Schwiegertochter Problem

    • (1) 05.07.19 - 15:37

      Hallo liebe urbianer.
      Ich bin neu hier, weil ich einfach mal einen neutralen Rat suche, zu folgendem Problem.


      Meine Schwiegertochter und ich kommen im Grunde gut miteinander aus. Bisher jedenfalls.
      Im Leben meiner Enkeltochter (im November wird sie 3) nahm ich bisher regelmäßig Teil. Ich wohne in der Gegend und fahre oft spontan vorbei. Meist spielte ich mit der kleinen, während meine Schwiegertochter so ihren Dingen nachging. Hatte immer prima geklappt.

      Da ich seit Jahren getrennt vom Vater meiner Söhne bin, hätte ich nach Feierabend auch jede Menge Zeit.
      Letztes Jahr kam die kleine in die Kita. Da hatte ich spontan angeboten, dass ich sie doch einen Tag zu mir nehme. Meine Schwiegertochter arbeitet einen langen Tag in der Woche, um an den anderen Tagen mehr Zeit für die kleine zu haben und den Haushalt zu erledigen. An dem Tag würde mein Sohn eben etwas zeitiger Feierabend machen, um die kleine von der Kita zu holen. Beide wollen nicht, dass die kleine länger in der Kita bleibt.

      Nun ja, da ich in Rente ging, fand ich es klasse die kleine für einen Tag bei mir zu haben. Alles so weit so gut.
      Nun habe ich aber zeitgleich jemanden wieder getroffen, mit dem ich in der Jugend Kontakt hatte und gestehe, dass ich als Teenie ordentlich verknallt war. Er wohnt im Ausland und ist Geschieden. Er kam mich daraufhin für einige Zeit besuchen, er ist ebenso Rentner, aber im Familienbetrieb noch sehr eingespannt. Nun war es so, das ich immer für einige Zeit dort war. Mal drei Wochen, mal zwei... es hatte sich nun ergeben, dass ich im Januar zu ihm flog und erst vor zwei Wochen wieder zurück kam. Bis September wollte ich bleiben, da er beruflich im Sommer immer mehr eingespannt ist und ich mich sowieso dann eher langweile.

      Von daher dachte ich, ich verbringe die Zeit mit meiner Enkeltochter. Jetzt aber der Konflikt. Nachdem ich täglich am Nachmittag auf einen Kaffee zu meinem Sohn und meiner Schwiegertochter vorbei schaute und gestern dann ansprach, ob ich die kleine dann nächste Woche wieder nehmen soll, sagte meine Schwiegertochter, es wäre nicht nötig. Mein Sohn würde zeitig Feierabend machen. Ich erklärte ihr dann, dass es mir wirklich nichts ausmachen würde und ich mich freuen würde, wieder etwas mehr Zeit mit der kleinen zu verbringen. Da wurde meine Schwiegertochter deutlicher und sagte mir, dass sie das nicht möchte. Wenn es sowieso darauf hinausläuft, dass ich bald wieder von heute auf morgen meine Sachen packe und weg bin und nicht mal gescheit von mir hören lasse, möchte sie nicht, dass die kleine wieder so viel Zeit mit mir verbringt. Für sie wäre die Trennung nicht so leicht gewesen, nochmal so ein Drama würde sie nicht zulassen. Nun fühle ich mich vor den Kopf gestoßen.

      Ich werde noch das Gespräch mit meinem Sohn suchen. Ich finde es nicht richtig, warum ich jetzt plötzlich nicht so viel Zeit mit meiner Enkeltochter verbringen soll. Andere Großeltern wohnen doch auch nicht in der Nähe, sind mal da und mal nicht. Ich verstehe nicht, womit die kleine ein Problem haben sollte. Wir haben doch jetzt knappe zwei Monate die wir miteinander verbringen können, ich verstehe nicht, warum sich meine Schwiegertochter so dazwischen stellt. Ich bin ja extra hierher geflogen, damit ich Zeit mit der kleinen verbringen kann und dann soll ich doch alleine hier rumsitzen. Meine Schwiegertochter hat manchmal eine Einstellung. Ich kann sie wirklich nicht verstehen. Immer muss sie übertrieben und aus allen ein Politikum machen.
      Könnt ihr mich da verstehen? Was würdet ihr mir raten, was ich noch machen kann, außer mit meinem Sohn das Gespräch zu suchen?

