Bindung zum kind

Hey, vielleicht sind das auch nur die mutterhormone die in letzter zeit auf mich eindreschen... ich weiss es nicht. Komme mir auch etwas blöd vor hier sowas zu schreiben aber mich lassen diese gedanken einfach nicht los.

Meine tochter ist nun 3 monate alt. Sie ist nicht so das kuschelbaby, nichtmal wenn man sie trösten wil, was ich schade finde aber so sind nunmal alle unterschiedlich.
Sie ist sehr aktiv und zappelig und ich habe den eindruck, dass sie alles blöd findet was die bindung intensiviert. Massage, in die Trage, kuscheln zum einschlafen, zusammen entspannt liegen....alles kommt nicht gut an bei ihr.

Ok ich kann das akzeptieren, babys haben ja auch ihre vorlieben und grenzen. Ich frage mich nur manchmal ob das an mir liegt... also

Habe ich etwas falsch gemacht, sie auf abstand gehalten? Das sie so ist... was ja quatsch ist bei nem 3 monate alten kind oder? Ist sie so weil sie sich ungeliebt fühlt?

Viele schreiben ihr baby schläft bei ihnen mit im bett... sie schläft neben uns in ihrem eigenen... ich weiss nicht 🙈 es macht mich wahnsinnig. Ich möchte nicht das die bindung leidet. Villeicht tut sie es ja auch gar nicht.

Alles sehr konfuß ich weiss aber das belastet mich sehr und die gedanken lassen mich nicht in ruhe :(

Danke fürs lesen. Ich weiss auch nicht was man jetzt dazu sagen soll 😂 ich glaub ich musste es bloß los werden

Dadurch dass du dich so verhältst stößt du sie weg ... werde entspannter. Dann kommt das von alleln

Schon wieder so ein Unsinn.

Was genau macht die TE, um das Kind von sich zu stoßen?

Na offenbar alles ... ich lese die Panik ok jeder Zeile

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Viele haben so ein kleines Köammeräffchen (ich auch). Wenn man das hört, verunsichert einen so ein „entspanntes“ Baby natürlich :)

Solange dein Baby zufrieden ist, ist alles gut. Dein Baby fühlt sich ganz sicher nicht ungeliebt. Du hast es fast 10 Monate ausgetragen und zur Welt gebracht. Jetzt stillst du seine Bedürfnisse und sorgst für ein schönes Leben.

Wenn es eben nicht so viel Nähe braucht, dann ist das so. Und eigentlich weißt du das aus rationaler Sicht ja auch :)

Und vielleicht ändert es sich auch noch ;)

Meine Liebe

Erstmal fühl dich gedrückt.
Und gleich zu Anfang ganz wichtig:

NEIN du machst nichts falsch.

Es gibt Babys die sind so. Die brauchen kein stundenlanges Tragen und kuscheln.
Die schlafen besser im eigenen Bett als auf/neben Mama oder Papa.
Die das Trageruch hassen und sich stundenlang mit dem Spielebogen oder dem bloßen Ungucken beschäftigen können.

Mein Sohn war bzw ist ganz genauso.
Trage doof= zu eng
Auf Mama schlafen doof=zu warm
Kuscheln doof=lieber gucken und entdecken

Nur ein paar Beispiele.

Anfangs war es schwer für mich weil ich einerseits froh war das ich kein 24 St Tragebaby hatte aber ich mich auch gefragt habe ob er mich genug liebt.

Aber je älter er wurde desto mehr wird es. Mittlerweile lässt er sich gerne trösten wenn was ist und hatte während der Zähne auch Phasen wo er eng neben mir schlafen wollte..

Glaub mir dein Kind liebt dich..und eure Bindung wird noch wachsen. Die Bindung baut sich nicht innerhalb von Wochen sondern von Monaten und Jahren auf.

Entgegen der 1.Meinung find eich nicht, dass du sie unbewusst weg stößt.
Ich finde es gut, dass du dir Gedanken machst, besser einmal zu viel als gar nicht :)

Ich glaube, die Hormone sind Schuld :)
Meine beiden Kinder haben die erstem Monate im Stubenwagen geschlafen. Problemlos.
Es fing erst mit 4-5 Monaten an, dass sie nachts mehr Nähe brauchten.
Was natürlich nicht heißen muss, dass deine das auch einfordert.

