10 jähriger Halbbruder

Hallo, ich habe eine Frage, die mich beschäftigt.

Die letzten zwei Wochen war der Sohn (10) meines Mannes da. Er wohnt ziemlich weit weg (beide Elternteile sind weggezogen, mein Mann wegen der Arbeit und die Mutter wegen der Liebe) und kann auch durch den Fußball höchstens mal an einem langen Wochenende oder aber eben in Ferien zu uns kommen. Aber dieses Mal musste mein Mann arbeiten und für gewöhnlich freue ich mich ja auch, wenn er da ist und unsere zwei kleinen (9 Monate und 2 1/2 Jahre) waren auch noch daheim und ich war guter Dinge, dass das schon klappen würde.
Dass ihm gewisse Umgangsformen nicht beigebracht werden, das wissen wir und fangen wieder jedesmal wieder von vorn an. Aber diesmal gab es einige Sachen, die mir sauer aufgestoßen sind und wollte gern wissen, ob ich überreagiere oder ob ich das nicht von einem 10 jährigen erwarten kann.
Einige Situationen.
Ich fange an den Frühstückstisch zu decken, Brötchen aufzubacken, dabei kommt der große kleine dazu und macht was er eben kann, Besteck hinlegen etc. Der stiefsohn setzt sich hin und fragt wann es denn endlich essen gibt. Äh, siehst du nicht, dass wir gerade den Tisch decken? Ich habe ihn dann gebeten doch einfach mitzumachen, dann geht es schneller (ich habe halt immer noch einen kleinen Schreihals auf dem Arm, weshalb es doch manchmal etwas langsamer geht). Die Situation hatte ich noch ein paar Mal.
Mittags haben wir immer nur einen kleinen Imbiss zu uns genommen, jeder wie er Hunger hatte. Ich habe alles raus gestellt und jeder konnte sich was machen. Den Brotbelag musste ich allerdings bei der Hitze zeitnah wieder in den Kühlschrank stellen. Die kleinen machen beide Mittagsschlaf und mit dem ganz kleinen muss ich mich einfach hinlegen, geht leider noch nicht anders. Er hatte noch nicht immer Hunger, wenn alles draußen stand, dann hab ich ihn gebeten, wenn er Hunger hat, er weiß wo alles steht, Brot lass ich auf dem Tisch stehen. Wir kommen wieder vom Mittagsschlaf und er stellt sich vor mich hin "ich habe Hunger" und erwartet, dass ich ihm jetzt was serviere. Auf dem Tisch steht das Brot und die Wurst ist im Kühlschrank, mach dir bitte eine Schnitte!
Wir haben auch immer mal ein bisschen drin gespielt, weil es zwischendurch unglaublich warm war und ich habe auch die kleinen dazu angehalten nicht die Bauwerke vom großen zu zerstören, einfach weil das für niemanden schön ist und die kleinen das ruhig lernen können. Hat auch gut geklappt, auch wenn bei meinem kleinen Trampeltier trotzdem mal passiert ist, dass was umfällt. Es war dann aber irgendwann so, dass der Große immer den kleinen die Spielsachen weggenommen hat und das gebaute zerstört hat, weil "ich brauch das gerade".
Und so lief einfach vieles, er erwartete, dass bei Wunsch sich alles nur um ihn dreht, bitte auch immer sofort, hat keine Rücksicht mehr genommen und war auch so extrem unselbstständig (es gab einiges wo mein 2 jähriger einfach selbstständiger ist, sich was zu trinken nehmen, beim losgehen einfach mal anziehen und los).
Mein Mann war auch ein bisschen angefressen ob des Verhaltens und ich frage mich aber gerade wirklich, reagiere ich vielleicht über, reagieren wir über? Wobei wir weniger sauer auf ihn sind, als auf seine offenbar nicht stattfindende Erziehung.
Ich hätte gern einfach mal in input wie rücksichtsvoll und blickig und selbstständig eure zehnjährigen sind und wie fordernd in kleinen Alltagsdingen. Schaffen sie es auch mal (nach bitten und aufzählen, was wir brauchen) ihren Rucksack für einen Ausflug selbst zusammen zu packen oder erwarten sie dass ihr das macht. Können sie sich mal eine Schnitte schmieren, wenn sie Hunger haben und sich selbstständig was zu trinken nehmen und wie rücksichtsvoll sind sie mit deutlich jüngeren Kindern (er musste wegen der kleinen wenig zurück stecken, nur der Mittagsschlaf und das war seine Tablet, lese und Handyzeit des Tages). Ich freue mich über Gedanken dazu.?
Ich habe ihn übrigens trotzdem sehr gern und kuschel auch am Abend viel mit ihm, falls man meinen Text anders versteht.

