Einfach nur genervt

Hallo ihr lieben, so nu ist es auch mir passiert. Ich hab mich mit meinen Schwiegereltern gezankt. Es geht nicht um die Kindererziehung.

Es geht geht darum, dass meine Schwiegerfamilie sehr „geldfixiert“ ist. Bei jedem Treffen geht es darum, wer sich was gekauft hat und was es gekostet hat. In meinem Teil der Familie reden wir selten bis gar nicht über Geld. Da hat man eben was man hat und fertig. Wir sind drei Geschwister und gönnen uns alles, was wir haben. Da wird nicht geschaut was der andere hat, wie viel derjenige verdient oder was unsere Eltern wem schenken. Da heißt es, jeder wie er kann und will.

Nun gut, jedem das seine. Es ist manchmal nervig, aber das allein ja noch kein Grund zu streiten.

Aber nun ist es doch irgendwie zur Eskalation gekommen.
Mein Schwager (Bruder meines Mannes) ist 10 Jahre älter als mein Mann und hat einen erwachsenen Sohn (24). Seit der „kleine“ geboren wurde, ist meine Schwägerin nie wieder arbeiten gegangen. Nun gut, jeder wie er meint. Aber da fing es an, dass mein Schwager ständig bei seinen Eltern lamentiert, was das Leben kostet. Es ist dann soweit gelaufen, dass er jede Klassenfahrt des Jungen lamentierte, weil irgendwelche Zusatz kosten urplötzlich auftauchten oder etwas kaputt ging, was Priorität hatte, sodass seine Eltern die Klassenfahrten finanzierten. Später Schulgeld und ein Taschengeld jeden Monat bezahlten, damit der „lütte“ versorgt war. Hier Turnschuhe, da eine Jeans...

Momentan ist es ein neues Auto, was dringend benötigt wird, damit die Ausbildung nicht leidet, weil er so schlecht mir Bus und Bahn hinkommt... es darf aber kein x beliebiges Auto sein, sondern ein BMW xyz (keine Ahnung welches Modell, sowas kann ich mir nicht merken). Mir persönlich egal, wofür meine Schwiegereltern ihr Geld ausgeben. Ich bin auch nicht neidisch, auch wenn es hier gleich deshalb Steine regnen wird, dass es mich nicht zu interessieren hat, was sie mit ihrem Geld machen. Das tut es auch nicht. Ich will damit nur anschaulich machen, wie es läuft und nicht, weil ich damit ein Problem habe!!!

Seit der Geburt unserer Tochter (nun 3) achtet mein Schwager aber penibel genau, was wir alles haben und fragt auch sehr direkt nach, woher wir das Geld dafür haben. Am Anfang habe ich es nicht so mitbekommen, weil wie geschrieben in meiner schwiegerfamilie permanent Geld Thema ist. Aber irgendwann wurden die Fragen spezifischer, bis selbst wir mitbekommen haben, dass er wissen wollte, ob wir was von seinen Eltern bekommen.

Zu Weihnachten Platzte ihm dann am Tisch heraus, dass er wissen wollte, was die Kleider, die meine Schwiegereltern gekauft haben für unsere Tochter gekostet haben, weil er denkt, sein Sohn wird benachteiligt. Da war bei mir vorbei. Ich sagte ihm zum ersten Mal, direkt ins Gesicht, dass ich sein benehmen unmöglich finde und er aufhören soll ständig danach zu fragen, woher wir sonst was haben. Bisher haben uns seine Eltern (bis auf Weihnachten/Geburtstag) nichts finanziell gegeben. Er würde derjenige sein, der ständig die Hand aufhält und noch immer ein Taschengeld für sein Sohn einfordern, der alt genug ist, sein eigenes Geld zu verdienen und sich eben nur das kaufen kann, was er sich leisten kann.

Ok, vielleicht hätte ich die Klappe halten sollen, aber mir wurde es langsam Zuviel, wir saßen dort am Tisch wie Angeklagte beim Finanzamt, die noch am besten die verdienstnachweise auf den Tisch legen sollten. Mein Mann ist übrigens meiner Meinung, ich kam ihm mit meiner Explosion nur zuvor.