Meine Tochter mochte Massage schon als Baby, sie war sehr anhänglich lange Zeit. War aber auch ein Frühchen. Sie kuschelt noch heute (3 1/2 Jahre) gerne.
Ihr Bruder (1 Jahr) ist eher so, wie Du Deine Tochter beschreibst, aktiv, möchte die Trage nicht, halt kuscheln 2 sec. Durch.

Und trotzdem ist er ein totales Mama Kind, anhänglich. Heute morgen erst hat er sich fest an mich gekuschelt, für bestimmt 30 sec. Ich war selbst erstaunt, aber umso mehr genießt man die seltenen Momente.

Was ich sagen will... Jedes Kind ist soooo unterschiedlich. Nur, weil dein Kind nicht kuscheln mag grade, heißt das nicht, dass ihr eine schlechte Bindung habt.

Und wenn du deine kleine gerne im Bett haben möchtest, dann leg sie doc einfach zu dir, oder befestigte das Gitterbett an eurem. Da spricht doch nix gegen.

Hoffe, deine Sorgen verabschieden sich bald.

Alles Gute :)

Schon witzig mit der Bindung. Wenn wir Erwachsenen entscheiden, das Baby schläft jetzt im eigenen Bett, bekommt jetzt Brei, sitzt im sportsitz, etc. Ist es ok.
Wenn das Kind entscheidet wie es läuft, geht das nicht 🤪
Also mein Exemplar ist jetzt 4 Monate und immer sehr rabiat mit ihren Bedürfnissen. Nur als beispiel: bis zum 5 Wochen Schub hat sie auf mir gelebt. Tag und Nacht. Direkt danach schlief sie am besten nur neben mir oder gar alleine 😫 dabei hat sie mich nicht gefragt, denn ich war noch nicht bereit sie von auf mir auf neben mich umziehen zu lassen 😬 und so geht es immer weiter. Gestern brauchte sie mich nicht zum einschlafen 🤷‍♀️ wieder einfach so...

Was ist Bindung? Ich finde, es ist die Kunst, ein so kleines, unkommunikatives Lebewesen lesen zu lernen, dass es ihm am besten geht/seine Bedürfnisse deckt. Für mich liest es sich so, als tust du das. Also meiner Meinung nach, ist die Bindung vorhanden. Sie bedarf halt keiner Nähe in Form von Körperkontakt 🤷‍♀️ vielleicht holt sie es sich aber auch wann anders wieder und bleibt an Mamas rockzipfel hängen ;)

Lg

Meine Große war überhaupt kein Kuschelbaby (meine Kleine schon).
Aber das wurde, als das Babyalter vorbei war, immer mehr.
Heute liebt sie kuscheln, ist sehr sensibel und mag viel Nähe. Sie fordert ihre Kuscheleinheiten ein und genießt sie :)

Oh Mann,
ich glaube, das sind nicht die Hormone... das ist viel zu viel Intellekt, der schon Monate vor dem Schwangerschaftstest viel zu viel über Bindungstheorie gelesen hat.

Lies nicht so viele Artikel, die das Wort "Bindung" oder "bedürfnisorientiert" enthalten und guck lieber deinem Kind beim Schlafen zu. Oder noch besser, leg dich daneben, lies irgendetwas nettes, was du immer schon mal lesen wolltest, so ganz ohne Baby/Kinderkram und dann freu dich, wenn deine Tochter wach wird und dich anlacht!

Und wenn sie wach wird und du erst noch die letzte Seite deines Krimis zuende lesen willst kriegt sie davon auch keinen Schäden - vorausgesetzt, du lässt sie nicht mit voller Windel schreien oder hungern.

Wenn dein Kind kuscheln will, wirst du das schon merken.
Und wenn du dein Kind einfach mal nehmen und durchkuscheln willst, dann mach das einfach! Und freu dich, dass sie noch nicht sagen kann "Oh Mama, bist duuu peinlich!"
;-)

LG!

