Habe ich meinen Sohn verloren? :( (11 Jahre)

Hallo an alle hier,

ich bin eine alleinerziehende Mutter, mit einer unschönen Vergangenheit... ich trennte mich vor ca. 3 Jahren von meinem Exmann (Gewaltehe).

Leider macht er uns bzw. mir das Leben immernoch zur Hölle...

Das Problem ist nun aber leider die Beziehung zu meinem Sohn.

Er ist erst vor kurzem 11 Jahre geworden und ist schon in der Vorpupertät...

Er hat leider sehr viele Verhaltensweisen von seinem Vater mir gegenüber übernommen.

Er nimmt mich nicht wirklich für voll und ihm rutscht auch schonmal die Hand aus...

Darum geht es jetzt aber nicht wirklich, air haben leider nicht so viele Möglichkeiten, da das Geld knapp ist und hier eigentlich nichts los ist.

Ich versuche mit ihm Spiele zu spielen, oder mal Fahrrad zu fahren oder in den Wald etc...

Er meint immer er hat kein Bock darauf und spielt nur PC. (so wie sein Vater früher:/)

Wir haben früher soooo viel schöne Sachen gemacht.

Ich hatte überlegt, ob es mit dem Alter zusammenhängt? Aber andere Kinder machen auch viel mit ihren Kindern in dem Alter...?

Dann habe ich überlegt ob es an mir liegt, ich. irgendwas falsch mache?

Allerdings sind seine Freunde viel netter etc.

Mit seinem Vater macht er immer ganz viel.

Früher hat er nichts mit meinem Sohn gemacht...

Vielleicht ist mein Sohn auch zu sehr von ihm beeinflusst.

Was kann ivh tun?

lg gypsy

Deinem 11jährigen Sohn rutscht die Hand aus? Dir gegenüber?

Das würde ich mir genau 1mal gefallen lassen!
Was du tun kannst...? Jugendamt, Erziehungsberatung...usw

ich hatte ja eine Familienhilfe, aber die Sache ist sehr kompliziert...

Ich möchte ja nun eine neue.

Und was dann? Wenn er das nochmal macht? Würdest du ihm dann eine zurück klatschen? Ich finde solche Antworten ala „das gäbs bei mir nicht“ oder „dem würde ich aber ganz schnell ein Ende setzen“ absolut nicht hilfreich, was soll das der TE bringen außer schlechtes Gewissen. Wenn man selbst nicht in der Situation ist/war und so ein Kind nicht hat kann man sowas doch gar nicht behaupten. Diese tollen Supermütter hier wieder...

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Fühl dich gedrückt. Das tut mir sehr leid, was du durchmachst.
Hol dir ganz schnell Hilfe von Experten. Das geht ja gar nicht, oder erhebst du schon mal die Hand gegenüber deinem Sohn (was ich nicht glaube). Und weg mit den Computerspielen. Beziehungsweise Zeitlimit.
Alles Gute.

danke, nein dass mach ich nicht.

ich weiß nichtmehr weiter, weil egal was wir machen, er macht terror... er ist der Herr im Haus, er eifert seinem Vater nach....

Ich gehe gegenan aber mir geht die Kraft aus.

Ich hätte noch eine Option der Aufklärung von der Kinder und Jugendberatung bzgl. Gewalt und häuslichet Gewalt. Das finde ich sehr gut.

Meine Frage bezog sich jetzt auf die Freizeitgestaltung....ist das normal?

Also dass die Jungs keine Lust haben etwas mit der Mutter zu machen?

Mit dem Pc ist so eine Sache, wenn ich ihm das verweigere, "rastet" er richtig aus. :/ Zeitbegrenzung ist gut, allerdings kann ich ihm sonst nichts bieten, weil er nichts mit mir machen möchte...

er müsste mehr mit seinen Freunden machen, aber leider verstehen sie sich auch nicht mehr sooo gut. Bzw. er möchte wieder in seine Heimatstadt zurück.... daran arbeite ich momentan, dann hat er wieder seine alten kumpels.

lg

Er sagt, er ist der Herr im Haus und er schlägt dich? Sorry, aber das kannst und darfst du dir nicht gefallen lassen. Da muss schnell was passieren, sonst wird es noch schlimmer. Alleine zu Hause schaffst du das nicht. Wo soll das noch hinführen? Er wird schlimmer werden und wird dann, wenn er mal eine Beziehnung hat, seine Freundin auch so behandeln.

