Schwiegerfamilie

    • (1) 21.06.19 - 08:28
      AnonymchenDiin

      Hallo ihr Lieben,

      ich habe hier schon viele Situationen über die "liebe" Schwiegerfamilie während meiner Schwangerschaft gelesen und mir jedes mal innerlich gewünscht: Hoffentlich wird es mir nicht auch so ergehen.
      Ich bin seit 3 Monaten Mutter und was soll ich sagen -ich könnte im Strahl brechen.

      Ich fang mal beim Ende der Schwangerschaft an.

      Meine Schwiegermutter grabschte mir jedes Mal so unangenehm fest den Babybauch ohne zu fragen, dass ich ihr jedes Mal die Hand wegdrücken musste und ihr sagen musste, wie weh das doch tut. Mein Mann hat ihr auch mehrfach gesagt, dass sie es lassen soll. Als Antwort bekamen wir nur, dass das Baby immer schläft, wenn sie da ist und sie den Kleinen doch spüren möchte.
      Ich hab ihr gesagt, dass sie mich bedrängt und ich nicht möchte, dass sie immer meinen Bauch begrabbelt. Ich hab ihr gesagt wie ich mich damit fühle. Sie hat es eiskalt ignoriert. Die Besuche bei der Schwiegerfamilie nahmen da schon ab, weil ich mich immer so belagert fühlte...