Nachdem mein Schwager dann etwas peinlich berührt den Mund hielt, warf meine Schwägerin, nicht zufrieden mit der Situation, ein, dass wir ja auch mehr verdienen würden und es daher nur gerecht sei, wenn eben sie etwas Unterstützung erhalten würden. Mein Mann Sagte ihr dann sehr deutlich, dass sie, wenn sie mit der Situation nicht zufrieden sei, eben arbeiten gehen sollte, wie jeder andere eben auch, dann würden sie ihren Lebensunterhalt auch finanzieren können. So Weihnachten war gelaufen. Schuld hab ich, weil ich nicht die Klappe halten konnte. Ok, kann ich mit leben.
Nun die Eskalation, nach der Eskalation. Wir kaufen uns ein Haus. Seit einem Jahr laufen die Vorbereitungen, von einem Tag auf den anderen bricht man so ein Vorhaben ja nicht vom Zaun. Wir sind allerdings eher so, dass wir sowas für uns behalten. Erstens wollen wir nicht, dass jeder seine Meinung dazu gibt, noch, dass die halbe Welt weiß, wir bauen, noch bevor es überhaupt 100 Prozentig feststeht, dass alles überhaupt klappt.

Nun sind meine Schwiegereltern aber spontan vorbeigekommen, während mein Mann und ich über den Plänen saßen und dabei waren das Projekt „auseinander“ zu nehmen, was geht, was nicht... das übliche eben. Mein Schwiegervater hat dann gleich den Braten gerochen, so schnell konnten wir die Sachen nun nicht weglegen und er sah schon anhand des Ordners, worum es ging. Mit dem selben unternehmen hatten sie damals gebaut.
Meine Schwiegermutter fing dann gleich an zu sagen, dass wir das nicht machen sollen, dass es viel zu teuer wäre, ich würde ja nicht wissen, ob ich noch ein Kind bekomme, ihr armer Sohn müsse sich dann nur wegen dem Haus zu Tode arbeiten. Da haben wir ihr gesagt, dass wir sehr gut einschätzen können, was wir uns leisten können. Wir haben gut bezahlte Jobs und in den letzten 10 Jahren sehr gut zurücklegen können. Sie jedoch bleib dabei, dass sie uns keinen Cent geben würden, weil sie keine Goldgrube wären etc. Als hätten wir sie jemals um etwas erbeten... Ich sagte ihr dann sehr deutlich, dass wir kein Geld von Ihnen wollen und auch keines brauchen. Sie müssen sich um ihre Brieftasche keine Sorgen machen. Da ging es schon wieder los, diesmal wo der Schuh tatsächlich drückte. Sie fing an meinem Mann zu sagen, „ und was soll dein Bruder denken, wenn du dir ein Haus kaufst und er nicht? Das ist doch nicht gerecht“... mein Mann antwortete ihr sehr monoton „ dass er mit seinem Geld eben schlecht gewirtschaftet hat“ und dass ihm egal sei, was sein Bruder denken würde. Es sei uns ja auch egal, was sein Bruder mit seinem und ihrem Geld machen würde. Wir mischen uns da nicht ein und sie sollen es auch nicht machen und dass das Thema damit erledigt sei.

