Schwiegertochter Problem

Hallo liebe urbianer.
Ich bin neu hier, weil ich einfach mal einen neutralen Rat suche, zu folgendem Problem.


Meine Schwiegertochter und ich kommen im Grunde gut miteinander aus. Bisher jedenfalls.
Im Leben meiner Enkeltochter (im November wird sie 3) nahm ich bisher regelmäßig Teil. Ich wohne in der Gegend und fahre oft spontan vorbei. Meist spielte ich mit der kleinen, während meine Schwiegertochter so ihren Dingen nachging. Hatte immer prima geklappt.

Da ich seit Jahren getrennt vom Vater meiner Söhne bin, hätte ich nach Feierabend auch jede Menge Zeit.
Letztes Jahr kam die kleine in die Kita. Da hatte ich spontan angeboten, dass ich sie doch einen Tag zu mir nehme. Meine Schwiegertochter arbeitet einen langen Tag in der Woche, um an den anderen Tagen mehr Zeit für die kleine zu haben und den Haushalt zu erledigen. An dem Tag würde mein Sohn eben etwas zeitiger Feierabend machen, um die kleine von der Kita zu holen. Beide wollen nicht, dass die kleine länger in der Kita bleibt.

Nun ja, da ich in Rente ging, fand ich es klasse die kleine für einen Tag bei mir zu haben. Alles so weit so gut.
Nun habe ich aber zeitgleich jemanden wieder getroffen, mit dem ich in der Jugend Kontakt hatte und gestehe, dass ich als Teenie ordentlich verknallt war. Er wohnt im Ausland und ist Geschieden. Er kam mich daraufhin für einige Zeit besuchen, er ist ebenso Rentner, aber im Familienbetrieb noch sehr eingespannt. Nun war es so, das ich immer für einige Zeit dort war. Mal drei Wochen, mal zwei... es hatte sich nun ergeben, dass ich im Januar zu ihm flog und erst vor zwei Wochen wieder zurück kam. Bis September wollte ich bleiben, da er beruflich im Sommer immer mehr eingespannt ist und ich mich sowieso dann eher langweile.

Von daher dachte ich, ich verbringe die Zeit mit meiner Enkeltochter. Jetzt aber der Konflikt. Nachdem ich täglich am Nachmittag auf einen Kaffee zu meinem Sohn und meiner Schwiegertochter vorbei schaute und gestern dann ansprach, ob ich die kleine dann nächste Woche wieder nehmen soll, sagte meine Schwiegertochter, es wäre nicht nötig. Mein Sohn würde zeitig Feierabend machen. Ich erklärte ihr dann, dass es mir wirklich nichts ausmachen würde und ich mich freuen würde, wieder etwas mehr Zeit mit der kleinen zu verbringen. Da wurde meine Schwiegertochter deutlicher und sagte mir, dass sie das nicht möchte. Wenn es sowieso darauf hinausläuft, dass ich bald wieder von heute auf morgen meine Sachen packe und weg bin und nicht mal gescheit von mir hören lasse, möchte sie nicht, dass die kleine wieder so viel Zeit mit mir verbringt. Für sie wäre die Trennung nicht so leicht gewesen, nochmal so ein Drama würde sie nicht zulassen. Nun fühle ich mich vor den Kopf gestoßen.

Ich werde noch das Gespräch mit meinem Sohn suchen. Ich finde es nicht richtig, warum ich jetzt plötzlich nicht so viel Zeit mit meiner Enkeltochter verbringen soll. Andere Großeltern wohnen doch auch nicht in der Nähe, sind mal da und mal nicht. Ich verstehe nicht, womit die kleine ein Problem haben sollte. Wir haben doch jetzt knappe zwei Monate die wir miteinander verbringen können, ich verstehe nicht, warum sich meine Schwiegertochter so dazwischen stellt. Ich bin ja extra hierher geflogen, damit ich Zeit mit der kleinen verbringen kann und dann soll ich doch alleine hier rumsitzen. Meine Schwiegertochter hat manchmal eine Einstellung. Ich kann sie wirklich nicht verstehen. Immer muss sie übertrieben und aus allen ein Politikum machen.
Könnt ihr mich da verstehen? Was würdet ihr mir raten, was ich noch machen kann, außer mit meinem Sohn das Gespräch zu suchen?

