Kein Mithilfe im Haushalt, weil die Kinder sich auf die Schule konzentrieren sollen

    • (1) 15.04.19 - 14:59
      eir

      Hi #winke
      Diese Aussage verwundert mich immer wenn ich sie höre oder lese, deshalb frage ich hier einfach mal :-D Und nein, falls das jetzt kommt, es geht mir nicht um den Gedanken was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Man kann sicher aus erst als Erwachsener lernen, wie Haushaltsaufgaben funktionieren.
      Ich sehe uns als Eltern klar in der hauptsächlichen Verantwortung. Aber so wie in allen sozialen Gruppen, ist es für uns ganz natürlich, dass alle Mitglieder mit anpacken. Das mal als Grundsatz. Das heißt nicht dass wir strenge Pläne führen, aufrechnen (weder zwischen uns Eltern, noch zwischen den Kids),... ,sondern einfach dass alle einen Teil leisten. Das wäre für mich das eine.
      Oben genannte Aussage habe ich auch Mal mitgeteilt bekommen als ich noch kinderlos war und bei einer Bekannte fragte, wieso sie, wo sie sich regelmäßig beschwerte, nicht auch den Kindern Aufgaben im Familienhaushalt gibt.
      Jahre später mit mehreren Kindern, sind wir bei unserer Vorstellung geblieben. Die Kinder haben mehr als genug Freizeit und Zeit für die Schule.
      Im normalen Alltag reden wir von Minuten, die sie am Tag mit Haushaltsaufgaben verbringen. Woher kommt die Angst dabei, dass die Schule darunter leiden könnte?
      Heißt das wirklich, dass diese Kinder generell keinen Finger rühren, außer vielleicht im eigenen Zimmer?
      Vielleicht kann ja jemand der diese Meinung vertritt, näher erklären wieso und weshalb. Und generell, wie seht ihr das?

      Grüße

      • (2) 15.04.19 - 15:09

        Hmmm, das muss ja jeder leben wie er möchte. Ich musste als Kind zu Hause keinen Handschlag tun, meine Geschwister auch nicht. Ich kann kochen, putzen, bügeln und waschen...hier ist es immer picobello.

        Meine drei Kinder müssen hier rein gar nichts machen, außer sich um ihre Zimmer kümmern. Ob ich das jemals einführen werde, weiß ich nicht, aber ich sehe es gerade nichts als notwendig an. Sie sollen ihr Ding machen. Spielen, lernen, verabreden,...rum gammeln. Einfach Kind sein. Verpflichtungen bekommen sie noch früh genug.

        Ich glaube, da gibt es kein richtig oder falsch. Jeder soll es machen wie es für sich und seine Familie passt.

        • (3) 15.04.19 - 15:14

          Wie vieles im Leben, ist einiges wohl auch Ansichtssache. Als Verpflichtung sehen wir das nicht. Wie bereits geschrieben,ist es für uns in einer Gemeinschaft einfach völlig normal, eine Selbstverständlichkeit, dass alle ihren individuellen Teil leisten.

          • (4) 15.04.19 - 15:35

            Für mich, oder besser uns, ist es eben anders normal. Wobei normal da schon das falsche Wort ist. Für uns ist das so richtig.

      (5) 15.04.19 - 15:23

      Das ist nur Faulheit und Feigheit der Eltern,wie auch sinnlos das klingt:keine Lust "Probleme"anzusprechen,sonst wird man damit konfrontiert,vielleicht auch in eine verbale Auseinandersetzung gelangen...zu viel Arbeit!😅Lieber selber machen und jut ist!
      🙄🙄🙄

        • (7) 15.04.19 - 21:59

          Faul sein um mit Kindern zu diskutieren...so war das gemeint

          • (8) 15.04.19 - 22:21

            Ja, ich hab das schon verstanden.
            Wenn ich Kinder hätte, mit denen zu diskutieren anstrengender wäre als die Spülmaschine einzuräumen, hätte ich doch keine Erleichterung.
            Ich frag mich allerdings schon, was man mit seinen Kindern alles verbockt haben muss, wenn die dann deswegen so diskutieren. Ich kenn sowas nicht.