An allem bin irgendwie ich schuld. Nun ja, bisher war es so, dass ich einen Tag in der Woche frei hatte und in der Woche verkürzt gearbeitet habe, weil ich nicht wollte, dass die kleine zu lange in der Kita ist. Viel habe ich dank meines Arbeitgebers in Home Office gemacht. Nun hat mich mein Arbeitgeber gefragt, ob ich den einen freien Tag vormittags auch einsteigen könne, an der verkürzten Zeit und home Office würde sich nichts ändern, aber wir haben einige neue Projekte dazu bekommen, einige neue Kunden, die ich mitbetreuen werde, da wäre es gut, wenn ich auch
an dem Tag Vorort wäre, um von Anfang an dabei zu sein.
Mehr Geld gibt es dann natürlich auch. Da unsere Maus auch gerade drei geworden ist, sollte ein Tag mehr Kita ja kein Problem sein, sie geht gerne hin und ich bin ja zeitig wieder da, um sie abzuholen. Morgens bringt sie mein Mann um 7:30 (er fängt erst um 8 an) und ich hole sie um 13 Uhr ab. So weit, so gut. Nur jetzt ist meine Schwiegermutter wieder sauer, weil ich an dem freien Tag ihr im Haushalt etwas zur Hand ging. Sie ist 69 und so einiges kann sie nicht mehr. Sie hat dann die Zeit mit der kleinen verbracht und ich habe ihr mal die Fenster geputzt, auf den Schränken oder die Gardinen zum waschen abgenommen... sowas eben. Das würde jetzt natürlich wegfallen. Das gefällt ihr natürlich nicht. Ich hab es bisher gern gemacht, von zuhause kenne ich es nicht anders, wir helfen einander, aber nach den ganzen Diskussionen der letzten Monate, bin ich irgendwie auch stinkig. Sie fragte dann, ob ich halt am Samstag komme und den Haushalt erledige und ich sagte ihr einfach nein, fragt bitte (meine Schwägerin) sie arbeitet nicht und kann für die Familie und ihre extra Würste sicherlich auch etwas tun. Ich hab einen eigenen Haushalt, ein kleines Kind und einen Job und auch noch meine Eltern/Familie. Ich helfe gern, aber irgendwie bin ich auch angepisst, dass wir hier immer so aufs Korn genommen werden und noch allein die „drecksarbeit“ erledigen dürfen. Nun werde ich abgestempelt, als sei ich die böse neidische Schwiegertochter und das nervt mich. Ich bin gewiss nicht neidisch, aber natürlich wurmt es mich und meinen Mann ja nicht weniger, dass mein Schwager und seine Familie ständig bevorzugt werden und nicht einmal einen Finger krumm machen.
Ich brauche am Wochenende auch mal etwas Ruhe und möchte was mit meiner Familie unternehmen, die Woche ist halt auch recht anstrengend. Mein Mann kommt vor 17 Uhr meist nicht nach Hause, er beteiligt sich zwar auch am Haushalt, klar, aber das meiste bleibt neben der kleinen auch an mir hängen. Ist ja nicht so als würde ich den ganzen Tag „dille dille“ machen.
Mit meinem Mann hatte ich das Thema jetzt schon oft genug und er ist selber so genervt, dass er nicht mal Lust hat seine Eltern zu besuchen. Er meint, es war schon immer so, dass alles was er hatte sein Bruder auch haben musste. Er hat studiert, sein Bruder nicht, das war ein Drama. Er hat sich sein Studium selber finanziert durch diverse Nebenjob (was ja nicht verkehrt ist) weil meine Schwiegereltern es unfäir fanden, ihm für ein Studium was zuzuschießen (was sie definitiv hatten) und seinem Bruder nicht, sein Bruder hat dennoch ständig Geld bekommen, als Trost, weil er ja nicht studieren konnte. Mein Mann wurde dann bestraft, weil er tüchtig war, während mein Schwager der lieber faul zuhause rumhing und erst mit Mitte zwanzig eine Lehre machte, weil er musste, alles in den Allerwertesten geschoben bekam.

Es ist immer so, dass mein Mann quasi bestraft wird, wenn er etwas macht oder erreicht, was sein Bruder nicht hat oder erreichen konnte. Aber mein Mann ist auch vollkommen anders, er macht und packt an. Sein Bruder braucht erstmal eine Motivation, wenn er etwas machen soll. Z.b hatten sich meine Schwiegereltern vor ein paar Jahren ein neues Schlafzimmer gekauft. Das alte musste weg, das neue eingebaut werden. Als sie uns fragten, war klar, dass wir helfen. Ich war schwanger und konnte zu der Zeit eben nur helfen Wäsche auszusortieren bzw in die Kartons einzupacken, meine Schwägerin kam nicht einmal vorbei und kochte mal einen Kaffee oder brachte ein Stück Kuchen. Sie kam dann am Ende, nachdem ich einen Kuchen besorgt hatte und den Tisch gedeckt hatte (sie wohnt gegenüber)... für meinen Schwager gab es als Dankeschön dann einen Umschlag, für meinen Neffen, der drei Teile geschleppt hat auch. Für meinen Mann gab es nichts. Von mir rede ich da gar nicht erst.

