Spinn ich oder er?

Ich bin gerade sprachlos. Die Situation eben: wir fahren ne Stunde um meinem Sohn ein tolles neues Fahrrad zu kaufen. Er ist 5 Jahre alt. Unser Kleiner ist eineinhalb. Dem ist die Fahrt am Rückweg so langsam zu lange und er weint. Ich bekomme ihn mit viel Mühe nach vielen Versuchen beruhigt und der Große nimmt ihm daraufhin seinen Schnuller weg, lacht sich kaputt und genießt, dass der Kleine wieder schreit. Daraufhin habe ich dem Großen gesagt, dass er das Rad deshalb heute (eh schon knapp 18 Uhr) nicht mehr wie besprochen testen darf. Ich hab mich geärgert und auch wenn die Strafe nichts mit dem Wegnehmen direkt zu tun hatte, wollte ich ihm zeigen, dass man sich eben ärgert, wenn einem was weggenommen wird. Daraufhin ist er ausgeflippt und hat mit einem Spielzeug auf das IPad in der Halterung gehauen, auf dem er sich etwas anschauen durfte. Dabei ist das Display gesprungen. Mein Mann findet jetzt, ICH sei schuld, dass das IPad kaputt sei. Schließlich habe ich provoziert.

Wie findet Ihr das? Ich finde, er sollte nicht mit Ärgern und Wegnehmen durchkommen und muss es so langsam wirklich lernen. Ausflippen und was kaputt machen geht gar nicht! Mein Mann findet, es gibt ständig Gründe, warum wir (oder ich) das jetzt nicht so streng handhaben sollten.

Also bitte, her mit Euren Meinungen und vielleicht auch Ideen, wie Ihr das gelöst hättet. Danke vorab.

Dein Sohn ist ein Kind und hat sich wie ein Kind verhalten. Du jedoch bis eine Erwachsene und hast dich wie ein Kind verhalten.

Dein Mann hat schon etwas Recht.

Danke Euch für die bisherigen Antworten! Ich merke grade, dass ich gar nicht weiß, ob und wie man hier überhaupt einzeln antwortet.

Ihr habt völlig Recht! Ich weiß, dass das von mir auch doof und kindisch war, ich war total genervt, weil das Piesacken schon den ganzen Tag ging und fand, dass jetzt nach dem Rad, mal ein bisschen Dankbarkeit angebracht wäre. Blöd. Stimmt ja, er ist fünf. Aber ein solcher Wutbolzen. Von wem er das wohl hat. ;-)

Der Bub ist 5 und du auch nur ein Mensch. Und du lernst daraus. Alles gut.

Ich hätte es genauso gemacht wir du. Aber ich glaube besser wäre es gewesen ihm zu sagen das er denn Schnuller nicht wegnehmen darf und ihm zu sagen das es beim nächsten Mal eine Strafe gibt. So oder so kannst du aber doch nichts für das kaputte Display. Ich finde auch das man einem 5 jährigen nicht alles durchgehen lassen darf. Auf das Display bezogen würde ich ihm immer wenn es zur Debatte steht das iPad verweigern mit der Erklärung das es leider das letzte Mal kaputt gegangen ist. Ich denke so wird er das sicherlich lernen. Das bestrafen würde ich aber jetzt dann tatsächlich nicht auch noch, denn er hat es ja wirklich im Affekt kaputt gemacht.
LG

Danke Dir! Jetzt mit ein bisschen Abstand, hätte ich das auch lieber so gemacht.

Naja, ein fünfjähriger der einen eineinhalbjährigen Bruder hatte sollte wissen dass man ihn nicht mit Absicht ärgert. Da braucht es meiner Meinung nach keine Vorwarnung mehr!

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....hm ich finde es nun ehrlich gesagt nicht so dramatisch. Dein älterer Sohn hat seinen jüngeren Bruder geärgert und das ist doch völlig normal. Du hättest gar nicht so einen Film machen müssen, aber du bist bestimmt gestresst gewesen und hast deshalb so sehr reagiert.

Das neue Fahrrad nicht testen zu dürfen, steht in keinem Verhältnis zu der Situation. Du ärgerst dich bestimmt selber. Sowas passiert halt. Wie oft denkt man im Nachhinein das es nicht nötig gewesen ist.....

Danke, das stimmt, was Du sagst. Normalerweise hätte ich ein wenig überlegter reagiert, aber da gurkt man schon ewig für den Großen in der Gegend rum, der Kleine schreit und dann das. Blöd. Weiß man leider manchmal erst hinterher.

