Wann ist der richtige Zeitpunkt ( es ist nicht dein Papa )

Hallo ihr lieben,
Ich habe lange überlegt ob ich überhaupt fragen soll aber ich mache mir schon länger darüber Gedanken wie ich das Thema ansprechen soll.
Meine 5 Jährige Tochter ist von meinem Exmann welchen ich direkt nach Geburt verlassen habe da er eine Affäre hatte. Die Scheidung folgte prompt und er hat seine Tochter nie gesehen. Dies lag nicht an mir. Er hat Termine immer sausen lassen und hatte alle möglichen Ausreden. Ich habe so oft probiert das er die kleine mal abholt etc aber er hatte einfach kein Interesse ( er ist auch Narzisst). Er hat mir damals sogar das alleinige Sorgerecht gegeben weil er keinen Bock hat Entscheidungen über das "Balg" zu treffen. Die kleine war übrigens von ihm gewünscht aber während der Schwangerschaft fand er mich schon eklig und den Rest spreche ich gar nicht erst aus. Nun zum Thema. Ich habe meinen jetzigen Partner vor 4 Jahren kennen und lieben gelernt. Meine Tochter ist somit mit ihm groß geworden und nennt ihn Papa ( das kam von alleine ). Nun ist sie 5 und ich beschäftige mich Tag täglich mit dem Thema WANN und WIE ich ihr sagen soll das es eigentlich gar nicht ihr richtiger Papa ist. Für sie ist mein Freund einfach alles. Die beiden sind ein Kopf und Hintern. Ich habe Angst das ich etwas falsches sage.

Wie habt ihr es euren Kindern gesagt? Das Problem ist halt wirklich das der richtige Papa keinen Kontakt will.

Liebe Grüße Marie

Das finde ich tatsächlich schwierig.

Ich glaube, ich würde das relativ bald machen und erst allgemein sprechen. Erst erzählen, dass es unterschiedlichste Familien gibt. Es gibt Familien mit eigenen Kindern, Pflegefamilien, die andere Kinder aufnehmen und Adoptivfamilien, die Kinder wie die eigenen annehmen, dass es Familien gibt, wo der Papa, nicht der richtige Papa ist. Das aber alle diese Familien etwas gemeinsam haben, sie haben sich für ein Kind entschieden und auch wenn es nicht das eigene ist sondern vielleicht ein fremdes Kind, dass sie es immer lieben!

Und dann würde ich erzählen, dass sie für den Papa auch mal ein fremdes Kind war, aber heute ist sie sein Kind und er liebt sie total! Sie ist seine Prinzessin/Maus/Schnecke/Motte oder wie auch immer er sie nennt.

Wenn sie fragt, wo denn ihr "richtiger" Papa ist, würde ich sagen, dass du ihn schon 5 Jahre nicht mehr gesehen hast und es gar nicht weißt. Aber vielleicht hast du noch Fotos von ihm, die du ihr zeigen kannst? Damit sie ein Bild vor Augen hat?

Und der "neue" Papa, der der da istx sich kümmert, tröstet und tobt, der kann vielleicht auch nochmal sagen, ja, das stimmt, ich bin nicht dein richtiger Papa! Aber ich liebe dich wie ein richtiger Papa!

Egal wie du dich da entscheidest, viel Erfolg!

Das ist ne schwierige Situation. Ich würde es nicht jetzt sagen. Der Beitrag über mir ihr dann zu sagen das der Papa nicht mehr gesehen naja weiß nicht, was das in einem kleinen Mädchen von 5 Jahren auslöst.

Ihr würde vl noch was warten mit 5 begreift man zwar schon vieles aber sowas Komplexes glaube ich nicht.