Mein kleiner ist auch so wie du beschreibst.
Hab mich auch in den ersten 3 Monaten gefragt ob ich was falsch mache, aber ich denke das wir definitiv nichts falsch machen sondern jedes Baby einfach anders ist.
Jetzt ist er 4 Monate alt und seit 2-3 Wochen lächelt er sofort wenn er mich sieht. Ich muss ihn nur anschauen und er lacht mich an, von morgens bis abends 😍. Seit dem weis ich das ich nichts falsch gemacht habe.
So wird es bei dir bestimmt auch bald sein 😊

Es ist alles ok bei euch. Nicht so viel lesen, nicht so viel Theorie. Mach dir keinen Kopf!

Meine Tochter hat zum Beispiel sehr früh nachts bis zu 7 Stunden geschlafen. Sie wurde also in der Zeit nicht gestillt.

Irgendwann habe ich gelesen, gerade das Stillen nachts sei ganz besonders wichtig für die Gehirnentwicklung. Kurzzeitig habe ich mich gefragt, ob sie jetzt dumm wird, weil sie nachts ja geschlafen hat. 😅

Ich kann dich beruhigen: alles gut mit dem Kind.

Geschlafen hat sie auch im Beistellbett und später im Kinderbett neben uns. Inzwischen, mit vier Jahren, ist ihr Bett mehr Zierde, sie schläft bei uns im Bett. Kann sich also auch vieles noch ändern.

Lass dich nicht stressen von zu viel Theorie und genieße dein Baby, wie es ist!

Du machst nichts falsch. Solche Kinder gibt es einfach.

Meine ersten drei waren die reinsten Klammeraffen. Dann kam Nummer vier:
- kein kuscheln
- nur alleine im Bett schlafen
- auf dem Sofa musste man so weit weg von ihm liegen, das er die Arme seitlich ausstrecken konnte.

Körperkontakt nur wenn er getragen oder gefüttert wurde. Sonst hat er gebrüllt wie am Spieß.

Das hat angehalten bis er ca 1,5 Jahre alt war. Da kam er das erste mal auf mich zu und hat von sich aus die Arme um mich gelegt. Richtig gekuschelt hat er erst mit 2.

Mittlerweile ist er 8 Jahre alt und völlig normal. Kommt jeden Abend zum kuscheln, zwischendurch immer wieder mal eine Umarmung oder ein Küsschen.

LG

Uh, den Beitrag hätte ich damals schreiben können. Mein Sohn war erst absolut kein Kuschelbaby. Was hab ich mir für einen Kopf gemacht! Aber dann plötzlich, suchte er selbst vermehrt Nähe, da war er aber schon um die 8 Monate. Er wurde dann immer kuscheliger und jetzt mit seinen 9 Jahren kommt er immer noch gerne morgens zu uns ins Bett und kuschelt eine Runde mit mir, Papa und Baby-Schwester. Er ist sehr einfühlsam, geduldig und freundlich. Und sagt mir bestimmt 5x pro Tag, wie sehr er mich liebt, also ich denke, dass hier nichts an unserer Bindung gelitten hat. Er war halt so.
Meine Tochter ist übrigens das genaue Gegenteil - von wegen alleine im Bettchen schlafen, nope, nur eng an Mama gekuschelt schläft sie fast durch und knuddelt gerne mit Papa und Bruder. Dem gibt sie auch dicke Schmatzer - packt ihn an den Ohren, zieht ihn zu sich her und sabbert ihm die Wange voll 🤣

Ich hab nicht alle Kommentare gelesen, aber mir hat die Aussage meiner Hebamme immer sehr geholfen
,, dein Kind vertraut dir blind, es weiß einfach dass du immer für Sie da bist, daher braucht Sie nicht ständig deine Nähe, die Bindung ist einfach schon so stark"

Mir hat der Satz sehr geholfen, Ich möchte aber nicht, dass sich die Eltern der "kuscheligen" Babys jetzt angegriffen fühlen.

Lg

Hey du,

mit vier Kindern hatten wir hier verschiedene Babys. :-)

Es gibt welche, die kommen auf die Welt und scheinen zu denken "yeah, Freiheit!" und wollen alles von sich strecken und bloß nicht dauernd viel Kontakt. Und dann sind da die Kleinen "was ist das denn hier für eine große weite Welt?", die eingekuschelt werden wollen, beengt liegen, viel Körperkontakt, Hauptsache nicht zu frei alles.

Und dann gibts noch zig weitere Varianten, die einen so, die anderen so.

