Schwiegereltern

    • (1) 16.06.19 - 23:03
      EndlichZufriedenheit

      Guten Abend liebe Urbiagemeinde,

      es geht um meine Schwiegereltern und unser 9 Monate altes Baby.

      Mein Mann und ich sind seit über 10 Jahren ein Paar. Mit den Schwiegereltern war der Kontakt immer gut. Alle Feste wurden gemeinsam gefeiert und es gab mindestens 1x im Jahr einen gemeinsamen Kurzurlaub.

      Mit meiner Schwiegermutter liege ich zwar nicht auf einer Wellenlänge, aber unser Umgang war immer äußerst freundlich und zuvorkommend (von beiden Seiten).

      Seit das Baby auf der Welt ist, gibt es aber Probleme, was die Erwartungshaltung meiner Schwiegereltern betrifft.

      Die ersten Besuche von/bei den Schwiegereltern mit unserem neugeborenen Baby waren für mich kaum zu ertragen.
      Es waren die Klassiker, die man hier oft liest:

      Das Baby wurde mir direkt und ungefragt, noch in der Tür, aus der Hand genommen, ohne mir die Möglichkeit zu geben, das Baby selbst weiterzugeben. (Das Gleiche beim Kinderwagen.)

      Besonders schlimm empfand ich folgendes Szenario: Meine SM verließ mit unserem brüllenden Baby (wenige Wochen alt) das Zimmer und lief allein im Haus umher.
      Ich wollte nicht unhöflich sein und wartete geduldig, in der Hoffnung, sie würde mir mein schreiendes Baby sicher bald bringen...leider nicht.
      Als die Babyschreie immer verzweifelter durchs Haus hallten, lief ich ihr entgegen um mein Baby zu nehmen. Sie drehte das Kind von mir weg und lief an mit vorbei. Ich war wir gelähmt.

      Besonders meine SM sprach in einer Tour davon, dass das Baby ja sehr bald schon bei ihr allein übernachten wird. Spätestens sobald es Brei isst...das wiederholte sich bei jedem Besuch mehrmals...wie eine Schallplatte mit Sprung.

      Da ich unter einer postnatalen Depression litt, war ich nicht in der Lage mich zu wehren. Während der Besuche habe ich nur versucht, es irgendwie zu ertragen, damit der Familienfrieden nicht gestört wird und danach bin ich regelmäßig psychisch zusammengebrochen.
      Erst durch eine Psychotherapie wurde es besser...

      Da es mir während und nach den Besuchen bei den SE psychisch meist aber wieder schlechter geht, sind das für mich leider lästige Pflichtternine geworden (so, wie ich es nie wollte).
      Den SE sind meine Besuche aber viel zu wenig und es wurde gesagt, ich müsse das Baby jetzt auch mal alleine dort lassen.

      Es ist ein Teufelskreis: Der "Babyhunger" meiner Schwiegereltern wird immer größer, deshalb bauen sie immer mehr Druck auf. Der Druck bewirkt aber, dass ich überhaupt nicht mehr hingehen mag.

      Nun hab ich meiner SM erzählt, dass ich bald operiert werden muss. Sofort stürzte sie sich verbal auf unser Baby.
      Das Kind soll dann bei ihnen schlafen. Sie könne nach der OP aber auch zu uns kommen und das Baby betreuen.
      Ich sagte (möglichst höflich), dass das nicht nötig sein wird, schließlich habe ich auch noch einen Mann.
      Sie überhörte es einfach und fing damit an, Gründe vorzutragen, warum ihre Betreuung die beste Lösung sei.

      Diesmal blieb ich hartnäckig, bedankte mich für ihr "Angebot" und sagte nochmals, dass das Baby bei uns bleiben wird und dass ich selbst ja auch noch eine Mutter habe, die mich unterstützen würde.
      Ihre Antwort: "Die muss arbeiten!" Ich: "Meine Mutter nimmt sich gerne Urlaub für mich."
      Darauf meinte sie dann, wir sollen es doch machen wie wir wollen.
      Gut.

      Keine 2 Minuten später fängt sie aber an, auf das Baby einzureden: "Wir machen das schon. Du kommst dann zu uns...usw"

      Ich empfinde ihr Verhalten als äußerst Übergriffig und habe nach dem Besuch gleich meinen Mann angerufen.

