Krippe & Familienleben Seite: 2

              • Ich bin weit davon entfernt, die (abgöttisch geliebte) Tagesmutter meiner Tochter als Angestellte zu behandeln.

                Fragt man sich ja wirklich, was/wo würde die Erzieherin arbeiten, wenn alle Kinder plötzlich zuhause betreut würden......dummes Geschwätz von der, echt.
                Gottseidank sind mir solche Kontakte erspart geblieben.
                LG Moni

      (28) 23.06.19 - 22:15

      Seit meine Tochter 1 Jahr alt ist, wird sie täglich 7 bis 8 Stunden betreut. Erst bei einer Tagesmutter, dann im Kindergarten.

      Ich arbeite gerne und meine Arbeitsstelle liegt nun mal nicht um die Ecke.

      Meine Tochter kennt es nicht anders, sie ist immer gern zur Tagesmutter gegangen und auch im Kindergarten ist sie gerne. Umso mehr genießen wir unsere Wochenenden oder wenn mal ein Tag außer der Reihe frei ist.

      Diese "dann hätte man kein Kind bekommen müssen"-Argumentation finde ich sowas von daneben. Ja, ich bin gern Mutter und ich liebe mein Kind über alles. Ich möchte mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Aber ich bin auch 13 Jahre zur Schule gegangen, habe studiert und mir eine gute Position in einem Job erarbeitet, der mir Spaß macht und gut bezahlt wird.

      Wenn jemand Vollzeit zu Hause bleiben will und kann, respektiere ich das. Ich möchte es nicht und deswegen lasse ich mir noch lange nicht absprechen, dass ich Kinder haben darf.

      Von daher: lass dir bitte kein schlechtes Gewissen machen. Es ist alles in Ordnung.

      Huhu, lass dir doch bitte kein schlechtes gewissen einreden. . Das brauchst du definitiv nicht haben . Bei mir wird es nicht anders sein , nur dass mein kleiner (noch nicht geboren) schon ab 1 jahr in die Krippe gehen wird. Ich arbeite schicht (dann aber nur noch frühdienst), mein Partner ist oft 1-2 Wochen auf Montage und da wird der kleine Knirps während meiner Arbeitstage auch bis 15/16 uhr in die Krippe gehen müssen . Klar werde ich auch nur TZ arbeiten, er wird also nicht die komplette Woche so lange gehen. Aber ich werde da jetzt auch schon schräg angeschaut . Aber das ist mir egal , was andre Leute reden . Und das sollte dir ebenso egal sein . Ihr habt eure gründe , warum ihr euch so entscheidet. Und da hat kein anderer, egal ob gute Freundin oder Großeltern oder fremde, mitzureden. Ihr müsst ja schauen , wie es mit dem Finanziellen hin haut. Von irgendwas müsst ihr ja auch leben. Muss man sich ja auch erstmal leisten können 3 Jahre Zuhause zu bleiben oder nur bis mittags zu arbeiten . Es gibt ja auch Berufe, da kann man nicht pünktlich zur Mittagszeit Feierabend machen .
      Und nur, weil man sich schon so früh für eine Fremdbetreuung entscheidet , heißt es doch lange nicht , dass man automatisch eine Rabenmutter ist oder "dass man von vornherein auf Kinder verzichten sollte" . Man will seinem Kind doch schließlich auch was bieten können. Was bringt es denn , wenn man zwar genug zeit mit seinem Kind verbringe aber nicht über die Runden kommt ?

      Zerbrich dir deswegen nicht so sehr den Kopf .genießt noch eure gemeinsame Zeit :)

    • Hallo,

      Lass dich nicht verunsichern!