Wirklich ganz toll was Ihr für perfekte Kinder habt und so angefressen seit.
Himmel,das Kind ist nicht oft da wie Du schon sagst und muss EURE Regeln erst lernen,geht leider nicht über Nacht und nennt sich Erziehung.
Meine eigenen 6 Kinder waren in dem Alter noch nicht so perfekt wie all die tollen Kinder hier.
Auch ich bin Stiefmutter,sogar dreifache und ich kann Dir sagen,wer mit vIel Liebe und
konsequent seine Stuefkinder annimmt der muss nicht angefressen sein....warte ab bis Deine 10 sind...
Und immer dieses....die Mutter bekommt es nicht anständig hin 🙄
Dein Mann reißt sich auch kein Bein für sein Kind aus,mein Mann hatte die drei sehr oft bei uns trotz langem Weg und hat sich die Mühe gemacht sich um die drei zu kümmern und zwar mit Herz&Seele und war ganz sicher nie angefressen und ich als Stiefmutter auch nicht
Der arme Krel soll funktionieren...

Schade, dass man nur einen Stern geben kann. Immer dieses Gezicke gegen die Mutter/Ex des Mannes. Und das Hervorheben der eigenen Kinder. Schrecklich.

Liebe TE, glaub mir, die Kinder merken das, die haben feine Antennen. Ihr tragt Euer Gezicke, Eure Eifersucht und Eure Missgunst auf dem Rücken des Jungen aus. Das arme Kind.

Des Weiteren verstehe ich diese Anspruchshaltung nicht. Er ist 10. Vielleicht bin ich da ein Exot, aber ein 10jähriges Kind bekommt von mir - auch mit 2 Kleinkindern, so einnehmend ist das dann auch wieder nicht - ein Butterbrot gemacht. Da breche ich mir keinen Zacken aus der Krone. Wie hier schon gesagt wurde, das hat etwas mit (liebevoller) Zugewandheit zu tun und es täte dem Jungen gut, auch von Deiner Seite etwas Herzlichkeit zu spüren. Vielleicht hätte er dann selber auch mehr Lust, sich in den Alltag zu integrieren und auch mal den Tisch mit zu decken. Kinder spiegeln häufig. Wie man in den Wald ruft und so.

Hallo, von einem 10 jährigen den ich erziehe erwarte ich solche Dinge wie Tisch decken und sich selbst was zu essen machen ect. Aber wenn er so erzogen wird, wundert es mich wenig das er so ist wie er ist. Hast du ihm denn Essen gemacht als er es verlangt hat ?

Nein, habe ich nicht, aber diese Erwartungshaltung hat mich einfach gestört. Ich habe ihn auch auflaufen lassen, dann hatte er eben sein Tablet nicht mit auf dem Geburtstag meiner Oma und hat sich eben gelangweilt, aber Sachen, die "unwichtig" sind, trage ich auch nicht hinterher, nicht wenn er es einfach ignoriert und denkt, die wird das schon machen... (bei wichtigen Sachen kontrolliere ich natürlich nochmal und packe es notfalls selbst ein).

Ich habe kein 10 Jähriges zu Hause aber meine Tochter ist 7 1/2 und packt ihre Sachen selber ein wenn wir weg gehen.
Sei es Schwimmbad, zu Freunden....
Sie macht sich auch mal selber ein Brot und deckt den Tisch oder räumt ihn mit ab.
Das macht sie auch bei ihren Freunden so und ihre bei uns.
Sie macht sich selber fertig, nur die Haare mache ich weil sie sehr dick sind.

Also von einem 10 Jährigen sollte man schon was erwarten können.
Aber da ist die Mutter wohl Schuld und du wirst ihn leider in so kurzer Zeit nicht umerziehen können.