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Hol dir Hilfe beim Jugendamt. Dringend und schnell!

Er hebt Dir gegenüber die Hand? Was machst du denn dagegen?

Du hast deinem Sohn vorgelebt (scheinbar viel zu lange), dass das in einer Mann-Frau-Beziehung normal ist.

Hol dir Hilfe von Außen!

Hallo, ich würde in erster Linie dir dazu raten dein Selbstbewusstsein wieder zu finden. Dich selbst zu stärken. Raus aus der Opferrolle. Ganz schnell. Sonst hast du in 4 Jahren deinen ex 2.0 vor dir stehen. Und der Bursche muss dringend erzogen werden nur dazu braucht man Kraft, starke Nerven und Durchsetzungsvermögen. Das musst du dir aneignen.

Einige Antworten gehen hier gar nicht!

Da schäme ich mich regelrecht für fremd..


Also, zu dir : dass deinem Sohn die Hand ausrutscht, ist vielleicht noch nicht jetzt aber in paar Jahren ein riesiges Problem.
Wenn er erstmal in die Pubertät kommt und die Muskeln wachsen usw, hast du keine Chance mehr gegen ihn und er kann dir richtig gefährlich werden.
Bitte sucht euch da noch dringend Hilfe!
Auch ein betreutes Wohnen wäre keine Schande, sondern könnte euer Verhältnis verbessern. Der Anfang bei so etwas ist schwer, aber dann kann es richtig gut werden!
Oder mal einen Aufenthalt in einer Kinder - und Jugendpsychiatrie. Damit dein Kind die Vergangenheit aufarbeiten kann und ihm andere Strategien gezeigt werden als zu schlagen.
Oder eben auch den ganzen Tag computer zu spielen.

Die haben geschultes Personal, die Kräfte und die Nerven, ihn auf computerentzug zu bringen.
Ihm zu zeigen, dass Gewalt keine Lösung ist.
Ihm zu helfen, mit dem Inneren klar zu kommen.

Und er wird dort vielleicht richtig tolle Freunde finden. Denn so ein Aufenthalt kann nach anfänglichen Schwierigkeiten auch ganz, ganz toll werden.

(ich selbst hatte früher einen und ich hab 2 Monate geheult, weil ich nicht da sein wollte. Und 2,5 Monate das Leben dort genossen und viele Jahre hinterher noch gesagt, dass es die schönste Zeit meines Lebens war ;))

Gib die Zügel mal zeitweise jemand anderem und komm wieder zu Kräften.
Dann lassen sich auch andere Aktivitäten mit deinem Sohn wieder durchsetzen :)

vielen dank für deine Antwort,

schön dass die die Psychiatrie geholfen hat. ich hatte meiner Familienhilfe auch vorgeschlagen, dass mein Sohn und ich getrennt natürlich in psychiatrische Behandlung gehen um fit zu werden...

Sie meinte nein dass ist die Hölle für ein Kind und er soll lieber zum Vater....warum die Option mit dem Vater die Hölle wäre schrieb ich ja schon an anderer Stelle...

Ich weiß nicht mehr weiter....

lg

Das ist nicht die Hölle für ein Kind. Was für ein Schwachsinn!

Bleib vielleicht mal an der Idee dran und guck, welche KJP bei euch einen guten Ruf hat. Ruf da an und erkundige dich über das weitere Vorgehen.

Wie gesagt, es war damals die schönste Zeit für lange Zeit für mich (, bis ich Mutter wurde ;)). Natürlich gab es regeln und Heimweh am Anfang, aber danach war es wie eine Jugendherberge. Einfach toll.

So, wie es bei euch zur Zeit ist, ist es weder für deinen Sohn noch für dich gut und wird euch auf Dauer kaputt machen.

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Für die Schläge Dir ggü geht der PC 2 Monate in den Keller. Kann er toben wie er will. Du musst wieder Herrin der Situation werden. Das bist du gerade nicht.
Dass du deine Familienhilfe beendet hast ist ganz ganz schlecht. Jede Hilfe ist besser als keine oder warten.
Wenn es allein nicht klappt ist kurzfristige Fremdunterbringung eine Option.

Tut mir leid dir das so direkt sagen zu müssen und ich bin nicht die Einzige, wenn ich hier die Antworten lese.