            • (9) 15.04.19 - 22:44

              Supi👍😊

              Ja,ich verstehe es auch leider nicht🙄...nun gut,wir sollen auf uns schauen 💪die ganze Welt können wir leider eh nicht ändern🤷🏼‍♀️

    (10) 15.04.19 - 16:11

    Wunder Dich nicht. Ich habe in den vielen Jahren, die ich hier bin, schon mehrfach miterlebt, dass die gleichen, die das propagierten, als die Kinder 8-10 waren, 5 Jahre später Gift und Galle spuckten, weil der Prinz/die Prinzessin ihr Gelumpe da fallenließen, wo sie standen...sie waren das Hinterherräumen ja gewöhnt.
    Für meine Kinder galt (wie für die anderen Kinder meiner Familie auch) "essen und trinken wollen alle, also wird der Haushalt auch auf alle aufgeteilt"
    Beide Kinder waren bis 27 daheim, also soo schlecht kann es ihnen nicht gegangen sein ;-) trotz Pflichten.
    LG Moni

    • Ich sehe viele Dinge wie du, aber in diesem Fall sind wir unterschiedlicher Meinung! ;-)

      Ich musste zu Hause auch rein gar nichts machen, maximal mein Zimmer aufräumen oder den Müll runter bringen, dennoch habe ich noch nie meine Kleidung irgendwo liegen lassen, damit meine Mutter sie wegräumt ;-)
      Für meine Eltern galt auch immer, unser Job wäre die Schule um alles andere kümmern sie sich. ;-)
      Kein Geschirr zu waschen, nicht kochen zu müssen, nicht staubsaugen zu müssen, heißt nicht automatisch die Berechtigung zu haben, die Wohnung zuzumüllen. Natürlich hat jeder bei uns darauf geachtet seine schmutzige Wäsche in den Wäschekorb zu legen, oder seinen Müll in den Mülleimer zu werfen. Täten wir das nicht, hätte es ein Donnerwetter gegeben. Nur weil meine Mutter den gesamten Haushalt alleine gemacht hat, war sie dennoch nicht unsere "Bedienstete".
      Wenn sie in seltenen Fällen uns was aufgetragen hat, war es eine Selbstverständlichkeit, dass das erledigt wurde OHNE Diskussionen und natürlich zeitnah und das auch wärend der Pubertät.
      Meine Mutter ist eine sehr starke Persönlichkeit, trotz aller Annämlichkeiten, die wir als Kinder hatten, hätte sie so ein respektloses Verhalten nicht im geringsten geduldet! ;-)

      Bei meinem Sohn mache ich es dennoch ein wenig anders. Er hat ein paar Aufgaben, allerdings auch nur, wenn es zeitlich passt. Wenn er lange in der Schule war, danach noch irgendeinen Kurs hat, soll er die restliche Zeit zu Hause sich "nur" um sich kümmern und nicht noch die Spülmaschine ausräumen, oder den Tisch decken. Dennoch erlaube ich es nicht, dass er seinen Müll überall liegen lässt, oder gar seine schmutzige Wäsche.

      Im Grunde gilt auch für uns, erst die Schule, dann ausreichend Freizeit zum Spielen und dann eventuell im Haushalt etwas mithelfen (Spülmaschine ausräumen, Müll weg bringen, Tisch decken, sehr selten mal beim Zusammenlegen der Handtücher mithelfen oder schnell mal was Einkaufen gehen).

      Grundsätzliche Dinge wie, Schmutzwäsche in den entsprechenden Wäschekorb legen, Müll in den Mülleimer werfen, ausgezogene Kleidung/Jacken, entsprechend hinlegen/aufhängen, das hat für mich nichts mit im Haushalt helfen zu tun, sondern mit normalen Umgangsformen, wie Bitte und Danke sagen.

(12) 15.04.19 - 16:42

Hallo


Ich hab eine Freundin die diese Meinung vertritt.
Der junge hat aber schlichtweg auch kaum Zeit iwo bei iwas zu helfen.

