Probleme mit liebe zur Tochter

    • (1) 22.11.18 - 13:21
      CookieandCream

      Hallo erstmal und sorry das ich ins falsche Forum schreibe. Ich wollte nur gerne anonym schreiben..

      Und zwar geht es um meine 4 Jährige Tochter. Sie war ein Wunschkind und die SS war alles andere als leicht.
      Als sie dann kam hat das Krankenhaus im Thema Bonding leider total versagt. Sie wurde mir nie auf die Brust gelegt. Leider habe ich sie anfangs abgelehnt. Sie sah mir nicht ähnlich. Ich fand sie nicht süß oder hübsch. Ich habe mich kein bisschen gefreut. Zuhause habe ich mich ins Bett verkrochen und mein Mann musste alles machen :(
      Ich hatte sogar die Vorstellung sie einfach aus dem Fenster zu schmeißen, ich wollte sie nicht...
      Ich hab mir dann selber die Frist gesetzt, Entweder es ändert sich was in den nächsten Wochen oder ich muss in therapie...
      Anfangs habe ich mich dann gezwungen mit ihr zu kuscheln. Immer und immer wieder. Und irgendwann fand ich es schön. Es entwickelte sich -Gott sei dank- alles gut und die Gefühle wuchsen.
      Dennoch war ich nie eine Mutter die dachte ihr Kind sei das tollste und schönste.
      Sie hatte auch viele Probleme in ihrer Entwicklung.
      Dann kam mein zweites Kind. Bonding war da... alles war anders von Anfang an. Sie war das schönste Kind für mich ich war vom ersten Tag verliebt. Es war alles so anders und gleichzeitig fühlte ich mich so schlecht dass ich scheinbar für mein zweites Kind viel mehr fühlte. Ich habe dennoch beide immer gleich behandelt und sie sowas nie spüren lassen!
      Naja mittlerweile ich meine Tochter wie gesagt 4 Jahre. Sie ist sehr Entwicklungsverzögert. Spricht schlechter als ein 2 Jähriges Kind. Sie hat viele arzttermine... es ist sehr schwer mit ihr. Sie hört nicht auf uns, ist oft frech.
      Mein Mann kann langsam auch nicht mehr, ich weiß die kleine kann nichts für ihre Störung, aber man kann ihr kaum zuhören ohne das man Kopfschmerzen bekommt weil man sie so gut wie nicht versteht. Sie redet sehr viel. Nur versteht man nichts. Wir sind immer mit viel Geduld auf sie eingegangen. Aber mittlerweile sind wir genervt wenn sie nur anfängt zu reden :( das tut mir so leid!
      Mein Mann selber sagte mir auch dass er für den kleinen mehr Gefühle hat als für unsere Tochter. Das alles wollen wir nicht aber man kann doch nichts für seine Gefühle :(
      Mir fiel auf das ich sie nie anlächle. Wenn dann muss ich mich dazu zwingen. Hingegen den kleinen strahle ich ständig an. Meinem Mann geht es wie gesagt ganz genau so.
      Sobald sie spricht schalte ich mittlerweile ab. Ich kann das nicht den ganzen Tag. Denn es ist tatsächlich als würde man den ganzen Tag jemandem zuhören der eine andere Sprache spricht.

      Es muss sich was ändern, aber wie?

      • (2) 22.11.18 - 13:34

        Hallo :)

        ganz klar, THERAPIE.... und das schnell... Du sagst du lässt sie es nicht merken... aber wenn Du sie nie anlächelst und den kleinen nur.... Kinder sind sehr feinfühlig, natürlich merkt sie das.... Ich kenne den Medizinischen Hintergrund der kleinen Maus nicht.... aber dein Kind merkt definitiv das dass Verhältniss zwischen Ihr und Dir nicht stimmt... und seit dem Ihr kleiner Bruder da ist... merkt sie auch das es da Unterschiede gibt....

        Du hast die Wochenbettdepression nie verarbeitet... Du projizierst das alles auf Sie, klar alles unterbewusst, das Du das nicht mit absicht machst is ja klar.... aber auch dein Mann macht das gleiche.... er hat isch alleingelassen gefühlt musste alles alleine machen.... Du hast gelitten.... das Baby war "Schuld" das es dir schlecht ging....
        Dann redet sie schlecht.... ist Entwicklungsverzögert... usw... Ihr seit Unterbewusst enttäuscht und das bekommt Sie zu spüren.....

