Ich, unfreiwillig Einzelkind -> Zukunftsängste als Mama

    • (1) 17.05.19 - 22:49

      Hallo ihr Lieben,
      ich bin komplett neu hier und möchte mir nun mal etwas von der Seele schreiben...
      Kurz zu mir: ich bin knapp 30, habe ein Baby und ein Kleinkind (sehr anstrengend aber total schön :) ). Ich bin sehr glücklich verheiratet und habe Haus und Garten.

      Nun merke ich seit einer Weile immer mehr, wie mir meine Einzelkindvergangenheit zu schaffen macht.
      Meine Eltern wollten nach mir noch 2 Kinder, die Schwangerschaften endeten aber in den ersten 3 Monaten in Fehlgeburten. Ich war 8 und 11 als dies passierte.
      Nun war der Wunsch nach einem Geschwisterchen bei mir schon sehr früh, sehr groß. Als 4-jährige bat ich meine Eltern inständig darum, sie könnten doch ein Kind adoptieren, ich träumte nachts oft, dass meine Mama schwanger ist, usw.
      Der extreme Wunsch nach einem Geschwisterchen ließ im Teenageralter dann schon etwas nach. Jedoch kriegte ich da dann immer mehr zu spüren, dass ich ein "Einzelkind" bin. Ich wurde oft in eine Schublade gesteckt. Wurde als "Bonze" beschimpft. Natürlich habe ich als Tocher eines Selbständigen Vaters da auch nicht die besten Karten gehabt....--> Verwöhnt, kriegt alles was sie will, blablabla. Wenn man sich mal mit einer Freundin gestritten hat, wurde es einem gleich vorgeworfen, dass es am Einzelkind-Dasein liegen muss.
      Oft habe ich einfach gemerkt, dass die Leute einen einfach über einen Kamm scheren und in eine Schublade stecken wollen.
      Ich habe immer darum gekämpft, nicht als "typisches Einzelkind" zu gelten. Ich habe auch nicht alles bekommen was ich wollte. Auch ich musste mir was zusammensparen um mir dann sinnlose Kuscheltiere, etc. zu kaufen. Aber, dass Einzelkinder mehr kriegen ist ja auch klar. Es konzentriert sich einfach alles nur auf das eine Kind...dennoch ist es auch nicht schön, immer viel unter Erwachsenen zu sein und nur Kinder um sich zu haben, wenn man sich verabredet.
      Auch jetzt haftet mir noch der Ruf "Unternehmertochter", "Einzelkind" an.
      Ich habe es mir doch nicht ausgesucht Einzelkind zu sein und meine Eltern auch nicht!!! Ich finde es unfassbar unfair, dass man schon fast dikriminiert wird für etwas, das man nicht, aber auch gar nicht selbst beeinflussen kann (die Tatsache Einzelkind zu sein, nicht wie man sich als Einzelkind verhält).
      Auch für die Eltern war es jedes mal ein Schlag ins Gesicht, wenn sie gefragt wurden wann denn das 2. Kind kommt. Oder Sachen wie "Ein Kind ist kein Kind" habe ich schon gehört.
      Ich weiß, dass auch mit Geschwistern nicht alles toll ist, dennoch bin ich der Meinung, dass es gesellschaftlich durchaus einfacher gewesen wäre und auch aktuell einfacher sein könnte.

      Nun aber noch zu meinem aktuellen Dilemma...
      Wie geschrieben, habe ich zwei kleine Kinder. Nun merke ich tatsächlich, dass ich gewisse Dinge nicht gelernt habe (wie denn auch, ohne Geschwister...???).
      Ich fühle mich so schnell überfordert (achja Hochsensibilität ist mir auch ein nicht gänzlich unbekanntest Thema...) mit meinen Kindern und auch mit meinem ganzen Leben.
      Ich finde es sehr schwierig nun zwei Kinder zu erziehen, da ich ja nicht weiß wie Geschwister so untereinander sind. Ich habe etwas Angst davor, dem nicht gewachsen zu sein.
      Auch habe ich etwas Angst davor, dass es unseren Kindern (wenn auch keine Einzelkinder), auch so ergehen könnte, da mein Mann auch selbständig ist und ich bald einen Teil der Firma meines Vaters übernehmen werde. Wir protzen nicht damit und wir fahren keine teuren Autos etc. Fahren (momentan) nicht in den Urlaub und wenn dann nicht auf die Malediven etc. wir lassen es nicht raushängen, dass es uns finanziell gut geht. Dennoch möchte ich unseren Erfolg auch nicht vor unseren Kindern komplett verstecken müssen.

