Streit mit der Schwiegerfamilie

    • (1) 26.06.18 - 11:59

      Hallo zusammen.

      Ich schreibe euch, weil ich langsam verzweifle und nicht mehr weiter weiß. Vielleicht hat jemand von euch einen guten Rat für mich oder kennt ähnliche Situationen.

      Alles fängt damit an, dass mein Freund und ich uns entschieden haben zu heiraten. Ein schönes Ereignis und alle Beteiligten haben sich sehr gefreut bis die Namenswahl auf den Tisch kam. Mein Freund und ich haben uns entschieden meinen Namen anzunehmen, mir war es wichtig, ihm eigentlich egal.
      Seine Familie kann das leider absolut nicht akzeptieren. Wir haben über zwei Monate hinweg viele Gespräche geführt, versucht Verständnis zu zeigen und um Akzeptanz geworben. Wir haben ihnen deutlich gemacht, dass wir mit dieser Entscheidung sehr glücklich sind, versucht Ängste bei ihnen abzubauen und sie gefragt, ob es etwas gibt was wir tun können, damit sie sich mit unserer Entscheidung wohler fühlen. Das alles hat leider nichts gebracht. Wir wurden massiv unter Druck gesetzt, waren Unmengen von Vorwürfen und Beleidigungen ausgesetzt. Es kamen Sprüche wie ihr bekommt keine Kinder bevor ihr welche mit dem falschen Nachnamen bekommt oder sie hätten doch alles für meinen Freund getan und jetzt könnte er dafür mal Dankbarkeit zeigen und tut es nicht. Lange Rede kurzer Sinn, es ist immer weiter eskaliert bis wir vor einem Monat nach einem klärenden letzten Gespräch von unserer Seite aus keinen Kontakt mehr gesucht haben. Seitdem herrscht Funkstille. Der Vater hat schon angekündigt zu keiner Hochzeit zu kommen, die Großeltern wollen weil es der Anstand verlangt zur Trauung kommen aber zu keiner Feier, es gäbe nichts zu feiern.

      Die kirchliche Hochzeit haben wir verschoben, das können wir uns unter solchen Umständen einfach nicht vorstellen und auch das Standesamt steht auf der Kippe. Mein Freund leidet wahnsinnig unter der Situation, er hatte vorher ein gutes Verhältnis zu seiner Familie.
      Ich weiß nicht mehr, was ich noch machen soll. Ich habe alles geschluckt, nie ein böses Wort gesagt um einer zukünftigen Annäherung nicht im Weg zu stehen. Jetzt meint mein Freund, dass ich einfach seinen Namen annehmen soll, ich würde doch sehen wie er leidet und das würde alles wieder gut machen. Das kann ich nicht, ich habe mittlerweile nur noch Wut und Verachtung für seine Familie übrig, wie könnte ich da ihren Namen annehmen. Und ist das Problem nicht ihr Verhalten und nicht unsere Entscheidung?

      Ich bin am verzweifeln, weil ich das Gefühl habe, dass dieser ganze Mist jetzt zwischen uns beiden steht. Wie seht ihr das? Was würdet ihr machen?

      Tut mir leid, dass es jetzt so wahnsinnig lang geworden ist.

      • (2) 26.06.18 - 12:08

        Ist es euch wichtig einen gleichartigen Nachnamen zu haben? Sonst könntet ihr jeder euren Namen behalten. Allerdings geht es dann wieder von vorne los, wenn es darum geht welchen Nachnamen eure Kinder bekommen. Es tut mir echt leid dass es so ein riesen Drama ist, welchen Nachnamen ihr annehmt. Wahrscheinlich sind sie sehr konservativ, bzw fühlen sich eventuell beleidigt, weil sie denken du magst ihren Nachnamen nicht. Ich hoffe ihr findet einen Weg mit der Sache umzugehen. Ich denke ich würde nochmal erklären wie sehr du deinen Namen liebst und das es nicht darum geht das du ihren Nachnamen nicht willst, sondern deinem behalten willst. Dann würde ich die Feier planen und ihnen sagen, dass wenn sie ihren Sohn lieben zur Hochzeit kommen sollen. Manchmal muss man die Leute auch vor vollendete Tatsachen stellen. Ihr habt es ja sehr lange ganz freundlich versucht. LG

        (3) 26.06.18 - 12:21

        Die haben eine Macke. Ich würde mich nicht erpressen lassen.