Ich denke nicht, dass du was falsch gemacht hast, sondern einfach Typ Freiheit hast.

Mein Erstgeborener hat die ersten Wochen bevorzugt auf dem Papa oder alleine gelegen. Bei mir war er unruhiger. In unserem Bett hat er nur kurz geschlafen, mit 4 Wochen bereits im Beistellbett, ohne dass ich direkt dran gekuschelt sein musste.

Überhaupt lag er viel "alleine" neben mir. Er war damit total zufrieden.

Inzwischen ist er 11 Jahre alt. Er kuschelt sich gerne an, sowohl an meinen Mann als auch an mich, gerade wenn wir lesen oder einen Film zusammen schauen oder so. Die Bindung ist trotzdem intensiv.

Unser zweiter hat nur geschrien, dem konnte man es gar nicht recht machen, weder alleine noch am Körper, gepuckt oder frei beweglich, Trage, Kindewagen, alles egal. Nachts lag er nur auf mir.

Die dritte war nahezu nur auf dem Arm, ein kleiner Klammeraffe, weglegen war kaum möglich. Sie kuschelt heute noch immer gerne (4,5 Jahre).

Die vierte war irgendwie ein Mix aus allem. Sie ist heute (fast 3 Jahre) extrem kuschelbedürftig, der Wahnsinn. Also so extrem war in dem Alter auch keine/r. Sie fand Babymassage und Trage übrigens auch irre bescheiden. Heute streckt sie dir Rücken oder Fuß hin und möchte massier werden. Eine totale Genießerin.

Versuche dich zu entspannen. Deine Liebe spürt sie auch so. Wenn sie zufrieden ist, lass sie ruhig. Es ist ok. Sie wird dir signalisieren, wenn sich was ändert, wenn sie doch einfach mal nur auf dem Arm sein mag.

Jedes Kind ist einzigartig. Nehme dein Baby so, wie es ist. Das alles kann sich jederzeit ändern- mal zum positiven, mal eher zum negativen. ;-)

#winke

LG erdbeerchen

Hallo das ist echt blödsinn jedes baby mag es anders unsere kleine ist absolut keine kuschlerin gewesen ab geburt im bett geschlafen etc.
Sie wird jetzt 8 Monate alt und langsam merkt man das sie ziemlich mama bezogen ist klar papa arbeitet ja auch.
Bsp sie spielt und robbt aufm boden wenn sie aber keine lust mehr hat kommt sie zu mir patscht auf meine füße streckt die arme aus und will auf mein schoß.
Papa ist okay aber auch da will sie manchmal zu mir.

Meine große war ähnlich wie die kleine und später absolutes Mama kind heute ist sie 11 und unsere Bindung ist super.
Sie wurde auch kuscheliger so um die 2 -3 hat sie sich mal zu mir ans sofa gekuschelt mal sehen wie es bei der kleinen wird.

Unsere kleine ist schon immer sehr fit und neugierig ich denke d.h kommt das auch die welt entdecken ist spannender wie kuscheln und ehrlich gesagt bin ich sogar froh drüber ich komm zu meinem Haushalt hab trotzdem genug zeit mit ihr zu spielen klar denk ich manchmal komm lass dich mal kuscheln aber bei der kleinen gibts nur 2minuten kuscheln.

Hi,

meine Große war auch kein "Kuschelnbaby" und kam am besten zur Ruhe, wenn sie alleine in ihrem eigenen Bettchen war.

Heute ist sie 19 und wir haben ein super Verhältnis, es scheint also keine Auswirkungen auf unsere Beziehung gehabt zu haben.

Mach dich net verrückt.

VG

Tattel 19, 17, 14, 12

Hey, ich finde Du machst alles richtig, denn: Du beobachtest Dein Kind und siehst welche Bedürfnisse es hat und gehst darauf ein. DAS ist bedürfnisorientierte Erziehung. Dein Kind brauch eben kein stundenlanges kuscheln sondern, Freiheit Bewegung Ruhe etc. Dafür, das Du ihm das gibst liebt es Dich - und es wird Dir das zeigen. Wahrscheinlich nicht durch kuscheln aber durch andere Dinge zB ein strahlendes Lächeln.
Wir haben auch so ein Exemplar hier: man konnte es schon von Anfang an sehen das er nicht so ein Kuschelbaby ist. Als er wenige Wochen alt war haben wir durch tragen etc versucht ihn zum schlafen zu bringen. Einmal musste ich kurz zur Toilette und habe ihn abgelegt. Als ich zurück kam war er eingeschlafen... Babytragetuch: hasste er, den Kinderwagen hat er geliebt. Pucken (hat die Hebamme im KH gezeigt) ging gar nicht.