Ich kann es verstehen, hat auch mit Sicherheit jeder schon einmal erlebt. Hak es ab und mach dir nicht so einen Kopf!

Kannst du den Kleinen vielleicht einfach auf den Beifahrersitz setzen? Dann können sie sich nicht gegenseitig ärgern und du bekommst Mini besser beruhigt.

Ich würde normalerweise von einem fünfjährigen erwarten, dass er nicht auf einen Gegenstand einschlägt, aber er ist auch nur ein Mensch. Genauso wie du:)

Nächstes mal besonnener reagieren.

Danke, das ist für manche Tage echt auch mal ne Idee :-) meistens klappt es ja. Heute waren wohl alle ein bisschen überdreht.

Solche Tage muss es auch geben:)

Hallo,

ich finde den Zusammenhang zwischen Schnuller wegnehmen und Fahrrad nicht testen dürfen auch nicht nahe liegend und somit als Konsequenz ungeeignet. Aber ich kann nachvollziehen, dass du in der Situation so reagiert hast.
Natürlich hat ein 5-jähriger noch nicht komplette Affektkontrolle, aber ich würde in dem Alter doch mehr Empathie und Außenwahrnehmung einfordern. Ich bin da aber auch eher streng, da ich großen Wert auf soziales Verhalten und Respekt lege. Und vielleicht sind unsere Kinder (6 und 3) einfach von Natur aus so brav, deswegen kenne ich solche Situationen kaum. aber ärgern wie Schnuller wegnehmen ist einfach gemein, und ich bin voll bei dir, dass du das deinem Sohn nicht einfach durchgehen lässt.
Liebe Grüße, c

Danke, ich seh das ähnlich. Mich macht sein Verhalten so sauer. Da muss ich wohl einfach lernen, nicht derart drauf anzuspringen.

Das ist gar nicht kritisch, sondern total interessiert gemeint (und an alle gerichtet, die etwas Ähnliches gefordert haben): wie sähe denn eine Konsequenz aus, die im Zusammenhang mit der Aktion stünde? Das würde mich wirklich sehr interessieren, weil ich zwar den Einwand verstehe, mir aber nichts einfallen mag und keiner der "Kritiker" eine Alternative hatte.

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Du hast viel zu extrem reagiert,sorry der Bun ist erst 5 Jahre und er hat sich einen Spaß erlaubt und Du bist ausgerastet.
Dein Mann hat recht

Warum bist Du mit dem Baby nicht zuhause geblieben und hast die Jungs machen lassen?

Ja, da hast Du Recht! Oft denkt man sich solche „Ausflüge“ netter, als sie hinterher sind.

Ernsthaft? Die Jungs machen lassen und mit dem Baby zu Hause bleiben?

Baby beim Papa zu Hause lassen und mit dem Großen los ist keine Alternative?

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Ich finde nicht dass du überreagiert hast. Menschliches verhalten. Gemein den schnuller extra wg zu nehmen. Und das mit 5. Er ist vielleicht ERST 5 aber mit 5 sollte man wissen dass man sowas ich unbedingt tut. Und ok. Dann hat er es gemacht und du warst eh geladen und gestresst und dann sagt man sowas mit dem fahrrad halt. Vielleicht hätte man es anders regeln können aber wenn man von vornerein alles perfekt machen würde, wäre das Leben so einfach für alle. Wir sind auch nur Menschen. Aber schlimmer finde ich es mit dem tablet was er gemacht hat. Also spätestens da wäre ich bzw. Mein Mann sauer geworden und es hätte echt ärger gegeben. Ich habe 3 kinder und damit etwas Erfahrung. Aber sowas würde ich nicht tolerieren. Auf keinen Fall ist es deine Schuld. Nur weil er wütend ist, muss er nicht eure dinge kaputt machen. Das hätte bei uns Konsequenzen gegeben. Mit 5 kann man wissen dass etwas kaputt geht wenn man drauf haut !

Da bin ich ganz bei Dir. Es nervt halt einfach und das mit dem Tablet ist obendrauf richtig ärgerlich. Natürlich weiß er das und war auch ordentlich geknickt. Morgen reden wir nochmal drüber, wenn alle sich beruhigt haben.

Ich kann dich verstehen und hätte wohl ähnlich reagiert. Und wäre dein Sohn älter, hätte ich ihm die Kosten fürs Tablet vom Taschengeld abgezogen. (Wenn's gar nicht mehr funktioniert) Schade, dass dein Mann die Situation anders sieht als du.

