In den Altbau zur Miete - was müssen wir beachten?

    • (1) 27.04.19 - 07:49

      Guten Morgen :)

      Wir haben die Möglichkeit eine neue Wohnung zu mieten. Am Montag klären wir noch letzte Details, aber die Zusage haben wir schon.

      Nun ist die Wohnung ein Altbau mit zwei Wohneinheiten (unten wohnt der Vermieter selbst) und da wir noch nie einen Altbau bewohnt haben, wollten wir gerne wissen worauf man achten muss und wo mögliche Stolpersteine und Probleme liegen können.

      Deswegen möchte ich in die Runde fragen, was ihr da schon für Erfahrungen gemacht habt :)

      Vielen Dank und ein schönes Wochenende euch ❤️

      • (2) 27.04.19 - 08:14

        Was für eine Heizung habt ihr denn? Habt ihr sehr hohe Decken? Wurden Fenster und Rohre mal erneuert? Wie alt ist das Bad?

        Wir hatten Nachtspeicherheizung und undichte, sehr alte Fenster. Der monatliche Stromverbrauch war dadurch fast höher als die Miete 🙄 Das Bad war undicht und musste komplett erneuert werden, Wohnung darunter hatte einen Wasserschaden. Wenn hohe Decken vorhanden sind, kann das ggf auch hohe Heizkosten verursachen.

        Mittlerweile wohnen wir in einem modernisiertem Altbau mit alten Dielenböden und ich könnte zufriedener nicht sein! Es kommt immer auf den Zustand der Wohnung an

        Wir wohnen auch im Altbau aber die Kriterien bei der Suche waren bei allen Wohnungen eigentlich gleich 🤔

        Wichtig ist, alles bei Einzug zu dokumentieren, beispielsweise vorhandene Schäden. Klärt, was ihr evtl. verändern dürft bzw. was nicht (Bohrung in Fliesen).
        Das Fenster und Türen "dicht" sind, davon geh ich jetzt mal aus? Wie muss geheizt werden? Bei uns gibt es tatsächlich noch einzelne Wohnungen mit ausschließlich Holzofen....
        Sind die Räume sehr hoch? Dann solltet ihr evtl. mit einer höheren Nebenkosten-Vorauszahlung rangehen...

        Ansonsten hat sich für uns eigentlich kein Unterschied zum Neubau ergeben...

        Guten Morgen!

        Ich erinnere mich, dass es mal in einem Altbau sehr hellhörig war und sich ständig jemand im Haus über den Krach der Nachbarn beschwert hat.
        Vor allem, wenn ihr über dem Vermieter wohnt... Habt ihr Kinder? Wieviel hört der Vermieter von euch?

        Alles Gute!

        Vanessa

      • Hallo,
        Wir haben auch mal in einem sehr hellhörigen Altbau gewohnt, der war zwar super saniert, aber die Geschossdecken waren halt dünne Holzdecken. Man konnte teilweise die Unterhaltung aus dem Zimmer unter uns verstehen und wenn oben die Waschmaschine lief, vibrierte alles.
        Fußboden und Wände waren auch schief, da muss man wissen ob das einen stört - mir wars egal, mein Ex war ein Pingel, der immer mit der Wasserwaage rumhantierte.

        Trotzdem war es aber eine wunderschöne Wohnung in Top Lage, in der ich sehr gerne 5 Jahre gewohnt habe.

        Ich würde nie wieder in ein Haus einziehen, indem der Vermieter selbst wohnt. Wir haben sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn wir gewaschen haben(nach den ruhezeiten von 12-15 Uhr) wurde dennoch noch oben gerannt, weil die Waschmaschine zu laut wäre, wir würden trampeln usw. Dazu muss ich sagen, dass das Haus aus den 30iger Jahren war. Es war ein behelfsboden überall. Und an Schalldämmung hat da damals niemals gedacht. Wie gesagt, ich würde es nicjt mehr machen. Aber kann ja sein, dass es bei euch anders ist.

        Viel Glück 🍀

      • Hallo,
        egal ob Alt- oder Neubau, mit dem Vermieter unter einem Dach - NIE WIEDER.

        Das haben wir zweimal hinter uns, käme nie wieder in Frage, auch wenn die Wohnung noch so toll ist.

        LG

        Meine Erfahrungen: es kann hellhörig sein, tw nur an bestimmten Wänden.

        Sehr relevant ist der Zustand der Fenster bzw Raumhöhe wegen Heizkosten.

        In vielen Altbauten ist auch die Elektrik für den heutigen Gebrauch stark unterdimensioniert, darauf würde ich auch achten (Sicherungen prüfen).