Ihr seht den Sohn deines Mannes so selten. Für mich hat er sich vollkommen normal verhalten er muss auch erstmal eure Regeln und den Tagesablauf kennenlernen und sich daran gewöhnen. Wobei er dazu ja auch nicht wirklich Zeit hat, weil er dann wieder nach Hause fährt.
Du bist die Erwachsene also sag es Ihm jedes Mal! Er ist 10 und keine 21. Da muss man eben darum bitten und es Ihm 5-mal erklären.
Er macht ja irgendwie auch Urlaub bei euch und es ist etwas besonderes für Ihn. Ich hätte ihm auch wirklich ein Brot geschmiert und es ihm in den Kühlschrank gestellt… das ist ja auch eine Form von liebe und eine Aufmerksamkeit die Ich für meine Kinder gerne mache. Nicht immer aber einfach manchmal.
Das mit der Eifersucht kann ich auch irgendwie verstehen. Da musst du eben auch klare Regeln aufstellen an die sich alle Kinder zu halten haben (je nach alter) und Ihn eben ermahnen, wenn er sich nicht daranhält. Aber für Ihn ist es eben eine ganz neue Situation und er hat nicht mal die Chance sich wirklich daran zu gewöhnen. Ich wäre also wirklich nicht so streng mit Ihm und würde die Erwartungshaltung drastisch hinunterfahren.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es bei seiner Mutter auch Regeln gibt und der Alltag mit Tischdecken und solchen Sachen abläuft, er aber bei euch einfach probiert drumherum zu kommen. Auch das kann man ihm nicht verübeln.

Genau so ist es,da einfach Herzblut reinlegen den kleinen etwas verwöhnen.....

Dass er immer erstmal Anlaufzeit braucht, das wissen wir und ja, wenn er da ist, versuchen wir eigentlich immer, dass es ihm gut geht, dass wir Ausflüge für ihn machen und ihm das Lieblingsessen kochen...
Ich habe auch keine Not es ihm 100mal zu sagen, dass er bitte sein Zeug zusammen packen soll, aber dabei ignoriert zu werden und sich dann zu beschweren finde ich nicht richtig.
Ich habe übrigens "nebenbei" noch zwei Kinder unter 3 zu versorgen, der große von beiden ist in den zwei Wochen tatsächlich zu kurz gekommen, weil sich mehr oder weniger alles darum drehte, dass es dem großen gut geht. Das Baby ist übrigens eins von denen, die sich nicht einfach mal irgendwo hin setzen lassen, sondern, den habe ich eigentlich immer bei mir.
Ich habe den großen am meisten verwöhnt und trotzdem legt er eine Erwartungshaltung an den Tag, die mich einfach geärgert hat. Wir haben viel unternommen und schöne Sachen, aber das war für mich jeden Tag ein Akt, mit allen 3en los zu fahren und ich hätte es wohl einfach schön gefunden, wenn ich ihn nicht auch wie ein kleinkind behandeln müsste. Verwöhnt wird er offenbar von seiner Mutter und auch von seinen Großeltern (meinen Schwiegereltern, die ihm wirklich alles hinterher tragen, ihn vom Bett an den Frühstückstisch begleiten)...
Ich kann ihn mit den zwei kleinen Kindern nicht so verwöhnen, wie er das gerne hätte.

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Hallo, mein ältester Sohn wird bald 9.
Er kann durchaus seine Brote schmieren und rucksäcke packen. Macht das in der Regel auch zuverlässig. (Braucht aber Aufforderungen)
Aber er genießt es natürlich auch, manchmal verwöhnt zu werden (nicht zu oft natürlich). Er ist immer der große und freut sich manchmal betüddelt zu werden und nur zuzuschauen, wie seine Geschwister betüddelt werden!
Und den Jungen kann ich verstehen. In einer fremden Umgebung ohne Kumpel, bei einer nicht ganz vertrauten Person und 2 kleinen Kindern im Haus fühlt er sich wahrscheinlich unwohl. Und ich kann mir gut vorstellen, dass er sich ordentlich langweilt!
Warum arbeitet dein Mann, wenn er doch so selten da ist? Wie lange wird er bleiben?arbeitet dein Mann während des Besuch seines Sohnes die ganze Zeit?
Vielleicht hat eine Freundin/Bekannte/Nachbarin einen Sohn zwischen 8 und 12 ungefähr und ihr könnt die beiden zusammen stecken? Meiner Erfahrung nach braucht es bei Jungs in dem Alter nur einen Fussball und die Jungs sind beschäftigt.
Vielleicht gibt es eine Kinder und Jugenfarm in der er Kontakte knüpfen kann und sich Altersentsprechend beschäftigen kann?
Lg