      Der Kleine kam 15 Tage vor ET zur Welt. Der Weg dorthin war einfach nur ein Kampf. Ich hatte 5 Tage lang heftige Geburtswehen. Der Muttermund war aber verkrampft, sodass er sich nicht öffnen konnte. In der Zeit habe ich weder geschlafen, konnte kaum trinken noch essen. Ich war einfach fix und fertig. Mein Mann hat sich Urlaub für mich genommen, um mich zu unterstützen, ich musste die Wehen immer veratmen. Ich bin auch so unendlich dankbar, dass er für mich da war und ist. Nach den 5 Tagen Wehen bekam ich endlich eine PDA und 12 Stunden später nach weiteren PDA Nachdosierungen und Wehencocktail kam unser kleiner Sonnenschein zur Welt. Es war der schönste Moment. Mein Mann und ich lagen uns in den Armen und weinten. Ich durfte mir den Kleinen selbst auf die Brust legen. Ich hatte keine Geburtsverletzungen und war deshalb auch so positiv und voller Gefühle, dass ich unser Glück mit der Schwiegerfamilie teilen wollte. Die Schwiegereltern kamen auch am selben Tag. Und nun beginnt das Dilemma. Meine SM ist so enttäuscht von mir, dass ich ihr meinen (nur ein paar Stunden alten) Sohn nicht auf den Arm gebe. Ich darf mir bis heute noch anhören, dass das ein Trauma bei ihr ausgelöst hat.
      Nach 2 Tagen KH Aufenthalt wurde ich entlassen. Meine Schwiegerfamilie rief jeden Tag an, um zu wissen, was der Kleine neues kann. Ob wir was brauchen, ob sie den Kleinen sehen können, ob sie Klamotten vorbei bringen sollen. Ich dachte erst, dass das einfach nett ist. Zu Beginn habe ich zugestimmt, dass sie gerne mal vorbei kommen können. Ich dachte, sie begucken sich den Kleinen einfach und man kann sich einfach bei einem Stück Kuchen unterhalten. Nichts da. Sobald unsere Tür auf aufging, wurden wir ignoriert und es wurde sich direkt auf den Kleinen gestürzt. Es wurde gemeckert, was er denn an hat, er braucht noch Möhrensaft, andere Windeln, er ist zu warm eingepackt, zu kalt, wir sollen ihm Antibiotika geben, da sein Auge ein wenig verklebt war, sollen ihm Medikamente geben, gegen Bauchschmerzen usw usw. Es wurde direkt übegriffig gehandelt, ohne uns einzubeziehen. Ich musste mich jedes Mal für alles rechtfertigen und habe auch die Worte meiner Hebamme einbezogen, dass alles richtig ist, was wir machen. Ich habe mich immer so gefühlt, als ob wir schlechte Eltern seien. Hinzu kommt, ich konnte den Kleinen nicht abgeben. Mir wird vorgeworfen, es ist ein Machtgehabe von mir, dass ich den Kleinen nicht abgebe. Ich habe meiner Schwiegerfamilie versucht zu erklären, dass dies die Mutterinstikte sind. Dass ich mich von Ihnen bedrängt fühle und ich Abstand brauche. Alles wurde ignoriert. Das Bedrängen wurde immer mehr. Jeden Tag kamen mehr und mehr ungefragte Ratschläge. Ich soll den Kleinen für 2 Stunden abgeben, ich soll, wenn ich Muttermilch abpump (stillen hat leider nicjt geklappt), in mein Schlafzimmer gehen, damit die SM allein mit ihrem Enkel sein kann, ich soll dies und das und jenes. Mein Mann hat auch versucht die Wogen zu glätten und versucht Abstand einzuräumen. Das wurde komplett ignoriert. Er ist ja der Jüngste und wenn man zum ersten Mal Eltern wird ist man ja eh dumm und naiv. Schrecklich, dass wir uns das anhören müssen. Wir haben mehrere Male das Gespräch gesucht, gesagt, dass wir uns bedrängt und eingeengt fühlen, sogar gesagt, wir fühlen uns wie im einer Zwangsjacke, all das kam nicht an. Im Gegenteil, ich sei eine Helikopter Mutter, wüsste nicht was Familie ist und wie Familie sich anfühlt und hätte kein Urvertrauen. Jedes mal, wenn mein Mann seine Familie sieht (wohnen nur 3 Minuten Fußweg von uns entfernt) muss er sich anhören "na wie geht es deiner Frau und ihrem Baby". Sie verstehen einfach nicht, dass wir unsere Ruhe haben wollen. Kommen unangekündigt zu uns, klopfen so lange an Fenster und Türen bis wir aufmachen. Ich fühle mich schon richtig unwohl zu Hause. Mein Mann steht total hinter uns, ist aber mit der ganzen Situation überfordert und weiß auch nicht weiter. Ich habe mir sogar extra Hilfe bei einer Familientherapeutin geholt und dies auch seiner Familie gesagt. Die haben das nur belächelt und gesagt, dass sie uns die falsche Meinung aufbinden usw usw. Die Therapeutin sagte, das einzige, was sie uns noch empfehlen kann, ist räumliche Trennung, da wir schon wirklich so viel versucht haben. Ich möchte ja auch, dass mein Sohn seine Großeltern kennt und deshalb versuche ich auch sie mal zu besuchen, wenn wir uns bereit dazu fühlen. Aber selbst dann, darf mein Mann sich immer was anhören, sobald ich den Tisch verlasse "fass das Kind nicht an, das gehört der XY" usw. Mein Mann leidet sehr unter dieser Situation, da wir vorher ein super Verhältnis hatten. Ich habe das Gefühl, alles was wir als eltern machen, ist falsch und nur bei denen sei unser Baby richtig aufgehoben.Unsere Hebamme ist so zufrieden mit dem Kleinen und mit uns. Sie sagt, sie kommt immer so gerne zu uns, weil sie sieht wie viel Freude wir mit dem Kleinen haben. Sie kann die Schwiegerfamilie nicht verstehen. Ganz im Gegenteil. Sie sagt immer, dass die doch stolz und froh sein könnten, dass der Kleine so ein schönes zufriedenes Leben hat.

      Übersehe ich Etwas? Habt ihr einen Tipp für mich? Mein Mann ist bald auf einem Lehrgang und dann für 4 Monate nur am Wochenende da, deshalb klappt es mit dem Umzug vorerst nicht.

      Danke!

