Weit weg ziehen mit Kindern, hat das jemand gemacht?

Hallo. Ich hoffe hier ein paar Erfahrungsberichte zu bekommen, denn wir stehen gerade vor einer sehr schweren Entscheidung. Wir würden gerne mit den Kindern von Vorarlberg nach Südburgenland oder in die Steiermark (Umgebung Fürstenfeld) ziehen. Die Kinder sind 4 und 6, die große wird im Herbst eingeschult. Es ist auch nicht so dass dieser Wunsch aus dem Nichts kommt. Wir fahren fast in jedem Urlaub dort hin, meine Mama wohnt dort, und es fällt uns jedes mal schwerer wieder zu gehen. Dann kommt noch hinzu, wir hätten gerne ein drittes Kind, was wir uns hier aber absolut nicht leisten können. Wir suchen seit 2,5 Jahren eine größere Wohnung und finden nichts leisbares, obwohl wir beide arbeiten (ich schon wieder seit 2 Jahren 30 stunden/woche). Wenn es nach mir geht wäre ich schon lange weg, was mich davon abhält sind die Kinder. Mein Mann ist nicht ihr leiblicher Vater, und zu diesem haben sie regen Kontakt, und auch zu seinen Eltern. Allerdings wäre ich auch froh wenn der etwas weniger wäre, da meine Kinder dort nur verzogen werden und meine Ansichten scheinbar keinen Interessieren. Ich bin hier aber auf ihre Hilfe angewiesen, da ich sonst meinen Job nicht ausüben kann. Die Kinder sind auch sehr gerne dort und das ist der Punkt der mich so quält. Ich will ihnen nichts weg nehmen, andererseits will ich ihnen auch etwas bieten können, und nicht ewig in einer kleinen Mietwohnung bleiben müssen. Ich hätte gerne mehr Zeit mit ihnen, was so einfach nicht machbar ist (Alimente bekomm ich auch nicht regelmäßig, so dass ich mich auf das Geld verlassen könnte). Ich würde so gerne ohne Zukunftsängste leben können. Aber können die Kinder einen Umzug an fast das andere Ende vom Land verkraften? Ich bin am verzweifeln mit dieser Entscheidung :-(

Wahrscheinlich wird Dir die Entscheidung abgenommen, denn wenn der Kindsvater Sorgerecht hat, kannst Du mii den Kindern nicht so einfach weg ziehen.

Huhu
Aus ähnlichen Gründen ziehen wir bald 700km weit weg. Meine Kinder sind 4, 2 Jahre und Baby kommt im Juni. Mein Mann hat dort ein super Stellenangebot und wir bekommen dort eine Wohnung die wir uns hier niemals leisten könnten. Klar, der Anfang wird anstrengend. Vorallem kennen wir dort keinen. Da seid ihr im Vorteil.
Ich denke wenn für euch alles passt, ihr dort Arbeit findet, warum nicht?

Warum nicht? Weil die Kinder an ihrem Papa hängen und sie ihn dann wochen- oder vermutlich monatelang nicht sehen würden!

Liebe TE,
wahrscheinlich würdest du gerne lesen, das du da auf dich schauen musst usw. Ich sehe das in dem Fall anderst, sorry. Auch wenn du vom Vater deiner Kinder getrennt bist, ist er immer noch der Papa und deine Kids brauchen ihn. Und das seine Familie sie "verzieht" ist auch kein Argument. Das wäre doch auch so, wenn ihr euch nicht getrennt hättet. Ich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, schon gar nicht wenn ich wüsste das meine Kinder an ihm und der Familie hängen. Es ist ja kein Katzensprung sondern ans andere Ende des Landes 😬.
Ich komme übrigens auch aus dem Ländle und kenne die Immobilienpreise nur zu gut 🙈