Er hat ein Kuschelbedürfnis wenn er krank wird und bei Wachstumsschüben- das kann ich dann auch nicht geniessen weil ich weiss es geht ihm nicht gut.

Seine Liebe und Bindung zeigt er aber ganz toll durch zB das strahlendste Lächeln und Freude sobald er uns sieht.

PS: in der Kita umarmte ihn sein bester Freund morgens zur Begrüssung (sah super süß aus). Aber seine Bezugserzieherin hat gleich gesehen das ihm das nicht angenehm war und ihm beigebracht höflich aber bestimmt nein danke zu sagen. Fand ich toll von der Erzieherin und zeigt auch wieder das Bedürfnisorientierte.

Vielen dank für die vielen antworten. Hat mich gefreut von euren erfahrungen zu lesen.

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Guten Morgen,

meine Tochter war auch so. Bei uns schlafen blöd, Trage blöd - lieber Kinderwagen, kein Kuscheln großartig, lag gerne ewig unter ihrem Spielebogen und hat zufrieden durch die Gegend geschaut und es war ihr gefühlt relativ egal ob ich nun im gleichen Raum war oder nicht - ich hatte die gleichen Gedanken wie du.

Heute ist sie 2,5 und sie ist die totale Kuschelmaus geworden, die ganz lange umarmt werden will, oft ankommt und ein Küsschen gibt, möchte, dass man sich abends vorm Einschlafen mit ihr ins Bett legt (allerdings müssen wir zum Einschlafen selbst dann weiterhin raus gehen; wenn sie müde genug ist, werden wir immer noch rausgeworfen ;-) )

Es hat nichts mit der Bindung zu tun, wenn Deine Tochter nicht so super kuschlig ist als Baby. Das kann sich alles auch wieder verändern. Nicht alle Menschen sind gleich und wenn Du sie einfach mal sein lässt und entspannt bleibst, ist denke ich allen am meisten geholfen (auch wenn ich komplett nachfühlen kann, wie es dir geht!). Stell dir aber mal vor, Du übergehst ihre "Grenzen" permanent und knuddelst sie ständig obwohl sie dir zeigt, dass sie nicht will. Das ist doch viel schlimmer am Ende, als wenn du sie einfach lässt und ihr zeigst, dass du in ihrer Nähe bist wenn sie etwas braucht #liebdrueck

LG

Verrückt... ich hab deine Antwort erst gelesen, als ich meine abgeschickt habe... du beschreibst echt meine Tochter, teilweise mit den gleichen Worten und Anekdoten #rofl. Echt witzig!

Hallo Nachdenklich,

mein Sohn war und ist genau so.

Ich wollte auch alles immer ganz "gut" machen, viel kuscheln, tragen, bei uns im Zimmer schlafen.. etc.
Im Endeffekt war er viel zufriedener als er im eigenen Zimmer schlafen "durfte", er lag super zufrieden einfach stundenlang in seinem Korb tagsüber und hat sich umgeschaut, er hasste die Trage, das Tuch, einfach alles was mit viel Körperkontakt zu tun hatte. Auch heute 9 Jahre später ist er keine Schmusekind, es kommt ganz selten vor das er freiwillig zu mir kommt um zu kuscheln, meist dann auch nur, wenn ihm etwas Sorge bereitet und er reden will oder aber wenn ich ihm seinen Rücken kraulen soll.. das ging komischerweise schon immer #kratz#freu

Unserer Mama-Sohn-Bindung hat diese fehlende Nähe nie geschadet, im Gegenteil, wir waren, als ich akzeptiert hatte das es wohl auch solche Kinder gibt, beide viiiiiel zufriedener ;-)

Liebe Grüße

Gute Bindung entsteht dort, wo man feinfühlig auf die Bedürfnisse des Kindes eingeht. Dein Baby zeigt dir den Weg, geh auf seine Bedürfnisse ein und zwinge ihm nichts auf.

