Umgang mit Kleinkind und Mann im Wochenbett

Hallo zusammen,

ich erhoffe mir hier ein paar Ratschläge.

Momentan ist meine Situation Zuhause einfach nur schrecklich. Wir haben einen 3 jährigen Sohn und ein 2 Wochen altes Baby. Mein Mann ist in Elternzeit.

Der Große dreht Zuhause völlig durch, was nicht nur mit der Geburt des kleinen Bruders zutun hat. Er war schon immer sehr anstrengend und frech. Aber mit nur einem Kind und meinem längeren Geduldsfaden waren viele Situationen immer noch vor Eskalation zu entschärfen. Mein Mann ist ein super Vater, dies vorab. Allerdings ist er sonst arbeiten und hat den Kurzen nur am Wochenende den ganzen Tag. Er hat auch deutlich niedrigere Belastungsgrenze und ist schnell genervt wenn der Kleine nicht macht was er will, was natürlich sehr oft der der Fall ist. Jetzt hat der Kiga 3 Wochen zu und wir sind quasi alle Zuhause. Wir können nicht den ganzen Tag Entertainment bieten und so sind wir auch mal vormittags Zuhause. Einen Garten haben wir nicht.

Die Situation ist jeden Tag die gleiche mein Mann sagt oder macht irgendwas dass meinem Sohn nicht passt, zb die Ketchup Flasche auf den Tisch stellen und es schaukelt sich hoch. Ausgangssituationen sind dabei vielfältig. Oft auch Toben auf der Couch wenn ich stille oder auf Papa einfach mal draufspringen mit Wiederholung. Papa sagt man haut nicht oder ich möchte das nicht. Tja der Kleine hört aber nicht auf treibt es immer doller mit frechen Wiederworten, Hauen, Spucken, Treten, Katzen etc. Mein Mann reißt der Geduldsfaden er packt ihn und bringt ihn in sein Zimmer. Dann ist er natürlich 1min später wieder da und macht aus der ganzen Sache ein Spiel. Er nimmt die Ermahnungungen meinerseits und die meines Mannes gar nicht ernst und treibt es echt auf die Spitze. Resultat ist mein Mann brüllt den Kleinen an und bringt ihn nochmal etwas gröber in sein Zimmer. Meist ist dann der Zeitpunkt wo der Kleine anfängt zu heulen. Danach beschweren sich beide bei mir. Mein Sohn über den Vater und der Vater über die mangelde Erziehung unseres Sohnes. Wir haben dann oft auch noch Streit und mein Mann schmollt anschließend, ignoriert ihn und will nichts mehr mit ihm machen. Quasi als Strafe, wodurch der Teufelskreis durch mangelde Auslastung ja weiter geht. Ich habe schon öfter probiert mich in so einer Situation einzuklinken, leider vergeblich. Mein Sohn gibt einfach keine Ruhe und provoziert meinen Mann absolut bewusst. Mich haut er nur super selten. Zu meinem Mann ist er bewusst gemein und versucht ihn ständig auszuschließen. Geht es allerdings darum, dass Papa mit ihm spielt ist er wieder gut genug.

Sind wir unterwegs oder draußen läuft es überwiegend harmonisch ab. Auch da gibt es immer wieder Ausfälle wenn er seinen Willen nicht bekommt, aber wesentlich seltener.

Geht das noch 2 Wochen zu weiter bin ich echt ein seelisches Wrack. Ich frage mich wie andere das machen. Zumal ich ja jetzt auch noch das Baby habe das den ganzen Stress mitbekommt. Ich suche wirklich nach Erfahrungen und guten Lösungen für den Alltag. Ich bin wirklich echt traurig weil ich mivh auf die Zeit gefreut habe, die jetzt nur noch zum Heulen ist.

LG Mim

Ihr müsst ja kein Entertainment bieten aber kann Papa nicht vormittags ne Stunde mit ihm auf den Spielplatz?

Als erstes würd ich mal sagen, dass er deifinitiv nicht absichtlich den Papa provuziert, um solche Dinge bewusst zu machen ist er noch zu klein!
Bedenke, dass für Ihn auch grad Mega Veränderungen zu Hause passieren, Baby ist da, Kindergarten zu, Papa zu Hause und Mama nicht immer greifbar! Das muss er ja auch erstmal alles verarbeiten!