Ich finde du übertreibst. Es ist erst zehn und nicht oft bei euch. Dann ist sein Vater auch nicht da. Das ist doch sicherlich schwierig für ihn. Er traut sich wahrscheinlich nicht sich selbst zu bedienen. Er muss sich erst an die Umgebung und die Abläufe gewöhnen. Hat er zu Hause jüngere Geschwister? Oder Kontakt zu kleinen Kindern? Ich stimme dem Kommentar weiter oben zu. Er sollte einfach ein bisschen Urlaub machen dürfen und etwas verwöhnt werden. Er hat es schon schwer genug.

Das Kind ist 10 und selten bei Euch. Schon extrem doof, wenn der Vater dann keine Zeit hat. Denn eigentlich ist es seine Aufgabe sich seines Kindes anzunehmen. Lass mich Raten. Den Familienurlaub macht ihr nur mit den zwei kleinen Kindern.
Das Kind hat JETZT Ferien. Die Zeiten stehen lange fest. Und dann hängt er 14 Tage bei dir ab. Juchee. Also viele 10-jährige würden die Wände rauf gehen.
Meine Tochter ist 8, fast 9. Aber selbst sie würde irgendwann kapitulieren. Die ganze Zeit zu Hause bei dir mit zwei sehr kleinen Halbgeschwistern. Ein Traum für Jungs in dem Alter.

Mittag besteht für mich nicht aus Brote. Klar, wenn man unterwegs ist. Aber Schulkinder sind von Broten meistens übersättigt. Und wenn er schon so selten da ist, dann hätte man die Tiefkühltruhe vorberieten können. Schade dass du nichts für ihn gemacht hast.
Irgendwie war sein Urlaub bei euch also extrem anstrengend für alle. Und nun? Weiter so? Oder wann hat der Vater Lust die Vaterrolle für seinen großen Sohn mal wieder anzunehmen. Wenigstens ein Wochenende nur Vater und Sohn zum Camping hätte was gebracht. Zeit ist mehr wert als alles andere. Nun gut.
Wenn deine Kids 10 sind denkst du hoffentlich anders drüber.
Auch dieses untertönende Gemecker auf die Mutter ist unangebracht. Das Kind ist bei euch selten, weil es vom Vater nicht öfter verlangt wird. Insofern erzieht die Mutter nach ihren Regeln. Ende. Wer mehr mitsprechen will, der muss sich auch mehr beteiligen.

Wir planen unsere gesamte Freizeit und die Urlaube um die Ferien und freie Zeiten. Die Mutter schmeißt kurzfristig alles um, kein Problem, kriegen wir hin. Aber dieses Mal haben wir es nicht hinbekommen. Jedes Jahr in den Sommerferien, verschieben wir unsere Urlaube kurzfristig, fahren später los, kommen eher wieder etc. Jedesmal mit Stress mit unseren Arbeitgebern. Diesmal hat der Arbeitgeber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es liegt nicht immer an den bösen Vätern, die sich nicht kümmern.

Und wir haben viele tolle Ausflüge und Sachen gemacht, die mehr als einmal für die kleinen zu viel waren. Ja auch sie müssen da durch. Aber zwei Tage waren es einfach 40 grad im Schatten, da ist niemand freiwillig vor die Tür. Und wenn er gewollt hätte, dann wir haben 2000m² Grundstück mit allem was man so braucht, dann hätte er natürlich raus gehen können. Wollte aber keins der Kinder.

Das, was Du beschreibst, kann man von einem 10-jährigen erwarten, ja!
Aber ich würde auch von einem 9-Monate alten Kind erwarten, dass es mittags allein schläft und dass man es mal absetzen, -legen kann.