      Meine Kinder gingen alle ab 11monaten in die Eingewöhnung.... 7.30-15.30
      Bis heute gehen alle gerne 😉
      Nummer 3 geht auch ab August 🤗

      Wir sind angewiesen aufs Geld, aber ich arbeite auch verdammt gerne....
      Ich finde es total ok. Am Anfang wird es ja langsam gesteigert, da siehst du schon wie es läuft!
      Meine Tochter ist 26 Monate alt und möchte öfter noch nicht mit nach Hause 😎 - mein großer (6,5jahre) übrigens öfter auch nicht

      Lg

      Hallo!
      Meine Tochter geht auch seit sie 2 Jahre alt ist in die Krippe, meist von etwa 8:30-14:00Uhr +/-
      Wegen der Fremdbetreuung an sich würde ich mir an deiner Stelle keine Gedanke machen!
      Mein Mann verdient zwar auch nicht schlecht, aber ein Jahr unbezahlt zuhause ist auch bei uns leider nicht machbar! 🤷🏼‍♀️

      Was mich an deiner Stelle eher stören würde ist die Fahrtzeit.
      Lohnt sich das denn für dich?
      Ein Krippenplatz ist nicht grade günstig (ich zahle aktuell 435€/Monat) dann zwei Stunde Fahrtzeit (täglich?)
      Wie viel Sprit verfährst du da?
      In was für einer Branche arbeitest du? Vielleicht versuchst du lieber dich während der Elternzeit darauf zu konzentrieren einen Job in deiner Näheren Umgebung zu finden falls das geht.

      Ich weiß, man mag die Kollegen und versteht sich toll, aber glaub mir, aus den Augen, aus dem Sinn.
      Schon nach etwa 3 Monaten haben meine Kollegen mich vergessen gehabt. Meine Tochter wird nun 3, der immer versprochene Besuch steht bis heute noch aus und das, obwohl ich öfter auf der Arbeit war und die Kollegen besucht habe.
      Aber auch auf der Arbeit tut sich viel und vieles ändert sich.

      Ich habe während der Elternzeit gekündigt und mich neu orientiert, bei mir hätte es aber auch Arbeitszeitentechnisch nicht geklappt im Einzelhandel zu bleiben. 😊

      Ich wünsche dir alles gute!

      • 435 € monatlich? ? Wow echt happig . .. lebst du in einer Großstadt? Bei uns sind es im schnitt 180€ monatlich (9-10 Stunden Buchungszeit) + Geld für Mittagessen , falls man das dazu bucht, dann sind es ca 230€ monatlich.

        • Nein, ich wohne in einem 13.000 Einwohner Dorf 😂
          Die Krippenbeiträge sind hier nach Gehaltsstufen gestaffelt, allerdings wird da vom Bruttolohn ausgegangen und Vorauszahlungen für Steuer etc. werden da nicht mit eingerechnet.
          Man könnte meinen wir hätten super viel Geld, dabei haben wir mit unseren Ausgaben für Haus, Steuervorauszahlungen und Co weniger als manch andere die nicht arbeiten gehen 🤷🏼‍♀️

          • Puuuh das is echt heftig .. wusste nicht mal , dass es Beiträge nach Einkommen gibt 🙈 mein erstes Kind ist noch nicht geboren, hatte vor kurzem aber schon einige Voranmeldungungen und in meiner Umgebung gibt's feste Beiträge für jeden , egal wie viel man verdient. Bekommt ihr wenigstens von eurem AG einen Zuschuss für die Betreuung ? Das würde ich zusätzlich auch noch bekommen.

        Ist leider nicht das beste Bild, aber der Vollzeitplatz kostet gesamt dann 575€

(36) 23.06.19 - 22:44

Erstmal herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Baby :-).
Ich würde es keinem direkt ins Gesicht sagen, aber ja, das was deine Freundin zu dir gesagt hat, ist das, was ich tief drinnen denke. Ein so kleines Kind 8-15 Uhr in der Krippe wäre für mich ein no go.
Könntest du nicht deutlich früher anfangen und der Papa bringt das Kind erst zu um 9 und du holst es 13 Uhr wieder ab? Die Idee mit dem Homeoffice finde ich gut, guck doch mal, ob sich dein Chef darauf einlässt.
Keine Frage wenn es finanziell absolut notwendig ist (also nicht zum Haus abbezahlen, für den 2. Urlaub, Schnickischnacki usw.), wird es klappen, aber wenn es irgend möglich ist, würde ich immer frühestens ab 3 Jahre und dann nur halbtags. Mein Empfinden.

