Ich verliere vielleicht meinen Mann

Hallo,

ich muss mir das von der Seele schreiben, weil ein unheimlicher Druck auf mir lastet.

Mein Mann hatte gestern einen sehr schweren Autounfall - er ist nicht gefahren, er war Beifahrer.
Er musste noch vor Ort reanimiert werden und schwebt seitdem in Lebensgefahr.
Sein Zustand ist sehr kritisch.
Wir haben einen kleinen Sohn und im April erwarten wir unser zweites Kind.
Ich weiß überhaupt nicht, was ich tun soll.
Mein Mann kämpft um sein Leben und ich sitze nutzlos rum, kann nichts machen, ihm nicht helfen ....
Ich kann weder schlafen oder essen, noch mich zu etwas aufraffen.
Gestern durfte ich nur kurz zu ihm, nachdem ich stundenlang gewartet hatte.
Er ist nicht bei Bewusstsein und es ist Horror, ihn mit den ganzen Schläuchen und Geräten zu sehen ...

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Liebe Mill.y

da fehlen mir echt die Worte. Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste nicht einfache Zeit. Sei ganz lieb gedrückt.

Liebe und aufrichtige Grüße
Hinzwife

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Hallo,

Das ist ja furchtbar! Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit, egal was passiert.

Alles Gute, marci

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Puh, das ist verdammt harter Tobak... und ich glaube dir, dass diese momentane Angst und Hilflosigkeit kaum zu ertragen sind. Hast du denn jemanden, mit dem du reden kannst? Ich bin zwar nicht kirchlich, aber es gibt doch in den Krankenhäusern oft Seelsorger o.ä. - vielleicht wäre ein Gespräch dort ganz hilfreich, um mit dem ersten Schock fertig werden zu können.

Kann sich erstmal jemand um euer Kind kümmern - Oma oder Opa - damit du zu dir kommen kannst? Ich kann dir leider sonst nicht viel Hilfreiches sagen, außer dich virtuell ganz fest zu drücken und dir mein Mitgefühl auszusprechen und die Hoffnung, dass sich alles zum Guten wendet.

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Ich wurde direkt nach dem Unfall, als mir davon mitgeteilt wurde, psychologisch betreut.
Meine Eltern würden auf unseren Sohn aufpassen, er will mir aber nicht von der Seite weichen. Er spürt ja auch, dass etwas nicht stimmt. Ich weiß gar nicht, was ich ihm sagen soll. Er fragt mich öfter nach dem Papa, da muss ich mich schon zügeln, dass ich nicht in Tränen ausbreche

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Oh nein! Schrecklich was du mitmachst!
Hast du Hilfe? Die brauchst du bestimmt. Und wenn es nur für dich zum Reden ist.
Ich wünsche euch alles Gute und drücke beide Daumen!

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Such dir umgehend professionelle Hilfe! Ich würde beim Hausarzt oder der Kirche fragen. Notfallseelsorge sozusagen. Das kann man nicht mit sich allein ausmachen! Ich hab das versucht und habe lange gebraucht um mein posttraumatisches Belastungssyndrom zu verarbeiten bzw zu überwinden. Ich drücke euch die Daumen !

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Alles Gute! Glaub an ihn und an euch,bleib positiv wie schwer es auch sein mag und sprich ganz viel mit ihm. Ich bin mir sicher er hört es und er kämpft für euch!

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Ich wünsche ihm und Dir alles Gute! Viel Kraft, er soll kämpfen und es schaffen! Toi toi toi...meine Gedanken sind unbekannterweise bei Euch. Alles Liebe!

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Hallo

Das ist ja schrecklich. Vielleicht kann eine Vertrauensperson (Eltern, Geschwister, gute Freunde) sich erstmal um euch kümmern.
Damit meine ich auch euch ständig begleiten.
Die für/ mit euch den Alltag bestreitet wie kochen etc. Die aber auch merkt, wenn du gerade in Tränen ausbrichst (und das darfst du und solltest du auch tun!) sich um deinen Sohn kümmert und ihn ablenkt. Deinem Sohn auch erklärt das mama gerade traurig ist, weil es papa nicht so gut geht.
Es sollte dich aber auch immer jemand begleiten wenn du mit Ärzten etc. Sprichst. Du wirst nicht alles behalten und merken, da ist es gut wenn man zu zweit ist.
Außerdem musst du an dich denken. Du bist hochschwanger. Wenn dir also unwohl ist, du wehen etc. Hast sollte auch jemand dabei sein der dich in der Zeit entlasten kann und wenn nötig zum Arzt fahren kann.

Kinder sind stärker als wir glauben. Ich würde deinem Kind grob (keine Einzelheiten und nicht das schlimmste Szenario) erzählen was los ist. Warum er jetzt zu Oma und Opa soll. Und ihm auch erzählen warum du traurig bist.
Ich finde das besser als deinen Sohn im
Ungewissen zu lassen und er bekommt dann doch ein Gespräch oder so mit.

Ich wünsche dir viel Kraft aber denkt daran du musst nicht die starke sein. Lass dir helfen. In solchen Situationen ist das Familienband stärker als man denkt.

Alles gute

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Hallo milli,
Es ist furchtbar was passiert ist. Du darfst die Hoffnung nicht verlieren. Mein ex Mann hatte auch einen schrecklichen Unfall, erst war er im Koma, dann wachkoma, hat es aber ohne bleibende Schäden überlebt. Ich kann es dir natürlich nicht garantieren aber du darfst hoffen! Er lebt erstmal, das ist was im hier und jetzt erstmal zählt.

Tu deinem Sohn und deinem ungeborenen den Gefallen und schlaf ein bisschen. Frag den Arzt was du einnehmen darfst als einschlafhilfe. Deine Kinder brauchen ihre Mama, schlaf ist jetzt das wichtigste für dich und vor allem deine Kinder.
Alles alles Gute, dass alles gut ausgeht