      Ihr seht alles etwas kompliziert...

      Bin gespannt auf eure Kommentare, ähnlichen Erfahrungen, Tipps uvm :)

      Liebe Grüße,
      Lonlychild

      • Ich glaube, du nimmst dir viel zu sehr zu Herzen, was alle anderen denken. Das ist doch völlig schnuppe! Lass sie reden, was sie wollen! Wenn du auf die Malediven fahren willst, dann tut es einfach, ohne darüber nachzudenken, ob jemand neidisch darauf ist. Jedem sein Leben :)

        Übrigens kenne ich so einige, die mit ihren Geschwistern nicht gut auskommen... kenne ich auch aus eigener Erfahrung.
        Das mit dem fehlenden Geschwisterkind scheint so ein Trauma in eurer Familie zu sein, aber niemand kann sagen, ob es wirklich so toll gewesen wäre, wie du es dir immer ausgemalt hast.

        Wie kommen denn deine Kinder bis jetzt miteinander aus? Vielleicht passt ja alles und du machst dir unnötig viele Gedanken?

        • Ja das stimmt, ich weiß nicht wie es gewesen wäre.
          Meine zwei kommen ganz gut aus.
          So gut, wie das halt mit einem 9 monatigen und einem 2,5 jährigen sein kann #huepf

          Wahrscheinlich stehe ich mir einfach mit meinen Gedanken selber im Weg...kann gut sein...

      (4) 17.05.19 - 23:41

      Hallo
      Hätte, hätte, Fahrradkette.
      Fakt ist, du kannst NICHT wissen dass du "gewisse Dinge nicht gelernt hast" weil du keine Geschwister hattest. Dann haben einige Dinge die du ansprichst rein gar nichts mit Einzelkind oder Geschwistern zutun. Auch scheinst du eine sehr romantisierte Vorstellung vom Leben als Geschwisterkind zu haben. Du kannst auch hier nicht wissen, wie das für dich und deine Familie gewesen wäre.
      Ganz ehrlich, hol dir Hilfe. Es klingt so, als wurdest du gemobbt. Das ist hart und dir würde es sicher helfen, das und diesen extremen Geschwisterwunsch professionell aufzuarbeiten.
      Alles Gute!

      GLG

      • (5) 18.05.19 - 09:35

        Mobben kann man es nicht nennen, denke ich...Aber ja, es wäre durchaus mal eine Überlegung wert, das professionell aufzuarbeiten. Danke für den Denkanstoß.

    Wie wäre es, wenn Du nicht dauernd nach hinten sondern endlich mal nach vorne schauen würdest und einfach Dein Leben genießen?
    Garnichts ist kompliziert, Du machst es höchstens mit Deinen andauernden Zweifeln und hätte/könnte/was wäre wenn....
    Die Vergangenheit kannst Du sowieso nicht nochmal leben, freue Dich an der Gegenwart und Zukunft.
    Nicht alle Einzelkinder sind Problemkinder, das ist Quatsch. Ich habe eine Schwester und bin trotzdem alleine aufgewachsen, warum ist egal.
    Meine Nichte hat nur einen Sohn, der Kerl ist Klasse geworden....und solche "Fälle" kenne ich viele. Wieso sollst DU nun ausgerechnet ein Problemkind sein?
    Deinen Kindern geht es gut, freu Dich dran und solange Du sie nicht zu hoffnungslos verzogenen Prinzen erziehst, dürfen sie auch euren Wohlstand genießen. Kenne etliche Leute, die auch relativ reich aufgewachsen und trotzdem total normal sind. Solange Dein Mann und Du auf dem Boden bleiben, ist alles gut. Ich hab noch nie festgestellt, dass Einzelkinder schlechtere Erzieher ihrer Kinder sind als andere - und ich bin mehr als doppelt so alt wie Du. ;-)
    LG Moni

  • (7) 18.05.19 - 00:12

    Ich als Patchwork-Kind kenne beide Seiten.
    Insgesamt sind wir 6 Kinder. Bin aber überwiegend alleine bei meiner Mutter aufgewachsen. Ich bin das älteste Mädchen und in meiner Familie wurde nie ein Abschied zwischen halb und stiefgeschwister gemacht und da es für mich immer so war, war es völlig normal. Meine Mutter und ich hatten sehr knappe finanzielle Mittel und die andere Familie ist sagen wir mal gut situiert. Wir Kinder haben aber auch nie was geschenkt bekommen.

