Schwiegereltern mit einspannen?

    • (1) 17.11.18 - 19:45

      Hallo zusammen.

      Uns beschäftigt grade die Frage in wie fern wir die Eltern/Schwiegereltern mit einbeziehen können.

      Und zwar bauen wir im Frühjahr unser Haus um.
      Wir wohnen mit meiner Mutter im Haus, wir tauschen die Etagen und in dem Zuge wird es einige bauliche Veränderungen geben.
      Während des ganzen Ablaufs müssen wir hier aber auch wohnen! Es kommt eine Baufirma die uns unterstützt.
      Und wir möchten teilweise Dinge in Eigenleistung erbringen.
      Natürlich am besten alles so schnell wie möglich, denn:
      Wir haben hier noch zwei kleine Kinder (dann 6 Monate und 3 Jahre-geht von 8-12h in den Kiga).
      So langsam habe ich echt großen Respekt vor der Aufgabe.
      In grob, um das Ausmaß einschätzen zu können:es wird ein neues Fenster eingebaut, eine Wand eingerissen, Haustüren erneuert, gesamten Türen innen erneuert, 2 Bäder neu gemacht, 1 Küche, in unserem Wohnbereich fast die kompletten Fußboden und Wände. Bei meiner Mutter nicht ganz so viel. Aber das sind schon mal einige große Baustellen.

      Meine Mutter (Rentnerin) und wir unterstützen uns natürlich wo es geht und sie wird uns die Kinder auch mal abnehmen können.
      Wobei sie natürlich auch helfen muss und möchte. Es geht ja auch um ihren Wohnbereich.

      So viel zu den Fakten.

      Nun möchte mein Mann (und ich auch gerne) seine Eltern (beides Renter) mit einspannen.
      Es ist aber so, dass sie sehr sehr viel in die Betreuung der anderen Enkel (3&fast 5) einbezogen sind. Sprich nach Krippe/Kiga (ab 15/16h) betreuen Sie diese 2x die Woche bis abends
      mit ins Bett bringen, die anderen 2 Tage begleiten Sie sie nach der Krippe/Kiga bei Ihren Hobbys, bis in die Abendstunden.
      Nun haben wir eben telefoniert und die Kinder waren auch den kompletten Tag wohl dort.
      Das sind sie auch öfter am WE.

      Nun habe ich meinen Mann gefragt wie er es sich vorstellt. Quasi "an welchen Tagen wir seine Eltern denn noch fragen können".
      Bzw.er und ich sehen, dass sie sehr viel in der Betreuung ihrer Enkel sind und fragen uns, kann man es ihnen dann noch zusätzlich zumuten, dass sie uns auch noch unterstützen?
      Sie fahren zudem eine Stunde zu uns.
      Und ich bin mir sehr sicher, dass Sie nicht "Nein" sagen werden, wenn wir sie fragen.
      Das können Sie bei den anderen auch eher schlecht.

      Aber ganz ehrlich, kann man ihnen das dann auch noch zumuten?
      Für uns wäre es natürlich eine große Hilfe und Unterstützung.

      Wenn ihr so den groben Wochenablauf wisst, was denkt ihr, könnte man ihnen maximal fragen?
      Also zum Beispiel, ob sie sich vorstellen können, in der Zeit Samstags auf die Kinder aufzupassen, damit wir was schaffen?
      Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine.

      Oder würdet ihr es lassen und zusehen, dass wir es so geregelt bekommen?
      Grundsätzlich sind wir auch so eingestellt und organisieren den Alltag so. Wir haben natürlich das Glück die Oma im Haus zu haben, die wir bei Engpässen immer fragen könnten.
      Ich habe nur wirklich etwas Respekt vor dieser Aufgabe und möchte uns so gut es geht auf diese Zeit vorbereiten...

      Naja. Lasst doch mal euren Gedanken dazu freien Lauf.
      Und ja, ich weiß, es sind erwachsene Menschen, die selber entscheiden können :)

      Danke.
      Gruß Mery #winke

      • Hallo

        Das hängt ja vor allem auch vom Alter und der allgemeinen Situation ab.
        Eine Stunde Fahrtzeit finde ich schon viel , da würde ich vielleicht eher ein Übernachtungsbesuch alle 4 Wochen oder so versuchen einzuplanen und sonst versuchen alles anderweitig zu regeln.