Hallo,
ich denke das muss jeder selbst für sich entscheiden.

Mein Sohn ging mit 22 Monaten in den Kindergarten, bis 14Uhr. Ich MUSSTE arbeiten, allerdings nur halbtags. Dementsprechend schrenken wir uns auch ein. Vollzeit kommt für uns nicht in Frage. Zum einen möchte ich von meinem Kind etwas haben, in meinem Job wäre ich erst um 18.30Uhr zurück. Ich bin Arzthelferin und wir haben bedingt durch lange Mittagspause echt doofe Arbeitszeiten. Zum anderen ist mein Sohn Autist und ich könnte ihn gar nicht den ganzen Tag in die Betreuung geben, das wäre einfach zuviel.

Eine Bekannte von mir geht gar nicht arbeiten und die Kinder sind bis 16Uhr im Kindergarten und der Schule. Dafür habe ich kein Verständnis! Die beiden sind ständig total müde und kaputt, mir tut das sehr leid.

Meine Freundin ist alleinerziehend und arbeitet bis 16Uhr, ihr Kind muss diese in die Frühbetreuung. Aber sie MUSS. Oft ist die ein schlechtes Gewissen, dem jungen geht es aber gut, er kennt es nicht anders.

So hat jeder Seins und muss für sich und seine Lebenssituation entscheiden. Ohne das andere urteilen. Ich habe es zwar selber gerade gemach, aber dazu stehe ich auch.

Hör auf deinen Bauch, du wirst ganz bestimmt das richtige tun.

Ja, das Gefühl ist richtig und zeugt von deinem Dasein als Mutter.

Mein Rat: auch Dir einen Job in der Nähe und oder involvier den Vater mehr!

  • .....zeugt von Deinem Dasein als Mutter...
    Halleluja und Amen #schein

    ....und gute Nerven für den Tag, an dem Du Deine Rentenberechnung öffnest......der kommt, ganz sicher, auch wenn Du heute noch nicht dran denkst.

    Arbeisstellen wachsen leider nicht immer passend um einen rum auf Bäumen.
    LG

(44) 24.06.19 - 07:51

Hi!

Ich liebe diese Diskussion. Sie kommt immer wieder . Garniert mit Bindungsforschern, die eine elterliche Trennung vor dem 6. Geburtstag als Akt bösartiger Zerstörungswut der kindlichen Seele definieren und der wissenschaftlichen Gegenmeinung, wie entfaltend ein "ganzes Dorf" für die kindliche Entwicklung doch sei.

Meine Meinung: Mach, wie es für EUCH richtig ist. Für niemanden sonst.
Jedes Kind ist anders, jede elterliche Situation ist anders. Ob man nun für den 2. Urlaub oder die Miete arbeitet- es bleibt dir überlassen.

Sobald man Mutter wird, ist man irgendwie zum Abschuss freigegeben. Wie du stillst nicht? Wie du stillst noch? Was, du wickelst nicht in Stoff? Wie, du wickelst überhaupt und hälst nicht ab? Du kaufst Gläschen und kochst nicht selbst? Du willst, waaaas, impfen???
Oh man.
Leben und leben lassen.

Viele Grüße von einer entspannten 4fach Mama, deren Kinder allesamt (früh) fremdbetreut wurden und werden und die sich (trotzdem?) Zu fantastischen, jungen, nicht bindungsgestörten Wesen entwickeln. ;-)

(45) 24.06.19 - 08:28

Ich finde es total ok, wenn jemand sagt "FÜR MICH wäre es undenkbar, Kinder zu bekommen und sie dann nicht 3 Jahre lang 24/7 selbst zu betreuen." Wenn Leute, die so denken, auf Kinder verzichten, solange sie sich dieses Familienmodell nicht leisten können, dann ist das absolut folgerichtig.

Ich habe aber ein echtes Problem mit Leuten, die mir erklären, ich hätte kein Kind bekommen dürfen, weil ich es nicht den ganzen Tag selbst betreue. Ich finde meinen Sohn ganz prima,bin unglaublich glücklich, ihn zu haben, und etwas traurig, dass es aus medizinischen Gründen keine Geschwister gibt.