        Als nächstes muss sonst der Stammhalter nach Onkel Guntram benannt werden.

        Wehret den Anfängen.

        LG

        Respekt, dass ihr so lange versucht habt eine gütliche Lösung zu finden. Vielleicht wart ihr dabei sogar zu "soft". Manche Leute muss man einfach vor vollendete Tatsachen stellen. Wie IHR euren Nachnamen wählt, geht die restliche Familie überhaupt nichts an!

        Ich würde mich da jetzt auch nicht weiter erpressen lassen. Zieht euer Ding durch, bleibt freundlich, aber diskutiert das mit dem Nachnamen nicht mehr. Das ist allein eure Entscheidung.

        Ihr müsst ja keinen Grund nennen. Wenn ihr unbedingt einen braucht, könnt ihr ja sagen, dass du dir unter deinem Namen schon beruflich was erreicht hast. Oder ihr habt geknobelt und dein Zukünftiger hat verloren.

        Woher begründen sie überhaupt diese Anspruchshaltung, dass ihr Name weitergegeben werden soll? Nur weil sie einen Sohn gezeugt haben??

      • (5) 26.06.18 - 12:59

        Oh man. Wie kann man heute noch so verbohrt sein? Welchen Hintergrund hat seine Familie ?

        Bei uns war es zwar auch schwierig, aber nicht ganz so extrem.

        Mein Mann hat meinen Namen dazu genommen und seinen vorne ran gestellt, quasi einen Doppelnamen. Er hätte auch nur meinen Namen angenommen, aber da sind diverse Publikationen unter seinen alten Namen, die man dann nicht mehr zuordnen könnte.

        Die Reaktion meiner SM war vor versammelter Mannschaft: wie unnatürlich.
        Ich habe gedacht mich rammt ein Bus. Das kann sie denken, aber auf einer familienfeier derart zu reagieren, das geht echt nicht. Bei der Trauung selbst hat sie fast einen Hustenanfall bekommen an der Stelle des Namens (wir hatten Überings 30grad). Und mein SV hatte eine Miene wie auf einer Beerdigung.
        Wir haben gesagt es unsere Entscheidung und basta. Mein Mann hat zwei Brüder die gerne den Namen weiter tragen können. Ich würde aus diversen Gründen nie den Namen annehmen und hätte es ok gefunden wenn jeder seinen Namen behält.
        Ich denke es eine sehr persönliche Entscheidung. Man muss sich mit den Namen identifizieren können. Und genau das konnte ich nicht.

        Erkläre deinen Freund wie du dich fühlst und dass du mit Sicherheit nicht einen Namen im Interesse sei er Eltern annimmst. Das ist eine sehr intime Entscheidung. Da hat sich kein dritter rein zu hängen.

        (6) 26.06.18 - 13:01

        Was bringt diese ganze Namenswahl bloss?
        Wir oft liest man hier über aärger, Stress, Konflikte, etc. weil die Namenswahl auf einmal soooo grosse Probleme mit sich bringt.
        Früher was es so einfach und stressfreier. Kinder hiessen wie die Eltern, fertig aus.

        Hinterher ist man schlauer aber warum teilt man so etwas mit der ganzen Familie?
        Das ist doch Eure Entscheidung und es hätte gereicht, wenn es bei der Hochzeit bekannt gegeben wird.
        Dieses ganze Mitteilungspipapo u d den Segen der Familie über jede anstehende Entscheidung....verstehe ich echt nicht
        Ihr wollt Heiraten, es ist Eure Namenswahl und fertig aus.