Ich würde auch vorschlagen, dass der Papa morgens mit ihm auf den Spielplatz geht oder sonst irgendwas tolles mit ihm macht und auch du versuchst ihm ein bisschen exklusivzeit nur mit dir einzurichten, wenn es irgendwie möglich ist!
Er sucht vermutlich einfach nur nach Aufmerksamkeit!
Kann dir das Buch „das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn“ empfehlen! Das hat mir sehr geholfen

Ich gebe Dir da einerseits Recht, muss aber doch etwas einwenden, weil ich denke, manche Eltern sind da zu nachgiebig, weil sie denken, das Kind müsse einem leid tun, weil es jetzt kein Einzelkind mehr ist.

Der Sohn sagt sich das bestimmt nicht bewusst, dass er jetzt mal den Papa ärgern will. Aber er muss jetzt lernen, dass eben nicht immer alles nach seiner Nase gehen kann. Er muss lernen, dass man sich auch mal zurück nehmen muss und dass das Leben viel entspannter ist, wenn man sich nicht jedes mal darüber aufregt. Und man noch lange nicht grundsätzlich zu kurz kommt, weil es nicht so läuft wie man gerade will. Natürlich muss der Sohn jetzt auch spüren, dass er weiterhin genauso geliebt wird und ja, Zeit nur alleine mit Mama oder Papa kann da helfen, aber man sollte nicht den Fehler machen, zu nachsichtig zu sein. Der Sohn ärgert nicht mit Absicht, aber er muss jetzt trotzdem lernen, dass sein Verhalten nicht akzeptabel ist.

Mir tut das Kind nicht leid, weil es jetzt eine Geschwisterchen hat und das verarbeiten muss, sondern er würde mir leid tun, wenn er jetzt nicht die Chance hat zu lernen, wie man sich richtig verhält und wie man sich in eine Gemeinschaft positiv einbringt

*Er war schon immer sehr anstrengend und frech.*
Es ist vielleicht gar nicht so verkehrt, dass der Vater Elternzeit hat.
Unabhängig davon, dass das Kind sich auch erst in die neue Situation mit Baby einfinden muss, sollte dennoch Erziehung stattfinden.

Gibt doch bei der caritas oder ähnlichem erziehungsberatungsstellen, vielleicht mal hingehen, und sehr deutliche, klare Regeln setzen, ins zimmer schicken, finde ich wenig sinnvoll in dem alter, das verstehen sie eh nicht, ausserdem ist das zimmer positiver rúckzugsort und sollte keine strafe sein, auch wenn du von Ermahnungen sprichst klingt das eher nach sanfter bitte, ich bin da streng und deutlich, gibts keine spielgruppen oder ferien spiele? Wenn ihr alle aufeinander hängt ist sie luft natürlich dünn, ausserdem kann man sich dort von den anderen eltern angucken wie sie es machen.. - bin übrigens ergotherapeutin :)

Das klingt wirklich nicht nach besonders viel Harmonie und Ruhe, die man sich für diese Zeit ja wünscht.
Ich würde versuchen an mehreren Punkten anzusetzen.
1. Soviel rausgehen, wie es geht.
2. Dafür sorgen, dass beide Eltern Zeit für sich alleine haben. Also jeder hat mal für zwei Stunden kinderfrei. Wenn dein Mann mal eine Runde alleine drehen kann, hat er vielleicht auch wieder mehr Geduld.
3. Deinen Mann darin unterstützen konsequent zu sein. Ihm also sagen, dass es richtig ist, es sich nicht gefallen zu lassen, wie dein Sohn mit ihm umgeht. Natürlich bestimmt, aber nicht grob. Ihm dann aber auch sagen, dass Erziehung am besten funktioniert, wenn man konsequent aber maximal liebevoll ist. Schmollen seinerseits ist kontraproduktiv. Wenn euer Sohn sich wir beruhigt hat, sofort wieder positiv sein. So wird Trotz und Frust auf lange Sicht immer kürzer anhalten und schneller verfliegen. Wahrscheinlich kann das dein Mann nicht immer, weil er eben genervt ist. Ist auch verständlich, bzw. jeder hat halt nur soviel Geduld wie er eben hat. Dann soll er lieber eine Runde um den Block machen, als vor seinem Sohn die beleidigte Leberwurst zu spielen.

