Ist das schon Kindeswohlgefährdung?was kann ich tun?

Hallo

Folgende Situation....Patchwork Familie....Zwei Erwachsenene und ein Kind von 3 Jahren.Beide zu Hause und beziehen Hartz4.
Ist eine Bekannte von mir.....heute werde ich gefragt ob ich ihr Geld leihen könnte.Es wäre alles an Zahlungen vom Konto abgegangen und jetzt wäre keine Geld mehr da.....Konnte ihr nichts geben weil ich selber schauen muss wie ich mit meinem Geld klar komme.Das war aber nicht das erste mal das sie gefragt hat wegen Geld....

Ist das ein Fall fürs Jugendamt und/oder die Familienhilfe?Wegen Kindeswohlgefährdung?

Ich möchte helfen....

Weis jemand wo ich mich hin wenden könnte?

LG Ella

Arm bzw. knapp bei Kasse sein ist an sich natürlich keine Kindeswohlgefährdung.
Wenn sie dem Kind den Rest des Monats nichts zu essen kaufen können oder es auf andere Art und Weise vernachlässigen, sieht die Sache dann anders aus - aber darüber schreibst du nichts...

Was für Zahlungen?
Sie leben dann wohl über ihre Verhältnisse.

Hallo Ella,

ich glaube fast nicht.
Aber es gibt Stellen, die da weiter helfen können.
Diakonie und Caritas zb.
Die können der Familie helfen, ihr Chaos zu ordnen.
Es gibt auch die Möglichkeit dort einen Ausweis für die Tafel zu bekommen.
So bekommt man wenigstens Lebensmittel für kleines Geld.

Viele Grüße
Jenny

In Anbetracht der Tatsache dass das ALG2 wohl spätestens heute erst auf dem Konto war (frühestens am Freitag) und Sie jetzt schon kein Geld mehr hat lebt die Familie definitiv weit über ihren Verhältnissen.

Ich weiß aus eigener Erfahrung wie knapp das Geld im Alg2 bezug durchaus auch mal werden kann, dennoch sollte man mindestens etwas zu Essen im Haus haben, denn so wenig ist das Geld dann auch wiederum nicht und schon nach den ersten 3 Tagen kein Geld mehr zu haben spricht ja schon Bände....


Was du machen kannst?
Nichts, so leid mir das Kind auch tut.
Ich wage zu bezweifeln dass das Jugendamt in so einem Fall Helfen kann.
Es sei denn das Kind ist abgemagert und fast Verhungert....

Ehrlich gesagt bin ich bei sowas gnadenlos.
Sie wissen, welche Zahlungen monatlich auf sie zukommen. Das muss man eben berücksichtigen und gucken, wo man sparen kann.
Beim Essen eben schauen, ob es günstige Alternativen gibt.

Ich kenne jetzt die Lebensumstände nicht. Arbeitslosigkeit oder Krankheit kann jeden treffen. Aber wenn beide daheim sind, kommt mir das schon komisch vor...

Ob man den Eltern jetzt mit Geld oder Naturalien helfen mag, ist ja jedem selbst überlassen aber hier zu betonen, man wäre "bei sowas" gnadenlos, wenn im beschriebenen Fall ein Kind mitbetroffen ist, finde ich schon erschreckend.

Ich meine damit, dass ich kein Geld leihen würde. Eher eben mit Sachgegenständen (in Form von Essen etc.).
Dann weiß ich auch, dass das Kind wirklich etwas zu essen hat.
Generell würde ich mich aber auch mit der Freundin zusammensetzen und nach einer Lösung suchen.

Es bringt halt auch wenig, wenn man dauernd mit Geld aushilft. Das ist ja dann auch eine Endlosspirale. Da muss man das Problem einfach anders anpacken.
Kam jetzt vom Text vlt extremer rüber, als ich eigentlich meinte😉

Ich würde da wirklich auch bei der Caritas o.ä. nachfragen, was man da machen kann, immerhin ist ein Kind beteiligt. Wenn die zwei Erwachsenen ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen, ihre Sache. Aber was isst das Kind den ganzen Monat???? LG Moni

Nein das ist KEINE Kindswohlgefärdung😅

Nur weil man wenig Geld hat wird einem doch nicht sofort das Kind weggenommen!

Bitte hör auf dich in andere Probleme einzumischen und Leben dein Leben👍🏻

Manche Leute haben echt keine Hobby oder kein eigenes Leben um zu meinen anderen Leuten das Leben versauen zu müssen😂.

Sie wurde doch nach Geld gefragt! Wo hat sie sich dann eingemischt???

Naja dann sagt man halt man hat gerade kein Geld und fertig, aber sofort zum Jugendamt rennen, dass das arme Kind so schnell wie möglich aus der Familie rauskommt geht gar nicht. Klar haben manche Familien nicht viel Geld, aber dann gleich mit sowas kommen🤔?