        Macht eine Therapie.... vielleicht gehst du erstmal mit deinem Mann alleine... und später mit der kleinen.... Da muss sich was ändern sonst verliert Ihr Eure Tochter... spätestens wenn sie Erwachsen ist.....

        Meine Frau wurde von Ihren Eltern unterbewusst anders behandelt und macht mit 32 eine Therapie weil sie Ihre Kindheit aufarbeiten muss.... Das hat ihr ganzes Leben belastet und auch beeinflusst..... kaum zu glauben was das ausmacht....

        Ganz viele Liebe Grüße und weiterhin viel viel geduld.... Kopf hoch... es wird besser werden wenn auch langsam.... gebt ihr zeit mit dem Sprechen :) sie ist besonders, behandelt sie so :)

        • (3) 22.11.18 - 14:07

          Danke für deine ehrliche Antwort. Ich bin froh dass es auch noch Menschen gibt die einem keine Vorwürfe machen. Aber du hast absolut Recht. Wir müssen etwas tun. Ich würde von meiner Mutter auch nicht geliebt. Ich weiß also wie das ist... ich will nicht das sie später eine Therapie machen muss, wegen mir. Ich wollte immer eine bessere Mutter als meine eigene sein. Bei meine Sohn klappt das auch. Nur bei ihr leider nicht :(

          • Sprich mit deinem Hausarzt und lass dir eine Überweisung zum Psychologen geben. Du sprichst von deiner Mutter... ich denke da liegt der Hund begraben... das zweite Kind ist ein Junge ... merkst du was!? Das mit dem Bonding macht man erst ein paar Jahre. Früher wurden die Kids auch im Krankenhaus Seperat untergebracht und trotzdem haben die Mutter ihre Kids geliebt. Ich denke hier spielt deine Kindheit eine Rolle. Nicht ob das Baby auf deiner Brust lag.
            Du glaubst garnicht was Kinder alles merken. Ihr müsst schnell handeln... ich denke sonst wird es für das Kind zu der sprachentwicklungsstorung auch noch ein arges Psycholohisches Problem werden.

            • >>>Sprich mit deinem Hausarzt und lass dir eine Überweisung zum Psychologen geben.<<<

              Man braucht keine Überweisung und für einen "Fall", wie die TE ihn beschrieben hat, ist ein Psychotherapeut sinnvoller.

              (6) 23.11.18 - 17:50

              Wie so oft wird hier Psychiater und Psychologe verwechselt.

              Hole dir nen Termin beim Psychiater und suche parallel schon mal nach nem Psychotherapeuten. Es kann Monate dauern, bis man Termine bekommt.

      (7) 22.11.18 - 13:48

      Hallo,

      mir bricht es echt das Herz bei deinem Beitrag und uch wenn es hart klingt, ich habe kein Verständnis für dich und deine Tochter kann einem einfach nur leid tun. Woanders wäre sie wohl besser aufgehoben, sorry.

      Warum bekommt man ein zweites Kind, wenn man das erste nicht wirklich lieben kann? Um heraus zu finden, ob es beim zweiten auch so ist?

      Warum hast du nicht gleich eine Therapie gemacht, du hast doch selbst gemerkt, dass was nicht stimmt? Vielleicht bringt es dir jetzt noch was, aber ich glaube nicht.

      Wenn deine Tochter ein glückliches Leben haben soll, dann tu endlich was, entweder in Form einer Therapie oder gib sie zu Leuten, denen es wichtig ist, dass das Kind glücklich ist. Dir ist sie doch nur eine Last!

      • (8) 22.11.18 - 14:04

        Na du bist ja nett und scheinst sehr viel Empathie zu besitzen.
        Sie ist mir nur eine Last? Ganz ehrlich, wie kann man solche Zeilen schreiben, einem Menschen den man überhaupt nicht kennt? Du kennst unsere Situation doch garnicht und weißt nicht was wir alles für sie tun. Für uns ist das alles auch nicht leicht und uns geht das sicher nicht am **** vorbei! Wir tun alles für dieses Kind und Mühen uns täglich ab das sie nichts von unserer Lage mitbekommt....

        • Lass dich nicht ärgern. Du merkst selbst, dass das nicht gut ist und arbeitest daran. Das ist die Hauptsache. Lass dich vielleicht beraten, was die beste Therapielösung ist. Es könnte sein, dass Einzeltherapie gut ist, um die postpartale Depression aufzuarbeiten. Vielleicht ist aber auch Familientherapie für euch am besten. Ich weiß nicht, ob ihr die selbst zahlen müsstet...