Ich würde es erst dann machen wenn dein Kind Erwachsen ist und versteht das sie nur von einem anderen biologischen Erzeuger abstammt. Das dein jetziger Mann die Vaterrolle übernommen hat ist er ja auch der Vater. Was gibt es da großartig zu verkomplizieren. Verstehe ich nicht

hallo,

das fände ich die schlechteste variante.
gerade weil diebeiden sich wie vater und tochter fühlen, sollte es für das kind wenig probleme bereiten in jungen jahren zu erfahren, dass sie von einem anderen papa gezeugt wurde, ihr papa aber derjenige ist, der sich um sie kümmert. gerade weil sie so jung ist nimmt sie es dann ohne borbehalte hin das ist dann ihr normal. klar wird sie vielleicht über die jahre fragen stellen. und die beantwortet man dann eben altersentsprechend.
zu lügen, also vorzuenthalten kann ganz böse nach hinten losgehen wenn sie es dann irgendwann erfährt. und was ist, wenn sie es nicht von den eltern erfährt sondern von jemand anderem. der verschollene erzeuger plötzlich auftaucht etc? dann ist das kind in den brunnen gefallen, die vertrauensbasis hat nen knacks.

wir haben in der familie selber 2 'fälle' von angenommenem kind und adoption.
meine mama hat als junges kind beim spielen gehört (sie war vielleicht 4 oder 5) wie andere zu ihr sagten, dass ihre mama und papa ja gar nicht ihre richtigen eltern sind. daraufhin hat meine oma es erklärt und sie fortan auch mit zum friedhof genommen zum grab ihrer biologischen mutter. sie ist mit ihren leiblichen schwestern in der nähe aufgewachsen (alle verteilt auf die familie) und hat sich immer geliebt gefühlt. aber das ist so, weil sie es eben früh erfahren hat.

mein cousin ist adoptiert und ich kann mich nicht erinnern, dass er es je nicht wusste. sobald er es verstand haben meine tante und onkel ihm alles kindgerecht erklärt. bis dato hat er nicht den kontakt zu seiner leiblichen familie gesucht. er weiß ja aber, dass er es jederzeit kann, wenn er denn möchte. diese wahl ist für ihn wichtig. er hat die entscheidungsfreiheit und dies steht ihm auch zu.

vg

Hallo!

Die gesamte Forschung zu dem Thema sagt ganz klar, dass es in der Variante dem Menschen den Boden unter den Füßen wegzieht. Auf einmal ist bei einem Heranwachsenden eine der absoluten Urgewissheiten weg, eine riesengroße Lebenslüge. Oft stürzen diese Menschen in eine tiefe Krise, von der sie sich nur schwer erholen.

Die gesamte Pädagogik, Fachkräfte und Jugendämter empfehlen, so früh wie möglich, ideal von Anfang an die Wahrheit zu sagen.

Der allerspäteste Zeitpunkt es dem Kind zu sagen ist also HEUTE.

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Hallo
Den Zeitpunkt hast du, meiner Meinung nach, verpasst. Am einfachsten für alle Beteiligten ist es, das Kind von Anfang an altersgerecht mit dieser Information aufwachsen zu lassen. So eine „Beichte“ ist nicht schön, in deinem Umfeld weiß sicher auch jemand Bescheid oder das ganze könnte aus einem anderen Grund irgendwie auffliegen. Das wäre für dein Kind und euer Vertrauensverhältnis ganz schlimm.
Mal abgesehen davon, dass dein Partner aktuell keinerlei Verpflichtungen gegenüber dem Kind hat. In der Situation muss man einfach auch an die Möglichkeit denken, dass eure Beziehung irgendwann auseinander gehen könnte und der soziale Vater dann, leider, auch weg sein kann.
Ich würde mir jetzt Material zusammensuchen und dann schleunigst anfangen, ihr die Situation zu erklären.

LG

Das war auch mein erster Gedanke. Am leichtesten für alle wäre es wohl gewesen, sie einfach damit aufwachsen zu lassen. Zu warten bis sie erwachsen ist, halte ich für fatal. Man stelle sich mal vor, der leibliche Vater würde doch irgendwann mal vor der Tür stehen oder so. Ich würde es so bald wie möglich machen. Aber auch nicht mit richtiger Papa und so.. Wie viel weiß sie denn schon darüber, wie babys entstehen?

Ich würde ihr sagen, wie es eben war. Dass du vor ihrer Geburt mit einem Mann zusammen warst, und das dieser ihr leiblicher Vater ist und du ihren Papa erst kennengelernt hast als sie ein Baby war. Wenn du tatsächlich noch warten willst, kannst du vielleicht warten bis sie weiß, wie Kinder entstehen. Oder vielleicht hilft auch ein Buch, in der eine Geschichte wie eure dargestellt ist, das ganze anders zu verstehen?! Ich würde es ihr lieber früher als später sagen.