Tragen, stillen, Familienbett sind alles gut Mittel, um eine sichere Bindung herzustellen, aber sie sind eben auch nicht alles. Sich individuell auf sein Kind einlassen, es zu sehen und seine individuellen Bedürfnisse zu erkennen ist viel wichtiger, als Schema F zu folgen.

Mein Großer Sohn war auch kein Trage- oder Kuschelfan, noch heute kuschelt er nicht bis selten. Trotzdem bezweifle ich unsere Bindung in keinster Weise. Mein Kleiner ist das absolute Gegenteil, so sind die Kinder nun mal unterschiedlich. Außerdem ist dein Baby noch sehr klein, das kann sich alles noch ändern. Aber gerade das macht Elternsein aus, sich immer wieder neu einstellen.

Hallo,

Kinder haben nunmal ihren eigenen Kopf und das schon als Baby.
Manche kuscheln gerne, andere nicht.

Wenn Dein Kind unzufrieden wäre, würdest Du das merken. ;-)

Es bringt nichts, Bücher oder im Internet zu lesen und zu verzweifeln, wenn das bei dem eigenen Kind nicht klappt.
Kinder sind keine Waschmaschinen, die gut funktionieren, wenn man die Gebrauchsanleitung beachtet, sondern Individuen.
Es gibt wenig, was bei jedem Kind richtig oder falsch ist.

Bücher die behaupten, dass ihr Weg der einzig richtige sei und dass alles andere den Kindern schade, kannst Du gleich in die Mülltonne werfen, oder sie zumindest nur als einen Weg sehen, der bei manchen Kindern sinnvoll ist.

Die einzigen Bücher, die ich wirklich sinnvoll finde, sind die, die beschreiben, wie Babys und Kinder sich entwickeln, um deren Reaktionen besser einordnen zu können.

Wir haben immer in erster Linie auf unser Bauchgefühl, und die Reaktion der Kinder auf Aktionen unsererseits geachtet.
Unsere Kinder sind mittlerweile 9 und 12 und ganz gut geraten, finde ich. ;-)

Eine gestörte Bindung haben Kinder, deren Bedürfnisse die Eltern nachhaltig missachten. Dafür muss man schon einiges anstellen. Das sind Eltern, die ihre Kinder nicht groß beachten, sie ständig schreien lassen, sie nicht regelmäßig versorgen und sauber machen etc.

Alleine schon, dass und wie Du hier diese Frage stellst, zeigt, dass Dein Kind nicht gefährdet ist. :-)
Du gehst auf seine Bedürfnisse ein, und das Baby ist offenbar zufrieden. Wo ist das Problem?

Unsere Kinder verhalten sich, hinterhältigerweise, auch nicht so, wie Erziehungsratgeber das behaupten.
Unsere Tochter (12) ließ sich als Baby z.B. nie ablenken. Wir dachten auch erst, das Kind sei irgendwie annormal, weil das wirklich überall steht. ;-)
Dabei wusstes sie lediglich schon damals, sehr genau was sie wollte, und das war eben die Steckdose und nicht irgendein Spielzeug.
Das ging bis heute so weiter.
Unser Sohn (9) ließ sich dagegen ablenken. Der läßt sich aber heute noch von allem ablnken. #schwitz

LG

Heike

Hallo.
Mach dir bitte nicht solche Gedanken, du hast sicher nichts falsch gemacht.
Unser Sohn war als Baby genauso, ich wollte ihn zur Beruhigung z.b.auf meine Brust legen und er hat sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt. Er hat von Anfang an in seinem Bettchen geschlafen. Mal ein kleines Nickerchen kuschelnd auf dem Sofa- nein, absolut nicht möglich. Musste ihn dann immer ins Laufgitter oder ein Nestchen legen, Hauptsache kein Körperkontakt. Trage hab ich gar nicht erst ausprobiert, er war im Kiwa zufrieden.
Dass er kuscheln wollte kam erst so um den 1.Geburtstag rum, da schlief er dann auch mal eine Zeit lang in unserem Bett. Alles Phasen, die kommen und gehen
Jetzt mit fast 3 möchte er zum einschlafen kuscheln oder zumindest am Ohr gekrabbelt werden. Kommt auch mal selber an und umarmt einen.
Mach dir keinen Kopf und sei froh dass sie nicht 24 Stunden auf dir liegt soll auch anstrengend sein ;)