Hoffe die TE hat auch so eine "tolle" Bekannte die zum Jugendamt rennt, wenn sie mal ihren Job verliert...

weitere 15 Kommentare laden

Haben sie wirklich kein Geld mehr dieses Monat, oder war ihr Geld noch nicht auf dem Konto?

Also es geht mir nicht darum das das Kind aus der Familie genommen wird, sondern das sie ihr Leben auf die Reihe bekommen.Soweit ich weiss war am Freitag Geld da.Und heute ist schon nichts mehr da.....Und ja leider war es nicht das erste mal das ich gefragt wurde wegen Geld.Selbst wenn sie sich woanders welches leihen möchten die wo sie sich das leihen ihr Geld zurück.Das ist doch ne Endlosschleife.....ich mische mich auch nicht ein aber hier ist ein Kind involviert......
Soweit ich weiss gibt es in dieser Familie schon eine Familienhilfe nur wie nehme ich zu dieser Kontakt auf?

Ich will einfach nur helfen ......

DU gar nicht, warum willst du das machen...wenn die Familie eine Hilfe hat, dann werden die das doch sicherlich mitkriegen. Dann mischst du dich ja doch komplett ein, als Freundin würde ich die Krise kriegen, wenn ich so eine hätte wie dich. Verstehe sowas nicht, Helfen ist das eine, ankacken das andere. Besprich das doch mal mit ihr und mache bitte keinen Alleingang, findet sie bestimmt nicht so geil.

Wenn du helfen willst, warum redest du nicht mit deiner Freundin?
Frag sie doch, was bei ihr im Leben gerade so passiert!
Biete ihr eventuell Hilfe an. Ihr könntet ja zusammen ein Haushaltsbuch anlegen. Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen und Sparpotenziale aufdecken. Das kann ja manchen auch schon helfen....
Oder bieteihr an, dass ihr bei pro familia einen Termin macht. Vielleicht stehen ihnen noch irgendwelche Hilfen zu, die sie noch nicht kennen.

Mache bitte nichts hinter dem Rücken. Das ist so ein enormer Vertrauensbruch, auch wenn du es gut meinst. Ihr ist es sicher auch nicht angenehm nach Geld zu fragen. Mache die Situation nicht schlimmer.

weitere 13 Kommentare laden

Hallo Ella,

zunächst einmal finde ich es gut dass du dir Gedanken machst!
Grundsätzlich fällt es nicht unter Kindeswohlgefährdung wenn eine Familie MAL knapp bei Kasse ist. Es liest sich bei dir allerdings so, als wäre das kein Einzelfall.... Die Frage, die sich mir stellt ist: Was bekommt das Kind denn diesen Monat zu essen wenn schon jetzt kein Geld mehr da ist? DAS kann dann nämlich schon eine Meldung nach §8a SGB VIII sein.

Wenn es, wie du schreibst, schon eine SPFH gibt, dann kannst du diese über das zuständige Jugendamt versuchen zu erreichen (wobei oftmals werden SPFHs durch externe Anbieter eingesetzt, aber das sollte die Sachbearbeiterin ja wissen). Andernfalls würde ich der Familie mal ein gemeinsames Gespräch im Beisein der SPFH vorschlagen....

Falls du noch Fragen hast, kannst du mich auch per PN anschreiben (bin selber in dem Bereich tätig ;-))
Lg
Sandra

Hallo,

In finanziell schlechten Zeiten bin ich am Monatsanfang auch manchmal aus allen Wolken gefallen wenn ich die Buchung von Versicherungsbeiträgen oä. vergessen habe. Und habe dann gedacht, ich würde das Monatsende nicht erleben ;-) Bist du dir denn sicher, dass sie keinen Cent mehr hat oder könnte sie nur fürchten/wissen, dass es am Ende eng werden kann? Vielleicht kennt sie niemanden, der ihr etwas leihen würde und macht sich schon frühzeitig "auf die Suche".

Ich würde mich da auf die eigene Menschenkenntnis verlassen und mir das Kind anschauen. Ist es Normalgewichtig, ordentlich gekleidet und altersgemäß entwickelt? Traue ich den Eltern wirklich nicht zu, genügend Lebensmittel für das Kind zu kaufen ( oder anderweitig zu organisieren) Dann würde ich persönlich mich nicht einmischen

Hey,

1) Nein, keine Gefährdung des Kindeswohls? Warum auch?

2) An wen du dich wenden kannst? An niemanden? Allenfalls an die Telefonseelsorge, falls sich diese Anfrage der Bekannten bedrückt. Sie selber kann sich an die Hausbank, an die Schuldnerberatung oder das Jobcenter wenden. Je nach aktueller Lage.