5. "Aber mit nur einem Kind und meinem längeren Geduldsfaden waren viele Situationen immer noch vor Eskalation zu entschärfen. Mein Mann ist ein super Vater, dies vorab" Erkennen, dass das der falsche Weg ist. Kinder müssen lernen Frust auszuhalten. Das kann man nur, wenn man die Erfahrung macht, dass man sich manchmal furchtbar ärgert und man danach erkennt, dass die Welt doch nicht untergegangen ist. Das kann man als Kind nur, wenn man solchen Situationen auch ausgesetzt ist und da durch begleitet wird. Wenn man das vorher schon immer abfedert, dann hat ein Kind auch nie die Gelegenheit das zu lernen. Natürlich macht man das manchmal trotzdem, wenn man zum Beispiel im Supermarkt ist oder wenig Zeit hat und eben nicht will, dass das Kind jetzt ausflippt. Aber zu Hause ist das doch die ideale Gelegenheit das zu lernen. Ihr habt Zeit, niemand muss funktionieren, ihr seid im privaten.
Vielleicht kann man diese Situationen auch besser ertragen, wenn man sich sagt: Perfekt, jetzt kann mein Kind das lernen und jeder dieser Situationen birgt die Chance auf den nächsten Entwicklungsschritt.

6. Erkennen, dass euer Sohn mehr Grenzen braucht. Sein provozierende Verhalten spricht meines Erachtens dafür, dass er diese Grenzen regelrecht sucht und sie spüren will. Dann sollte man diese Grenzen zur Orientierung auch geben. Das bedeutet, dass du deinem Sohn zwar sagen solltest, dass du verstehst, dass er gerade traurig ist, dass der Papa aber Recht hat und das du auch nicht möchtest, dass er sich so benimmt. Sag ihm, sein Papa hat ihn lieb, aber so macht zusammen spielen keinen Spaß. Dein Mann sollte ihm das auch sagen, ihr müsst an einem Strang ziehen.

Dein Sohn muss da durch. Er muss lernen, dass es Grenzen gibt. Viele Kinder müssen lernen sich sozial zu verhalten. Sie sind es nicht immer von sich aus.

Moin,

ihr solltet Euch beide dringend damit auseinandersetzen was ein dreijähriges Kind emotional und kognitiv überhaupt kann! Natürlich brauchen die ne Menge Auslastung! Wann geht er denn in den Kindergarten?

Dein Mann lebt Deinem Kleinen doch vor dass man immer weiter eskaliert um seinen Willen durchzusetzen! Dein Mann wird lauter, grober, brüllt rum, bringt in "mal etwas gröber ins Zimmer" ... sorry, was heißt denn das bitte??? da müsst Ihr Euch nicht wundern wenn der Lütte sich das abschaut und schlägt und kratzt! Dein Mann ist der der das Problem verursacht! Ruhige Konsequenz! Ich bin ja sonst nicht so schnell aber hier würde denke ich mal ne Erziehungsberatung viel helfen!

Wobei ich es auch nicht verstehe warum Dein Mann das Kind nicht auslasten kann wenn er doch anscheinend extra zu Hause ist? Reicht nicht ein Elternteil für das Baby und der jeweils andere lastet den Großen aus? Dann muss halt Dein Mann mehr das Baby nehmen und Du machst mal was mit dem großen? Was tut ihr denn um ihm zu beschäftigen? Hat er z.B. ein Trampolin, ne Hüpfmatte, wie oft ist er auf dem Kinderspielplatz? Mit 3 gibt es auch erste kleine Spiele die sie kognitiv auslasten, habt ihr Gesellschaftsspiele, bastelt ihr etc?...

Hallo.

Also immer dieses "Angreifen" direkt. Mein Mann ist bestimmt nicht der der das Problem verursach, da generell von der ruhigeren Sorte ist. Aber nach 10x sagen lieber XY ich möchte nicht gehauen werden und keinerlei Änderung bleibst du bestimmt auch nicht cool und beherrscht. Das möchte ich mal sehen. Finde es immer toll, dass es scheinbar Eltern gibt die niemals aus der Haut fahren. Aber vermutlich haben die dann auch Kinder, die einfach nicht so nennen wir es mal wild und lebhaft sind. Ich würde sagen es ist bei uns kein Erziehungsfehler wie du es nennst sondern einfach auch eine Form von Charakter. Denn Gewalt wird ihm in keiner Form bei uns vorgelebt. Un dmit gröberen ins Zimmer ist lediglich resulut auf den Arm nehmen gemeint.

Und glaub mir ich weiß wozu mein Kind kognitiv in der Lage ist. Aber wie willst du schlechtes Verhalten denn signalisieren, wenn nicht durch eine Reaktion wenn reden gar nichts mehr hilft? Wir kommunizieren sehr viel mit unserem Kind und er ist auch absolut dazu in der Lage Gesagtes zu verstehen und umzusetzen. Nur leider hat er da wie die meisten 3 jährigen keinen Bock zu.