Dein Problem ist weniger, dass dein Junge nicht mit dir raus will, sondern wie er dich behandelt. Mit elf ist man vielleicht auch lieber mit Freunden unterwegs anstatt mit Mutti.
Aber von dem mal abgesehen, muss es dir doch grottenschlecht gehen, wenn dein Sohn dich schlägt. Er meint du hättest nix zu melden. Du solltest dir nicht Hilfe suchen, sondern du musst! Noch ist er 11,aber stell dir das mal mit 18 vor. Sorry, wenn ich das sage, aber dann schlägt er dich vermutlich grün und blau.
Aber nicht nur er braucht Hilfe, sondern auch du.
Du musst unbedingt in deiner Persönlichkeit gestärkt werden.

Man kann nicht einfach sagen "Ja, das hat er vom Vater übernommen"

Willst du irgendwann zu Hause hocken und Angst vor deinem Sohn haben?

Es hilft nichts, wenn du jetzt in Erinnerungen schwelgst wie schön es früher mit ihm war.

Du musst handeln und zwar sofort und zwar aus Liebe zu deinem Sohn. Noch ist es nicht zu spät.

Ich wollte mit meinem Beitrag nichts Böses, sondern dich einfach nur wach rütteln.

"Er nimmt mich nicht wirklich für voll und ihm rutscht auch schonmal die Hand aus...

Darum geht es jetzt aber nicht wirklich"

Doch, genau darum geht es! Nichts, auch keine "Vorpubertät" rechtfertigt SO ein Verhalten. Da läuft gewaltig etwas schief. Sucht euch gemeinsam Hilfe!

Alles Gute!

das muss ich hier auch nochmal sagen, ich würde gerne in Behandlung gehen, jedoch könnte ich meinen Sohn niemals irgendwo unterbringen, da der Vater ihn dann nehmen würde und dann hätte ich meinen Sohn verloren und er wär auch verloren...leider

Doch du kannst und sollst deinen Sohn unterbringen. Dir wurden doch jetzt schon x Möglichkeiten vorgeschlagen die du für deinen Sohn tun solltest. Trotzdem schreibst du, du könntest ihn nicht unterbringen. 🤔
Und der Vater kann ihn auch nicht einfach so nehmen. Er sitzt schließlich nicht auf der Straße und Papa läuft vorbei und steckt ihn ein.
Bitte höre auf nach Ausreden zu suchen und handle.

der Vater kämpft gerade vor Gericht darum ihn komplett "zu nehmen" Aufenthaltbestimmungsrecht / alleiniges Sorgerecht usw. er hat schon alles vorbereitet und die Familienhilfe hat sein Vorhaben noch unterstützt...

Das der Vater 700 km entfernt lebt in einer für meinen Sohn völlig anderen Stadt und er es ist, der uns so krank gemacht hat interessiert keinen.

Greif mich bitte nicht an, wenn du meine ganze Geschichte nicht kennst!!!

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Als erstes solltest du aufhören, die Gründe für das Verhaltensmuster deines Sohnes allein bei deinem Ex zu suchen und dir Hilfe suchen. Du begibst dich in eine Opferrolle, das verunsichert deinen Sohn. Du bist überfordert mit ihm. Es hilft auch nichts gegen deinen Ex zu schießen, auch er ist ein wichtiger Mensch für dein Kind.
Warte nicht darauf, dass dein Sohn auch gegen andere Gewalt ausübt und handle jetzt.

"Er nimmt mich nicht wirklich für voll und ihm rutscht auch schonmal die Hand aus..."

Dann solltest du schleunigst dafür sorgen, dass dein Früchtchen von Sohn sich so etwas nie wieder erlaubt. Das Gleiche gilt für den übermäßigen PC-Konsum. Verbiete es ihm! Du bist die Mutter, es ist deine Pflicht, ihn zu erziehen. Und das bedeutet: Grenzen setzen.

Es ist höchste Eisenbahn, dass du anfängst. Ist er erst einmal 15, werde es sehr viel schwieriger. Schaffst du es nicht alleine, gehe bitte UMGEHEND zu einer Erziehungsberatung und hole dir damit Hilfe ins Boot.

Meine Tante hatte ein sehr ähnliches Problem mit meinem großen Cousin.