Ich bin echt nicht eifersüchtig, ich habe alles was ich brauche, uns geht es soweit gut, als dass ich neidisch sein müsste. Aber es nervt langsam wirklich. Ich/wir haben mich jetzt extrem zurückgezogen, weil wir es so für besser erachten, aber so langsam weiß ich nicht mehr wie ich mich verhalten soll. Ständig steht meine Schwiegermutter vor der Tür und jammert. Mein Mann ist auch ratlos, er sagt ihr selber, sie hat sich die Suppe selber eingebrockt, nun soll sie sie auch selber auslöffeln, aber nichts fruchtet.

Mittlerweile erzählen wir sowieso überhaupt nicht das geringste, aber das macht sie noch fuchsiger. Ich bin schon so weit, dass ich meine Worte nicht mehr Filter, sondern ihr direkt sage, dass mich alles nicht interessiert und sie sich nicht in unsere Sachen einmischen soll.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Das Thema macht uns mürbe!
Habt ihr Ideen oder Ratschläge? Ich glaube wir haben Tomaten auf den Augen.

Irgendwie belastet das alles gerade mächtig. Ich hab auch keine Lust, ständig als neidische, eifersüchtige zicke dargestellt zu werden und möchte einfach nur meine Ruhe. Warum ist es so schwer das zu respektieren und sich aus unseren Finanzen und unserem hab und gut rauszuhalten.

Kennt das jemand? Wie habt ihr das indem griff bekommen?

Danke fürs lesen, ist recht lang geworden, aber schon das „auskotzen“ tat irgendwie richtig gut!

Huhu, ich schreibe jetzt nur kurz, weil es schon spät ist und Dein Text ziemlich lang war :-).

Fühl Dich erstmal gedrückt. Es war nett von Dir, dass Du Deiner Schwiegermutter geholfen hast, aber Zeiten ändern sich und wenn es nicht mehr geht, dann ist das allein Deine Sache. Sie kann ja jemanden dafür bezahlen. Da brauchst Du überhaupt kein schlechtes Gewissen haben.

Zu Deinem Schwager und Schwägerin: Es gibt halt auch nicht so schlaue Menschen. Was sie sagen und fragen ist Eure private Sache. Da haben sie sich rauszuhalten. Beim nächsten Mal würde ich denen sagen, dass sie das gar nichts an geht. Klare Ansagen helfen manchmal.

Haltet durch ihr Lieben!

Danke, für deine Worte. Ich husche mich mal schnell durch die Kommentare. Momentan Hetze ich nur von a nach b.
Es hat auch schon gut getan, dass alles mal raus zu lassen.
Oft überlegt man ja noch, ob man selbst was falsch macht und ist nicht mehr objektiv. Da brauchte ich mal ein Feedback von Außenstehenden... Freunde, restfamilie sind ja nun auch irgendwie parteiisch

Klingt ja echt anstrengend, was da abgeht... Ich glaube, ihr macht es schon richtig. Deutlich sagen, dass ihr auf diese Diskussionen und Einmischungen keine Lust habt und euch vorwiegend um eure Angelegenheiten kümmern.

Du bist nicht verpflichtet, deiner Schwiegermutter weiter im Haushalt zu helfen. Es war nett als es ging, jetzt geht es nicht mehr. Zumindest nicht in der Intensität.

Und das Haus baut ihr natürlich und nehmt keine Rücksicht auf den "armen Bruder". Ihr erarbeitet euch euer Leben selbst, der Bruder und seine Frau haben einen anderen Weg gewählt. Völlig in Ordnung, aber darauf müsst ihr keine Rücksicht nehmen.

Es hört sich auch wirklich nicht so an als würdet ihr Ihnen ständig unter die Nase reiben, was ihr den so tolles habt. Von daher: Ohren auf Durchzug stellen. Mehr wird wohl leider nicht möglich sein. Überzeugen werdet ihr weder den Bruder noch die Schwiegereltern. Aber wenn ihr nicht mitspielt, wird es Ihnen hoffentlich langweilig dauernd das Geld zum Thema zu machen.