Danke....
Ich dachte schon, ich wäre die Einzige die das so sieht...

Hallo,

ich halte das für ein ziemlich normales Verhalten für einen 10-jährigen....

Meine Kinder haben super-gerne und ohne Auffordung beim Tisch-decken, Wäsche-aufhängen etc. bis sie etwa 5/6Jahre alt waren- da war das eben spannend und sie fühlten sich groß. Jetzt (die ältesten sind 12) tun sie das nicht mehr gern- sie müssen natürlich trotzdem (zumindest ab und zu) und dann tun sie es auch, aber ich finde es ziemlich normal, dass sich ältere Kinder da mehr anstellen, als dein Lütter.
Und der Spruch "Wann gibts endlich essen?!" während ich gerade den Tisch decke, könnte genauso von meinem kommen. Und ja, ich ärgere mich dann auch total, dass er nur erwartet und nicht mit anpackt, aber ich fürchte, dass ist ziemlich normal und kein Anzeichen von mangelnder Erziehung (Und gleichzeitig völlig in Ordnung, wenn du ihn dann auch mithelfen lässt und was dazu sagst!).

Sachen packen konnte meine Große schon mit 8 perfekt (da hat sie ihre eigenen Reisekoffer gepackt und zwar tippitoppi), mein Sohn gar nicht. Es ist, glaube ich, ein Mix aus keine Lust und Überforderung.
Es ist völlig in Ordnung, von einem 10 jährigen zu erwarten, dass er seine Sachen für einen kleinen Ausflug selber einpackt und es ist auch in Ordnung, ihm das Tablet dann nicht hinterherzutragen. Aber es ist eben auch reativ normal, wenn er das nicht immer zielstrebig tut.

Ich finde es hört sich eigentlich wirklich alles ziemlich "normal" an, sowohl das Verhalten des Kindes (der ja zudem eher Gast in eurem Hause ist und dort die Abläufe und Regeln noch nicht so gut kennt und sich vielleicht auch nicht so selbstverständlich bedient und beteiligt) als auch deine Reaktion darauf. Allerdings täte ein bißchen mehr Gelassenheit gut....

Und fahrt ihr diesesn Sommer gar nicht in den Urlaub? Sonst wäre es wahrscheinlich für alle Beteiligten viel schöner, wenn ihr den (Stief-)Sohn einfach mit in den Famiienurlaub nehmen könntet. Dann hast du deinen Mann da zur Unterstützung und dein Sohn hat seinen Papa da, den er ja sonst eher selten sieht und außerdem ist das Programm und der Anspruch da ein anderer....

Schade, dass dein Mann keinen Urlaub hatte und auch mal was exclusiv mit seinem Sohn hätte machen können.

Das kommt in den Herbstferien, da hat mein Mann dieses Jahr 2 Wochen unter der Woche nur Zeit für ihn. Das war schon so geplant, weil es im Sommer dieses Jahr nicht funktioniert hat. Normalerweise ist es schon so, dass wenn er da ist, es Ausflüge und Erlebnisse nur für die beiden gibt. Und es geben sich alle Mühe, dass er hier eine tolle Zeit hat, hatte er auch dieses Mal und er war todtraurig als er gefahren ist.

Hallo.

Meine Mädels sind 7 und 9 und ja, alles was du aufzählst, könnten sie alleine. Allerdings hatte der Junge bei euch ganz andere Rahmenbedingungen und da finde ich es doch sehr schade, dass ihr ihn am Ende auch noch als Buhmann hinstellt.

Er war bei euch zu seinen Ferien und das mindeste wäre gewesen, dass sich sein Vater Zeit für ihn nimmt. Ich wäre auch sehr traurig, wenn ich bei meinem Vater zu Besuch wäre und er wäre nicht da oder würde sich keine Zeit nehmen.

Zudem lese ich heraus, dass sich deine bzw eure Welt nur im die jüngeren Geschwister dreht. Weil SIE Mittagsschlaf machen, muss er..... weil SIE Mittags nur ne Kleinigkeit essen, muss er...... weil das Baby permanent getragen werden muss, muss er...... weil das Baby nicht alleine schläft, muss er.....

