VerzweifelteMami(lang)

    • (1) 24.11.18 - 09:09
      Wunschkind.2019

      Guten Morgen!
      Ich habe ein Problem, das manche vielleicht nicht als solches betrachten, mich aber belastet...
      Seit meiner Kindheit freue ich mich auf eine eigene Familie und habe extra einen Beruf ergriffen, der familienfreundlich ist. Seit ich meinen Mann kenne, ist mein Kinderwunsch natürlich noch größer geworden. Nachdem wir letztes Jahr geheiratet hatten, unser Studium abgeschlossen haben und gute Jobs gefunden haben, sahen wir dem nichts mehr im Wege stehen und haben die Pille abgesetzt. Es hat auch bald funktioniert und ich bin mit meinem lang ersehnten Wunschkind von meinem Traummann schwanger😍
      Einziges Problem : wir wollen demnächst ein Haus kaufen oder bauen. Wir suchen aktiv. Wohnen aber so lange im Haus meiner Mutter und unser Kind wird auch hier zur Welt kommen, um die Miete zu sparen. Haben ein sehr großes Zimmer und verstehen uns alle super!
      Kredit wird auch schwierig. Wir wurden ja gerade erst mit dem Studium fertig, also kein Eigenkapital und unsere Jobs sind gut bezahlt (3000€ netto jeweils) aber (pro forma) auf 2jahre befristet. Mündlich haben wir die Übernahme garantiert bekommen und wir werden da auch gebraucht.

      Nun zu meinem Problem: meist freu ich mich auf das kleine, bin dankbar und kann es kaum erwarten, es im Arm zu halten.
      Oft kommen mir aber auch eklige Gedanken wie : "hätte ich im Frühjahr diese Pläne schon gehabt, wäre ich nicht schwanger geworden."
      Mein Leben lang wollte ich, dass alles perfekt ist, wenn das Baby kommt. Ich bin der Meinung, jedes Kind verdient das beste Umfeld. Ich wollte stets, dass es in einer glücklichen Ehe bei Eltern mit guten Jobs und in einem schönen Haus aufwächst. Dass das Haus noch nicht realisiert ist, lässt mich schlecht fühlen. Komme mir teilweise als versager vor und ich bereue nicht das Kind (!) aber den Zeitpunkt. Allerdings sind wir auch 28 Jahre alt...
      Gibt es noch andere, die das so perfektionistisch sehen? Kann mir jemand Mut machen?
      Danke fürs Lesen!

      • (2) 24.11.18 - 09:27

        Dem Kind wird es lange, lange vollkommen egal sein, wo und wie ihr wohnt. Es wird zufrieden sein, wenn es bei euch ist und auf eurem Arm sein kann. Babys brauchen keine Quadratmeter, die aussehen wie aus einem “Schöner Wohnen-Magazin“, sondern Menschen, die es lieben und liebevoll auf seine Bedürfnisse eingehen.

        Insofern: Entspann dich. Für dein Baby wird alles perfekt sein. Und du, nimm es als “Lektion“, dass Leben halt dann passiert, während man dabei ist, Pläne zu schmieden.
        Und ganz ehrlich, sei froh, dass das Traumeigenheim die ersten Jahre nicht mitbekommt, denn egal wie sehr man sich anstrengt, das Kind zu betreuen, gerade Mobile Kleinkinder sind personifizierte Abrissbirnen....;-)

        • (3) 24.11.18 - 11:40

          Genau:
          und schöner Wohnen Wohnung fand ich als Kind grauenhaft!

          Ständig in Beobachtung, kein Platz (Freiraum) zu spielen. Platz schon, aber nur für fein säuberlich geputzt, für gutes Aussehen, nicht zum entfalten.
          Angst etwas geht kaputt....

          ;-)

          (4) 24.11.18 - 14:17
          Wunschkind.2019

          Haha😄ok! Das mit der Abrissbirne hatte ich gar nicht bedacht!

      Man kann sich auch in jeden Mist reinsteigern. Vielleicht hilft mal ein Blick über den Tellerrand. Nicht jede Schwangere hat das Glück, selbst mit einem gut bezahlten Job in Elternzeit zu gehen und dazu auch noch einen gut verdienenden Mann zu haben. Du jammerst auf verdammt hohem Niveau und Gründe für "Verzweiflung" kann ich absolut nicht erkennen! Werd' erwachsen!

      • (6) 24.11.18 - 14:19

        Jeder hat eben auf seinem "Niveau" seine Probleme. Ich habe noch nie was davon gehalten, mich drauf auszuruhen, dass andere weniger haben/können /leisten. Bin auch so nicht erzogen worden.

      • was hat denn das mit daraud ausruhen zu tun?

        DU HAST KEIN PROBLEM.

        das ist ein problem: eine bekannte, die in deinem alter das erste mal brustkrebs bekam. als er letztes jahr nach 6 jahren wieder kam und sie die chemo begann wurde sie entgegen aller prognosen oder gar möglichkeiten schwanger! das kind musste 2 monate zu früh geholt werden, die mama begann gleich danach die chemo wieder.

        ein krasses beispiel. aber es sollte dir verdeutlichen, dass du nicht auf hohem niveau jammerst, sondern völlig sinnlos jammerst. dir gehts super. deine zukunft ist rosig. punkt.

(10) 24.11.18 - 09:59

Hilft es dir, wenn man dir sagt, auf was für einem hohen Niveau du hier jammerst?

Der schon beschriebene Blick über den Tellerrand würde wirklich mal helfen.
Und nie vergessen: „unter jedem Dach ein Ach“ auch bei den vermeintlich so perfekten.

Ihr habt so tolle Voraussetzungen, könnt richtig Geld sparen, um das „perfekte“ Heim zu schaffen. Vielleicht schaust du einfach nur auf das was du hast.