Für die Familie war eine Wohngruppe die Rettung. Er war fast 2 Jahre dort bevor er mit 16 wieder nach Hause kam.
Such dir Hilfe bei der Erziehungsberatung, Jugendamt oder sonst wo. Aber ab einem gewissen Punkt steckt man alleine fest.

Die Unterstützung gibt es aus gutem Grund. Sieh es als Chance für einen neuen Anfang, das ist kein Versagen, wenn man Hilfe braucht.

ich finde die Übergangslösung mit der Wohngruppe auch super.

Jedoch kommt mein.Sohn dann zum Vater und in keine Wohngruppe...

Es ist ja schon fast alles entschieden. Sogar der Verfahrensbeistand meines Sohnes ist dafür....

Es wär keine gute Lösung, der Vater ist überfordert, ich habe früher alles alleine gemacht, nun verkauft er sich leider immer so gut. er ist voll berufstätig, kann dann aber von Zuhause aus arbeiten..er hat schon alles organisiert...

wenn ich wüsste ihm würde es dort gut gehen, würdr ich dem zustimmen, aber das tut es leider nicht. zumal es für den kleinen ein kompletter Umfeldwechsel wäre...

>>...wenn ich wüsste ihm würde es dort gut gehen, würdr ich dem zustimmen, aber das tut es leider nicht.<<

Inwiefern geht es deinem Sohn dort nicht gut. Ja, dein Mann war dir gegenüber gewalttätig. Das geht gar nicht!! Schlägt er euren Sohn auch?

Oder was lässt dich glauben, dass es deinem Sohn bei seinem Vater schlecht gehen wird?

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Hi du! Fühl dich erstmal gedrückt denn ich glaube du hast es mehr als nicht einfach. Aber auch wenn ich von der Sorte bin "Mein Sohn hätte mir gegenüber nur einmal die Hand erhoben und mir eine gescheuert..." würde ich sagen das ihr dringend Hilfe braucht. Ob dein Ex ihn beeinflußt ( komisch ist das schon das er jetzt mit ihm Dinge macht die er früher nicht tat-könnte aber auch harmlos sein) oder nicht werden wir aktuell nicht wissen ( bei so einem Typ würde ich es ihm aber zumindest zutrauen). Aber Fakt ist dennoch das bei euch was böse im Argen liegt wenn dich ein 11 jähriger schlägt, respektlos ist und sonstige Verhaltensweise an den Tag legt.

Da kann man sicherlich auch am Kind arbeiten und möglicherweise kommt man drauf wo der Hase im Pfeffer liegt wenn ein Fachmann mit dran ist.
Viel Glück für euch.

Ela

danke, wir bräuchten eine Familientherapie...

Ich wollte eigentlich mit meinem Sohn in eine betreute WG für alleinerziehende Mütter, dann könnte ich ambulant Therapie machen und er auch.

Die Familienhilfe meinte, dass da nur Mütter mit Kleinkindern sind und das er da eingehen würde?

ich suche nach Lösungen...

Hallo, was ich nicht so ganz verstanden oder überlesen habe: wann und wie oft hat dein Sohn denn Kontakt zu seinem Vater, der 700 km entfernt wohnt? Ich frage das, weil dann dein Ex so etwas wie der nette Spielkamerad ist der es deutlich leichter hat deinen Sohn zu beeindrucken. Alltag wird so wie ich das verstanden habe mit dir gelebt. Du erziehst und bist sozusagen der "Bad cop". Mein Sohn ist ebenfalls 11 und spielt sehr gerne am PC. Zudem kann er sich verbal argumentativ sehr hartnäckig äußern. Da gibt es klare Regeln: Erst ab einer bestimmten Uhrzeit für eine gewisse Zeit. Ohne Ausnahme. An Tagen an denen er seinem Hobby nachgeht fällt während der Woche das Spielen aus. Er ist sehr Lustorientiert und fokussiert auf sein Handy, die Playstation und ohne klare Ansage würde das nicht funktionieren. Jede Ausnahme fällt uns sofort auf die Füße. Ich kann verstehen, dass man da alleine überfordert ist. Ich habe drei Kinder und oft muss ich mich zusammenreißen, um konsequent zu bleiben. Mein Sohn kann mit mir auch momentan nicht wirklich etwas anfangen. Wir reden über Ansichten und Wissen, aber für die Jungsdinge ist da mein Mann der erste Ansprechpartner. Dein Sohn hat da ein ganz großes Problem: Er braucht seinen Vater, weil er gerade in diesem Alter eben beginnt sich abzunabeln und gleichzeitig sieht er wie traumatisiert du bist. Wie soll er das Problem nun lösen? Meiner Meinung nach bräuchte er einen männlichen Verhaltenstherapeut um zu lernen was er möchte und wie er damit umgehen kann. Freunde und Hobbys, einen Lehrer, der da feinfühlig genug ist. Männliche Bezugspersonen eben, die im Alltag Struktur geben und normales Verhalten vorleben.
Damit du nicht immer Bad cop spielen musst und eure Beziehung Leichtigkeit gewinnt. Ruf doch einmal bei Jugendtherapeuten an und vereinbar einen Termin. Ich kenne die Kautelen nicht, wenn schon eine Familienhilfe involviert ist. Das weißt du sicher besser. Alles Gute!

