Streit wegen Wohnort

    • (1) 06.12.18 - 14:51

      Hallo zusammen,

      ich bin in einer verzwickten Situation und hätte gerne ein paar Denkanstöße.

      Seit fast zwei Jahren bin ich mit meiner Freundin zusammen. Sie ist vor 1 1/2 Jahren zu mir in meine Mietwohnung gezogen, die ca. 30 km von ihrer Heimatstadt entfernt ist. Wir unterhalten inzwischenein zweites Auto, damit sie zu ihrer Familie und ihren Freunden fahren kann, während ich bei der Arbeit bin.

      Sie war vor unser Beziehung nicht berufstätig und ist es auch weiterhin nicht. Die Kosten für die Lebenshaltung werden vollständig von mir getragen.

      Wir erwarten nun unser erstes Kind und wollten daher ein Haus kaufen. Dabei ist es zu einem heftigen Streit gekommen. Sie wollte mit ins Grundbuch, aber nicht den Kreditvertrag unterschreiben. Ich hatte ihr am Ende gesagt, dass ich mich darauf so nicht einlassen kann. Mein Vorschlag die Vorgehensweise in Bezug auf das Haus bei einer etwaigen Trennung vertraglich zu regeln hat zu mehr Streit sowie mehr Vorwürfen gegen mich geführt.

      Wir haben daher gemeinsam entschieden, dass wir unter diesen Umständen kein Haus kaufen können. Gleichzeitig möchte sie auf keinen Fall mehr hier in meiner Stadt wohnen bleiben. Sie fühlt sich weder in der Wohnung noch mit meinen Möbeln wohl. Außerdem braucht sie nach der Geburt die Unterstützung ihrer Familie, die nahe ihrer Heimatstadt wohnt. Sie möchte auch nicht gerne mit dem Auto die halbe Stunde in ihre Heimatstadt fahren. Ich sei ja schließlich den ganzen Tag sowieso nur im Büro. Darüber hinaus ist sie der Meinung, dass sie nach 1 1/2 Jahren mir lange genug entgegen gekommen ist und ich jetzt für sie umzuziehen habe.

      Ein Umzug würde mich weiter von meiner Arbeitsstelle entfernen und ich müsste pro Tag eine Stunde länger fahren, was mich weitere Freizeit kosten würde und was ich daher nicht möchte. Ich möchte außerdem nicht, dass ihre Familie noch mehr Einfluss auf unseren Alltag hat. Es leuchtet mir auch nicht ein, dass ich weitere Lebenszeit opfern soll, um es ihr noch bequemer zu machen. Und schließlich habe ich mich nach Jahren endlich mit meinem Leben und meinem Wohnort arrangiert, so dass ich hier nicht mehr weg möchte, auch wenn ich sie liebe und mich sehr auf unser Kind freue.

      Da wir nicht sehr konstruktiv streiten können, hat sie erschöpft schon von Trennung gesprochen. Ich habe ihr erst den Vorschlag gemacht, dass wir zusammen eine neue Mietwohnung in meiner Stadt suchen. Das hat sie abgelehnt. Ich habe ihr dann den Vorschlag gemacht, dass wir uns professionell im Rahmen einer Paartherapie unterstützen lassen. Sie hat auch dies abgelehnt und möchte höchstens ein Coaching zum richtigen Streiten machen, allerdings ohne intime Details über unser Leben zu besprechen.

      Ich bin nun einigermaßen ratlos, wie wir diese Situation lösen sollen. Ich habe Verständnis für Ihre aktuelle Situation und möchte das Beste für unser Kind. Trotzdem möchte auch ich mit meinen Bedürfnissen noch eine Rolle in dieser Beziehung spielen. Außerdem möchte ich, dass meine Leistungen auch anerkannt werden.

      Ich bin für sämtliche Meinungen und Anregungen offen.

      • Hm, da hast du dir aber eine Schmarotzerin ans Bein gebunden.
        Meiner Meinung nach kommst du mit einer Trennung (auf lange Sicht gesehen) am besten davon.

        Lass es mich so sagen:

        Deine Freundin hat sich schön von dir aushalten lassen und nun mit dem Haus versucht, den großen Coup zu landen. Ich finde diese Frau erbärmlich. Nichts leisten, aber alles fordern und haben wollen.