Bei mir bekäme ein Fünfjähriger noch sehr lange nicht genügend Taschengeld, dass man ihm die Kosten für ein ipad davon abziehen könnte.

Also ich sehe es evtl. Etwas anders. Ist halt nur meine Meinung, aber mir 5 Jahren sollte ein Kind schon so langsam wissen, was es tut! Vor allem wusste er, dass er seinen kleinen Bruder mächtig ärgert und hat den Ärger bewusst und absichtlich provoziert und war obendrein noch schadenfroh... er sollte lernen so einen stuss sein zu lassen und hat die Strafe in meinen Augen verdient! Ich finde nicht, dass sie nicht im Verhältnis stand, denn, wer entscheidet, was im Verhältnis steht!? Wenn eine Mutter (beispielsweise) drei Stunden benötigt, um ihr brüllendes Kind zu beruhigen, ist es echt übel, wenn der deutlich ältere Bruder daher kommt und die ganze „Arbeit“ aus Schadenfreude zunichte macht! Vor allem, nachdem er mit einem Fahrrad ein tolles Geschenk bekommen hat. Ich finde nicht, dass ein fünfjähriger, wie ein Kleinkind zu behandeln ist. In dem Alter sollte man schon Wissen, dass man nicht auf Dinge einschlägt und diese kaputt macht. Erst recht nicht aus Wut, weil man sich daneben benommen hat. Nun hat er sich ja selbst bestraft und dürfte künftig eben eine ganze Weile nur auf dem kaputten Gerät was anschauen. Kinder müssen auch lernen, dass ihre Tagen Konsequenzen nach sich ziehen... und müssen lernen, damit um zu gehen! Das ist eben auch ein Lernprozess, wie man mir Frustration umgeht.
wenn man immer nachgibt, macht man alles noch schlimmer. Was Ist es das nächste mal? Der Fernseher, weil er eine Sendung nicht schauen darf oder oder oder? Da wird er dann vielleicht zweimal überlegen, wie blöd es war, als das Tablett kaputt gemacht wurde und lässt es lieber sein.
Aus solchen Konsequenzen lernt man ja auch.
So geht es eben nicht. Ich hätte wohlmöglich eher das Tablett ausgemacht, da er lieber Unfug macht, als während der Fahrt was zu schauen. Da Wäre dieser „Luxus“ erstmal dahin. Aber du hast in dem Augenblick Ermessen,
Welche Strafe er verdient hat, Punkt! Mein Mann würde in der Situation das diskutieren nicht mit mir anfangen. Eben weil einer von euch beiden immer Gründe findet, warum alles nicht so ernst und streng genommen werden sollte, entstehen irgendwann solche Ausbrüche! Dein Sohn muss noch viel lernen,
Sowie du (wir alle) als Elternteil auch.
Ist halt ein Prozess für uns alle,
Der wohl nie aufhören wird. Nächstes mal machst du es gewiss anders, das eine „richtig“,
Dafür vielleicht etwas anderes nicht optimal, aber das gehört eben dazu. Oftmals gibt es auch kein „richtig“. Was für ein Kind richtig und gut ist, scheitert beim nächsten. Man kann nur stets bemüht sein aufrichtiges Interesse für seine Kinder zu haben und zumindest zu versuchen „das richtige“ zu tun. Wer sich so viele Gedanken um sein Kind macht, ist schon auf dem richtigen Weg. Also Hack das Thema ab, was wäre wenn nützt ja jetzt niemanden mehr.

Lg

Ich seh das so wie du👍 hätte auch von mir kommen können

Mir scheint, ihr ward ALLE überfordert in der Situation.

Bei einer Stunde Fahrt + Einkauf bin ich sowas von durch und innerlich schon selbst müde, dass ich gereizter reagiere, als sonst.

Der Kleine war auch müde.

Der Große vermutlich auch. Tolles Fahrrad, besondere Situation.
Meine liebt bspw. Ausflüge, Einkäufe und co. Da plane ich dann abends/hinterher Ruhezeiten ein,
da plane ich ein, dass ich gelassener reagiere und eher etwas "übersehe". denn wenn ich müde, den vollen Erziehungsteil durchziehe, dann erziehe ich nicht, sondern reagiere völlig über. Weil ich weiß, dass ich dann selbst durch bin mit meinen Nerven.