Naja das mit dem Kindsvater ist schon etwas "verzwickter". Sie lieben ihn und sind gerne bei ihm, aber ich bin mir nicht sicher ob es an IHM liegt oder daran dass sie dort alles bekommen und machen können was sie wollen. Beispiel: er erzählt mir er hat kein Geld für die Alimente, müsse selber schauen wie er die Miete usw bezahlt, 2 wochen später hat er ihnen Spielsachen im Wert von fast 500 Euro gekauft, während ich schauen musste wie ich über die Runden komme... Und dir Kinder haben ihn natürlich gefeiert. Außerdem ist er Alkoholiker und ich deswegen sowieso froh wenn sie nicht allzu viel kontakt haben. Ich habe den Kontakt aber nie unterbunden, da ich die Hoffnung hatte, dass sie selber merken wie er ist, was aber bis jetzt nicht passiert ist. Ich bin immer die blöde, wenn ich ihnen nichts bieten kann und erklären muss warum wir uns dies und jenes nicht leisten können, obwohl ich so viel arbeite, während sie dort dann alles bekommen. Immer stecken wir zurück, und dann kann ich mir anhören dass ich egoistisch bin wenn ich einmal meinem Herzen folgen möchte (ich meine jetzt nicht hier sondern im allgemeinen). Also nein, es geht definitiv nicht um ihn, sondern darum ob es den Kinder im Endeffekt auch etwas bringen würde oder nicht. So jetzt bin ich etwas abgeschweift, aber vielleicht könnt ihr jetzt etwas besser verstehen, warum die Gefühle vom Kindsvater hier nicht an erster stelle stehen. Und ich würde sowieso versuchen den Kontakt so oft es geht trotzdem zu ermöglichen.

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Wir sind als Kinder mehrmals weiter weg umgezogen, auch kurz vor meiner Einschulung, bevor ich sechs wurde. In dem Alter ist das unproblematisch, ich würde es auf jeden Fall jetzt machen! Dann können sie sich direkt im neuen Umfeld Schule/Kita eingewöhnen. Kinder sind da generell oft schneller integriert als ihre Eltern 😉

Hallo,

ich würde es machen, wenn es für euch alle passt. Mein Vater war sehr viel beruflich im Ausland unterwegs und wir sind immer mit ihm gezogen. Als ich dann in die Schule kam, blieben wir in unserer Heimatstadt. Ich hatte nie Probleme gehabt Anschluss zu finden, ob wohl ich die Sprachen nicht gesprochen habe.

Soviel Egoismus macht mich fast sprachlos.

Wäre ich der Vater der Kinder, würde ich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um den Umzug zu verbieten.

Wenn es dir so wichtig ist, zieh ohne deine Kinder um und lass sie beim Vater und bei seiner Familie, zu der sie scheinbar eine gute Bindung haben.

Wenn er nicht Alkoholiker wäre, der sein eigenes Leben nicht mal im Griff hat und sich besser um die Kinder kümmern würde und regelmäßig zahlen anstatt das geld für irgendwelches zeug raus zu hauen dass eh keiner braucht, würde ich gar nicht in diesem dilemma stecken. Auserdem sind die Kinder auch etwas hin und her gerissen, denn dort haben sie die andere Oma und Opa, die sie genauso vermissen wenn wir hier sind. Es ist eine Zwickmühle, deswegen suche ich auch mach Rat.

Was ich nicht verstehe: wie kann es sein dass der KV einfach Alimente nicht bezahlt? Ich lese das immer wieder aber wie geht das überhaupt? Du kannst ihn doch sofort rechtlich belangen und sein Lohn wird gepfändet.

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Hallo,

meine Kinder waren auch 4 und 6 als wir 600 km von Nord- nach Süddeutschland gezogen sind. Es war aus beruflichen Gründen. Wir hatten hier niemanden, unsere Familien und Freunde haben wir in unserem Heimatort zurückgelassen:-(.
Wir hielten es für einen guten Zeitpunkt das vor der Einschulung des Großen zu machen. Der Wechsel von Kiga zu Schule ist so oder so eine Umstellung für die Kinder. Ich glaube je älter die Kinder sind um so schwieriger wird es. Besonders wenn sich Schulkinder schon einen Freundeskreis aufgebaut haben.
Die Kleine hatte überhaupt keine Probleme, war im Kindergarten gleich integriert, hat sofort den Dialekt hier angenommen:-D.
Der Große hätte etwas mehr daran zu knabbern, aber auch das hat sich mit der Zeit gelegt.

Ich denke wenn die Eltern glücklich mit der Entscheidung sind, dann werden es die Kinder auch sein. Und da ist es egal ob man nur in den Nachbarort zieht oder 1000 km weit weg. In eurem Fall würde ich den Schritt machen.

Warum sollte, deiner Meinung nach, der leibliche Vater mit diesem Umzug glücklich sein?