Danke auch die für deine Worte😊
Ja, wie ziehen unser Ding auch durch, aber manchmal ist es eben wirklich anstrengend. Wenn man dann so Bandwurm- stresswochen hat und dann noch so reingegrätscht wird, läuft man über und weiß nicht mehr genau, ob es gerechtfertigt ist.😵

Oje, das klingt schwierig- ich finde ihr macht alles richtig und dennoch könnt ihr der Schwiegerfamilie nichts recht machen. Mir würde auch das angeben und aufrechnen gegen den Strich gehen. Leider habe ich die Erfahrung gemacht das wenn Menschen neidisch sind (und so scheint mir das bei Bruder und Schwägerin) nichts hilft. Auch wenn man bescheiden, freundlich, hilfsbereit und sachlich bleibt der Neid ist da.. Von daher war die Eskalation gut um den Schwiegereltern auch mal Eure Grenzen und Bedürfnisse aufzuzeigen. Oder werdet direkter: , eben weil wir Euch nicht finanziell auf der Tasche liegen wollen und das Haus selbst finanzieren gehe ich jetzt am Mittwoch arbeiten. Da versteht ihr sicherlich, das ich nicht mehr im Haushalt helfen kann vor allem weil ich nicht will das in der Bauphase alles an meinem Mann hängen bleibt. Aber gerne kann die Kleinen weiter zu Euch kommen, das würde sie sehr freuen und uns auch entlasten. Wenn das Haus fertig ist stehen ja wieder ruhigere Zeiten an. Alles Gute Euch!

Ja, klare Ansagen machen wir ja. Es geht euch nichts an, was wir mit unserem Geld machen, ist für mich eigentlich schon sehr deutlich. Aber manchmal weiß man wirklich nicht, ob man Klartext redet oder selber falsche Signale sendet. Ist nicht so leicht.
Ja, Missgunst ist glaub ich schon ein großes Thema oder zumindest, wobei ich nicht verstehe warum. Aber letztlich muss es für mich ja nicht logisch sein. Es ist ja trotzdem so. Im Grunde haben mein Schwager und seine Familie ja ein bomben leben. Leben mietfrei im alten Haus meiner Schwiegereltern, bekommen regelmäßige finanzielle Zuschüsse... ich weiß nicht, was es da noch zu beneiden gäbe. Es ist aber manchmal schwer was zu sagen, ohne dass man gleich selbst als Neidhammel dasteht. Danke für deine Worte, manchmal muss es einfach raus

Ich habe da schon öfter in Familien gesehen das einem Geschwisterteil der Hintern hinterher getragen wurde und dem anderen Geschwisterteil nichts gegeben wurde da es ja alles „alleine schafft“. Komischerweise war es auch so das die nicht beschenkte Seite auch oft mehr geholfen hat (wie bei euch).

Ich finde auch klare Worte gut. Ich finde es nett das Du Schwiegermutter geholfen hast - aber Du musst das nicht tun. Sie kann auch die geldlich begünstigte nicht-arbeitende Schwägerin fragen oder eine Putzhilfe bezahlen. Überhaupt: Du hast ein kleines Kind und einen Job im Gegensatz zur Schwägerin mit 24-jährigem Sohn und Hausfrau - eigentlich sollte es sich von selbst verstehen das die Schwägerin eher Schwiegermutter hilft. Zumal sie noch Zuwendungen von Schwiegerseite bekommt und Du/ihr nicht.

Neben der dauerhaften Ungerechtigkeit (und mir würde es da nicht ums Geld gehen sondern um die Geste - der eine bekommt und der andere nicht) würde ich weiter klar kommunizieren was ihr für die Schwiegis leisten wollt und was nicht. Ich glaube das bekommt ihr schon ganz gut hin.

Ansonsten immer im Kopf behalten: Eigenständigkeit und Unabhängigkeit machen meist glücklicher -da selbst erarbeitet- und wiegen viel mehr als ein paar zugesteckte Euros.