          (10) 23.11.18 - 09:13

          Hast du dir deinen Beitrag mal durchgelesen? Falls ja, müsstest du genau zu diesem Schluß kommen. Wie grausam ist es denn bitte, wenn man sich jeden Tag abmühen muss, damit das Kind nicht merkt, dass es nicht geliebt wird, oder nicht so wie ihr Bruder!

          Du tust eben nicht genug, sonst wärst du nicht in dieser Situation.

          Warum hast du dir nicht direkt nach der Geburt Hilfe geholt? Du wolltest sie am liebsten aus dem Fenster werfen und aufeinmal hast du dich mit ihr arrangiert?

          Eigentlich kann man nur hoffen, dass du ein Fake bist. ich würde dir das Jugendamt schicken :-[.

          • Und das befiehlt dann, dass die TE ihr Kind gefälligst lieben muss?
            Wegen Leute wie dir suchen so viel weniger Eltern mit Problemen Hilfe, weil sie genau wissen, dass sie verurteilt werden. Deine Empörung nützt der Tochter aber nullkommagarnix.

            (12) 23.11.18 - 17:55

            Du weißt genauso wenig, was die Ursache ist, wie die TE.

            Hauptsache sie kümmert sich jetzt darum.

            Vielleicht hat die ne verschleppte Wochenbettdepression.

            Ich frage eher, wieso der Vater sich das so lange angeschaut hat, bis es ihm genauso ging.

      (13) 23.11.18 - 17:52

      Vorwürfe helfen sicher!!!

Ich hatte Tränen in den Augen beim Lesen.

Ich selbst hatte auch postpartale Depressionen und auch nicht grade kurz. Sicher bis zum 1. Geburtstag.

Doch es wurde besser und besser und ich liebe sie mittlerweile wie keinen anderen Menschen auf der Welt!
Und mit diesem Gewissen kann ich gut ein 2. Kind in die Welt setzen.

Wieso habt ihr euch für ein 2. entschieden wenn die Bindung zum ersten doch eine Katastrophe ist.

Das mit dem Lächeln: elementar für die Mutter-Kind-Bindung!
Natürlich spürt dein Kind deine Abneigung. Sie ist nicht blöd!

Ihr müsst DRINGEND in die Therapie. Nicht nur und und deine Tochter, sondern auch dein Mann!

  • (15) 22.11.18 - 14:06
    CookiesandCream

    Wir haben uns für ein zweites entschieden, weil wir immer gerne viele Kinder wollten. Und wir bzw ich auch geglaubt hatte dass wir auf dem richtigen Weg mit unserer Tochter sind. Die Gefühle waren da, dachte ich. BIS ich mein zweites Kind bekam. Da wurde mir erst bewusst es nichts gut ist.

    • Meine Mutter war so kalt zu mir. Nie wurde ich angelächelt oder in den Arm von ihr genommen. Das hat alles mein Vater übernommen. Sie hat sich Mühe gegeben, aber ich habe es von klein auf gemerkt, dass sie mich zurück gewiesen hat. Einmal ist ihr in der Wut über mich der Satz rausgerutscht: "Ich wollte dich nie haben". Das war eine Bestätigung für mich. Weißt du eigentlich was du deinem Kind damit antust? Ich habe bis heute Schwierigkeiten Menschen an mich ran zu lassen. Keiner (außer meine Kinder und mein Mann) dürfen mich umarmen. Ich bin extrem scheu und andere finden mich einfach nur komisch. Gott sei Dank habe ich gute Freunde die mich durch und durch kennen. Und ich bin über 30. Bitte mach was dagegen bevor es zu spät ist. Aber trotz allem finde ich es sehr mutig von dir, diese unangenehme Wahrheit hier niederzuschreiben. Es ist ein Anfang und vielleicht ein leiser Hilfeschrei. Was man dagegen tun kann weiß ich nicht, ich hätte mir als Kind einfach ein Spaziergang und ein "Ich liebe dich mein Kind" gehört. Mir kommen wieder die Tränen gerade. Ich kenne das einfach nicht von meiner Mutter. Bitte änder es und spring über deinen Schatten. Aber dafür ist meine Mutter die beste Oma der Welt. Meine Kinder sind verrückt nach Oma. Da ist mir auch früh aufgefallen, dass sie mit meinen Kinder alles wieder gut machen will. Alles Gute euch.