Und mein Mann lastet das Kind aus... Fahrradfahren, Spielplatz, Schwimmen, Kletterpark... Aber es geht nicht jeden Tag und den ganzen Tag. Mit Kiga von 9 bis 14h ist der Tag noch anders füllbar. Und da ich überwiegend die soziale Kontakte zu anderen Müttern habe sind Spielverabredungen deutlich leichter, zumal noch urlaubszeit ist. Ich denke das vermisst er derzeit auch. Zuhause hat er auch alle Möglichkeiten Hüpfmatte, altersgerechte Gesellschaftsspiele etc.

Also mir direkt mit Erziehungsberatung zu kommen nur weil es in der neuen Situation schwierig ist für alle Seiten finde ich echt drüber. Und meinen Mann als Gewalttäter darzustellen, der auf ganzer Linie versagt genauso.

Sorry aber hilft gar nicht.

Gruß

Hallo!

Mein Mann ist bestimmt nicht der der das Problem verursach, da generell von der ruhigeren Sorte ist. Aber nach 10x sagen lieber XY ich möchte nicht gehauen werden und keinerlei Änderung bleibst du bestimmt auch nicht cool und beherrscht.

Ich glaube, genau da liegt das Problem!
Euer Sohn schaltet auf Durchzug. Es gibt genau 2 Ansagen (nicht Gesäusel!). Und dann folgen Konsequenzen.

LG und gute Nerven!

weitere 17 Kommentare laden

Hi, das klingt wirklich sehr stressig.
Ich würde auch empfehlen das Papa mit dem Sohn irgendwas macht: Spielplatz/ Spaziergang oder Ausflug.
Irgendwie klingt es komisch für mich, dass sich beide bei dir nach solchen Eskalationen bei dir über den jeweils anderen beschweren. Sind sich dein Mann und du nicht einig über eure Verhaltensweisen in diesen Situationen? Dann solltet ihr euch eine einheitliche Strategie zurecht legen! Ihr müsst euch vorallem als Eltern einig sein!!! Ich würde klar sagen, wenn mir sein Verhalten nicht passt und ihn ignorieren und ggf. wortlos wegschieben. Es wird dann erstmal schlimmer aber später besser.
Viel Erfolg

Hi, klingt, als hätte euer 3Jähriger null Respekt. Hauen, Treten, Spucken.....das geht gar nicht. Statt es sich hochschaukeln zu lassen solltet ihr sofort eingreifen und das "Spiel" stoppen. Wäre ich du, würde ich mich mit Baby ins Schlafzimmer verkrümeln und auch keine Partei ergreifen.
Dein Mann hat Elternzeit, also kann er den 3Jährigen auspowern draußen und dir das Wochenbett gönnen. Nebenbei kann er lernen, klare Linie mit dem 3Jährigen zu fahren, statt sich auf der Nase herumtanzen zu lassen.
Klar, ein Baby wirft erstmal alles durcheinander im Leben eures Großen, aber es klingt, als wäre da vorher schon einiges schief gelaufen......
Gruss

Hallo liebe Mim,

erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Geburt eures zweiten Kindes ☺️ Leider ist es ja grundsätzlich so, dass es mit steigender Kinderzahl immer schwieriger wird, sein Wochenbett zu genießen (und auch die dringend notwendige Ruhe einzuhalten). Wir haben vor drei Monaten unser drittes Kind bekommen und an Erholung war da wirklich nicht mehr allzu viel dran zu denken, zumal mein Mann beruflich sehr eingespannt ist und weder Urlaub noch Elternzeit nehmen kann. Ich weiß also, dass es unheimlich frustriert, wenn man diese besondere erste Zeit nicht wirklich genießen kann 😢

Jetzt zu Deinem Problem mit deinem Sohn: dass es auch für ihn eine Ausnahmesituation ist, hast du ja erkannt. Sieh es mal so: er muss jetzt die elterliche Aufmerksamkeit teilen, und da ist JEDE Art der Aufmerksamkeit, also auch Geschimpfe, besser als gar keine. Im Grunde ist dieses Verhalten also ganz normal, auch wenn vielleicht nicht jedes Kind so aggressiv reagiert wie eures, wobei es wiederum auch normal ist, dass er mit drei Jahren noch nicht alle Impulse kontrollieren kann und körperlich wird.