Und weil ich weiß, dass mein Kind auch durch ist und ebenso schneller überreagiert und sich nicht so mit ihren Gefühlen umgehen kann, wie wenn ich ihr vormittags oder nachmittags ohne (positiv) aufregendes etwas sage.

Eskalation vorprogrammiert. Also nehme ich MIR schon die Spannung raus, ,in dem ich nicht alles so wichtig nehme. in Ruhe reden , wenn Ruhe eingekehrt ist, bringt dann sehr viel mehr. Ihr und mir und langfristig auch #schein



Zum Schnuller wegnehmen.
Achte generell mal drauf, wie das bei euch gehandhabt wird.

Meine Geschwister 10+ älter, haben das mit Vorliebe bei mir gemacht. Wieder und wieder und wieder. In 99 % der Fällen schrie nur ich. Störte die Erwachsenen wenig. In 1 % der Fälle schrien die Erwachsenen die "Übeltäter" an, weil die Erwachsenen das Geschrei nicht aushielten.
Die Großen wussten dann nicht was los war. 99% gab es KEINEN Ärger.

Außerdem: Papa, Onkel, Tante, Cousins, Oma, Neffen wer auch immer machte das ja auch.
Wenn es aus Spaß war, war es ok. Und dann einmal war es eben nicht ok.
(dann wenn die Erwachsenen Babygeschrei gerade nicht ertragen haben)

Zum Schlafen haben sie es aber nur selten probiert. Ich schlief wohl wenig und ein übermüdetes schreienes Kind wollte keiner. Soviel haben die Großen Pubertierenden schon verstanden. Wären sie 5 gewesen statt 15 hätten sie es sicher mal ausprobiert.



Aufregung (auch tolle und freunde mit tollen Ereignissen) bringen manche Kinder aus der Bahn. Manche mehr, manche weniger.

Bei uns brachte es eher meine Mutter aus der Bahn.
Bei Freunden wirkt ein Kind entspannt, eines brüllt 2 Tage vor jedem Geburtstag, ein anderes übergibt sich vor dem Geburtstagsfrühstück.

Meine ist da echt gut zu händeln. Vorher. Hinterher ist am besten Ruhe, Gefahren außer Griff- und Reichweite, nichts "mal eben schnell", Routine, ruhiger Ablauf
ich selbst: 20 Gänge runterschalten - 10 für mich, weil ich nach besonders tollen Ereignissen überglücklich völlig müde bin und 10 für mein Kind, weil sie jeder Gefühlsfunke zur Explosion bringen kann und mich dann gleich mit.

Das gibt dann einen Pingpongeffekt an hochgehenden explosionsfässern #schock#schock#schock
Sie konnte sich mit 5 noch nicht runterregeln in solchen Situationen (in alltäglichen!!! schon).

Abends in doppelter Explosionslaune plane ich "weniger Konsequenz" ein, um Folgereaktionen/Kettenreaktionen zu vermeiden
- Schnuller - brüllendes Kind - Gerät kaputt. Letzteres kostet nur meine Nerven.

Dass die Situation mit den Schnuller ein No Go war und schlafende andere (egal ob Kind oder erwachsen) NICHT geärgert werden, erziehe ich im Alltag.
Wenn Besuch kommt: Regeln vorher ansprechen
Wenn ich meine Pause möchte: ziehe ich durch; Kind weiß, dass Schlafende nicht geärgert werden

usw.

In Ausnahmesituationen hoffe ich dann, dass stete Erziehung wirkt!

Mit zunehmendem Alter und mit steter Erziehung, hat sich vieles bei meinem Kind eingeprägt.
D.h. selbst wenn sie völlig müde ist, ich nur schwer regulieren kann. Ihr Verhalten ist so, dass sie Rücksicht auf andere nimmt.

Das war nicht immer so. Durch viele Erfahrungen.



Bei meinen Geschwistern war es wie gesagt umgekehrt. Sie durften mir oft den Schnuller wegnehmen ohne Reaktion. Und wenn es darauf ankam, ist jemand explodiert. Das hat nicht viel gebracht.
Ok, als Pubertierende haben sie gewusst, dass es EXTREMEN Ärger gibt, wenn Sachen kaputt gehen. Daher Kopf einziehen
- und beim nächsten Mal wieder machen.

Dass Sachen kaputt gehen bei Wut - massiven Ärger bringt, haben sie im Alltag erlebt und sich durch Fehlversuche zwischen 1 und 5 Jahren so regulieren gelernt, dass Wut auslassen keine kaputten Sachen zur Folge hatten.