Ich hab heute meine andere Schwiegertochter angerufen und ihr davon erzählt. Aber sie sagte nur, sie kann xxx verstehen und würde es begrüssen, ich würde sie da nicht hineinziehen, das wäre ein Thema zwischen mir und xxx. Mein Enkelsohn (15) hat, seit ich da bin kaum Zeit. Ständig Ist er mit seinen Freunden weg und ab nächste Woche fährt er auf ein Fußball-Camp. Mit meinen Söhnen über das Verhalten ihrer Frauen zu sprechen ist immer so eine Sache, kann ich auch etwas verstehen, sie müssen ja mit Ihnen klarkommen. Aber etwas ausgeglichener sollte es doch sein oder nicht? Ich bin doch ihre Mutter!

Gruß Tanja

Naja ich kann deine schwiegertochter gut verstehen. Vorher war die oma immer da, hatte die kleine wöchentlich einen tag und plötzlich ist die oma weg. Da wäre ich auch super enttäuscht und ja auch beleidigt

Das liest sich wie ein Fake-Beitrag zur Provokation.

Und wenn echt, dann würde ich Dir als Schwiegertochter mehr als nur die Tür zeigen. Alleine schon die täglichen Besuche, geschweige denn das Kind so fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel...

Du gehst täglich auf einen Kaffee vorbei?
Ist das nicht etwas viel?
Ich würde das nicht wollen.
Und dadurch siehst du die kleine doch schon oft genug.

Ja, aber bei uns heißt auf einen Kaffee auch tatsächlich auf einen Kaffee. Halbe Stunde, mehr nicht.

Mir wäre das trotzdem zu viel...

Interessanter Versuch, den Konflikt mit der Schwiegermutter mal aus deren Sicht zu schildern.

Liebe TE: Ich bin in dem Fall bei Dir (da ich ja annehme, dass Du selbst die Schwiegertochter bist). Kontakt ja, aber kein Wiederaufleben des alten Arrangements.

Haha...den gleichen Gedanken hatte ich auch!;-)
Frisch angemeldet, dann noch ein passender Username mit Altersangabe und dann noch dieses Profilbild.

An die TE:

Ich kann die Mutter des Kindes (dich?) gut verstehen.
Eine Mutter schützt ihre Kinder. Auch vor der Enttäuschung, dass die Oma tägl. präsent ist (+ exklusiver Oma-Tag) und dann ist sie plötzlich weg und das Geschrei ist groß...

Außerdem würde ich es auch nicht sonderlich schätzen, wenn Oma sich bei der anderen Schwiegertochter über das Thema "auskotzt".
Enkelkinder sind nicht dazu da, um Omas Langeweile vorzubeugen.
Selbst tägl. Besuch zum Kaffee wäre mir viel zu viel, aber jedem das Seine.

Liebe Grüße

Den Versuch finde ich nicht interessant, sondern das ist Leute verarscht, und das nicht mal sehr gut. Solche Leute kann ich nicht ernstnehmen - und die Geschichten somit auch nicht. Wer weiß, was da wirklich stimmt. Kindergarten, echt #cool
LG Moni

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Ich verstehe deine Schwiegertochter auch.

Es hört sich an, als hätte die kleine sehr unter der plötzlichen trennung gelitten und da ja wirklich absehbar ist, dass du wieder auf unbestimme zeit aus ihrem leben verschwindest, würde ich als mutter auch dafür sorgen, dass das kind diesen trennungsschnerz nicht nochmal mitmachen muss.
Nicht um dir eins reinzuwürgen, sondern um mein kind zu schützen.

Hey ich kann verstehen dass dich dad verärgert, aber verstehe auch deine Schwiegertochter. Versetz dich mal in die Lage der kleinen. Die Schwiegertochter sagt, dass es für die kleine nicht sehr leicht war als du weg warst. Wenn du jetzt wieder viel Zeit mit ihr verbringst bindet sie sich wieder an dich und wenn du dann nach 2 Monaten wieder gehst macht sie das nur noch trauriger...weil sie ja dann wieder mehr an dir hängt. Ich denke ich würde genauso wie deine Schwiegertochter reagieren.