    Ich habe das Leben als "armes" Einzelkind bevorzugt (ich liebe meine Geschwister über alles) einfach aus dem Grunde, weil mir gerade in der Pubertät die Freiheit und die Intimsphäre total wichtig war. Bei meinem Vater war immer viel los, nie hatte man seine Ruhe, wenn man sich mal zurück ziehen konnte, kam eine kleine Schwester und wollte was von mir. Außerdem waren alle pubatären Eigenarten eines Mädchens die ich übrigens alle voll ausgelebt habe immer ein großes Drama, bei meinem 3! Jüngeren Schwestern, waren die selben Eigenarten, dann völlig normal und wurden gelassen hingenommen. Es ging zudem oft sehr rabiat zu, es wurde sich geprügelt und hinter hat man dann wieder in einem Bett geschlafen. Ständig war irgendjemand auf irgendjemanden eifersüchtig, obwohl unsere Eltern wirklich sehr bemüht waren uns allen die gleichen Sachen zu geben und die gleiche Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen. Was sie übrigens sehr gut gemacht haben.

    Heute sind wir alle erwachsen und lachen über alles. Aber ich kann dir definitiv sagen, dass du eine sehr romantische Vorstellung von Geschwistern hast 😉 natürlich ist es toll, aber dass Geschwistern ein Leben lang beste Freunde sind ist eher die Ausnahme als die Regel. Wir sind alle unsere eigenen Wege gegangen, aus jedem von uns ist ein toller Mensch geworden. Wir freuen uns, wenn wir mal zusammen kommen und können ins in schweren Momenten aufeinander verlassen. Sind dann aber auch froh, wenn wir wieder unsere eigenen Wege gehen.

    Es gibt immer Voruteile. Hast du viele Geschwister, seid ihr asozial. Hast du keine Geschwister bist du ein verwöhntes Einzelkind. Bist du reich, bist du ein schnösel, bist du arm, bist du ein fauler Schmarotzer. Hast du viele Kinder bist du asozial und egoistisch. Hast du keine Kinder, bist du nur egoistisch und hast keine Ahnung von irgendwas. Hast du nur ein Kind, bist du auch egoistisch da dein Kind unbedingt ein Geschwisterchen braucht. Hast du 2 Kinder solltest du bitte Zuhause sein und dich um sie kümmern, andernfalls bist du eine karriegeile Frau, die ihre Kinder vernachlässigt. Bleibst du zuhause um dich um die Kinder zu kümmern und für sie da zu dein, bist du entweder faul oder ein schwaches untergeordnetes hausmütterchen.

    Du kannst das nicht ändern, dass du ein gut situiertes Einzelkind bist und du kannst die Vorurteile nicht ändern. Und schon gar nicht kannst du ändern, wer du bist.

    First world problems...gepaart mit selbstmitleid!

Ich bin zwar kein Einzelkind habe eine Schwester aber es ist doch immer so egal wie man es macht,macht man es falsch...Ob man als Einzelkind in Ein Schublade gesteckt wird und verurteilt wird oder eine Mutter mit 3 Kinder die ihr 4 Kind erwartet. Nimm dir das nicht so zu ❤️ die Leute sind nie zufrieden.😂

(14) 18.05.19 - 07:43

Du machst dir zu sehr nen Kopf. Niemand kann wissen, wie Geschwister untereinander sind.
Ich kenne eine Familie, da gehen die beiden ältesten Kinder bereits aufs Gymnasium und die beiden kleinen sind noch nicht mal im Kindergarten. Alle 4 lieben sich abgöttisch.
Ich kenne 2 Brüder mit sehr geringem Altersabstand, die haben sich schon als Kleinkinder nur bekriegt. Heute gehen sie "erwachsen" miteinander um, mehr aber auch nicht.

Ich bin kein Einzelkind und habe ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Schwester. Aber ich weiß auch nicht, wie man mit Kindern richtig umgeht. Ich habe eine Tochter und bin mit dem Muttersein überfordert. Sie wird ein Einzelkind bleiben und ich hoffe, dass ihr ein Trauma wie das deine erspart bleibt.
Ich würde dir raten, eine Therapie zu machen. Es hört sich so an, als hättest du vieles aus deiner Kindheit nicht verarbeitet und richtest jetzt dein Leben danach aus. Ich bin mit einem depressiven Vater aufgewachsen und habe ebenfalls einen Hang zu Depressionen entwickelt. Ich musste auch erst mit Hilfe lernen, mich da abzugrenzen und nicht selbst zu tief zu fallen und mich als den Menschen zu akzeptieren, der ich bin.