Er kam letztes Jahr zur Schule und Mutti spart schon fürs Auto was er zum Abi bekommt. Der junge kommt zwischen 13 und 13.30 Uhr von der Schule muss dann reguläre Hausaufgaben machen.
Ist damit da 14 Uhr durch. Dann isst er. Und dann muss er lernen. 1 Std rechnen 1 Std schön schreiben 1 Std sonstiges und 30 min leise lesen und dann 30 min vorlesen. Dieses Kind lernt jeden Tag 4 Std!!!! In der ersten Klasse für die schule.
Um halb 7 darf er eine halbe Std tv gucken während sie das Abendessen richtet dann wird gegessen und um halb 8 ist es Zeit ins Bett zu gehen.

Er geht in keinen Sportverein. Keine Musikschule. Trifft keine Freunde. Kann weder schwimmen noch Rad fahren und macht jeden Tag Theater.

Ich bekomme ständig zu hören wie schwierig er ist. Neulich hatte er 3 Fehler im Diktat da müsste er dann zu Hause noch eine halbe Std zusätzlich die Wörter üben die falsch waren. Tv war gestrichen für diesen Tag. Hätte Er sich nicht verdient mit so einer Leistung.

Am Wochenende und in den Ferien lernt er vormittags und geht am nachmittag mal mit der Familie auf den Spielplatz. Dann ist er ein richtig ausgeglichenes Kind. Aber Zeit um Aufgaben im Haushalt zu erledigen hat er nicht. Er soll nach dem Abi studieren und eine Frau heiraten die Ohm den Haushalt macht.



Ich persönlich vertrete eine andere Meinung. Habe aber noch kein Kind in der Schule. Dennoch werden zunächst Hausaufgaben gemacht und wenn nicht grade was ansteht oder iwo verständnisprobleme sind dann hat sich da für die ersten Jahre bei uns das Thema auch schon abgehandelt.

Sportlich wird Aich was verändern wegen der Urzeiten. Das müssen wir zurück schrauben. Aufgeben kommt aber für keinen von uns in Frage. Mein Kind wird die gewonnene Zeit dann mit verabredungen etc ausfüllen.

Und ja meine Kinder haben Aufgaben im Haushalt. Je nach Tag und möglicher Zeit mal mehr mal weniger. Wir schließen aber in dem Punkt Kompromisse. Ist das kizi aufgeräumt wenn ich oben sauge sauge ich da mit. Ist es das nicht müssen sie selbst saugen.
Nur so als Beispiel.
Der eine hilft Tisch decken der andere beim Abendessen.
In unserer Familie ist es ein geben und nehmen und den Stress den meine Freundin sich da antut. Sorry aber da hätte ich keinen Bock drauf. Mir ist die Schule wichtig und ich hoffe das ich meinen Kinder die Wichtigkeit zunehmend stressfrei vermitteln kann so das sie die Schule ernst nehmen und verstehen das ab und an Freunde oder Hobbies unter der Notwendigkeit des Lernens weichen müssen. Aber ich zwinge mein Kind nicht 4 Std täglich iwas zu pauken nur damit es in 4 Jahren eine gymnasiale Empfehlung bekommt wo ich dann weitere 6 Jahre täglich am Tisch sitzen muss mit dem Kind und ihm quasi alles einprügeln muss. Denn freiwillig lernt er nicht.

Ich selbst habe nur einen realabschluss gemacht und dann an einem Berufskolleg mein fachabi.
Ja ich hätte auch vollabi machen können meine Noten hätten das hergegeben aber ich bin dankbar dafür das meine Mutter mir diese Entscheidung überlassen hat. Ich bereue es bis heute nicht!

Ich wünsche mir natürlich das meine Kinder gute Abschlüsse machen. Bestenfalls ein gutes Abi womit ihnen das alle Türen offen stehen. Unsere große die dieses Jahr zur Schule kommt hat seit 6 Monaten den Wunsch eine Ausbildung zu machen. Es ist ok für mich!
Die mittlere hat sich darauf eingeschossen Ärztin zu werden oder in die Forschung zu gehen. Sie ist klein. Zu klein für ihr Alter und sie leidet massiv darunter. Also psychisch. Ihr Wunsch ist es wenn sie "groß" ist anderen zu helfen die auch klein sind.
Ich hab ihr gesagt ihr Blut ist ok. Sie ist gesund der Arzt weiß nicht genau warum sie nicht wächst. Das belastet sie.
Ob der Wunsch in 10/15 Jahren noch akut ist? Keine Ahnung vermutlich Nein aber dennoch möchte ich allen Kinder nach ihren eigenen Fähigkeiten das beste ermöglichen. Der eine schafft evtl nur die hauotschule während die andere abi macht. Aber egal was es wird ich liebe sie.