Hallo, du hattest angeboten das Kind, 1mal die Woche fest zu betreuen. Dann bist du unzuverlässig geworden und zum Schluss warst du monatelang weg.
Jetzt ist dir langweilig und deine Enkel sollen zur Unterhaltung beitragen. Aber auch nur solange dein Schatzi keine Zeit für dich hat.
Zweijährige können sehr stark leiden, wenn eine feste Betreuungsperson wegfällt. Und den Worten deiner Schwiegertochter nach , hat dein Enkelkind gelitten.

Ich würde dich auch auf Abstand halten. Deine Einstellung kann ich nicht verstehen.

Gruß Sol

Nun ja, du warst natürlich eine enge Bezugspersonen deiner Enkelin und in ihren Alltag integriert. Ich vermute mal, dass die kleine dir nachgeweint hat. Daher kann ich deine Schwiegertochter schon verstehen.

Es steht dir natürlich zu dein Leben so zu gestalten wie du es möchtest. Das was ich gelesen habe, fand ich super. Nur musst du auch damit leben, dass sich nicht alles nach dir richtet wie es dir passt.

Dein anderer Enkel ist 15. Zwei meiner Söhne sind in ähnlichem Alter. Besuche bei den Großeltern finden durchaus statt, aber die Interessen von ihnen liegen überwiegend außerhalb der Familie. Was ich für das Alter durchaus normal finde.

Ich hätte nicht erwartet, dass die kleine so leiden würde. Ich dachte nicht, dass sie sich so an mich binden würde. Als mein Enkelsohn geboren wurde, war ich noch voll berufstätig und hatte die Zeit nicht. Mein ältester wohnt auch nicht im Ort, wir Skypen viel. Da springt er mal ins Bild und sagt hallo.
Vielleicht drückt doch mehr schlechtes Gewissen, als ich zugestehen möchte.

Ich vermute, ihr habt nicht richtig kommuniziert. Von dir aus war es ein "Wenn ich da bin und Lust habe", von deiner ST aber war es "Jeden Dienstag von x-y, ich verlasse mich darauf"! Klar ist sie aufgeschmissen, wenn du plötzlich abdampfst! Ihr hättet da im Vorfeld genauer sprechen sollen.
Ich finde es völlig okay, wenn du dich vorrangig auf dich konzentrierst und zu dem Mann reist :-). Du hast keine Pflicht, das Kind zu betreuen.
Ihr solltet dringend sprechen, wer was möchte und sich erhofft! Alles Gute, auch in der Liebe ;-)!

Doch ich hab es auch so gemeint. Angewiesen sind sie nicht darauf. Mein Sohn kann problemlos den Tag zeitig Feierabend machen. Er arbeitet in Gleitzeit und kann die Zeit gut ausgleichen. Ich wollte die kleine nehmen. Ich hab aber nicht gedacht, dass nochmal eine Kehrtwendung in meinem Leben passieren würde.
Vielleicht bin ich auch nicht sauer auf sie, sondern auf mich. Der kleinen wollte ich gewiss nie schaden.

Sag' ihnen das so :-)!

Ich ich ich ich. Nimm dich nicht so wichtig dann klappt es auch mit der schwiegertochter

Ich kann deine Schwiegertöchter verstehen. Wenn es für die kleine wirklich ein Problem war, dass du so lange nicht da warst, ist es besser es bleibt so wie es jetzt ist. Kinder brauchen einen Rhythmus. Mach was amderes mit ihr (Ausflüge und Fotos, so hat dann wenigstens eine Erinnerung an dich, wenn du wieder weg bist. Und bitte kümmer dich auch um deine Enkelkinder, wenn du nicht da bist. WhatsApp oder Telefonieren usw. Deinen Enkel verstehe ich auch, warum soll er jetzt auf seine Freunde verzichten, nur weil Omi mal wieder da ist. Schwiegertochter 2, sie will nicht hineingezogen werden, auch logisch.

Die Story liest sich total konstruiert. Das liegt vielleicht an der Dickfelligkeit mit der du über die Situation schreibst. Erst willst du am Leben der Kleinfamilie/der Enkelin teilnehmen, dann bist du für Monate weg und dann muss es so laufen, wie du es möchtest. Du musst doch merken, dass das völlig daneben ist... und dann beklagst du dich hier, lächerlich.

Im Grunde stimme ich dir voll zu. Aber, der Text könnte 1:1 von meiner Mutter sein.