Hey, also ich denke es bringt Euch als Eltern nicht viel weiter zu diskutieren ob die Konsequenz (Fahrrad nicht fahren dürfen) eine angemessene war oder nicht.
Aber umso wichtiger ist, vor dem Kind immer an einem Strang zu ziehen und authentisch zu bleiben. Dh Du hast die Konsequenz zuerst ausgesprochen. Dann sollte sich Dein Mann in dem Moment raushalten. Natürlich kann und soll man als Erziehende hinterher gemeinsam reflektieren. Und wenn man sauer ist (wenn dem Kleinen der wichtige Schnulle genommen wird) kann man das einem 5 jährigen auch zeigen (angemessen aber authentisch). Das auch noch das tablet kaputt geht ist umso blöder!
Schon 3 jährige wissen eigentlich wie wichtig so ein Teil ist.

Da finde ich überhaupt nicht ok das Dein Mann Dir die Schuld gibt, denn Dein Sohn hat nun mal drauf gehauen. Konsequenz für den Sohn wäre für mich
1) beim Bruder wegen Schnuller entschuldigen, mit ihm spielen, knuddeln etc
2) kein ipad / TV mehr schauen

Alles Gute und trotzdem viel Spaß mit dem neuen Fahrrad

Also ich kann die Kommentare hier überhaupt nicht verstehen.

Einen 5 jährigen kann man sehr wohl in die Schranken weisen und er kann auch sehr wohl schon Konsequenzen für sein Verhalten erfahren.

Hinzu kommt dass er nicht nur ein neues Rad bekommen hat sondern zusätzlich auch noch Filme schauen durfte damit er sich auch bloß nicht einen Moment langweilt.

Trotzdem hat er nichts besseres zu tun als seinen Bruder zu quälen. Und das laut Aussage der TE nicht nur im Auto sondern schon den ganzen Tag.

Da zieht sich jemand einen prinzen auf der Erbse heran. Sonst gar nix!

So hart habe ich mich gar nicht "getraut" zu antworten, aber Du hast Recht!
Meine Antwort geht in die gleiche Richtung.

Hallo,

ich gebe dir grundsätzlich Recht, allerdings denke ich nicht, dass wir beurteilen können, ob da "ein Prinz auf der Erbse" herangezogen wird.
Das war nun eine Situation und ich gehöre auch zu den Müttern, die fast alles tun, damit beim Auto fahren Ruhe ist. Für mich ist das ein Sicherheitsaspekt, denn Kindergejammer lenkt mich einfach ab.

LG

Ich glaube es wäre stressfreier für dich gewesen den Kleinen beim Papa zu lassen. Wenn ich mit dem Großen unterwegs war für ihn etwas kaufen z.B Fahrrad, dann habe ich den Kleinen beim Vater gelassen.

LG Hinzwife

Pech für dein Kind. Dann halt kein IPad und kein Fahrrad.
Warum hat ein Kind ein IPad?

Hallo!
Ich hätte genauso reagiert wie Du und finde die Konsequenz ehrlich gesagt auch nicht so unlogisch wie viele hier.
Und dass Dein Mann Dir nun die Schuld für das kaputte Tablet zuschieben will, finde ich unverschämt. Ich kann die ganze Heiteitei-Erziehung, die man immer wieder sieht und hört, nicht verstehen. Eine gewisse Strenge gehört zur Erziehung dazu, Kinder müssen lernen, dass ihr Handeln Konsequenzen hat.

Hier wird ja fast so getan als hättest Du ihm das Fahrrad für immer und ewig verwehrt.

Die Sache mit dem Tablet hätte für mich auch Konsequenzen. Da weiß ich nur gerade nicht welche.

Liebe Grüße Jujo

Hallo,

ich verstehe manche Antworten hier irgendwie nicht ganz so richtig. Der Junge ist 5 und nicht zweieinhalb. Er hat den Bruder absichtlich geärgert und sich drüber gefreut. Und soll dafür dann belohnt werden, indem er kommentarlos das neue Fahrrad bekommt? 🤔

Ja, eine passende Konsequenz ist oft schwer, aber in diesem Fall finde ich das mit dem Fahrrad sogar irgendwie logisch. Wer so dummes Zeug macht und sich nicht benimmt, ist anscheinend zu müde zum Fahrradfahren. Also heute Abend nicht mehr und erst morgen früh, wenn alle wieder besser drauf sind. Wo ist denn da das Problem?,🤷‍

Wir hatten das neulich auch: wollten mit dem Rad zum Einkaufen, Kind macht Blödsinn, hört nicht, bockt - am Ende hab ich gesagt, so können wir nicht fahren, ich weiß ja nicht, ob er dann auf dem.Rad auf mich hört .... da war er auch sauer. Wir sind trotzdem zu Fuß gegangen. Und hätte er dann dafür noch das Tablet kaputtgemacht, wäre das eben auch noch für paar Tage gestrichen. Finde ich jetzt überhaupt nicht unlogisch ...

