Oma wird ganz traurig wenn du Mama sagst...

Hallo Ihr Lieben,

ich würde gerne Eure Meinung wissen wollen, was ihr zu dieser Aussage sagt.

Kind ist mit der Oma spazieren, meine Tochter sagt „Mama, Mama, Mama“. Die Oma erwidert darauf hin „Die Oma wird ganz traurig, wenn du Mama sagst“ und tut so als ob sie weint.

Ich fand’s nicht so toll wie sie reagiert hat, da kann man doch was positives sagen wie z.B. Wir fahren noch eine Runde mit dem Kinderwagen und dann gehen wir heim zur Mama, sie freut sich schon wenn du wieder zu Hause bist.

Zur Oma habe ich nichts gesagt, weil ich denke sie würde es nicht verstehen.

Lg Lena

Hallo,

lt. VK ist deine Tochter ein Jahr alt, logisch, dass sie da oft "Mama, Mama, Mama" sagt, auch wenn du nicht dabei bist.

Tja, Oma war wohl ein wenig traurig, dass die Kleine dich gleich vermisst hat und hat eben so reagiert, wie sie reagiert hat. Sie hätte auch wie von dir gewünscht positiver reagieren können, ich finde ihre Reaktion jetzt aber auch nicht dramatisch.

LG

Nici

Genau, meine Tochter versteht das noch nicht. Ich will nur nicht, dass sie ein schlechtes Gefühl hat wenn sie mal älter und versteht, dass wenn sie wirklich zur Mama will dass dann die Oma ganz traurig wird.

Hallo,

ich wäre da relaxt und würde nicht davon ausgehen, dass die Oma bei jedem Spaziergang gespielt in Tränen ausbricht, wenn die Kleine wieder Mama sagt.
Deine Tochter wird sicher, wenn sie älter ist, die Zeit mit Oma noch mehr genießen können und dann vermutlich nicht mehr laufend "Mama" sagen und Sehnsucht nach dir haben.

Wird sich schon alles einpendeln.
Wenn du natürlich mitbekommst, dass Oma der Kleinen permanent ein schlechtes Gewissen einreden will, sobald sie äußert, zu dir zu wollen, musst du wohl mit ihr sprechen, dass du das nicht möchtest.

LG

Nici

Verstehe ich nicht, hat die Oma dir das so erzählt oder woher weißt du das?

Genau, sie hat es erzählt weil sie es witzig fand das sie so getan hat als würde sie jetzt weinen.

Naja, da würde ich ihr halt freundlich sagen, dass das nicht so witzig ist und erklären, warum.

Ich finde es immer wieder faszinierend, dass manche Mütter glauben, Omas könnten mit einem Satz die ganze bisherige Erziehungsarbeit ruinieren. Dein Kind ist ein Jahr alt. Meinst du, dass es sie so belasten wird, dass du da intervenieren musst? Man kann von anderen nicht immer erwarten, dass sie alles so machen, wie man es gerne hätte. Kein Zucker bis X Monaten, ok. Zähneputzen vorm Zubettgehen, auch ok. Aber alles nur positiv betrachten finde ich tatsächlich etwas zu viel. Das ist vor allem auch anstrengend, wenn man ständig im Hinterkopf haben muss „wie möchte die Mama, dass ich jetzt reagiere?“
Lass die Omas machen, mit ein bisschen Nehativität und falschem geweine ist noch kein Kind gestorben. Im Gegenteil: sie lernen so, dass es woanders eben anders zugeht als daheim!

Nein, so schlimm ist das nicht. Aber wenn die Oma noch nicht dement ist (wenn sie das wäre, würde man ihr kein Kind anvertrauen) kann man es ihr doch einfach sagen, wie das künstliche Geweine wirken kann. Vielleicht macht sie sich ja Gedanken, und wenn es nochmal vorkommt ist es auch kein Drama.

Ja man kann es ihr sagen, natürlich. Aber man sollte auch nicht so tun, als wäre die ganze Erziehung dahin, wenn eine andere Generation es eben anders macht (außer körperliche Gewalt natürlich)

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Das machen doch viele Omas. Meine Schwiegermutter übrigens auch. Ich denke, sowas war früher eine normale Erziehungsmethode. Aus heutiger Sicht furchtbar.
Man darf aber nicht vergessen, dass diese Generation auch Kinder grossgezogen hat und zwar mit Erfolg!
Ich halte in solchen Situationen beide Ohren zu, schäme mich fremd und ignoriere das. Meine Kinder machens übrigens genauso (abgesehen vom fremdschämen).

