Kontakt zum Kind aufnehmen

    • (1) 27.06.18 - 00:02

      Hallo, ein Freund von mir hat seit sechs Jahren keinerlei Kontakt zu seinem Sohn,da die Mutter unbekannt mit ihm verzogen ist. Lediglich über eine Internet Plattform konnte er versuchen die Mutter zu kontaktieren um nach dem Befinden des Kindes zu fragen worauf sie jedoch keine Reaktion gab und Hilfe vom Jugendamt gab es auch nicht. Nur hat sich der noch Ehemann der besagten Dame bei meinem Freund gemeldet und ihm die handy Nr. des jungen und der Mutter samt Adresse gemailt... Sein lang ersehnter Wunsch scheint jetzt zum greifen nah, endlich wieder Kontakt zum geliebten Kind. Nun hat er Angst, wie geht er es richtig an? Es ist damit zu rechnen das die Mutter jegliche Versuche abschmettert. Aber einen zehn jährigen einfach anschreiben, hey ich bin dein Papa. Wenn jemand weiß wie man das am besten angehen kann, er ist für jeden Ratschlag sehr dankbar

      • (2) 27.06.18 - 06:34

        Er soll sich an den Kinderschutzbund wenden, die haben mehr Interesse am Kindeswohl, als das Jugendamt. Dort kann er zunächst eine Beratung bekommen, man kann gemeinsam mit ihm die nächsten Schritte überlegen. Ggf. nehmen die dann auch zunächst als neutrale Vermittler Kontakt mit der Mutter auf und teilen den Umgangswunsch mit, der Umgang kann dann eingeleitet werden und findet bestenfalls erst einmal vom DKSB begleitet statt. D.h. die Mutter muss dabei nicht anwesend sein.

        Vorteil ist hierbei, dass es dann offizielle Zeugen gibt für das Abschmettern der Umgangsversuche und er kann damit vor Gericht gehen und auf Umgang klagen. An das Kind sollte er sich übrigens auf gar keinen Fall selbst wenden! Das sieht er schon ganz richtig, er will den Jungen ja nicht verstören.

        Übrigens hätte er schon die ganze Zeit herausfinden können, wohin die Mutter verzogen ist. Er zahlt ja bestimmt auch Unterhalt, richtig?

        (3) 27.06.18 - 07:19

        Mein Ex hat das immer so gemacht: Dauerauftrag Unterhalt gekündigt und siehe da, kurz darauf hat sich die Mutter gemeldet :-p.

        • Gott.... eigentlich ist das wirklich furchtbar und erbärmlich (für die Kindesmutter), wenn man zu solchen Mitteln greifen muss. Aber in vielen Fällen geht es leider nicht anders. Die armen Kinder!

      Wenn er die Adresse hat. Würde ich erstmal zum Jugendamt und um Hilfe bitten. Denn es kann in vielerlei Hinsicht günstig sein, dass der ersten Kontakt nach der Zeit begleitet stattfindet. Vor allem was das Vermitteln unter den leiblichen Eltern angeht.

      Einfach so anschreiben, wenn man nicht mal weis, wie viel Informationen das Kind über den Vater vorab hat. Ist heikel! Am Ende ist er mit dem Wissen aufgewachsen, dass der noch Ehemann seiner Mutter der Vater ist, ihm erzählt wurde das der leibliche Vater tot ist oder ganz wilde und wüste Lügengeschichten.Man weis das nicht und kann es nicht ausschließen. Vor allem. Wenn die Mutter frühere Kontaktversuche wehement geblockt hat. So Mütter handeln in erster Linie aus eigenen Beweggründen und nicht mit dem Gedanken "was das beste fürs eigene Kind ist".

      Auch der Kinderschutzbund, Caritas oder ProFamilia können hier sehr gut vermitteln. Fakt ist. Als leiblicher Vater hat er ein Umgangsrecht und natürlich auch die Unterhaltspflicht. Hat hierfür in der Vergangenheit das Jugendamt vorgestreckt - muss er das rückwirkend tilgen, wenn die Vaterschaft bestätigt wird.

      • "So Mütter handeln in erster Linie aus eigenen Beweggründen und nicht mit dem Gedanken "was das beste fürs eigene Kind ist". "

        Soso. Und dass einen triftigen Grund haben könnte, warum die Mutter für ihn angeblich unauffindbar war, kommt dir nicht in den Sinn? Nö, lieber mal schnell naiv andere Mütter bashen und veurteilen mit "So Mütter"... #augen

    "da die Mutter unbekannt mit ihm verzogen ist (...)Sein lang ersehnter Wunsch scheint jetzt zum greifen nah, endlich wieder Kontakt zum geliebten Kind."

    Wer's glaubt, wird selig.

    Die Mutter wird sicher irgendwo gemeldet sein, also ist es unter normalen Umständen ein Leichtes, die Anschrift über das Meldeamt zu erlangen. Er hätte seit sechs Jahren also entweder selbst dort nachfragen oder sich die Adresse mit Hilfe des Jugendamtes oder eines Anwaltes besorgen können.

    Daher bin ich bei solchen Stories immer mehr als misstrauisch. Es wird dann nämlich entweder einen Grund haben, warum die Mutter (für ihn spurlos) mit dem Kind abtauchen konnte - etwa wenn er ihr oder dem Kind gegenüber gewalttätig war und sie daher eine Auskunftssperre beim Meldeamt hat.

    Oder aber - uch auch das kommt allzu oft vor - die Liebe zum ach so geliebten Kind ist doch nicht so groß, denn, siehe oben, er hätte die Anschrift ohne viel Aufwand schon längst heraus finden können. Denn, wie hier auch schon angemert wurde, sich zahlt er doch Unterhalt, nech?! Oder, warte, nein, er konnte die ganzen Jahre aus diesen und jenen Gründen (an denen er selbst!ver!ständ!lich keinerlei Schuld trägt) keinen Unterhalt zahlen, stimmt's? Ist doch immer derselbe Mist, der erzählt wird.

    Ich halte solche Geschichten oft für Geschwafel, weil sich da einer jahrelang einen Scheiß um das Kind geschert hat und nun vor einer Frau einen auf ach so armen verlassenen Daddy machen will. Mitleidsnummer. Zieht leider bei vielen naiven Frauen. Zeigt ja auch eine andere Anwtwort hier, in der sich in wilden und naiven Fantasien ergangen wird ohne auch nur einmal die angeblichen Fakten zu hinterfragen.

    (9) 27.06.18 - 17:05

    Kennst du die Geschichte, wie es damals war? Bzw. kanntest du ihn damals schon?

    Was hat er damals gemacht, als sie weggezogen ist?
    Was sagt der Anwalt dazu?

    Gab es Gründe, wie sie es schaffen konnte, spurlos zu verschwinden?
    Oder hatte er kein Interesse, sie war ja weg und Jugendamt hat es nicht interessiert?
    Was hat ihm der Anwalt geraten?


    Wenn er ernsthaftes Interesse am Wohle des Kindes hat, würde ich 1. einen Anwalt fragen (rechtliche Seite und da ich die Vorgeschichte nicht kenne) 2. Kinderschutzbund, Pro Familia, Caritas. Diese können dann Tipps geben oder Stellen nennen, an die er sich wenden kann.

    (10) 27.06.18 - 18:16

    *Sein lang ersehnter Wunsch scheint jetzt zum greifen nah, endlich wieder Kontakt zum geliebten Kind.*

    Pathetisches Geschwafel!

    Mir kann niemand weismachen, dass man ein Kind (samt Mutter) innerhalb Deutschlands 6 Jahre! nicht finden kann, wenn man wirklich will.

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