Weisst du, du beschreibst gerade meine Tochter :)
Sie schlief bis ihrem 3 Lebensmonat allein in ihrem Bettchen in unserem Schlafzimmer. Sie mochte es nicht beim Stillen gestreichelt zu werden und allgemein brauchte sie diese Körpernähe gar nicht. Sie ließ sich sehr gut ablegen. Ich habe alles akzeptiert und bin nicht einmal auf die gestörte Bindung gekommen.
Dann langsam kam das: ich könnte sie immer schwerer ablegen, sie schlief nicht mehr alleine, ich habe sie viel getragen, sie weinte viel.
Und jetzt ist sie sehr auf Mama fixiert, sie lässt sich nur von mir trösten, ins Bett bringen, sie kuschelt viel und gerne. Doch den Papa hat sie auch lieb, nur in vielen Sachen, wo sie unsicher ist, braucht sie mich.
Bitte, mache dir keine Gedanken, es wird sich ändern.

Alles liebe

Ich habe beide Extreme zu Hause. Mein Sohn wohnt quasi im Tragetuch. Kinderwagen doof, alleine sein doof. Er ist extrem anhänglich und ich muss zugeben, ich genieße es auch sehr #verliebt!

Meine Tochter war das komplette Gegenteil. Sie wollte kaum Körperkontakt, war schon als kleiner Säugling am Liebsten stundenlang unter ihrem Spielebogen gelegen (war ihr auch völlig egal, ob ich im gleichen Raum war oder nicht), brauchte keine Einschlafbegleitung und fand stundenlanges Kinderwagengeschobenwerden suuuuuper. Auch als Kleinkind kam sie nie kuscheln. Wenn ich sie umarmt habe, hat sie halt hingehalten. Ich habe echt auch ein bisschen drunter gelitten, weil ich selbst ein sehr kuschliger Mensch bin und mir die Babyzeit anders vorgestellt habe. Aber verrückt gemacht habe ich mich nicht, denn sie war ganz offensichtlich unglaublich glücklich mit ihrem Leben! Sie war (und ist) ein Sonnenschein, als Baby und Kleinkind hat sie ununterbrochen gelacht und war immer fröhlich. Und DAS ist, was zählt :-).

Also: Nein, du machst NICHTS falsch, Kinder sind verschieden! Nicht jedes Baby mag engen Körperkontakt und Daueranwesenheit. Ja, das ist für ein Menschenbaby evolutionär betrachtet sicher "unnormal und unnatürlich", aber wir leben ja Gott sei Dank nicht mehr in der Steinzeit, wo solche Kinder ohne Sehnsucht nach Nähe vom Säbelzahntiger gefressen worden wären.

Wie es mit meiner Tochter weiterging? Mit 2,5 Jahren wurde irgendein Schalter umgelegt und sie hat sich um 180º gedreht. Sie wurde superanhänglich! Jetzt wird sie bald 6 und kuschelt für ihr Leben gern :-D. Sie kommt jeden Morgen (manchmal auch schon nachts) zu mir ins Bett gekrochen, wir haben ein ausgedehntes Einschlafritual und auch tagsüber sucht sie ganz oft meine Nähe. Wir haben eine wirklich sehr innige und tiefe Bindung zueinander :-). Also mach dir diesbezüglich bitte keine Sorgen!

Meine Nichte, jetzt 10, ist übrigens bis heute kein Kuschelkind geworden. Sie ist trotzdem ein seeehr glückliches Kind :-).

Es gibt nunmal Babys, die andere Bedürfnisse haben und du befriedigst diese Bedürfnisse, so dass deine Tochter ein auf ihre Art und Weise glücklicher und zufriedener Mensch werden kann! Du machst alles richtig #winke#liebdrueck!

Ähnliches habe ich auch erlebt . Nun ist meine Tochter 18 Monate und umarmt mich . Sie kann sich streicheln ( habe ihr gezeigt wie das geht ei ei )

Um den ersten Geburtstag können die Kinder so richtig lieb haben .