Kleinkind eine Woche bei Oma und Opa lassen?

    • (1) 09.11.19 - 22:09
      Wieistesambesten

      Hallo liebe Forummitglieder!

      In einigen Monaten muss unsere grosse Tochter (4) für eine knappe Woche ins Krankenhaus für eine geplante OP.
      Das Krankenhaus ist 700km von uns entfernt.
      Wir überlegen nun, wie wir das organisieren...
      Ich als Mutter werde auf jeden Fall mitfahren, allerdings wäre es auch schön, wenn mein Mann mitfahren könnte.
      Ich bin mir aber nicht sicher, wie unsere Kleine (dann 19 Monate) reagieren wird, wenn sie eine knappe Woche bei Oma und Opa bleibt. Sie kennt die beiden sehr gut und ist häufiger dort, fühlt sich auch sehr wohl, allerdings war sie noch nie so lange alleine dort. Immer nur mal ne Nacht.
      Hat jemand Erfahrungen mit ähnlichen Situationen und kann berichten?

      Lg

      • Ist euer Kind denn schon häufiger bei Oma und Opa gewesen also auch über Nacht?
        Vielleicht könnt ihr ja vorher mal ein ganzes Wochenende versuchen, so als Probe.
        Ich denke wenn ein gutes Verhältnis besteht dann ist das kein Problem. Meine Tochter hätte das bestimmt nicht gestört. Es kommt immer aufs Kind an.

        LG keks

        • (3) 09.11.19 - 22:23

          Ja, sie hat schon häufiger dort geschlafen, aber halt immer nur eine Nacht.
          Ich habe ein bisschen Angst, dass das nachträglich etwas mit ihr macht... Ängste etc..
          Wahrscheinlich wäre es gut, wenn man es mal am Wochenende ausprobiert.
          Ich bin hin und her gerissen, einerseits möchte ich nicht, dass die kleine "alleine" zu hause bleibt, andererseits hätte ich meinen Mann gerne dabei. (Sehr egoistisch, ich weiss😔)
          Danke dir für deine Antwort

      Ich würde es nicht so lange bei den Großeltern lassen. Mit 19 Monaten versteht man das noch nicht.

    • Wenn euer Kind Oma und Opa gut kennt und vertraut, sehe ich da kein Problem. Sind sie Bezugsperson?
      Unser Sohn war in dem Alter auch schon 4-5 Nächte bei den Großeltern. Das klappte sehr gut.

      Kann dein kleineres Kind nicht auch mit kommen? Wenn ihr beide in dem Krankenhaus sein, sollte es doch möglich sein, dass ihr euch abwechselnd kümmert? Natürlich kommt es auch auf den Grund an, warum eure große dort ist...

    • Hallo,
      Wenn ein gutes Verhältnis besteht und das Kind drauf vorbereitet werden kann,denke ich nicht das es einen Schäden davon nehmen wird.
      Meine Tochter war 2 Jahre als ich mit ihrem 6 Monate alten Bruder zum Arzt bin und fast 6 Monate am Stück weg war.
      Sie konnte uns zwar zwischen durch immer Mal ein paar Stunden besuchen,aber wir haben uns teilweise 2-3 Wochen gar nicht sehen können.
      Sie hat das damals super gemacht,was ich viel meinen Eltern verdanken kann.
      Sie haben sie mit soviel Liebe überschüttet und das beste aus der Situation gemacht.
      Denke schon das sie immer noch daran zu knabbern hat,aber denke eher das es an der fehlenden Vorbereitung und Situation an sich hängt.
      Denke sie wird sich auf jeden Fall vermissen,aber das wird sie auch wenn der Papa zu Hause bleibt.
      Evtl brauchst du und das andere Kind ihn an den 4 Tagen mehr?
      Ich drücke euch die Daumen und wünsche euch alles gute für die OP

      Hallo,

      Ich hätte kein gutes Gefühl dabei...
      Aber eine Anregung: in unserer Klinikzeit hatten wir ein anderes Kind auf dem Flur, dessen 2. Elternteil im hiesigen Ronald McDonald Haus untergebracht war.