Mit welchen alter würdest du es sagen? 2, 3 oder doch mit 4 Jahren? Und woe wütdest du es so einen kleinen kind erklären?

Liebe Grüße

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Schnellstmöglich!

Meiner Meinung nach bist du damit schon zu spät dran. Ich hätte es ihr von Anfang an gesagt, so kindgerecht wie möglich natürlich.

Bitte nicht damit warten bis das Kind erwachsen oder im Teenageralter ist. Ich habe mehrmals im Bekannten- und Verwandtenkreis mitbekommen was das anrichten kann. Die Kinder fühlen sich veraten und hintergangen. Das ging bis zum völligen Kontaktabbruch.

Wie wunderbar, dass dein Freund die Vaterrolle übernommen hat und es von ihr angenommen wurde.
Eine Freundin steckt in der gleichen Situation. Der Erzeuger war aber keine feste Beziehung, der Vater hat seine Rolle aber schon in der Schwangerschaft angetreten und die Kleine kennt ihn also auch als Papa.
Die Eltern sind aber mittlerweile verheiratet und die Adoption soll nun folgen. Jetzt überlegt meine Freundin, ob sie ihre 5-jährige dahingehend aufklärt.
Aber was löst es in einem Kind aus? Ich glaube, wenn sie älter wird, dann wirds einfacher..
Teilst du uns mit, wie du dich entschieden hast?

Bindungsforschungen sagen genau das gegenteil-je früher, je besser m, weil das Kind dann damit aufwächst als wäre es normal. Wenn man dazu ein großes Enthüllungungsgespräch machen muss ist der ideale Zeitpunkt eigentlich schon vorbei. Dennoch sollte man auch dann nicht noch länger warten (laut Experten). Mir persönlich leuchtet das auch total ein

Lass dich dazu von einem kinderpsychologen o.ä. beraten. Ich denke am besten wäre es gewesen, man hätte es ihr von kleinauf gesagt, sodass es für sie selbstverständlich wäre. Ich würde auf keinen Fall warten, bis sie älter, oder erwachsen ist, da könnte sie ziemlich wütend und enttäuscht sein und aus allen Wolken fallen. Je früher, je besser würde ich meine. Ich habe selbst ein Kind in dem Alter- verstehen wird sie es auf ihre Art bestimmt. Ich würde auch zuerst nach Büchern schauen und sie langsam an das Thema heranführen. Dann würde ich glaube ich mit ihrem Fotoalbum arbeiten, Mut Bildern aus der Schwangerschaft vielleicht auch. Ihr zeigen, dass ihr im ersten Jahr noch alleine war und dann der Papa (ist er ja trotzdem) dazu kam. Er sollte an dem Gespräch auch beteiligt sein, die Frage ist nur, ob von Anfang an. Wichtig wäre auf jeden Fall, dass er ihr sagt, dass sie seine Tochter ist und bleibt (könnte er sie adoptieren?) alles gute

Nochmal ich- lass dich da dringend von einem Profi (Psychologe, familienberatungsstelle o.ä.) beraten. Bei einem solch wichtigen Thema sollte man nicht auf fremde Laien hören. Hier schreiben einige, du sollst damit warten, bis sie größer, womöglich erwachsen ist. Aus Sicht der bindungstheorie wäre das genau ganz falsch. Von daher ist es aus meiner Sicht gefährlich, bei einem solch wichtigen Thema auf fremde und in der Thematik ungebildete Menschen zu hören, die aus dem Bauch heraus, ohne sich zu informieren, Empfehlungen geben.

Ich würde auch mit ihr über die vielen familienkonstellationen reden. Nimm dir dafür viel zeit und ruhe und sag ihr auch, dass es dir schwer fiel, ihr das zu erklären. Dein Kind wird dir deswegen nicht die Pistole auf die Brust setzen.
Ich habe mal in der Kindheit ein Buch gelesen, da ging es vorrangig um ein anderes Thema, aber die Protagonistin erzählte, dass sie nicht bei ihrer leiblichen Mutter aufwuchs, sondern bei ihrer herzensmama. Vllt kannst du ihr so erklären, dass dein Freund eben ihr herzpapa ist, weil er sie liebt und immer für sie da ist. Er ist ja irgendwie ihr Papa und bedeutet ihr doch tausend mal mehr, als ihr leiblicher Vater.
Und ich würde ebenfalls sagen, dass sie für ihn seine herzenstochter ist, damit sie auch in die andere Richtung weiterhin die Verbindung hat.
Meiner Meinung nach brauchst du dafür keinen kinderpsychologen, dein Kind ist nicht krank. Man rennt ja auch nicht wegen einem Schnupfen in die Notaufnahme.
Einfach mit Zeit und ruhe darüber reden, später deinen Freund dazu holen und zusammen über alles reden, was so an fragen auftaucht.