Nicht bei allen hat diese Art zu Erfolg geführt. #schein

Darf ich um Beispiel bitten? ;-)

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Manchmal muss man sich schon wundern, wegen welcher Kleinigkeiten gleich im Internet um Rat gefragt werden muss.
Sag doch der Oma ganz einfach, dass Du so ein künstliches Geweine nicht magst und fertig.
Geh ich recht in der Annahme, dass es nicht Deine Mutter ist?
LG Moni

Manchmal hat man einfach auch sehr empfindliche Omas, die jeden Wunsch als Kritik auffassen.

In diesem Fall aber auch sehr empfindliche Schwiegertöchter.
In Kombination natürlich ein Pulverfadass;-)

Ich mag das auch absolut nicht. Emotionale Erpressung. Auch, wenn das hart klingt.

Ich glaube aber tatsächlich, dass das in der Generation unserer Eltern einfach üblich war, solche Dinge zu machen und zu sagen. Ich würde, da du ja nicht direkt etwas dazu gesagt hast, einfach mal abwarten, ob sowas öfter vorkommt. Wenn ja, beim nächsten Mal ansprechen. Ein Drama ist es sicherlich nicht, aber schön finde ich es auch nicht.

Ich würde ihr auch sagen, dass du dieses künstliche Buhuhu nicht magst. Es soll dem Kind halt ggf ein schlechtes Gewissen machen.

Das Mama rufen muss noch nicht mal etwas "Negatives" wie Vermissen ausdrücken. Es gibt durchaus eine Phase bei Kindern wo plötzlich jede Frau (und manchmal überhaupt alles und jeder) mit Mama betitelt wird. Entweder weil das Kind mit Mama etwas Schönes verbindet oder weil es in der Findungsphase ist und beginnt Rollen mit Personen zu verbinden.

Vielleicht hilft es der Oma sich weniger abgelehnt zu fühlen.

... oder auch einfach, weil sie nichts anderes sagen können, außer "Mama". Warum so kompliziert 😅

Klar, auch das. :)
War halt eine Überlegung was es so alles sein kann.

Guten Morgen, es gibt ein gutes Buch von Robert Betz, d.h. wahre Liebe lässt frei. Darin wird auch genau diese Problematik beschrieben. Der Mensch bekommt im Kleinkindalter schon suggeriert, dass er nur etwas wert ist, wenn es anderen alles Recht macht und wenn nicht, bekommt es ein schlechtes Gewissen eingeredet. Das fängt mit solchen Kleinigkeiten an das sie immer traurig ist wenn…und geht hin b.z. „du musst dich entscheiden, ob du zu deinem Vater oder deiner Mutter hältst“, wenn es um Trennungen der Eltern geht. In diesem Selbstwertmangel verliebt sich der junge erwachsene Mensch dann häufig in einen Menschen, der ebenfalls auf der Suche nach Vollkommenheit ist. Das endet in der Partnerschaft häufig damit, dass man etwas sucht, was einem selbst fehlt. Anstatt den Partner als Bereicherung anzusehen, wird er als Teil von sich selbst wahrgenommen. Wenn dann die AnfangsVerliebtheit vorüber ist, fangen die Probleme an. Wenn sich der Partner distanziert, um eigene Interessen wahrzunehmen, wird an seiner Liebe gezweifelt und man fällt in alte Muster zurück. Das Ende der Partnerschaft ist dann häufig die Trennung. Das geht jetzt natürlich alles ziemlich weit, aber was ich damit sagen möchte ist, dass dieses „die Mama ist aber traurig wenn du mir kein Küsschen gibst“ oder „Die Oma muss jetzt aber weinen, wenn du nicht auf sie hörst“ auf Dauer ein Kind schon negativ beeinflussen kann und es konditioniert. Wenn auch nur unterbewusst. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Thema anzusprechen, damit das Kind kein schlechtes Gewissen entwickelt. Liebe Grüße

Oder: "Du mußt essen, sonst ist die Mama traurig" ... damit zieht man sich dann die Eßgestörten Kinder heran.

Genauso ist es...aber das sind dann meist auch nur Menschen, die es als Kind nicht anders erfahren haben. Es ist manchmal echt anstrengend...!

Naja, so richtig toll finde ich das auch nicht.

Aber du sagst, du willst ihr dazu nichts sagen. Das verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht wirklich.