      Es klingt ja, als würdet Ihr eine große Klinik anstreben, vielleicht gibt es da auch so eine Unterkunft?

      Ich wünsche Euch und besonders Eurer Tochter alles gute und eine erfolgreiche Behandlung!

      • (9) 10.11.19 - 10:34

        Vielen Dank für die lieben Wünsche!
        Ja es gibt Unterkünfte für Eltern.
        Ich denke, der Papa wird bei der Kleinen zu Hause bleiben und ich werde eine gute Freundin der Familie mitnehmen. Diese kennt auch meine Tochter sehr gut und könnte mich wir auch meine Große gut unterstützen.
        Lg

    Wenn sie gerne da ist und es kennt, glaube ich nicht, dass das bleibende Schäden hinterlässt.
    Meine Eltern waren eine Woche im Urlaub mit Freunden und mein Bruder und ich waren bei meinen Großeltern. Das war er ca 2. Wir erinnern uns nicht mal dran...

    Hallo,
    unsere Tochter war in dem Alter schon öfter mehrere Tage bei meinen Eltern. Das kam uns auch bei der Geburt unseres zweiten Kindes bzw. in den Tagen davor und währenddessen zugute. Allerdings war das für sie immer etwas Schönes wie eine Art Ferien. Sie freut sich immer, wenn sie ein paar Tage bei Oma und Opa ist und genießt die Zeit in vollen Zügen. Es ist in dem Sinne also keine ungewohnte Ausnahmesituation, sondern fast schon Routine (sie fährt alle paar Wochen für ein paar Tage hin).

    Dementsprechend würde ich es bei euch nur so machen, wenn sie es vorher schon mal gemacht hat und diese Zeit mit etwas Positivem verbindet. Sie soll nicht denken, dass sie hin muss und dann Heimweh bekommen, sondern hin wollen, weil es ihr Freude macht. Das würde ich vorher mal ausprobieren.

    Wenn es gut klappt, dürfte die Woche nicht weiter problematisch sein, sondern sogar eine Bereicherung. Wenn es allerdings nicht gut klappt und sie keine Freude dabei empfindet, würde ich nach einer anderen Lösung suchen oder die Woche aufteilen, sodass sie nicht so lange dort ist.

    Meine Tochter ist jetzt 19 Monate alt und sie liebt Oma und Opa.
    Vorallem den Opa , wenn er da ist sind alle anderen abgeschrieben.
    Sie würde aber nie dort schlafen geschweige denn eine Woche lang.
    Sie schläft nur bei mir ein, leider.
    Ich glaube aber 1 Woche ist zu viel für ein so kleines Kind.
    Ist mitnehmen keine Option?

    Mir wäre das zu lang.
    Entweder würde ich beide Kinder mitnehmen oder mein Bedürfnis runterschlucken und Papa zu Hause lassen. An der Stelle müsste mein persönlicher "Egoismus" dann hinten anstehen... Denn eine Woche mit nur einem Elternteil ist für viele Kinder ggf auch schon schwer wenn sie es nicht gewohnt sind.

    Hallo

    Mach dir keine Sorgen, du gibst dein Kind in gute Hände.

    Eure Große braucht euch jetzt mal mehr und du brauchst deinen Mann auch an deiner Seite.

    Für deine große Tochter alles Gute.

    Ich denke das kannst du am besten einschätzen, wir kennen ja dein kind nicht.
    Unserer hat ab 6 Monaten immer mal wieder bei Oma gepennt und oma kommt auch einmal die Woche. Mit 1,5 war er 5 tage bei ihr weil wir mal alleine in Urlaub wollten. Die oma war danach ganz schön erledigt, ihm hats gefallen :-)

    Hallo.
    Ich würde vorher mal ein paar Tage auf Probe machen wenn es bis jetzt immer nur eine Nacht war aber grundsätzlich sehe ich da kein Problem, wenn sie sonst auch gern dort ist. Unser Sohn schläft auch regelmäßig bei den Großeltern seit er ein halbes Jahr alt ist. In dem Alter von eurer Tochter waren es zwar auch nicht mehr als 2 Nächte am Stück aber nur weil es sich da noch nicht länger ergeben hat weil Opa und Oma noch berufstätig waren. Mit 2,5 war er dann mal 4 Tage mit ihnen im Wohnmobil unterwegs und mit knapp 3 über eine Woche bei ihnen.