        Aber ja, ihr werdet es nur herausfinden wenn ihr mit ihnen sprecht.

        #winke

        • Danke für deine Meinung!

          Ja. Unser Problem ist halt, dass wir sie nicht zusätzlich belasten wollen.
          Die beiden sind noch sehr fit. Beide 60.
          Wir sehen uns ansonsten meist 2x im Monat und ihnen macht das Auto fahren prinzipiell nix aus.
          Also daran sollte es nicht scheitern.

          Es stimmt schon. Wenn wir nicht fragen, werden wir es nicht wissen.
          Ich würde gerne vorher einfach mal ein paar Gedanken dazu hören WAS man ihnen denn überhaupt zumuten kann.
          Mit den anderen Enkeln ist das immer schon nicht wenig und sie können so schlecht nein sagen. Und das werden sie bei uns vermutlich auch nicht.
          Aber noch weniger bringen mir dann genervt und gestresste Großeltern etwas... So dass wir ein schlechtes Gewissen haben müssen...

          Dann frag ich lieber nicht #rofl

          Ps:Übernachtungsbesuch klappt glaube ich nicht mal mit der Großen #rofl obwohl sie die beiden total gern hat.
          Aber vielleicht versuchen wir es einfach mal. Danke.
          Der Kleine wird ja noch voll gestillt. Gut. Ab dann fangen wir mit Beikost an. Aber das wird uns wohl weniger bringen...

          • Ich glaube, ich würde bei den zwei Malen, die ihr euch normalerweise im Monat seht, ansetzen. So dass ihr den Schwiegereltern nichts zusätzliches aufbürdet, sondern diese zwei Male, die ihr euch seht, während der Zeit einfach anders gestaltet. Z.B. dass sie während dieser Zeit zu euch kommen, nur kurz mit euch gemeinsam essen/Kaffee trinken und dann mit den Kindern weggehen/wegfahren, entweder zu sich nach Hause oder ins Schwimmbad, auf den Spielplatz, zum Indoorspielplatz etc. Das gibt euch nicht wahnsinnig viel Zeit, aber in 2 Stunden schafft man ja auch schon was.

            • Danke dir!
              Ich habe unten noch eine Idee aufgeschnappt. Und vielleicht würden uns die 2xdann schon etwas weiter bringen.

              Das ist das schöne an diesem Forum. Viele Menschen, viele Ideen.

              Das unschöne lasse ich mal aus...

          (6) 18.11.18 - 10:23

          Setzt euch alle zusammen und ihr sagt,dass ihr schon langsam planen wollt, wie die Kinder betreut werden.und fragt die Großleltern dann direkt, ob sie sich einbringen können/wollen. dann werden sie sicher etwas sagen.

          Habt ihr denn nicht noch andere Großeltern, wo wenigstens der Große hin kann; für nen Wochenende oder auch mal ne Woche?.Und denkt doch mal über nen Babysitter nach der der auch am Tag betreuen kann.

          • (7) 18.11.18 - 11:01

            Meine Mutter wohnt ja mit uns in dem Haus, welches wir Umbauen. Mein Vater ist vor wenigen Monaten verstorben.
            Da gibt es dann halt "nur noch" die Schwiegereltern.
            Ich habe noch meinen Bruder und Schwägerin. Aber mein Bruder soll uns ein wenig bei den handwerklichen Dingen unterstützen. Daher fallen die beiden was die Betreuung anbelangt zumindest teilweise raus. Aber.,dass schrieb ich hier woanders schon... Ich habe noch 11 jährige Nichten. Die können sich zumindest zeitweise mit den beiden in der Nähe beschäftigen. Ist halt besser, als nix. Und sie tun es auch gerne. Aber sie sollen natürlich auch nicht ihre ganze Freizeit mit der Betreuung verbringen. Meine Schwägerin (von meinem Bruder) arbeitet oft am WE.

            Die "Große" ist ja erst 3. Sie kann bei meiner Mutter schlafen. Bei den anderen Großeltern war sie nie lange alleine. Weil es sich ja auf die Entfernung nie ergeben hat.
            Ich denke, dass das keine Lösung ist.

        (8) 18.11.18 - 10:27

        Übernachtungbesuch kann man jetzt ja schon "üben". Wenn die Kinder sich wohlfühlen und es kennen, sind gern bei den Großeltern. Meine Beiden haben immer schon gefragt.

