklich so schlimm ist,...hmmmmm, keine Ahnung! Vom Lesen her habe ich eher den Eindruck das du da zu große Erwartungen hast, jedes Wort auf die Goldwaage legst usw. Lass sie doch reden (bezüglich essen usw.)... Da sage ich mittlerweile nichts mehr zu - das ist Energieverschwendung. Geb dein Kind nicht ab, wenn dich das alles so stört, besucht euch nicht ständig, formulier klar was du dir wünschst und was nicht.

        Deswegen nicht essen - oder gar die Beziehung beenden wollen, halte ich für überzogen. Baut euch ein Leben neben den Schwiegereltern auf.

        Gerade jetzt mit meiner Tochter, fehlt mir meine Familie ganz schön.

        Schlüsselsatz! Du würdest von Deiner Mutter genau die gleiche Liebe und Engagement abfordern wie die Tochter Deiner Schwiegermutter - und wärest wohl überaus erstaunt, wenn jemand anderes das auch von ihr erwarten würde.
        Trennung wegen so etwas? Könnt ihr euch kein eigenes Leben aufbauen?
        Als Schwiegermutter hat man doch ohnehin meist die A***karte gezogen und kann es kaum recht machen. Ich dachte 13 Jahre lang, dass ich meine Schwiegertochter ausreichend unterstützte (oft sogar gegen meinen Sohn) - als das Kind kam, war ich innerhalb weniger Wochen die Böse, die ja NUUUR für die Tochter da ist und üüüüberhaupt nicht für sie. ..... mit sowas will man plötzlich nichts mehr zu tun haben - ich sah meinen Sohn mit Familie zuletzt im Mai 2015. Damit muss man erstmal leben lernen.
        Hör auf, Deiner Schwägerin dauerneidisch zu sein und sag lieber mal Deiner Schwiegermutter unter vier Augen, dass Du es zwar verstehen kannst, dass ihr ihre Tochter näher ist als Du - aber dass es Dich verletzt, das dauernd hören zu müssen - offene Worte helfen manchmal. Wenn sie über die Klamotten des Kindes meckert, gibt es die Möglichkeit zu sagen "ich weiß schon, aber ich mache es trotzdem, wie ich es für richtig halte - so wie Du damals mit "Klaus" sicher auch!! (Name Deines Mannes).
        Glaubst Du nicht, dass sie es auch spürt, dass Du ihr nicht vertraust beim Babysitting? Wieso nicht - hat sie keine Kinder aufgezogen?
        Haus verkaufen, Scheidung, Familie auseinanderreißen - da habe ich hier schon andere Vorfälle, die das eher begründen würden.
        LG Moni

      • Irgendwie verstehe ich den Hintergrund bei Dir nicht, was rechtfertigt, dass Du von Scheidung/Trennung sprichst und davon, mit den Nerven am Ende zu sein und nicht mehr schlafen und essen zu können.
        Warum nochmal? Weil Deine Schwiegermutter zu Dir sagt, dass Du das Kind nicht wettertauglich angezogen hast und zu viel fütterst? #kratz Oder hab ich was überlesen?#kratz
        Und wenn ich das richtig verstehe, dann wohnt ihr nichtmal im gleichen Haus, sondern in 2 verschiedenen Häusern.
        Nun, welche Möglichkeiten habt ihr?
        - Haus verkaufen, Job kündigen, wieder zum alten Wohnort ziehen und neuen Job und neue Wohnung suchen
        - bei Aussagen der Schwiegermutter wie oben einfach die Ohren auf Durchzug schalten, sich seinen Teil denken und das Kind so erziehen/kleiden, wie Du und Dein Mann es für richtig halten

        Du solltest Dir ein dickeres Fell zulegen

        Meine Familie wohnt 300 km weit weg und wir wohnen in der Heimatstadt meines Mannes.
        Nach einigen Vorfällen verbringe ich nur noch zeit mit meiner schwiegerfamilie wenn mein Mann dabei ist. Denn meine Schwiemu hat mir unter 4 Augen immer absurdeste Dinge unterstellt. Hab ich sie aber vor meinem Mann darauf angesprochen wusste sie nichts mehr davon 😉

        Deshalb geh ich nicht ans Telefon wenn sie anruft. Zu Besuch haben sie aufgegeben wenn mein Mann nicht da ist und spontan empfange ich ohnehin keinen Besuch.