Schöne Grüße

So ein Quatsch.
Selbstverständlich kann es Kindeswohlgefährdung sein, wenn die Eltern die grundlegenden Bedürfnisse nicht sicherstellen. Wenn zu Anfang des Monats schon so wenig Geld da ist, dass Bekannte angebettelt werden, ist das durchaus möglich.

Und an Stelle der TE würde ich mich ans Jugendamt wenden. Die Eltern sind da ja schon als betreuungsbedürftig bekannt. Wenn es nun auch noch finanziell knapp ist, brauchen sie wohl intensivere Betreuung, zB bei der Finanzplanung. Da kann die Familienhilfe effektiver helfen als eine Bekannte. Sie muss aber Bescheid wissen.

Kommt auf die Situation an.

Eine Freundin hatte einen finanziellen Engpass:
Waschmaschine kaputt, Zahnspange des Kindes, Schulausflug... unvorhergesehene Abbung und das Geld das kommen sollte, kam erst einen Tag später.

am besten alles gleichzeitig.

Geld war keines da...
Essen noch etwas im Vorrat und irgendwas für's Kind musste noch bezahlt werden. Da hat sie durchaus um Hilfe gefragt.

Danach (nach dem ersten Schock)
- mit den Versicherungen gesprochen (Geld ging nicht raus)
- bei Schule um Ratenzahlung gebeten
- Waschmaschine günstig gefunden
usw.

nach ein paar Monaten Engstpässen, ging es dann wieder aufwärts. Gestellte Anträge wurden dann so langsam bearbeitet, mit der Info, dass sie ja jetzt aus dem Gröbsten raus sei.


Kindeswohlgefährdung lag nicht vor. Wohl aber hatte sie Angst, dass ihr Kind nicht versichert sei, wenn das Geld irgendwo hängt und nicht an die richtigen Stellen geht. Krankenversicherung läuft im Hintergrund ab, für sie jedoch eine andere wichtige Versicherung, die bei chronischer Erkrankung einiges übernommen hatte....



In einem anderen Fall konnten die Eltern nicht mit Geld umgehen. Sie verdienen beide sehr gut, haben Ende des Monats Minus. Das meiste kaufen sie für's Kind. Das Kind muss das teuerste und beste zum Anziehen haben.

Da habe ich nichts gegeben. Auch nicht mti der Begründung, ihr Kind hätte nicht genug zu essen, weil das Geld schon weg sei. .
Großeltern haben dann ausgeholfen - mit Nahrung und Einladungen zum Essen.



Geld allein sagt also noch nichts zu der Liebe und Versorgung zum Kind aus.

Je nach Bezug / Dringlichkeit

Tipps an die Fragende Person
- pro Familia (unerwartete Situationen)
- Tafel (wenn das Geld zum Essen nicht reicht)
- Gemeinde (manche Gemeinden bieten Vergünstigungen an, dass Kinder satt werden)
- Schuldnerberatung (wenn es langfristig ein Thema ist)

- Jugendamt
egal ob Geld da ist oder nicht. Wenn das Kind Probleme hat. Unterstützung innerhalb der Familie, die mal mit draufschaut und Tipps geben kann

Direkt handeln, wenn
- das Kind offensichtlich unterernährt ist (und das nicht auf Grund von Erkrankung, sondern weil Geld für anderes ausgegeben wird)
- das Kind verwahrlost aussieht (nicht nur Dreck vom Spielplatz oder Kindergarten, wo wir um löchrige Kleidung gebeten wurde, die kaputt gehen darf; sondern Gesamtzustand)

Anfrage beim Jugendamt. Ist dort schon eine Familienhilfe in der Familie, kann das Jugendamt die Infos an die zuständige Familienhilfe weitergeben und diese sieht genauer hin.


In extremen Fällen auch die Polizei.
Das hat eine Bekannte einmal gemacht, weil das Kind in sehr schlechtem Gesamtzustand war, medizinische Versorgung unklar war und Jugendamt nicht reagierte. Danach hat das Jugendamt dann reagiert. Das war dann aber schon offensichtlich und mehrere Versuche direkt über das Jugendamt scheiterten. Der ruhigere Weg wäre ihr auch lieber gewesen.
Nur so viel: am Geld lag es in der Familie nicht. Die Eltern hatten genug zu essen; nur die Kinder waren es ihnen nicht wert.

Ich kann die ganzen bösen Kommentare nicht verstehen.
Schön, dass du helfen und nicht weg schauen willst!
Und tatsächlich KANN Geldmangel EIN Faktor für eine Kindeswohlgefährdung sein.
Ansonsten hast Du hier ja auch schon viele hilfreiche Antworten bekommen, alles Gute für das Kind.

Das deine Freundin gar kein Geld für den Monat mehr bekommt kann schonmal nicht der Wahrheit entsprechen. Es kommt definitiv noch Kindergeld selbst die Endziffer 0 (die ich habe) bekommt erst morgen Kindergeld. Vielleicht hat sie einfach Geld zum überbrücken benötigt...