        Nie wieder würde ich wo einziehen, wo der Vermieter mit drin wohnt. Habe ich zweimal hinter mir. Dazu wohnt er noch unter Dir.. .super. Je nach Trittschalldämmung hört er jeden Furz von oben, jedes Laufen, Knarren von Bodendielen, angeblich zu laute Musik, Kindergeräusche, den nächtlichen Pinkelgang, Besucher, alles. Wenn die Enkel meiner Nachbarin über mir zu Besuch sind, würde bei mir der Kronleuchter beben... .wenn ich einen hätte :-D Mich regt das nicht auf, weil das ja nicht rund um die Uhr ist, aber wenn Dein Vermieter empfindlich ist, dann Prost Mahlzeit.
        Überleg es Dir gut. Andere Aspekte hast Du ja schon bekommen. Hoffentlich sind die Fenster dicht, sonst heizt Du für draußen, ist eine strikt abgetrennte Nebenkostenabrechnung möglich durch separate Zähler? Wasser, Heizung....
        Gibt's Zusatzvereinbarungen im Mietvertrag? Da merkt man manchmal auch schon einiges, wie der Vermieter tickt. Er hat z.B. KEIN Recht, einen Wohnungsschlüssel zu haben, das behaupten viele. Mein damaliger Vermieter ging eiskalt durch meine Wohnung, wenn ich nicht da war.
        LG Moni

        • Das mit dem Schlüssel ist ein guter Hinweis. Viele sagen ja, mein Haus meine Regeln. Aber das ist Mumpitz. Mein letzter Vermieter war da sehr gechillt: wenns brennt oder das Wasser unter der Tür rausläuft bricht die Feuerwehr halt die Tür auf.

      Hey
      Ich hab auch Mal über meinem Vermieter gewohnt. Es wäre schrecklich auch Altbau sehr hellhörig...wenn der alt ist und schwerhörig würde ich mir das noch antun aber sonst nie wieder. Und ich hatte da keine kimder. Es würde alles bemängelt. Jeden 3 Tag ist er hochgekommen und hat sich beschwert. Man würde den Boden in der Nacht Quarzen hören. Da ich da bis nachts gearbeitet habe ,bin ich natürlich auch nachts durch die Wohnung gelaufen ( barfuß) es lag einfach an dem Boden der alt und dünn war...
      Waschmaschine hörte man bis unten. Gespräche konnte man teilweise hören wenivh oben telefonierte. Ich kann mir vorstellen mit Kindern dann da einzuziehen ein Alptraum.
      Falls ihr dort wirklich einziehen wollt würde ich überall Teppiche legen und gut dämen.lg

      Wenn direkt unter Euch der Vermieter selbst wohnt, ist davon auszugehen, dass er relativ viel von Euch mitbekommt. Habt Ihr Kinder? Getrappel und Gerenne und sowas hört man recht gut unten drunter. Kommt wirklich auf den Vermieter an... ob er entspannt ist oder eher weniger.
      Leider weiss man das nie vorher ;)

      Altbau an sich finde ich toll, wenn er gut saniert ist. Sonst kann er Heizkosten fressen.
      Unser Altbau ist übrigens überhaupt nicht hellhörig, im Gegenteil. Dicke Wände, da geht fast nix durch. Manchmal hört man oben drüber die Musik, aber sonst gut isoliert.

      Glaube noch nicht erwähnt wurde, dass sich an den dünnen Außenwänden innen gern Schimmel im Winter bildet, wenn die Wünde auskühlen und nicht genügend geheizt und gelüftet word.

      Ansonsten können Zugluftstopper an Fenstern und Türen sinnvoll sein.

      Wir haben einmal in einem Altbau gewohnt und ich würde es nie wieder machen. Ist wahrscheinlich aber Typsache 🤷🏼‍♀️
      Negative Punkte:
      - ständig Schimmel in allen Räumen, da Wände immer feucht
      - hohe Nebenkostenabrechnung, obwohl wir extrem sparsam waren
      - immer eiskalte Wände, selbst an Wänden, die keine Außenwände waren
      - extrem hellhörig (der Nachbar über uns hatte am Wochenende seine Kinder zu Besuch, wenn die gerannt sind, haben unsere Lampen und Gläser im Schrank gewackelt und geklirrt)

      Einen weiteren negativen Punkt, den ich bei euch sehe ist, dass der Vermieter unter euch wohnt. Das würde ich niemals machen, da ist Ärger vorprogrammiert!

      Es ist nur ein 2-Familienhaus und der Vermieter bewohnt eine der Wohnungen? Dann hat er ein erleichtertes Kündigungsrecht!

      >>Ein Mietverhältnis über eine Wohnung in einem vom Vermieter selbst bewohnten Wohngebäude mit nicht mehr als 2 Wohnungen kann der Vermieter auch ohne Vorliegen eines berechtigten Interesses kündigen.

      Quelle: https://www.haufe.de/immobilien/verwalterpraxis/kuendigungsschutz-ausnahmefaelle-1-kuendigung-im-zweifamilienhaus-573a-bgb_idesk_PI9865_HI2769227.html

      Vielen Dank für eure Antworten :)

      Das hat mir auf jeden Fall gute Anregungen geliefert.

      Bisher habe ich übrigens seit meiner Kindheit drei mal den Fall "mit dem Vermieter in einem Haus" und als meine Eltern Eigentum erworben haben einmal den Fall "mit dem Mieter in einem Haus" erlebt.
      Bei den Mietern habe ich von Anfang an gesagt, dass die mir nicht koscher sind und das ist übel gewesen. Aber mit den ehemaligen Vermietern habe ich nur gute Erfahrungen gemacht.
      Also weiß ich, dass man in so einem Fall die Augen offen halten sollte, aber es ist nicht sofort zum Scheitern verurteilt 😉
      Aber da haben wir uns natürlich auch Gedanken zu gemacht.

      Und eine Aufschlüsselung der Nebenkosten (bzw des Verbrauchs der Vormieter) kriegen wir auch noch.

      Ich bin mal gespannt was da für uns so kommen wird, bedanke mich aber herzlich bei euch ☺️

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