      • Hallo,

        oh je. Ich glaube, da ist schon einiges verkrampft angegangen worden, von beiden Seiten.
        Ich bin jetzt seit knapp 5 Jahren Oma. Auch mich hat es zunächst mal in eine tiefe Krise gestürzt (um mal die andere Seite zu hören). Ich war ebenfalls eifersüchtig, wollte mich ein wenig mit einbringen, aber habe dann schnell kapiert, dass das nicht erwünscht ist und mich dann auch zurückgehalten.
        Was bei uns allerdings nie der Fall war, war, dass ich - wenn zu Besuch - die Kleine nicht mal auf den Arm bekam. Glaub mir, das hat vieles einfacher gemacht. Man könnte halt platzen vor Stolz und will ja auch irgendwie eine kleine Bindung bekommen. Auch im Krankenhaus hat meine Schwieto sie mir einmal auf den Arm gegeben, das Gefühl ist halt nun mal auch als Oma einzigartig.

        In dem Fall von Antibiotikagabe, ect, würde ich antworten: Das bespreche ICH mit meinem Kinderarzt.
        Sag ihnen auch ganz klar, es ist Dein erstes Kind, und DU allein bestimmst, was das Kind anzieht, wie es angezogen wird, welche Windeln zu verwendest, ect. Zur Not noch einmal an einen gemeinsamen Tisch und miteinander reden.

        Bleib konsequent, aber versuch auch die andere Seite ein wenig mit einzubeziehen.
        Räumliche Trennung ist nie verkehrt, wird aber das Problem nicht ganz lösen. Und vielleicht bist Du irgendwann froh, Großeltern zu haben.

        Ich muss rückwirkend jetzt nach 5 Jahren sagen: Oft habe ich zu empfindlich reagiert, oft die Eltern, aber wenn man von beiden Seiten aus einen Weg sucht, dann kann es sehr gut klappen. Was war ich eifersüchtig auf die andere Oma - also Mutter meiner Schwieto - heute haben wir uns zusammengerauft, und sind wirklich als Familie zusammengewachsen.

        Ich hoffe, bei Dir klappts auch :)

        lg
        Maria

        • (3) 21.06.19 - 09:23

          Ich kann die Andere Seite sehr gut verstehen. Deshalb versuche ich auch jedes Mal wieder auf sie zu zugehen. Und klar, sie bekommt ihren Enkel jedes Mal, wenn wir uns sehen auf den Arm. Nur halt im Krankenhaus nicht. Wie gesagt, da war er erst ein paar Stunden alt. Sie lässt uns nur keine Zeit anzukommen, wenn wir sie besuchen. Nimmt ihn direkt ungefragt aus dem Kinderwagen. Das engt mich ein. Meine Familie wohnt knapp 400 km weit entfernt und sieht den Kleinen dadurch sehr selten. Und meine Familie gibt mir, wenn ich sie Besuche, den Abstand den wir brauchen.

          Ich finde auch, dass es sehr eingefahren ist. Ich denke, hätten wir von Anfang an ein wenig Abstand gehabt den gesucht hatten, dann wäre das nicht so ausgeartet.