Danke, so siehts aus. Das Kind ist 5! Natürlich machen sie ab und zu faxen und hören nicht immer, dafür sind es Kinder aber Konsequenzen sind durchaus wichtig! Schließlich sollen sie auch lernen das sie etwas falsch gemacht haben!
Iwann sind die Kinder älter und werden so weitermachen wie zuvor

Oh danke, das sehe ich genauso. Ich kann diese „Das Kind ist erst 5!“-Kommentare auch nicht verstehen. Das Kind ist schon 5 und hat gerade ein Fahrrad bekommen! Mit 5 versteht man schon so einiges und wenn man mit dieser Bruder-ärgern-Aktion den gesamten Ausflug sprengt, finde ich es auch logisch, dass der Ausflug dann zuhause auch direkt vorbei ist und das Fahrrad nicht mehr ausprobiert werden kann.

Und wieso soll eigentlich die Mutter mit Baby zuhause bleiben oder Vater mit Baby? Also bei uns würden wir auch definitiv zusammen als Eltern über das neue Fahrrad entscheiden und nicht einer alleine. Bei uns wäre das somit auch ein Familienausflug. Manche hier bei Urbia verstehe ich echt so gar nicht. 🤷🏻‍♀️

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Hm, wenn mein einer Sohn dem anderen etwas wegnehmen würde, gäbe es die Aufforderung es wieder zurück zu geben. Wenn dann wider erwarten dieser Aufforderung nicht Folge geleistet wird, dann gibt es die Androhung einer Konsequenz und dann die Konsequenz.
Du hättest also das "Wenn nicht...dann..." Spiel spielen müssen.
Aber für das mutwillige Zerstören gäbe es auf jeden Fall eine Konsequenz, nämlich dass er erstmal bis auf weiteres kein IPad mehr in die Finger bekäme.

Danke an alle für Eure Meinungen und Tipps dazu! Ich finde es alles sehr richtig und auch hilfreich, was Ihr schreibt und dieser schmale Grat zwischen streng oder konsequent und nachvollziehbar und dann wieder schauen, wie sind wir aber alle drauf und überhaupt noch aufnahmebereit für Erziehung, ist am Schwierigsten überhaupt für mich. Ich bin oft seeeehr bei Jesper Juul und putze auch mal „authentisch“ jemanden zusammen, der Mist baut. Den Prinzen würde sich aus Bequemlichkeit mein Mann wohl eher ziehen. Auch wenn ich mich oft als mehr im Recht empfinde ;-), liegt richtige Lösung für ein schönes Familienleben wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Also nochmal Danke und schönes WE!

Also zum einen sehe ich es auch so dass er in dem Alter und wenn er seit eineinhalb Jahren ein Geschwisterchen hat schon wissen sollte dass man ihn nicht ärgert.

Was mir allerdings auffällt: Warum braucht ein 5 Jahre altes Kind für eine einstündige Fahrt ein Tablett? Kann er sich nicht mal so lange selber beschäftigen? Bücher, ein Hörspiel, ein magnetisches Reisespiel, ein verbales Reisespiel? Wenn ich an ne Stunde Autofahrt denke denke ich "eine Folge Benjamin Blümchen, ein paar Kinderlieder, ne Runde ich sehe was was du nicht siehst und gut.
Ich denke dass im Unvermögen sich auf einer in meinen Augen doch kurzen Autofahrt sich einigermaßen selber zu beschäftigen auch mit ein Grund liegt warum er dann der Meinung ist seinen Bruder ärgern zu müssen. Indem man Kind bei solchen Sachen immer gleich medial berieselt um sie "ruhig zu stellen" erreicht man das nicht, im Gegenteil. Außerdem fordert "was anschauen" und macht im Nachhinein erst recht "knatschig". Mein Ansatz wäre dem Großen langsam beizubringen und zu zeigen wie man sich in solchen Situationen sinnvoll beschäftigt ohne den Bruder ärgern zu müssen.