Ich verstehe selber nicht, was bei denen schief läuft im Kopf!
Aber solche Geschichten gibt es wirklich. Traurig aber wahr!
Ob diese nun stimmt🤷🏻‍♀️

Also mir als Schwiegertochter wäre jeden Tag auf ein Kaffee zu häufig 😆 aber scheinbar habt ihr ein enges Verhältnis.
Ich habe das Gefühl, dass deine Schwiegertochter eingeschnappt ist, weil du plötzlich weg warst. Ihr klares Nein scheint mir wie eine Retourkutsche zu sein.

Du klingst sehr egozentrisch! Deine Enkeltochter war an dich und den regelmäßigen Umgang mit Dir gewohnt, du warst eine Bezugsperson für die. Plötzlich warst du für lange Zeit weg. Das ist für ein so kleines Kind nicht ohne und kann Ängste schüren (ala die Mama ist auch bald weg und kommt nicht mehr). Leb dein leben wie du willst, dazu hast du alles recht der Welt, erwarte aber nicht, dass alle auf dich warten und sich nach Dir und deinen Bedürfnissen richten

Hey Du.

Ich sehe das so wie die meisten hier, aber kurz vorweg: Spar Dir das Gespräch mit Deinem Schwiegersohn! In dieser angespannten Lage könnte das als Aufhetzen/ gegeneinander Ausspielen gewertet werden, egal welchen Inhalt das Gespräch hätte (4 Seiten einer Nachricht).

Für mich hat das ganz klar was mit dem Setzen von Prioritäten zu tun. Du hast Deinen zweiten Frühling und der sei Dir auch von Herzen gegönnt! Bloß die Umsetzung hast Du m.E. völlig in den Sand gesetzt, aber das weißt Du offenbar selbst am besten.
Aktuell musst Du nun aber mit den Konsequenzen leben (lernen).
Die Reaktion Deiner SW ist für mich völlig nachvollziehbar.
Du bist verliebt, auf Entfernung, hast Sehnsucht - völlig verständlich. Aber...in Anbetracht der Tatsache, dass Du vorher eine Regelmäßigkeit eingeführt hast, soeohö für's Kind, als auch für die Eltern, hättest Du es besser bei einer 'üblichen' Fernbeziehung belassen sollen (mehrere, aber dafür kürzere Aufenthalte bei deinem Partner). Durch Deine langen Aufenthalte hast Du die Regelmäßigkeit/ Routine/ Gewöhnung gebrochen - eine neue Lebenslage geschaffen, die Du nun wieder durcheinanderbringen möchtest...um sie bei deinem erneuten Weggehen wieder durcheinander zu bringen. Das ist nicht gesund und davor möchte deine ST Deine Enkelin schützen.

Derzeit bist Du da, das ist toll - unternimm was mit Deiner Enkelin. Aber unregelmäßig. Schaffe nicht schon wieder eine Gewohnheit, die Du wieder und wieder brechen wirst. Ohne es böse zu meinen: Du kannst nicht alles haben. Entweder oder. Entweder Beziehung im Ausland über einen längeren Zeitraum leben oder regelmäßig Deine Enkelin hüten. Beides geht nicht.
Ich befürchte nur, dass es für eine Kehrtwende schon zu spät ist, da das Vertrauen im Brunnen liegt.

Aber wenn ein Gespräch, dann mit beiden Elternteilen gemeinsam.

Viel Glück (auch in der Liebe)!

Ich kann deine Schwiegertochter verstehen. Hast du dir, als du Hals über Kopf weg bist Gedanken über deine Enkeltochter gemacht? Vielleicht hatte diese wirklich sehr damit zu kämpfen, das die "Oma" auf einmal nicht mehr da ist?

Hinzu kommt dass sie ihren Tagesplan komplett umkrempeln mussten, weil du nicht mehr zur Verfügung standst und greifbar für sie warst. Da wäre ich auch sehr enttäuscht gewesen.

Und dann wollte ich dir noch sagen, würdest du zu deinem Sohn rennen, würde ich mich als Schwiegertochter hintergangen fühlen und du wärst entgültig bei mir unten durch.
Suche lieber erneut das Gespräch mit Ihr und wenn sie bei ihrer Meinung bleibt, dann ist dem so. Man kann nichts erzwingen. Dann gehst du weiterhin zum Kaffee und genießt die Zeit so mit deiner Enkelin.