          Gestern war sie auch zu Besuch. Da fragt sie erstmal wo dss Spielzeug von ihr ist und sucht überall in seinen Schränken danach. So bald der Kleine wach ist und einen Mucks von sich gibt, rast sie zu ihm hin und hält ihm Spielzeug ins Gesicht oder die Kamera, um ihn zu filmen. Ich weiß, dass ist das Oma Glück. Sie übertreibt es leider nur. Auch beim Wickeln steht sie ständig daneben und kontrolliert jeden meiner Handgriffe. Privatsphäre Fehlanzeige. Zum Milch abpumpen bin ich dann mit dem Kleinen ins Schlafzimmer, wir kuscheln während dessen immer, da das Stillen nicht klappt. Prompt fängt das Getuschel wieder an "warum nimmt sie ihn mir jetzt wieder weg, was soll er denn dabei" usw. Schrecklich. Es macht mir einfach keine Freude, wenn ich weiß, die Schwiegereltern kommen wieder zu Besuch. Für mich ist das nur Stress. Selbst die Milchbildung ist deshalb zurück gegangen. Als wir 2 Wochen keinen Kontakt hatten, hatte ich den besten Milchfluss seit der Geburt des Kleinen. Dann erzähle ich meiner SM, dass dieser Abstand mir so gut getan hat und wir uns ja 2 x im Monat fest sehen können und was passiert? Ignoranz. Ost ihr komplett egal. Selbst die Konsequenz, dass der Kleine weniger Muttermilch und dafür Pre Nahrung bekommt (wovon er Blähungen bekommt) ist ihr egal. Sie überhört das ganz gekonnt. Sie meint, ich soll meinem Mann zur Liebe über meinen Schatten springen. :/
          Es ist alles so nervig und so überflüssig, wenn sie uns einfach mehr Raum geben würden.

          • Respekt, dass du trotz des ganzen Theaters das mit dem Milch-Abpumpen durchziehst! Ich musste "nur" drei Wochen abpumpen, während mein Kind noch auf der Kinderintensiv lag. Ich fand das Abpumpen super anstrengend und unangenehm. Dass die Schwiegereltern dir da zu allem Überfluss noch ein schlechtes Gewissen einreden, ist echt krass.
            Auch die emotionale Erpressung, dass du deinem Mann zuliebe über deinen Schatten springen sollst, geht gar nicht.

        So ganz verstehe ich das immer nicht...
        Ihr Omas seid doch irgendwann einmal auch alle zum ersten Mal Mama geworden. Wie erging es euch damals dabei? Habt ihr euer Baby sofort aus den Händen geben wollen?
        Ich kann beide Seiten verstehen...
        Aber wieso kann man den frisch gebackenen Eltern nach der Geburt nicht ein wenig Raum für sich lassen, ohne dabei gleich beleidigt zu sein?!
        Die TE schreibt ihre SM hätte ein Trauma weil sie das paar Stunden alte Baby nicht gleich halten dürfte. Sorry, aber dann hat die SM in meinen Augen nen Knall!
        Wir haben damals bewusst ein paar Stunden nach der Geburt unsere Eltern ins Krankenhaus kommen lassen. Mein Kleiner hat dabei stillend an meiner Brust geschlafen (ich lag oben ohne da, hatte nur ein Handtuch darüber). Meine Schwiegermutter war die einzigste, die her kam, dem Kleinen am Kopf und mir an der Brust rum tätschelte. Mein Schwiegervater bat sie mehrmals sie solle das jetzt lassen. Hat sie nicht interessiert, sie hat ihn dabei noch angefahren das jetzt eben ihren Enkel anschauen möchte.
        Peinlich war das!
        Auch weil wir nicht allein im Zimmer waren und die anderen alles mitbekommen haben.
        Muss man sich als Oma also so aufführen???
        Auch wenn man so stolz ist???
        Wie gesagt, ich verstehe das Oma und Opa auch wollen, und das ist auch toll so. Aber das so viele dabei (vor allem am Anfang) recht übergriffig werden, verstehe ich nicht.
        Von den Schwiegertöchtern erwartet man Verständnis für die Großeltern, aber im Gegenzug sollte eben auch Verständnis vorhanden sein.

        An die TE:
        Ich würde erst einmal mit den Schwiegereltern und deinem Mann zusammen noch mal das Gespräch suchen.
        Vielleicht müsst ihr mal etwas deutlicher werden. Sollte das nicht fruchten, muss man halt manchmal Grenzen ziehen.

        Alles Gute!