        Wenn jetzt jeder seinen eigenen Namen behält, könnt ihr bei Kindern immer noch auf einen Namen gehen....

        lg
        lisa

        • (7) 26.06.18 - 13:11

          Wir wollten das ganze vorher geklärt haben um die Stimmung auf der Hochzeit nicht unbedingt gefährden. Das hat ja ganz offensichtlich nicht geklappt, aber ich hätte auch im Leben nicht gedacht, dass es so eskalieren würde.
          Wir haben jetzt erfahren, dass der Opa gestern wegen einem Tumor operiert worden ist und im Moment auf intensiv liegt. Das haben wir von seiner Tante erfahren (sie war an all dem nicht beteiligt), wir wussten nur, dass ein Tumor diagnostiziert worden ist. Ich kann einfach nicht verstehen, wie die ganze Familie so kalt sein kann. Wenn die OP schief gelaufen wäre, hätten sie ihm die Chance genommen seinen Opa nochmal zu sehen oder zu sprechen.

          Wir waren uns eigentlich einig und haben absolut zusammengehalten, aber damit geht es meinem Freund natürlich noch schlechter und jetzt fängt er an mir die Schuld zu geben. Wenn es mir nicht so wichtig gewesen wäre, wäre das alles ja gat nicht passiert. Ich will diesen Kontaktabbruch gar nicht, aber sie akzeptieren es einfach nicht. Und zeigen gerade, dass ihnen der Name wichtiger ist als ihr Sohn. Die Traditionen und das Gerede im Dorf stehen einfach über allem..

          • (8) 26.06.18 - 16:22

            Viele Familien sind noch sehr Traditionsbewusst, da wird halt der Sohn den Familiennamen weiter geben, von Generation zu Generation, solange es männliche Nachfolger gibt.

            Ich kann mir auch gut vorstellen, wenn beide Namen nicht hässlich, anstösslich, etc. sind, der Mann dann noch aufgezogen wird, das er unter den Pantoffeln der Frau steht, er keine eigene Meinung mehr hat, nachgeben muss etc. etc.
            Obwohl Frau nix dafür kann, wird ihr der schwarze Peter schnell zugeschoben....merkt man hier ja auch.Hier gibt der Zukünftige der TE jetzt ja auch die Schuld....und das alles wegen einem blöden Nachnamen.....

            lg
            lisa

            (9) 26.06.18 - 16:32

            warum ist es dir so wichtig? und warum muss dein freund jetzt einen kompromiss eingehen wenn es ihm aufeinmal auch sehr wichtig ist?

            bist du sicher dass ihr überhaupt heiraten solltet?

            dieser keil wird jetzt für immer zwischen dir und deiner schwiegerfamilie sein!!

            • (10) 26.06.18 - 16:48

              Es ist doch ihre Sache, warum es ihr so wichtig ist.

              Und ihrem Verlobten ist es ja anscheinend eben nicht wichtig seinen Namen zu behalten.

              Einen Kompromiss soll er jetzt eingehen weil seine Familie es anders will.

              Und ich finde seine Familie hat da gar nicht mitzureden, wie sie nachher heißen werden.

              Er will ja jetzt nur dass sie einen Namen behalten damit seine Familie glücklich ist.
              Es sollte aber wichtiger sein dass seine Frau mit der Entscheidung glücklich ist !

              • (11) 26.06.18 - 17:01

                ich hab sie ja nicht verurteilt sondern nur wertfreie fragen gestellt 🤔 manchmal hilft es sich solche fragen selbst neu zu stellen!

                warum wirst du gleich so zickig mir gegenüber? 🤷‍♀️🤷‍♀️

      Hallo,

      das ist ja mal ein Mist...
      Unter den Umständen würde ich mich darauf einigen, daß jeder seinen Namen behält. Die Familie wäre bei mir allerdings durch, zu der würde ich keinen Draht mehr finden, sie haben Dir ja mehr oder weniger deutlich gemacht, was sie von Dir halten, bzw. Deinem Namen.
      Ich wünsch Euch dennoch alles Gute!