        Ich würde mich an die Eltern der anderen Enkel wenden und diese bitte, während der Umbauphase den Schwiegereltern nur das nögtigste aufzulegen, weil Ihr sie dann mal braucht.

(11) 17.11.18 - 20:14

Wenn es ohne Streit und Stress funktionieren soll, wird Dein Mann nicht umhinkommen, auch die Schwiegerfamilie mit den anderen Enkeln einzubeziehen und die „Kapazitäten“ der Schwiegereltern etwas zu verteilen.

Bei so viel Betreuung wird wahrscheinlich eine Absprache der Großeltern mit der Schwiegerfamilie vorliegen, zB dass die Eltern dort Vollzeit arbeiten gehen können.

Einfach von heute auf morgen ohne Betreuung dazustehen, ist ein Unding. An deren Stelle würde ich schon verlangen, dass das vorher kommuniziert wird, damit man sich zeitweilig andere Betreuung organisieren kann. Der Umbau fällt ja nicht vom Himmel, ist ja alles planbar.

Einfach bis zur letzten Minute abwarten und dann Betreuung verlangen, wird entweder Stress geben oder Überforderung der Großeltern.

  • (12) 17.11.18 - 20:31

    Danke auch dir.

    Ja. Es soll ohne Stress und Streit von statten gehen. Lieber verzichte ich drauf, als dass es böses Blut gibt.

    Der Mann arbeitet Vollzeit. Sie zwei volle Tage und einen Halben. Daher bringen sie die Kinder auch zu Bett.
    Warum sie bei den Hobbys bei sein müssen... Kein Plan.
    Aber das ist eben auch deren Sache und Absprache.
    Klar. Wir hätten sie gerne hier. Aber ich weiß eben nicht in wie weit meine Schwägerin/Schwager sich da die Betreuungskraft "nehmen lassen"...
    Meine Schwiegereltern würden das auch nicht einfach so absagen. Also sie würden sie nicht im Stich lassen.
    Deshalb machen wir uns ja jetzt schon Gedanken.
    Die Betreuung zu verlegen ist da glaube ich eher schwierig.
    Wir hatten den Fall schon mal.
    Als mein Vater starb und seine Beerdigung auf einen dieser Betreuungstage fiel. Das war ein Hin und Her wie es funktionieren kann.
    Da haben sie wohl mit Mühe und Not dann jemanden finden können (Freundin meiner Schwiemu).


    #winke

    • (13) 18.11.18 - 10:46

      Echt? Selbst da gab es Probleme? Da würde ich glaube ich nicht fragen. Was tut die Familie, wenn die Schwiegereltern mal ausfallen?

      • (14) 18.11.18 - 11:08

        Hmm. Sie sind ja bisher nie ausgefallen.
        Wenn die Schwiegereltern in den Urlaub wollen wird es vorher abgesprochen und dann müssen Schwägerin und Schwager eben Urlaub nehmen.

        Naja. Was heißt Probleme.
        Da sind wir vermutlich nicht ganz unschuldig dran.
        Schwägerin und Schwager wollten eben einen (Schwiegermutter) von beiden für die Betreuung ihrer Kinder an dem Tag. Der andere sollte zu uns kommen. Und mein Schwiegervater wollte zuerst alleine kommen und beide Kinder mit in die Kapelle nehmen...sprich dort betreuen.
        Das wollte mein Mann jedoch nicht. Die Kinder sollten nicht mit, damit ich "Ruhe" habe und mich von meinem Vater verabschieden kann.
        Aber... Mein Kleiner war grade 4 Wochen alt. Wurde auch voll gestillt. Mein Mann und ich fanden es in der Situation einfach doof einen meiner Schwiegereltern hier alleine mit beiden Kindern (4 Woche und 2 1/2 Jahre) zu lassen. Zumal sie unser Baby ja vorher auch nur 1-2x gesehen hatten. Und sie mussten dann ja noch die Flasche geben.
        Mag sein, dass wir uns da angestellt haben... Aber wir fanden es in der Ausnahmesituation eben einfach angebracht beide hier zu haben.

        • (15) 18.11.18 - 12:35

          Also, ich finde es schon komisch. Und hätte mich wohl sogar geärgert. Deine Schwägerin erscheint mir da recht egoistisch. Man kann doch das berufliche Leben nicht komplett über die Großeltern organisieren.

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