danke für deine Antwort,

ja genauso ist es auch. Ich merke selbst wie er nach einer männlichen Bezugsperson sucht....

Und das mit dem "Bad Cop" stimmt auch, aber das ist leider normal und damit kann ich leben. Das Problem ist, dass mein Exmann die Situation ausnutzt und ihm alles Mögliche verspricht....und der Kleine somit zu ihm möchte. Ich habe ihm schon sehr oft erklärt, dass ein Schulwechsel / Ortswechsel anstrengend ist und es nicht alles toll ist usw. leider ist er noch zu klein das ganze Ausmaß so einer Entscheidung zu überblicken und da finde ich es doppelt schlimm, dass der Verfahrensbeistand und die Familienhilfe es als gute Option sehen...

Ich persönlich habe auch schon an einen Erziehungsbeistand gedacht, am besten einen männlichen.

Die Familienhilfe versucht immer krampfhaft mit ihm auf den Spielplatz etc. zu gehen....ihm ist das aber peinlich.... das geht alles nach hinten los.

Der Vater sieht ihn alle 3 Wochen und klagt jetzt ein, dass er ihn alle 2 Wochen am Wochenende sieht. aus Rücksicht auf meine Gesundheit, haben wir, also mein Anwalt und ich die 3 Wochenregelung durchbekommen, nun steht bald der nächste Gerichtstermin an und wir sehen weiter...


Meine Mutter meint immer, ich soll meinen Sohn ziehen lassen und er kommt eh schnell zurück zu mir. Aber ich habe Angst, dass der Vater ihn dann total "versaut" hat und es gar nicht mehr zulässt. Außerdem tut mir das im Herzen weh, das eigene Kind ins Unglück laufen zu lassen....

Einen Therapeuten suche ich nun alleine heraus, die Familienhilfe meinte, es gibt hier keine oder es dauert ewig bis man einen Termin hat.... und schmetterte es ab... ich mach jetzt alles so, wie ICH es für richtig halte. Ich merke viele sehen es hier im Forum ähnlich wie ich, also können meine Ideen nicht so schlecht sein...

lg

Ich sehe das so: Für die Behörden ist das Problem 700 km weg verlagert und da kann wunderbar ein Haken dahinter gesetzt werden. Du musst genau so wie dein Sohn mit den Konsequenzen leben. Ich finde es trotzdem seltsam, dass es als gute Option gesehen wird, dass dein Sohn zu seinem Vater geht. Ist es der finanzielle Aspekt? Das empfinde ich als sehr kurzsichtig und einfach gestrickt. Suche einen Therapeuten und lass dich nicht unterbuttern. Ihr müsst damit leben können. Btw: Meinem Sohn ist ein Spielplatz auch peinlich und langweilig. Da hat die Familienhilfe so gar keine Ahnung was sie mit einem Kind in dem Alter machen soll. Evtl ist die Einschätzung der Familienhilfe bei der restlichen Thematik auch nicht korrekt.