        • Ok ich habe gerade deinen zweiten Beitrag gelesen. Ganz ehrlich, da musst du mal mehr als deutlich werden.
          Wäre es meine Schwiegermutter, würde ich den Kontakt wohl erst mal auf das nötigste reduzieren, wenn überhaupt.
          Ich hatte eine Zeit lang auch mal keinen Kontakt zu meinen Schwiegereltern, da war der Kleine um die 4-6 Monate alt.
          Mir ging es besser damit. Auch jetzt nur das nötigste, man ist höflich zu einander und gut ist! Mehr funktioniert einfach nicht

      Was trägt denn Dein Mann zur Entspannung der Situation bei?
      Er muss da halt richtig ran, da mal für geordnete Verhältnisse zu sorgen, wenn man Dich nicht ernst nimmt.

      Als allererstes würde ich Besuchern der SchwieFamilie KONSEQUENT nur dann die Tür öffnen, wenn Dein Mann zuhause ist. Damit müsste der Großteil der Woche gerettet sein, wenn er arbeiten geht.

Wow, das ist ja die Superlative.

Mir wäre schon längst der Kragen geplatzt und ich hätte sie rausgeworfen mit dem Zusatz, dass sie gerne wieder kommen dürfen, wenn sie euch Eltern als vollwertige Erwachsene akzeptieren, die selber wissen was ihr Baby braucht oder nicht.

Ihr habt mehrfach versucht im Guten mit ihnen darüber zu sprechen.
Es wurde nicht gehört und sogar noch belächelt.
Daher empfinde ich den Rauswurf als klare Grenze,wenn sie es anders nicht verstehen.
Eine andere Wahl bleibt wohl kaum um endlich Ruhe zu haben.
Mit etwas Glück kriegen sie sich ein.

  • (9) 21.06.19 - 18:33

    Wir sind ein paar Monate und ein paar Schritte weiter als Du. Es hat einmal geknallt und jetzt geht es grad so mit anderen Themen weiter. Lernkurve nicht vorhanden bei den Schwiegertigern.
    Wir ziehen mega deutlich Grenzen gerade, verbeien uns das "abtun" von Kritik und nehmen das Kind aus der Situation wenn wir überhört werden.
    Und wir setzen sie konsequent für den Tag vor die Tür wenns nicht läuft.

    Du musst deutlicher werden und bestimmter.

Ach du Arme!
Ganz ehrlich, da wäre bei mir auch Sendepause. Das hat für mich nichts mehr mit Familenleben und normaler Vernarrtheit der Großeltern zu tun.
Mach eine letzte Ansage, dass ihr euch gerne einmal pro Woche treffen könnt, du aber den Besuch sofort abbrichst, wenn sie euch nicht erstnehmen und die Situationen so abdriften. Und dann hart bleiben: besuch du sie bei ihnen zu Hause, sobald es dir unangenehm wird kannst du das Kind einpacken und gehen (uns ich würde das bei der ersten Stichelei in Richtung "das ist ja nur xy's Kind wir dürfen ja gar nichts machen" tun). Wenn sie uneingeladen zu euch kommen hart bleiben und nicht aufmachen. Wenn sie meckern, dass ihnen Besuche einmal die Woche zu wenig sind, auf alle zwei Wochen reduzieren.
Klingt alles blöd und nach Machtspielchen- wäre für mich aber reine Notwehr. Ihr habt es bereits mit friedlichen Gesprächen versucht. Eine andere Chance (außer 200 km wegziehen) siehe ich nicht.
Alles gute!

  • (13) 24.06.19 - 18:22

    Wir wohnen 700km weg. Hilft auch nicht wenn sie einfallen. Weil bei solchen Strecken bleiben sie mehrere Tage.

Oh wow- ihr Armen. Ihr tut mir wirklich leid. also ganz ehrlich, da wäre mir schon die Hutschnur geplatzt. Ich seh auch keine andere Möglichkeit, als sie wenn sowas wieder passiert rauszuschmeißen. Bisher wissen sie offensichtlich noch, wie sie zu ihrem Willen kommen. (Einfach ignorieren und aussitzen)
Ihr habt ja schon wirklich alles diplomatische versucht, dann hilft echt nur noch der Holzhammer.
Ich verstehe auch beide Seiten, aber ihr seid ja wirklich nicht von der Sorte böser Sohn/ böse Schwiegertochter. Gut dass dein Mann hinter dir steht. Dagegen ist es ja bei uns echt harmlos.
Alles Gute!!!

