Verzweifelt!

    • (1) 20.06.19 - 20:49
      schl.ver

      Hallo!

      Ich bin gerade total geschockt und verzweifelt.
      Es geht um meine 14 jährige Tochter.
      Sie ist eigentlich ein gut erzogenes Mädchen was nie Probleme machte.
      Klar kam jetzt das typische pubertäre.

      Folgendes Problem:

      Ich bin gerade in ihr Zimmer und sie saß auf ihrem Bett. Ein einmalhandschuh in der Hand und atmete den Inhalt des Handschuhs ein und aus.
      Hab ihr den aus der Hand gerissen und dran gerochen.
      Raumspray!

      Es reißt mir den Boden unter den Füßen weg! Was habe ich nur falsch gemacht.

      Vor 4 Wochen ist ein Mitschüler genau daran gestorben. Es gab Aufklärungsgespräcje in der Schule und auch wir haben mit ihr über sowas gesprochen.

      Ich bin gerade überfordert. Sie streitet alles ab.

      Was ist jetzt zu tun? Wo soll ich morgen mit ihr hin? Was ist die erste Anlaufstelle?

      Kinderarzt? Kind in Entzugsklinik bringen?

      • Mit deinem Kind reden?

        Bitte beruhige dich erstmal! Mit der Vorgeschichte glaube ich dir, dass du verunsichert bist. Aber versuche doch erstmal an sie ranzukommen, rede mit ihr! Vielleicht kannst du auch eine Freundin deiner Tochter befragen oder dazu holen...

        Ansonsten würde ich mich vermutlich an den Kinderarzt wenden oder google mal Sorgentelefon o.ä. Da erhältst du sicher Hilfe zu weiteren Schritten...

      (4) 20.06.19 - 21:24

      Hallo
      Ich würde erstmal morgen mit dem Kinderarzt sprechen der wird sonst gegebenfalls eine sofortige Überweisung in die psyschatrische Abteilung geben für suchterkrankte.
      Das ist ja wirklich ernst zunehmen.

      Was hat sie denn gesagt, warum sie das macht?
      Hat sie evtl mit dem Kind vorher schon geschnuffelt welches gestorben ist?.

      • (5) 20.06.19 - 22:15

        Ja ich nehme es total ernst.
        Bei jedem Konsum kann sie ja sofort dran sterben. Es ist saugefährlich.
        Ich habe Angst mein Kind tot aufzufinden.

        Sie streitet es ja ab. Ob sie es vorher mit dem Jungen gemacht hab weiß ich nicht. Sie hat aber noch engen Kontakt zu seinen Bruder.

        Meine Mutter hat sie jetzt eingepackt über Nacht, das sie sie beaufsichtigt.

    (6) 20.06.19 - 21:37

    Gibt es nen Sozialarbeiter an der Schule deiner Tochter? das wäre mein erste Anlaufpunkt. Und natürlich zuallererst mit deinem Kind reden. Ihr sage,dass du einen Schreck bekommen hast dir Sorgen um sie gemacht hast. Also Ich- Botschaften nicht welche nur mit: DU hast . . ., wie kannst DU nur . . .

(8) 20.06.19 - 21:41

Ich sehe es genau wie Petzibar

Ich würde mein Kind morgen früh dem Kinderarzt vorstellen, dieser muss entscheiden und kann auch das Nötige veranlassen.
Nicht erst anrufen wegen Termin sondern hingehen und auf Gespräch bestehen. Damit ist leider nicht zu spaßen, das weiß ich auch. Dass sie es abstreitet, ist logisch. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute. Liebe Grüße von Moni

  • (10) 20.06.19 - 22:08

    Ja das würde ich auch machen. Direkt hin ohne anzurufen.

    Meine Mutter ist jetzt gerade vorbeigekommen. Sie hat sie jetzt mitgenommen und beaufsichtigt sie bis morgen früh und wir gehen gemeinsam zum Arzt.

(11) 20.06.19 - 21:59

Was hast du denn direkt danach gemacht? völlig ausgerastet? ruhig geblieben? geredet? "hat es abgestritten" ist ja irgendwie Quatsch... du hattest es ja in der Hand und konntest es riechen.. was soll es denn Ihrer Meinung nach gewesen sein?

  • (12) 20.06.19 - 22:12

    Also ich gab ihr den Handschuh aus der Hand gerissen und gesagt: was machst du da und dran gerochen.
    Sie meinte: nichts und wollte nichts mehr sagen.

    In der Zwischenzeit seit ich geschrieben habe, ist meine Mutter hergekommen.
    Meine Tochter streitet es weiter ab und meinte sie wollte den Handschuh nur aufpusten und anziehen.
    Blödsinn. Sie hat es eingeatmet und in der anderen Hand hatte sie ihr Handy und war am schreiben.

    Meine Mutter hat auch am Handschuh gerochen und riecht es auch.

    Und ich weiß wie einmalhandschuhe riechen, habe vor der elternzeit in der Pflege gearbeitet.

    • Sie muss auf jeden Fall jetzt spüren, dass es ernst ist. Ich würde auf jeden Fall zum Kinderarzt und evtl. sogar Kontakt zu einer Kinder und Jugendpsychiatrie aufnehmen. Die haben Erfahrungen und können einschätzen ob und welcher Handlungsbedarf vorhanden ist. Ich drücke euch die Daumen dass alles gut geht

Sorry falls ich völlig auf dem falschen Gleis bin oder etwas überlegen habe, aber was ich als erstes gedacht habe: Es gab eine starke Sensibilisierung in der Schule zu diesem Thema. Kann es sein, dass sie dadurch überhaupt erst auf die Idee gekommen ist, das auszuprobieren? Aus reiner (dummer) Neugierde? Bist du sicher, dass ein Suchtproblem besteht?
Falls es um einmaliges Ausprobieren ging und du befolgst hier den Ratschlag mit Kinderarzt und Einweisung, kann das euer Verhältnis schlimmstenfalls komplett zerstören.
Ich verstehe deine Sorge als Mutter, aber ich war auch kein einfacher Teenager. Vor allem hatten meine Eltern viele falsche Schlüsse bzgl Drogen gezogen (die ich nie genommen habe) und wir hatten viele schlechte Jahre, bis ich ausgezogen bin. Ich fühlte mich missverstanden und in eine Schublade gesteckt, in die ich nicht gehörte.
Daher wäre für mich an deiner Stelle wichtig herauszufinden, ob es was einmaliges war oder nicht. Denn gleich in den Entzug ist echt krass.

  • Du kriegst das aber als Mutter nicht raus, die mauern umso mehr, wie sie sich ertappt fühlen. Was glaubst Du, wielange ich brauchte, um rauszufinden, dass mein Sohn spielsüchtig war? Die mauern derart, da kommst Du nicht ran, das ist so schlimm. Da kannst Du versuchen, was Du willst. Im Moment kann sie nur versuchen, das Schlimmste, nämlich den Tod durch das Gift, zu verhindern. Ist hart, aber es ist ja auch hart, sowas festzustellen. An ein paar Joints stirbt man nicht gleich, aber dieses Zeug ist teuflisch.LG Moni

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