Nur zur Klarstellung- ich meinte nicht mit dem Kind zum psychologen, sondern sich bei einem solchen beraten lassen! Wenn sie es sich zutraut, es ohne Beratung zu machen-klar. Bei Unsicherheiten und einem so wichtigen Thema, aber lieber Expertenrat suchen

Ich würde sie ganz normal damit aufwachsen lassen und zwar es ihr direkt sagen. Allerdings nicht als eine große Information, sondern so nebenbei erzählen. Ich würde ihr erzählen das du früher mal verheiratet warst und du dann schwanger mit ihr warst (ich erzähle meinen Töchtern immer das sie früher bei mir im Bauch waren). Und wie sehr du dich gefreut hast darüber. Und das du dann auf die Suche nach einem Papa für sie gegangen bist. Und da deinem Partner, ihren Papa gefunden hast. Und wie sehr er sich gefreut hat sie kennenzulernen als sie 1 war. Mit dieser Geschichte im Hinterkopf, was ich immer mal als Geschichte erzählen würde. Wird sie mir Sicherheit fragen haben, wenn sie dann aufgeklärt wird. Und dann hat sie ja aber grundsätzlich schon gehört das sie Papa mit 1 erst kennengelernt hat. Und du erzählst ihr dann eben von ihrem biologischen Vater. So hat sie nicht das Gefühl von euch belogen wurden zu sein. Wenn ich wüsste das ich jahrelang von meinen Eltern angelogen wurde, dann hätte ich kein Vertrauen und wäre sehr enttäuscht. Besonders wenn sie das als Teenager herausfinden würde, könnte es ihr den Boden unter den Füßen wegreißen.
LG

Auch ich bin der Meinung, dass Du den richtigen Zeitpunkt leider verpasst hast. Die eigene Herkunft ist ein ganz wichtiger Aspekt der Persönlichkeitsbildung und wie man sich selber sieht. Im Erwachsenenalter oder noch schlimmer im Teenageralter zu offenbaren, dass der Mann, den man für seinen Vater hält, es gar nicht ist kann eine ganz schöne Krise auslösen. Die Mutter hat quasi die ganze Zeit einen Teil der eigenen Identität "verleugnet"
Entschuldige bitte, wenn die Worte etwas hart oder dramatisch klingen. Als Adoptivmutter habe ich mich mit der Thematik etwas beschäftigt und auch ich würde Dir empfehlen, dass Du Dich professionell beraten lässt.

Vielleicht ist die stifkindadoption für euch was? Er ist dann nicht der erzeuger aber der Papa 🙂

Mein Freund wird sie adoptieren. Sie ist für ihn sein Kind und liebt sie sehr. Der Kindsvater hat dem auch zugestimmt weil er dann ja nichts mehr zahlen muss. So seine Aussage. Ich habe große Angst das wenn sie ihren richtigen Vater kennen lernen will das er sie maßlos mit Worten verletzt. Aber darauf werde ich sie dann vorbereiten.

Ich finde 4-5 Jahre ist ein super alter. Meine Freundin hat es ihrem Sohn mit 5,5 Jahren erzählt, dass es nicht nicht leibliche Vater ist. Wir haben Pflegekinder wir haben mit 4 Jahren angefangen zu erzählen, dass S auch eine andere Mama und einen anderen Papa hat. In dem alter wissen die noch nicht wirklich was es bedeutet und man kann es ihnen "leichter" erkären