Was das Thema Finanzen angeht: Ihr müsst nichts verstecken, nur bewusst damit umgehen. Ich kenne sehr sympatische Menschen mit viel Geld, bei denen es ihrem Umfeld vollkommen egal ist, dass sie teure Autos fahren und tolle Reisen machen, weil sie trotzdem bodeständig sind. Sie engagieren sich im dörflichen Leben und sind einfach sehr entspannt im Umgang mit ihrem Vermögen.

Tja, und dann gibt es z.B. die verwöhnten Blagen drei Häuser weiter. Beide mitte 20, potentielle Dauerstudenten, die Eltern lassen ihnen alles durchgehen, und wenn die Eltern verreist sind ist da im Haus Dauerparty mit entsprechender Belästigung der Nachbarn. Denen gehen andere am Allerwertesten vorbei.

Du kannst das alles packen, aber wie gesagt solltest du darüber nachdenken, dir Hilfe zu holen, um die Erfahrungen aus deiner Kindheit nicht Einfluss auf dein weiteres Leben nehmen zu lassen.

Hallo.

Ich würde meine Kontakte und Umfeld stark überdenken.

Ich hatte nie das Gefühl in eine Schublade gesteckt zu werden, das andere glaubten ich sei verwöhnt. Mein Umfeld hat das überhaupt nicht interessiert ob ich Einzelkind bin

(16) 18.05.19 - 08:52

ich glaube, du hast ein ganz anderes Problem. nicht dein Dasein als Einzelkind sondern deine nicht vorhandene Selbstreflexion bestimmen dein Leben. du hast wohl früher schon in einigen Dingen ein Verhalten an den Tag gelegt, welches deinen Freunden nicht gefiel, aber du hast es nicht geändert, weil du die "Schuld" bei deinen Eltern gefunden hast. selbst jetzt ist es offenbar noch so. du solltest mal zum Psychologen gehen, und diesem deine Theorie erzählen, ich glaube, der Norded dich ein.

Meine Güte, man kann sich auch in alles reinsteigern.

Du tust ja gerade so, als sei "Einzelkind" ein ach so außergewöhliches und hartes Schicksal. Sorry, aber ich finde deine Einstellung albern, fast schon pathologisch.

"Nun merke ich tatsächlich, dass ich gewisse Dinge nicht gelernt habe (wie denn auch, ohne Geschwister...???)."

Nochmal: Reingesteigere.

"(achja Hochsensibilität ist mir auch ein nicht gänzlich unbekanntest Thema...)"

Seriös getestet oder wieder nur egomanisches Reinsteigern?

Du schreibst, du hättest ja ach so viel getan, um nicht als "typisches Einzelkind" zu gelten, aber leider hast du mit deinem Reinsteigern und hysterischen um dich selbst kreiseln von Kindheit an, genau das erreicht: Du erfüllst leider absolut das Klischee.

Ich bin BTW selbst Einzelkind und glaube mir: Auch als ein Einzelkind bekommt man normalerweise mit, "wie Geschwister untereinander sind". Wahrscheinlich hat für dich außer einem überzogenen Geschwisterwunsch wenig sonst in der Kindheit existiert. Deine Eltern hätten dich beizeiten auf deinen Platz verweisen und solches ständiges übergriffiges "Wünschen" und Quengeln unterbinden sollen. Dann würdest du heute nicht jeden deiner Pupse so dermaßen wichtig nehmen.

Das waren harte Worte? Ja, aber meiner Ansicht nach nötig.

  • Danke dir für deine offene Meinung.
    Tatsächlich war ich einfach viel im Mittelpunkt als Kind und Jugendliche. Da ich mütterlicherseits auch noch das einzige Kind in der Verwandtschaft bin, war auch da der Fokus oft auf das gerichtet, was ich gemacht habe und was sich bei mir getan hat.
    Vielleicht kann ich es einfach als heilsame Verändung in meinem Leben ansehen, Kinder zu haben, die nun im Vordergrund stehen.
    Wahrscheinlich tue ich mir deshalb auch gerade so schwer, weil sich nicht mehr so viel um mich dreht und sich auch nicht mehr jeder dafür interessiert was ich so mache...somit kann ich mich jetzt vielleicht etwas zurücknehmen und doch noch zu einem weniger egoistischen Menschen werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt ;)

    Ich habe in den letzten Jahren schon viel an mir gearbeitet und versucht mich zu ändern.
    Manchmal holt mich mein scheinbar doch sehr klischeehaftes Einzelkindwesen dann wieder ein und ich falle in alte Muster zurück.