Hallo.

Ich denke ihr ging es nur um die tochter. Vielleicht hat es ihr wehgetan, dass sie so gelitten hat.
Aber du hast doch auch dein eigenes leben und das nur einmal. Sie können nicht dacon ausgehen, dass du für immer alleine bleibst. Du hast dich jahrelang um deine kinder gekümmert und später auch um deine enkel. Ich finde jetzt bist du an der reihe. Klar ist es schwer für ein kind und die mama will das kind nur schützen, dass es nicht nochmal in die situation kommt. Ich finde du musst dir keine vorwürfe machen. Sag ihnen, dass du nicht gewusst hast wir schwer er für die kleine war aber du da bist wenn sie dich brauchen, aber du auch dein eigenes leben hast.

Lg

Hey

Also verstehe ich das gerade richtig... du bist sauer auf deine ST weil sie dir die kleine nicht gibt, weil du dich regelmäßig aus dem Staub machst? Deine Enkeltochter eine enge Bezugsperson verliert? Ja und wir reden hier nicht von Oma inge die 100 km entfernt wohnt, ja die wird selten gesehen aber immerhin ist sie keine Bezugsperson, also zwei Paar Schuhe. Dein Sohn plant seine Arbeit um und dir wäre es lieb wenn er für 2 Monate wieder alles umwirft, bis du wieder zu deinem Freund abhaust?
Klar kann ich verstehen das du die kleine sehen willst, aber ich verstehe umso mehr deine ST.
Du bist diejenige die geht und zwar freiwillig.

Und alleine schon jeden Tag dahin zu fahren würde mich nerven, sei deiner ST dankbar, dass die da so kulant ist.

Mir kommt es so vor, als wenn es dir egal wäre, das deine Enkelin in 2 Monaten wieder traurig ist, weil die Person, die sie 2 Monate fast jeden Tag gesehen weg ist.

Wenn es dir nicht passt, gehe halt zu deinem Freund und mache eher viele kleine Besuche, als einen langen, wo du nichts von hast.

Liebe grüße

Hallo Tanja, ich kann verstehen, dass Deine Schwiegertochter ein wenig verärgert ist, dass Du die Vereinbarung auf Deine Enkelin aufgrund Deiner neuen Liebe über Bord geworfen hast. Trotzdem ist es immer noch Dein Leben und man muss sich als Eltern darüber im Klaren sein, dass es das eigene Kind ist, und nicht das von Oma. Man ist selbst verantwortlich für seine Kinder. Viele machen es sich da viel zu einfach und wälzen die Verantwortung des eigenen Kindes auf die Großeltern abwälzen. Klar ist es bequem, aber ehrlich gesagt kann man es nicht erwarten. Ich würde das Gespräch mit Deinem Sohn und der Schwiegertochter gemeinsam suchen und klären ob es jetzt dem Ärger gibt, weil die kleine Dich auf einmal so vermisst hat oder weil die Betreuung weggefallen ist. Erkläre, dass Du es Dir nicht ausgesucht hast Dich wieder zu verlieben, und ob es Ihnen lieber wäre, eine einsame und unglückliche Nanny zu haben, als eine glückliche Oma, die aushilft so bald sie kann. Ich glaube Dein Sohn gönnt Dir Dein Glück. Ich muss gestehen ich verstehe die Kommentare nicht, dass Du egoistisch bist.Egoistisch ist der, der sich nicht selbst um sein Kind kümmern will und den egoistischen Schuh dann lieber jemand anderem anziehen wollen.

Liebe tanja63,

Ich kenne eine ähnliche Situation, bloß bin ich die Schwiegertochter und ich kann dir von der anderen Seite schreiben.

Alles begann, als ich meine wöchentliche Arbeitsstunden um 5 Std erhöhen wollte. Meine Schwiegereltern wollten, dass mein Sohn weiterhin bis 13 Uhr in der Krippe bleibt, sie ihn einen Tag in der Woche betreuen und ich an diesem einen Tag meine Stunden nachhole. Das lehnten mein Mann und ich sofort ab, weil wir wissen, dass es früher oder später eine der Parteien unzufrieden sein wird (spätestens bei Urlaub oder Krankheit). Wir haben dann vorgeschlagen, dass unser Sohn jeden Tag eine Stunde länger in der Krippe bleibt und meine Schwiegermutter ihn einmal die Woche nachmittags betreuen soll. Wir sind aber nicht auf sie angewiesen, d.h. Es wäre nicht schlimm, wenn sie mal nicht kommen kann.