      Er ist dann am selben Abend noch zu seiner Mutter gefahren, um mit ihr zu sprechen. (Er erzählte ihr dann auch von meiner postnatalen Depression.) Sie sagte, sie hätte nur ihre Hilfe angeboten.
      Mein Mann ist der Meinung, das ganze basiert hauptsächlich auf Kommunikationsproblemen zwischen seiner Mutter und mir, sie meine es nur gut.

      Nächste Woche fahren wir mit der ganzen Schwiegerfamilie in einen (schon länger geplanten) Kurzurlaub.
      Ich merke, dass mich das alles psychisch wieder belastet und weiß nicht recht, wie ich mich verhalten soll.

      Gibt es hier Mütter mit ähnlichen Erfahrungen?

      • Hallo.

        Ich will mich mal kurz und knapp halten:

        - Die SE sind vernarrt in ihr (vermutlich) erstes Enkelkind. Das ist wünschenswert und normal.

        - Du hast vor 9 Monaten dein (vermutlich) erstes Kind bekommen. Dein Verhalten bezüglich " Kind nicht abgeben wollen" ist auch normal. ;-)

        - Warum erzählst du im Vorfeld z.B. von der OP? Du wusstest doch, dass der Vorschlag kommen muss von Wegen "Baby bleibt bei SE"....#zitter

        - Ihr fahrt miteinander in Urlaub, dann können die SE das Kind voll und ganz genießen und du bist in Reichweite. Das ist doch eine tolle Gelegenheit für die Großeltern, das Kind länger beaufsichtigen zu können und du hast auch ein bissl "Freizeit". Genieße es.;-)

        Versuch lockerer zu werden. Tut euch allen gut.:-D

        • Besser kann man es nicht sagen!

          (4) 16.06.19 - 23:43
          EndlichZufriedenheit

          Hallo,

          lieben Dank für deine Antwort.:-)

          Es ist unser erstes Kind und das 4. Enkelkind der Schwiegereltern.
          Da ihre anderen Enkelkinder aber 3 Autostunden entfernt wohnen (sind teilweise schon erwachsen), dachten meine Schwiegereltern vermutlich, dass sie nun endlich ein "Vollzeitenkelkind" bekommen haben.

          Ich wollte meinen SE von der OP nichts sagen und bat meinen Mann darum, es auch nicht zu tun. Er meinte dann aber irgendwann zu mir, dass er es seinen Eltern sagen müsse, weil er sonst nicht damit zurecht kommt und diesbezüglich keine Geheimnisse haben möchte.
          Deshalb dachte ich mir, das mache ich selbst. Ist ja schließlich meine OP.

          Dass sie mir anbieten wird, das Baby zu betreuen, wusste ich natürlich. Das ist ja auch sehr nett und grundsätzlich eine schöne Sache.
          Ich sagte unter Anderem auch noch, dass wir uns melden, falls wir ihre Hilfe benötigen sollten. Aber sie ließ sich dann einfach nicht mehr bremsen und akzeptiert meinen Wunsch nach Ruhe nach der OP einfach nicht.

          Ja, mein Mann und ich haben schon besprochen, dass wir das Baby im Urlaub tagsüber hauptsächlich von der Verwandtschaft betreuen lassen möchten, solange das Baby es mitmacht.#schwitz
          Vielleicht bekommen wir als Eltern so mehr Vertrauen (mein Mann möchte das Kind derzeit nämlich noch nicht allein bei seinen Eltern lassen) und die Großeltern sind endlich mal "Baby-satt"...

          • "Er meinte dann aber irgendwann zu mir, dass er es seinen Eltern sagen müsse, weil er sonst nicht damit zurecht kommt und diesbezüglich keine Geheimnisse haben möchte."

            "(mein Mann möchte das Kind derzeit nämlich noch nicht allein bei seinen Eltern lassen)"

            Kann es sein, dass dein Mann da aus allem ein riesen Ding macht?!? #schock

            Ein Grund mehr, dass DU etwas Gelassenheit in die Situation bringst. Vielleicht lässt er sich ja etwas anstecken.;-)

            • (6) 17.06.19 - 00:20
              EndlichZufriedenheit

              Hhmmm...das kann man so lapidar sicher nicht sagen.