Gefühlt ist hier jeder zweite Thread von Müttern die weder den Mumm noch die "Eier" haben ihre Meinung so zu vertreten dass die andere Seite es kapiert. Gepaart mit Männern die auch nicht deutlich werden können.

  • Na die Antwort ist ja ungefähr so hilfreich wie ein Kommentar in einem Computer-Forum, dass dort gefühlt jeder zweite Fragesteller nicht in der Lage ist einen Laptop zu bedienen 😉

Die Botschaft kann noch so klar sein, wenn der Empfänger blockt, bist Du machtlos. Meine SM kennt genau zwei Stadien: Ignoranz oder Eskalation - dazwischen gibt es nichts. Und es ist nicht nur ein Problem, was ich/wir mit ihr haben, sie hat die halbe Familie schon vor Gericht gezerrt, hat auf jedem Geburtstag zu 80% andere Leute eingeladen, weil sie sich mit dem Rest verkracht hat und die ihr alle ganz furchtbares angetan haben, hängt Verschwörungstheorien nach, will immer eine Extrawurst...
Man kann ja nun nicht immer davon ausgehen, dass Deinem Gegenüber an einem konstruktiven Miteinander gelegen ist, wie einem selbst - und man kann sich weder die eigene, noch die angeheiratete Verwandtschaft aussuchen.

  • Wenn alles nicht fruchtet muss man Konsequenzen ziehen. Weniger Kontakt/ Kontakt nur hier oder dort/ oder was auch immer.
    Ich glaube der erste Schritt ist aus der opferrolle raus zukommen.

    • Ja, absolut. Mittlerweile bin ich da auch deutlich schmerzbefreiter, also eigentlich komplett schmerzbefreit. Aber an diesen Punkt musst Du auch erstmal kommen. Denn wenn Du mit "die Familie hält zusammen" und "mit Gesprächen kann man Probleme lösen, weil ja alle an einer Lösung interessiert sind" aufwächst, bist Du natürlich kompromissbereit, grade mit Kind, das soll ja Großeltern haben, du willst nicht die böse Schwiegertochter sein etc.pp.
      Und eigentlich ist es ein nobles Kennzeichen, den Fehler erstmal bei sich zu suchen und andere Kommunikationswege zu eruieren.

Hallo
Erst mal Glückwunsch zur Geburt 😊
Och man das ist echt nicht schön.

Was ist wenn du sie mal mit den getuschelt Konfrontierst?
Wenn es wieder heißt es ist ihr Kind nicht anfassen - sagst du ja es ist mein Kind und was ist euer Problem?

Ich meine die Schwiegereltern hatten doch ihre Chance selber Eltern zu sein und jetzt seid ihr dran. Punkt aus.

Du bist die Mutter und wenn du dich selber nicht gegen die wehren kannst wie willst du später dein Kind vor den beschützen?

  • (22) 21.06.19 - 11:29

    Das doofe ist, die tuscheln nur, wenn ich den Raum verlasse. Mein Mann bekommt das mit und sagt dann dementsprechend auch etwas dazu. Er sagt mir erst, was passiert ist, wenn alle weg sind.