      Ich hab heute meine andere Schwiegertochter angerufen und ihr davon erzählt. Aber sie sagte nur, sie kann xxx verstehen und würde es begrüssen, ich würde sie da nicht hineinziehen, das wäre ein Thema zwischen mir und xxx. Mein Enkelsohn (15) hat, seit ich da bin kaum Zeit. Ständig Ist er mit seinen Freunden weg und ab nächste Woche fährt er auf ein Fußball-Camp. Mit meinen Söhnen über das Verhalten ihrer Frauen zu sprechen ist immer so eine Sache, kann ich auch etwas verstehen, sie müssen ja mit Ihnen klarkommen. Aber etwas ausgeglichener sollte es doch sein oder nicht? Ich bin doch ihre Mutter!

      Gruß Tanja

      • (2) 05.07.19 - 15:41

        Naja ich kann deine schwiegertochter gut verstehen. Vorher war die oma immer da, hatte die kleine wöchentlich einen tag und plötzlich ist die oma weg. Da wäre ich auch super enttäuscht und ja auch beleidigt

        • (3) 05.07.19 - 21:14

          Das liest sich wie ein Fake-Beitrag zur Provokation.

          Und wenn echt, dann würde ich Dir als Schwiegertochter mehr als nur die Tür zeigen. Alleine schon die täglichen Besuche, geschweige denn das Kind so fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel...

      (4) 05.07.19 - 15:45

      Du gehst täglich auf einen Kaffee vorbei?
      Ist das nicht etwas viel?
      Ich würde das nicht wollen.
      Und dadurch siehst du die kleine doch schon oft genug.

    (7) 05.07.19 - 15:46

    Interessanter Versuch, den Konflikt mit der Schwiegermutter mal aus deren Sicht zu schildern.

    Liebe TE: Ich bin in dem Fall bei Dir (da ich ja annehme, dass Du selbst die Schwiegertochter bist). Kontakt ja, aber kein Wiederaufleben des alten Arrangements.

    • (8) 05.07.19 - 16:05

      Haha...den gleichen Gedanken hatte ich auch!;-)
      Frisch angemeldet, dann noch ein passender Username mit Altersangabe und dann noch dieses Profilbild.

      An die TE:

      Ich kann die Mutter des Kindes (dich?) gut verstehen.
      Eine Mutter schützt ihre Kinder. Auch vor der Enttäuschung, dass die Oma tägl. präsent ist (+ exklusiver Oma-Tag) und dann ist sie plötzlich weg und das Geschrei ist groß...

      Außerdem würde ich es auch nicht sonderlich schätzen, wenn Oma sich bei der anderen Schwiegertochter über das Thema "auskotzt".
      Enkelkinder sind nicht dazu da, um Omas Langeweile vorzubeugen.
      Selbst tägl. Besuch zum Kaffee wäre mir viel zu viel, aber jedem das Seine.

      Liebe Grüße

      • (9) 05.07.19 - 17:08

        Wie lange muss jemand denn angemeldet sein, damit man kein Frischling mehr ist?
        Die Zahl ist auch keine Altersangabe, sondern die, die mir empfohlen wurde, da alles vergeben war, die hab ich einfach genommen.

        Es war ja auch nicht geplant, dass alles so läuft. Aber es ist auch schwer. Ich weiß selbst, dass es nicht so toll war, ich hätte aber nicht gleich mit solch einer Reaktion gerechnet. Ich dachte einfach sie ist wütend auf mich. Zu meiner Zeit war vieles anders.

        • (10) 05.07.19 - 17:36

          Zu Deiner Zeit konnte man sich also als Betreuungspersonen aufdrängen, dann verpieseln und alle hängen lassen, und wenn man wieder Lust hatte, waren alle wieder total glücklich und zufrieden, wenn man nahtlos da weiter machte, wo man vor Monaten aufgehört hatte? Wann war denn diese Zeit genau?