Ich denke unsere große bleibt bei dem berufswunsch. Sie ist nicht der Typ der sich ständig ändert und sie ist zielstrebig und der beruft passt zu ihr. Sie hat schon gesagt ihr reicht ein Abschluss nach klasse 10 dafür sie möchte aber dennoch Abi machen um evtl Architektur studieren zu können. Dazu würde ihr aber auch mein fachabi reichen.

Naja die Zeit wird's zeigen.


Ich selbst wusste mit 4 was ich werden wollte. Hat sich nie geändert. Deshalb auch das fachabi in dem Bereich. Letztlich hat mir ein Unfall und mein eigener Ehrgeiz dieses Ziel verbaut aber das konnte man in der Grundschule noch nicht ahnen.

Ich finde Aufgaben im Haushalt genau so wichtig wie lernen und Freizeit haben. Es muss ein gesunder Mix sein.


Was aus Kindern ohne Aufgaben wird sehe ich an meinem Mann....



LG

  • Hallo,
    deine Kinder sind noch im Kindergarten und saugen ihr Zimmer selbst? Darf ich fragen, was ihr für einen Staubsauger habt, den die beiden schon gewuppt kriegen?
    Meine Mädels wären begeistert ;-) aber aktuell ist der Staubsauger zu schwer und v.a. unhandlich für sie, obwohl es ein eher kleineres Modell ist... Damit könnten sie nicht ihr Kinderzimmer saugen - höchstens so tun, als ob...

    • Oh....mein Sohn ist auch Kindergartenkind (gerade 5 geworden) und saugt seit Jahren! Er liebt das einfach und macht es äußerst gut und gründlich. Erst mit dem Dyson Animal Pro, jetzt mit dem Dyson V10 Absolute.

      Hallo

      Das bezieht sich eher auf die große. Die ist 6 und macht 4x die Woche Sport, die hat Kraft in den armen.
      Aber die mittlere darf dann (auch wegen der gröse) die Kanten absaugen ohne das Rohr.

      Wir haben den invictus x7.

      Vorher mit einem "hinter her zieh sauger" war das auch nicht möglich.

      Aber es macht beiden Spaß. Neulich sagen sie "wir haben zwar aufgeräumt aber wollen selber saugen" naja da sag ich nicht nein 😊

      Natürlich ist es nicht so gründlich in den Ecken wie wenn ich sauge. Da wird auch mal um den Mülleimer rumgesaugt satt ihn zur Seite zu nehmen aber es ist ein Lernprozess. Wir arbeiten daran 😁👍


      Der invictus ist super aber es gibt ähnliche günstigere Modelle.
      Bei uns kam es eg zum nein auch weil die saugleistung des alten nicht mehr sooo pralle war. Wäre aber noch gegangen. Aber wir wohnen in einem alten Haus Steckdosen sind Mangelware und es hat mich täglich aufs neue genervt.


      Achso kleiner Tipp von mir WENN du dir einen akkustaubsauger anschaffen solltest dann achte darauf das der Akku tauschbar und außerhalb des saugers zu laden ist.
      In der Regel hält ein Akku je nach saugstärke (meist gibt es 2 Optionen) 20-30 min.
      Damit bekomme ICH nicht das ganze Haus gesaugt. Zudem wische ich auch noch und brauch dafür nochmal Akku

      Ich hab 3 Akkus und 2 ladestationen damit bekomme ich das gesamte Haus gesaugt und unten gewischt. (Oben ist teppich)


      LG

      • Huhu!
        Was für einen Akkuwischer hast du denn? Sowas feglt mir irgendwie noch.....
        LG

        • Hallo


          Den passenden zum Staubsauger 😉
          Invictus 7 x water.

          Aber bei uns hinterlässt er nicht alles 100% trocken.
          Also man kann drüber laufen ohne feuchte Füße zu bekommen aber an manchen Stellen ist es nicht ganz trocken.