Danke erstmal für die zahlreichen Antworten.
Um eines klar zu stellen. Ich habe meine Tochter niemals angelogen. Ich habe ihr bereits immer mal, je nach Alter, alte Fotos gezeigt und erklären wollen das es ihr leiblicher Vater ist. Meine Tochter wollte dies nie akzeptieren weil sie doch einen Papa hat. Daher fragte ich nach dem passenden Zeitpunkt wo Kinder eine solche Situation verstehen können. Jeder aus dem Umfeld weiß davon und mit der damaligen Affäre bin ich sehr gut befreundet. Niemand aus meinem Umfeld würde je auf den Gedanken kommen meine Tochter so den Kopf zu verdrehen.
Ich muss dazu sagen das sie sehr sensibel ist und fürchterlich geweint hat wo ich das Papa Thema mal angesprochen habe. Sie sagte immer wieder das sie von dem anderen Papa nichts wissen will. Das ist 1 Jahr her. Ich habe mich seit dem nicht mehr getraut mit ihr darüber zu sprechen weil dür sie damals schon eine Welt zusammen gebrochen ist.
Mein Schritt wäre dann wohl wirklich mal einen Psychiater zu kontaktieren.

Oh ok. Mmm deine Tochter sieht es wohl ganz auf der emotionalen Ebene. Der Papa ist der der mich liebt und umsorgt. Ist ja auch eine legitime Sichtweise finde ich.

Hi,

dann hast du es ihr zumindest schon einmal gesagt, sie weiß ja offenbar vom "anderen Papa", auch wenn sie von ihm nix wissen will. Ich würde auf jeden Fall auf der "du hast zwei Papas" Schiene bleiben. Auf jeden betonen, dass ihr sozialer Papa immer ihr Papa bleiben wird. Und ja, eine Beratung ist da eine sehr gute Idee.

Verschweigen geht meiner Meinung nach nicht, schon alleine aus praktischen Gründen. Du kannst ja zb schlecht ihre Geburtsurkunde auf Dauer von ihr verbergen, auch überall wo die Namen der Eltern reingehören kannst du ja schlecht schwindeln.

LG

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Mmmm. Vielleicht im Rahmen der aufklaerung einfliessen lassen? Biologischer Papa. Richtiger Papa von Herzen. Ich haetts es glaube ich mit 2 3 Jahren erzaehlt. Wenn die ki der 1. Fragen stellen wie kommt das baby in den Bauch. Aehnlichen fall haben wir im bekanntenkreis. Da ist auf einmal nach 8 Jahren der leibliche Vater aufgetaucht. Der Junge wusste schon Bescheid. Sein Papa ist sein Herzenspapa. Frage vielleicht jemand der dein Kind kennt. Kiga erzieherin. Kinderarzt.

Meine Tochter lernte meinen zweiten Mann kennen, als sie 3 1/2 Jahre alt war. 2 Jahre später heirateten wir und da wusste sie schon, dass ich schon mal verheiratet war und sie schon mal einen Papa hatte..Es war ihr vollkommen egal, sie mochte ihren Papa und fertig. Zu meinem Ex bestand ja keinerlei Kontakt mehr. Sie wollte ihn auch nie kennenlernen, mein Sohn wollte auch keinen Kontakt mehr, obwohl er sich an ihn schon noch erinnerte.
Wäre blöd, wenn sie es durch dumme Bemerkungen o.ä. erfahren würde. Kinder nehmen sowas lockerer als man denkt, besonders wenn sie vom Ex nichts mehr sehen und der Lebenspapa lieb ist.
LG Moni

Ich habe dazu keine Erfahrung und auch nichts fachliches gelesen. Das für alle hier vor ab ;-)

Mein erster Gedanke war, zu erklären, dass es verschiedene Papas gibt.
Indem alter verstehen Kinder wahrscheinlich diese Aussage "nicht der richtige Papa" nicht.

Es ist ja IHR Papa. Wie soll er für sie "falsch" sein ;-)

Daher mein Gedanke "verschiedene Papa Sorten" zu erklären.

Kauf ein Aufklärungsbuch für das Alter und anhand dessen kommt das Thema zur Sprache, fertig. Ob Du es nun hättest schon längst sagen sollen oder nicht - das spielt doch jetzt gar keine Rolle mehr. Aber es belastet Dich, also geh es an. Ihr Papa ist ihr Papa, das bleibt er ja auch und dann gibts eben noch den Zeugungsvater. Ich würde ihr auch dazu sagen, dass das bei vielen Kindern so ist, dass sie von einem Mann abstammen, mit dem sie nicht zusammen leben.

Deinen letzten Satz finde ich bisher am besten. Das ist gut und knackig erklärt.