          • (11) 05.07.19 - 17:59

            So war das nicht gemeint, ich denke, dass ist wohl klar.
            Ich meinte mit meinem Satz eher, früher hat man sich nicht so den Kopf zerbrochen, dass ein Kind so darunter leidet. Ich hätte nicht gedacht, dass die kleine so leiden würde. Das es überhaupt Thema ist.
            Meine Eltern haben uns regelmäßig für Monate zu den Großeltern gegeben, weil sie arbeiten mussten und sich nicht um uns kümmern konnten. Das haben wir auch überlebt. Wir waren es gewohnt und ich hab einfach nicht gedacht, dass es so schlimm für die kleine werden würde. Ich hab eher gedacht, meine Schwiegertochter ist einfach angesäuert.

            • (12) 06.07.19 - 12:41

              Nur weil es den Leuten früher egal war, ob ein Kind leidet, ist es dennoch nicht richtig.


              lg lene

              (13) 07.07.19 - 00:16

              "Liebe Oma.
              Ich habe die Zeit so mit dir genossen, den Tag, den ich mit dir in der Woche hatte. Auch, dass du mich einmal in der Woche vom Kindergarten abgeholt hast, freute mich so sehr. Wir haben viel schöne Momente gehabt und mir war die Zeit wichtig mit dir. Du bist und warst ein wichtiger Bestandteil in meinem noch so jungem Leben.
              Nun warst auf einmal weg. Ich habe doch so sehr vermisst. Ja, es schmerzte. Du hast mir sehr gefehlt und ich habe es nicht verstanden. "

              In Liebe deine kleine Enkelin



              Früher ist man auch noch mit dem Schlafrock übern Hof zum Plumsklo gegangen... (mal überspitzt gesagt).

              Die Zeiten haben sich geändert und das ist auch gut so. Vor allem, wie du hier spürbar merkst, wird auf die Bedürfnisse eines Kindes in dem heutigen Jahrhundert Rücksicht genommen. Und da gehören vorallem Gefühle des Kindes dazu.

              Und ich denke, dass du da nicht erwarten solltest, daß alles auf dem Silbertablett serviert wird und alle anderen das für gut heißen.

              Sicher hast du dein eigenes Leben und auch dein Recht dazu. Aber das haben alle anderen um dich herum auch.

              Setz dich mit ihnen zusammen und redet darüber. Hier sollte jeder seine Meinung und Wunsch ansprechen dürfen. Welche Lösung oder Kompromisse ihr "aushandeln" ergibt sich dann vielleicht.

              Alles Gute

      Also ich hab nicht alle Beiträge gelesen, aber ich verstehe deine Schwiegertochter absolut. Die Kinder sind dann enttäuscht.
      Ich hab eigentlich im Großen und Ganzen ein gutes Verhältnis. Klar gibt es auch mal Ärger aber den hab ich auch mit meiner Mama ab hin und wieder mal.
      Meine Schwiegermutter ist auch schon lange getrennt und hat seit Jahren einen Lebensgefährten, mit dem sie aber nicht zusammen wohnt. Trotzdem kam sie häufig. Manchmal wurde es mir und den Kindern fast zu viel, da wir schon ein schlechtes Gewissen gemacht bekamen, wenn wir mit Freunden verabredet waren.
      Die letzten Wochen war sie erst gesundheitlich angeschlagen und ist nun anderweitig eingespannt, das fällt uns nun aber auch auf. Man hat sich an die Besuche gewöhnt und irgendwie fehlen sie fast.
      Auch wenn sie gerne häufiger kommen würde, wenn sie die Zeit hätte.

      Also ich könnte mir vorstellen, dass die Kleine einfach sehr traurig wäre, wenn du dann wieder wochenlang gar nicht mehr da wärst und würden wohl ständig fragen.
      Meine Mutter hatte aus familiären Gründen die letzten Monate zeitweise weniger Zeit für die Kids, aber sie haben sie trotzdem noch gesehen und trotzdem waren sie zeitweise beleidigt wenn sie nicht öfter sehen durften.