An dieser Stelle, so leid es mir tut, muss ich einfach sagen: Der Vater ist der Erwachsene, und er muss sich auch dementsprechend verhalten. Natürlich ist es scheiße, immer der Buh-Mann zu sein, aber da muss er jetzt einfach mal ein paar Wochen drüber stehen. DU hast gerade ein Kind bekommen und bist damit beschäftigt, zu heilen und selbiges am Leben zu halten. Alles andere ist gerade nicht deine Baustelle. Natürlich muss das Kind nicht nonstop mit irgendwelchen Freizeit-Highlights bespaßt werden; mit Knete, Tuschkasten oder Lego lässt sich doch auch schon viel ausrichten. In ein paar Wochen sieht die Welt sicher schon wieder ein bisschen anders aus und dann wird er auch wieder weniger Aufmerksamkeit benötigen. Drei ist doch eigentlich auch noch richtig klein.

Ich wünsche dir gute Nerven und dass es bald besser wird 😘

LGTacco

Vielen Dank für deinen lieben Beitrag.
Genauso sehe die Situation auch.

Auch dir herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs.

LG

Also aus meiner Sicht ist die allerbeste Lösung für euch, dass dein Mann wieder arbeiten geht. Vielleicht nicht 100 % sondern jeden Tag 4-6 Stunden oder so und sich um die Einkäufe, Haushalt kümmert. Du dich aber um die beiden Kinder kümmerst. So wie das aktuell aussieht wird es ja sonst eine katastrophale Beziehung zwischen den Kindern, wenn der große nur erlebt, dass er keine Aufmerksamkeit bekommt beziehungsweise nur negative sei das kleine Kind da ist. An deiner Stelle würde ich Viel Zeit mit den beiden Kindern draußen verbringen. Das geht in dem Alter ja wirklich super gut. Geht einen Tag in den Zoo, ins Kinder Theater, Spielplätze, Wasserspielplatz, Kinder Theater, Gartenschau… Es gibt doch 1000 Möglichkeiten was man mit dreijährigen machen kann und Nummer zwei ist im Tragetuch oder Manduca völlig unkompliziert dabei.
Eine wunderschöne Zeit wünsche ich.

Das hört sich für mich nicht nach einer vernünftigen Lösung an ehrlich gesagt. Es klingt, als wäre die TE ebenfalls mit zwei Kindern gleichzeitig überfordert, was ich verstehen kann, da der Große nun mal nicht in die Kita kann und man bei so einem kleinen Baby ja nun mal viel Zeit mit Stillen verbringt.
Außerdem ist sie im Wochenbett, das Baby ist ja gerade mal zwei Wochen alt. Dann schon stundenlang auf den Beinen sein mit beiden Kindern und Zoos besuchen? Bei mir wäre das schon mit dem ersten Kind nicht gegangen. Ich habe sofort fiebrige Brustentzündungen in dieser Zeit bekommen, wenn ich mich nicht genug ausgeruht habe. Andere reagieren schnell mit Wochenflussstau. Vielleicht geht es der TE da ähnlich.
Von daher stimme ich den Antworten zu, die sagen, der Mann sollte sich intensiver mit dem Großen beschäftigen und ihn mehr auslasten. So kann er der TE die Ruhe im Wochenbett und dem großen Kind Exklusivzeit mit Papa ermöglichen.

Nicht jedes Kind ist unkompliziert im Tragetuch mit dabei 💁‍♀️

weiteren Kommentar laden

"Auch da gibt es immer wieder Ausfälle wenn er seinen Willen nicht bekommt, aber wesentlich seltener."

Der Vater oder der Sohn?

Sorry, dass ich nachfrage. Eigentlich sollte es klar sein, dass du den Sohn (?) meinst. Nach deinem Text hatte ich aber zuerst an den Vater gedacht.

Einklinken bringt wenig. Beide scheinen dich gegen den anderen auszuspielen.

Wie ist es mit ausklinken? Klappt es dann besser?
Wie ist es, wenn Papa und Sohn Ausflüge machen? Klappt es dann durch die Auslastung? Weil sie dann wissen, dass sie aufeinander angewiesen sind? (Sohn: ohne Erwachsenen ist er alleine; Papa: Mama ist nicht da, um sich bei ihr zu beschweren)

Oder klappt es auf Ausflügen nur mit beiden auch nicht?


Dein Mann, weiß, dass du da bist und im Zweifel dienige, der er die schuld geben kann / die sich einklinkt. Er kann um seinen Willen kämpfen, weil er will, nicht weil er muss (Mama ist ja da)
Bei deinem Sohn läuft es ähnlich. Es sollte heißen: eurem Sohn.


Als Kind konnte ich mit Erwachsenen, die ihren Willen durchsetzen wollten, nicht viel anfangen. Das lief dann wie zwischen deinem Mann und eurem Sohn.
Mit jenen, die mir einen KLAREN stabilen Rahmen geboten haben, sehr viel. Klare Regeln, klare Konsequenzen.