Du hast recht um‘s Geld geht es tatsächlich überhaupt nicht. Klar ist da schon eine Ungerechtigkeit, aber da wir selbst gut für uns sorgen können, ist es nicht mal nennenswert. Meine Eltern haben meinen Bruder während seines Studiums auch etwas finanziell unterstützt, ich selber hab mir das Studium z.b selber finanziert. Aber ich fand es vollkommen ok, sein Studium war teurer... auch wenn er einen großen Teil selbst finanziert hat, war es ganz schön, dass er ein kleinen Bonus bekam... dafür hat er z.b immer auf Weihnachtsgeschenke und Geburtstagsgeschenke verzichtet, weil er meinte er würde schon genug unterstützt werden. Wir hätten nie ein Problem damit gehabt, wenn er dennoch was bekommen hätte um Himmels Willen, so missgünstig kann nicht gut sein, aber allein diese Haltung/Gäste zeigt uns, eine gewisse Wertschätzung der Familie gegenüber.
Ach manchmal ist es einfach kompliziert. Momentan ist es einfach nur anstrengend. Danke für deine Worte, es hilft oft, wenn man auf Kurs bleibt

Ich würde mich deutlich von allen distanzieren, das grad bei deiner schmutter einiges im argen liegt, sieht man schon wenn sie meint haus bauen geht nicht, weil der bruder sonst traurig ist, gehts noch? Echt schräg..

Irgendwie schon 🤦🏻‍♀️
Danke

Puuuuuh.....da hilft nur drastischer Rückzug! Unter den Voraussetzungen hätte ich öfter mal keine Zeit. Geld scheint ja nicht das Problem zu sein, kann SM sich ja eine Putzfee besorgen für 1 x pro Woche. Oder sie fragt ihre andere Schwiegertochter.
Nee, mir wäre das zu nervig, ich würde mich distanzieren. Alles Gute!

Am Versuch soll es nicht liegen, aber je weiter wir versuchen uns zu distanzieren, desto mehr rücken sie auf die Pelle... und einfach rausschmeißen oder direkt sagen, dass wir lieber weniger Kontakt hätten, hab ich mich einfach nicht getraut. Irgendwie ist da immer diese Grenze, über die wir nicht gehen wollten. Aber die Situation wird untragbar

Das nenne ich aber schon emotionale Erpressung. Und bauen oder kaufen würde ich an euer Stelle nicht in der Nähe der Schwiegerfamilie, soweit es machbar ist. Ganz ehrlich, deine faule Schwägerin kann euer Schwiegermutter sehr gerne unter die Arme greifen.

Neidische Familienangehörige habe ich leider auch. Nur zu denen habe ich keinen Kontakt mehr. Weil ich mich nicht mehr ausnutzen lasse.

LG Hinzwife

Danke für deine Worte. Wie erging es euch dabei? War von heute auf morgen einfach die Tür zu oder schleichend? Haben sie weiterhin versucht sich in euer Leben zu drängen?
Gänzlicher Abbruch, ich weiß nicht, ob ich mich das trauen würde. Es ist die Familie meines Mannes, auch wenn sie wirklich anstrengend sind, ich bin da etwas unsicher. Ich kenne das von meiner Seite nicht. Es fällt mir schwer, wenn Familie so miteinander umgeht, vielleicht bin ich in dem Punkt zu naiv, aber so geht es definitiv nicht weiter.
Das Haus wird zwei Orte weiter gebaut, bzw wir leben schon hier... meine Schwiegereltern leben 20 Kilometer weiter weg, dass war schon damals von meinem Mann bewusst so gewollt, obwohl wir beide aus der selben Ortschaft kommen (seit der Mittelstufe ein paar😂)

Nein, dass kam schleichend. Und wenn man zum Familienmitglied sagte, man macht es nicht, weil keine Zeit. Dann wurde herumgenörgelt, dass man doch mal zeitlich zurücksteckend kann, was bei mir definitiv nicht ging, da ich neben meiner eigenen Familie noch selber einen Betreuungs- bzw. Pflegefall (mein jüngster Sohn) hatte, wo man zeitlich sehr eingebunden ist. Bis es dann wirklich so war, dass man von mir verlangt hatte (keine Bitte mehr), mich weniger um meine eigene Familie zu kümmern und meine eigenen Belange nach hinten zu stellen hatte. Und da ist bei mir zappenduster. So was brauche ich nicht. Ich will jetzt nicht weiter ins Detail eingehen..