              Bei der OP handelt es sich um einen Knoten/Tumor, der mir entfernt werden soll. Im schlimmsten Fall, könnte es sich auch um Krebs handeln. (Das Gewebe wird erst nach der OP untersucht.)
              Da kann ich schon irgendwie nachvollziehen, dass er darüber mit seinen Eltern sprechen möchte, wenn es ihn belastet.

              Dass er unser Baby noch nicht bei seinen Eltern allein lassen möchte, hatte mich selbst sehr überrascht, da es doch SEINE Eltern sind.

              Es liegt vermutlich daran, dass sie sich mit dem Baby sehr schwer tun, nicht wirklich sehen, was das Kind gerade braucht/möchte. (Sie sind 70 und 75 J. alt)
              Hinzu kommt, dass das Baby sich in ihrem Haus nicht wohl fühlt und immer weint und quengelt, wenn wir dort sind. Wenn sie zu uns nachhause kommen, ist es viel besser.

              Ach ja, und Oma möchte immer irgendwelche Sachen füttern, die noch ungeeignet sind...das gibt sie auch sehr offen zu. -Ist natürlich nicht besonders förderlich, wenn man Vertrauen haben muss.

              Trotzdem möchte ich dem Kurzurlaub gerne als Anlass nehmen, um es einfach mal zu versuchen. Du hilfst mir mit deiner Antwort da wirklich sehr, ich fühle mich schon viel besser!:-)#blume

      (7) 17.06.19 - 03:31

      Die Psychische Belastung unter der du zur Zeit stehst ist sehr groß. Auch die Op dürfte ja einiges mit dir machen. Und das kurz nach einer geheilten PDD.

      Ich würde raten den Kurztrip auf nächstes Jahr zu verschieben und die Besuche bei den SE nur mit deinem Mann zu machen, in Dosen die du aktuell erträgst.

      • (8) 17.06.19 - 09:22
        EndlichZufriedenheit

        Danke für deine Antwort.
        Das mit den Besuchen ist so eine Sache...

        Mein Mann arbeitet lange. Unter der Woche möchte er abends nicht noch zu seinen Eltern fahren. Er sagt, es gehe nicht, da er ja arbeitet. Allerdings reicht seine Feierabendzeit immer noch für ein Treffen mit seinen Freunden oder für eine Runde Fahrrad etc. Ich denke mir, dass er abends einfach keine Lust mehr hat, noch zu seinen Eltern zu fahren und lieber etwas für sich macht.
        (Verstehe ich einerseits, andererseit könnte er mich dadurch sehr entlasten. Ich werde da nochmal mit ihm sprechen. Alle 2 Wochen würde ja schon reichen.)

        Am Wochenende hingegen, sind seine Eltern meistens nicht in der Stadt, also fallen Wochenendbesuche mit Mann und Baby bei den Schwiegis auch flach.

        Seine Eltern laden uns zwar immer mit in ihr "Wochenend-Domizil" (mit Übernachtung) ein, doch das ist meinem Mann und mir momentan zu viel.

        Es wird von allen Seiten erwartet, dass ich mich um den regelmäßigen Kontakt zwischen unserem Baby und den Großeltern kümmere, schließlich bin ich ja auch zuhause.
        Grundsätzlich wollte/will ich das auch gerne machen, wenn ich mich dort nur nicht so unwohl fühlen würde.
        (Vor der Geburt unseres Babys war ich nie alleine bei meinen Schwiegereltern zu Besuch.)

        • (9) 17.06.19 - 17:49

          Versuche mehr zu dir zu stehen und dich abzugrenzen. Du darfst eigene Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen haben und dich danach richten. Dazu gehört auch, dass du nur mit deinem Mann zusammen die Schwiegereltern besuchst. Wie er das löst darfst du gerne ihm überlassen.

    Hey,

    ich finde auch, dass es nach Kommunikationsproblemen und deiner psychischen Belastung anhört.
    Deine Schwiegermutter tut nichts, was in meinen Augen "schlimm" ist. Sie bietet sehr vehement ihre Hilfe an und erfreut sich an ihrem Enkelkind. Auf der anderen Seite bist du, labil und nah am Wasser gebaut. Ich kenn das von mir, ich hatte auch eine PPD. In dieser Situation fällt sachliches Beurteilen einer Situation schwer. Lass deinen Mann mehr regeln und bring deine Meinung schritt für Schritt wieder mehr ein, so wie du es grad tust. Versuch aber auch, deine Schwiegermutter anzunehmen. Sie bietet euch Hilfe an, wieso willst du sie nicht annehmen? Lass sie doch nachmittags mit dem Baby spazieren gehen.Es gibt ja immer Stufen zwischen "Das Baby schläft bei dir" und "Ich will nicht, dass du es betreust".