Erwachsene, die sich bei anderen Erwachsenen beschweren... nun ja, das konnte ich im Kindergartenalter schon nicht ausstehen, wenn Kinder immer zu Mama liefen und sagten: der/die hat gemacht....

Statt Schuldzuweisungen könnten Lösungsvorschläge helfen. Sofern sie dein Mann auch annnimmt. So ist es natürlich leichter. Wenn es schief läuft, lag es an der Erziehung (andere Instanz).
Tipps welche Konsequenzen fruchten, welche nicht.

Sonst viel rausgehen und ausprobieren lassen. Anderer Ort, andere Regeln.

Sehr gute Beobachtung, dass man sich fast nicht sicher ist, wer hier sich beruhigen muss. Der Vater muss da drüber stehen, konsequent, liebevoll und aktiv sein und nicht die beleidigte Leberwurst spielen. Er ist der Erwachsene, es sollte ihn nicht angreifen, dass sein Sohn sich so benimmt.
Hat der Vater vielleicht gedacht, dass die Elternzeit zum chillen ist?

Mein Mann ist viel alleine mit ihm unterwegs. Da dann meist ohne Probleme. Es geht lediglich um das Zuhause sein. Und selbst da wird er beschäftigt. Wir binden ihn beide auch oft in den Alltag mit ein. Kochen Putzen etc. Es funktioniert auch gut. Ich habe heute noch gesagt er bekommt wesentlich mehr Aufmerksamkeit als das Baby. Aber trotzdem kommen dann immer wieder diese Phasen in denen er nicht mehr zu bremsen ist.

weiteren Kommentar laden

Ooh ja ich erinnere mich an die erste Zeit hier bei uns (die kleine ist jetzt 7 Monate). Der große Bruder war bei der Geburt 2 3/4 Jahre alt. Es war so anstrengend, er war eifersüchtig und dementsprechend mies drauf.

Da hilft nur raus!! Dein Mann soll möglichst viel mit ihm unternehmen, vlt du auch mal. So dass ihr euch abwechselt. In der Bude dreht ihr bestimmt durch . Seid froh dass Sommer ist, bei uns war es Januar 🙈. Derzeit ist die Kita auch zu und wenn wir alle vier zu Hause sind, haben wir auch einen Lagerkoller. Daher sind wir fast den ganzen Tag unterwegs: Freibad, Spielplatz, Eis essen, spazieren, Oma besuchen, Tierpark usw. da Du noch in Wochenbett bist, sollte dein Mann übernehmen.

Der große Bruder hat’s jetzt nicht leicht. Versucht Verständnis aufzubringen, ihm aber nicht alles „durchgehen“ lassen. Klare Grenzen aber nicht ausgrenzen...

LG und starke Nerven 🍀

Hallo,

das erste, was mir in den Sinn kommt: Schick den Papa mit dem Großen nach draußen! Spielplatz, Park, Laufrad fahren. Das Kind braucht Bewegung.

Zweiter Gedanke: Lasst den Großen wichtige Aufgaben übernehmen. Du brauchst Stilleinlagen? Dann soll der mit Papa losgehen (möglichst nicht mit dem Auto, damit er Bewegung hat) und diese für dich besorgen. Das ist jetzt ganz wichtig für dich und dein Großer ist dir die beste Hilfe, die du dir vorstellen kannst. Außerdem bringen die zwei euch 4 Ü-Eier mit - für jeden eins. Da das Baby ja noch kein Ü-Ei auspacken darf, muss der Große dem Baby naürlich helfen.

Vielleicht braucht das Baby Windeln, du möchtest Stilltee trinken... Na dann müssen Papa und Sohn das Teeregal durchstöbern, da findet sich sicher ein leckerer Tee für Papa und Sohn und eben der Stilltee für Mama.

Natürlich sollt ihr dem Großen nicht ständig was kaufen, aber er hat gerade Urlaub. Und da gibt es eben auch mal Kleinigkeiten. Das lässt sich gut mit Erledigungen fürs Baby und dich kombinieren - so hast du alles, was du brauchst, der Große hat exklusive Papazeit und fühlt sich ernstgenommen und wichtig. Draußen kommen Papa und Kind außerdem besser klar und dein Mann muss seine Probleme ohne dich lösen, das wird ihm guttun. Du kannst dich zu Hause unterdessen entspannen.