        Wenn mein Mann dabei ist, ist sie um einiges freundlicher zu mir und seitdem gibt es halt keine Reibungspunkte mehr.

      • Ich finde, dass Du da sehr stark überreagierst bzw. falsche Schlüsse ziehst.

        Ich habe selbst ein sehr inniges Verhältnis zu meiner Mutter und werde von ihr auch sehr stark unterstützt, weil ich allein mit meinen Kindern bin. Wenn meine Schwägerin da den gleichen support erwarten würde, ehrlich, das fände ich auch komisch. Meine Mutter und ich kennen uns ein Leben lang und sind uns natürlich anders verbunden - wie soll da das gleiche Verhältnis zu einer anderen Frau entstehen, die erst seit einigen Jahren in der Familie ist?! Meine Schwägerin hat ja auch ihre Mutter! Dass es für Dich schwer ist, dass Du Deine Mutter nicht in der Nähe hast, verstehe ich gut - aber da können Deine Schwiegermutter und Schwägerin nichts dafür. Sie können Dir Deine eigene Familie nicht ersetzen.

        Wenn Du an Deinem Wohnort unglücklich bist musst Du das mit Deinem Mann adressieren. Dafür müsst ihr gemeinsam eine Lösung finden. Wenn ihr daran nicht gemeinsam arbeiten könnt, DANN kommt ihr vielleicht irgendwann an den Punkt, an dem ihr über Trennung nachdenken müsst. Aber sich zu trennen, weil die Schwiegermutter nicht so sein kann wie die eigene Mutter, das finde ich nicht richtig.

        Hallo Hermani,

        ich glaub du steckst in einem kleinen Teufelskreis. Deine Familie ist sehr weit weg und du siehst deine Schwägerin wie sie ihre Mama immer bei sich hat, wie sie sich gegenseitig unterstützen etc.! Und ja, das kann einen natürlich auch sehr traurig und in gewisser Weise auch neidisch machen. Dazu kommen Aussagen deiner Schwiegermutter, dass sie die Kinder ihrer Tochter "lieber" hat und schwups wünscht du dir deine Mama her. Ich finde das ist an sich normal und verständlich.

        Und ja, natürlich haben andere (auch die Schwiegereltern) oft eine andere Meinung wie z.B.: zum Essen oder zur Kleidung etc.! Und ja, das kann einem auch mal auf die Nerven gehen da man schließlich nicht immer "kritisiert" werden möchte. Natürlich sind das eher Kleinigkeiten aber wer möchten schon ständig hören das man etwas "falsch" macht (was - abgesehen von Gewalt - ja nicht mal richtig ist).

        Hier im Forum lese ich immer wieder, wenn es um die Schwiegereltern geht, dass die Schwiegertöchter übertreiben würden, undankbar sind usw.! In Einzelfälle mag das auch sicherlich zutreffen aber nicht immer. Und als Mama des Kindes darf man ebenfalls eine Meinung haben und diese auch Äußern. Und ich bin der Meinung, die "Mischnung" machts. Überleg für dich was dir besonders wichtig ist bzgl. der Erziehung/Regeln und bespricht das mit den Schwiegereltern und daran müssen sie sich dann auch halten. Dann mag es Dinge geben, die du selber nicht tun würdest aber es ist bei Oma/Opa ok und das musst du dann aber auch akzeptieren. Bei uns ist es z.B.: so, dass unsere 3-jährige meist so 1-2 mal im Monat mit Opa einkaufen ist, dann bekommt sie immer ein Ü-Ei. Das würde sie von uns nicht bekommen aber in dem Fall ist es für mich auch ok! Im Gegenzug gibt es aber auch bei Oma/Opa die Regel, dass es am Tag keinen Schnuller gibt (bekommt sie schon lange nur noch zum Schlafen, hat aber Phasen wo sie ihn auch am Tag will... Oma/Opa sehen das nicht so eng, ich möchte es aber nicht - wird genauso akzeptiert).