      • (17) 22.11.18 - 14:42

        Das tut mir sehr sehr leid zu lesen.
        Ich weiß was ich ihr damit antue und deswegen arbeiten wir jeden Tag daran dass sie nichts merkt. Ich nehme sie auch in den Arm, ich sage ihr auch wie lieb ich sie habe.. halt alles gezwungen aber ich bringe es nicht so rüber. Ich bemühe mich sehr und auch mein Mann! Um eine Therapie werden wir wohl nicht drumrum kommen

    Kann ich verstehen... jetzt habt ihr ja den Vergleich und wisst wie es eigtl sein sollte!
    Das trifft einen dann sicher wie nen Vorschlaghammer!

    Hast du dich mal nach Adressen informiert?

    • (19) 22.11.18 - 14:44
      CookiesandCream

      Ja, es trifft mich täglich und ich halte mich demzufolge dann auch mit den Gefühlen bei meinem Sohn zurück damit meine Tochter nichts merkt :(

      Ich denke da werde ich mit meinem Hausarzt reden, der uns an einen Therapeuten überweist oder ist das der falsche Weg?

      • Ja das ist der richtige Weg! Schön das du das Problem anerkennst. Ich habe erst später gelesen, dass du auch keine liebe von deiner Mutter bekommen hast. Das ist sicher der Auslöser. Bei mir ist es ins Gegenteil gekommen. Ich konnte meine Kinder ab der ersten Sekunde lieben und hatte da überhaupt keine Probleme. Wollte es immer anders machen als meine Ma.

        Du bist völlig ok und tapfer! Wie du sagst, für Gefühle kann man erstmal nichts. Die kann man erstmal nur annehmen und dann entscheiden wie man mit ihnen umgehen will! Ich weiß nicht aus welchem Bundesland du kommst, aber kleiner Rat: in vielen Bundesländern gibt es von der Vereinigung der PT oder der Krankenkassen eine Hotline. Bei dieser kannst du anrufen wenn dein Psychiater oder Hausarzt die bestätigt, dass es eilt! Dann bekommst du innerhalb von vier Wochen einen Psychologen. Sonst wartet man ja ewig! Zweiter Tip: es gibt Institute an welchen fertige Psychologieb ihre Therapieausbildung machen, auch hier kommt man schneller rein, hat dann halt jemand mit wenig Erfahrung, aber dafür sicher sehr motiviert! Bleib dran! Wir haben auf Station häufiger mit solchen Geschichten zu tun. Alles kann gut werde ! Wenn ich dir noch irgendwie mit Rat zur Seite stehen kann dann melde dich bitte!

(22) 23.11.18 - 17:57

Da du selbst mit einer depressiven Störung zu tun hattest, müsstest du wissen, dass Vorwürfe nicht helfen.

  • (23) 23.11.18 - 18:09

    Auch wenn man Depressionen hat darf man reflektiert sein und erkennen, dass man besser erst die Beziehung zum ersten Kind festigt, bevor man sich ein 2. zulegt!

    Das ist der einzige Vorwurf den ich ihr mache und zu dem stehe ich auch.

    Das wäre mir nicht passiert.

Ich hab deinen Beitrag mal ins "Familienleben" geschoben, auch dort sind Graunicks jetzt möglich.

Viele Grüße und ganz viel Kraft in dieser Situation.

Raffael vom urbia-Team

ich würde auch sagen ihr müsst ganz dringend eine Therapie machen.

"Schon im 20. Jahrhundert fanden Forscher heraus: Der Mangel an Zuwendung und an Reizen führt dazu, dass sich körperliche und geistige Entwicklung verzögern oder gestört verlaufen. Mediziner sprechen von Hospitalismus, Deprivation oder in extremen Fällen vom Kaspar-Hauser-Syndrom.

Zu den vielfältigen Symptomen zählen motorische Verlangsamung, Teilnahmslosigkeit, soziale Kontaktstörungen, Wutanfälle, Angstzustände, Aufmerksamkeitsstörungen"

klar bei euch ist es nicht so extrem wie Forscher das früher getestet haben und ich will damit auch nicht sagen das die Probleme bei eurer Tochter durch eure fehlende Liebe kommt (ich bin ja kein Hellseher)

aber ihr müsst zu mindestens in Betracht ziehen, das eure fehlende liebe sich nicht gerade positiv auf ihre Probleme auswirken könnten.

ich drücke euch allen 4 ganz feste die Daumen, das ihr das schnell in den Griff bekommt

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