Ich habe jede Woche diesen einen Tag frei gehalten für die Oma, d.h. Kein Treffen mit anderen Müttern, kein Kinderturnen und kein Kleinkind Café etc. Es gab aber Zeiten, wo sie über 2 Monate lang nicht kommen konnte wegen Krankheit (sie selber oder Schwiegervater krank oder die Schwiegeroma), Urlaub, Arbeit oder andere Verpflichtungen.
Einerseits müssen wir das akzeptieren, weil sie ihr Leben hat und die Welt nicht um uns dreht. Anderseits ist es für uns blöd, weil ich zum Beispiel bisher nicht mit meinem Sohn zum Turnen oder zu anderen Kursen gehen kann. Einen anderen Tag geht bei ihr auch nicht, weil sie zum Beispiel feste Termine mit ihren Freundinnen hat und diese Freundinnen haben vermutlich auch ihre Termine.
Wie bei deiner Schwiegertochter habe ich ihre Unterstützung abgelehnt bzw. gestoppt und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es ihr so geht wie dir.

Bei uns hat es einfach nicht funktioniert und es ist seitdem für mich einfacher auch im Hinblick auf das Verhältnis zu meinen Schwiegereltern, wenn wir unser Leben leben und ich mit meiner Schwiegermutter einfach spontan einen Termin für einen Oma Nachmittag ausmache.

Ich hoffe, dass ich dir die anderen Seite gezeigt habe und du deine Schwiegertochter Verständnis zeigst.

Liebe Grüße

Also ich bin vielleicht die Ausnahme, aber ich verstehe dich voll und ganz.
Bei uns ist es so, dass die Familie über alle Herrenländer verteilt ist und wenn jemand dann zu Besuch da ist, dann verbringt derjenige NATÜRLICH mehr Zeit mit den Enkeln/Neffen/Nichten/Tanten/Onkeln/Cousins/Cousinen etc.
Ist auch kein Drama, wenn xy wieder fährt - die Kinder sind nicht doof und verstehen wunderbar von klein auf wer wo wann verfügbar ist und wer nicht. Mit manchen haben wir zwischendurch Kontakt via Skype, mit anderen nicht und bisher ist noch kein Kind dran gestorben. Sie freuen sich auf's Wiedersehen, sind traurig wenn jemand fährt und gut.

Also auch ich kann deine Schwiegertochter wirklich verstehen. Schon allein im Hinblick auf das Kind. Du wirst ja höchstwahrscheinlich wieder dort hin fahren und eine ganze Weile weg sein. Da wird das Kind dann wieder enttäuscht. Und du schreibst, die Eltern wollten das Kind nicht ganztags in die Kita geben. Somit hast du auch die Eltern hängen lassen. Wenn meine Mutter mein Kind betreut solange ich arbeite, dann muss ich mich auch darauf verlassen können. Ausserdem schreibst du, du kamst zurück weil es dir dort sowieso nur langweilig gewesen wäre. Na super. Dann ist die Enkelin wieder gut genug weil du dich nicht langweilen willst? Da wäre ich als Schwiegertochter stinkesauer. Ich habe selber Söhne und ich wünsche mir so sehr, dass ich einmal guten Kontakt zu meinen Enkeln habe. An sich bin ich auch eine sehr umgänglihce Person. Aber ich habe eine Schwiegermutter, der ich null vertrauen kann. Wenn ich ihr sage mein Kind darf nichts Süßes essen, dann weiß ich ganz genau, dass sie ihm hinter meinem Rücken doch etwas gibt sobald ich mich umdrehe. Und das geht nicht. Solange es nur etwas Süßes ist, wäre das ja harmlos. Hier fielen noch andere Sachen vor. Schwiegermutter sieht die Kinder deshalb nur unter meiner Aufsicht. Bei meiner Mama weiß ich, sie akzeptiert es und bei ihr geht es den Kindern gut. Ausserdem jeden Tag - was hast du für Ansprüche? Du bist einfach abgehauen! Ich habe auch ein enges Verhältnis zu meinen Eltern aber jeden Tag?! Man hat auch noch ein eigenes Leben!