Wann habt ihr euch denn mal nur Zeit für den Großen genommen?etwas mit ihm allein unternommen? Ach nee, rausgehen ging ja nicht, weil es für die Kleineren zu warm war.

Eure Kleinen sind die Priorität, der Große eine Option. Das finde ich sehr schade und traurig. Und dass dein Mann wegen seiner Verhaltensweisen angefressen ist, kann ich gar nicht nachvollziehen. Er sollte lieber einmal sein eigenes Verhalten reflektieren.

Ihr bzw du bemängelt die Umgangsformen des Jungen, die er ja nicht beigebracht bekommen hat. Nimm es nicht persönlich, aber deine sind nicht besser.

Mir tut der Junge leid und ich könnte nachvollziehen, wenn er keine Lust mehr hätte, seine Ferien bei euch zu verbringen.

Es waren zwischenzeitlich 40 Grad, das war dem Großen auch zu warm. Alles Ausflüge haben sich nur darum gedreht, dass er Spaß hat und es ihm gefällt, auch wenn es für mich mit den zwei kleinen nicht nur einmal ein Kraftakt war und sorry bei fast 40 Grad im Schatten, geh nicht mal mehr ich freiwillig vor die Tür, der Große auch nicht.
Ich habe ihn auch nicht als Buhmann hingestellt, ich habe ihn wirklich gern, auch wenn er mich fordert, sonst hätte ich dem sicher nicht zugestimmt, ihn mit her zu holen, auch wenn mein Mann arbeiten ist. Aber es gab eben Sachen, die mir sauer aufgestoßen sind, deswegen finde ich nicht das ganze Kind blöd. Aber es war einfach schwierig für mich und ich habe gefragt, ob ich übertrieben reagiere (zu ihm war ich bis auf ein Mal wirklich freundlich, habe ihn freundlich, aber bestimmt gebeten, sich beispielsweise seine Schnitte selbst zu machen) offensichtlich erwarte ich zu viel von ihm. Das war meine Frage und nun habe ich Antworten.

Das klingt jetzt schon ein wenig anders als in deinem Ausgangspost. Der war nämlich fast nur negativ und es klang sehr danach, dass der Junge "störend" ist. Natürlich kann ich nachvollziehen, dass man bei 40 Grad keine Lust raus hat. Dass ihr euch sonst sehr nach ihm richtet, konnte man nicht herauslesen. Dann kann ich dich schon teilweise verstehen, dass er so gar kein Bock hatte, irgendwas zu machen.

Aber ich glaube, das liegt auch einfach am Alter. Die Kids sind in der Vorpubertät. Auch ich muss meiner großen Tochter oft immer wieder das Gleiche sagen, bis sie es mal macht. Ja, das ist nervig. Aber ich glaube, auch diese Phase geht vorbei. Zumindest hoffe ich es.

Hat er mal mitbekommen, wie ihr über seine Mutter sprecht?

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Das Kind ist wie es ist und ich glaube nicht dass die Mutter zwangsläufig Schuld daran hat, dass der Sohn bei euch so fordernd ist. Ihr wisst doch gar nicht, wie er sich bei der Mutter verhält. Natürlich dürft ihr Regeln haben und die auch bei euch einfordern. Aber wovon du berichtest sind ja wirklich Kleinigkeiten.

Außerdem ist die Situation eben auch besonders und wird es immer sein. Er ist mehr zu Besuch und ein Gast. Er wird niemals selbstverständliches Familienmitglied sein, das einfach seine Aufgaben hat. Das ist hart für ihn, aber es hilft auch nicht, wenn man so tut, als ob es so wäre. Gönn ihm doch die drei Wochen verwöhnt werden. Bzw. Ich finde, ok, dass du dann sagst er solle schnell mit helfen beim Tischdecken, aber mach das doch einfach ohne unterschwellig mitklingen zu lassen, dass das unmöglich von ihm war, dass er nicht selbst darauf gekommen ist. Ihm zu sagen, was ihr erwartet, ist ok, aber ihn, wenn auch nur unterbewusst, spüren zu lassen, er sei irgendwie nervig und lästig, weil er nicht weiß, was ihr von ihm erwartet, muss für ihn fürchterlich sein.