        Schnapp dir deine Schwiegermutter und sprich ganz in Ruhe bei nem Kaffee und Stückchen Kuchen mit ihr. Erklär ich, dass du manchmal traurig bist, weil deine Familie so weit weg ist. Sag ihr, dass sie als Oma wichtig ist für eure Tochter und du ihr auch vertrauen möchtest, deswegen bittest du sie höflich auf xy zu achten und ansonsten hat sie "Oma-Freiheit". Was das Essen angeht, es kann ja auch ein Wachstumsschub sein (da essen viele Kinder mehr) und bzgl. anziehen - sag ihr deine Tochter friert/schwitzt eben schnell deswegen hat sie dies und das an oder nicht an. Wenn sie bedenken hat, dass es ihr zu kalt ist dann kann sie ja im Nacken/zwischen den Schultern fühlen, da merkt man ja ob es dem Kind warm genug ist.

        Eine Freundin von mir lebt seit gut 4 Jahren in London (beruflich Bedingt durch ihren Mann). Es war alles bestens, sie war glücklich usw.... vor 8 Monaten kam ihr Sohn zu Welt und seither wird der Wunsch "zurück in die Heimat/zurück zur Familie" auch immer Größer. Noch knapp 1 Jahr und dann kommen sie auch wieder zurück (war von Anfang an zeitlich begrenzt auf 5 Jahre) und sie versucht so oft wie möglich her zu fliegen - in Zeiten von Billigflieger auch nicht so schwer. Vielleicht ist das ja auch eine Möglichkeit für dich, deine Familie öfter zu besuchen?

        Wünsche dir alles Gute!

        Hi,

        Ganz ehrlich verstehe ich es, dass deine Schwiegermutter ihre Tochter dir bevorzugt, ist doch normal. Schließlich ist es ihre eigene Tochter und auch, dass sie von ihr nur positiv spricht würde ich eher auf Mutterstolz schieben, als auf etwas anderes.
        Auch das sie sagt, es ist das Haus deines Mannes, ist nicht ungewöhnlich. Macht mekne Schwiegermutter heute noch gelegentlich. Ich weiß aber, dass sie mich sehr gerne hat und das eben nur einfach so sagt, wenn sie gefragt wird: Na wie geht es deinem Sohn? Dann sagt sie auch: ah, er hat jetzt ein Haus gekauft und das wird jetzt renoviert.

        Ich fühle mich davon aber jetzt nicht zurückgesetzt, das ist einfach normal, das man halt mehr über sein eigenes Kind spricht.

        Ich würde dir auch empfehlen, einfach Mal zu überlegen, was dir besonders an Regeln wichtig ist und dann freundlich sagen, dass das bitte befolgt werden soll und beim Rest haben sie eben Freiheiten.

        Und sonst das Abgeben muss auch geübt werden, auch für Mamas 😁 Beim ersten Mal macht man sich immer Gedanken, und beim zweiten Mal genauso und es wird dann mit jedem Mal besser 😊
        Gib deinen Schwiegereltern einen Vertrauensvorschuss und du wirst sehen, dass vielleicht das was deine Schwiegermutter macht genauso gut funktioniert, wie das was du machst.

        Es gibt nämlich selten "den einen richtigen Weg". Etwas das man spätestens in der Trotzphase lernt, wenn alle vorher gültigen Ablenkungen und Muster völlig auf den Kopf gestellt werden 😉
        Und behalte dir immer noch im Hinterkopf: auch du musstest bestimmte Sachen über dein Kind erst noch lernen und rausfinden was funktioniert, also gestehe auch den Schwiegereltern Fehler zu. Das gehört dazu.

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