    Ich wünsche dir alles gute...

    • (11) 17.06.19 - 09:42
      EndlichZufriedenheit

      Hey,

      danke für deine Vorschläge.

      Ich versuche immer wieder, meine Schwiegermutter "anzunehmen", sie auch zu verstehen... Sie ist eben ein komplett anderer Typ Mensch als ich, es ist nicht einfach.

      Es stimmt auch nicht, dass ich Hilfe kategorisch ablehne. Nur möchte ich nicht, dass über unsere Köpfe hinweg einfach entschieden würd a la "Das Baby kommt nach deiner OP zu uns! Punkt."
      Es hätte doch auch gereicht, es einfach anzubieten und uns die Entscheidung selbst zu überlassen. (Hier wäre ich auch viel eher bereit, mein Kind abzugeben...so ganz ohne Druck.)

      Außerdem hatte ich mit meinem Mann schon darüber gesprochen, ob ich das Baby nicht mal für kurze Zeit bei seinen Eltern allein lassen kann (obwohl es mir selbst sehr schwer fallen würde). Das könnte man dann langsam immer mehr steigern, so dass das Baby -und ich- uns langsam daran gewöhnen können... Das möchte mein Mann aber derzeit noch nicht.

      Sie mit dem Kind spazieren fahren lassen, wäre aber vielleicht auch noch eine Möglichkeit.

      (12) 17.06.19 - 16:13

      Sie nimmt die "Hilfe" nicht an, weil es für sie keine wäre!!
      Sie vertraut der SM nicht, da ist sowas Stress statt Hilfe.
      Die SM hat doch gesagt, sie würde Dinge zu essen geben, die die Eltern nicht wollen für ihr Kind. Dann muss sie damit leben, dass sie das Kind nicht bekommt allein.

      Liebe TE,
      mach dich nicht verrückt. Es ist euer Kind, ihr als Eltern trefft die Entscheidungen. Ihr seid euch einig. Alles gut.
      Die vorige Generation hat ihre Kinder groß. Sie hatte ihre Chance, zu entscheiden.
      Jetzt geht es nicht mehr nach SM. Auch nicht mit "Gewalt" ala "wir machen das schon"...

      Steh für dich und deinen Mann ein, macht den Rücken gerade und zieht es durch.
      Wenn selbst er das Kind nicht dort lassen will...

      Ein bissel Zeit verschaffen kann zum Beispiel eine klare Ansage wie "Wenn das Kind klar kommunizieren kann, reden wir nochmal drüber. Ich möchte, dass es sagen kann, ob es sich wohl fühlt/nach Hause will."

      Der Hauptpunkt ist das fehlende Vertrauen.
      Wenn SM schlau wäre, würde sie nicht noch mehr davon kaputt machen mit solchen blöden Äußerungen über unerwünschtes Essen...
      So ist es halt auch ihre Schuld...nicht deine.

Puh schwierige Situation. Ich würde es mir nicht gefallen lassen, das man sich weg dreht, wenn ich mein Kind haben will. Da wäre ich aber auch sehr deutlich geworden. Ist mit deiner psychischen Situation schwierig, aber du musst trotzdem für dich und deine Gefühle einstehen. Das wirst du in der Therapie sicher gelernt haben. Zumal es einfach zu unterdrücken, wegen des lieben Friedens Willen ist ja auch nicht gesund. Aber das muss ich dir, denke ich nicht sagen.

Meine SE würden sich das nie erlauben. Mein SV ist am Anfang immer um den Kinderwagen geschlichen, bis ich gesagt habe nun nimm ihn endlich. Das konnte ja keiner mit ansehen 🙈 er wollte wohl nicht einfach ungefragt. Jetzt macht er es vom ganz alleine. Und meine SM will mir mein Kind immer nicht entziehen. Da bin ich schon diejenige die sagt, genieße die Zeit mit ihm, wenn er da ist. Ich hab ihn zu Hause wieder ganz für mich. Aber ich vertraue beiden auch zu 100%.