Übrigens werden in unserem Umfeld (nicht in Deutschland) alle Kinder seit frühester Kindheit außer Haus betreut. Und mir fällt auf, wie unterschiedlich sie sind und wie sehr man ihnen anmerkt, wie sie zuhause erzogen werden. Obwohl die meisten mehr Zeit in Krippe, Vorschule oder Schule verbringen, ist das prägende Element klar die Familie.

(46) 24.06.19 - 12:55

Was sagt denn dein Mann/Partner dazu?

(47) 24.06.19 - 13:43

Hallo, ich hoffe Du lässt Dich von so einem doofen Spruch nicht verunsichern! Ich würde mich eher fragen was mit der Freundschaft los ist. Freunde sind da einen zu bestärken, Lösungen zu finden die für eine Familie am besten passen. Selbst wenn der gewählte Weg ein anderer ist, als der den man selbst wählen würde, sollte man dies respektieren.

Nun aber zur eigentlichen Frage. Seit unser Sohn 1 ist geht er in die Kita. Jetzt ist er drei. Dort sind alle ganz Tageskinder. Da es hier keine Elternzeit gibt ist es normal das die meisten Kinder schon unter eins in die Kita gehen. Was soll ich sagen: die Tagesstruktur und vor allem der geregelte Ablauf dort un ihm sehr gut. Gleichzeitig hat er so vieles gelernt und bekommt so viele Möglichkeiten die man zu Hause meist so nicht bieten kann. Verglichen mit Nachbarskindern die zur Betreuung in der Verwandtschaft ,rumgereicht, werden, sehe ich das er in vielen Dingen weiter ist. Die tägliche Routine mit warmen Mittagessen um halb zwölf und anschließendem Mittagsschlaf tut ihm sehr gut. Das kann man denke ich als Mutter die halbtags arbeiten geht so nicht leisten, Früher abholen klingt für mich nur nach riesem Stress für alle mit fraglichem Nutzen: Du müsstest heimhetzen, Essen planen, einkaufen und kochen und Kind muss geweckt werden oder wird nicht schlafen gelegt. Wenn Du nicht pünktlich zegkommst oder im Stau steht wird Junior nölig weil er hungrig ist...

  • (48) 24.06.19 - 13:46

    Übrigens: Mein Mann antwortete mal als jemand etwas blöde fragte wie lange wir unseren Sohn in der Kita lassen nur: ,sobald er 18 ist holen wir ihn wieder ab,. Danach gab es keine blöden Spruche mehr :-)

Mit 15 Monaten 35h/Woche in der Krippe.
Klappt bestens. Es gefällt ihm, er freut sich auf die Erzieher. Eingewöhnung hat 8 Wochen gedauert, weil ganz langsames Modell znd mal krank. Er hat viele Anregungen von dort, anders als zuhause mit den älteren Geschwistern. Mittaga freut er sich auf uns. 2 von 7 Stunden schläft er dort täglich.


Wenn die Einrichtung gut und die Erzieher kompetent sind, machst du keinen Fehler.
Früher waren die Mütter auch nicht 24/7 anwesend, sondern die Kleinstkinder bei Omas, Tanten, Nachbarn während die Mamas wieder auf dem Feld oder im Stall geholfen haben - gern mal 12 Stunden am Tag. Grob überspitzt.

Und lerne: never ever was auf die Meinung anderer geben - dein Kind, deine Entscheidung.

(50) 24.06.19 - 20:20

Oh ihr seid so klasse. Danke für die aufmunternden Worte. Man hat echt Angst was falsch zu machen. Es ist unser erstes und unsere ersten Wochen waren echt hart. (Schreien und und und) nun ist sie so ein fröhliches Kind.
Und ich will ihr all das bieten, was ich vielleicht nicht hatte, zudem arbeite ich eigentlich gern. Der Kontakt mit meinen Kollegen ist sehr gut, daher mache ich auch die Arbeit von zu Haus.
Das nächste mal wenn so ein Spruch kommt, antworte ich direkter.
Lieben dank euch Mamis;-)

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