Den Schuh, dass sich ein Elternteil gerade nicht gut verhält, sollte sich schon der Vater anziehen. Er hätte da sein sollen und Brote für seinen Sohn machen sollen. Er sollte jetzt mit ihm Türme bauen. Er sollte mit ihm lesen oder etwas am Tablet spielen.

Er kann sich kein Urlaub nehmen? Für euren Familienurlaub dann aber vermutlich schon, oder?
Kinder brauchen ihre Väter.
Bemüht er sich wenigstens früher aus der Arbeit zu kommen?

Als Scheidungskind hat man so oft das Gefühl zu kurz zu kommen. Auch wenn man versucht, das als Erwachsener rationaler zu sehen. Da ist einfach Sehnsucht Zeit mit dem Vater zu verbringen. Man will ein bisschen betüdelt werden, das hatte man ja schließlich auch nicht so oft von dem Elternteil bei dem man nicht lebt.

Mutter des Kindes hat ihrem Sohn zwei mal die Familie genommen. Und hat leider auch keine Lust auf Zusammenarbeit mit dem Vater. Da ist unheimlich viel vorgefallen. Wenn mein Mann und sein Nachfolger, von dem sie sich ja auch schon wieder getrennt hat, nicht der Kinder wegen zusammen arbeiten würden, würde gar nichts mehr funktionieren.

Seit Jahren planen wir unsere Freizeit um den großen. Die Mutter schmeißt alles um, kein Problem, kriegen wir irgendwie hin, auch wenn uns das regelmäßig Streß mit unseren Arbeitgebern eingebracht hat, vor allem mit meinem...
Winterferien, Osterferien, Himmelfahrt, langes Wochenende um den 3. Oktober, Herbstferien, Weihnachtsferien plus die Wochenenden, wo wir mit Kind und Kegel in seine Nähe fahren, damit wir ihn sehen und er trotzdem zum Fußball fahren kann, sind nur die Ferien, die wir dieses Jahr gemeinsam verbringen, in denen auch mein Mann frei hat. Beim Sommer hat es dieses Jahr einfach nicht funktioniert. Aber klar, es sind immer nur die Väter. Mein Mann hat auch nur 24 Tage Urlaub, das ist jedesmal ein Gerechne und Geschiebe.
Wir haben ihm trotzdem angeboten zu kommen, auch wenn er wusste, dass es diesmal so sein würde..
Ja es sind Kleinigkeiten und trotzdem haben sie mich auf Dauer geärgert. Deswegen war ich trotzdem freundlich zu ihm, habe ihn trotzdem lieb und trotzdem kuschelt er jeden Abend mit mir und mit seinem Papa und das so lange, wie er es braucht.

Da habe ich wohl vorschnell geurteilt.
Schön, dass ihr so viel versucht. Aus eigener Erfahrung kann ich trotzdem nur sagen, dass es wahrscheinlich irgendwie nie genug ist. Als Scheidungskind kann da einfach eine Art Loch bleiben. Das muss nicht so sein, aber es kann.
Dann muss man vielleicht einfach lernen, das zusammen auszuhalten. Regeleinhaltung einzufordern, wo es wirklich nötig und wichtig ist und ansonsten versuchen, sich möglichst wenig darüber zu ärgern, dass er manchmal schräge Aktionen bringt.
Und vielleicht haben manche der anderen Schreiber auch total Recht und es ist einfach vorpubertäres Verhalten. Da würde man bei eigenen Kindern auch sage , dass sie bestimmte Dinge selbst erledigen sollen. Dann gibt es vielleicht kurz Streit und danach verträgt man sich und zeigt sich, dass man sich mag. Also vielleicht das ganze doch nicht so hoch hängen und als ganz normal Vorgänge und Entwicklung einer Familie sehen?

Essen und Trinken nehmen KÖNNEN kann mein Kind schon seit dem Kindergartenalter.

Aber gemütlicher ist es gemeinsam. Das heißt, es kommt öfter mal ein: "ich habe Hunger".
Das heißt aber nicht, dass ich sofort springe. Im Gegenteil.