Danke für Deine Meinung dazu. Ich finde es ein bisschen sehr anmaßend zu wissen, dass mein Kind auf einer einstündigen Fahrt ein Tablett „braucht“. Er kommt aus einem sehr kreativen „und sogar“ Geisteswissenschaftler-Haushalt und Du kannst anhand meines Beitrags nicht erahnen, welchen Medienkonsum meine Kinder pflegen. Er sieht sich manchmal Pixi-Wissensendungen an im Auto, ebenso wie wir häufig gemeinsam spielen, seine Hörspiele hören, er mit seinen Spielsachen spielt oder ein Buch ansieht... Die Dosis macht das Gift und ich denke sehr wohl, dass mein Kind genauso mal bei einer Sendung entspannen und sich berieseln lassen darf, wenn er vorher im Garten toben war und am Vormittag gebastelt hat. Das macht Ihr gar nie nicht? Auch gut🤷🏼‍♀️. Und einfach Einstellungssache. Hat aber für mich aber nichts mit meiner Frage zu tun. Da ist ein Kind das Fernsehen darf und natürlich flippt es aus, greift als These ein wenig kurz.

Achso stimmt in einem studierten kreativen Haushalt schauen Kinder per se nicht zu viel...?

Jedes Kind ist anders, jedes Kind hat eine eigene Marke ab der es zu viel ist. Und der Zeitpunkt kann auch einfach falsch sein. Die beschriebene Situation klingt für mich nach 'weiss nix mit sich anzufangen oder ist müde und in beiden Situationen ist ein ruhiges berieseln lassen kontraproduktiv. Gegen Müdigkeit und Langeweile hilft in meinen Augen nicht vorm iPad abhängen sondern zum Spielen animierem, lachen, Faxen machen oder auch ne Pause und kurz toben. Da muss einfach Adrenalin her.

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Schuldzuweisungen sind kindisch. Sag das deinem Mann. Ich finde deine Strafe hat sehr wohl was mit der Sache zu tun. Dein Sohn hat sich immer wieder daneben benommen.

Jeder Mensch hat nur mal mit ein bestimmtes Kontingent an Nerven, Kraft und Zeit für die Dinge, dir er gerne tun will. Wenn es so ist, dass ich meine Kraft und Nerven wegen seines Benehmen aufbrauchen muss und dann noch Zeit darin stecken muss, den Bruder immer wieder zu beruhigen. Wegen eines Verhaltens von dem er durchaus weiß, dass es nicht gut ist und unnötig, dann muss ich das 1. nicht mit einem Fahrradkauf belohnen und 2. kann ich dann sehr wohl dafür einstehen, dass meine Grenzen überschritten worden sind und ich dann jetzt eben dann nicht mehr für seine zusätzlichen Belange zur Verfügung stehen kann, sondern nur noch Kraft, Zeit und Nerven für das Grundprogramm habe.

Dass er dein Handy kaputt gemacht hat, war eine trotzige Frustreaktion. Das kann schon mal passieren, er ist eben ein Kind. Aber es ist kindisch, dass ihr Erwachsenen jetzt ernsthaft euch dafür die schwarzen Peter hin und herschiebt. Er war einfach ein trotziger 5-Jähriger. Und er sollte sehr wohl für das kaputte Handy zur Verantwortung gezogen werden, z.b. damit dass es jetzt nicht sofort ein neues Fahrrad gibt, da ihr das Geld für das Fahrrad nehmen müsst, um das Telefon zu reparieren. Und neues Geld erst durch so und so viele Tage Arbeit kommt.

Die Tage bis dahin würde ich ihm als Belohnungssystem aufmalen und ihm sagen, wenn er sich entschuldigt hat für sein Benehmen und in diesen Tagen beweist, dass er sich besser benehmen kann auch gegenüber seinem Bruder, dann glaubst du ihm auch, dass er verantwortungsvoll genug für das Fahrrad ist. Dann würde ich für jeden guten Tag ein lachendes oder trauriges Gesicht vorbereiten. Und erst wenn er eine bestimmte Anzahl guter Tage schafft, gibt es das Fahrrad.

Geld wächst schließlich auch nicht auf Bäumen. Er kann ruhig wissen, dass ein Fahrrad und ein kaputtes Handy keine kleinen Sachen sind, ihr dafür echt etwas leisten müsst und dass ein echter Schaden entstanden ist.

Ich denke, dass hier Schuldzuweisungen fehl am Platz sind.

Mein Motto: Schuld spricht der Richter!