Auf einer KinderCD meines Kindes gibt es ein schönes Lied: „das Vielbesserland“....

  • (11) 24.11.18 - 14:21
    Wunschkind.2019

    Du hast schon recht. Es sind die eigenen Ansprüche, die einen fordern und manchmal auch überfordern.

(12) 24.11.18 - 10:05

Ich denke auch, es wird Zeit die romantischen Mädchenträume in die Schublade zu packen und in der Realität anzukommen.

Ich finde es extrem anstrengend, dass du alles auf einmal willst. Sucht euch doch erst mal eine kleine 3zimmerwohnung und genießt euer Familienleben.

Am Thema Hausbau zeitgleich mit Baby sind schon viele Paare gescheitert. Macht doch mal eins nach dem Anderen. Und kalkuliere mal ein, dass nicht immer im Leben alles mit rosa Tüll verpackt klappt. Was ist, wenn in der Babyzeit nicht alles super läuft? Baby krank oder ein Schreikind? Wochenbettdepression oder gesundheitliche Probleme bei dir? Euer Paarleben funktioniert vielleicht nicht mehr so? Bist du Problemen gewachsen oder bricht dein Lebensplan dann zusammen?

Ich würde aufhören, ein Schema abzuarbeiten. Und wenn dir das nicht gelingt, den Druck raus zu nehmen, dass du ein perfektes Rama-Familienleben brauchst, würde ich versuchen herauszufinden, warum du so einem Traum hinterher jagst.

Ich verspreche dir, das Leben läuft nicht nach Plan. Versuche, darauf vorbereitet zu sein.

LG

  • (13) 24.11.18 - 14:25
    Wunschkind.2019

    "würde ich versuchen herauszufinden, warum du so einem Traum hinterher jagst."

    Mir geht es vor allem darum, dass ich meinem Kind alles bieten möchte, was es braucht. Meine Philosophie ist eben, wenn mehr Menschen so Kinder kriegen würden, sprich nicht ohne Ausbildung, Job, Ehemann, schönem heim. Gäbe es weniger leid auf der Welt.

    • Meine Freundin ist alleinerziehend, ohne Kontakt zum Kindsvater, sie wohnt mit ihrer Tochter in einer 2-Zimmer-Wohnung, die ersten 1 1/2 Jahre in einer 1-Zimmer-Wohnung. Hätte sie doch bloß nie ihre Tochter bekommen, den Menschen in Afrika ginge es viel besser. Ich werde sie bei Gelegenheit davon unterrichten, wie viel weniger Leid es ohne ihren Egoismus geben würde.

Das hat weniger mit Perfektionismus zu tun als mit etwas spießiger und materieller engstirnigkeit. Ein Kind braucht kein Haus. Und die wenigsten Dinge im Leben klappen oder sind so, wie man sie sich als Kind ausgemalt hat.

Die meisten Menschen können sich niemals ein Haus kaufen. Die leben auch ganz normal weiter ohne zu jammern. Vielleicht stehen dir deine Hormone im Weg.

Ist dir eigentlich bewusst, was für ein extrem privilegiertes Leben du führst?
Schalt mal die Nachrichten ein oder schlag die Zeitung auf.

Dein Text klingt nach einer weltfremden, verwöhnten Göre und nicht nach einer erwachsenen Frau.

  • (18) 24.11.18 - 14:27

    Du hast recht. Da ich mir einen großen Teil davon aber auch hart erarbeitet habe und viel und gut durchdacht worden ist, schäme ich mich auch nicht dafür.

    • (19) 24.11.18 - 14:55

      Bisher hast du doch nur studiert...

      • (20) 24.11.18 - 15:19
        Wunschkind.2019

        Wenn du es so genau wissen magst: Ich habe bereits in der Schule begonnen, viel zu lernen, da ich wusste, dass man für meinen Job ein sehr gutes Abitur braucht. Dabei auf einige eskapaden verzichtet, die sich meine Freunde leisteten. Mein Studium habe ich nicht nur in mindeststudienzeit durchgezogen, sondern auch nebenzu vollzeit gearbeitet, um keine Schulden machen zu müssen. Nach meinem Abschluss habe ich promoviert, um in diesem hart umkämpften Gebiet bessere Chance zu haben. Urlaub habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr gemacht und natürlich auch keine Zeit mit Auslandsaufenthalt vertrödelt, sondern Praktika gemacht, die mich voran bringen. Viel mehr kann man bis 27 nicht gemacht haben, glaube ich😅

        • für welches studium braucht man denn 8/9 jahre (16-18 semester!) mindeststudiendauer?

          für mich klingst du eingebildet und abgehoben.

          • "Nach meinem Abschluss habe ich promoviert, um in diesem hart umkämpften Gebiet bessere Chance zu haben. "

            Habs dir nochmal rein kopiert. Auf die Gefahr hin, dass du mich dann für noch eingebildeter hältst : "promoviert" heißt einen Doktertitel erwerben. Das hat auch 4 Jahre gedauert.
            Hätte ich übrigens nicht geschrieben, wenn keiner gefragt hätte 😊

            • (23) 24.11.18 - 15:37

              Eben. Meine Promotion hat sogar 5 Jahre gedauert, wegen Auslandsjahr vom Doktorvater☹️

              • Oben unter deinem echten Nick schreibst du 4 Jahre, jetzt 5, was denn nun? Mathe hast du hoffentlich nicht studiert

                • (25) 24.11.18 - 21:43

                  Beides nicht. Ich bin weder Lehrerin wie die Dame oben noch Mathematikerin.
                  Von den Kindern in Afrika habe ich auch nicht gesprochen. Es betrifft natürlich immer die Kinder der jeweiligen Eltern.

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