Meist ist es ein Ausdruck, dass sie Hunger hat, aber nicht alleine essen möchte.
Letzteres kann ich gut nachvollziehen. Ich bin erwachsen und in der Lage mir selbst etwas zu machen.
Jedoch finde ich es gemütlicher gemeinsam zu essen. Also sage ich bescheid, wenn ich mir etwas zu essen mache. Manchmal setzt sie sich dazu, manchmal nicht.

Feste gemeinsame Mahlzeiten haben wir.
Die Snacks zwischendurch sind unterschiedlich. Da brauche ich häufigere in kleineren Mengen als mein Kind.


Tisch decken macht meistens mein Kind. Zu Hause!
Bei Freunden hilft sie dann mit, wenn andere es machen. Sie macht es sehr gerne.
Manchmal traut sie sich auch einfach nicht.

Bei Freunden/Verwandten gehe ich bis heute nicht an den Kühlschrank.
Das wurde mir so beigebracht. Kühlschrank und Schlafzimmer anderer ist ein TABU.
Bei engen Freunden, engen Verwandten, wenn wirklich jeder mithilft, kann ich es. Sonst warte ich ab oder nehme nur Getränke, die außerhalb sind. Ist doof, aber DIE Erziehung sitzt.


Ausflugstasche packen klappt - mal mehr, mal weniger.

Ist meinem Kind der Termin/Ausflug sehr wichtig, klappt es richtig gut.
Ist mir der Ausflug wichtig und Kind kommt eben mit, dann klappt es nur mäßig.

Am besten klappt es, wenn wir es gemeinsam machen.


Bei Freunden mit mehreren Kindern ist es so:
hat ein Kind einen Ausflug, klappt es wunderbar.
Gehen sie als Familie, klappt es nur, wenn alle Kinder "gleich viel" tun "müssen". Machen sie es zeitgleich, klappt es super. Drückt sich ein Kind und Mama übernimmt einen der Rucksäcke zum Teil, streiken auch andere.
Deeeeer/Diiiiiiiiie wird bedient und ich muss immer selber machen.
Egal, welches Alter. Sobald ein anderes Kind mehr/weniger darf/bekommt/Unterstützung bekommt, läuft es schon mal anders.

Machen die Geschwister das gleiche, wollen sie alle groß sein und schneller und wer besser gepackt hat.



Zu den Bauwerken kann ich nichts sagen. Da waren meine großen Geschwister (über 10 Jahre älter) auch nicht anders.



Zu Hause ist mein Kind sehr selbständig.

Bei Freunden/Verwandten/Bekannten kommt es auf die Situation an.
Offizielle Erlaubnis!
Begleitung.
Sie hilft sehr gerne und sehr viel. Auch in der Pubertät jetzt.
Nur eben anders als zu Hause. Zu Hause weiß sie genau, was sie darf, was nicht. Woanders wartet sie erst mal ab, fragt 5x ob sie das darf, bringt sich mit ein, wenn sie dazu ermuntert wird. Da braucht es schlicht mehr Kommunikation.

Er ist bei uns aber nicht fremd und sonst bedient er sich ja auch, wenn er was möchte. Er hatte immer die Chance mit uns seinen Imbiss zu essen, jeden Tag habe ich es ihm angeboten. Wollte er nicht.
Abendessen und Frühstück gab es gemeinsam, weil wir da einfach drauf bestehen. Wenn der Tag so läuft und er sagt "ich habe Hunger" dann sehe ich das genauso wie Du. Dann frag ich all die anderen und jeder der Hunger hat, isst mit.
Wenn ich ihn aber explizit darum bitte, sich was zu machen (nur eine Schnitte) und er mich dann fordernd anschaut und nicht mal gedenkt sich an den fast gedeckten Tisch (nur Kühlware war bei der Hitze im Kühlschrank) zu setzen, während sich der kleine große gerade eine Schnitte macht, dann ärgert mich das. Aber danke für dein Feedback.

Habe nochmal drüber nachgedacht. Er hat ja morgens schon Brötchen gegessen, vielleicht bedeutet "habe Hunger" ja nicht, dass er eine "Schnitte" möchte. Vielleicht möchte er einfach ein warmes Essen. Zumindest ist das bei meiner Tochter so. Sie isst sowieso kaum Brot..

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