LG

Ihr müsst jede Situation nutzen um Konsequenzen zu setzen.
Das geht ja Mega an die Substanz- kann mir das total vorstellen!
Wird jetzt hart aber ich glaube Kinder mögen lieber Eltern an denen sie sich orientieren können ( scheinbar in dem Fall Du als dein Mann der erst öfters Konsequenzen androht aber zu spät umsetzt.

Jetzt wird es anstrengend -wird dich aber lohnen!

Thema Couch und grobes Spiel .. sobald er anfängt ,schmeißt‘ ihr ihn runter ...und zwar JEDES Mal wenn er sich dort nicht benimmt !
Vorallem bei deinem Mann muss er ihn direkt runter setzen - wenn’s ganz schlimm ist auch mal ins Zimmer !
Mit den Worten „komm gern wieder wenn du dich benehmen kannst „

Das ist nur ein Beispiel aber auf fast jede Situation übertragbar ! Er will Grenzen und braucht diese auch !

Es wird nicht morgen bessser aber bald !

Hallo!
Ich war in einer ähnlichen Situation nur mit 3 jährigem und Baby alleine. Ich denke der kleine sucht nach Aufmerksamkeit. Erziehungsberatung ist etwas, was jeder in Anspruch nehmen kann und sollte, der einen anderen Blickwinkel und neuen Input braucht. Obwohl ich selbst Psychologie studiert habe und mich mit kindlicher Entwicklung 1a auskenne, habe ich schon oft eine Beratungsstelle aufgesucht. Zuletzt war ich mit beiden in Kur und das hat uns am meisten geholfen. Die Harmonie ist wieder da und ich betreue die Kinder aufgrund eines kitawechsels seit 6 Wochen 24/7 alleine, mit Ausnahme der umgangszeiten.
Viel geholfen hat mir innere Ruhe, atmen und klare direkte Kommunikation. Kurze Leine für das Kind und Rituale die jeden Tag gleich sind.
Nehmt doch mal eine Beratung in Anspruch, es wird euch mit Sicherheit nicht schaden.

Hilfe, was ein Durcheinander. Was ich zu allererst nicht verstehe: was machst du die ganze Zeit? Neugeborene schlafen doch nich so viel?! Woher kommt diese Trennung Papa = Erstgeborener, Mama =Baby?
Das einzige, was Papa nicht übernehmen kann, ist das Stillen.
Klar, der Große braucht jetzt klare Grenzen, er tanzt euch auf der Nase herum und das wird nicht besser. Aber ich habe auch den Eindruck, als würde ihm positive Aufmerksamkeit fehlen.
Meine beiden sind nur 19 Monate auseinander, aber der Große hat von Anfang an alles mitgemacht. Er war Windel-Beauftragter und Feuchttuch-Beauftragter, hat also immer geholt und angereichert. Außerdem war er beim Füttern Deckel-Beauftragter und hat immer den Deckel von der Flasche genommen und ihn bei jedem Zwischenbäuerchen wieder aufgesetzt und ganz stolz die Flasche gehalten. Außerdem hat er von Anfang an den Wagen "geschoben" - vom Buggyboard aus natürlich. Er war also immer mittendrin und musste nicht separat beschäftigt werden. Zwischen den Mahlzeiten sind wir zusammen raus, auf den Spielplatz oder einkaufen... hatte nicht den Luxus, dass mein Mann zu Hause war. Der kam erst abends heim. Die Kleine hatte so direkt einen festen Rhythmus und der Große auch. Außerdem fühlte er sich gebraucht und hat eine wichtige Rolle übernommen wofür er natürlich hoch gelobt wurde. Und wenn mit zB die Kleine im Arm eingeschlafen ist, habe ich sie zur Seite gelegt und ihr "gesagt", dass sie jetzt Pause machen müsse, weil ich mich nun mit dem Großen beschäftige und sie später wieder dran sei. War der Kurzen ja egal, sie war eh am Pennen, aber der Große sollte merken, dass auch die Kleine "zurückstecken" muss. Bei uns lief (und läuft!) also viel über positive Aufmerlsamkeit und Bestärkung. Klare Grenzen hat der Große allerdings auch schon lange und das weiß er.

Sehr guter Beitrag #pro

Klingt super bei euch, so wünsche ich mir das auch, wenn jetzt mein zweites Kind kommt.