Sag ihr doch einfach, das, was du hier geschrieben hast. Sonst ändert sich doch nichts.

Das Kind ist 1jährig, die Oma hat sich einen Spruch erlaubt, von dem sie dann auch noch selbst berichtet hat. Man kann echt aus jeder Mücke einen Elefanten machen...

Und ja, von seelischer Misshandlung, über emotionale Erpressung bis hin zu späteren Persönlichkeitsstörungen und Partnerschaftsproblemen liegt da alles als Folge drin...mannomannn.

Das ist doch Quatsch und völlig überzogen und hat ja auch keiner behauptet. In erster Linie geht es um die Beziehung zur Oma, die im Fall der Fälle auf Dauer darunter leidet. Natürlich bekommt das Kind von einem solchen Getue allein keinen langfristigen seelischen Schaden. Aber es muss doch auch nicht sein, oder?! Deswegen kann man doch auch einfach sagen, dass man es nicht gut findet. Und, dass es emotionale Erpressung ist, finde ich unbestritten. Über die Schwere dieser habe ich ja nun gar nichts gesagt.

Finde ich, dass geht gar nicht !!!

Man redet dem Kind damit ein, dass man für die Gefühle der Oma verantwortlich ist... wenn diese Art STandard ind er Erziehung ist, dann erzieht man dem Kind damit riesige, psychische Probleme an den Hals. Absolut unnötige Manipulation.

Oje.
Du willst nicht, dass dein Kind sich schlecht fühlt. Klar.
Es könnte ja sein, dass die Oma (oder jemand anders) irgendwann später mal eine ähnlich blöde Bemerkung macht. Und wenn das Kind dann älter ist, könnte es sein, dass sie das versteht. Und es könnte sein, dass sie das noch schlimmer findet als du jetzt.

Vielleicht wird sie sich - in drei Jahren oder so - tatsächlich schlecht fühlen.
Vielleicht wird jemand noch etwas viel gemeineres zu ihr sagen, um ihr absichtlich ein schlechtes Gewissen zu machen.

Vielleicht wird sie sich auch mal ein Bein brechen. Oder geschubst werden. Oder jemand lacht sie aus.

Aber in jedem Fall wird sie sich besser fühlen, wenn Mama das entspannt sieht und sagt "sowas passiert". Wenn Mama ein Drama draus macht ist klar, dass es nichts schlimmeres auf der Welt gibt...

LG!

Kann sie denn überhaupt schon Oma sagen? Vielleicht war es gar nicht, weil sie dich vermisst hat. Mein Kleiner hat auch schon Mama gesagt, wenn meine Schwester den Raum verlassen hat. Oder erzählt mir dauernd von Anna, der Erzieherin im Kindergarten. Oma und Opa sagt er noch nicht, obwohl er sie täglich sieht.

Rede mit ihr!

Meine Schiegermutter hat meinen Sohn mit ihrer Aussage mal so erschrocken, dass er geweint hat- die beiden saßen im Wohnzimmer und ich bin in die Küche gegangen. Und sie sofort total schrill und erschrocken zu meinem Sohn „Wo ist die Mama? Die ist weg!“- sie hat es seeeehr ungünstig und kinderungeeignet betont, sodass mein Sohn sich so erschrocken hat, dass er losgeweint hat- er hat übrigens gerade gespielt und hätte es vermutlich nicht mal mitbekommen.

Bei Kindern macht der Ton die Musik und ich finde schon, dass man auch mit Aussagen wie „wenn du Mama sagst, macht mich das traurig“ echt aufpassen sollte (das ist aber meine Einstellung und jede/r muss es natürlich selbst wissen). Viele sagen jetzt bestimmt „ach von einmal wird das Kind keinen Schaden nehmen“- aber sowas würde die Oma bestimmt nicht nur einmal sagen. Und ich finde durchaus, dass das Kind seine Mutter vermissen darf und da muss Omi adäquat drauf reagieren...