Einen Umzug können Kinder sehr gut verkraften, gerade in dem Alter. ABER: hier würden sie vom leiblichen Vater getrennt werden. Das finde ich nicht gut und es ist für deine Kinder sicherlich keine gute Voraussetzung, um in ein neues Leben zu starten. Ganz abgesehen davon: was sagt der Vater dazu? Wie sieht die Rechtslage in Österreich aus?

Würde ein Umzug denn wirklich alles besser machen?

Ok, das mit deiner Mutter verstehe ich sehr gut.

Nur Urlaub ist nicht dort wohnen.

Ich habe schon oft überlegt zu Verwandten in die Nähe zu ziehen. Es bringt nur nichts.

Wenn wir im Urlaub dort sind
- nehmen sich die Verwandten Zeit für uns (weil wir soweit weg wohnen)
- dort wohnen würde bedeuten, dass wir unseren Alltag haben und sie ihren

- die Immobilienpreise sind zwar günstiger
- die Lebenshaltungskosten teurer/anders
- die Lebenshaltungskosten im Vergleich zum möglichen Verdienst sind deutlich höher.
durch mein aktuelles Einkommen und im Urlaub spüre ich das nicht so.

- ich würde mit meiner Ausbildung von hier, dort nicht sehr weit kommen. Gehen würde es wohl. Für hier ist es super, für den Ort, wo die Verwandte wohnen wäre es schwierig.
- Sprachliche Schwierigkeiten kämen hinzu

Kontakt zum Kindsvater besteht nicht, gehen würde es schon.
Mein/unser soziales Umfeld aufgeben, würde ich aber nur sehr ungern.



Speziell zu Österreich
- wie sieht es dort jobtechnisch bei dir aus?
Branche, Arbeitszeiten, Gehalt vs. Lebenshaltungskosten?

Bevor ich überhaupt etwas träumen würde, würde ich mit den harten Fakten anfangen:

Job
Wohnung
Schule
Schulform/Schulart/Schul.....bedingungen

Kindsvater: würde er einem Umzug zustimmen?
Könntest du die Umgangsstrecke regelmäßig finanziell stemmen?

Versicherung, Ärzte und co?
Krankenkassenwechsel
Kinderärzte vor Ort. Sicher, die gibt es. Die Frage ist, sind sie erreichbar, was ist zu beachten.
Kennst du dich mit dem dortigen Krankensystem aus?

Kann deine Mutter Betreuungszeiten und co stemmen?
Hast du noch andere soziale Kontakte vor Ort?


Alltag ist NICHT Urlaub!
Deswegen ist der Urlaub auch entspannt. Im Alltag kämen dann die Themen wieder, die man gerne nicht in den Urlaub mitnimmt - sonst wäre es ja Alltag.

Was ich überlesen hatte: ihr wollt innerhalb Österreichs umziehen. Das macht bei meiner Antwort einen größeren Unterschied.

- Krankenkasse, Gesundheitssystem etc. kennt ihr dann ja schon.
- Ausbildung/Beruf/Branche sollte dann auch kein Problem sein.

Einen Job finden, würde ich aber zuerst. Wenigstens suchen und Chancen abstecken.

Beistandschaft wäre zu klären. Da kenne ich mich nur mit der deutschen aus.


Die rechtliche Situation mit Umzug, Sorgerecht etc. wäre zu klären. Wie sehen da die Gesetze in Österreich aus?

Verzeih mir,du machst den Vater hier sehr sehr schlecht.
Die Kinder sind in einem Alter,da ist es noch nicht solange her,da hast Du mit diesem Mann das Bett geteilt.
Jetzt nach so kurzer Zeit willst Du ein drittes Kind und weit weg ziehen mit einem Mann mit dem Du doch nun wirklich nicht soooo lange zusammen sein kannst?