„Das einzige, was Papa nicht übernehmen kann, ist das Stillen.“

Das war bei uns beim ersten Kind allerdings genau das, was am meisten Zeit gebraucht hat, zumindest in den ersten sechs Wochen. Eine Stillmahlzeit hat im Durchschnitt 1,5h gedauert, dann war 45min Ruhe, dann wurde wieder mindestens eine Stunde gestillt. So ging es den ganzen Tag. Wenn sie beim Stillen eingeschlafen ist im Arm oder direkt neben mir liegend, konnte ich sie nicht ablegen oder mich wegbewegen, sie ist direkt wieder aufgewacht.
Wenn Kind 2 genauso wird, bin ich also heilfroh, dass der Papa zu Hause ist, um sich um die Große zu kümmern. Genau aus dem Grund, dass es wieder so sein könnte, hat der Papa diesmal auch direkt zu Beginn zwei Monate Elternzeit. Klar kann ich während des Stillens mit ihr Bücher angucken oder singen, aber den ganzen Tag geht das natürlich so nicht.
Vielleicht läuft es bei der TE ähnlich.

weitere 4 Kommentare laden

Hey, ich kann dich verstehen. Ich war in einer ähnlichen Situation mit unserer großen.
Was mir geholfen hat:
- in einem guten ruhigen Moment habe ich mal zu meiner Tochter gesagt das sie die erstgeborene ist. Daraufhin weinte sie ganz furchtbar als ob sich richtig was angestaut hatte bei ihr. (sie war 2 damals). Ich erzählte ihr wer in unserer Familie auch ein erstgeborener ist (Oma, Uroma etc.)

Außerdem hörte meine Tochter das erste halbe Jahr niemals das ich wegen dem Baby irgendwas nicht konnte. Wenn ich keine Zeit hatte, z. B. während des wickelns, verwickelte ich sie einfach in ein Gespräch oder lenkte sie ab, bis ich fertig gewickelt hatte und dann ihrer Bitte nachkommen konnte.

Beim stillen, las ich ihr etwas vor, oder wir spielten Duplo auf dem Boden. Das ging nach ein paar Wochen ganz gut.

Ich konnte unser Baby nicht ablegen und hatte sie daher die ersten Monate immer im Tragetuch so das ich beide Hände für die Große frei hatte.

Sonst wäre mein Tipp, liebevoll mit eurem Sohn umzugehen, sich nicht alles gefallen lassen, aber nicht aggressiv auf ihn zu reagieren. Wenn er deinen Mann haut und nicht aufhört, könnte dein Mann ihn festhalten dabei ordentlich drücken /knuddeln und ihm vorschlagen seine Energie anders abzubauen. Wenn er dann irgendwas für euren Sohn überraschendes macht, z. B. wild hüpfen, theatralisch aufstampfen etc, führt das bestimmt zu gelächter. Und dann könnte man mal in Ruhe mit ihm zusammen überlegen was man machen könnte, wenn er wütend ist. Z. B. haben wir eine zeitlang "geschoben". Handflächen aneinander und das Kind schiebt mit aller Kraft dagegen. Das baut Spannung ab und wenn dann der Papa dabei sogar noch umfällt ist das toll.

Ich wünsche dir viel Kraft, am Anfang ist es anstrengend bis sich alles gefunden hat aber wie bei allem ist das auch nur eine Phase die irgendwann vorbei ist.

LG

Vielen Dank. In deinem Beitrag sind genau solche Tipps die ich gesucht habe und mit solchen Situationen umzugehen. Wir werden es mal probieren.

LG

Für mich liest es sich so, als ob euer Sohn mehr Zuwendung erfahren möchte. Ihm scheint negative Aufmerksamkeit lieber, als gar keine.
Wenn dein Mann in Elternzeit ist, könnte er sich doch jeden Tag eine gemeinsame Aktion ausdenken! Das ist doch sinnvoller, sich liebevoll mit dem Kleinen zu beschäftigen, als mit Schimpfen und Streiten. Ein Dreijähriger muss raus und ausgepowert werden.

Grüße

Hier geht es zwar um ein Kind, aber ich denke, dein Mann hat am meisten Erfolg wenn er die 3 Worte von César Milan anwendet: Bewegung, Disziplin und Zuneigung.

Vielleicht einmal lieb kuscheln und drücken anstatt ihn unsanft in sein Zimmer zu tragen.
Mit ihm sprechen ... Ich kenne das ja alles und manchmal hilft es. Ins Zimmer kommt er bei uns nur, wenn mein echt langer Geduldsfaden reißt (hätte nie gedacht wie lang er sein kann).

Ist alles neu für ihn. Auf einmal 4 statt 2 Personen zu Hause. Er macht das nicht mit Absicht, weiß aber auch nicht was er sonst machen soll.

Probiert es Mal mit kuscheln und Aufmerksamkeit.