    Erstmal vielen Dank für eure Antworten!

    Ganz entschieden haben wir noch nicht aber wahrscheinlich bleibt mein Mann zu Hause bei unserer kleinen Tochter. Auch wenn du kleine sehr gerne bei Oma und Opa ist, ist eine Woche doch sehr lang.
    Ich werde eine sehr gute Freundin der Familie fragen, ob sie mitkommt und mich unterstützt. Das würde auch unsere Grosse gut finden.
    Es gäbe zwar die Möglichkeit, auch die kleine mitzunehmen, aber ich denke, damit tun wir beiden Mäusen keinen Gefallen.

(19) 10.11.19 - 07:43

Wir sind auch OPerfaheren, haben aber nur ein Kind bisher, genau deswegen. Mir persönlich wäre es zu lang. Von der Zeit her als auch von der Zeit die ich bräuchte das Kind zu holen wenn es nicht klappt.
Ich würde es mitnehmen.
Oft gibt es eine Kinderbetreuung für Geschwister. Und Spielzimmer hat ja auch jede Station.
Meine perfekte Lösung wäre ein Grosselternteil mitzunehmen für die ersten 2-3 Tage nach der OP.

Mal eine andere Frage... habt ihr da ein Einzelzimmer oder wie stellt ihr euch das vor mit zwei Elternteilen im
Krankenhaus zu belagern? Also wie ist es geplant oder habt ihr euch das vorgestellt?

Ich war schon mal mit Kleinkind eine Woche im Krankenhaus, aber im Einzelzimmer, da wir privat versichert sind. Dennoch wäre mein Mann nie auf die Idee gekommen dort mehr als 2h am Tag zubleiben. Es war einfach Tod langweilig, erst recht wenn es den kleinen langsam besser geht und man in den kahlen Zimmer fast die Wände rauf geht.
Alle anderen normalen Zimmer waren vollgestopft mit 2-3 Kindern und Müttern. Man konnte sich da kaum bewegen wenn dann die Betten der Mütter aufgeklappt waren. Nur zu Besuchszeiten ... also 2h am Tag war daher erlaubt dass dann noch zusätzlicher Besuch kommt.

Es war absolut mega langweilig dort. Es gab ein Gemeinschaftsspielzimmer wo faktisch aber nie ein Kind war, da die eben krank in den Betten lagen.
Ich würde mir das gut überlegen da zu zweit aufzuschlagen. Es macht Sinn wenn ihr euch abwechselt obwohl ich das dem anderen Kind gegenüber ungerecht finden würde.
Ich denke wenn einer die ganze Woche mitfährt und vielleicht nur am Tag der op und den Tag danach dein Mann mit dabei ist, dann wieder heim fährt, seid ihr besser beraten. Das andere Kind, dass für Zeit noch kein Verständnis hat, bleibt in seiner gewohnten Umgebung. Und wäre nur 1-2 Nächte von den den Großeltern betreut. Als Mama von drei Kindern weis ich, das man nicht jedem immer gerecht werden kann. Allerdings muss man auch das einzelne Kind vom Alter und Verstand her mit berücksichtigen. Und mit 18 Monaten 1 Woche ohne Eltern würde ich am Mama nicht übers Herz bringen, wenn es nicht ein absoluter akuter Notfall wäre. Zumal meine Kinder in dem Alter nicht mal eine Nacht bei den Großeltern schlafen wollten.

Hallo,

ich würde es auch nicht machen.

Meine Freundin hat das mit ihrer Kleinen auch durch.

Eigentlich ist die kleine Maus gerne bei Oma und Opa. Aber nachdem sie dort eine Woche bleiben "durfte" haben sie mega Stress.
Kind schläft nicht mehr, weint wenn sie Oma ubd Opa auch nur sieht und ist extrem anhänglich. Das wars definitiv nicht wert.

Viele Grüße und alles Gute

Wie ist das denn im Krankenhaus organisiert?