Ich hatte viel zu lange die rosa brille auf und dachte immer er wird sich ändern und seine Prioritäten neu setzen. Ich hab ihm unendlich viele Chancen gegeben und die Trennung war anfangs eigentlich nur um ihm die Augen zu öffnen,dass nicht alles in seinem leben selbstverständlich ist. Hat aber nichts geändert. Nach 2 Monaten Trennung hab ich gemerkt dass ich keinen Unterschied merke ob er da isr oder nicht, da ich sowieso alles alleine gemacht habe während er seine Freiheit genossen hat. Mein jetziger Mann hat sich von anfang an eingebracht und uns unterstützt wo es nur geht, und liebt die Kinder als wären es seine eigenen. Er macht das was ihr Vater hätte tun sollen bzw immernoch sollte. Und jetzt glaubt dieser, er kann sich die Liebe seiner Kinder kaufen, was scheinbar auch funktioniert. Und immernoch bekommt er eine chance nach der anderen, einfach weil er der Vater ist. Wahrscheinlich lass ich ihm so viel durchgehen weil mein Vater genau gleich war, und ich ihn auch trotzdem geliebt habe, bis ich merkte wie er wirklich ist. Er weiß ganz genau wie es zwischen mir und meinem Vater geendet hat und dass ich den Kontakt irgendwann komplett abgebrichen habe. Ich habe immer noch die hoffnung dass er früh genug merkt dass er den selben, falschen weg einschlägt und seine Kinder nicht so enttäuscht, wie ich es wurde.

Hallo,
sofern es um die Kinder geht, finde ich, wiegt "oft gesehener Papa" mehr als "selten zu Besuch bei Oma gewesen". Vor allem, wenn du wegziehst, bist du in der Pflicht, die Kinder zum regelmäßigen Umgang zum Papa zu bringen und auch wieder zu holen, Zeit für Fahrt/Kosten, deine Sache. Kannst du das alle 14 Tage leisten?
Hilfe bei der Betreuung müsstest du dann eben bezahlen (Nanny, Babysitter...), wenn dir Papas Familie nicht recht ist.
Keine leichte Angelegenheit.
Alles Gute

Hallo, ich wohne jetzt nicht in Österreich, sondern in Deutschland, habe aber genau das vor 8 Monaten gemacht. Ich bin mit 3 meiner Kinder alleine vom Schwarzwald nach Mecklenburg-Vorpommern an die Ostsee gezogen. Die Kinder waren da 17, 15 und 7 Jahre alt. Also nicht so ganz wie bei Dir. Mein Mann konnte bis jetzt nicht nachziehen, lebt und arbeitet also immer noch im Schwarzwald. Unsere Familien wohnen in Bayern und Baden-Württemberg. Die Entfernung beträgt jetzt zu meinem Mann 1000km.
Klingt jetzt erst mal schräg, aber die Entscheidung war genau richtig für uns! Ich habe hier meinen Traumjob gefunden, kann jetzt Vollzeit arbeiten und die Kinder sind im Nachbarort auf einer tollen Schule, in der sich alle 3 sehr wohl fühlen. Auch haben sie sehr schnell viele und gute freunde gefunden, was vorher im Schwarzwald einfach nicht der Fall war. Es geht uns hier wirklich sehr gut!
Der einzige, der darunter in gewisser weise leidet, ist mein Mann, da er sich gerade abends teilweise einsam fühlt, da er uns nur selten besuchen kann. Allerdings arbeitet er sehr viel und hat einen weiten Weg zur Arbeit, sodass wir ihn auch vorher unter der Woche meist nur kurz oder gar nicht gesehen haben.