        Mit dem Kind hat sie nun die perfekte Waffe in der Hand. Gar nicht gut.

        Was ich dir raten würde? Sieh zu, dass ihr gemeinsames Sorgerecht habt, arbeite nur so viel wie nötig und investiere lieber Zeit für die Bindung mit deinem Kind und komm bloß nicht auf die Idee sie zu heiraten.

        Wenn sie es in den Kopf bekommt und sich trennt, zahlst du für sie maximal 3 Jahre Unterhalt. Wenn du sie heiratest, ist das Ende im Trennungsfall offen. Ehe der Staat sie fürs Faulsein sponsort, quetschen sie lieber aus dir den letzten Euro. Wer schon ohne Kind nicht arbeiten will, wird es mit Kind erst Recht nicht tun. Also, handle rational, lass dich nicht erpressen und nicht verarschen und ausnehmen.

        LG

        (4) 06.12.18 - 15:11

        Sie versucht dich auszunehmen wie eine Weihnachtsgans.
        Leider ist sie bereits schwanger, sonst würde ich sagen lauf so schnell du kannst!

      • Hallo Max,

        jetzt lies dir deinen Text noch einmal in aller Ruhe durch.

        Ich lese heraus, dass deine Freundin ununterbrochen nicht nachvollziehbare Forderungen stellt, deine Bedürfnisse in keinster Weise beachtet und aufgrund vorliegender Schwangerschaft nun annimmt, das Zepter völlig in der Hand zu haben.

        Sorry, der Dame würde ich gehörig den Marsch blasen. Ich denke, bei der Einstellung deiner Freundin wirst du vorschlagen können, was du möchtest. Wenn sie nicht weiter kommt mit ihren Forderungen, wird sie als letztes Druckmittel mit Trennung drohen. Wünsche noch viel Spaß, besonders wenn euer Kind da ist.

        LG

        Nici

        (6) 06.12.18 - 15:20

        Hallo, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird sie euer Kind ewig und 3 Tage als Druckmittel benutzen. Du brauchst eine Bindung zum Kind, Sorgerecht und vermutlich viele Nerven.
        Im Notfall brauchst du auch einen Anwalt und ein Postfach.

        Tut mir leid aber ich sehe schwarz für eine gesunde Beziehung zu dieser Frau.

        Gruß Sol

      • Hallo!

        Irgendwie tust du mir wirklich leid. Du tust und machst und du bist ihr absolut egal. Du wärst definitiv wirklich (sorry) blöd, wenn du sie bei einem Hauskauf ins Grundbuch eintragen lässt und nur du den Kreditvertrag unterschreibst. Wobei ich mich gerade frage, ob die Bank sowas überhaupt mitmacht. Außerdem ist es wirklich unfair von ihr zu verlangen, dass du 1 Stunde Arbeitsweg in Kauf nehmen sollst, obwohl sie auf der faulen Haut liegt. 30km zur Familie sind ein Witz und absolut machbar. Vorallem wenn man den ganzen Tag Zeit hat.

        Ehrlich gesagt sehe ich, wie andere auch schon geschrieben haben, dauerhaft für Euch schwarz. Sie wird das Kind irgendwann als Druckmittel einsetzen. Mein Tipp: halte durch, baue eine gute Beziehung zu dem Kind auf, poche auf das Sorgerecht (zumindest das gemeinsame) und schmeiß sie irgendwann raus. Wenn du Glück hast, behältst du das Kind. Da ein Kind Arbeit macht, könnte es sowieso möglich sein, dass sie früher oder später keine Lust mehr darauf hat.

        (8) 06.12.18 - 16:04

        Ein wenig Hoffnung kann ich Dir noch machen, Du hast offensichtlich kein besonders cleveres Exemplar erwischt. Es gibt seit einigen Jahren Urteile, dass Frauen ohne Einkommen aus Kreditverträgen einfach so wieder rauszulassen sind, weil es von vornerein sinnlos war, sie mit rein zu nehmen.
        So wäre sie also ohne Risiko ins Grundbuch gekommen... will sagen: Mit einem Anwalt und ausreichend Gegendruck solltest Du da mit einem blauen Auge wieder raus kommen.

        • (9) 06.12.18 - 16:13

          Wie könnte dieser Gegendruck aussehen @Caprese?