    Ich habe schon sooft mit meinen Schwiegereltern ganz offen und deutlich gesprochen. Ich mein, was kann man daran denn falsch verstehen, wenn ich ihr sage, sie engt uns mit ihrem Verhalten total ein und wir fühlen uns wie in einer Zwangsjacke. Wir sind sachlich direkt und es kommt trotzdem nicht an. Wir sind jetzt keine Menschen die ausfallend werden. Ich habe das Gefühl, dass meine Schwiegereltern total resignieren was wir denen sagen. Gar nicht drüber nachdenken, geschweige denn reflektieren. Entweder nehmen wir deren Meinung an, oder wir sind dumm und naiv. Raum für andere Sichtweisen gibt es da nicht.
    Ich werde auf jeden Fall weiterhin Abstand suchen. Ich habe sie letztens auch hinaus gebeten, weil ich Milch abpumpen wollte. Dann hat sie mich gefragt, ob ich sie tatsächlich rausschmeiße. Das habe ich mit einem klaren "Ja, ich schmeiß dich jetzt raus" beantwortet. Ich versuche es ja so direkt wie möglich zu sagen, es kommt allerdings nicht an.
    Ich werde versuchen noch direkter und vor allem bestimmender zu sein. Ihr immer wieder zu sagen, dass es unser Kind ist und somit unsere Erziehung und Entscheidung

Hallo,

deine Milch geht sehr wahrscheinlich vom Pumpen zurück und nicht wegen dem Stress.
Als mein Vater mehr als unerwartet verstarb und ich im schlimmsten emotionalen Zustand meines Lebens war, habe ich mein Baby trotzdem noch voll stillen können. Das hat die Natur schon clever eingerichtet.
Eine Pumpe ist einfach nicht mit einem saugenden Baby gleich zu setzen.

Ich habe mittlerweile 3 Kinder und kann sagen, dass ich mich und meine Mutterrolle beim ersten Kind schrecklich überbewertet habe. Aber im Krankenhaus durften sowohl meine Mutter als auch meine Schwiegermutter meine gerade geborene Tochter halten. Bei meiner Schwiegermutter fand ich es nicht so toll (frag mich nicht warum), aber gesagt habe ich nichts. Das war mein Problem, nicht ihres.
Vielleicht war das wirklich ein bisschen drüber von dir und mit Mutterinstinkt hat das für mich nicht sooo viel zu tun.

Ich muss mir auch oftmals auf die Zunge beißen, wenn es um meinen jüngsten Neffen geht. Der wurde nach Uhrzeit gefüttert. Ein Rat der Hebamme....
Ich kenne "die andere Seite" also schon auch irgendwie.

Dein Text klingt für mich schon etwas "überengagiert" und auch etwas nach bisschen viel Drama.
Wenn sich das für dich aber wirklich so schrecklich anfühlt, wäre für mich die Konsequenz klar: Umziehen und unmissverständlich klarstellen, warum der Umzug sein muss.

Irgendwann ist man allerdings meistens froh, Großeltern in der Nähe zu haben ;-)

LG

  • (24) 21.06.19 - 14:24

    So ganz unrecht hast du nicht und dein Text ist auch nicht abwertend geschrieben, dass finde ich total gut. Ich lese hier selten einen so schönen konstruktiven Beitrag, der zwar „anderer“ Meinung ist, die Mutter und dessen Meinung aber nicht sofort entwertet!

    Aber Mann kann das nicht wirklich vergleichen.
    Natürlich sieht man nach drei Kindern vieles anders, dazu ist man aber als „Neu“ Mama gar nicht in der Lage. Dass ist fast so, als wenn man einem kleinen Kind sagt, später musst du auch selber lesen, also stell dich jetzt nicht so an, so schwer ist es ja nicht.
    (Aus heutiger Sicht, aber nicht aus der Tunnel-Sicht des betroffenen)

    Wir können nur durch Erfahrungen wachsen, es bringt nichts von außen zu hören, wie es nach drei Kindern ist, wenn man nur das eine gerade geboren hat. Manchmal hilft es auch daran zurück zu denken, wie man sich selbst als „neu“ Mama gefühlt hat. Natürlich denkt man vielleicht im Nachhinein „oh man, war ich Steiff“, aber das gehört zu dem Prozess eben dazu. Nur so lernt der Mensch auch. Wir können diesen Schritt halt leider nicht immer überspringen. Das vergessen viele leider auch oft oder es wird schwammig, nach einigen Kindern.