    Vielleicht hätte man mit mir einfach das ganze Thema "Fehlgeburt" meiner Mama anders mit mir aufarbeiten müssen. Für mich war das halt einfach sehr, sehr schlimm, dass meine Mama eigentlich nochmal Kinder kriegen wollte, es aber schief gelaufen ist.
    Deshalb ist es für mich auch schwer (gewesen) zu akzeptieren, dass ich Einzelkind bin. Wäre es so geplant gewesen, dass ich keine Geschwister kriege, wäre das für mich vielleicht etwas klarer gewesen und ich hätte es einfach besser abhaken können. So war halt immer die Hoffnung da, dass ich noch ein Geschwisterchen kriege...

    Danke nochmal für deine Offenheit und die klaren Worte!

Ich bin auch Einzelkind. Wir Einzelkinder sind so verschieden wie Geschwisterkinder auch. Küchenpsychologisch lässt sich alles irgendwie erklären und auf die Geschwisterkonstellation zurückführen. Ich rechtfertige meine Urlaube übrigens nicht vor Nachbarn, Bekannten usw. Irgendwer hat ohnehin immer ein Problem mit irgendwas.

(20) 18.05.19 - 12:17

Hallo, du bist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man eine Schwangerschaft nicht so schnell Kindern erzählen sollte.

Zum Geschwisterkind wünschen: ich wollte öfter mal, dass meine Zwillingsschwester gegen einen älteren Bruder eingetauscht wird. Sich ab und zu, dass zu wünschen was man nicht hat, ist normal. Aber es sollte nicht ständig so sein.

Gruß Sol

  • (21) 18.05.19 - 12:30

    Tatsächlich habe ich erst davon erfahren als meine Mama eine Fehlgeburt hatte. Sie musste dann ins Krankenhaus. Anlügen wollten meine Eltern mich ja auch nicht. Würde ich jetzt auch nicht gut finden, wenn sie das gemacht hätten...

    • (22) 18.05.19 - 12:46

      Die volle Wahrheit wird teilweise überbewertet. Jeder normale Mensch lügt regelmäßig, dass macht uns erst sozial fähig...

      Deine Eltern hätten auch sagen können. Mama hat(te) Bauchschmerzen und es wird kontrolliert ob alles in Ordnung ist. Dann wärst du noch nicht mal angelogen worden.
      Alles in Ordnung ist aus medizinischer Sicht
      Der Abgang war vollständig und es gibt noch die Möglichkeit schwanger zu werden.

      • (23) 18.05.19 - 12:50

        Das geht aber jetzt auch wieder zu sehr in den Bereich „Vergangenheit ändern wollen“. Wie andere schon geschrieben haben, sollte ich mehr noch vorne schauen. Wie meine Eltern damit umgegangen sind, kann ich ja nicht mehr ändern...

        • (24) 18.05.19 - 13:18

          "Würde ich jetzt auch nicht gut finden, wenn sie das gemacht hätten..."
          Den Satz hast du geschrieben und darauf bezieht sich meine zweite Antwort.

          Desweiteren kannst du ruhig im Hinterkopf behalten, das Lügen teilweise ok ist. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst du deine Kinder erstens anlügen und zweitens wirst du es ihnen sogar beibringen.

Ich glaube auch, dass dein eigentliches Problem eher woanders liegt. Hast du gute Freunde in deinem Umfeld? Vielleicht hast du dir eher einen besten Freund/beste Freundin gewünscht, jemanden, mit dem du über alles reden, lachen und weinen kannst. Ich bin kein Psychologe, das ist nur so ein erster Gedanke, aber ich denke auch, dass du das irgendwie aufarbeiten solltest. Dass deine Eltern ungewollt kein zweites Kind bekommen haben und du dir deswegen öfter Sprüche anhören musstest, tut mir leid, das war sicher manchmal ganz schön hart.
Deine Kinder wirst du auch so gut groß kriegen. Die wissen auch mit Einzelkindmutter, wie sie miteinander umgehen. Dafür ist kein spezielles Geschwisterwissen nötig. 😉
Ich habe eine jüngere Schwester. Früher kamen wir ganz gut miteinander aus, es war eben diese typische Hassliebe. Heute komme ich aus verschiedenen Gründen nicht mehr mit ihr zurecht und lege keinen Wert mehr auf Kontakt zu ihr. Sie ist mir weitestgehend egal leider. Ich hoffe sehr, dass es bei meinen eigenen Kindern nicht so läuft, aber ab einem gewissen Zeitpunkt hat man es eben nicht mehr in der Hand.

Top Diskussionen anzeigen