Ich bin mit meinen Kindern nur einmal umgezogen, Luftlinie 500 m :-).
Aber meine Eltern sind mit mir, als ich fast 10 Jahre alt war (Wechsel 2. in 3. Klasse), von der Küste etwa 500 km südlich in die Berge gezogen (von MeckPomm nach Thüringen). Ich kann mich nicht erinnern, dass ich Startschwierigekeiten hatte (außer mit dem Dialekt, den ich nicht verstanden habe #zitter), auch wenn ich meine Freunde vermisst habe (mit meiner damals besten Freundin habe ich über 8 Jahre eine Brieffreundschaft weitergeführt und ich denke heute noch an sie, Kontakt ist leider abgebrochen). Ich habe in der neuen Stadt recht fix Anschluss gefunden, vielleicht hat mir dieser Umzug auch dabei geholfen, mich später schnell an neue Situationen zu gewöhnen und kontaktfreudig zu sein. Kann ja alles auch Vorteile haben.
Allerdings vermisse ich heute noch das Meer. Das kommt immer deutlicher mit den Jahren, habe ich den Eindruck, und ich wohne seit fast 30 Jahren nicht mehr an der Küste. Sobald ich in der "Moin-Zone" bin, fühle ich mich Zuhause. Das ist irgendwo tief in mir verwurzelt.
Ich habe in meinem Leben in 5 verschiedenen Orten gewohnt, alle total unterschiedlich, und kam immer schnell dort an. Ich glaube, Kinder tun sich damit noch leichter als Erwachsene. Man kann das für Kids ja auch spannend gestalten. neue Orte zu entdecken, ist für kleine Kinder ja was Tolles. Und ein neues Zuhause selbst mit einrichten, Zimmerfarbe wählen usw. kann ein Abenteuer sein. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich es cool fand, die neue Umgebung zu erkunden, das Haus einzurichten, mehr Platz zu haben, neue Kinder kennen zu lernen usw. Wenn ihr vor Einschulung umzieht, sehe ich das alles unbedenklich. Und eure Kinder kennen die Gegend und die Oma wohnt dort (ich war z.B. vorher noch nie in meinem Leben in Thüringen, bevor wir umgezogen sind). Das Problem sind meist wir Erwachsene, die sich mit Veränderungen schwer tun. Nicht die Kinder. Ich würde es wagen, wenn ihr beruflich dort Fuß fassen könnt und, das habe ich fast vergessen, dass der leibliche Vater dem Wegzug zustimmt. Wobei ich auch abwägen würde, dass für die Kinder der Vater eine wichtige Person ist, die man nicht einfach so aus dem Leben der Kinder entfernen kann und sie entfremdet – was durch einen Umzug früher oder später passiert.
Wenn das geklärt ist: why not?

Ich darf sicher nicht urteilen, weil ich mit Kind 500 km vom Vater abgehauen bin. Die Situation war untragbar für mich aber er konnte es nicht verstehen, daher musste ich ihn dann vor vollendete Tatsachen stellen. Nicht die feine Art und bin nicht stolz drauf. Reden half nur nicht und einen Kompromiss gab es für ihn nicht.
Wie auch immer du dich entscheidest... eins solltest du bitte bedenken. Für das Wohl der Kinder bitte nie so abfällig über ihn sprechen vor ihnen. Bringe sie nicht in so eine Position wo sie mit ihrer Loyalität kämpfen müssen. Das ist in diesem Alter noch nicht so offensichtlich aber das wird mit der Zeit sicher hoch kommen wenn sie älter sind.
Ich habe es meinem Ex immer ermöglicht sein Kind zu sehen, Ferien 50/50 geteilt und mich sicherlich über vieles aufgeregt wie er es handhabt. Aber am Ende des Tages geht es ausschließlich um die Kinder und was ihnen am gut tut! Da muss man sich selbst und seine Probleme mit dem Ex zurücknehmen.
Wenn ihr umzieht dann bemühe dich um Gerechtigkeit und eine positive Grundstimmung. Fällt nicht immer leicht aber mit der Zeit wird dann alles besser. Auch die Absprachen mit dem Ex werden so auf einer anderen Basis laufen können. Wenn du guten Willen zeigst und freundlich bleibst kommt es normalerweise auch so zurück.

Den von dir angedachten Umzug würde ich mir sehr gut überlegen. Das Südburgenland bzw. die Steiermark in dieser Gegend ist eine sehr strukturschwache Region, wahrscheinlich die strukturschwächste in Österreich. Ich kenne mehrere Personen die von dort täglich nach Wien pendeln (2,5 Stunden in eine Richung), weil man dort einfach nichts adäquates findet. Diese Personen verlagern Teile ihres Nachtschlafes in den Zug. Das ist auch der Grund warum Immobilien in dieser Gegend so teuer sind.

Da der hauptsächliche Aufenthalt der Kinder bei dir ist, sehe ich rechtlich kein Problem, da die Regelung in Österreich in diesem Punkt mütterfreundlicher ist, als in Deutschland. Wobei der Vater natürlich jederzeit ein Änderung der Obsorgeregelung bei Gericht beantragen kann. Nach dem Gesetz ist die Ermöglichung des Kontaktes zum Kindesvater ausdrücklich Teil des Kindeswohles.

Deine Kinder werden aber wahrscheinlich sehr darunter leiden, den Vater zu verlieren. Der intensive Kontakt den sie jetzt haben, der ist verloren. Es ist auch keine angenehme Strecke zum Fahren, dank der Süd West Achse. In eine Richtung sind es mehr als 6 Stunden Fahrt mit dem Auto. Für ein Wochenende wird das nicht mehr machbar sein.