(15) 05.07.19 - 16:30

Den Versuch finde ich nicht interessant, sondern das ist Leute verarscht, und das nicht mal sehr gut. Solche Leute kann ich nicht ernstnehmen - und die Geschichten somit auch nicht. Wer weiß, was da wirklich stimmt. Kindergarten, echt #cool
LG Moni

(17) 05.07.19 - 17:03

ich bin die Oma. Warum ist das unvorstellbar?

  • WENN Du die Oma bist, dann wundere ich mich sehr, wie man sich derart wie der Elefant im Porzellanladen benehmen kann - ohne jeglichen Gedanken daran, wie es auf der anderen Seite ankommt.
    Nie und nimmer würde ich meiner Tochter täglich auf den Senkel gehen - und ich habe zu meiner Enkelin von Baby an das allerbeste Verhältnis. Da kommt sie mehr zu mir als umgekehrt.
    Bei Sohn/Schwiegertochter wäre ich schon garnicht auf die Idee gekommen, da wäre ich schon froh gewesen, wenn man sich zweimal im Monat gesehen hätte, habe aber auch das nicht "eingefordert" sondern nur mal gefragt. Ich bin nie, aber auch wirklich nie bei ihnen unangemeldet erschienen, habe ohnehin noch gearbeitet.
    Ein Kleinkind regelmäßig zu betreuen und sich dann zu verzupfen, dann wieder zu erscheinen und zu erwarten, dass man mit offenen Armen wieder empfangen wird, wenn einem langweilig ist - na das ist schon sehr kühn gedacht.
    Als meine Tochter durch ihren Job noch auf meine Mitbetreuung von Leonie angewiesen war, hätte mich nichts, aber auch garnichts dazu gebracht, sie hängenzulassen- im Beruf nennt man das Disziplin. War für mich von jung an immer selbstverständlich.
    Wird nicht viel bringen, mit Deinem Sohn zu reden. Am besten hältst Du mal eine Weile Abstand und gibst Ruhe. Rät Dir eine Oma.
    LG Moni