          Ich nehme an das ist unserem nicht ganz graden Boden geschuldet (altes haus) aber es geht dennoch deutlich schneller als wenn man trocknen lassen muss.


          LG

Hallo! Meine älteste ist in der 8. Klasse und schulisch schon zeitweise sehr eigespannt. Sie hat super noten und ist sehr ehrgeizig. Die kleinere ist in der 3. Klasse und hat ca. einr stunde hausaufgaben pro tag.

Sie haben keine festen täglichen aufgaben im haushalt weil einfach kein tag berechenbar ist. Die grosse putzt unser familienbad alle zwei wochen richtig gründlich (also alles wegräumen, abwischen etc.). Die kleinere macht auf zuruf - treppe kehren, socken zusammenlegen. Spüli ausräumen müssen sie manchmal wenn ichs morgens nicht mehr schaffe.

Ich fände es käse, wenn die mädels wäsche aufhängen obwohl noch zu lernen wäre oder ein referat zu machen ist.

Also auch ich finde hausarbeit zu ungunsten der schule muss nicht sein, rumgammeln zulasten anderer familienmitglieder aber auch nicht.

LG Bianca

(19) 15.04.19 - 17:20

Hallo, ich musste als Kind und auch als Erwachsene - bin erst mit 24 Jahren zu Hause ausgezogen, keinen Finger krumm machen. Meine Mama, Jahrgang 1930 - lebte bis 30 Jahren bei ihren Eltern, auch sie musste zu Hause nichts machen, wurde komplett verwöhnt. Mit 30 Jahren hat sie erst das Kochen gelernt und sie hat wirklich super gekocht. Mein Haushalt ist tip top, ich habe ein großes Haus, einen großen Garten, ich arbeite 19,5 Stunden, mein Mann arbeitet mind. 65 Stunden die Woche, ich mache zu Hause fast alles alleine und schaffe es gut ohne Probleme meinen Haushalt sauber zu halten. Alle 2 Wochen kommt meine Putzfee und reinigt einmal gründlich von oben bis unten. Kochen kann ich übrigens auch sehr gut. Meine Kinder haben auch keine festen Aufgaben, aber sie helfen freiwillig gerne mal mit. Meine große Tochter - 15 Jahre hat heute die Küche geputzt, Rasen gemäht, freiwillig, sie wollte das. Sie kocht sehr gerne, kocht auch mal für die ganze Familie. Sie muss es aber nicht.
Lass doch jede Familie so machen, wie sie will, und auch Kinder, die komplett verwöhnt wurden so wie ich als Kind, können ohne Probleme lernen, einen Haushalt zu führen.
LG Leah

  • (20) 15.04.19 - 18:12

    Hallo,

    Deinen Stolz kann ich ehrlich gesagt nicht recht verstehen.
    Bei jemandem der 19,5 Stunden arbeitet und noch dazu 2 wöchig eine Putzfee hat und die Kinder auch schon grösser und somit weniger zeitintensiv sind, halte ich es für ziemlich selbstverständlich, dass der Haushalt ordentlich ist 🤷‍♀️

    VG Nadine

    • (21) 15.04.19 - 20:37

      Hallo, nein ich bin nicht stolz auf meine Leistung im Haushalt, weil ich mich nicht über Hausarbeit definiere. Was ich mit meinem Post sagen wollte war, dass ich - obwohl ich 24 Jahre von meiner Mama komplett verwöhnt wurde, ich keinen Finger zu Hause rühren musste - jetzt trotzdem fähig bin, ein sauberes Haus zu haben und ein gutes Essen zu zaubern.
      Übrigens war mein Haushalt auch gut, als meine Kinder klein waren, ich mag einfach ein sauberes Haus. Ich verurteile aber auch niemanden, der es nicht so ordentlich mag und bei dem es chaotisch zu Hause ist.
      LG Leah

(22) 15.04.19 - 17:25

Ich habe diese Aussage noch nie gehört. Für uns ist klar, dass wir alle zusammen leben und da selbstverständlich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten mit anpackt, damit alle es schön haben, egal ob 2 oder 82 Jahre. VG

(23) 15.04.19 - 18:22

Hallo,

Meine bereits erwachsene Tochter hat immer ein wenig im Haushalt geholfen.