Und an deiner Stelle würde ich nicht gemeinsam mit ihnen in den Kurzurlaub fahren. Das stellt für dich ja scheinbar eine große psychische Belastung dar. Warum willst du dir das antun?

  • (14) 17.06.19 - 09:55
    EndlichZufriedenheit

    Ja genau. In der Therapie wurde mir gesagt, ich solle sofort sagen, wenn ich etwas nicht möchte (höflich aber bestimmt) und nicht alles einfach runterschlucken.

    Dass ich mich nicht getraut habe, mein Baby zurück zu nehmen, war auch nur ganz am Angfang, als die Depression gerade ausbrach. Mittlerweile nehme ich mein Kind ganz selbstverständlich wieder zu mir, wenn es brüllt.

    Den Urlaub könnte ich nicht absagen. Der Anlass ist der 70. Geburtstag meiner SM. Auch meine Schwägerin mit Familie wird da sein. Ich würde meiner SM das Herz brechen, wenn ich mit ihrem Enkelkind fern bleiben würde und unsere Beziehung würde noch mehr leiden.
    Ich möchte es eher als eine neue Chance sehen, denn wir müssen (vermutlich) noch viele Jahre miteinander auskommen...

(15) 17.06.19 - 09:17

Ich verstehe dich. Komischerweise sind die Großmütter der Meinung, dass die Kinder für sie auf die Welt gebracht werden und selbst sei man nur eine Leihmutter (so kam/komme ich mir vor). Meine ist glücklich, wenn jeder ihr Essen ißt. Das gleiche bei dem Kind. Das Kind soll doch was richtiges essen (und das gibt's ja nur bei ihr, ihrer Meinung nach).

Meine Schwiegereltern leben weit weg von uns, aber das Gefühl vom Druck kenne ich zu gut. Das Stillen wurde bei uns einerseits gelobt, andererseits hat man immer wieder versucht in unsere Tochter alles mögliche an süßes rein zu stopfen (Hauptsache sie ißt was, egal was).

Wenn die Schwiegermutter Gläschen mitbringt, wenn sie zu uns zu Besuch kommt (habe ICH nichts zu Hause an Essen oder was?). Wenn der Schwiegervater unser Kind per Nachnamen nennt (um mich daran zu erinnern, dass meine Tochter doch Ihnen gehört, denn sie ihren Nachnamen trägt). Sie fremdelte stark wo sie bei uns waren, deshalb sprach er so. Sie wollten die kleine auch mitnehmen (über 750km). Warum? Weil sie bei Ihnen besser versorgt ist als bei ihren Eltern?

Meine kleine kann "Mama" sagen. Ihr Fällen die Wörter mit "M" einfacher als die anderen. Wenn mein Mann mit seinen Eltern telefoniert fragen Sie immer nach ob sie schon was sagen kann. Und das immer bei jedem Telefonat. Wenn er sagt, dass Sie "Mama" sagt, kommt überhaupt keine Reaktion (als wírden sie innerlich die Augen verdrehen oder ist es nur Neid?). Bis zum nächsten mal haben sie das schon wieder vergesse. Die kleine ist Mamakind (noch) und das passt Ihnen auc nicht.

Ich verstehe nicht warum die Schwiegereltern zwangsläufig über Nacht die Kinder bei sich haben wollen?

Entschuldige, nun habe ich mich auch etwas ausgekotzt. Aber ich verstehe dich. Mir ging es auch so, auch jetzt immer noch, wenn ich nur von seine Eltern was hörte/höre. Da muss man viel an sich arbeiten. Mir hat Abstand sehr geholfen (in meinem Fall ist es einfacher als in deinem).

Ich wünsche dir alles Gute 🌹🌹🌹

  • (16) 17.06.19 - 16:05
    EndlichZufriedenheit

    Hallo,

    Ich hatte ja gefragt, ob es anderen Müttern ähnlich geht...deshalb vielen Dank für deine Geschichte.😊

    Ja, Abstand ist bei uns fast unmöglich und ich möchte ja auch, dass unser Kind Großeltern hat.

    Meine Schwiegermutter ist im Grunde auch sehr um ein gutes Verhältnis zu mir bemüht. Nur leider ist sie vom Charakter her oft etwas "drüber", also nicht gerade der zurückhaltende Typ (wie ich es ihnen gegenüber immer war).