      LG

      (13) 26.06.18 - 13:41

      Also: Meine Tante hat eine Münze geworfen, sie hat gewonnen, somit wurde ihr Name zum gemeinsamen Namen.

      Als unser Kind ledig geboren wurde haben wir es auch so gemacht. Ich hab verloren. Mein Kind bekam den Namen des Vaters.

      Niemand hat etwas dazu zu sagen gehabt, keiner war uns böse. Nicht mal unter dem Aspekt, dass ich zu dem Zeitpunkt die einzige war, die meinen Namen an einen männlichen Nachkommen weitergeben hätte können. Es gab einen Onkel, der mal im Quatsch meinte, ich hätte meinen Namen weitergeben sollen. Ich sagte ihm, dass seine Töchter da ja auch noch Gelegenheit hätten.

      Heute läuft das doch alles nicht mehr so streng.

      Wenn die bei dir sich so blöd benehmen, würde ich vielleicht doch überlegen, ob nicht jeder seinen Namen behält. Das stört eigentlich überhaupt nicht. Ich könnte mir aber auch vorstellen, die Hochzeit abzusagen.

      (14) 26.06.18 - 15:14

      Puh...dass ist echt blöd gelaufen. Einerseits kann ich deinen Freund verstehen. Er möchte wieder Frieden haben. Anderseits ist es eure Entscheidung und geht niemanden was an.
      Ich persönlich würde „unser Ding“ trotzdem durchziehen. Machen wir in einer anderen Situation auch. Meine SE waren nicht sehr begeistert, dass bei uns recht schnell das 2. Kind kam. Da meinten sie immer schon, nun wäre aber ja wohl Schluss. Naja, bald kommt das 3.Kind. Die Begeisterung hielt sich dementsprechend noch mehr in Grenzen. Und wenn noch 5 weitere Kinder kämen, ihnen kann es ja wohl egal sein. Wir entscheiden allein für uns wie viele Kinder wir haben möchten. Ihr müsst mit eurer Entscheidung, ubd somit mit diesem Namen, euer restliches Leben leben. Da würde ich mir nicht reinreden lassen.

      Liebe Grüße

      (15) 26.06.18 - 15:19

      Dein Freund sollte sich unter diesen Umständen überlegen, ob er seinen Namen behält oder zumindest einen Doppelnamen annimmt.
      Es ist seine Entscheidung.

      (16) 26.06.18 - 15:42

      Es ist eure Entscheidung.Punkt.wir leben nicht mehr im letzten Jahrhundert.

      Ein einziger Kompromiss wäre es, wenn er zB seinen Namen vor- oder hinten anstellt...
      Und als Familiennamen nehmt ihr trotzdem deinen und die Kinder würden dann auch deinen Namen bekommen.

      Die ticken ja nicht mehr ganz sauber...

      (17) 26.06.18 - 15:42

      Deine Schwiegis sind doof, aber für Dich relevant ist jetzt erstmal die Situation mit Deinem Verlobten zu klären: Wenn er den Druck seiner Eltern an Dich weitergibt, dann sind das denkbar ungünstige Voraussetzungen für Dich/Euch. Denn so wirst Du über kurz oder lang immer wieder wegen ihm den Willen seiner Eltern befolgen müssen. Wenn er nicht einsieht, dass das im Moment das Hauptproblem ist, wird das für euch beide nicht leichter in Zukunft.
      Eltern (egal ob seine oder Deine) können doof sein, wichtig ist nur, dass man als Paar zusammen hält und eine Linie fährt. Auch im Hinblick auf später auftauchende Probleme, wenn Enkel, Hausbau, Pflege sonstwas kommen...