          • (10) 06.12.18 - 16:21

            Das ist ein Thema für den Anwalt. Trennen, Wechselmodell anstreben, Unterhalt für sie minimal halten bzw. den Unterhalt so lange rauszögern, dass sie erstmal übergangsweise H4 braucht und dann auch eine entsprechend billige Wohnung beziehen muss - oder mit der Trennung warten, bis die Geburt durch ist, damit sie nicht mehr einfach so wegziehen kann - die ganzen Möglichkeiten würde ich in der Tat mit einem Anwalt in aller Ruhe besprechen.
            Es ist ja auch erstmal relevant, was für Dich wichtig ist: Willst Du möglichst viel Kontakt zum Kind, möglichst wenig Geld ausgeben.... es ist nicht unbedingt falsch, das alles struktuiert und gut getimt anzugehen.

      (11) 06.12.18 - 17:17

      Ergänzend noch was von mir.

      Wir haben drei Kinder auf die Schwiegermutter jeden Freitag Nachmittag aufpasst, damit wir in Ruhe einkaufen gehen können. Ansonsten packen wir das alleine.

      Deine Freundin benötigt bei einem EINZELNEN Kind die "Hilfe der Familie" - also mehrere Leute, noch dazu in unmittelbarer Nähe? Seltsam.

      Mal aus Neugierde, aber was genau machst du, wenn du nach Hause kommst? Könnte es eventuell sein, dass ein nicht unerheblicher Teil an Hausarbeit auf dich wartet?

      Und was macht sie den ganzen Tag über? (Mir kommt's irgendwie bekannt vor)

      Gruß Ronny

      • (12) 07.12.18 - 13:49

        Ich habe auch 3 Kinder und wuppe Einkauf, Haushalt und Job allein!
        Nix Schwiegermutter! Nix Babysitten! Nix in Ruhe Einkaufen!

        Soll ich dir jetzt zum Vorwurf machen und dich anprangern dass Du Hilfe brauchst? Findest Du scheisse?
        Dann mache ihr doch nicht zum Vorwurf dass sie mit einem Kind Hilfe wünscht!!

        Sie scheint ein bequemes und faules dasein zu fristen aber Dein Vorwurf ist definitiv der falsche Ansatz! Unangemessen! Überheblich und unsympathisch !!

    Wie kommt man bitte auf die Idee, mit so einer Person ein Kind bekommen zu wollen?!?

    Aber gut, das Kind ist ja bereits in den Brunnen gefallen.

    Es gibt ja nun genau 2 Möglichkeiten:

    1.Trennung, was ich bei einer Partnerin mit derartiger Ego Attitüde empfehlen würde.

    2. Beziehung aufrechterhalten mit so wenig Schaden wie möglich. Heisst auf gar keinen Fall heiraten, denn sonst hast Du im Trennungsfall von Unterhalt bis Zugewinn und Versorgungsausgleich ein Riesenrheater. Die Dame hat sich nämlich offensichtlich auf lebenslängliche vollalimentierung incl. dem erheiraten einer Immobilie spezialisiert.
    Hauskauf ganz sicher nur Du allein und dann entscheidest auch ganz sicher du über die Lage und nicht Sie. Ihre Entscheidungsspielräume korrelieren da nämlich direkt mit ihrer Investitionssumme. Nämlich zero.
    Sei dir aber bewusst, dass diese völlig ungerechtfertigten Forderungen erst der Anfang sind, da wird noch ein Forderungstsunami auf Dich zurollen.

    Ich kann dir da aber nur raten, nicht allzu viele Kompromisse einzugehen, das nimmt ja jetzt schon überhand.

    Hallo Max,
    Aus deinen Zeilen erkennt man, dass du ein gutmütiger Kerl bist. Glück im Unglück ist, dass wenigstens beim Grundbuch deine Warnsirene anging. Ich finde es echt schade, dass es Frauen gibt, die so gutmütige Männer so dermaßen ausnehmen.

    • Ich möchte zu bedenken geben, dass du die ersten 3 Jahre auch Unterhaltspflichtig für deine Freundin bist. Es bringt dir also nix, dich jetzt schon zu trennen. Cleverer wäre es in 3 Jahren? Vielleicht kann dir ein anderer User da bessere Tipps geben als ich.

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