    • Zunächst einmal, habe ich niemanden hängen lassen, außer wohl meine Enkeltochter, den Schuh zieh ich mir an, ok. Da habe ich einfach nicht nachgedacht. Es war auch nie geplant so lange Weg zu bleiben, es ist aber passiert. Mit keinem Telefonat hat jemand ein Wort darüber verloren, dass es der kleinen dadurch nicht gut geht. Das hätte mich nicht kalt gelassen. Aber ich dachte, es ist alles gut, sonst hätte doch wer, was sagen können. Gut, keiner wollte was sagen, ich hätte fragen können. Das gestehe ich mir noch selber ein. Ich habe da einfach nicht gescheit nachgedacht. Die Betreuung ist geregelt gewesen, auch ohne mich. Ich habe nur gedacht, es wäre für die kleine schöner einen Tag weniger in der Kita zu sein und ich habe sie auch gern um mich. Ich hab keinen teuflischen Plan ausgeheckt, wie ich meinem Sohn das Leben schwer mache. Hätten sie mich für die Betreuung unabdingbar gebraucht, wäre ich nicht gefahren. Mich störten die Worte meiner Schwiegertochter, ja. Weil ich nicht von heute auf morgen einfach verschwunden bin. Ich habe das Thema mit meinem Jugendschwarm erzählt und würde bestärkt doch nochmal die Chance zu nutzen. Ohne Bestärkung, hätte ich mich wohl überhaupt nicht getraut. Aber, dass ist auch egal. Ich weiß, wie es gemeint war und auch, dass ich den Bogen an Dauer überspannt hab. Aber ein Stück weg nur, weil mir auch immer gesagt wurde, alles sei gut. Ist nicht so, dass ich mich nie wieder gemeldet habe.
      Es hat mich einfach aufgeregt, dass mir gesagt wurde, alles gut und hinterher legt man die Karten auf den Tisch, getreu dem Motto, du hast dich ja gegen uns entschieden. So war es nun auch nicht. Im Nachhinein und durch einige Kommentare, ja, war sau blöd von mir. Im reden sind wir alle nicht sonderlich gut, bevor das Kind in den Brunnen fällt. Das gestehe ich auch ein. Aber beidseitig. Mich jetzt nun als die böse Oma hinzustellen ist auch nicht ganz fair. Auch wenn ich im Unrecht bin, mich falsch verhalten habe. Für meine Enkeltochter tut es mir auch fürchterlich leid, aber erwachsene haben auch einen Mund zum Reden. Da hätte man auch mal sagen können, Mensch Mama, was ist los, die kleine vermisst dich, weint nach dir, dass kann nicht dein Ernst sein. Warum dieses erstmal auflaufen lassen? Wem hat es was gebracht? Ich habe hier geschrieben, weil ich erstmal mein Ärger kanalisieren wollte, vielleicht auch nicht sonderlich geschickt... und Rat wollte, wie ich es kitten kann/ besser machen kann. Mir ist klar, dass ich mit meinem Freund sprechen muss und wir eine andere Reglung finden müssen. So möchte ich nicht wieder weg mit dem Wissen, die kleine leidet. Dennoch hätte ein vernünftiges Gespräch auch etwas daran ändern können, zur rechten Zeit. Wenn ich schon zu verschusselt bin, muss es mir mein Sohn auch nicht nach machen. Zumal ich ab und an schon für drei Wochen weg war, mal für zwei. Warum hat man da nicht schon reagiert, gesagt, dass die kleine damit ein Problem hat? Natürlich klingt es jetzt so, als würde ich allen anderen die Schuld in die Schuhe schieben wollen, ist aber nicht so.
      Egal. Natürlich werde ich das Gespräch mit ihm suchen, auch, wenn es nichts bringt. Aber nichts tun, bringt auch nichts.
      Außerdem ist das mit dem besuchen bei jedem anders, dass hat meine Schwiegertochter nie gestört. Oft hat sie sogar angerufen, ob ich noch vorbei schaue, sie würd gerade Kaffee aufsetzen. Bei uns bleibt man nicht den ganzen Nachmittag und Abend dort sitzen. Bei uns gibt es auch kein, sich ankündigen. Hier kommt jeder der möchte einfach vorbei. Wenn man das irgendwann aus welchem Grund auch immer nicht möchte, muss man das auch sagen. Hellsehen kann keiner.
      Ich halte mich gewiss nicht für eine heilige, auch ich habe meine Fehler und bin weit entfernt davon perfekt zu sein. Aber ich besitze Anstand genug, mich nicht hin zu stellen und jemanden, der mir völlig fremd ist direkt zu sagen, wenn es stimmt was du sagst, wenn du tatsächlich die Oma bist.
      Warum? Omas dürfen keinen Bockmist verzapfen?
      Ich habe mein Leben lang alles für meine Kinder getan, mir den Allerwertesten wund gearbeitet, um auszugleichen, was der Nichtsnutz von Vater verbockt hat, der lieber an der Flasche hing, als an seinen Kindern. Hatte irgendwann den Mut ihn die Koffer vor die Tür zu stellen und mich emotional endlich von ihm zu lösen. Aber das ist alles immer egal, sobald man einen dummen Fehler macht, weil man eben auch nur ein Mensch ist.
      Aber vielen Dank für deinen Rat, von einer echten Oma.

      • (20) 06.07.19 - 12:56

        Mich störten die Worte meiner Schwiegertochter, ja. Weil ich nicht von heute auf morgen einfach verschwunden bin. Ich habe das Thema mit meinem Jugendschwarm erzählt und würde bestärkt doch nochmal die Chance zu nutzen. Ohne Bestärkung, hätte ich mich wohl überhaupt nicht getraut.


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        Ich glaube, hier liegt der Hund begraben bei euch. Ihr ERWACHSENEN habt diskutiert, die Kleine stand vor vollendeten Tatsachen, nämlich Oma ist weg und das länger als die üblichen 2 Wochen Urlaub.

        Deine ST sah die Kleine leiden und musste trösten. Da springt sie als Mutter natürlich in die Presche. Hast du bei deinen Kindern sicher damals auch getan.