    Als sie uns z.B. einen Tag nach der Entbindung im Krankenhaus besuchten, wurde ich mit Erwartungshaltung förmlich erschlagen.
    Ich hatte ganz normalen Smalltalk erwartet...wie süß das Baby ist, dass es schön ist noch mal Oma geworden zu sein...oder eben sowas ähnliches in diese Richtung.

    Klar, sie erkundigte sich auch nach unserem Befinden usw. dennoch sprach auch gleich davon, dass das Baby sehr bald sehr oft bei ihr allein übernachten wird. Das wurde auch mehrmals wiederholt.

    Sowas sagt man doch nicht zu seiner Schwiegertochter einen Tag nach der Entbindung!?!?

    Als sie gingen, heulte ich Rotz und Wasser...ich fühlte mich so bedrängt und ja, irgendwie auch wir ein Brutkasten, der das Objekt der Begierde endlich "ausgespuckt" hat.

    Sicherlich spielten meine Hormone auch total verrückt, aber muss man sowas als Schwiegermutter unbedingt provozieren?🤷‍♀️

    Tja, und so ist sie nunmal...sie ist (zumindest was mich betrifft) scheinbar völlig empathielos. Ich glaube wirklich, dass sie mir tatsächlich eine gute Schwiegermutter sein möchte und gar nicht merkt, was ihre Worte bewirken.

    Vermutlich glaubt sie, wenn sie ihre Erwartungen nur oft und ausdauernd genug kund tut, wird es schneller so gemacht.

    Doch ich reagiere auf Druck mit Rückzug. -Sie erreicht mit ihrer Art also genau das Gegenteil.

    Das finde ich sehr schade.
    Ich dachte eigentlich, es wird sich irgendwie ganz natürlich ergeben, dass unser Kind immer öfter und länger zu den Großeltern geht... Zu einem Zeitpunkt, an dem auch alle Beteiligten damit einverstanden sind.

    • Ja...ähnlich...ich kenne auch sowas...konnte mich aber wohl besser wehren...
      Einfach war es trotzdem nicht, auch ohne Depression.

      Beispiele:
      Ja...du kannst das Baby jeden Tag um 8 hier abgeben und auf Arbeit gehen!
      Ich will mit dem Kinderwagen spazieren gehen! (Von mir: Ok, ich gehe mit dem Hund, komm mit und schieb den Wagen! - Nein, ich will alleine!! - passierte nie, selber schuld)
      Wenn das Kind was Ordentliches zu Essen bekäme, könnte es schon laufen...(da war bei mir Ende Gelände mit jeglichem Verständnis)

      (18) 17.06.19 - 19:31

      Natürlich sagt man so was nicht. Ich glaube aber sie hat einfach nicht nachgedacht. Mich würde so was auch sehr verletzen. Das macht doch den Eindruck,als würdest du euer Kind für sie ausgetragen haben. So ist es nicht, wirkt aber so.

      Ich wünsche dir alles liebe 🌸💐💐

Du sprichst mir aus dem Herzen!! #liebdrueck

Ich wollte hier mal etwas anderes anmerken: Wie soll die Beziehung zwischen deinem Kind, euch Eltern und den Großeltern in Zukunft aussehen? Denn deine SM wird später genauso auf dein Kind eingehen, wie jetzt, wenn ihr da nichts ändert.

Meine Mutter ist so, wie deine Schwiegermutter. Sie manipuliert die Enkelkinder und versucht oft sie systematisch gegen die Eltern auszuspielen. Das geht auch mit einer sehr lieben Stimme und unterschwellig. Ich habe es ähnlich selbst miterleben müssen als Kind und sehe es bei meinen Nichten, was es aus der (Groß)Eltern-Kind-Beziehung macht und was es mit der Psyche des Kindes anstellen kann. Noch ist euer Kind so klein, also könntet ihr diese Problematik ansprechen, ohne, dass die Großeltern-Kind-Beziehung leiden muss. Wenn Kinder älter sind und diese Konflikte mitbekommen, wird es auch für das Kind sehr schwierig, da die emotionale Bindung zu den Großeltern besteht. Klärt es jetzt in Ruhe auf, was euer Standpunkt ist und sucht gemeinsam nach Kompromissen, die auch deiner Psyche helfen. Ich kann verstehen, dass deine Schwiegereltern überglücklich sind ein Enkelkind in der Nähe zu haben, da ist das Klammern an diesem verständlich, aber es geht auch anders. Vielleicht hat v.a. deine Schwiegermutter große Angst davor, dass sie auch dieses Enkelkind kaum sieht, wie es bei den andere der Fall ist.