Ich würde es auch jetzt sagen.
Sonst fühlt sie sich betrogen, wenn ihr sie jahrelang betrügt.
Vielleicht könnt ihr mit ihr ein Kinderbuch zu dem Thema lesen. Und ihr damit erklären, welche Familienvariante für euch gilt.

Hallo!

Nachdem deine Tochter ja grundsätzlich weiß, dass es da noch jemanden gibt, aber sich nicht weiter interessiert. wäre das optimale einfach weitermachen wie bisher: Mit Freunden, Familie und Partner ab und zu auf das Thema kommen, beiläufig sagen, dass der Tom aus der Kita ja auch zwei Papas hat, wie sie, und es dabei belassen.

Die Kleine will sich nicht eingehend damit auseinander setzen, und das ist ja auch okay so. Es geht also nur darum, dass ganze so oft zu erwähnen, dass sie es nicht vergisst. Vielleicht interessiert es sie dann erst in 10 oder mehr Jahren so richtig - oder auch gar nicht.

Ich habe keine eigene Erfahrung, aber ich würde es ihr zeitnah sagen, wenn irgendwann das Thema auf Babys und wie sie in den Bauch kommen kommt.
Er *ist* doch ihr Papa. Der sich kümmert, der sie und den sie lieb hat seit sie ein Baby war.
Der Erzeuger, von dem der Samen war, konnte halt kein guter Papa sein, und deshalb wolltest du nicht mit ihm zusammenbleiben.

Ich würde es unbedingt jetzt sagen. Und ich würde es "biologisch" angehen und über "wie entsteht ein Kind" sprechen.

"Man benötigt ein reifes Ei von der Frau und Samen vom Mann. Das Ei ist von mir und der Samen von einem Mann, den du früher sehr, sehr gerne hattest. Daraus bist du dann entstanden in mir. Als du ein Baby warst, haben wir Papa kennengelernt und wir 3 sind eine richtig tolle Familie"

So in etwa.

Kinder nehmen Dinge meist als gegeben hin. Für ein älteres Schulkind, einen Jugendlichen oder gar einen jungen Erwachsenen wäre die Eröffnung der Wahrheit Lug und Betrug über Jahre und das Vertrauen ist (erstmal) komplett weg.

Liebe Grüße

Nachtrag: Natürlich "Samen von einem Mann, den ICH früher sehr, sehr gerne hatte. Daraus bist dann du entstanden."

Hallo,

ich habe ein Kind aus einer Samenspende.
Wir haben uns damals noch bei Pro Familia beraten lassen und dort wurde uns geraten: so früh wie möglich, möglichst aber vor der Aufklärung in der Schule. Bei uns ist der Spender ja z. Zt. auch nicht greifbar und das Ganze gar kein Thema (meine Tochter wird 12).
Also so schnell wie möglich in Angriff nehmen...

LG, Katrin

Also. Ich habe es ihr heute gesagt. Sie hat es ganz gut aufgefasst und gesagt das ihr Papa damals sie gemacht hat aber sie ihren richtigen Papa nun hat und den nie her geben will. Sie hat mich mit Fragen gelöchert welche ich ihr gut beantworten konnte. Vor allem hat sie gesagt das ich das schon mal gesagt habe und sie es weiß. Haben das Gespräch einfach nur etwas ausgeweitet. Ich habe ihr die Option gelassen ihren jetzigen Papa mit Namen anzusprechen aber das möchte sie nicht. Denn das ist ihr Papa auch wenn er erst kam wo sie da war. Sie liebt ihren Papa ganz dolle und der andere ist ihr egal weil er eh nie da war.

Feedback von mir: Man sieht das Kinder doch so viel mitbekommen und wo sie gesagt hat: "Mama ich weiß wie doll du Papa liebst, ich auch und wir sind eine Familie." .. da musste ich dann doch echt weinen.

Oh wie schön zu hören. Danke, dass Du uns ein Update gegeben hast.
Sicher war das Gespräch nicht einfach für Dich. Aber es zeigt, dass Du es ihr ja durchaus schon vermittelt hast und es bei ihr auch angekommen ist.

Sehr schön! Da hast du dir vorab zu viele Sorgen gemacht! Eine tolle Tochter und einen tollen Partner hast du da offensichtlich!