        Bei den Telefonaten stelle ich mir vor, dass du beschreibst, wie toll dein Leben hier gerade mit dem Mann ist. Und da soll wer sagen, die Kleine leidet, komm zurück? Wirf deinen zweiten Frühling weg und betreue wieder die Enkelin? Du darfst so gesehen kein eigenes Leben haben, wenn man damit ankommt.
        Sie haben dir die Reise definitiv gegönnt, keine Frage (meine SM hat auch grade eine neue Beziehung nach 20 Jahren alleine sein - ich gönne es ihr, aber ihre Jammerei sie verpasst bei meiner so viel weil sie nie Zeit hat, nervt), doch du kannst nicht erwarten, dass alles auf Eis gelegt wurde, als du weg warst.

        Biete doch an, ein oder zwei Stunden mit der Kleinen wieder was zu unternehmen. Nicht gleich wieder einen fixen Nachmittag. Kleine Schritte der Annäherung. Wenn ihr euch eigentlich gut versteht, werden skch die Wogen garantiert wieder glätten.

        Meine Oma wohnt auch weit weg, ich sah und sehe sie selten. Aber das ist einfach Gewohnheit und nicht mit eurer Situation zu vergleichen.


        Ihr schafft das sicher.


        lg lene

(21) 05.07.19 - 15:47

Ich verstehe deine Schwiegertochter auch.

Es hört sich an, als hätte die kleine sehr unter der plötzlichen trennung gelitten und da ja wirklich absehbar ist, dass du wieder auf unbestimme zeit aus ihrem leben verschwindest, würde ich als mutter auch dafür sorgen, dass das kind diesen trennungsschnerz nicht nochmal mitmachen muss.
Nicht um dir eins reinzuwürgen, sondern um mein kind zu schützen.

(22) 05.07.19 - 15:56

Hey ich kann verstehen dass dich dad verärgert, aber verstehe auch deine Schwiegertochter. Versetz dich mal in die Lage der kleinen. Die Schwiegertochter sagt, dass es für die kleine nicht sehr leicht war als du weg warst. Wenn du jetzt wieder viel Zeit mit ihr verbringst bindet sie sich wieder an dich und wenn du dann nach 2 Monaten wieder gehst macht sie das nur noch trauriger...weil sie ja dann wieder mehr an dir hängt. Ich denke ich würde genauso wie deine Schwiegertochter reagieren.

(23) 05.07.19 - 16:04

Hallo, du hattest angeboten das Kind, 1mal die Woche fest zu betreuen. Dann bist du unzuverlässig geworden und zum Schluss warst du monatelang weg.
Jetzt ist dir langweilig und deine Enkel sollen zur Unterhaltung beitragen. Aber auch nur solange dein Schatzi keine Zeit für dich hat.
Zweijährige können sehr stark leiden, wenn eine feste Betreuungsperson wegfällt. Und den Worten deiner Schwiegertochter nach , hat dein Enkelkind gelitten.

Ich würde dich auch auf Abstand halten. Deine Einstellung kann ich nicht verstehen.

Gruß Sol

(24) 05.07.19 - 16:06

Nun ja, du warst natürlich eine enge Bezugspersonen deiner Enkelin und in ihren Alltag integriert. Ich vermute mal, dass die kleine dir nachgeweint hat. Daher kann ich deine Schwiegertochter schon verstehen.

Es steht dir natürlich zu dein Leben so zu gestalten wie du es möchtest. Das was ich gelesen habe, fand ich super. Nur musst du auch damit leben, dass sich nicht alles nach dir richtet wie es dir passt.

Dein anderer Enkel ist 15. Zwei meiner Söhne sind in ähnlichem Alter. Besuche bei den Großeltern finden durchaus statt, aber die Interessen von ihnen liegen überwiegend außerhalb der Familie. Was ich für das Alter durchaus normal finde.

  • (25) 05.07.19 - 17:21

    Ich hätte nicht erwartet, dass die kleine so leiden würde. Ich dachte nicht, dass sie sich so an mich binden würde. Als mein Enkelsohn geboren wurde, war ich noch voll berufstätig und hatte die Zeit nicht. Mein ältester wohnt auch nicht im Ort, wir Skypen viel. Da springt er mal ins Bild und sagt hallo.
    Vielleicht drückt doch mehr schlechtes Gewissen, als ich zugestehen möchte.

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