      (18) 26.06.18 - 16:16

      Ja, das wäre dann wohl jetzt der Moment, dir deinen Partner noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Mir würde es gehörig Bauchschmerzen bereiten, das der Mann mit dem ich eine Zukunft aufbauen möchte, sich von seiner Familie so bequatschen lässt. Ich würde da ziemlich an Respekt verlieren und stelle mir weitere Szenen einer Ehe/Familie vor, an denen seine Familie auch wieder etwas auszusetzen haben könnte. Nee, ich denke der Typ wäre für mich ziemlich erledigt.

      Dann zum Problem selber (ist aber eigentlich auch eng mit der fehlenden Entwicklung/Eigenständigkeit deines Partners verbunden): Warum redet man da so viel drüber? Warum lässt man sich da emotional erpressen? Warum bietet man den Leuten solch eine Plattform für ihre Spinnereien? Willst du dein Leben weiter so verbringen?

      Egal von welcher Seite ich das so betrachte, der Typ ist einfach noch nicht ehefähig....fertig.

      • (19) 27.06.18 - 08:55

        Ich bin seid 11 Jahren verheiratet und kann dir aus meiner Sicht sagen, wenn man sich als paar nicht den Rücken stärkt, hält das auf Dauer einfach nicht!
        Ihr wart euch ja einig und mit mal nicht mehr, weil die Familie so einen Druck ausübt? Also in meinen Augen, wird das in Zukunft noch für lange streiterein sorgen.
        Egal ob ihr jetzt deinen Namen nehmt (dann sind ja alle sauer und dein Freund gibt dir die Schuld) oder du nimmst seinen an (du fühlst dich hintergangen, dein Mann stand nicht zu dir)

        Ganz ehrlich, ich würde unter diesen Umständen nicht heiraten. Es ist was total banales, aber es gibt auf keinen Seiten Zusammenhalt und wenn das schon so vor der Ehe ist, wird es in der Ehe nicht besser

    (21) 26.06.18 - 17:13

    Hallo,
    meine Papa hat zwei Töchter, seine Schwester und Bruder haben auch nur noch Töchter. Mein Cousin verstarb.
    Mein Schwiegervater hat zwei Söhne. Der eine hat wiederum schon zwei Sôhne.

    Wir haben denen mitgeteilt, wie der Familiennamen lauten wird. Die haben kurz geguckt, das war es schon.
    Naja, mein Mann hat meinen Namen und danach seinen, ohne Bindestrich. Das schwächte also das Ganze.

    Sollte bei euch ausländisches Namensrecht möglich sein, dann wuerde ich mal diese möglichen Bamen erörten.

    Meine Kinder haben nur den einen Familiennamen von mir.

    Kompromiss wäre, jeder behält seinen Namen. Und die Kknder bekommen deinen Namen. Irgendwie sehe ich aber schwarz für dich. Ich wuerde die Hochzeit verschieben

    Hallo Jana-05,

    oh man, das ist echt nicht einfach was da gerade bei euch passiert. Deine Verzweiflung kann ich ehrlich gesagt verstehen. Deine (zukünftigen) Schwiegereltern schießen hier maßlos übers Ziel hinaus. Ihr Heiratet und nur IHR entscheidet über euren Familiennamen. Ich verstehe einfach nicht warum Eltern/Schwiegereltern der Meinung sind immer und überall mitreden/entscheiden zu dürfen und wenn es ihnen nicht passt sind sie total beleidigt. Wenn es die (Schwieger)-Kinder machen sind sie die absolut bösen und zerstören die Familie... aber zurück zum eigentlichen Thema:

    Die Namenswahl zur Hochzeit ist heute doch so flexibel und da sollte sich jeder das "aussuchen" wie es ihm am besten gefällt.
    Ich an deiner Stelle würde jetzt nicht doch den Namen deines Mannes annehmen. Wenn deine Schwiegerfamilie so einen Aufstand macht, fühlen die sich doch wie die mächtigen Sieger, wenn du jetzt einen "Rückzieher" machst. Wie soll das denn dann weitergehen in Zukunft, die denken sie können alles (mit)entscheiden und wollen dann z.B.: auch bei der Namenswahl der Enkel mitreden... Nee, das wöllte ich wirklich nicht!