Dürften denn zwei Erwachsene zeitgleich übernachten?
Bräuchtet ihr ein Hotelzimmer für den anderen Elternteil?
Gibt es Familienwohnungen für diese Zeit (davon habe ich gehört, wenn ein Kind für längere Zeit und lebensbedrohlich ins Krankenhaus muss, so dass Eltern vor Ort sich abwechseln können). Das gibt es nicht überall und nicht bei jeder Diagnose.

Dürfte die Kleine mit ins Krankenzimmer oder eher nicht wegen Keimen oder sonstigem?

Wenn die Kleine mit rein dürfte, könnte eine Ferienwohnung/Hotelzimmer / Pension in der Nähe sinnvoll sein. Dann könntet ihr euch als Familie abwechseln (nachts) und tagsüber zusammen sein.


Wie ist die Situation für eure Große?
Ich meine: manche Kinder haben es gerne, wenn beide Eltern dabei sind.
Andere würde es total erschrecken oder überfordern, wenn beide Elternteile dabei wären und die Kleine bei Oma und Opa.

Ist etwas schlimmeres mit mir? Warum darf die Schwester nicht dabei sein?
Papa ist sonst nie soooo lange am Stück dabei, warum jetzt? Sehe ich meine Schwester wieder?


Dürftet ihr denn beide nach der Op tagsüber bei eurer Tochter sein oder müsstet ihr euch abwechseln? (Besuchskapazität, Mehrbettzimmer, Einzelzimmer, genug Platz?)

Wenn du schreibst, du hättest deinen Mann gerne bei dir in der Zeit?
Welche Alternativen gäbe es denn, dass du für dich auch Unterstützung hättest?
Z.B. dass er mit der Kleinen in eine Ferienwohnung geht, aber für dich immer "abrufbar" ist und schnell kommen kann.
Viel telefonieren?

Hängt deine Große sehr am Papa?
Wenn ja, würde es durchaus Sinn machen, wenn er in der Nähe ist.
Wenn eher du, sie mäßig, dann würde ich überlegen, was euch gut tut, ohne dass sie dadurch überfordert wird.

Bei längerem Krankenhausaufhalt wäre sich abwechseln auch sinnvoll. Bei 4 Tagen manchmal.

Ob die Kleine bei den Großeltern wäre oder mit deinem Mann bei euch in der Nähe, würde ich prüfen, was sinnvoller ist; wie die Krankenhausgegebenheiten sind.

Würde dein Mann nicht die ganze Zeit dabei sein können, könnte er auch mit der Kleinen in der Nähe sein um dir so die Möglichkeit geben zu können zu wechseln oder schnell dazu sein.

  • (23) 10.11.19 - 19:59

    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
    Viele Dinge, die du ansprichst habe ich noch gar nicht bedacht. Dankeschön 😊
    Gott sei Dank haben wir noch Zeit und können uns nochmal in Ruhe Gedanken machen und die hoffentlich beste Lösung für alle finde.

    Lg

Bestünde denn die Möglichkeit, dass die Großeltern euer Kind bei euch zu Hause betreuen könnten? So habe ich das damals gelöst, als ich mal eine Woche weg musste. Meine Eltern wohnten dann einfach in meiner Wohnung. Da blieben die Kinder im gewohnten Umfeld, was es ihnen sicher leichter machte.

Hallo,

Kommt vermutlich aufs Kind an, wie das schlafverhalten usw. ist...
Unsere Jüngste hat schon immer super durchgeschlafen und war auch sonst immer ein ruhiges Kind.
Sie ist mit 14 Monaten das erste mal bei Oma für 5 Tage geblieben. Wir sind mit den Älteren weggefahren und diese Unternehmung war einfach noch nichts für sie.
Hat super geklappt, ich habe sie mehr vermisst, als sie mich.
Bei Oma ist ohnehin immer alles besser ;)

Wenn die ansonsten ein gutes Verhältnis haben und die Großeltern sich das zutrauen, hätte ich keine Bedenken.
Zur Not könnte einer von euch doch immer noch wieder zurückfahren oder?

LG

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