Liebe TE, es ist nicht ungewöhnlich, dass Kinder, und Jungs tatsächlich noch eher als Mädchen, in dem Alter gerne viel Zeit vor Handy und PC verdaddeln. Mein 11-Jähriger knallt schon auch mal seine Zimmertür, wenn seine Spielzeit um ist und ich ihm entsprechend das Handy abnehme. Kenne das bei ganz vielen Jugendlichen. Früher war es mehr der Fernseher, jetzt mehr die Konsole oder das Handy. Wo da genau die Grenze zwischen normal und besorgniserregend verläuft, können oft nicht einmal Experten so richtig sagen. Meine Cousins z. B. haben beide viel gezockt, damals noch Gameboy und Co. und sind heute beide gefragte Informatiker. So kann es auch laufen. Wenn Du dir da Sorgen machst, kannst Du Dir Hilfe in einer Ambulanz für Verhaltenssüchte suchen. Es kann aber ebensogut normal oder eine Phase sein.
Mir tut deine Situation sehr leid. Ich glaub, es wäre wichtig, dir erstmal für dich selbst Hilfe zu suchen, nach allem, was bei dir war. Eine gute Therapeutin oder einen Therapeuten. So schwierig ist es oft gar nicht, wie getan wird, da jemanden zu finden.
In einem Forum wirst Du leider immer auf Leute treffen, die Dich noch zusätzlich fertig machen und die überheblich sind. Ich glaube, das hat viel damit zu tun, dass manche sich selbst besser fühlen, wenn sie andere runter achten. Leider. Ich frag mich oft, ob den Betreffenden bewusst ist, was sie damit bei jemandem anstellen können, dem es ohnehin schlecht geht.
Kennst Du die Nummer gegen Kummer? Die haben auch ein Elterntelefon und sind als erste Anlaufstelle ganz gut, weil sie auch viele Institutionen und Adressen kennen, wo man sich hinwenden kann. https://www.nummergegenkummer.de/elterntelefon.html.

ich danke dir für deine Worte,

das mit dem Elterntelefon habe ich noch gar nicht gewusst, vielen Dank dafür.

Mein Sohn möchte auch Programmierer werden ;) ich denke es ist sein Hobby. Gestern hat er gerade wieder einen neuen Freund gefunden, das hat mich gefreut. Wenn alles in der Waage ist mit Schule / PC / Freunden ist es ja auch in Ordnung.

Schlimm finde ich nur, dass er mit meinem Ex viel unternehmen möchte und mit mir nicht. Ich verstehe jetzt aber auch, dass er eben ein Junge ist, der langsam seinen eigenen Weg gehen möchte.

Ich habe bald ein Vorgespräch für die Tahesklinik, ich hoffe das ich da zeitig einen Platz bekomme und es mir immer besser geht...und ich nicht stationär aufgenommen werden muss.

Der Alltag klappt ja, es sind eben "nur" die Traumata welche immer wieder aufbrechen und die Depressionen verursachen und durch meinen Exmann getriggert werden...

schwierig...

lg

Mir tut das wirklich sehr leid. Hast Du denn schonmal versucht, eine gute Therapeutin zu finden? Das kann echt sehr viel helfen. Eventuell einfach einige durchtelefonieren. Die ersten Gespräche dienen noch dem Kennenlernen, da bist Du zu nichts verpflichtet.
Hat Dein Sohn Hilfe z. B. in Form einer Therapie? ? Ich stelle es mir echt schwer vor, wenn der Vater z. B. schlecht über dich redet, dass ein Kind sich da aktiv dagegen stellt. Ein guter Freund hat mir neulich erst erzählt, dass er erst seit er selbst Familie hat und seine Mutter leider schon seit einiger Zeit verstorben ist, erkannt hat, wie sehr sein Bild von seiner Mutter vom Vater negativ beeinflusst wurde. Ich denke, ein Kind kann da kaum oder nur sehr schwer differenzieren und benötigt einfach Hilfe. Wo ich tatsächlich hart durchgreifen würde (ernsthafte Sanktionen/Konsequenzen), wäre bei der Gewalt für gegenüber. Sowas kann sich rasch verfestigen und führt auch gern in einen Teufelskreis aus mangelndem Respekt, erneuter Gewalt, dadurch wieder Verfall des Respekt vor dir, Gewalt... Ich weiß jetzt nicht, wie schlimm das ist, aber da wäre ich auch sehr vorsichtig.
Wegen den Aktivitären: Gibt es Dinge, die ihr früher gerne zusammen gemacht habt und wo viele gemeinsame Erinnerungen dran hängen? Bei meinem Sohn, der so alt ist wie deiner und auch schon heftig pubertiert, klappen solche Dinge immer noch. In unserem Fall Vorlesen, ein bestimmtes Abendritual und, ganz profan, zusammen Running Sushi essen, wo wir immer ins Reden kommen.