    Einige sind vielleicht auch sensibler, als andere, da ist jeder Mensch auch anders. Soviel Raum sollte man aber jedem geben und lassen.
    Die Natur hat uns in vielen Situationen eben genau darauf eingerichtet, manchmal diesen tunnelblick zu haben, um uns zu fokussieren. Es bringt oftmals überhaupt nichts, wenn alle reinfunken, außer größere Unruhe.

    Klingt zwar doof ist aber so, je mehr Raum eine Großmutter der jungen Mutter gibt, desto mehr und eher hat sie selber etwas vom Enkelkind! Der aggressive weg, der hier oft geschildert wird, bewirkt für viele Großeltern wirklich nur das Gegenteil. Jedes Tier in der Natur, greift entweder sofort an oder zieht sich zurück, wenn es bedrängt wird. Bedrängung ist daher in dieser Hinsicht immer der völlig Flasche weg. (Eigentlich ist es immer der falsche Weg)

    Eine junge Mutter, die erst in ihre Rolle reifen und hineinwachsen muss, wird sich bei solch einem aufdringlichen, passiv aggressivem Verhalten und Übergriffen in der Rolle als Mutter angegriffen fühlen. Je unsicherer die Mutter ist ( und das sind die meisten Mütter) desto aufdringlicher empfinden sie Übergriffe und gehen dagegen an. Das Bedürfniss sich Raum und Ruhe zu verschaffen, um die Situation selber erstmal greifen zu können, die Unsicherheiten los zu werden und zu sehen, Mensch, alles halb so wild, ist völlig normal. Daher versuchen Sie instinktiv alles, um sich von dieser zusätzlichen Unruhe zu befreien. Ganz übel wird es, wenn die Personen so unüberlegt handeln und noch weiter in diesen „geschützten“ Rahmen eindringen. Irgendwann wird der Mensch zum roten Tuch, weil der Körper schon auf Alarmstufe rot gesetzt wird, wenn allein an die Person gedacht wird. Das sind oftmals sogar Prozesse, die im Hintergrund laufen und gewiss nicht beabsichtigt werden, aber ein häufiger Grund, warum die Beziehung zu Schwiegereltern/ eigenen Eltern oftmals nach der Geburt eines Kindes einen „Bruch“ erleidet, wobei vorher alles gut war.

    Was ich damit sagen will. Ich verstehe wirklich beide Seiten! Aber Großeltern ist oftmals mehr damit geholfen, wenn sie zur Anfangszeit etwas „behutsamer“ mit der Situation umgehen und der Mutter kurz mal eine Verschnaufpause geönnen und sich nicht wie ein wildes Tier auf die Beute stürzen. Sondern zeigen, ich will die nichts Böses, alles gut.

    Mit der Zeit werden sie sehen, dass auch die Mutter entspannt, lockerer wird und ihnen als Großeltern viel mehr Raum einräumt.

    Gibt natürlich Mütter, die sind von Anfang an so und haben damit kein Problem. Dass muss jeder selbst schauen, aber man kann es nicht voraussetzen, erzwingen oder erwarten.

    Lg

(25) 21.06.19 - 13:45

Ich an deiner Stelle würde da erstmal den Kontakt vorerst kappen. Wenn sie sich nicht benehmen kann, ist es ihr eigenes Problem. Sag deinem Mann, er kann ja gerne zu ihnen hin, aber sie sollen von dir und deinem sohn fern bleiben. Und solange er nicht den Hintern in der Hose hat, Klartext mit ihnen zu sprechen, soll er dir auch nichts vorjammern von dem, was sie tuscheln. Warum solltest du dich damit belasten? Das ist nicht dein Bier. Dein Mann ist alt genug, um das selbst in die Hand zu nehmen, es sind seine Eltern. Wenn es sich bessert, kann man ja noch immer Kontakt zulassen.

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