Wir bekommen bald das 5. Was glaubst du wie froh wir wären, wenn jemand uns mal 2 Stunden die Kids nehmen würde ^^
Sei doch froh das euer Kind so vergöttert wird. Deine Schwiegermutter hat ihre Kinder doch auch gross bekommen und das bestimmt nicht schlecht hinbekommen, sonst wärst du ja nicht mit ihrem Sohn zusammen. Lass sie doch ihre Omarolle ausleben und geniesse es. Meine Eltern wollen z.b nichts von meinen Kids wissen....da wären mir liebevolle und anhängliche Grosseltern viel lieber ;)

  • Das klingt jetzt aber so ähnlich, wie wenn ein Ertrinkender froh sein soll, dass er nicht verdurstet;-).

    • Naja wir fahren z.b gern Motorrad...geht ja mit Kids nicht. Da sind wir froh wenn wir ne Runde drehen können. Oder gerade jetzt wo ich so oft brechen muss, bin ich froh wenn die grosseltern mal die Kleinen nehmen ^^
      Ich würde da den Grosseltern nie im Weg stehen und einfach die freie Zeit geniessen.

      • Ich genieße das total, dass meine Kinder gern bei den Großeltern sind und die Großeltern sie gern nehmen.

        Aber das Verhalten der SM der TE ist nichts, worüber man sich freuen müsste, das ist einfach unverschämt, und die SM kann froh sein, wenn die TE sich das bieten lässt. Solche Großeltern brauchen sich eigentlich nicht zu wundern, wenn sie ihre Enkel mal kaum mehr sehen.

        Immer genug Wasser ist toll. Aber ertrinken und verdursten beides beschissen.

Hallo,

ganz so extrem kenne ich es nicht, aber meine eigene Mutter ist / war ähnlich.

Unsere Kinder sind jetzt schon „groß@ (15&9), aber die Große war das erste Enkelkind. Da gab es einige Kämpfe auszustehen, aber letztendlich hat sie sich immer an unsere Regeln gehalten. Gut, wir wohnen aber auch 4 Autostunden entfernt. Meine SE waren / sind diesbezüglich zurückhaltender. Da war es aber schon Enkel Nr.5!

Ich bin nach 14 Monaten wieder arbeiten gegangen, da habe ich es doch sehr geschätzt, wenn meine Mutter sich spontan in den Zug gesetzt hat, von hier auf jetzt, um unser Kind zu betreuen, wenn es länger krank war.

Versuche ruhig und bestimmt zu sein, deine SE möchte nur das Beste und vllt können noch Zeiten, dass du auf ihre Hilfe angewiesen bist.

Nun Berichte ich mal aus Sicht meiner Eltern, die weitere Enkel haben, die aber von beiden Schwägerinnen von Geburt an konsequent von meinen Eltern fern gehalten wurden und werden. Beide wohnen dicht bei, eine sogar im gleichen Dorf. Meine Mutter hat sich angeboten, leider etwas zu ungeschickt, mal mit den Kiwa zu schieben. Das wurde abgelehnt.

Inzwischen sind auch die beiden Enkel älter, und eine war in 9 Jahren für 1x 1 Stunde alleine bei meinen Eltern. Sie haben düse Zeit genossen, mein Vater (fast 80) hat danach geweint, weil er das Enkelkind selten bis nie sieht uns alleine schon mal gar nicht. Dabei waren und sind meine Eltern echt fit. Sie leiden wie Hunde unter dem wenigen Kontakt. Da können meine Brüder sich nichts ausrichten!

Auch wenn wir weit weg wohnen, fahren meine Kinder dort ab und an gerne alleine hin. Sie machen dort schöne Dinge zusammen, sollten meine Eltern mal nicht mehr sein, so nehmen meine Kinder viele gute Erinnerungen an die Großeltern mit. Diese Erfahrungen möchte ich Ihnen nicht nehmen.

Fazit, versuche dich auch mal in die Lage der sich liebevoll kümmernden Großeltern zu versetzten.

Ich wünsche euch allen eine gute Lösung.

VG

Top Diskussionen anzeigen