Hallo, erstmal finde ich den Spruch von der Oma unpassend - da hätte es hundert bessere Antworten für die Enkelin gegeben. Da das Leben, nicht nur für Kinder und Eltern sondern auch für Grosseltern ein stetiges Lernen ist, finde ich es sehr wichtig der Oma Feedback zu geben. So bekommt sie die Gelegenheit das gesagte zu reflektieren und etwas zu ändern. Das hilft dem zukünftigen Miteinander, vor allem dann wenn das Kind grösser ist und entsprechend empfänglicher fur solche Art von, nennen wir es mal Beeinflussung.
Ich verstehe, das sie evtl. erst Mal empfindlich reagiert, daher würde ich versuchen das Feedback sehr wohlwollend zu verpacken und eine klaren Bitte hinzuzufügen wie zB: Gerda, wir wollen doch alle nicht das Laura wegen sowas traurig wird, könntest Du daher bitte sie besser mit was positivem ablenken zB Oma spielt noch was schönes und oder sagt der Kleinen ich freu mich auch gleich Deine Mama zu sehen dann spielen wir drei noch schön zusammen / gehen auf Spielplatz etc. Wenn das alles nichts hilft würde ich ihren Sohn bitten dieses Feedback zu geben. Alles Gute und lasst Euch nicht unterkriegen!!

Ich verstehe Dein Bauchweh.
Es gibt so ein paar Sprüche und Verhaltensweisen bei der Familie, bei denen ich sanft gegensteuere wenn ich ihrer Gewahr werde.
Da gehört die klassische Struwelpeterpädagogik dazu, und auch eine emotionale Manipulation wir du sie beschreibst. Wenn ich sowas spitz kriege spreche ich es kurz und unaufgeregt an. "Du, ungünstige Formulierung, weil... Mir wäre lieber wir halten das so uns so..., Was meinst du?"
Ich renne keinem mit der Goldwaage hinterher und ich weiss manches mal rutscht in der Gewohnheit noch was raus, ich versuche einfach zu sensibilisieren. Und bis der Kurze so gross ist dass solche Sprüche wirken könnten geht's dann wahrscheinlich auch ohne.
Bei dem Spruch hätte ich wohl auch was gesagt...

👍👍👍
Genau so.

Ich kenne das, meine Mutter hat das auch dass sie so empfindlich ist und zu mir in Konkurrenz geht wenns um den Enkel geht. "Bekommt die Oma kein bussi so wie die Mama- hast du die Oma gar nicht mehr lieb?" Wenn wir bei der Oma sind tut sie alles für den Enkel und wenn seine Aufmerksamkeit dann mal für einen Moment abfällt hat sie sofort die Tendenz beleidigt zu sein. Sie kann das normale kleinkindverhalten auch nicht als solches deuten, zb ist sie auch schon in paar Situationen aus dem Raum raus und später mit verheulten augen zurück weil er ihr im trotz irgendeinen "dich mag ich nicht mehr" spruch gegeben hat.

Für mich ist das schwierig, ich hatte echt öfter schon mulmiges Gefühl ihn alleine dort zu lassen auch wenn sonst alles passt. Aber das sind halt psychospielchen die nicht gut sein können. Und erinnert mich daran dass mich diese schlechte gewissen schiene auch geprägt hat.

Klar man macht selber auch erziehungsfehler. Aber das ist ja kein Grund Dinge die offensichtlich nicht gut fürs eigene Kind sind einfach hinzunehmen.

Ich hab es ehrlich gesagt noch nicht thematisiert- eben weil sie so empfindlich ist ;). Aber das wird mir nicht erspart bleiben. Mein Mann findets auch gar nicht gut.

Familie ist halt immer irgendwo auch ein psychologisches Schlachtfeld. Ich glaube da hilft meist nur Humor und Fingerspitzengefühl.

Hallo, ich verstehe Dich total. Du machst keinen Elefanten aus einer Mücke, sondern Du spürst, wie die Oma das Kind versucht für sich zu gewinnen. Warum hat sie es nötig? Das Kind wird sie lieben wenn sie ein natürliches und vertrauensvolles Verhältnis aufbauen. Dazu gehört aber nicht das Kind zur Wahl zu stellen, wegen "Mama" rufen zu verurteilen. Im Gegenteil! Es sollte als absolut natürliches akzeptiert werden dass gerade kleine Kinder die engste Beziehung meistens zu ihren Müttern haben. Wenn Oma sagt, wir komme gleich zu Mama, und sie singt etwas für das Kind, oder lenkt es kurz ab, ist es viel besser als dieses Theater. Aber Ich kenne es auch von einer bestimmten Generation. Damals mussten sich die Kinder anpassen und ihre Gefühle würden nicht so stark beachtet. Auf den ersten Blick sind diese Kinder, die heute selber Eltern sind, sicher gut geraten. Sind brav und funktuonieten gut. Aber auf den zweiten Blick erkennt man viele Ungereimtheiten. Bindungsängste, fehlendes Vertrauen in sich selbst und in anderen, und vieles mehr.