Wir hatten dazu keinen festen Plan. Sie hat mal die Spülmaschine ausgeräumt, mal gesaugt, mal Wäsche aufgehängt, je nach Alter und Fähigkeiten. Hierbei habe ich nicht bestimmt, was sie tun soll, sondern ihr 2-3 Dinge zur Auswahl gegeben.

Heute ist sie 18 und ich habe einen Sohn mit 1,5. Für sie ist es normal, mal eben die Spülmaschine auszuräumen, oder durchzusaugen. Für ihr Dachgeschoss mit Bad und ihre Wäsche ist sie selbst verantwortlich.

Sie macht dieses Jahr ihr Fachabi und wenn ich merke, dass sie schulisch sehr eingespannt ist, dann biete ich ihr an, mich um ihre Wäsche zu kümmern oder ihr Bad mitzuputzen. Das ist dann wiederum für mich selbstverständlich.

Mein Kleiner räumt mit mir die Spülmaschine und die Waschmaschine aus, hilft mir den Tisch abwischen oder bringt Dinge in den Müll. Klar würde es sogar schneller gehen, aber er ist sehr stolz, wenn er helfen darf und er dafür gelobt wird.

In jeder Gemeinschaft, egal wie klein oder gross, geht es allen beteiligten besser, wenn man sich gegenseitig hilft und unterstützt. Mal der eine mehr, dann der andere.

Ich wünsche mir, dass meine Kinder hilfsbereite Erwachsene werden, die wissen, dass das Leben schöner ist, wenn man nimmt und auch gibt. Das versuche ich ihnen in unserer kleinen Gemeinschaft beizubringen und wenn ich mir meine wundervolle Tochter ansehe, dann war es der richtige Weg.

LG Nadine

(24) 15.04.19 - 18:29

Also ich steh mehr auf Flexibilität als auf starre Aufgabenverteilung. Wer grad nix zu tun hat packt mit an. Dinge die ich aufgrund meines Handicaps nicht kann, erledigen eh meine Jungs.
Der Große ist 16 und in der Oberstufe eines G8 Gymnasiums--wenn er für eine Klausur lernen muss, dann hat er Schonzeit. Gleiches gilt für den 8Klässler, wobei der recht wenig lernt.
Das Helfen bezieht sich auf den gemeinsamen Wohn-und Essbereich--für ihre Zimmer sind die 3 alleine verantwortlich, da gibt es höchstens Anweisungen von mir. Aber auch hier nehme ich Rücksicht bei Lernstress und der kommt halt irgendwann. In der Grundschule natürlich noch nicht ;-)

(25) 15.04.19 - 18:31

Das kommt wohl auf verschiedene Faktoren an.

Früher hat mein Kind mehr mitgeholfen.
Seit der weiterführenden Schule ist es weniger.
Nach Schule, Hausaufgaben, Terminen etc. ist für sie abends irgendwann Freizeit.
Ich habe nach Feierabend Feierabend. Haushalt teile ich mir ein.

Wenn ich sehe, wie manche Kids Ganztagesschule haben, Training und teilweise länger außer Haus sind als die Eltern, finde ich es ok, wenn sie weniger machen.

Umgekehrt haben manche mehr Freizeit, beschäftigen sich zu Hause und Eltern arbeiten Vollzeit.

Das kann man nicht pauschalisieren.

Die Kinder einer Freundin lernen auch sehr unterschiedlich. Eines rackert sich intensiv ab, nutzt die Zeit auch dafür und ist irgendwann auch durch. Das andere Kind schwebt nur so durch die Schule, gute Noten fliegen nur so zu.

Wie teilt man das gerecht auf? Das Kind, das den ganzen Tag ackert, abends noch an den Haushalt stellen, wenn es kaum Freizeit hatte oder das andere "bestrafen", weil es einfach so läuft?

So oder so finden sie eine individuelle Lösung, die sich jedes Schuljahr neu anpasst. Gesundheitliche Gründe, Termine, Stundenpläne, wer ist wie viel außer Haus oder eben zu Hause. Diese Karten werden immer wieder neu gemischt, entsprechend passt sich das drum herum dann auch an.

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