    Dass dein Mann sehr traurig und verletzt ist kann ich dennoch sehr gut verstehen und das er gerne Frieden will ist auch nur verständlich. Für ihn wäre ich ggf. auch Kompromissbereit. Wäre es denn denkbar, dass einer von euch beiden einen Doppelnamen nimmt. Da müsst ihr zwar auch einen Familiennamen festlegen, den dann auch die Kinder bekommen aber sein Name wäre nicht ganz "weg".

    Ihr habt ja echt vieles versucht das im Guten zu lösen. Manchmal braucht sowas auch einfach nur Zeit und die "traditionsbewussten" Eltern müssen sich erst an den Gedanken gewöhnen. Je nachdem wie viel Zeit noch bis zur Hochzeit ist, würde ich jetzt noch ein bisschen Warten und dann einmalig noch ein Gespräch versuchen. Würde da dann aber auch sehr deutlich werden.
    Ihr habt euch so entschieden und das ist euer gutes Recht! Ansonsten würde ich tatsächlich - so höflich wie es eben geht - die Frage ihn Raum werfen, was der Sohn den Eltern eigentlich bedeutet. Ein Name ist wichtiger wie das Glück des eigenen Kindes? Ganz ehrlich, wenn das so wäre, dann ist das mit dem Namen (leider) echt das kleinste "Problem".

    ich wünsche euch alles Gute und hoffe sehr, dass ihr eine Lösung findet...

    (23) 26.06.18 - 18:05

    Hallo

    Ich würde das Ganze nach dem Stress völlig anders sehen.
    Mir käme es jetzt nicht nur darauf an, wie das Verhältnis zu den Eltern/Schwiegereltern ist/wird, sondern vor allem darauf, wie sich dein zukünftiger Mann nun verhält.

    Nicht du und dein Namenswunsch ist das Problem, sondern die völlig überzogene Reaktion seiner Eltern.

    Deinem Verlobten selbst war der Name ja offenbar überhaupt nicht wichtig, bis seine Eltern so einen Affenaufstand gemacht haben.

    Das hieße für mich: Der Mann wird auch in Zukunft viel Wert darauf legen, was Mama und Papa sagen/erwarten, wahrscheinlich auch, wenn es um zukünftige Kinder geht.
    Jetzt gibt er dir auch noch die Schuld am Fehlverhalten seiner ELTERN und dreht es so, dass alles deine Schuld ist ...

    DAS gäbe mir sehr zu denken. Ich heirate schließlich den Mann und nicht seine Eltern. Sicherlich bekommt man die Eltern immer ein Stück weit dazu, aber doch nicht so.

    Ich würde ihm in einem Gespräch erst mal deutlich machen, dass der Fehler hier eindeutig nicht bei dir liegt, sondern bei seiner Familie.
    Sollte sich während diesem Gespräch herauskristallisieren, dass er dass gänzlich anders sieht und weiter dir die Schuld zuweist, würde ich die Hochzeit absagen und allen Göttern danken, dass das passiert ist. Denn so hast du wenigstens früh genug gemerkt, welch Rückgradlosen Lappen du sonst geehelicht hättest.

    Alles Gute

    (24) 26.06.18 - 19:18

    da kann ich euch nicht weiterhelfen, außer vorzuschlagen, dein Mann nimmt einen Doppelnamen um so seinen namen zu erhalten.

    Wir haben unseren Ehenamen gar nicht vorher mitgeteilt. Hat auch keiner nach gefragt Habt ihr den mitgeteilt oder wurde danach gefragt?

    Einen anderen Vorschlag habe ich noch: Heiratet doch irgendwo alleine ohne die Familie. So bleibt keiner fern oder sitzt mit steinernen Gesicht dabei, falls sich doch noch einer von der Schwiegerfamilie durchringt teilzunehmen.

    Hinterher mit deiner Familie und denen, die sich von deiner Mannes Seite noch freuen, schön essen gehen.

Top Diskussionen anzeigen