Du könntest von meinen Schwiegereltern sprechen! Die kommen bei UNS zu Besuch und überreichen meinem Schwanger und seiner Freundin dicke Umschläge, futtern sich bei uns voll und für uns gibt es nichts (weil wir so reich seien). Meine Schwiegermutter fragt dann noch nach ihrem Geschenk von uns und sagt, dass wir ihr ja auch mal eine Kreuzfahrt bezahlen könnten (kein Scherz!!).

Ich kann dir nur den Tipp geben: Bringe es mit Würde zu Ende.

Irgendwie kommen mir solche Sätze sehr vertraut vor. Mein Schwager lebt mit seiner Familie im „alten“ Haus meiner Schwiegereltern, sie haben vor einigen Jahren selber gebaut, bzw Kernsaniert/angebaut/erweitert... jedenfalls müsste mal die Heizung neu gemacht werden und die fenster und generell so ziemlich alles, weil das Haus aus den 50ern natürlich langsam extrem Renovierungsbedürftig ist... das sollten wir alles bezahlen, weil, es wäre später ja auch mal unser Erbe und wir wären dann ja auch dann dafür zuständig, warum also so lange warten, lieber jetzt das Haus sanieren. Da hat mein Mann nur gelacht und gefragt, wer denn später in dem Haus leben würde, wenn es ja das Erbe für beide wäre... da meinte meine Schwiegermutter na wir, sein Bruder könnte dann ja das „neue“ Haus bekommen😂 dann meinte mein Mann, sein Bruder könnte das Haus ja genauso gut renovieren und dafür das Geld nehmen, dass er sich spart, weil er keine Miete zahlt. Da haben sie sparsam geguckt. War natürlich keine so gute Idee. Alles irgendwie nicht sonderlich logisch...
Ich frage nicht wirklich, wieviel würde noch geht

Das geht echt gar nicht, kann deinen Unmut total verstehen. Ich finde, dass du bereits richtig reagiert hast! Du kannst solche Menschen nicht ändern, nur deine Sichtweise. Und das hast du bereits... Dass es trotzdem schade ist, kann ich verstehen 😒 Alles Gute euch ❤️

Danke für deine Worte, es stimmt, ändern werden wir sie nicht mehr. Aber verhindern, dass wir noch mehr Unheil zuhause erleben. Irgendwas ist ja immer, das nervt soooo

Kontakt runterfahren. Dann können sich alle beteiligten überlegen ob man wie eine normale Familie miteinander umgeht oder es ganz lassen

Das werden wir als letzte Maßnahme tatsächlich machen und sehen wie es läuft, wenn das nicht fechtet überlasse ich meinem Mann wie er damit umgehen möchte, ich zieh mich da raus und möchte nichtmetrisches so viel Kontakt

Was mich fassungslos macht, ist die Tatsache, dass Du deiner Schwiegermutter bisher im Haushalt geholfen hast und ihr jetzt als Ersatz die andere Schwiegertochter vorschlägst. Offensichtlich finden das auch die anderen "Urbianerinnen" selbstverständlich. Macht Dein Mann denn auch den Haushalt Deiner Mutter? Oder kümmert sich sein Bruder um Haus und Hof seiner Schwiegermutter?