Ich persönlich bewerte solche Situationen nicht über. Dein Sohn mit 5 ist ein Kind und kein kleiner Erwachsener. Hier Absicht oder Böswilligkeit zu unterstellen ist genauso fehl am Platz.
Letztendlich hast du Partei für deinen Jüngsten ergriffen und deinem Großen gegenüber Schuldzuweisungen gemacht... Dazu gehört auch, die Strafe mit dem Fahrrad. Ist nichts anderes wie Stille Treppe und steht auch wie du bemerkt hast, nicht im Kontext. Nun... WIR ALLE SIND MENSCHEN UND MACHEN FEHLER. AUCH ELTERN UND WIR DÜRFEN DAS. Nimm dies als Chance, um daraus zu lernen. Und bei selbiger Situation, dann einmal tief Luft holen und konkret benennen was du willst. Er mit 5 Jahren versteht es.
Ihm deine Grenzen deutlich machen. Da ist ihm mehr mit geholfen.
Musste ich auch erst lernen.


Alles Gute

Ich wäre mit dem Kleinen zuhause geblieben und iPad im Auto wegen 60 Minuten Fahrt finde ich auch übel 😬 Aber ansich geb ich dir recht. Mein Mann ist aber auch so, immer nur nachgeben und wenn ich mecker bin ich hysterisch 🙄

Grundsätzlich bin ich der Meinung, wer seinem Kind in dem Alter so ein teures Gerät gibt, ist auch selbst schuld, wenn es kaputt geht.
Aber (!!) ich gehe davon aus, dass das bei euch so Handhabe ist, das bei längeren Autofahrten geschaut werden darf und er das Tablett genauso gegeben hätte, und in dem Moment bin ich der Ansicht, das er kein Recht hat, dir das vorzuwerfen, weil es bei ihm genauso hätte passieren können.

Davon aber ganz abgesehen: Ich hätte genauso reagiert. Ich empfinde deine Reaktion verständlich und nachvollziehbar.
Natürlich hätte man besser reagieren können, aber wenn wir ehrlich sind, bringt jetzt alles hätte/könnte/sollte eh nichts mehr. Fürs nächste Mal etwas überlegen und hoffen, das man sich dann noch dran erinnert, mehr kannst du im Grunde jetzt nicht mehr machen.

Ich finde übrigens deine Konsequenz recht logisch und nachvollziehbar, denn wenn das Geschwisterkind wegen dem Großen weint, muss man anhalten und es trösten, denn ein weinendes Kind ist eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle. Das kostet Zeit und irgendwann ist es schlicht und ergreifend zu spät, um das Fahrrad noch auszuprobieren.
Eine unnötige Verzögerung, die er selbst verbockt hat und dessen logische Konsequenz eben ist, das er das Fahrrad nicht mehr ausprobieren kann.

Bei mir würde er in nächster Zeit auch nicht auf einem kaputten Tablett gucken, sondern gar nicht. Wer mit solchen Dingen nicht sorgsam umgeht, der hat das Recht sie zu benutzen eben erstmal verspielt und muss es sich neu verdienen, indem er eine Weile sorgfältig mit den Sachen umgeht.

Hallo,

du hast ja schon viel Input bzw. Reflektion der Situation bekommen.
Was mir an dieser Situation auffällt: Keiner hat hier irgendwas gewonnen. Nur Nerven gelassen. Passiert und ist menschlich, deshalb war die Schuldzuweisungen deines Mannes wohl auch ein unüberlegter Ausspruch.
Das kann man doch so stehen lassen.

Für das nächste Mal empfehle ich gerne, macht es wie erfahrene Bergsteiger. Diese bereiten sich nicht nur auf den Aufstieg sondern besonders auf die Zeit des Abstieges vor.
Sprich, wenn der Tag angefüllt ist mit aufregenden/anstrengenden Phasen plant auch für die Rückfahrt Puffer ein. Vorher nach geeigneten Stopps schauen und die zum Energie freilassen nutzen. Da hätte z. B. der Fünfjährige sein neues Rad ausprobieren können und mit dem kleinen Bruder einen kurzen Spaziergang/Spielplatzbesuch machen können.

Gräme dich nicht zu sehr, deine Kinder haben es schneller vergessen bzw. verdaut.

VG, midnatsol

Danke! Das finde ich einen für mich echt neuen und bisher ungewohnten Ansatz. Klingt aber sehr sinnvoll und logisch. Das werde ich auf jeden Fall versuchen, künftig einzuplanen. Viele Grüße und einen schönen Sonntag.