Ja, ich hab meine Schwägerin genannt, weil sie von uns allen am wenigsten macht. Mein Schwager arbeitet zumindest, sie hätte von allen „Kindern“ am meisten Zeit, vor allem weil sie gegenüber wohnt. Da könnte sie schon, wenn sie wollte einmal die Woche drei Stunden helfen. Mein Mann tut tatsächlich auch viel für meine Eltern. Er fährt meine Mutter mal zum Arzt, wenn sie nicht kann und er Zeit hat, weil er berufsbedingt oft mal weg ist, dann aber ein paar Tage zuhause ist... dann müssen wir Kinder und mein Vater beruflich nicht rangieren, wenn es so leichter geht und er Zeit hat. Oder hilft wenn mal was repariert werden muss oder hilft meinem Vater, wenn die Hecke geschnitten werden muss etc. Da muss ich sagen ist mein Mann ein toller Schwiegersohn, meine Eltern lieben ihn wie einen Sohn. Allgemein helfen wir uns gegenseitig viel. Jeder wo seine Stärken liegen. Für mich ist es normal, wenn wir unseren Eltern zur Hand gehen, meist fallen uns gewisse Dinger ja noch leichter, als im Alter. Unsere Eltern haben ja auch viel für uns getan, irgendwo finde ich es schön, wenn man etwas zurück geben kann. Ich habe selbst schon die Eltern meiner Schwägerin (Frau meines Bruders) zu Ärzten gefahren, weil ich Zeit hatte und meine Schwägerin sich extra umständlich frei nehmen müsste. Ich kenne ihre Eltern von Familienfesten, wenn meine Nichten Geburtstag haben... da Geld ich gerne. wir gehen alle respektvoll und dankbar miteinander um. Meine Schwiegermutter nicht. Sie ist nicht dankbar, sie meckert noch, dass es nicht reicht. Es ist immer nicht genug. Das ist nicht, sich gegenseitig helfen, sondern nur nehmen. Mein Schwager und seine Familie leben in dem alten Haus meiner Schwiegereltern, mietfrei. Meine Schwägerin arbeitet nicht und wird finanziell noch unterstützt, da finde ich es persönlich nicht zu viel verlangt, wenn sie bei den Schwiegereltern, die ihr Leben finanzieren auch mal die Fenster putzt oder ein bisschen mithilft. Aber das ist nur meine Meinung, es ist keiner verpflichtet, ich sagte es eben nur aus diesem Grund und weil ich etwas genervt war, dass bevor sie auch mal „in Anspruch“ genommen wir, ich noch auf dem Samstag die Arbeiten erledigen sollte.

Lass Dir deshalb bitte keine grauen Haare wachsen. Mein Mann und ich teilen das Schicksal jeweils das "benachteiligte" Geschwisterkind zu sein. Das ist schon anstrengend auszuhalten, aber das Schlimmste ist für mich dieses Desinteresse. Und bei mir hört der Spaß auf, seitdem wir Eltern sind. Unser Kind wird in allem nicht so sehr beschenkt, wie die anderen 2. Sowohl materiell, als auch mit Zeit.
Für mich gibt es da nur ein Fazit. Abgrenzung.
Ich bin wenig initiativ dort hinzufahren, weil ich keine Lust habe zu sehen, wie Oma alles tut, nur nicht Zeit mut unserer Tochter verbringt, mir dann aber erzählt, was sie den anderen gekauft hat und wie oft sie da war, um babyzusitten. Hat sie in 2,5 Jahren nicht 1 Mal und das, obwohl ich schwer krank war.
(Schwieger)Familie kann man sich nicht aussuchen. Wohl aber wieviel Lebenszeit ich mit ihnen verbringe und wieviel Nerven dabei draufgehen.
Grenzt Euch ab, verbringt Eure Lebenszeit mit Menschen, die Euch wertschätzen und gut tun.
Alles Gute!

Ja, dass verstehe ich. Unsere Tochter ist noch „klein“ sie merkt davon ja noch nicht viel. Aber das wird sie dann gewiss, wenn sie älter wird in spätestens dann würde es mich auch stören, wenn sie es mitbekommt. Da weiß ich es tatsächlich noch nicht genau, wie ich damit umgehen sollte. Eigentlich versuchen wir sie schon dazu zu erziehen, dass man sich nicht davon abhängig macht, was man bekommt oder nicht und es nicht wichtig ist zu vergleichen, was andere bekommen... aber für ein Kind sieht es wahrscheinlich anders aus, als für uns. Hmmm, müsste ich mir mal Gedanken machen. Bei meinen Eltern ist es ziemlich gleich, da bekommen alle Enkelkinder gleich, da kann ich keine Schlüsse ziehen und der Vergleich würde fehlen. Aber du hast gewiss recht, dass es für ein Kind gefühlt immer ungerecht ist, dagegen hätte ich als Mutter (auch wenn ich es heute besser weiß) etwas dagegen. 😱 das sind ja wirklich Ärgernisse... ein Teufelskreis

Was ein Roman 🙄

Wenn dir so viele zusammenhängende Wörter zuviel sind, wieso liest du sie dann? Oder soll sein Beitrag irgendeinen Sinn ergeben?🤔

Hab es nicht komplett gelesen. Sorry.
Kann ich nix dazu sagen. Da sind so viele Wertungen drin. Leute, die sich in Sachen einmischen, die gar nicht ihre Angelegenheiten sind.

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